Archiv für die Kategorie ‘in Klimaschutz investieren’

Wald schützen für ein gutes Klima

Sonntag, 16. Juli 2017
Zusammenfassung: Holz ist und bleibt ein wichtiger Rohstoff und CO2-Speicher. Aber Waldflächen nehmen weltweit ab. Mit Aufforstungsprogrammen soll gegengesteuert werden. Um die Wälder weltweit zu schützen, ist eine nachhaltige Forstwirtschaft gefragt. Wer in Holzprojekte investiert, kann langfristig gute Rendite erzielen und betreibt Klimaschutz.

 

Nicht nur Holzlieferant -  Wälder sorgen für ein gutes Klima.

Nicht nur Holzlieferant – Wälder sorgen für ein gutes Klima.

Kaum eine Naturlandschaft ist so „beschäftigt“ wie der Wald. Weltweit zeichnet er als CO2-Speicher für den Klimaschutz verantwortlich und bietet als Ökosystem Lebensraum für vielfältige, Tiere, Pflanzen und Pilze. Außerdem ist der Wald als Holzlieferant in der Forstwirtschaft tätig. Darüber hinaus ist der Wald ebenso als Wohlfühlort zur Erholung und Entspannung beliebt, wie als attraktiver Sport- und mystischer Abenteuerspielplatz. Hierzulande dient der vielzitierte „deutsche Wald“ auch noch als Projektionsfläche für romantische und mystische Romane und regt seit Jahrhunderten die Phantasie der Menschen an.

 

Dass dem Wald bei so vielen anspruchsvollen Aufgaben ein Burnout drohen kann, ist auch eine der Quintessenzen von Peter Wohllebens Buch über „Das geheime Leben der Bäume“, in dem er auch die industrielle Forstwirtschaft anprangert, die den Wald in erster Linie nur noch als Massenproduzenten von Holz sieht.

 

Der Ex-Förster beschreibt einfühlsam die vielfältigen Kommunikationsarten der Bäume untereinander und führt seine Leserschaft in eine bislang gänzlich unbekannte Seite des Waldes ein. Wohlleben fordert einen langfristigen und nachhaltigen Umgang mit dem Wald. Bereits seit mehren Monaten führt Wohlleben die Bestsellerlisten an. Das Thema „Zukunft des Waldes“ trifft also den Nerv der Zeit.

 

 

Drei Billionen Bäume – aber es ist noch Platz für mehr

Auf der gesamten Erde stehen derzeit etwas mehr als drei Billionen Bäume. Zu diesem Ergebnis kam der US-Wissenschaftler Thomas Crowther von der forstwirtschaftlichen Fakultät der Yale University (Forestry & Environmental Studies). Die Studie liefert erstmalig wissenschaftlich belegte Zahlen über die Anzahl der Bäume weltweit. Bisherige Schätzungen gingen nur von 400 Milliarden Bäumen aus.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsJedoch hat sich der weltweite Baumbestand seit Beginn der menschlichen Zivilisation nahezu halbiert. Hinzu kommt, dass pro Jahr 9,5 Milliarden Bäume abgeholzt werden, häufig um die gewonnenen Flächen für die Landwirtschaft zu nutzen, vielfach zur Viehzucht.

 

Ermittelt hat Crowther den weltweiten Baumbestand in erster Linie durch die computergestützte Auswertung von Satellitenbildern. Hinzu kamen die Daten, die an verschiedenen Orten erhoben wurden und Modellrechnungen. Die Summe von rund drei Billionen Bäumen entspricht durchschnittlich etwas mehr als 400 Bäume pro Mensch, in Deutschland sind es rund 100 Bäume pro Einwohner.

 

Motiviert ist die Studie durch die Anerkennung der enormen Bedeutung von Bäumen, respektive Wäldern, für das globale Klima. Die Forschungsergebnisse werden in zukünftige Prognosen zum Klimawandel einfließen.

 

 

Mit Aufforstung dem Klimawandel trotzen

Wälder sind beliebte und lebenswichtige Naturlandschaften.

Wälder sind beliebte und lebenswichtige Naturlandschaften.

Ohne die noch vorhandenen Waldflächen gäbe es kein lebensfreundliches Klima auf unserem Planeten. Denn jeder einzelne Baum ist in der Lage, jährlich zehn Kilogramm CO2 zu binden. Darüber hinaus regulieren Bäume die Qualität von Wasser und Luft.

 

Aufforstung ist eine der preiswertesten und einfach umzusetzenden Methoden, den Klimawandel aufzuhalten. Einen einfachen Aufforstungsplan verfolgt die weltweite Kinder- und Jugendorganisation Plant-for-the-Planet seit ihrer Gründung 2007. Sie geht davon aus, dass eine weitere Billion (1.000 Milliarden) Bäume rund ein Viertel der jährlich von Menschen produzierten CO2-Mengen kompensieren kann.

 

Entsprechend soll jeder Mensch auf der Welt 150 Bäume pflanzen. Gleichzeitig müssen bestehende Wälder geschützt werden. Platz genug gibt es: Experten gehen davon aus, dass weltweit etwa eine Milliarde Hektar zur Verfügung steht, die bewaldet werden kann. Mit bislang 14 Milliarden neu gepflanzter Bäume weltweit, mitunter auf eigens gekauften Aufforstungsflächen in Cancun/Mexiko, ist Plant-for-the-Planet auf einem erfolgreichen Weg. Unter dem Motto „Stop talking, start planting“ begeistert die Organisation viele Kinder und Jugendliche dafür, sich mit Klimaschutz aktiv auseinanderzusetzen. Schon 2012 forderte sie auch Grünes Geld Geschäftsführer Gerd Junker dazu auf.

 

Dass die Anliegen von Plant-for-the-Planet ernst genommen werden, zeigt die UNEP (United Nations Environment Program), die 2011 offiziell den weltweiten Baumzähler in die Verantwortung der Organisation gab. Hier werden die neugepflanzten Bäume registriert. Auch verfügt Plant-for-the-Planet neben zahlreichen prominenten Unterstützern über einen wissenschaftlichen Beirat, der die neuesten Entwicklungen im Bereich des Klimaschutzes verfolgt und aktiv vorantreibt. Vorsitzender ist derzeit Baumzähler Thomas Crowther.

 

 

Holz – Baum – Wald, ein untrennbares Dreigespann

Holz ist seit Jahrtausenden ein lebensnotwendiger Rohstoff. In den Anfängen wichtig zum Hausbau, zur Befeuerung des Ofens, zum Heizen und Kochen. Später kommen Schiffs- und Bergbau dazu. Heute gilt Holz gemeinhin als angenehmer und haltbarer Werkstoff für viele Dinge des Lebens.

 

Angesichts des Klimawandels ist es daher besonders wichtig, den Wald als unverzichtbare Lebensgrundlage zu verstehen und nicht als Rohstofflager, das sich durch schnellwachsende Nadelbäume rasch wieder auffüllen lässt. Denn Baum ist nicht gleich Baum. Bei der Waldpflege spielen die vielfältigen landschaftlichen Gegebenheiten eine tragende Rolle. Mischwälder mit heimischen Arten werden als besonders gut für das Klima gesehen. Welche Bäume besonders gut dem Klimawandel gewachsen sind und viel CO2 speichern können, ist Gegenstand aktueller Untersuchungen. Dabei richtet sich das Interesse nicht nur auf Waldgebiete. Im Rahmen des bayerischen Projektes „Stadtgrün 21“ beobachten derzeit viele Kommunen, welche Bäume für ein gutes Klima in den Städten und Gemeinden sorgen können.

 

Holzprojekte für die Zukunft

„Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.“ – Dieses Sprichwort ungeklärter Herkunft gilt für viele Bereiche des Lebens. Wie oft hätte schon etwas vor Jahren erkannt und erledigt werden müssen. Aber es gibt auch Hoffnung, denn der nächstbeste Zeitpunkt ist sicherlich nicht der schlechteste. Das gilt auch für Geldanlagen, bei einem früheren Start wären die Erträge schon früher sichtbar, aber wie gesagt, es ist nicht zu spät. Wer in Holzprojekte investiert befindet sich gewiss nicht auf dem Holzweg. Holz ist nachhaltig, lässt sich nachpflanzen, nimmt CO2 auf und sorgt für ein gutes Klima.

 

Da die Waldflächen – vielfältiger Anstrengungen zum Trotz – derzeit noch abnehmen, steigen die Preise für Holz weiter an. Eine gute Voraussetzung für nachhaltige Geldanlagen wie beispielsweise in Holzfonds, denn hier lassen sich langfristig sehr gute Renditen erzielen. Investiert wird hier in Möbelhersteller, Waldbesitzer, Sägewerke und weitere Unternehmen, die mit Holz arbeiten. Eine interessante Option, die der Umwelt, dem Klima und dem eigenen Geldbeutel nutzt.

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Serie Emissionshäuser: reconcept GmbH

Dienstag, 11. Juli 2017
Zusammenfassung: Die reconcept GmbH aus Hamburg ist seit fast zwanzig Jahren erfolgreich im Markt aktiv. Das unabhängige Finanzhaus ist Spezialist für Sachwertbeteiligungen. Schwerpunkt sind Beteiligungen an Erneuerbaren Energieanlagen für private Anleger.

 

 

Hamburg – ein Finanzplatz für Erneuerbare Energien.

Obwohl Frankfurt am Main in Deutschland – bedingt durch die Börse und die Zentralen der großen Banken und Finanzdienstleister – noch immer als der wichtigste Finanzplatz in Deutschland gilt, hat sich im Bereich der nachhaltigen Geldanlagen eine gewisse Fokussierung der Emissionshäuser im Norden der Republik herauskristallisiert.

 

So hat auch die heute vorgestellte reconcept GmbH ihren Unternehmenssitz in Hamburg. Gegründet wurde reconcept bereits 1998 als Tochterunternehmen der WKN Windkraft Nord GmbH aus Husum. Bis zur Unternehmenstrennung im Jahr 2009 hat die  reconcept GmbH als Full-Service-Dienstleister und nicht als Anbieterin für Beteiligungsangebote agiert. Das Emissionshaus reconcept setzt seitdem seine Erfahrung für eigene Wind-, Wasser- und Solarprojekte ein. Auch reconcept gehört mit den Windenergiebeteiligungen in Deutschland und Europa zu den Wegbereitern von Investments im Bereich der Erneuerbaren Energien.

 

 

Rund zwei Jahrzehnte Markterfahrung

reconcept – ordentlich Wind in den Segeln

Die reconcept Gruppe entwickelt, vermarktet und verwaltet Kapitalanlagen. Dabei handelt es sich vor allem um Sachwertinvestment. Den inhaltlichen Schwerpunkt bilden dabei Anlagen in regenerative Energien. Seit seiner Gründung hat reconcept 34 Investments aus den Feldern Windenergie, Photovoltaik und Wasserkraft erfolgreich im Markt platzieren können.

 

Im Jahr 2009 trennte sich reconcept von der WKN AG und agiert seit dem als eigenständiger und bankenunabhängiger Asset Manager. Seit dem hat sich das Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt. Neben der Konzeption innovativer Geldanlagen, steuert reconcept auch das technische und kaufmännische Portfolio-Managements. Damit befinden sich alle Kompetenzen im eigenen Haus. Angefangen bei der Entwicklung der Strategie und der Struktur des geplanten Investments, über die Entwicklung des Projektes und dem damit verbundenen Ankauf von Energieanlagen. Auch das laufende Controlling der Investments und der abschließende Verkauf nach Ende der Laufzeit der Anlage, werden von reconcept aus einer Hand durchgeführt.

 

 

Kernkompetenz: Wind – Sonne – Wasser

reconcept hat sich als einer der Spezialisten für Erneuerbare Energie-Anlagen etabliert. Über ein besonderes Know-how verfügt das Unternehmen im Bereich Windkraftanlagen in Deutschland und Finnland. Außerdem investiert reconcept in deutsche und spanische Solarparks sowie in Wasserkraft in Kanada.

 

In diese Arten der sauberen Energiegewinnung wurden in den vergangenen zwanzig Jahren über die Unternehmensgruppe WKN mit reconcept GmbH rund 200 Anlagen mit einem Investitionsvolumen von rund 480 Millionen Euro finanziert. Daran waren private Anleger mit einem Eigenkapital in Höhe von rund 190 Millionen Euro beteiligt. Seit der strategischen Neuausrichtung des Hauses im Jahr 2009 haben rund 2.300 Investoren die Produkte von reconcept gezeichnet.

 

Die reconcept GmbH verfügt über ein Stammkapital in Höhe von 2,4 Millionen Euro. Die GmbH ist zudem Muttergesellschaft der reconcept consulting GmbH und der reconcept Treuhand GmbH.

 

Die reconcept Treuhand GmbH wurde 2011 als Gründungs- und Treuhandgesellschaft gegründet. Sie nimmt während der Laufzeit der Investments die Aufgabe als Ansprechpartnerin für die Zeichner wahr und ist für die Anlegerverwaltung zuständig.

