Autor: Gerd Junker 25. Juli 2011

Hungersnot in Afrika: besser kann man unsere Unmoral nicht ausdrücken als in diesem Bild

Was wäre, wenn alle Menschen in Bayern und Thüringen kurz vor dem Hungertod ständen? Wenn Millionen in Deutschland also kurz davor wären, aus Mangel an Essen zu sterben? Ein Aufschrei ging durch die Welt und innerhalb kürzester Zeit wäre geholfen. Denn Lebensmittel sind für uns so selbstverständlich, dass wir nur ein „zuviel“ davon kennen, kein „zu wenig“.

 

Die Bevölkerungszahlen von Bayern und Thüringen zusammen sind in etwa 12 Millionen Menschen – genauso viele, wie in Afrika gerade vom qualvollen Tod durch Hunger bedroht sind. Bisher sind bereits Zehntausende in Äthiopien, Kenia, Somalia, Dschibuti, Uganda und im Sudan. Auch im 21. Jahrhundert müssen noch Menschen am Hungertod sterben, während andere in Saus und Braus, in Luxus und Überernährung leben.

 

Besser als diese Karikatur in der Finacial Times Deutschland von heute lässt es sich kaum darstellen:

 

In Afrika sterben Zehntausende, wir haben andere Probleme

In Afrika sterben Zehntausende, wir haben andere Probleme

 

Auch wenn wir Spenden und damit „Almosen“ als Mittel der Entwicklungshilfe sehr kritisch betrachten, empfehlen wir in diesem Fall jedem, seinen Beitrag zu leisten. Wer dazu auch langfristig helfen will, kann sein Geld in Mikro-Finanz anlegen – eine der sinnvollsten Möglichkeiten für Gerechtigkeit auf der Welt.

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