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Beteiligung an Windkraft-Projekten – 11 Tipps für eine nachhaltige Investition

Montag, 29. Oktober 2018
Zusammenfassung: Beteiligungen an Windkraft-Projekten sind ökologisch sinnvoll, bringen die Energiewende voran und versprechen gute Erträge. 11 Tipps, auf die Anleger unbedingt achten sollten.

 

 

Windkraft-Beteiligungen stellen das perfekte Investment in Erneuerbare Energien dar. Denn mit mehr als 27.270 installierte Anlagen hat Windenergie das Experimentierfeld längst verlassen. Die ausgereifte Windkrafttechnologie verspricht außerdem Anlegern beste Chancen auf attraktive Erträge.

 

Vorreiter in Sachen Windenergie sind allerdings nicht die windreichen Küstenländer Europas, sondern  China und die USA sind am besten aufgestellt. Beide Staaten haben einen hohen Energiebedarf und ausreichend Flächen für große Windparks. Dennoch ist Windenergie auch in Deutschland stark gefragt.Im Konzept der Bundesregierung zur Energiewende spielt Windkraft eine zentrale Rolle. Denn mit Windenergie lassen sich die benötigten Mengen an klimafreundlicher Energie bereitstellen. Bis 2035 sollen nach Plänen der Bundesregierung 55 bis 60 Prozent unseres Stromverbrauchs aus  regenerativen Quellen kommen.

 

Eine Entwicklung, die sich auch viele Anleger zu Nutze machen und ihr Geld in Windkraft anlegen möchten – ökologisch, sicher und rentabel. Doch wie bei jeder Geldanlage, ergeben sich auch bei Windkraftbeteiligungen vielfältige Fragen, mit denen Anleger nicht alleine bleiben sollten. Grünes Geld, ein erfahrener Experte für Investements in Erneuerbare Energien hat daher die elf wichtigsten Fragen zum Thema Windkraft zusammengestellt.

 

 

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Eine Bremse für die Energiewende?

Freitag, 18. Oktober 2013

Die EEG-Umlage steigt. Der Unmut über Windräder, die die Landschaft verschandeln, wächst. Energiekonzerne melden die Schließung von unrentablen Kohle- oder Gaskraftwerken an. Braucht die Energiewende eine Bremse? Muss die Politik umdenken? Ja, das sollte sie durchaus – indem sie endlich einen ehrlichen, konsequenten Weg beschreitet! Ein Plädoyer für die Energiewende.

 

Hat die EEG-Umlage ausgedient?

 

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird durch die EEG-Umlage finanziert. Der Strom aus geförderten Projekten wird mit einem festgeschriebenen Preis pro kWh gefördert. Das Paradoxe an dieser Situation ist, dass Ökostrom an der Börse derzeit so günstig wie noch nie gehandelt wird. Die steigende Differenz zu dem festgeschriebenen Förderpreis wird eben durch die EEG-Umlage gedeckelt. Diese hat der Verbraucher zu tragen. Doch wie verteilt sich der Stromverbrauch in Deutschland und wer zahlt wirklich die EEG-Umlage?

 

2011 sah die Aufteilung des deutschen Stromverbrauchs folgendermaßen aus:

 

Stromverbrauch nach Verbrauchergruppen f. Blog

 

Fast 50 % des Stromverbrauches wird also alleine durch die Industrie verursacht. Doch ausgerechnet diese profitiert massiv von Sonderregelungen, welche bewirken, dass eine große Anzahl an Firmen komplett befreit werden. Stellten 2012 erst 822 Firmen einen entsprechenden Antrag zur Befreiung von der EEG-Umlage, so waren es 2013 schon 2055. Für 1.716 Unternehmen wurde der Antrag genehmigt. Und für das Jahr 2014 haben bereits fast 2.400 Industriebetriebe ebendies beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragt – und bislang hat der überwiegende Teil der Antragssteller die beantragten Vergünstigungen am Ende erhalten. Sinn und Zweck dieser Befreiung war ursprünglich, dass stromintensive Unternehmen, die international agieren auch konkurrenzfähig bleiben. Auf der Liste der befreiten Unternehmen befinden sich aber inzwischen vornehmlich auch Milchbetriebe, Mastanlagen, Schlachthöfe, oder Tierfuttermittelhersteller. Je mehr Ausnahmen es gibt, umso mehr Kosten müssen also von den übrigen Verbrauchern übernommen werden. Für 2013 gehen 23 % der EEG-Umlage in Höhe von 5,27 Cent pro kWh inzwischen auf das Konto der zunehmenden Industrieförderung. Das ist ein Anstieg in Höhe von 33 % im Vergleich zu 2012. Die reinen Förderkosten für Erneuerbare-Energien-Anlagen betragen für 2013 lediglich 2,29 Cent pro kWh aus und dieser Bestandteil erhöht sich somit im Vergleich zu 2012 nur um knapp 0,2 Cent pro kWh (knapp 11 %). Der Zubau der Erneuerbare-Energien-Anlagen kann also nicht in erster Linie für den Anstieg der EEG-Umlage verantwortlich gemacht werden.