 

Die reconcept consulting GmbH wurde als Vertriebsgesellschaft 2012 gegründet. Sie ist für die Eigenkapitalvermittlung der Kapitalmarktprodukte zuständig. Damit ist sie Ansprechpartnerin Vertriebspartner wie Banken, freie Vermittler, Vertriebsorganisationen und Finanzmakler.

 

 

Gesellschafter mit Erfahrung

Gegründet wurde reconcept von Volker Friedrichsen. Als ehemaliger Geschäftsführer des erfolgreichen Windenergieanlagenbauer Vestas Deutschland, zählt Friedrichsen zu den erfahrensten Managern im Bereich der Windenergie. Der Gründungsgesellschafter betreibt sein eigenes Family Office und bis heute mit der Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH als Gesellschafter des Unternehmens aktiv.

 

Neue Märkte im Blick

Geschäftsführender Gesellschafter ist Karsten Reetz, der seit Herbst 2015 den Kreis der Gesellschafter ergänzt. Damit ist der gelernte Bankkaufmann, der zuvor für eine Hamburger Privatbank tätig war, auch an den Tochtergesellschaften der reconcept GmbH beteiligt.

 

Reetz leitet das Management der reconcept Gruppe geschäftsführend bereits seit 2006. In dieser Zeit baute er das Unternehmen kontinuierlich weiter aus und begleitete maßgeblich den Weg des Emissionshauses hin zum bankenunabhängigen und eigenständigen Asset Manager im Jahr 2009. Reetz zeichnet darüber hinaus für die Öffnung des Unternehmens in weitere Märkte verantwortlich und erweiterte den Fokus auf weitere windreiche Regionen in Europa. Ebenso verantwortete er die Hinzunahme von Wasserkraftanlagen in Kanada und Solarparks in Spanien. Karsten Reetz verfügt über eine besondere Expertise im Bereich der geschlossenen Sachwertinvestments und verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Einführung innovativer Vertriebs- und Absatzfinanzierungskonzepte.

 

 

Professionelle Projekte mit gewachsenen Partnerschaften

Ziel der reconcept Gruppe ist es, für ihre Anleger gute Ergebnisse zu erzielen. Um das zu erreichen, ist das Unternehmen ständig gefordert, auf die jeweiligen Situationen im Markt richtig zu reagieren. Um für Investoren und Geschäftspartner zuverlässig agieren zu können, arbeitet reconcept mit einem breit aufgestellten Team.

 

Derzeit arbeiten 19 Experten aus den Bereichen Bank- und Betriebswirtschaft gemeinsam mit Energiespezialisten gemeinsam daran, Investitionschancen im Bereich der Erneuerbaren Energien zu identifizieren. Dabei baut reconcept nicht allein auf die Fachleute aus dem eigenen Haus. Mit einem gewachsenen Netzwerk  an Spezialisten werden neue Kapitalanlagen entwickelt. So kooperiert reconcept vertrauensvoll mit Unternehmen aus dem Bereich Bau, Anlagenherstellung und Projektentwicklung zusammen. Ebenso zählen Experten für den Netzbetrieb und technische Anlagenbetreuer zu den Kooperationspartnern, die zur Realisierung der Projekte beitragen. Neben diesen Partnern, die zur technischen Realisierung beitragen, arbeitet reconcept zusätzlich mit Rechtsberatern und unabhängigen Gutachtern zusammen. Diese begleiten die Geldanlagen über die gesamte Laufzeit hinweg aktiv mit.

 

 

Zukunftsenergien für Privatanleger

Erneuerbare Energien sind Zukunftsenergien. Diese Erkenntnis macht sich weltweit bemerkbar. So gehört die gezielte Förderung regenerativer – und damit auch klimafreundlicher – Energien zu den vordringlichsten Aufgaben der Energiepolitik in vielen Staaten der Erde. Eine Entwicklung, die auch durch den Ausstieg der USA aus dem Klimaschutzabkommen, nicht zurückgenommen werden kann.

 

Entsprechend herrscht in der Energiebranche viel Bewegung. Kaum eine andere Branche hat seit Anfang des neuen Jahrtausends einen vergleichbaren Innovationsschub erfahren. Diese Dynamik macht sich auch auf den Finanzmärkten bemerkbar. So entdecken zunehmend Großinvestoren, Stiftungen und Versicherungen Erneuerbare Energien als interessante Investitionsmöglichkeit.

 

Schließlich wurden 2015 weltweit rund 329 Milliarden US-Dollar in Erneuerbare Energien investiert und das gestiegene Interesse der institutionellen Anleger zeigt, dass der Markt zunehmend seine Nische verlässt. Laut einer Erhebung des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) ist allein das Volumen des nachhaltigen Anlagemarktes in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 65 Prozent auf insgesamt 326 Milliarden Euro angestiegen. Dabei spielt der deutsche Markt eine wichtige Rolle: Hier hält das Wachstum der nachhaltigen Geldanlagen mit einem Plus von 31 Prozent weiter an. Getrieben wurde die Nachfrage in erster Linie von institutionellen Investoren.

 

Aber auch Privatanleger können vom Potenzial der nachhaltigen Investments profitieren. Denn gerade in Zeiten der Niedrig- und Nullzinsen sind Privatkunden mehr denn je daran interessiert, ihr Vermögen zu erhalten und weiter zu entwickeln. So rücken auch Sachwerte aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien zunehmend ins Interesse der privaten Investoren.

 

 

Sachwertanlagen – echte Werte, nachhaltig gemanagt

reconcept ist Experte für nachhaltige Sachwertanlagen. Im Geschäftsjahr 2015 betreute das Asset Management-Team mehr als 30 Erneuerbare Energie-Anlagen an den Standorten Deutschland, Finnland und Kanada mit einer Gesamtkapazität von rund 100 Megawatt.

 

 

Aktuell im Angebot RE08 – Anleihe der Zukunftsenergien

Wind – eine kraftvolle Energie- und Geldanlage

Aktuell bietet reconcept privaten Anlegern mit der Anleihe der Zukunftsenergien RE08 eine interessante Kapitalanlage. Das Projekt RE08 investiert in Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen. Mit diese Multi-Asset-Strategie wird das Anlagerisiko gut gestreut. Das Projekt ist mit einer vergleichsweise kurzen Laufzeit von rund vier Jahren bis September 2021 angelegt. Anleger können sich mit einer Mindestanlagesumme von 5.000 Euro beteiligen, ein Agio wird nicht erhoben. Die Zinsprognose beläuft sich auf durchschnittlich fünf Prozent jährlich. Im ersten Jahr ist eine Auszahlung von vier Prozent vorgesehen, im zweiten und dritten Jahr sind jeweils fünf Prozent geplant und im letzten Jahr sechs Prozent. Die Zinszahlungen werden durch die Erlöse aus dem Betrieb der Anlagen bestritten. Die Rückzahlung der Anleihe erfolgt am Ende der Laufzeit aus dem Verkauf der Bestandsanlagen.

 

 

Projekt läuft gut an

Projekte wie RE08  werden im Allgemeinen als Blind-Pool aufgelegt. Das bedeutet, dass die Anlagen, in die investiert werden wird, noch nicht konkret feststehen. Bei RE08 sind mittlerweile jedoch die ersten Investitionen platziert, so dass Anleger nicht mehr die sprichwörtliche Katz im Sack kaufen müssen. So hat reconcept bereits drei Photovoltaik-Dachanlagen in Sachsen und Thüringen erworben.

 

Darüber hinaus ist auch die erste Investition in eine Windenergieanlage bereits getätigt worden. Im sächsischen Vogtland produziert eine Nordex-Anlage bereits Strom. Die 2,4 Megawatt Windturbine ist bereits in Betrieb und verspricht durch ihre Leistungsklasse bereits niedrigen Windgeschwindigkeiten gute Erträge.

 

 

In Erneuerbare Energien investieren und von Experten beraten lassen

Erfahrene Anbieter wie die reconcept GmbH bereichern den Markt für nachhaltige Geldanlagen und bringen das Thema ökologisch sinnvolle Investments mit voran. So verlassen diese Finanzprodukte ihr Nischendasein und werden als solide und ertragreiche Geldanlage für eine wachsende Zahl von privaten Anlegern interessant.

 

Darüber hinaus sind Direktbeteiligungen auch für Anleger interessant, für die Transparenz und Mitbestimmung besonders wichtig sind. Denn durch die Beteiligung an Projekten können Anleger auch Einblick in die Entscheidungen der Gesellschafterversammlung und können sich Informationen beschaffen und Entscheidungen aktiv mit treffen.

 

Bei Anleihen wie RE08 ist es wichtig zu wissen, dass die prognostizierten Zinsen und die Rückzahlung der Anlagesumme nicht garantiert sind und niedriger – im schlimmsten Fall sogar völlig – ausfallen können. Daher ist es für Anleger stets sinnvoll, sich von einem unabhängigen und erfahrenen Experten, wie Grünes Geld, beraten zu lassen.

 

Denn die Spezialisten für nachhaltige Geldanlagen verfügen nicht nur über einen ausgezeichneten Marktüberblick, sie kennen auch die Anbieter der Investments und können Chancen und Risiken einer Anlage einschätzen. So konnte beispielsweise reconcept in der Vergangenheit bei allen Festzins-Angeboten die prognostizierten Zinsen an seine Anleger auszahlen. Darüber hinaus lassen sich die Erträge aus Wind- und Solarenergieanlagen gut kalkulieren, da die Anlagen, die für die RE08-Anleihe erworbenen wurden Windenergie- und Photovoltaikanlagen alle von gesetzlich garantierten Fördertarifen von jeweils 20 Jahren ab Inbetriebnahme profitieren, teilweise konnte reconcept sogar den noch den höheren Fördertarif aus dem Erneuerbare Energien Gesetz von 2014 sichern.

 

 

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Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Biodiversität – Natürliche Vielfalt schützen und erhalten

Freitag, 23. Juni 2017
Zusammenfassung: In den vergangenen Jahrtausenden haben sich Tier- und Pflanzenarten, aber auch der Mensch, als extrem anpassungsfähig erwiesen. Der beschleunigte Klimawandel hat jedoch zur Folge, dass viele Arten sich nicht mehr mit den veränderten Lebensbedingungen zurechtfinden. Die Folge ist ein rasantes Artensterben und damit eine extreme Reduktion der Biodiversität. Diese Entwicklung hat ökologische, ökonomische und soziale Folgen für das menschliche Leben. Eine ganzheitliche Biodiversitätsstrategie soll entgegenwirken.

 

 

Der Wegfall von Arten, gefährdet die Balance.

„Diversity-Management“ etabliert sich seit seinigen Jahren, vor allem in großen und international aufgestellten Unternehmen. Der Begriff bezeichnet die heterogene Zusammensetzung eines Teams. Durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Geschlechter, Altersklassen und Ethnien oder Herkunftsländern soll ein optimales Ergebnis erzielt werden. Schließlich werden unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungen in den Arbeitsprozess miteingebracht. Unternehmen, die in ihrer Personalpolitik auf „Diversity“ setzen, profitieren im Allgemeinen von soliden Arbeitsergebnissen und sind um eine diskriminierungsfreie Firmenführung bemüht.

 

Eine gute Entwicklung und gleichzeitig eigentlich keine neue Idee. Denn Vielfalt gehört zum Leben. Das Zusammenspiel und die Nutzung der unterschiedlichsten Fähigkeiten führt zu ausgewogenen Verhältnissen – das gilt nicht nur im Arbeitsleben und in der sozialen Interaktion, sondern genauso in der Natur.

 

 

Biodiversität – das Ideal der Vielfalt

Die natürliche Vielfalt ist der Masterplan der Diversität. In den letzten Jahrzehnten hat sich dafür der Begriff der Biodiversität durchgesetzt. Biodiversität beschreibt das komplexe Zusammenspiel aller lebenden Organismen und deren Abhängigkeiten voneinander. Damit zählen alle Tier- und Pflanzenarten aus sämtlichen ökologischen Systemen zur biologischen Vielfalt. Biodiversität findet also auf der ganzen Welt statt, auf dem Land genauso wie in den Meeren.

 

Rund um den Globus lassen sind drei Bereiche durch eine besonders hohe Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen gekennzeichnet. Dazu gehören die Tropen, die Ozeane sowie die Wälder. Um hier das rapide Schwinden der Arten zu bremsen, versuchen viele Nationen und Organisationen diese Ökosystems besonders zu schützen. Aber auch alte Kulturlandschaften stellen wertvolle Lebensräume für die Artenvielfalt dar.

 

Generell spielt bei der Biodiversität jedoch nicht nur die Menge der Arten eine wichtige Rolle. Genauso bedeutsam ist auch die richtige Zusammensetzung innerhalb der jeweiligen Lebensräume. Tier- und Pflanzenarten, die an die regionalen Gegebenheiten und das entsprechende Klima angepasst und aufeinander abgestimmt sind, bilden gemeinsam ein funktionierendes Ökosystem.

