Archiv für die Kategorie ‘Grüne Banken’

Geldanlage im Vergleich 2018: Sicher Geld anlegen

Mittwoch, 04. April 2018
Zusammenfassung: Wer sucht nicht eine Kapitalanlage, die bei hoher Sicherheit hohe Renditen erzielt? Gerade seit die Zinsen bei Null und für die Großanlager sogar schon unter Null sind, ist dieser Wunsch jedoch immer schwerer zu erreichen. In den vergangenen Jahrzehnten war es relativ leicht, rentalbe Geldanlagen zu finden. Festgeld oder die Geldanlage in Lebensversicherungen waren dazu die beliebtesten Möglichkeiten. Heute müssen  Anleger neue Möglichkeiten nutzen.

 

Sicher Geld anlegen und dann schöneren Dingen zuwenden.

Sichere Geldanlagen  erfordern heute gründliches Nachdenken. Das gilt sowohl für die kurzfristige Geldanlage 2018 wie auch für die mittelfristige Geldanlage 2019 und oder die langfristige Geldanlage viele Jahre. Anleger müssen sich –  um Geld sicher anzulegen – auch mit neuen Themen wie Einlagensicherung, finanzieller Repression, Kapitalertragssteuer und ähnlichen Themen, auskennen.

 

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Die besten nachhaltigen Anleihe-Fonds in 2017

Freitag, 23. März 2018
Nachhaltige Investments in Anleihen

Musterdepots mit Anleihe-Schwerpunkt bietet GrunesGeld24.de

Nicht alle Anleihe-Fonds im nachhaltigen Sektor konnten 2017 Gewinne erzielen. Bei den von uns kontinuierlich beobachteten nachhaltigen Anleihefonds mussten einige der Zinsentwicklung Tribut zollen und verloren bis zu 5,32 Prozent im abgelaufenen Kalenderjahr.

Am besten entwickelte sich der erst 2009 aufgelegte FISCH CB Sustainable Fund der Züricher Fisch Asset Management. Der in schweizer Franken notierte Fonds investiert weltweit in Wandelanleihen nachhaltiger Unternehmen. Grundlage sind die Nachhaltigkeitsanalysen der schweizer Bank JS Sarasin.

 

Von Vorteil war die Strategie mit den Wandelanleihen, die sich nach der Anleihe-Phase in Aktien wandeln, besonders wegen der guten Entwicklung der Aktien in 2017. Verkürzt sagt man, dass Wandelanleihen 2/3 des Aufschwungs der Börsen mitnehmen, bei einem Abschwung aber nur 1/3 des Wertes verloren ginge.
 
 

 

Aber Achtung: Selbst der größte Anleihe-Fan darf niemals seine komplette Anlage-Summe in Anleihen investieren. Um die Gesamtperformance zu steigern, müssen andere Formen wie Aktien beigemischt werden. Untersuchungen, z.B. von Finanztest (Tochter von Stiftung Warentest), zeigen, dass ein geringer Aktien-Anteil die Schwankungsbreite von Anleihe-Depots minimiert!

Eine Auswahl solcher gemischter Musterdepots finden Sie bei Grünes Geld:

 

 

Icon nachhaltiger-vermoegensaufbau

 

 

Die Konditionen der 4 wichtigsten Ökobanken: Ethikbank, Umweltbank, Triodos und GLS Bank

Freitag, 16. März 2018

Zusammenfassung: Wer nicht nur seine Geldanlagen, sondern auch seine täglichen Bankgeschäfte konsequent nachhaltig gestalten will, hat nur eine geringe Auswahl an Banken zur Verfügung. In Deutschland teilen sich vier Anbieter den Markt für ethische und ökologische Geldgeschäfte.

 

glsbank_umweltbank_ethikbank_triodos

Die etwas andere Umweltbank: Keine Zinsen, aber gute Aussichten.

 

 

Geld und Gewissen schließen sich längst nicht mehr aus. Denn viele Menschen haben begriffen, dass sie mit ihrem Geld die Weichen für eine bessere Welt (mit)stellen. Banken und Finanzdienstleister haben längst diese Zielgruppe für sich entdeckt und schnüren entsprechende Pakete.