 

Ist die EEG-Umlage also ein überaltertes Instrument zur Steuerung der Energiewende? Immerhin hat diese Förderung dazu beigetragen, dass der Anteil an Strom durch erneuerbare Energien von 6,4 % im Jahr 2000 auf bereits 25 % im Jahr 2012 (Stand 1. Halbjahr) angewachsen ist. Das ist ein Erfolg, den man nicht von der Hand weisen kann. Damit das EEG allerdings weiterhin eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung erfährt, ist es wichtig diese auch über die Zusammensetzung der Abgabe transparent zu informieren und die Industrie stärker an den Kosten zu beteiligen, bzw. die Kriterien für Ausnahmeregelungen deutlich strenger anzuwenden.

 

Energiewende light?

 

Die Stimmen derer, die die Energiewende abbremsen wollen, werden immer lauter. Man müsse abwarten, bis die Techniken und Speichermöglichkeiten ausgereifter oder die Netze besser ausgebaut sind. Ein weiterer Zubau an Erneuerbaren Energien wäre nicht verkraftbar. Doch welche Interessen stecken hinter solchen Aussagen? Ist es wirklich die Angst um eine Fehlentwicklung in der Energiewende, oder stecken vielleicht eher wirtschaftliche Bedenken dahinter? Dürfen uns solche Bedenken dazu verleiten, das Risiko eines GAU wie in Fukushima oder Tschernobyl einzugehen oder durch zunehmenden Braunkohleabbau ganze Landschaften zu zerstören um anschließend Kraftwerke damit anzuheizen? Die Antwort liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Aber der weiterführende Ausbau an Erneuerbaren-Energien-Anlagen ist wichtig und richtig um auch technische Innovationen voranzutreiben. Bürger müssen weiterhin an dieser Entwicklung beteiligt und die dezentrale Stromversorgung gefördert werden.

 

Windräder und Solaranlagen sind wohl ein angenehmerer Blickfang als der Braunkohletagebau oder Atomkraftwerke*

Windräder und Solaranlagen sind ein angenehmerer Blickfang als der Braunkohletagebau oder Atomkraftwerke*

 

Der Plan zum Atomausstieg ist sicher auch richtig, denn wie man an den aktuellen Meldungen zu Fukushima sieht, ist der größte Unsicherheitsfaktor in solchen Anlagen der Mensch. Ein Bedienfehler nach dem anderen sorgt für beständige Meldungen zu Zwischenfällen in der Reaktor-Ruine. Bis wir in der Lage sind, uns zu 100 % mit Strom aus regenerativen Energien zu versorgen gilt es vorallem, Ressourcen und Umwelt zu schonen und auch den Stromverbrauch zu reduzieren. Wir leben in einer hochtechnisierten Welt, in der es selbstverständlich ist, dass uns Strom zu jeder Gelegenheit und zu jedem Zeitpunkt zur Verfügung steht. Auch hier gilt mal wieder, dass der Verbraucher mit seiner Nachfrage das Angebot bestimmt. Packen wir es an – für eine saubere Zukunft! Denn die Energiewende braucht keine Bremse.

 

 

 

 

 

*Bildquelle (von links nach rechts und oben nach unten): Camillo, Markus Lorch, Petra Bork, Rainer Sturm (alle pixelio.de)

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Wem gehören die Erneuerbaren Energien?