 

Biodiversität schließt in seinem Konzept den Menschen mit ein. Entsprechend bezieht sich der Erhalt der Artenvielfalt auch auf Tier- und Pflanzenzüchtungen, die eine Jahrtausende alte Tradition aufweisen.

 

 

Sicherung der Biodiversität ist Grundlagensicherung

CO2-Speicherung – wichtig für den Klimaschutz.

Die Erhaltung dieser genetischen Vielfältigkeit ist auch eine elementare Grundlage für das menschliche Leben. Ein Aspekt, der – gerade in den Industrienationen – rasch in Vergessenheit gerät. Der Schutz zahlreichen Tier- und Pflanzenarten ist keine wohltätige Aufgabe, denn Fakt ist, dass durch massive Eingriffe und durch die Zerstörung vielfältiger Ökosystems nicht nur die Artenvielfalt in gefährdet wird. Der Mensch entzieht sich auch zugleich selbst die Lebensgrundlagen.

 

Schließlich ist eine intakte Biodiversität die Voraussetzung für die zuverlässige Befriedigung der Grundbedürfnisse menschlichen Lebens. Dazu zählen saubere Luft und Wasser, Klimaschutz durch die Speicherung des Treibhausgas Kohlendioxids (CO2) in Wäldern, Bodenflächen und den Ozeanen und – nicht zu vergessen – sämtliche Nahrungsmittel und Rohstoffe, die aus der Tier- und Pflanzenwelt entnommen werden.

 

Dass in diesem Bereich eine Schädigung der Artenvielfalt unabsehbare Konsequenzen für die Ernährung der Menschheit mit sich bringt, liegt auf der Hand. So sind heute nicht nur viele alte Arten bedroht, auch wertvolle Kulturpflanzen und – Tierzüchtungen verschwinden zunehmend von der Bildfläche, es setzen sich zunehmend Monokulturen durch und verdrängen die Artenvielfalt. Von den etwa 7.000 kultivierten Pflanzenarten, die der menschlichen Ernährung dienen, liefern beispielsweise aktuell nur noch 15 Arten rund 90 Prozent der Nahrung.

 

Darüber hinaus dient die biologische Artenvielfalt noch unzähligen weiteren Bereichen des modernen menschlichen Lebens, denn auch die medizinische Forschung profitiert von den reichen genetischen Ressourcen, der technologische Fortschritt orientiert sich vielfach an biologischen Vorbildern und kopiert gelungene Anpassungsstrategien für innovative Entwicklungen.

 

Wer also auf Vielfalt statt Einfalt setzt, hat gute Gründe die biologische Vielfalt auch weiterhin zu erhalten und auch die Schönheit des natürlichen Artenreichtums zu genießen. Der Schutz der Biodiversität ist dabei auch Teil der des Nachhaltigkeitsdenkens und der Verantwortung gegenüber kommender Generationen.

 

 

Bedrohung der Biodiversität

Riesen-Bärenklau – vor allem für Allergiker ein Problem.

Schätzungen der UNESCO zufolge, sterben täglich 150 Tier- und Pflanzenarten aus. Die biologische Vielfalt ist eindeutig in Gefahr. Dafür zeichnen viele unterschiedliche Faktoren verantwortlich. Vielfach werden gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten als Grund für das Verschwinden einzelner Spezies gesehen und in der Tat verdrängen Neophyten, wie beispielsweise der Riesen-Bärenklau, heimische Kräuter. Aber das ist nur eine Facette der Bedrohung. Eine Große Gefahr stellt die direkte Zerstörung von Lebensräumen dar. Dazu zählen unter anderem großangelegte Brandrodungen, beispielsweise in Südamerika, bei denen unzählige Tier- du Pflanzenarten ihren Lebensraum verlieren. Aber auch kleine und große Infrastrukturprojekte entziehen heimischen Arten die Lebensgrundlage. Hinzu kommen der generelle Raubbau an der Natur und die zunehmende Übernutzung, wie etwa durch Überfischung, Überweidung und industrielle Landwirtschaft, Massen-Tourismus sowie Gewässer- und Bodenverschmutzung.

 

 

Convention on Biological Diversity – Biodiversität wird Chefsache

Menschen, Tiere und Pflanzen haben sich über die vergangenen Jahrtausende hinweg als extrem anpassungsfähig erwiesen und konnten so ihren Fortbestand sichern. Allerdings setzen zu rasch veränderte Umweltbedingungen sämtlichen Spezies stark zu, nicht alle werden sich in der nötigen Geschwindigkeit anpassen können. Damit verantwortet die Klimakrise auch den Verlust zahlreicher Arten. Eines der populärsten Opfer ist dabei der Eisbär, der bereits auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht.

 

Um dem alarmierenden weltweiten Artensterben entgegenzuwirken, haben die Vereinten Nationen im Rahmen der Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro die Biodiversitätskonvention (Convention on Biological Diversity, kurz: CBD) auf den Weg gebracht. Die Konvention wurde Ende 1993 verabschiedet.

 

 

Schutz, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit

Vielfältige Lebensräume erhalten – auch für Einsiedler.

Der ganzheitliche Ansatz der Biodiversitätskonvention ist es, die biologische und genetische Vielfalt auf der Erde zu schützen und zu bewahren. Weiterhin ist die Staatengemeinschaft aufgefordert, die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen so zu organisieren, dass auch künftige Generationen noch ausreichende Lebensgrundlagen vorfinden werden. Außerdem sollen die Gewinne, die sich aus der Nutzung der natürlichen Ressourcen ergeben, gerecht verteilt werden.

 

Mit diesen drei Zielen geht die Biodiversitätskonvention über die klassischen Schutzansätze hinaus. Sie berücksichtigt nicht nur die ökologischen Aspekte des Problems, sondern bezieht auch die ökonomischen und sozialen Gesichtspunkte gleichberechtigt in das Konzept mit ein.

 

Diese umfassende Sicht der Dinge macht deutlich, dass die genetische Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt und die intakten Ökosysteme unverzichtbare Grundlage für das Leben der Menschen weltweit ist. Besonders in den – traditionell landwirtschaftlich geprägten – Entwicklungsländern wird deutlich, dass die biologische Vielfalt – sprich die heimischen Tier- und Pflanzenarten – die unmittelbare Voraussetzung für ein selbstständiges Leben und Überleben darstellen. Natürliche Ressourcen zu sichern ist damit auch eine wirksame Methode, Armut und Hunger zu bekämpfen.

 

 

Nationale Umsetzung der Biodiversitätskonvention

Naturschutz ist ein gesellschaftlich getragenes Thema in Deutschland. Allerdings bezog sich der Schutz von Fauna und Flora ausschließlich auf die heimischen Tier- und Pflanzengattungen und hatte kaum eine globale Dimension.

 

Wildkräuter – Vielfalt statt Einfalt.

Seit November 2007 setzt Deutschland die Biodiversitätskonvention mit der „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“. Neu an der Strategie ist, dass kein starrer Fahrplan vorgegeben wird, nach dem zu handeln ist. Vielmehr setzt die Strategie auf einen breit angelegten Dialogprozess und eine effektive Vernetzung gesellschaftlicher Gruppen, Unternehmen, Verbänden und Organisationen. Durch dieses Vorgehen, kann der Komplexität des Themas am ehesten Rechnung getragen werden, denn durch die Vielzahl der beteiligten Akteure ist eine 360-Grad-Sicht auf die Gesamtproblematik gegeben.

 

Die nationale Strategie zur biologischen Vielfalt ist fester Bestandteil der Bundespolitik. Mit rund 330 formulierten Zielen und 430 Maßnahmen zu allen relevanten Themen, zählt die deutsche Strategie zur Sicherung der Biodiversität zu den ambitioniertesten weltweit.

 

Im Rahmen dieser Strategie wurde zur Umsetzung der Biodiversitätsziele ein Förderprogramm entwickelt. Dieses Programm definiert die konkreten Fördermaßnahmen im Sinne der von UN definierten Zielsetzung. Abgestimmt mit Vertretern der Länder und Kommunen, Waldbesitzern, Landwirten sowie den Umwelt- und Naturschutzverbänden wurden nicht nur Schwerpunkte der Förderung ausgearbeitet. Auch vielfältige Maßnahmen zur Verbesserung der Akzeptanz des Biodiversitätsprogramms und eine umfassende Informations- und Kommunikationskampagne gehören zum Programm. Besondere Förderung erfahren Projekte, die eine Leuchtturmwirkung für andere Regionen oder Länder haben können und besondere Maßstäbe setzen in Sachen Schutz der Biodiversität, nachhaltiger Nutzung und gerechter Verteilung.

 

 

Vier Schwerpunkte des nationalen Programms biologischer Vielfalt

Bei der konkreten Umsetzung der Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität, hat Deutschland vier Förderschwerpunkte entwickelt.

 

Der erste Schwerpunkt umfasst die sogenannten „Verantwortungsarten“. Das bezeichnet die Tiere und Pflanzen, deren Bestand dringend gesichert werden sollte, weil sie nur oder zu großen Teilen in Deutschland vorkommen oder weil ihre Art weltweit gefährdet ist. Daher sind hier besondere Anstrengungen vorgesehen, um die entsprechenden Lebensräume zu erhalten oder wieder herzustellen.

 

Der Schutz von „Hotspots der biologischen Vielfalt“ ist das zweite große Förderziel. Hotspot-Regionen sind dabei besondere Lebensräume mit einer hohen Dichte und Vielfalt von Arten. Selbst das Industrieland Deutschland kann immerhin rund 11 Prozent der Landesfläche als Hotspots ausweisen. Dazu zählen Gebiete in den Alpen genauso wie die Küsten, aber auch Kulturlandschaften in den Mittelgebirgsregionen und Flusstälern.

 

Sauberes Trinkwasser – ein Service der Natur.

Die Natur bietet Menschen eine Existenzgrundlage und ist damit ein bedeutsamer Dienstleister. Die „Sicherung von Ökosystemdienstleistungen“ ist daher ein weiterer Förderschwerpunkt. Das klingt sehr formell, beschreibt jedoch die Sicherung der existenziellen Ressourcen, wie sauberes Trinkwasser, ausreichende Nahrungsmittel, Heilpflanzen und Energieträger. Außerdem schließt dieses Konzept die Speicherung von CO2 für einen wirkungsvollen Klimaschutz mit ein. Diese wichtigen Aufgaben geben den Ökosystemdienstleistungen einen hohen ökonomischen Wert. Um auch zukünftig auf die „Services der Natur“ zurückgreifen zu können, müssen diese Dienste nachhaltig genutzt werden.

 

Weitere Förderschwerpunkte des Biodiversitätskonzepts sind Maßnahmen, die eine beispielhafte und repräsentative Aufgabe übernehmen. Dazu werden ausgewählte Einzelprojekte besonders herausgestellt, um als Beispiel für ähnliche Maßnahmen zu dienen. Das können beispielsweise spezielle Bildungsprojekte sein oder auch konkrete Maßnahmen zu klimaschützenden Maßnahmen im städtischen Raum.

 

Die Umsetzung der Biodiversitätskonvention obliegt dem Bundesamt für Naturschutz. Gemäß dem ganzheitlichen Ansatz des nationalen Konzepts, sind jedoch auch weitere Behörden und Ministerien eingebunden. So setzt auch das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung  große Teile der Strategie mit um und unterstützt Partnerländer dabei, die biologische Vielfalt zu schützen und nachhaltig zu nutzen. Ziel der Entwicklungszusammenarbeit ist es dabei auch, dass die lokale Bevölkerung auch direkt von dieser Entwicklung profitieren kann. Das kann zum einen durch die Sicherung der Nahrungsautonomie sein, zum anderen werden auch Faktoren für eine wirtschaftliche Weiterentwicklung gestärkt. Beispielsweise durch die nachhaltige Vermarktung von Heilpflanzen oder auch durch Projekte für einen klimafreundlichen Ökotourismus.

 

 

Komplexe Aufgaben – durchdachte Lösungen

Ein durchdachtes Biodiversitätskonzept kann helfen, die Lebensgrundlagen langfristig zu sichern. „Überzeugend ist vor allem, die drei Aspekte Ökologie, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit miteinander zu verknüpfen“, findet Carmen Junker, Gründerin und Geschäftsführerin von Grünes Geld, einem erfahrenen Anbieter nachhaltiger Geldanlagen. Auch die Finanzexperten von Grünes Geld arbeiten nach diesen drei Gesichtspunkten und bieten ihren Kunden ökologische und ethische Investments, die zugleich eine attraktive Rendite versprechen. So können auch private Investoren durch grüne Geldanlagen einen wirkungsvollen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten.

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Klimaschutz im Alltag – 10 gute Ideen

Dienstag, 06. Juni 2017
Zusammenfassung: Große Weltrettungsaktionen sind das Werk vieler. Mit 10 einfachen Ideen für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit hat jeder Einzelne im Alltag die Möglichkeit, seinen Beitrag zu leisten und die Welt auch für kommende Generationen lebenswert zu erhalten.

 

 

Das Pariser Abkommen auf den Kopf gestellt.