 

Wer sein Geld ethisch und ökologisch einwandfrei anlegen will, hat im Markt mittlerweile eine breite Auswahl an Fonds, Wertpapieren und interessanten Sachwerten.

 

Wer allerdings seine alltäglichen Geldgeschäfte ebenso konsequent nach ethischen, umwelt- und klimafreundlichen Gesichtspunkten tätigen will, kann sich derzeit nur auf wenige Anbieter verlassen. In Deutschland teilen sich derzeit lediglich vier Anbieter diesen Markt untereinander auf: Ethikbank, Umweltbank, Triodos und GLS Bank.

 

 

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Dr. Gerhard Wagner: Nachhaltige Anlagelösungen in Schweizer Qualität

Donnerstag, 15. März 2018
Zusammenfassung: Grünes Geld Geschäftsführer Gerd Junker trifft den Leiter des Nachhaltigkeits-Teams eines führenden Nachhaltigkeits-Fonds Anbieter, Swisscanto, Dr. Gerhard Wagner, am 8. März 2018 am Rande des Swisscanto-Investment-Frühstücks zum Interview.

 

Gerd Junker, Geschäftsührer Grünes Geld und Dr. Gerhard Wagner, Leiter ESG Team, Swisscanto (von links, Bild: Grünes Geld GmbH)

 

Grünes Geld: Sehr geehrter Herr Dr. Wagner, Sie sind seit langer Zeit einer der führenden Köpfe im Bereich des nachhaltigen Investments. Seit wann beschäftigen Sie sich damit und in welchen Funktionen?

 

Dr. Wagner: Seit 2001 arbeite ich in der Finanzindustrie. Begonnen habe ich als Finanz-/Nachhaltigkeitsanalyst bei der UBS mit Fokus auf die Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Von 2002 bis 2007 war ich dort als Portfoliomanager für nachhaltige Anlagen verantwortlich und leitete zuletzt auch das Nachhaltigkeitsteam.

 

Bei Swisscanto Invest bin ich im Jahr 2008 eingetreten und leite seit rund drei Jahren das Team ESG Solutions mit vier Portfoliomanagern und sechs Analysten. Bevor ich in die Finanzindustrie wechselte, forschte ich als Physiker im Bereich Klimawandel an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich und dem Wasserforschungsinstitut EAWAG.

 

 

 

Grünes Geld: Unter dem Oberbegriff nachhaltiges Investment versteht man Anlagestile wie ESG-Integration, Best-in-Class, Engagement oder auch Themeninvestments. Bei der heutigen Veranstaltung hatten Sie den Titel „Impact Investing – Der heilige Gral für profitables Wachstum?“ gewählt. Können Sie in einfachen Worten unseren Anlegern erklären, was das Besondere an „Impact Investing“ ist?

 

Dr. Wagner:  Beim „Impact Investing“ geht es darum, dass neben dem finanziellen Return mit dem Investment ein gesellschaftlicher Nutzen angestrebt wird. Wir investieren beispielsweise in Unternehmen, die einen Beitrag dazu leisten, das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch und der Umweltverschmutzung zu entkoppeln.

 

 

 

Grünes Geld: Welche Lösungen bietet Ihr Haus konkret zum Thema Impact Investing an?

 

Dr. Wagner:  Im Aktienbereich bieten wir Investoren mit dem Swisscanto (LU) PF – Green Invest Equity einen globalen Aktienfonds an, der in Unternehmen mit hohem gesellschaftlichen Nutzen („Impact“) investiert. Der Fonds fokussiert sich dabei auf folgende sechs Themenbereiche: Energie, Mobilität, Ressourcen, Gesundheit, Finanzen und Wissen. Das gleiche Fondskonzept wenden wir mit dem Swisscanto (LU) EF – Green Invest Emerging Markets an und richten den Blick explizit auf Unternehmen in Schwellenländern.

