Autor: alexb 16. Juni 2011

Gut für die Solarfonds wie SunAsset 2: Deutschland verzichtet auf geplante Kürzung der Förderung

Bau einer Solaranlage

Die Regierung verzichtet auf die geplante Kürzung der Solarförderung

Zum 1. Juli 2011 sollte eine bereits im Januar von der Regierung verkündete Kürzung der Solarförderung stattfinden. Diese fällt jedoch aus! Ursache dafür ist, dass in den Monaten März bis Mai nur sehr wenige Solaranlagen neu gebau und gemeldet worden sind. Lediglich 700 Megawatt wurden installiert. Auf das Jahr hochgerechnet würden es 2800 Megawatt, und somit deutlich weniger als die von der Regierung geplanten 3.500 Megawatt, sein. Folglich wird eine Herabsenkung der Solarförderung im Juni nicht stattfinden.

 

Der eigentliche Zweck der Kürzung lag darin, den Solarboom von 2010 nicht noch einmal zu wiederholen, da dieser eine starke Strompreissteigerung für den Verbraucher zur Folge hatte. Durch die jetzige Nicht-Kürzung könnte dieser Effekt jedoch wieder eintreffen. Die Regierung bezieht sich nur auf den Ausbau der Monate März bis Mai für ihren Umfang der Kürzung. Dabei gilt erst der Juni als der Boommonat für die deutsche Solarbranche. Im vergangenen Jahr wurden enorme 2.000 Megatwatt allein in diesem Monat gebaut, das sind knappe ein Drittel des Jahreswertes.  Branchenverteter sprechen aktuell auch schon von einer spürbar angestiegenen Nachfrage im Juni.

 


 

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Der Branchenverband BSW ist jedoch der Auffassung, dass es keinen sonderlichen Nachfrageanstieg geben wird. Im vergangenen Jahr sei im Juni eine „Sonderkonjunktur“ gewesen aufgrund des sehr publiken Streits über die Kürzung der Solarförderung.

 

Die Regierung will ab nächstem Jahr jedoch aufgrund des „Juli-Problems“ eine Veränderung vornehmen. Nicht mehr die Monate März bis Mai dienen als Referenzwert, sondern die Monate Oktober (2011) bis April (2012) werden als Grundlage für die Kürzung im darauffolgenden Sommer verwendet. Das vierte Quartal zählt erfahrungsgemäß nämlich ebenfalls zu dem Boom-Zeitraum.

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