Der Juni startete sonnig, für das globale Klima gab es jedoch schlechte Nachrichten. Der US-amerikanische Präsident Donald Trump verkündete offiziell den Ausstieg seines Landes aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. Das Abkommen, so Trump, sei ungerecht, die Reduzierung von klimaschädlichen Treibhausgasen sei zu teuer für sein Land.

 

Positiv an der Entwicklung: Offensichtlich beurteilen große US-Unternehmen und viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die Lage völlig anders. Unter anderem erklärte der Chef von General Electric, dass – angesichts der Realität des Klimawandels – die Industrie jetzt die Führung übernehmen müsse und sich nicht auf die Regierung verlassen könne.

 

Gegen Trumps Entscheidung richteten sich auch die Unternehmensführungen von Branchengrößen wie dem Elektronikhersteller Apple und dem Sportartikelunternehmen Nike. Der CEO des Elektroautobauers Tesla, Elon Musk, erklärte zudem, dass er Donald Trump zukünftig nicht mehr beraten werde. Wie es weiter gehen wird, ist eine Frage, über die sich Trump sorgen muss, denn auch wenn die Klimakrise noch lange nicht abgewendet ist zeigt sich, dass die Notwendigkeit des Klimaschutzes und die Förderung Erneuerbarer Energien mehrheitliche internationaler Konsens sind.

 

Manchmal picksig – aber es lohnt sich!

Seit 45 Jahren wird am 5. Juni der „Internationale Tag der Umwelt“ begangen. An diesem Aktionstag der Vereinten Nationen beteiligen sich rund 150 Staaten, um die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Umweltzerstörung und Bedrohung der Menschheit aufzuzeigen. Während dieses langen Zeitraum – vom Beginn der siebziger Jahr bis heute – haben sich die Akzente im Umweltschutz verändert. Während in den Anfangsjahren Themen wie Gewässerschutz und Maßnahmen gegen sauren Regen und Waldsterben im Vordergrund standen, rückten in den letzten Jahren verstärkt Themen des Klimaschutzes in den Vordergrund, denn die Klimakrise stellt die Klammer für nahezu alle Bedrohungsszenarien dar.

 

Im Dezember haben wir in unserem Blog drei Ideen für gute Vorsätze im neuen Jahr gegeben. Jetzt – fast ein halbes Jahr später – sind die Vorsätze sicher längst abgehakt, in Fleisch und Blut übergegangen und aus dem Alltag nicht mehr weg zudenken? Oder kam ständig das ein oder andere dazwischen und die Umsetzung der Ideen schlummert zwar noch im Hinterkopf, ist aber vorerst noch auf der langen Liste der Dinge, die dringend noch erledigt werden sollten. Wie auch immer…heute möchten wir nachlegen und nochmals aufrütteln.

 

Für kleine und große Maßnahmen in Sachen Umwelt-, Klimaschutz und mehr Nachhaltigkeit im Alltag ist es nie zu spät. Am leichtesten fällt es den Meisten, mit Kleinigkeiten zu beginnen, die leicht und schnell zu realisieren sind. Deshalb haben wir heute zehn Ideen für mehr Klimaschutz im Alltag zusammengetragen, deren Umsetzung nur einen kleinen Aufwand bedeutet, jedoch eine große Wirkung zeigen kann.

 

 

1. Auf dem Wochenmarkt einkaufen – regional & reichhaltig

Wer Lebensmittel aus der Region einkauft, schont das Klima. Denn lange Transportwege entfallen. Zudem wird die regionale Wirtschaft gestärkt, denn das Geld landet nicht bei den großen multinationalen Lebensmittelkonzernen. Gut ist es außerdem, saisonales Obst und Gemüse zu bevorzugen, denn so werden CO2-Emissionen vermieden, die durch die Zucht in beheizten Gewächshäusern oder durch die Aufbewahrung in Kühlhäusern entstehen. Wer außerdem auf Ware aus ökologischem Anbau setzt, ist in Sachen Klimaschutz auf der sicheren Seite. Gerade im Sommer macht der Einkauf auf den lokalen Wochen- und Bauernmärkten sowie bei den örtlichen Einzelhändlern besonders viel Spaß, denn das reichhaltige Angebot an Beeren, Früchten, Kräutern, Salaten und vielfältigen Gemüsesorten macht Lust auf gute Küche. Zudem finden Gartenfreunde hier auch eine reichhaltige Auswahl an Pflanzen. Ergänzt wird das Angebot vielfach durch lokale Milch-, Fleisch- und Fischprodukte, Honig und Marmeladen sowie Backwaren von Handwerksbetrieben.

 

 

2. Stell’ dir vor es gibt kein Fleisch und keiner merkt es

Vielfalt statt Einfalt.

Wer mit schwer beladenen Körben im Sommer vom Markt kommt plant häufig ein gemütliches Essen mit der Familie und Freunden. Grillen steht dabei noch immer hoch im Kurs. Allerdings ist der hohe Fleischkonsum in den Industrienationen und die damit verbundene Massentierhaltung.

 

Mit ein Grund für den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase. Besonders schlecht schneidet Rindfleisch ab, denn um ein Kilogramm Fleisch zu produzieren, müssen gut 15 Kilogramm pflanzliches Futter aufgewendet werden. Dafür wird eine landwirtschaftliche Fläche benötigt, auf der im Verhältnis rund 120 Kilogramm Karotten und 80 Kilogramm Äpfel geerntet werden könnten. Mittlerweise gibt es viele hervorragende Rezepte für ein veganes oder vegetarisches Grillvergnügen. Dabei triumphieren viele Speisen – wie etwa Gemüsespieße – optisch über die Bratwurst, so dass der Verzicht kaum auffällt. Wer nicht völlig fleischlos glücklich ist, sollte sich wenigsten in der Menge beschränken. Übrigens: Auch bei der Grillkohle sollten Klimaschützer die Augen offen halten. Gute Grillkohle sollte als Nebenprodukt einer nachhaltigen Holzverarbeitung stammen

 

 

3. Zu Fuß und auf dem Rad – das Umfeld genießen und neu entdecken

Neue Wege befahren.

Bei schönem Wetter das Auto stehen lassen und den Weg zur Arbeit, zu Einkäufen oder Veranstaltungen mit dem Rad oder Fuß genießen – das ist ein Luxus, den man sich häufiger leisten sollte. Die Vorteile für Umwelt und Klima liegen auf der Hand. Aber auch die persönliche Lebensqualität kann vielfach durch veränderte Gewohnheiten verbessert werden.

 

Wer samstags mit dem Rad zum einkaufen auf den Markt fährt, muss sich nicht über mangelnde und teure Parkmöglichkeiten ärgern. Wenn der tägliche Arbeitsweg ohne PKW zurückgelegt werden kann, fließt die sportliche Betätigung direkt in den Alltag ein.

 

Zudem können oftmals andere Wege, beispielsweise durch Parks und Felder genutzt werden, die auch positiv auf die Psyche auswirken. Wer den Radverkehr in den Innenstädten scheut, findet vielleicht auch zu Fuß Entspannung, besonders angenehm ist es dabei, wenn der Weg variiert werden kann und so immer wieder neue Impulse für die Sinne bietet.

 

 

4. Warum in die Ferne schweifen – Fliegen ist nicht unbedingt schöner!

Klimaschäden ausgleichen.

Reisebüros und –portale haben mittlerweile das ganze Jahr über Saison. Dennoch ist der Sommerurlaub noch immer als Hauptreisezeit fest im Jahresrhythmus vieler Deutscher fest verankert. Fernweh und die Sehnsucht nach verlässlichem Sonnenschein sind der Grund dafür, dass Flugreisen besonders beliebt sind.

 

Allerdings belastet gerade der Flugverkehr das Klima stark. Besonders problematisch sind dabei nicht nur Fernreisen, sondern auch die zunehmenden Anzahl von Flügen zu nahgelegenen Zielen. Viele davon ließen sich auch mit dem Zug erreichen. Das dauert oft nicht einmal sehr viel länger, denn Bahnhöfe befinden sich meist mitten in den Städten.

 

So entfallen die – oft langen – Anfahrtswege zum Flughafen und zurück. Außerdem gibt es bei der Bahn keine langen Eincheckzeiten. Wer dennoch eine Flugreise plant, sollte auch einen Ausgleich für den Klimaschaden mit einkalkulieren. Das kann zum einen durch eine Zahlung an ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt sein oder durch ein direktes Investment, beispielsweise durch die Beteiligung an Aufforstungsprojekten.

 

 

5. Autofahren – aber richtig

Ganz stehen lassen ist auch eine Alternative.

Apropos Reisen. Wer mit dem Auto unterwegs ist hat zwar nicht unbedingt das klimafreundlichste Fortbewegungsmittel gewählt, kann aber auch in diesem Bereich dafür sorgen, dass das Klima nicht unnötig belastet wird. Sinnvoll ist es dazu, auf sparsame Fahrzeuge zu setzen und – wenn möglich – einen Elektro- oder Hybridantrieb zu wählen.

 

Umweltfreundlicheres Autofahren ist allerdings fast mit jedem Modell möglich. In den USA hat sich dabei bereits das Hypermiling als Wettbewerb etabliert, bei dem die Fahrer versuchen, durch eine sparsame Fahrweise, möglichst lange Strecken mit einer Tankfüllung zurückzulegen. Die „Tricks“ sind dabei für jeden umsetzbar. Zum einen genügt der Blick auf den Tacho, bei maximal 120 Stundenkilometern kann bei längeren Strecken bereits viel CO2 eingespart werden.

 

Wichtig ist es auch, den Drehzahlmesser zu beobachten und rechtzeitig hochzuschalten, denn bei rund 2.000 Umdrehungen bleibt der Verbrauch niedrig. Auch der richtige Reifendruck wirkt sich positiv auf den Benzinverbrauch aus. Bereits 0,2 Bar zu wenig führen zu rund 10 Prozent höherem Verbrauch. Kleinigkeiten, die auch viel bringen: Energiefresser wie Stand- und Sitzheizung, Klima- und Stereoanlage nur bei Bedarf nutzen und keinen unnötigen Ballast spazieren fahren. Dachgepäckträger und ähnliches sollten nach ihrem Einsatz wieder in der Garage landen.

 

 

6. Auch ein Kühlschrank hat einmal Ruhe verdient

Mal in Ruhe abschalten – auch den Kühlschrank.

Im Sommer einer der besten Küchenhelfer: Der Kühlschrank, denn hier lagern Speisen und Getränke angenehm kühl und sicher vor Verderben. Wer einen neuen Kühlschrank kauft, sollte auf die Energieeffizient des Gerätes, ebenfalls ist ein Standort mit Abstand zu Wärmquellen wie Backofen und Heizungen sinnvoll – so weit so gut.

 

Aber auch im laufenden Betrieb lässt sich noch viel Energie sparen, denn eine Lagerung von rund sieben Grad Celsius bringen gegenüber kühleren Temperaturen bereits eine bemerkbare Stromersparnis. Ebenfalls positiv wirkt sich ein voller Kühlschrank aus, denn Luft zu kühlen ist aufwändig. Wer nicht genug Lebensmittel im Haus hat kann auch einfach mit Wasserflasche oder dem sonstigen Getränkevorrat die Lücken füllen. Wichtig für einen optimalen Energieverbrauch ist das regelmäßige Abtauen.

 

Eine gute Gelegenheit dazu bietet sich während der Urlaubszeit, denn dann muss der Kühlschrank erst nach der Rückkehr wieder angeschaltet werden. Um die letzten Vorräte vorher zu verbrauchen, bietet sich ein auch „Restessen“ mit Freunden an oder man verschenkt seine übrigen Lebensmittel, beispielsweise über eine Foodsharing-Plattform.

 

 

7. Sommermode – Nachhaltigkeit ist „cool“

Frischer Wind im Kleiderschrank.

Da wir gerade vom Verschenken sprechen, Sharing-Communities kommen in der Mitte der Gesellschaft an. Förderer der Idee, Kleidung zu tauschen, zu verschenken und in Läden – wie beispielsweise Oxfam – zu kaufen, ist zum einen der beliebte Vintage-Look, aber auch das gestiegene Interesse an eine nachhaltig produzierten Kleidung  ohne Ausbeutung, Kinderarbeit, Pestizide und unnötigem Ressourcenverbrauch.

 

 

Den richtigen Schalter umlegen – mit Ökostrom

Wer in der Urlaubszeit einen sommerlichen Regentag vor sich hat, freut sich im Allgemeinen auf einen gemütlichen Lesenachmittag oder ähnlich beschauliche Dinge. An einem solchen Tag bietet sich aber auch eine gute Möglichkeit, sich endlich um die Dinge zu kümmern, die bereits lange auf Erledigung warten. Zum Beispiel der Umstieg auf einen Ökostromanbieter.

 

 

9. Was bleibt – der CO2-Fußabdruck

Den Fußabdruck nicht zu tief werden lassen.