 

Daneben gehört der Swisscanto (LU) EF Global Water Invest zu unserer nachhaltigen Fondspalette. Dieser investiert in Unternehmen, die einen Beitrag leisten, um die Wassernachfrage und die Wasserverschmutzung zu senken. Und der Swisscanto (LU) EF Global Climate Invest ist ebenfalls ein Themenfonds. Er richtet seinen Fokus auf Unternehmen, die einen Beitrag leisten zur Senkung der CO2-Emissionen.

 

Bei den gemischten Fonds wie beispielsweise dem Swisscanto (LU) Portfolio Fund Green Invest Balanced zielen wir bei den Anleihen darauf ab, den Anteil der Green Bonds stetig zu erhöhen, insofern diese Anleihen finanziell attraktiv bewertet sind.

 

 

 

Grünes Geld: Auch dem nachhaltigen Anleger machen Ängste vor steigenden Zinsen und damit Verluste im Anleihebereich zu schaffen. Wie können die Anleger in der aktuellen Situation darauf reagieren und wie sehen die nachhaltigen Lösungen aus dem Hause Swisscanto Invest dazu aus?

 

Dr. Wagner:  Einerseits kann in Anleihen investiert werden, deren Wert relativ gering auf Zinsänderungen reagiert. Andererseits kann in Aktien investiert werden, die von steigenden Zinsen profitieren. Hier sehe ich das größte Potenzial. Momentan gewichten wir in unseren gemischten Fonds die Anleihekomponente deutlich unter, während Aktien und Cash im Gegenzug übergewichtet sind.

 

 

Grünes Geld: Können Sie unseren Anlegern zum Abschluss noch ein paar Worte zu Swisscanto Invest mit auf den Weg geben?

 

Unter der Marke Swisscanto Invest bieten wir unseren Kunden qualitativ hochstehende Anlagelösungen mit Schweizer Qualität und Zuverlässigkeit an. Wir sind der einzige Asset Manager in dieser Größe, der zu vollständig in der Schweiz „produziert“. Mit unserem „100% Swiss Made Asset Management“ profitieren unsere Kunden von konstantem Mehrwert und stabiler Performance.

 

Zudem sind wir ein Partner, der bekannt ist für seine Vorreiterrolle im Bereich der nachhaltigen Anlagen. Sustainability pflegen wir seit den Neunzigerjahren und legten 1998 die ersten nachhaltigen Anlagefonds auf. Ein umfassendes Nachhaltigkeitsteam mit über zehn Personen befasst sich eingehend mit der Analyse und Auswahl der Titel. Unsere verwalteten Kundengelder betragen rund 160 Milliarden Schweizer Franken.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

EU Kommission stellt Strategie für nachhaltigeres Finanzsystem vor

Freitag, 09. März 2018

Die EU Kommission, als vergleichbarer Part zu Exekutive in einem Nationstaat, hat in vielen Dinge das Heft des Handelns in der Europäischen Union in der Hand. Da nutzte Sie am 8. März 2018 und stellte einen Aktionsplan für eine umweltfreundlichere und sauberere Wirtschaft vor.

 

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An Weihnachten Grünes Geld verschenken

Donnerstag, 23. November 2017

Wir leben in einer Gesellschaft, in der wirklich jeder alles hat. Trotzdem zerbrechen wir uns jedes Jahr erneut die Köpfe darüber, was man denn Interessantes und gleichzeitig wertvolles und nützliches verschenken könnte. Das gleicht häufig einem Bauern, der seinen Kühen auf der Weide nochmal etwas Gutes tun möchte und seinen Rasenschnitt aus dem Garten anbietet.

 

Warum gehen Sie nicht mal einen außergewöhnlichen Weg und verschenken etwas Sinnvolles, das garantiert gut ankommt? Verschenken Sie Zukunft und Wohlstand und helfen Sie dabei gleichzeitig Mensch und Natur. Dabei ist uns noch nie zu Ohren gekommen, dass jemand ein Geldgeschenk alles unschön empfunden hätte…

 

Besonders für Kinder und Jugendliche sind unsere außergewöhnlichen Geschenkideen bestens geeignet!

