Autor: carmenju 7. Mai 2019

Flüssiggas und Bio-Propan – der saubere Energieträger zum Heizen für ländliche Regionen 

 

 

Zusammenfassung: Mitte 2019 heizen rund 600.000 Haushalte in Deutschland mit Flüssiggas. Gerade von Heizöl wechseln viele tausend Kunden jährlich zu einer neuen Heizung mit dem Energieträger Flüssiggas. Gerade in Bestandsbauten liegt die Ersparnis bei CO2 allein über den Energieträger schon bei 15 %. Rechnet man die Verbrauchsersparnis und den größeren Brennwertnutzen von Flüssiggas im Vergleich zum Heizöl noch hinzu kann man die 30 % CO2-Ersparnis auch im praktischen Betrieb erreichen….

 

 

 

Die Nachhaltigkeit von Flüssiggas als Energieträger wird häufig unterschätzt

 

Warum Flüssiggas?

 

Flüssiggas, auch Propangas (C3H8) genannt, wird bei Umgebungstemperatur schon bei geringem Druck (unter 10 Bar) flüssig und kann so sehr einfach gelagert und transportiert werden. Insbesondere bei der aktuellen Diskussion um saubere lokale Luft belegen Studien wie des Instituts für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik (IFK) der Universität Stuttgart die großen Vorteile von Flüssiggas im Vergleich zu Pellet oder Heizölgeräten. Im Vergleich mit Pelletkesseln emittierten die Flüssiggasheizungen 20- bis 100mal weniger Kohlenmonoxid und der Emissionsfaktor für Staub war teilweise um das mehr als 1.400-Fache verringert. Im Vergleich zu Heizölgeräten fielen die Stickoxidemissionen bei den mit Flüssiggas betriebenen Heizungen um rund 40 Prozent niedriger aus.

 

Wie funktioniert es?

 

Gelagert wird Flüssiggas in Flüssiggastanks, die oberirdisch und unterirdisch genehmigungsfrei in Deutschland aufgestellt werden können. Das Aufstellen ist auch in Hochwassergebieten einfach möglich, da Flüssiggas nicht wassergefährdend ist. Klassischerweise wird vom Gastank aus ein Hausanschluss zum Objekt gelegt. Dort schließt der Heizungsbauer sein Verbrauchsgerät an. Sehr häufig ist das die klassische Gasbrennwerttherme aber auch Hybridgeräte, die in Kombination mit einer Wärmepumpe oder Solarthermie funktionieren werden angeschlossen. Noch mehr Kohlendioxid lässt sich sparen, wenn eine Gaswärmepumpe, ein BHKW oder eine Brennstoffzelle angeschlossen werden.

 

Wann wird auf Bio-Propan umgestellt?

 

Mit der Energiewende geht der Trend dahin sich komplett von der fossilen Energieversorgung zu verabschieden. Deswegen wird in ersten Raffinerien wie in Rotterdam von der Firma Neste schon Bio-Propan hergestellt. Dieses Flüssiggas wird durch die Verwertung von Abfällen aus der Lebensmittelverarbeitung, von Tierfetten, Mais, Stroh, Holz und Ölen unter Hitze und hohem Druck erzeugt. Die CO2-Ersparnis liegt laut dem Deutschen Verband Flüssiggas (DVFG) bei ca. 50 Prozent. Bio-Propan erfüllt die Anforderungen der deutschen Nachhaltigkeitsverordnung und kann sowohl in der Heizung als auch als Kraftstoff für den PKW eingesetzt werden. Dazu müssen die jeweiligen Geräte nicht umgerüstet werden.

 

 

 

 

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