Wer bereits Ökostrom bezieht und sein Lieblingsbuch ausgelesen hat, unternimmt vielleicht an einem Tag mit Sommerregen einen erfrischenden Spaziergang – vielleicht sogar Barfuß. Wer dann zurück in Haus kommt, hinterlässt feuchte Fußabdrücke, die bald wieder verschwunden sind.

 

Anders sieht das mit dem persönlichen CO2-Fußabdruck aus, denn die eigene Bilanz der CO2-Emissionen kann sich nachdrücklich negativ auf das globale Klima auswirken. Ein Regentag ohne besondere Pläne ist daher ein perfekter Termin, um über den eigenen Energieverbrauch, den Lebensstil und viele andere Gewohnheiten nachzudenken. Im Netz gibt es mehrere CO2-Rechner, mit denen der eigene Fußabdruck ermittelt werden kann.

 

 

10. Haushaltskasse optimieren

Regentage gehören zum Sommer in Deutschland – und das ist eigentlich auch gut so. Daher noch ein Tipp für eine sinnvolle Indoor-Aktivität: Klimaschutz und Nachhaltigkeit durch persönliches Verhalten zu betreiben ist sehr gut. Noch effektiver werden jedoch viele Aktionen, wenn sich viele zusammentun und Projekte anschieben, die einen relevanten Beitrag für den Klimaschutz leisten können. Eine gute Möglichkeit bieten daher nachhaltige Geldanlagen, denn hier können Anleger sicher sein, dass ihr Geld nur ethischen und ökologischen Projekten landet. Kompetente Beratung in diesem Bereich bietet Grünes Geld.

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Trump kündigt Paris-Abkommen: was bedeutet das für Ihr Geld?

Freitag, 02. Juni 2017
Zusammenfassung: US Präsident Trump kündigt den Rückzug vom Pariser Klimaschutzabkommen an. Die tatsächlichen Folgen werden begrenzt bleiben. Die Auswirkungen auf die Geldanlagen sind mittel- und langfristig gering.

 

 

Am 1. Juni 2017 gegen 15.30 Uhr Ortszeit tritt der amerikanische Präsident Donald Trump in den Rosengarten des Weißen Hauses. Er erklärt, dass sich die USA vom Pariser Klimaschutzabkommen, welches im Dezember 2015 gemeinsam von nahezu allen Ländern beschlossen wurde, zurück ziehen wollen. Die Ankündigung kommt vom Präsidenten eines Landes, das 4 Prozent der Weltbevölkerung stellt, aber 14 Prozent der weltweiten Treibhausgase produziert. Neben den USA sind nur zwei Länder nicht am Klimaschutzabkommen beteiligt. Das paradoxe daran ist, dass sich die USA mit dieser Entscheidung Seite an Seite mit Erzfeind Nicaragua und dem Chaos-Land Syrien stellen.

 

 

 

 

 

 

Donald Trump liefert: nach und nach arbeitet der neue US-Präsident seine Wahlkampfversprechen ab. Er hält an der Mauer nach Mexiko fest, er wollte Muslime die Einreise in die USA erschweren und nun will er das Pariser Abkommen kündigen und neu verhandeln.

 

 

 

Was sind die Hintergründe?

 

 

 

Donald Trump begründet die Kündigung und den Wunsch nach Nachverhandlungen mit „unfairen“ Bedingungen für die USA und damit, dass sich andere Länder an den USA bereichern wollen würden. Damit spricht er wohl die versprochenen Einzahlungen in den Klimaschutzfonds an, mit dem die reichen Industrienationen den Schwellenländern finanziell helfen wollen, Klimaschutz zu betreiben.

 

Rund 1 Mrd. Dollar sind von Seiten der USA bereits eingezahlt; Trump spricht von weiteren „tens of Billions“, also mehreren Dutzend Milliarden die zu zahlen sein sollen. Die tatsächliche Zusage beträgt jedoch nur 3 Mrd. Dollar und ist mehr als gerechtfertigt, schließlich sagen die Schwellenländer zu recht, dass die reichen Industrienationen ja den Klimawandel verursacht haben und mit CO2 intensiven Industrien zu einem hohen Wohlstandsniveau gekommen sind.

 

 

 

Außerdem möchte Trump mit der Rückkehr zur Kohle wieder Arbeitsplätze schaffen. Auch das ist ein Scheinargument: schließlich arbeiten alleine in der Photovoltaik-Industrie der USA rund 3x mehr Menschen als in der Kohleindustrie. Diese ist seit Jahren auf dem Rückzug; nicht wegen des Umweltschutzes, sondern hauptsächlich aus wirtschaftlichen Überlegungen. Kohle ist heute schon zu teuer und wird es auch morgen noch sein.

 

 

 

Was ist der wahre Grund also? Trump spricht ihn seiner Rede an. Trump: „Ich wurde gewählt, um die Bürger von Pittsburgh zu vertreten, nicht die von Paris.“ Der Satz ist an sich schon vielsagend – denn das Pariser Klimaschutzabkommen hat ja überhaupt keine besondere Bedeutung für die Pariser Bürger. Der Name kommt einfach durch den Veranstaltungsort Paris. Aber sei’s drum, solche Details sind für Trump unwichtig. Aber der Satz hat eine tiefere Begründung: Trump bedient damit die Forderungen seiner Stammwähler in Kohlegebieten, wie Pittsburgh in Pennsylvania.

Der Bürgermeister von Pittsburgh, Bill Peduto verbat sich derlei Kommentare und verweist darauf, dass sich Pittsburgh bereits seit Jahren von der Kohle verabschiedet hat und statt dessen auf Biotech und Banken setzt. Im Übrigen habe beim Wahlergebnis in Pittsburgh Hillary Clinton vorne gelegen.

 

 

Was wird geschehen?

 

 

 

Wie so häufig bleibt Trump unkonkret. Er spricht von „faireren Bedingungen“ für die USA. Er will sich vom Abkommen zurück ziehen und es neu verhandeln. Wenn dies gelänge gut, wenn nicht, wäre das auch gut. Konkreter wird er dabei nicht; einen Zeitplan hat er nicht angedeutet.

 

 

Ein geregelter Ausstieg aus dem Abkommen wäre aufgrund der Verträge ohnehin erst 2022 möglich – also nach Beendigung der ersten Amtsperiode von Donald Trump. Sollte ein neuer US-Präsident gewählt werden, wäre ein Ausstieg vom Ausstieg also denkbar.

 

 

Es ist denkbar, dass der große Auftritt auch nur zum Marketing gehört und eben die Interessen von Trump’s Wählern bedient. Ein tatsächlicher Ausstieg könnte sich aber über Jahre hinziehen oder auch schlichtweg ausbleiben.

 

 

Ob mit oder ohne Paris-Vertrag: auch in den USA ist die Marschroute klar – die Wende zu immer mehr Erneuerbaren Energien ist kaum aufzuhalten. Die US Bevölkerung unterstützt das mehrheitlich und es hängen viele Arbeitsplätze an US Unternehmen wie Canadian Solar, First Solar oder Sunpower. 

 

 

 

Auswirkungen auf die Börsen

 

 

 

In einer ersten Reaktion haben die US Börsen positiv reagiert. Der berühmte Dow Jones Index stieg um 0,65 Prozent am 3. Juni 2017 an.

 

 

Unternehmen aus dem Sektor Erneuerbare Energien haben verloren. Der führende Solarkonzern First Solar verlor 0,49 Prozent, der führende Windturbinen-Hersteller Vestas 0,59 Prozent.

 

 

Auch hier gilt die Börsenweisheit: politische Börsen haben kurze Bein. Was die Politik bestimmt, hat also nur kurzfristige Auswirkungen auf die Aktien und Börsen; mittel- und langfristig zählen die wirtschaftlichen Realitäten. Diese werden sich nur wenig ändern.

 

 

Wie dargestellt werden auch die USA weiterhin in den Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen setzen. Wichtige Bundesländer wie Kalifornien setzen voll auf Erneuerbare Energien. In den USA gibt es teilweise bereits akuten Wassermangel (siehe „Wie Wassermangel die Geldanlage beeinflussen kann„), Dürren und vermehrt Sturm.

 

 

Noch wichtiger: sollten die USA den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien wirklich verlangsamen, treten andere wichtige Spieler für sie ein. Gerade am gleichen Tag von Trumps Ankündigung bestätigte der chinesische Präsident Li bei einem Besuch bei Bundeskanzlerin Merkel, dass China weiter zum Klimaschutz stehen werde. Bereits heute ist China der größte CO2 Emittent der Welt.

 

 

Fazit: Von der Ankündigung Trumps werden die Aktien von Erneuerbare Energien Unternehmen kurzfristig negativ betroffen sein. Mittel- und langfristig bleiben der Perspektiven jedoch sehr gut. Andere ethisch-ökologische Investments wie allgemeine Vermögensaufbau-Musterdepots, Wasser- oder Holzinvestments dürften kaum betroffen sein.

 

 

 

Auswirkungen auf börsenunabhängige Investments

 

 

 

Herkömmliche Geldanlagen wie Bankeinlagen, Bausparverträge oder klassische Lebensversicherungen sind von den Ankündigungen nur sehr indirekt betroffen – wenn den Ankündigungen Trumps Taten folgen und dadurch langfristig der Klimawandel beschleunigt wird, wird es der Welt generell schaden und damit auch alle Geldanlagen tendenziell schwächen. Absehbar sind bei diesen Geldanlagen jedoch keinerlei Auswirkungen.

 

Häufiger wird uns die Frage bei Projektbeteiligungen bei Erneuerbaren-Energien-Projekten gestellt. Hier investiert der Anleger sein Geld direkt in den Betrieb von konkreten Photovoltaik-, Windkraft- oder Blockheizkraftwerken. Doch auch hier kann Entwarnung gegeben werden. Für solche Kraftwerke liegen zu Baubeginn feste Einspeisevergütungen vor, die nicht von den Trump-Aussagen beeinflusst werden.

 

 

Ich bin der Meinung, dass man gerade jetzt in Erneuerbare Energien investieren sollte und wie die restliche Staatengemeinschaft ein Zeichen setzen muss, dass Trump mit seiner Meinung sehr isoliert ist.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Neue Ideen zur Gewinnung von Sonnenenergie

Dienstag, 09. Mai 2017
Zusammenfassung: Solarenergie ist ein wichtiger Teil des Erneuerbaren Energien-Mix. Neue Ideen, wie Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Straßen, helfen, diese Art der Energiegewinnung populärer zu machen. Internationale Pilotprojekte zeigen, dass das Potenzial der Solarenergie noch lange nicht erschöpft ist.

 

Sonne spendet Energie – auch für gute Ideen!

Es gibt nichts Neues unter der Sonne? – Da irrt der Prediger im Buch der Bücher. Gerade im Bereich der Solarenergie werden aktuell viele neue Ideen entwickelt, um diese natürliche Energiequelle sinnvoll und effektiv zu nutzen.

 

Und diese Entwicklungen sind wichtige Puzzleteile auf dem Weg zu einer konsequent umgesetzten Energiewende. Denn nur durch die gezielte Förderung Erneuerbarer Energien kann es Deutschland gelingen, mittelfristig seine Stromversorgung vollständig aus erneuerbaren Quellen zu beziehen.

 

Dabei ist der Abschied von klimaschädlicher fossiler Energiegewinnung ein Ziel, das Deutschland mit vielen Ländern weltweit teilt. Klimaschutz und der Ausbau regenerativer Energien stehen im völligen Einklang mir den Nachhaltigkeitszielen, die von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden. Ziel der Nachhaltigkeitsbestrebungen ist es bis zum Jahr 2030, den fortschreitenden Klimawandel aufzuhalten und die Lebensgrundlagen der Menschheit zu sichern. Darüber hinaus ist die Dekarbonisierung durch die Nutzung umwelt- und klimafreundlicher Energiequellen essentieller Bestandteil des Klimaschutzabkommens von Paris, das aktuell in den Unterzeichnerstaaten schrittweise umgesetzt werden soll.

 

Obgleich viele Staaten gute Absichten bekunden, geht die Entwicklung zu einer völligen Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen noch recht langsam voran. Die Gründe dafür sind vielfältig, zum einen spielen Lobbygruppen auch weiterhin eine wichtige Rolle, zum anderen fehlen teilweise noch infrastrukturelle Grundlagen, um den Kurs bei der Energiegewinnung komplett zu verändern.

 

Um die positive Entwicklung hin zu einer Energieversorgung auf Basis von Erneuerbaren Energien zeitnah umzusetzen, ist daher das Zusammenspiel von Experten aus den Bereichen Politik, Technologie und Wirtschaft notwendig. Denn entscheidend ist der politische und gesellschaftliche Wille zur Veränderung, die technologische Machbarkeit sowie die Finanzierbarkeit der Pläne.