 

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Die beste Geldanlage für Faule

Dienstag, 21. November 2017

Cornelia Westreicher ist 38 Jahre und hat sich über die Zeit einen hübschen Betrag zusammen gespart. Ursprünglich wollte sie einmal etwas sparen, um vielleicht eine Familie zu gründen. Oder um vielleicht den Grundstock für einen Hausbau zu haben. Das mit der Familie hat sich allerdings so nicht ergeben und das geplante Haus, jetzt wo sie Single ist, wäre zwar schön, aber doch irgendwie zu kompliziert.

 

Zumal die Immobilienpreise in den letzten Jahren fulminant gestiegen sind. Eine zu ihren Vorstellungen passende Immobilie ist kaum noch zu bekommen, und wenn, dann ist der Preis unglaublich hoch.

 

Auch den Neubau hat sich Cornelia Westreicher schon überlegt. Aber das ist aufwändig und von allen Architekten wie von ihren Freunden hat sie gehört, dass die billigen Kreditzinsen durch die gestiegenen Handwerker-Kosten und die gestiegenen Baulandpreise mehr als kompensiert wurden.

 

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Wie kann ich 30.000 Euro sinnvoll investieren?

Montag, 30. Oktober 2017
Zusammenfassung: Viele Anleger stehen plötzlich vor der Entscheidung, Geld anlegen zu müssen. Aber die Banken zahlen keine Zinsen mehr. Am Beispiel 30.000 Euro Anlagesumme zeigen wir interessante Möglichkeiten zur sauberen und rentierlichen Geldanlagen auf.

 

Ein Vertrag läuft aus oder eine Erbschaft kommt und schnell stellt sich die Frage: wie kann ich Geld in der heutigen Zeit sinnvoll anlegen? Zum Beispiel 30.000 Euro.

 

Aus dem sogenannten risikolosen Zins – also den Zinsen auf Staatsanleihen oder Bankeinlagen – wurde längst das zinslose Risko; es gibt nämlich keine (spürbaren) Zinsen mehr, während spätestens seit der Finanz- und der Euro-Krise klar ist, dass auch Staaten und große Banken insolvent werden können.

 

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Nachhaltige Geldanlagen: Die 7 wichtigsten Fragen verständlich beantwortet

Freitag, 20. Oktober 2017
Nachhaltige Geldanlagen haben den Anspruch einer doppelten Rendite: neben der finanziellen Rendite wollen sie auch eine ethische Rendite erzielen. Wir haben die 7 wichtigsten Fragen zu u nachhaltigen Geldanlagen für Sie beantwortet.

 

 

 

 

1. Wie kann Geld überhaupt nachhaltig sein?

Diese Frage ist berechtigt – schließlich ist Geld zunächst einmal neutral. Geld ist aufgesammelt Handlungs-Energie, gespeicherte Energie. Diese Energie kann der Mensch einsetzen, für etwas Gutes oder für etwas Schlechtes. Das ist ähnlich wie beim Messer, mit dem man Butter schmieren oder jemanden umbringen kann.

 

Die nachhaltige Geldanlage hat zum Ziel, dass das Geld nur in solche Projekte, Unternehmen und Staaten fließ, die etwas sinnvolles und ethisch Einwandfreies tun. Vom Geldfluss abgeschnitten werden die nicht nachhaltigen Unternehmen, zum Beispiel aus den Bereichen Waffenproduktion, Kinderarbeit, Umweltverschmutzung oder Agrochemie. Entsprechend verschlechtert sich derern Situation.

 

 

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Nachhaltiger Fondsparplan: 5 Möglichkeiten die Sie kennen sollten

Freitag, 23. Juni 2017
Zusammenfassung: Mit nachhaltigen Fondsparplänen erzielen Sie eine doppelte Rendite: Sie tun Mensch und Natur etwas Gutes und bauen nebenbei, ohne dass Sie es wirklich merken, ein kleines Vermögen auf. Ein Plus das viele Anleger interessiert: durch den Ausschluss von potenziell kritischen Branchen bleiben auch Skandale und damit Kursrückgänge aus - den Kursrutsch von BP (Ölplattform-Katastrophe 2010), Tepco (Fukushima 2011) oder Deutsche Bank (unzählige Rechtsfälle, sei mehreren Jahren) hat nachhaltige Anleger nie berührt.