Dienstag, 12. März 2013

Morgen, Mittwoch 13.03.13 werden für EON, den zweitgrößten Energieversorger nach Marktwert in Mrd. weltweit, die Jahreszahlen für 2012 erwartet. EON ging im Januar noch von einem Gewinneinbruch von bis zu 15% aus. Als einer der Gründe wurde die Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien, genannt. Aktuell sieht es jedoch so aus, dass die Sorge im Januar offenbar unbegründet war.

Die inzwischen bekannten vorläufigen Zahlen sprechen eine ganz andere Sprache. Erwartet wird eine Steigerung des Gewinns vor Abschreibung, Zinsen und Steuern (EBITDA) um etwa 16%. Das bereinigte Ergebnis soll sogar um 70% auf 4,3 Mrd. steigen.

Die Energiewende wird von den großen vier Energieversorgern Deutschlands immer als Bedrohung dargestellt. Für den Verbraucher sei dies nicht zu finanzieren, Arbeitsplätze würden gefährdet und so weiter. Dabei sparen die Erneuerbaren Energien langfristig viel Geld, denn dort gibt es keine Kosten für Primärenergie. Sonne, Wasserkraft und Wind sind nämlich kostenlos.

 

Ein Grund, dass EON, RWE und Freunde nicht begeistert sind,  könnten die Besitzverhältnisse der Kraftwerke für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sein.

Besitzverhälnisse Erneuerbare Energien

Gesamt: 53 000 MW; Erhebung von 2010, Besitzverhältnisse Kraftwerke zur Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie, Quelle: BUNDmagazin 1-2013,

 

Mehr als die Hälfte der Kraftwerke zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien gehören Privatpersonen und Landwirten, sei es nun individuell oder genossenschaftlich in Form von Bürgerprojekten organisiert. Die Demokratisierung der Stromversorgung hat also längst begonnen. Großkonzerne sehen Pfründe schmelzen und eine Energieversorgung in Bürgerhand ist auch seitens der Politik wenig gewünscht.

 

Erneuerbare Energien Kraftwerke: nur 6,5% gehören den Versorgern

 

Nur 6,5 % der Kraftwerke für Erneuerbare Energien werden von den vier großen Energieversorgern gehalten. Auch wenn das Interesse  in den letzten Jahren sicherlich gestiegen ist, halten die Konzern an Großkraftwerken und zentralen Strukturen fest. In ihrer Haltung erfahren sie vielfach Unterstützung.

 

 

Windkraft Beteiligungen und andere Erneuerbare Energien Investments: Exklusive Informationen und Sonderkonditionen in unserem Newsletter

 

 

 

So  intervenieren Lobbygrupen wie die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ gegen das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Diese Lobbygruppe wurde vor zehn Jahren durch den Arbeitgeberverband Gesamtmetall gegründet. Sie warnt  aktuell besonders vor den untragbaren Kosten der Energiewende. Dabei sind viele Betriebe der Metallbranche sowohl durch die Befreiung von der Umlage zur  Förderung erneuerbarer Energien fast komplett befreit, als auch bekommen die Großverbraucher der Metallbranche hohe Rabatte auf die Strompreise.

 

Somit bleibt den Privatpersonen und Landwirten, die sich über eine Befreiung der Umlage leider nicht freuen können, nur der Weg, Erlöse und Gewinne aus der Stromproduktion zu erzielen. Wie obige Statistik zeigt, wird dies auch schon rege genutzt.

 

Dass die Erneuerbare Energien Gesetz  Umlage nur bei Privatverbrauchern zu Verdruss führt, belegt eine ganz aktuelle Studie der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. So ergab diese, dass zahlreiche Energieversorger die Erhöhung der Umlage für eine kräftige Preiserhöhung genutzt haben. So hätte die Erhöhungen teilweise bis zu 250% der Umlageerhöhung betragen. Die Erhöhung der Kosten für einen Zwei-Personen-Haushalt betrügen gerechtfertigterweise etwa 70 – 80€ pro Jahr. Einige Energieversorger erhöhten jedoch so drastisch, dass es zu Mehrbelastungen bis zu 219€ käme. Die Verbraucherzentrale wird die Anbieter abmahnen und gegebenenfalls vor Gericht ziehen. Da der Wettbewerb auf dem Strommarkt immer noch zu schwach ist, werden Preissenkungen an der Börse nicht an die Verbraucher weitergegeben.

 

Informationen zu Investitionsmöglichkeiten für Energie in Bürgerhand gibt es bei www.gruenesgeld24.de

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Mit-Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.