 

 

 

 

Anbietervielfalt treibt die Entwicklung voran

Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind von enormer Bedeutung für eine zügige Umsetzung klimafreundlicher Energiegewinnung. Treiber dieser Entwicklung sind aber auch vielfältige Projekte und Ideen, die neue Horizonte eröffnen. Denn während das klassische Energiegeschäft von einigen „Big Playern“ dominiert und nach klassischen ökonomischen Prinzipien betrieben wurde, werden die Karten bei der Produktion Erneuerbarer Energien neu gemischt. Sicher bilden sich auch hier größere Anbieter heraus, dennoch ist die Produzentenlandschaft in der Energieerzeugung aus Sonne, Wind und Wasser vielfältig. Nach der Liberalisierung des Strommarktes Ende der neunziger Jahre und der damit verbundenen wirtschaftlichen Konzentration auf die vier großen Anbieter E.on, RWE, Vattenfall und EnBW geht jetzt verstärkt wieder der Trend zu einem vielfältigeren Anbieterspektrum. Neben neuen Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien engagieren sich zunehmend auch wieder Kommunen beziehungsweise kommunale Versorgungsunternehmen im Energiemarkt. Positiv dabei: Viele nehmen aktuell ihren Versorgungsauftrag weitreichender wahr und sehen sich nicht allein als Stromlieferant. Beratung zur Einsparung von Strom, verbesserte Effizienz, Angebote für Elektrofahrzeuge, Unterstützung von Car-Sharing-Initiativen gehören mittlerweile genauso zum Portfolio, wie öffentlich zugängliche Solarkataster, die das Potenzial sämtlicher Gebäude für den Bau einer Solaranlage bewerten oder beispielgebende Kraft-Wärme-Kopplung in öffentlichen Gebäuden.

 

Gerade Leuchtturmprojekte beflügeln die Entwicklung zu einer klimafreundlichen Energieentwicklung und zeigen, was alles möglich ist, um eine Energiewende gelingen zu lassen.

 

 

Solarzellen – vom Hausdach auf die Straßen

Photovoltaik-Anlagen sind auf Häuserdächern längst keine Seltenheit mehr. Sowohl kleine Sonnenkollektoren auf privaten Gebäuden, als auch großflächige Photovoltaikanlagen auf großen Industrie- und Gewerbeflächen, die Sonnenenergie ins Stromnetz einspeisen, verbreiten sich stark. Ein besonderer Vorteil dieser Art der Energiegewinnung: bereits vorhandene Flächen werden effektiv genutzt.

 

Auf diesem Prinzip bauen auch Solarteppiche auf, die vorhandene Straßenoberflächen und Schienenwege zur Stromgewinnung nutzen wollen. Der Vorteile dieser Solarstraßen liegen auf der Hand: Die horizontalen Flächen können den ganzen Tag über Sonneneinstrahlung aufnehmen. Da diese Verkehrswege bereits bestehen, wird die Versiegelung und der Verbrauch anderer Flächen vermieden. Darüber hinaus spielt der neuartige Straßenbelag seine Kosten wieder ein, da er günstig sauberen Strom erzeugt. Experten zu Folge könnten durch Fahrbahnen mit integrierter Photovoltaik rund 20 Millionen Elektroautos betrieben werden.

 

Solar-Paneele erobern die Straßen.

Voraussetzung für diese Idee sind sehr stabile und zugleich flexible Solarzellen, die dem Straßenverkehr – auch tonnenschweren LKWs – standhalten können. Nur wenige Millimeter dick, sollen dann diese Photovoltaik-Beläge wie Teppichbodenplatten auf den Straßen ausgelegt werden. Das Fließen-System hat dazu auch den Vorteil, dass sich einzelne Elemente bei Beschädigungen austauschen lassen und die Platten sich flexibel an die örtlichen Gegebenheiten anpassen können. Die Lebenszeit der Solarteppiche wird auf rund 25 Jahre geschätzt. Damit rangiert die Haltbarkeit der Straßen-Photovoltaik sogar noch vor der durchschnittlichen Lebensdauer der üblichen Asphaltierungen.

 

In der Entwicklung befinden sich derzeit bruchsichere Photovoltaik-Module, auch Spezialglas. Im Gegensatz zur klassischen Dach-Photovoltaik, müssen die Solar-Fließen für die Straße einige zusätzliche Anforderungen erfüllen. Zum einen müssen die Platten rutschfest sein, zum anderen müssen sie selbstreinigend sein, damit das Sonnenlicht optimal gespeichert werden kann. Während die Dach-Photovoltaik im Allgemeinen nach Süden hin ausgerichtet ist, muss bei den Bodenplatten die einfallende Sonnenstrahlung gut gelenkt werden, um einen optimalen Energieertrag zu erzielen.

 

 

Aktuell arbeiten in Deutschland die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich und dem Start-up Solmove GmbH an der Entwicklung und Vermarktung entsprechender Solarmodule. Mit im Boot sind außerdem zwei Fraunhofer-Institute sowie – quasi als potenzielle Kundin – die Bundesanstalt für Straßenwesen.

 

Entsprechend der modernen Anforderungen an den Straßenbau, sollen Solar-Beläge über Flüsterqualität verfügen. Weiterhin befinden sich beleuchtete Seitenstreifen mit LED-Lampen und Ampelanlagen in der Planung, die ihren Energiebedarf direkt aus dem Solar-Straßenbelag beziehen. Der nächste Schritt in diese Denkrichtung: Elektrofahrzeuge versorgen sich über Induktionsschleifen ebenfalls direkt aus den Solarteppichen. Ein reizvoller Gedanke, schließlich zählt die vergleichsweise geringe Reichweite von Elektroautos noch immer zu den gewichtigsten Argumenten gegen diese klimafreundliche Art des motorisierten Individualverkehrs. Eine flächendeckende intelligente Infrastruktur auf Basis Erneuerbarer Energien könnte hier den Durchbruch bringen.

 

 

Keine Zukunftsmusik: Solarstraßen in den USA, Frankreich und den Niederlanden

Dass Solarstraßen kein Science Fiction-Szenario darstellen, sondern bereits in der Praxis eingesetzt werden, zeigen erste internationale Projekte. So hat das Start-up Solar Roadways bereits die ersten 30 Solarzellen in der Kleinstadt Sandpoint im US-Bundesstaat Idaho, zugleich auch Sitz des jungen Unternehmens, erfolgreich verlegt. Solar Roadway ist seit 2010 mit der Idee der Solarstraßen aktiv und wurde vom US-Energieministerium unterstützt. Mit den Photovoltaikmodulen auf einem öffentlichen Platz der Stadt wird aktuell die Energie für einen Springbrunnen sowie für die Beleuchtung der öffentlichen Toilette produziert. Außerdem integrierte Solar Roadways einige LED-Leuchten im Bodenbelag. Nach Angaben des Herstellers sollen die Solar-Paneele auch als Straßenbelag einsetzbar sein. Da die Winter in Idaho auch Minus-Grade erreichen, sind in den Modulen Heizelemente integriert, damit die Anlage nicht durch harte Kälte beschädigt wird. Außerdem wird im aktuellen Stadium das Projekt via Webcam überwacht. So können bislang noch nicht bekannte Schwierigkeiten frühzeitig erkannt und behoben werden.

 

Automatisch aufladen auf Solar-Straßen – sonnige Aussichten für E-Mobilität.

In eine ähnliche Richtung geht auch das Solar-Projekt des französischen Bauunternehmens Colas, das einen Solar-Straßenbelag gemeinsam mit dem nationalen Institut für Solarenergie (Institut national de l’énergie solaire, Ines) entwickelt hat. In Frankreich sollen in den nächsten fünf Jahren etwa 1.000 Kilometer Straße mit dem Photovoltaik-Belag Wattway ausgelegt werden. Ziel ist es dabei zum einen die Stromversorgung durch Erneuerbar Energien in Frankreich zu unterstützen. Zum anderen sollen sich Elektroautos über Colas Wattway-Module während der Fahrt automatisch aufladen lassen. Die Verlegung des Straßenbelags Wattway wird durch das französische Energie- und Umweltministerium gefördert. Die Solarzellen sind nur wenige Millimeter dick und werden auf die bestehenden Straßenbeläge ausgebracht. Laut Hersteller Colas sollen die Module aus polykristallinem Silizium dem laufenden Straßenverkehr gewachsen sein und eine ausreichende Rutschfestigkeit bieten. Schätzungen zu Folge können die geplanten 1.000 Kilometer Solarstraße rund fünf Millionen Menschen mit sauberem Strom versorgen. Außerdem soll mit der auf der Straße produzierten Energie auch Haltestellen beleuchtet und öffentliche Einrichtungen versorgt werden.

 

Klimafreundlich hoch zwei: Fahrad und Solarenergie.

Auf eine erfolgreiche Pilotphase von gut zwei Jahren zurückblicken können die Niederlande mit dem weltweit ersten Radweg, der Solarstrom erzeugt. Im November 2014 startete das Projekt SolaRoad in der Gemeinde Krommenie bei Amsterdam. Dabei wurden 70 Meter eines Radwegs mit vorgefertigten Photovoltaik-Paneelen ausgelegt, die Solarzellen sind dabei durch Hartglasschicht geschützt. In der Startphase musste das Projekt einige Probleme lösen. So zeigten sich die Solar-Module anfangs witterungsempfindlich. Durch einige Nacharbeiten können sich die Ergebnisse des Solar-Radwegs mittlerweile jedoch sehen lassen. So lieferte die kurze Wegstrecke nach einem Jahr bereits genug nachhaltig produzierten Strom, um den Energiebedarf von drei Personen in einem Jahr zu decken. Ein Projekt mit enormem Potenzial, schließlich verfügt die Radfahr-Nation Niederlande über ein Radwegenetz von gut 140.000 Kilometer, das sich auf diese Weise zur Stromerzeugung nutzen lässt.

 

 

 

 

Sonnenenergie – herrliche Aussichten

Drei Beispiele zeigen, dass das enorme Potenzial der Solarenergie noch lange nicht erschöpft ist. Bald erschöpft sein werden jedoch die fossilen Energiequellen Kohle, Erdöl- und Erdgas, die zudem durch die exzessive Nutzung in den vergangenen Jahrzehnten unser Klima stark gefährdet haben.

 

Erneuerbare Energien sind preisgünstig und unerschöpflich. Sicher sind nicht alle Ideen zur Gewinnung sauberer Energien jederzeit und an jedem Ort umsetzbar. Dennoch zeigen Leuchtturmprojekte, wohin die Reise geht. Um den Ausbau Erneuerbarer Energien auch zukünftig zu stärken, sind allerdings auch Investitionen in diesem Bereich notwendig.

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen und Experte für Investments in Erneuerbare Energien verfügt über mehr als 300 interessante Angebote, mit denen Anleger nicht nur zu einer positiven Entwicklung für Umwelt und Klima beitragen, sondern auch interessante Erträge erzielen. Ob Sonne, Wind oder Wasser, bei uns finden Sie das passende Investment.

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Erneuerbare Energien: Verkehrskonzepte für die Stromversorgung

Freitag, 05. Mai 2017
Zusammenfassung: Die Energiewende befindet sich in der Umsetzung. Bis Ende 2022 gehen in Deutschland die letzten Atomkraftwerke vom Netz. Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien werden ausgebaut. Windkraft kommt dabei eine besonders bedeutende Rolle zu. Um die Stromversorgung im Land zu gewährleisten und Energie vom windreichen Norden in den Süden zu transportieren, werden aktuell leistungsfähige Stromtrassen geplant. Angenehm für das Landschaftsbild und im Allgemeinen umweltverträglich: moderne Stromautobahnen verlaufen unterirdisch.

 

 

Erneuerbare Energien auf den Weg bringen.

Die Energiewende ist in Deutschland beschlossene Sache. Eine positive Entwicklung, denn die bisherige Energieerzeugung und der exzessive Verbrauch hat immense Schäden an Klima und Umwelt verursacht. Seit der Konferenz von Rio 1992 war es ein langer Weg. Mit dem Pariser Abkommen zum Klimaschutz, das anlässlich der 21. UN-Klimakonferenz von 196 Staaten beschlossen wurde, legte die Staatengemeinschaft fest, nationale Maßnahmen zu ergreifen, um die fortschreitende Erderwärmung deutlich abzubremsen.

 

Mit der bereits beschlossenen Energiewende, zählt Deutschland zu den Vorreitern des Klimaschutzabkommens. Mit einem CO2-Ausstoß von 11,5 Tonnen pro Kopf und Jahr allerdings auch mit zu den Verursachern der Klimakrise. Ziel ist es daher jetzt, CO2 zu vermeiden, nachhaltig Strom zu erzeugen und diesen effizient zu nutzen.

 

 

Hauptaufgaben der Energiewende

Ziel Nummer eins der Energiewende ist es, die umwelt- und klimaschädliche Stromproduktion durch Atomkraftwerke und die Energieerzeugung aus konventionellen Quellen, wie beispielsweise Kohlekraftwerken, auf null zurückzufahren. Um eine flächendeckende und bezahlbare Energieversorgung zu gewährleisten hat die Bundesregierung außerdem beschlossen, die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien zu fördern und gleichzeitig vielfältige Maßnahmen für eine verbesserte Energieeffizienz voran zu treiben.

 

Die letzten Atomkraftwerke gehen 2022 vom Netz.