 

Wir zeigen Ihnen 5 Möglichkeiten für sinnvolle, nachhaltige Fondsparpläne.

 

Was ist eigentlich ein Fondsparplan und was bringt er mir konkret?

 

Ein Fondsparplan ist die wohl einfachste Möglichkeit, um sich allmählich einen finanziellen Puffer, ein kleines oder gar ein großes Vermögen aufzubauen. Der Dreh- und Angelpunkt ist, dass beim Fondsparplan monatlich eine bestimmte, festgelegte Summe von Ihrem Girokonto abgebucht wird. Mit dieser Summe werden monatlich Fondsanteile gekauft.

 

Was ist ein Fonds oder Investmentfonds? Ein Investmentfonds ist ein stark reguliertes und kontrolliertes Produkt, in das auf der einen Seite Gelder von Anlegern eingezahlt werden, auf der anderen Seite werden damit Wertpapiere gekauft. Je nach Typ der gekauften Wertpapiere unterscheidet man die Investmentfonds, wie zum Beispiel Aktienfonds, Anleihefonds, Immobilienfonds, usw.

 

Da insgesamt hohe Summen von den Anlegern eingezahlt werden, kann der Fonds auch eine hohe Anzahl an unterschiedlichen Wertpapieren kaufen. Der Anleger kann somit schon mit relativ wenig Kapital sehr professionell und breit gestreut investieren.

 

Im Gegensatz zu Aktien oder Anleihen, bei denen nur ganze Stück gekauft werden, können beim Fonds auf Bruchstücke eines Fonds gekauft werden. Der Vorteil ist für Sparpläne entscheidend: Wer beispielsweise 300 Euro monatlich spart und damit eine Aktie kaufen möchte, die z.B. 1.000 Euro pro Stück kostet, wird erst nach 4 Monaten tatsächlich die erste Aktie erwerben. Und dann hat er nur 1 Aktie eines Unternehmens, was extrem wenig Streuung oder anders herum, ein extrem hohes Risiko bedeutet.

 

Der erste große Vorteil ist also, dass schon mit kleinen Summen monatlich breit gestreut in Wertpapiere investiert werden kann. Hierdurch kann auch der Durchschnittskosten-Effekt (siehe nächstes Kapitel) erreicht werden.

 

Der zweite große Vorteil ist, dass die Abbuchung automatisch jeden Monat erfolgt. Es kann also nicht die Situation geben, dass man vielleicht gerade kein Geld hätte, und entsprechend nichts anlegen würde. Es wird durch die automatische Abbuchung eine extrem hohe Beitragsdisziplin sicher gestellt. Das Beste dabei ist, dass man sich daran gewöhnt und schon nach kurzer Zeit gar nicht mehr bemerkt, dass monatlich Geld abgebucht wird.

 

Die Zauberei beim Fondsplarplan: Durchschnittskosteneffekt

 

Wissen Sie, wie Sie sich bis zu 5 Prozent mehr Rendite holen können? Ich erkläre es Ihnen. Schauen Sie sich bitte folgenden Chart an. Er gibt den bekanntesten Aktien-Index der Welt in seiner wohl schlimmsten Zeit, nämlich während des 2. Weltkrieges, wieder:

 

Besondere Jahre: Der 2. Weltkrieg forderte viel Geduld von Börsianern. Wer durchhielt war allerdings wesentlich besser dran als etwa Besitzer eines deutschen Sparbuchs. Deren Geld war 1948 wertlos. Die roten Pfeile zeigen Kaufzeitpunkte nach jährlichem Sparplan.

 

Sagen wir, dass ein Anleger 1 eine Summe von 60.000 USD 1930, beim Index-Stand von 380 Punkten, angelegt hätte. Würde ein Index-Punkt einem Dollar entsprechend, hätte er damit 157,89 Anteile gekauft.