Spätestens seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima ist das Gefährdungspotenzial der Atomkraftwerke in den Köpfen der Menschen angekommen. Ende 2022 wird das letzte deutsche Atomkraftwerk vom Netz gehen. Generell basiert der Ausstieg aus der Atomenergie auf einem breiten gesellschaftlichen Konsens.

 

Dennoch werden immer wieder Stimmen laut, die dem Atomzeitalter hinterhertrauern und auf die angeblich klimafreundliche Stromproduktion durch Kernenergie hinweisen. Hier Umwelt und Klima auseinander zu dividieren ist sicher nicht sinnvoll, denn die Risiken der Kernreaktoren sind immens. Zum anderen verursacht auch Atomstrom CO2-Emissionen. Der Ausstoß der klimaschädlichen Treibhausgase entsteht dabei allerdings nicht während der Stromproduktion, sondern beim Kraftwerksauf- und Rückbau. Sowohl die Urangewinnung, als auch die Herstellung der Brennelemente sowie die Einlagerungen werden mit einem enorm hohen Energieaufwand betrieben, bei dem große Mengen von CO2 in die Atmosphäre entlassen werden. Atomkraft verursacht zwar deutlich weniger CO2-Emissionen als Kohlekraftwerke, aber entschieden mehr als Erneuerbaren Energien.

 

Im Zuge der laufenden Veränderungen wird der Strommarkt neu organisiert, denn die bisherigen Stromanbieter geraten unter Druck. Ihre Stromproduktion fließt nicht mehr automatisch in die Netze und dient vermehrt dazu, Versorgungsengpässe auszugleichen. Um die Schwankungen in der Stromproduktion optimal auszugleichen und zukünftig flexibel zu lenken, wurde im vergangenen Jahr das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verabschiedet.

 

Im Zuge dieser Regelung werden zukünftig intelligente Messsysteme Stromproduzenten und –verbraucher miteinander verbinden. Die neue digitale Infrastruktur sorgt nicht nur für eine sichere und zuverlässige Versorgung, sondern auch für eine effiziente und wirtschaftliche Nutzung der Energie. Um die Energie aus regenerativen Quellen zu den Verbrauchern zu bringen, ist jedoch auch eine komplexe Organisation der Übertragungsnetze notwendig.

 

 

Verkehrswege des Stroms: Vom Norden in den Süden

Leistungsfähige Infrastruktur bring geslleschaftlichen Wandel voran.

Die Planung und der Ausbau der Stromautobahnen ist aktuell ein wichtiges Thema der Energiewende, denn Strom wird – wie viele andere Güter des täglichen Lebens – nicht unbedingt dort produziert, wo er gebraucht wird. Entsprechend muss auch die benötigte Energie innerhalb des Landes verteilt werden. Hinzu kommt, dass Erneuerbare Energien nicht so gleichmäßig Strom erzeugen und ins Netz einspeisen wie konventionelle Kraftwerke. Es sind aber nicht nur die Schwankungen der Strommenge, die das Stromnetz vor neue Aufgaben stellt. Auch der erfreuliche Erfolg der Windenergie in Deutschland bringt es mit sich, dass Windenergie Mengen liefert, die das Stromnetz an die Grenzen seiner Kapazitäten bringt. Auch dieser neuen Herausforderung muss ein zukunftsfähiges Stromnetz begegnen. Die Energiewende erfordert also leistungsfähige Stromtrassen.

 

Der Umstieg von Atomstrom zu Erneuerbaren Energien bringt eine deutliche Verschiebung der Stromproduktion vom Süden in den Norden mit sich. Während sechs der noch acht laufenden Atomkraftwerke in Süddeutschland angesiedelt sind, stehen große Teile der Windkraftanlagen im Norden des Landes, teilweise auch als Offshore-Anlagen vor den Küsten. Für diese Standorte spricht nicht allein der sprichwörtliche Windreichtum des Nordens. Auch gesetzliche Hürden, wie die 10-H-Regel“, die einen großen Abstand der Anlagen zur nächsten Wohnbebauung vorschreibt, haben dazu geführt, dass ein Nord-Süd-Gefälle in Sachen Erneuerbarer Energien entstanden ist. Im vergangenen Jahr erzeugten insgesamt 27.220 Windkraftanlagen in Deutschland insgesamt 45.910 Megawatt sauberen Strom. 42 Prozent davon gingen aus dem Norden ins Netz, weitere 44 Prozent lieferte die Mitte des Landes, der Rest wurde in Süddeutschland erzeugt.

 

 

Stromtrasse vor der Haustür?

Eine sichere und zuverlässige Stromversorgung ist aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Hinzugekommen ist der Wunsch nach nachhaltiger Stromerzeugung, die Klima und Umwelt nicht belastet. Diese Ziele werden mehrheitlich akzeptiert. Schwieriger sieht das aktuell noch mit der Akzeptanz von Stromtrassen aus. Seit einigen Jahren lieferten sich unterschiedliche Interessensgruppen erbitterte Auseinandersetzungen zur Routenführung der geplanten Stromtrassen, die benötigt werden, um den Strom vom Norden und der Mitte des Landes in die bevölkerungsreichen südlichen Bundesländer und ihre Industriezentren zu transportieren.

 

Kaum eine Gemeinde konnte sich für riesige Strommasten in direkter Nachbarschaft erwärmen. Vor allem der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer sprach sich wiederholt vehement gegen „Monstertrassen“ aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

Erdkabel statt „Monstertrassen“

Um die Akzeptanz für die großen Stromtrassen generell zu erhöhen hat die Bundesregierung bereits 2015 beschlossen, vorrangig Erdkabel beim Bau der Übertragungsnetze einzusetzen, die Bedarfspläne weiterzuentwickeln und alle zwei Jahre einen neuen Netzentwicklungsplan vorzulegen. Zu diesem Umdenken haben auch verbesserte technologische Möglichkeiten beigetragen. Neuentwickelte Supraleiter sollen zukünftig auch große Stromengen unterirdisch transportieren können.

 

Im März diesen Jahres haben der süddeutsche Netzbetreiber TransnetBW, die niederländische Tennet Holding und die aus dem Vattenfall-Konzern hervorgegangene 50Hertz GmbH ihre Pläne für die zwei unterirdische Routenführungen vom Norden in den Süden Deutschlands vorgestellt und bei der Bundesnetzagentur zur eingehenden Prüfung eingereicht.

 

Erdkabel verschandeln die Landschaft nicht.

Damit liegen jetzt zwei Pläne für Stromautobahnen quer durch Deutschland vor. Die Stromleitung „Süd-Link“ führt von Brunsbüttel an der schleswig-holsteinischen Elbmündung rund 800 Kilometer weit über das bayerische Grafenrheinfeld ins baden-württembergische Großgartach. Die Unternehmen Tennet und TransnetBW haben dazu zwei mögliche Korridore für Erdkabel vorgeschlagen. Ein Vorschlag führt von Niedersachsen über Thüringen und Nordbayern nach Baden-Württemberg. Ein alternativer Erdkabelkorridor könnte westlicher verlaufen und Thüringen unberührt lassen. Die Kosten für dieses Projekt werden Schätzungen zu Folge bei bis zu zehn Milliarden Euro liegen.

 

Die Stromtrasse „Süd-Ost-Link“ ist zwischen dem sachsen-anhaltinischen Wolmirstedt nördlich von Magdeburg über Thüringen ins bayerische Isar bei Landshut geplant. Die verantwortlichen Netzbetreiber Tennet und 50Hertz haben zu ihrem geplanten Streckenverlauf ebenfalls eine Alternativroute eingereicht, die sich jedoch nur in kleinen Teilen vom eigentlichen Vorschlag unterscheidet. Da im Südosten Deutschlands noch keine direkten Leitungsverbindungen existieren, soll „Süd-Ost-Link“ verhindern, dass der saubere Strom durch die Nachbarländer Polen und Tschechien fließt. Die Nähe zum Braunkohleabbau und nicht zu den Windrädern irritiert allerdings. Die Kosten für die gut 500 Kilometer lange Trasse werden voraussichtlich fünf Milliarden Euro betragen.

 

Bei der Planung der Trassen wurden rund 9.000 Hinweise zum Verlauf von Kommunen, Verbänden und Einzelpersonen einbezogen, denn auch wenn die Stromautobahnen zum jetzigen Zeitpunkt U-Bahnen sind, gibt es auch weiterhin kritische Stimmen gegen den Bau und die Routenführung. Auch bei den jetzt eingereichten Plänen ist das letzte Wort längst nicht gesprochen. Die Bundesnetzagentur sicherte zu, bei der Infrastrukturplanung die Öffentlichkeit ausführlich zu informieren und zu beteiligen. Dazu werden in den jeweiligen Regionen Antragskonferenzen und Beteiligungsverfahren durchgeführt. Der genaue Verlauf der beiden geplanten Stromkorridore wird wahrscheinlich erst 2020 fest stehen. Strom wird dann voraussichtlich erst 2025 durch die Erdkabel fließen.

 

 

Verträgliche Wege für sauberen Strom

Eine vielfach geäußerte Kritik beim Bau der Nord-Süd-Stromtrassen äußerte sich in der Kritik an Freileitungen. Dabei wurde vielfach ins Feld geführt, dass das Landschaftsbild empfindlich gestört würde. Aber auch Naturschützer mahnten vor Gefahren für die Tierwelt, beispielsweise durch Kollisionen mit Zugvögeln. Zudem wurden auch gesundheitliche Risiken durch elektromagnetische Felder befürchtet.

 

Stromtrassen sollten nicht durch geschützte Gebiete führen.

Durch die geplante Erdverkabelung konnten viele dieser Bedenken vom Tisch geräumt werden. Allerdings ist auch die unterirdische Stromtrasse nicht gänzlich frei von Risiken. So fürchten Landwirte entlang der geplanten Trassen, eine Zerstörung des natürlichen Gefüges im Boden und entsprechend wirtschaftliche Ausfälle für mehrere Jahre. Neben diesen temporären Beeinträchtigungen während der Bauphase fürchten einige jedoch auch dauerhafte Eingriffe in die Struktur der Felder aufgrund der Erwärmung des Bodens durch die Gleichstromkabel.

 

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. – Nabu begrüßt unterirdische Stromtrassen und sieht enorme Vorteile gegenüber den klassischen Freileitungen. Allerdings bemängelt der Verband, dass bislang kaum verbindliche Regelungen für die Erdkabelverlegung existieren.

 

Diese sollten geschaffen werden, um die Energiewende zügig umzusetzen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Wichtige Punkte sieht der Nabu hier im Schutz von Moorgebieten sowie naturnahen Still- und Fließgewässern. Außerdem sollen Schneisen durch Waldgebiete im allgemeinen und durch Naturschutzgebiete, Nationalparks, Biosphärenreservaten und wichtige Feuchtgebieten im besonderen umgangen werden.

 

Große Infrastrukturprojekte sind aufwändig, kostenintensiv und bringen immer auch einige Schwierigkeiten mit sich. Um die Energiewende konsequent umzusetzen und saubere Energie dorthin zu bringen, wo sie benötigt wird, ist der umweltverträgliche Ausbau der Stromtrassen jedoch ein wichtiger Schritt, der nicht blockiert werden sollte.

 

 

Erneuerbare Energien – klimafreundliche Versorgung

Auch wenn zentrale Projekte jetzt den langfristigen Erfolg der Erneuerbaren Energien sichern werden, haben viele dezentrale Projekte das Thema ins Rollen gebracht, zum Beispiel engagierte Bürgerenergieprojekte und vielfältige Anbieter von Direktinvestments in Erneuerbare Energien.

 

Gemeinsam produzieren Sie seit Jahren saubere und nachhaltig erzeugte Energie. Eingespeist in das gemeinsame Stromnetz stellen Wind, Sonne, Wasser und Biomasse bald die komplette Versorgung des ganzen Landes. Und das zu günstigen Preisen.

 

Investitionen in Projekte aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien zahlen sich aus. Nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch für die persönlichen Finanzen. Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, berät Sie zu vielen interessanten und lukrativen Investments aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien.

 

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Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Sonderausschüttung für „Zukunftsenergie Deutschland 4“

Dienstag, 18. April 2017
Zusammenfassung: Neitzel & Cie. hat bereits im Mai 2017 eine Sonderausschüttung von 5 Prozent für die Vermögensanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4“ angekündigt. Das Geld stammt aus einer Schadensersatzzahlung. Diese konnte außergerichtlich für ein nicht abgenommenes Blockheizkraftwerk ausgehandelt werden. Die Investitionsphase von „Zukunftsenergie Deutschland 4“ läuft jedoch planmäßig weiter. Ein Beitritt ist für Anleger nur noch bis 28. Dezember 2017 möglich.

 

 

Sonderausschüttung: Warmer Geldregen statt kaltem Aprilschauer.

Der launische Monat April ist wegen seiner plötzlichen Regenfälle nicht besonders beliebt. Mit einem angenehmen Schauer überraschte dagegen jetzt der Hamburger Asset-Manager und Sachwertspezialist Neitzel & Cie.