Sagen wir, dass ein Anleger 2 die gleiche Summe von 60.000 USD investiert hätte. Allerdings nicht auf einmal, sondern er hätte in einem Sparplan jeweils bei den roten Pfeilen im Diagramm gekauft:

 

Zeitpunkt Index-Stand Invest-Summe Erhaltene Anteile
1.1.1933 80 10.000 USD 125
1.1.1936 140 10.000 USD 71,4
1.1.1940 140 10.000 USD 71,4
1.1.1944 130 10.000 USD 76,9
1.1.1948 180 10.000 USD 55,5
1.1.1951 250 10.000 USD 40

 

In Summe hätte Anleger 2 mit dem Sparplan also 440,2 Anteile. Der Anleger 1 hätte jedoch mit seinem Einmalkauf nur 157 Anteile.

 

  Gesamtinvestition Insgesamt erworbene Anteile Wert der Anteile am 1.1.1954
Einmalkauf      
60.000 USD 157 60.000 USD
Sparplan 60.000 USD 440 168.152 USD

 

Statt einer Rendite von genau 0% für den Einmalanleger würde in diesem speziellen Fall der Sparplan-Anleger dank des Durchschnittskosten-Effektes eine IRR-Rendite von 7,9 Prozent erzielen.

 

Anhand dieses – vom Zeitpunkt her sicherlich extremen – Beispiels kann die hohe Wirksamkeit des Durchschnittskosten-Effekts (Cost-Average-Effekt) gut erkannt werden. Allerdings ist ein Vorteil von 7,9 Prozent jährlich die Ausnahme; aber im Bereich 2 bis 3 Prozent kann der Vorteil absolut liegen.

 

Der einfachste Sparplan: Spar-Morgen-Plan

 

Die einfachste und vielleicht am universellsten einsetzbare Fondsparplanart ist der Spar-Morgen-Plan. Der Spar-Morgen-Plan passt für fast alle Gegelegenheit mit einer Anspardauer von 5 oder mehr Jahren, ist schon ab 25 Euro monatlich besparbar und hat in den vergangenen 5 Kalenderjahren im Durchschnitt 5,7 Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaftet. Er ist täglich kündbar, die Sparraten können jederzeit verändert oder ausgesetzt werden.

 

Beim Spar-Morgen-Plan wird in einen nachhaltigen Mischfonds investiert. Ein Mischfonds investiert die Anlegergelder in Aktien und Anleihen. Er erzielt damit gute Wertzuwächse bei gegenüber Aktiensparplänen deutlich reduzierten Kursschwankungen.

 

Die Auswahl der Aktien und Anleihen erfolgt nach streng definierten ökologischen und ethischen Kriterien.

 

 

 

 

Schon für 3 Jahre sinnvoll: Soziale Verantwortung Monatssparen

 

Wem der ausgewogene Spar-Morgen-Plan zu schwankungsanfällig ist, kann zu dem sich wohl am ruhigesten entwickelnden Musterdepot, dem Soziale Verantwortung Monatssparen, greifen. Mit sehr geringer Schwankungsbreite ist dieser Fondssparplan sogar für Anlagedauern unterhalb von 5 Jahren denkbar.

 

Er kann ab nur 100,00 Euro pro Monat angespart werden. Die Rendite der letzten 5 Jahre war 2,4 Prozent im Durchschnitt pro Jahr.

 

Das Geld wird verwendet, um daraus Kleinstkredite in Schwellenländern zu machen. Zum Beispiel möchte sich eine Näherin in Bolivien eine Nähmaschine und eine Geschäftsausstattung für 1.500 US Dollar kaufen. Einen Kredit von einer Bank erhält sie dafür nicht, da alleine die Kreditprüfung für die Bank schon sämtliche Gewinne aus diesem Geschäft aufzehrt. Sie kann jedoch einen Mikrokredit erhalten, der aus den deutschen Anlegergeldern gespeist wurde.

 

Damit kann sich der deutsche Anleger über die üblichen 2 bis 3 Prozent Rendite freuen und hat noch gleichzeitig etwas für andere Menschen getan. Die Idee Mikrofinanz wurde 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

 

 

 

 

Der Best-Seller: Balance Monatssparen

 

Das Balance Monatssparen ist ein ausgewogenes Musterdepot, bei dem 5 nachhaltige Investmentfonds so zusammengestellt sind, dass im Normalfall eine Aktienquote von rund 50 Prozent erreicht wird. Im Gegensatz zum Spar-Morgen-Plan erfolgt die Streuung über 5 statt einem Investmentfonds. Das sichert gegen schlechte Jahre eines Fondsmanagers wirkungsvoll ab. Dafür ist die Mindestansparsumme 100 Euro.