 

Anleger, die bereits 2016 in die von Neitzel angebotene Vermögensanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4“ investiert haben, können sich über eine Sonderausschüttung freuen. Die Sonderausschüttung belief sich auf 5 Prozent und wurde zusätzlich zur regulären Auszahlung in Höhe von 6 Prozent im August 2017 geleistet.

 

 

Erfolgreiche außergerichtliche Einigung

Hintergrund der Sonderausschüttung ist eine erfolgreiche außergerichtliche Einigung, bei der Neitzel jetzt eine Schadensersatzzahlung von 450.000 Euro für das vergangene Jahr erwirken konnte. Die Entschädigung wurde für ein nicht abgenommenes Blockheizkraftwerk (BHKW) in Thüringen geleistet. Dieses Blockheizkraftwerk wollte Neitzel Ende 2015 für die Vermögensanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4“ erwerben. Der Preis für die wärmegeführte BHKW-Anlage belief sich auf 5,8 Millionen Euro.

 

Aufgrund interner Umstrukturierungen und einer strategischen Neuausrichtung musste der Verkäufer vom Vertrag zurücktreten. Um die Vermögensanlage vorausschauend und sicher zu gestalten, hatte Neitzel bereits in den Verträgen einen Schadensersatz bei Nichterfüllung vereinbart. Von dieser Voraussicht profitieren jetzt die Anleger, denn Neitzel & Cie. gibt die ausgehandelte Entschädigung an seine Investoren in Form einer Sonderausschüttung weiter.

 

 

Investitionsphase läuft planmäßig weiter

Zukunftsenergie Deutschland 4 – Investitionsphase geht planmäßig weiter.

Die geplanten Investitionen im Rahmen von „Zukunftsenergie Deutschland 4“ laufen – trotz des nicht abgenommenen Blockheizkraftwerks – planmäßig weiter. In diesem Jahr hat Neitzel bereits drei neue Photovoltaik-Anlagen in Mecklenburg-Vorpommern gekauft. Bei dieser Investition handelt es sich um Dachanlagen an sonnreichen Standorten mit einer Gesamtleistung von rund zwei Megawatt. Die Einspeisevergütung für den dort erzeugten Strom beläuft sich – gemäß dem Gesetz für den Ausbau Erneuerbarer Energien (EEG) – in den kommenden 21 Sommern auf 0,11 Euro pro Kilowattstunde.

 

Mit bislang 22 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 62 Megawatt Strom zählt Neitzel & Cie. zu den ausgewiesenen Spezialisten für Investitionen in Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme aus Erneuerbaren Energien.

 

Da Neitzel zukünftig sein Portfolio um leistungsfähige Blockheizkraftwerke erweitern will, prüft das Unternehmen aktuell mehrere Blockheizkraftwerke mit einer Nennleistung von 300 bis 500 Kilowatt.

 

Der besondere Vorteil einer Ergänzung des Portfolios um Blockheizkraftwerke liegt zum einen in den zusätzlichen Einnahmen durch die konstante und jahreszeitlich unabhängige Energieproduktion der BHKW, zum anderen in der generellen Risikostreuung der Anlagen.

 

 

Jetzt in Erneuerbaren Energien investieren

Anleger die zukünftig von den Erträgen  der erfolgreichen Finanzanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4“ profitieren wollen, haben seit Anfang des Jahres wieder die Möglichkeit dazu. Der Sachwert aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien verfügt über eine aktuelle Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin).

 

Grünes Geld, erfahrener Experte für Geldanlagen im Bereich der Erneuerbaren Energien, berät Sie kompetent und umfassend zu diesem – mit einer Renditeprognose von 5,6 Prozent (IRR) – interessanten Sachwert.

 

Achtung: Die Schließung für neue Anleger steht bevor. Ab 28. Dezember 2017 ist keine Beteiligung mehr durch neue Anleger möglich.

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Video-Interview mit R. A. Kraemer: Umweltschutz fällt nie hinter die Top 10 zurück

Montag, 30. Januar 2017

Umweltschutz bestimmt in den letzten Monaten nicht mehr die politische Diskussion. Themen wie Flüchtlinge, Brexit oder Donald Trump nehmen mehr Raum ein. Trotzdem ist sich R. Andreas Kraemer, Gründer und langjähriger Geschäftsführer des Ecologic Institute, im Interview mit Grünes Geld Geschäftsführer Gerd Junker sicher, fällt es als Thema nie hinter die Top-10 Themen zurück. Und auch als Thema Nummer 2 oder 3 lässt sich viel erreichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wetter oder Klima? – Auswirkungen der Erderwärmung

Freitag, 20. Januar 2017
Zusammenfassung: Sind die extrem heißen Sommer und die „Jahrhunderthochwasser“ der letzten Jahre Wetterphänomene oder schon Folgen des fortschreitenden Klimawandels? Wie hängt alles miteinander zusammen und was kann gegen die globale Erderwärmung getan werden? – Wichtigste Maßnahmen sind jetzt, CO2 zu reduzieren und klimafreundliche Energien zu nutzen.

 

 

Wetterphänomene beeinflussen unser Leben.

Gerade hatte das Sturmtief „Egon“ weite Teile des Landes in Aufruhr versetzt. Auf den Straßen herrschte Chaos: Autos und Busse kamen ins Rutschen oder blieben stecken. Der Verkehr kam streckenweise komplett zum Erliegen, denn neben dem hohen Schneeaufkommen sorgten auch umgestürzte Bäume und vom Sturm abgerissene Äste sowie weggewehte Mülltonnen für starke Behinderungen. Auch die Bahn musste die Höchstgeschwindigkeit ihrer ICEs drosseln und einige Strecken zeitweise komplett sperren, an den Flughäfen wurden zahlreiche Flüge annulliert. In einigen Regionen fiel zeitweise der Strom aus.

 

Spielt das Wetter verrückt oder sind die Extremsituationen der vergangenen Jahre nur „Ausreiser“ einer völlig normalen Entwicklung?

 

 

Alle reden vom Wetter …

„Alle reden vom Wetter, wir nicht!“ – Mit diesem Slogan warb die Deutsche Bahn Mitte der sechziger Jahre und brachte damit zum Ausdruck, dass moderne Verkehrsmittel von Wind und Wetter unabhängig und zuverlässig sind. Dass sich das nicht völlig bewahrheitet hat, ist hinlänglich bekannt, denn das Wetter beeinflusst auch weiterhin unser Leben. Entsprechend bleibt dass Wetter auch unangefochtenes Small Talk-Thema Nummer eins. Und das mit einigem Recht, denn das Wetter nimmt extremen Einfluss auf die Gefühlslage der Menschen, die Wahl der Kleidung, des Verkehrsmittels, des Urlaubsziels.

 

 

… oder vom Klima

Das unverfängliche Thema Wetter hat seit der fortschreitenden weltweiten Industrialisierung eine weitere Dimension erhalten. Es geht darum, wie weit sich die Einflüsse des Menschen auswirken.

 

Dass sich durch den gestiegenen Ausstoß des Treibhausgases CO2 das Klima verändert hat, wird kaum noch in Frage gestellt. Aber was macht den Unterschied zwischen Wetter und Klima aus?

 

 

 

 

 

Der kleine Unterschied zwischen Wetter, Witterung und Klima

Das Wetter gilt als Sammelbegriff für sämtliche meteorologischen Phänomene. Entscheidend für die Abgrenzung von Wetter und Klima ist jedoch die Zeitspanne eines Phänomens, beispielsweise anhaltende Dürre. Entsprechend beschreibt Wetter die aktuelle Lage, die Witterung gibt den Charakter des Wetters über mehrere Tage oder Wochen wider. Das Klima hingegen beschreibt den Zustand der Atmosphäre über einen längeren Zeitraum hinweg, im Allgemeinen zwischen 30 und 40 Jahren. Dabei wird aus den an einem Ort gesammelten Messdaten ein Mittelwert gebildet, etwa die Durchschnittstemperatur, die Hauptwindrichtung oder die durchschnittliche Niederschlagsmenge. Langzeitmessungen ermöglichen es, den Klimawandel zu beschreiben und Auffälligkeiten zu identifizieren.

 

 

Vom Klimawandel zur Klimakrise

Das aktuelle Wetter können Menschen nicht verändern, sehr wohl aber das Klima beeinflussen. Und genau das hat die Menschheit seit der Industrialisierung massiv getan. Denn seit dem hat der Energieverbrauch in der Industrie und in den privaten Haushalten rasant zugenommen, das Verkehrsaufkommen ist gestiegen. In der Landwirtschaft stehen Massentierhaltung und der Anbau von Monokulturen an der Tagesordnung.

 

Durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe wie Kohle, Öl und Gas werden aktuell jeden Tag 150 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre gebracht. Hinzu kommt das klimaschädliche Methan aus der Viehzucht.

 

Die hohe Konzentration der Treibhausgase CO2 und Methan hat die Atmosphäre aufgeheizt und die globale Erderwärmung vorangetrieben: Das vergangene Jahr war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 und damit mehr als ein Grad wärmer als im vorindustriellen Zeitalter. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich um das wärmste Jahr seit Ende der Eem-Zeit vor mehr als 100.000 Jahren handelt.

 

Die Erderwärmung beschleunigt sich und bringt nicht nur einen Wandel des Klimas mit sich, sondern eine echte Klimakrise. Entsprechend ist ein globales Klimaschutzziel der Vereinten Nationen, die Erderwärmung deutlich unterhalb der 2-Grad-Celsius-Marke zu halten. Das bedeutet nicht, dass die Temperaturen maximal um 2 Grad weiter ansteigen dürfen, sondern dass die Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter die 2-Grad-Grenze nicht passieren darf. 2016 lag die angestiegene Durchschnittstemperatur bereits über 1,1 Grad Celsius zum Vergleichswert.

 

 

Die Folgen der Erderwärmung

Die Erderwärmung lässt den Meeresspiegel ansteigen.

Eine Erwärmung der Erde hat kein „besseres Wetter“ zur Folge, sondern extreme Wetterphänomene wie anhaltende Hitzewellen und Stürme. Hinzu kommt das Schmelzen der Polkappen und des Grönlandeises. Dies führt zu Überschwemmungen bis hin zum Verschwinden ganzer Inseln und Küstenregionen.

 

Damit bringt die Veränderung des globalen Klimas die größte Gefahr überhaupt, denn die Lebensgrundlagen auf der Erde werden unwiederbringlich zerstört.

 

Die Auswirkungen der Erderwärmung machen sich bereits an vielen Orten der Welt bemerkbar.  Der Klimawandel ist bereits in vollem Gange und hat weltweit das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten zur Folge. Entsprechend leiden auch die Menschen, denn Dürre und Missernten verursachen Hungersnöte. Besonders in Afrika – dem Kontinent mit dem geringsten CO2-Ausstoß weltweit – hat das zur Folge, dass unzählige Menschen ihr Land verlassen, das ihnen keine Lebensgrundlage mehr bietet.

 

Aber auch die Wetterextreme in Deutschland häufen sich und dienen als Beleg des fortschreitenden Klimawandels: Die Ursachen für die steigende Anzahl sogenannter „Jahrhunderthochwasser“ liegt durchaus in der stärkeren Verdunstung bei steigende Wärme. Die Folgen sind starke Niederschläge und Überschwemmungen.

 

 

Klimaschutz jetzt!

Während nur noch eingefleischte Klimaschutz-Gegner den Einfluss menschlicher Faktoren auf das Klima leugnen und die Entwicklung als natürlich einordnen, sind sich führende Klimaforscher längst einig, dass der Klimawandel für Wetterextreme und Naturkatastrophen verantwortlich zeichnet. Auch die Verantwortung der Menschheit für den Klimawandel im Anthropozän ist unbestritten.

 

Nun gilt es, das Schlimmste zu verhindern. Ein wichtiger Beitrag, um die Erderwärmung zu stoppen, ist dabei der Verzicht auf fossile Energieträger und  die konsequente Förderung Erneuerbarer Energien sowie klimafreundlicher Technologien.

 

 

Klimaschutz – Investitionen die sich auszahlen

Die Entwicklung des globalen Klimas ist kritisch. Aber von Menschen verursachte Entwicklungen können und müssen auch von Menschen verändert werden. Einer der wirkungsvollsten Faktoren um Veränderungen herbeizuführen und zu beschleunigen ist Geld.

 

Mit gezielten Investitionen in klimafreundliche Technologien, wie beispielsweise Wasserkraftwerke, Sonnen- und Windparks, ökologische Baumaterialien oder Technik für verbesserte Energieeffizienz, kann die Klimakrise wirkungsvoll gebremst werden. 

 

Investitionen in Klimaschutz bringen einen doppelten Gewinn. Zum einen wird das Klima und – damit verbunden – Mensch und Umwelt geschützt. Zum anderen können sich Anleger über gute Erträge freuen.

 

Grünes Geld, Experte für klimafreundliche Geldanlagen, berät Sie zu den vielfältigen Möglichkeiten. So ist Ihr Geld wind- und wetterfest angelegt.

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.