Die erzielte Rendite der letzten 5 Kalenderjahre war mit 7,8 Prozent herausragend gut. Langfristig sollte mit 4 bis 6 Prozent Rendite pro Jahr gerechnet werden.

Investiert wird in nachhaltige Aktienfonds, nachhaltige Anleihefonds und in ethisch-ökologische Mischfonds.

 

 

 

 

 

Für die maximale Rendite: Wachstum Monatssparen

Das Wachstum-Monatssparen ist ähnlich zum Balance Monatssparen zu sehen. Sie investieren Ihr Geld breit gestreut in hunderte von Unternehmen und Staaten weltweit. Sie streuen damit ausgewogen über Wirtschaftsräume, Währungen und Branchen. Möglich ist der Sparplan ab 100 Euro monatlich.

 

Allerdings ist der Anteil an Aktien höher als beim Balance Monatssparen. Damit wird die langfristige Rendite-Erwartung höher, aber auch die Schwankungsbreite nimmt zu. Entsprechend empfehlen wir das Musterdepot Wachstum Monatssparen auch erst ab einer Anlagedauer von 7 oder mehr Jahren.

 

Die erzielte Rendite der letzten 5 Kalenderjahre war mit 8,9 Prozent sehr gut. Langfristig sollte mit 5 bis 8 Prozent Rendite pro Jahr gerechnet werden.

 

 

 

 

 

Fürs Alter: Fondsparplan im Versicherungsmantel

Die oben genannten Musterdepot Wachstum Monatssparen und Balance Monatssparen können sehr gut für die Altersvorsorge genutzt werden. Sie bieten hohe Sicherheiten durch die breite Streuung und werden über lange Zeiträume interessante Renditen erzielen.

 

Und für die Altersvorsorge, die meist über sehr lange Zeiträume aufgebaut wird, kann man diese Fondssparpläne nochmals veredeln. Das geschieht in Form eines sogenannten Versicherungsmantels; praktisch eine Art Hülle, die den eigentlichen Fondssparplan umgibt.

 

Zunächst kostet diese Hülle natürlich etwas Geld; trotzdem kommt am Ende mehr für den Anleger heraus. Wieso ist das so?

 

Der Hintergrund ist der dritte große Spieler im Bunde. Neben Anlagegesellschaft und Anleger ist nämlich auch der Staat an der Altersvorsorge beteiligt; und zwar, in dem er Steuern kassiert. Wer einen Fondssparplan nutzt und oberhalb der steuerlichen Freigrenzen liegt wird jährlich Steuern auf die erzielten Gewinne zahlen müssen. Diese vermindern natürlich die Substanz und verringern damit den so wichtigen Zineszins-Effekt, den scherzhaft „achtes Weltwunder“ genannten Effekt, dass die Gewinn bei Geldanlagen expotenziell steigen.

 

Zieht man das in Betracht, kommt regelmäßig bei Fondssparplänen im Versicherungsmantel mehr Kapital für den Anleger zusammen, als wenn er direkt in einem Wertpapierdepot angespart hätte.

 

Darüber hinaus bietet der Versicherungsmantel noch so Dinge wie eine lebenslange monatliche Rentenzahlung oder Optionen wir Zahlung der Beiträge auch bei Berufsunfähigkeit oder erhöhte Rentenzahlungen bei Pflegebedürftigkeit.

 

Übrigens gibt’s den Fondssparplan auch für Riesterrente oder Rüruprenten. Auch bei diesen staatlich geförderten Rentenverträgen kann also wie gewohnt in einen Fonds angespart und der Cost-Avergage-Effekt genutzt werden. Nicht zu letzt wegen der hohen Besteuerung der Rentenauszahlungen machen diese beiden Varianten aber nur in wenigen Fällen für den Anleger Sinn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.