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Kurssturz an der Börse? Diese 5 Punkte müssen Sie wissen

Freitag, 12. Oktober 2018
Zusammenfassung: Die Aktienbörsen bewegen sich nicht linear nach oben sondern unter starken Schwankungen. Was kann man im Fall eines Börsencrashs oder Kurssturzes tun? Wichtig ist das Verfolgen einer zum Anleger passenden Strategie.

 

 

 

 

Wer an der Börse investiert ist kennt das Spiel: Man weiß, dass langfristig im Aktienmarkt die höchsten Gewinne zu erzielen sind. Wenn man dann aber einsteigt und seine Titel beobachtet, laufen die Kurse häufig seitwärts oder steigen langsam und allmählich an. Die großen Bewegungen fallen häufig an wenigen Tagen an. Für steigende Aktienmärkte hat das Investmenthaus Charles Schwab zusammen mit J.P. Morgen eine Untersuchung über 20 Jahre angestellt (Index: S&P 500): Wer die kompletten 20 Jahre dabei blieb, erzielte 8,2 Prozent pro Jahr. Wer nur die 10 besten Tage innerhalb dieser 20 Jahre verpasste, reduzierte seine Rendite auf nur noch 4,5% Prozent.

 

So wie es sehr starke Börsentage gibt, gibt es aber auch sehr schwache Börsentage. Zu erkennen ist das häufig in den Zeitungen am nächsten Tag, die über einen Kurssturz der Aktienbörsen berichten. Gerne folgen mehrere solcher Tage hintereinander – teilweise von wenigen steigenden Tagen unterbrochen – und man spricht leicht von einem Crash.

 

Für alle Anleger die das bewusst durchleben stellt sich die Frage, wie man reagieren soll? Im Gegensatz zu Immobilien ist ein Verkauf der Wertpapiere einfach möglich, doch ist er auch sinnvoll?

 

Wir haben die 5 wichtigsten Punkte dazu für Sie aufbereitet.

 

1.) Buy-and-Hold

 

Wer eine Buy-and-Hold Strategie verfolgt kauft einzelne Aktien um sie langfristig – vom Gedankenmodell her ewig – zu halten. Das kann Sinn machen: Unternehmen, die Gewinne machen, steigern den Unternehmenswert genau um eben diesen Gewinn jedes Jahr. Entweder indem sie den Gewinn als Dividende ausschütten oder indem der innere Wert des Unternehmens steigt. Beide Wege sind für den Anleger gleichwertig, denn die Börsenkurse bilden langfristig exakt den inneren Wert des Unternehmens nach.

 

Wie sollte also ein Buy-and-Hold Anleger im Fall eines Kurssturzes reagieren? Überhaupt nicht, denn seine Strategie ist ja gerade das langfristige Halten der Aktien, um die Aus- und Einstiegsszeitpunkte weniger wichtig werden zu lassen. Denn diese zu treffen ist extrem schwierig und gelingt niemals genau.

 

Immer wieder werden wir gefragt, ob man denn nicht beim Kurssturz (teuer) verkaufen sollte, um sich später wieder (billig) mit den gleichen Aktien einzudecken. Davon rate ich ab, denn:

 

— Sie haben Handelskosten zu decken

— Beim Verkauf fällt möglicherweise Abgeltungssteuer auf den Verkaufsgewinn an, so dass weniger Kapital zur neuen Investition zur Verfügung steht

— Timing von Aktien ist Glückssache; selten erwischt man wirklich die richtigen Zeitpunkte zum Ein- und Ausstieg. Häufig war der Kurssturz zu weit, bevor man davon erfährt und verkaufen möchte

— in fallende Märkte eine Aktie zu verkaufen ist undankbar: gesetzte Limits werden häufig nicht erreicht, und bis man das Limit nachzieht ist der Kurs möglichweise weiter gefallen

 

2.) Anlage in Investmentfonds / ETF’s

 

Die Anlag in Investmentfonds und ETF’s ähnelt häufig der unter 1.) beschriebenen Buy-and-Hold-Strategie. Statt einzelner Aktien wird jedoch eine Vielzahl von Werten in Form eines Investmentfonds bzw. ETF’s gekauft. Da die im Fonds enthalten Einzelwerte mit der Zeit verkauft und gegen andere getauscht werden, eignet sich diese Form der Anlage sogar noch besser für eine Buy-and-Hold Strategie; schließlich braucht man sich nicht darum kümmern, dass die einzelnen Aktien weiterhin gut performen.

 

Auch hier gilt: auch im Falle eines Kurssturzes braucht man nicht reagieren. Die Zusammenstellung der Fonds sollte so erfolgen, dass man durch Tiefs- und Hochs hindurch einfach nur die Fonds hält.

 

Wer statt auf möglichst breit streuende Fonds auf bestimmte Themen setzt muss immer wieder überprüfen, ob diese Themen weiterhin zukunftsträchtig sind. Diese Prüfung hat in aller Regel jedoch nichts mit einem Kurssturz zu tun und die Bewertung sollte möglichst zu einem anderen, weniger emotional besetzten Zeitpunkt erfolgen. Emotional belastete Zeitpunkt – und das sind Zeiten eines Börsencrashs – führen häufig zu falschen Entscheidungen.

 

3.) Stopp-Loss-Strategie

 

Sowohl bei der Anlage in Einzel-Aktien als auch bei der Anlage in Investmentfonds / ETFs kann eine Verlustbegrenzung eine sinnvolle Strategie sein. Die Idee dahinter: ich möchte einen maximalen Verlust bei meinem Investment nicht überschreiben oder ich möchte einmal erzielte Gewinne möglichst erhalten und nicht mehr verlieren.

 

Im einfachsten Fall prüft man dazu zyklisch, zum Beispiel täglich oder immer am Wochenende, die Kurse seiner Wertpapiere. Ist der Kurs unter die festgelegte Grenze gefallen, wird verkauft.

 

Die Grenze kann zum Beispiel eine absolute Grenze sein. Wer einen Investmentfonds zum Anteilspreis von 182 Euro erworben hat und maximal 10 Prozent Verlust bei dieser Anlage akzeptieren will, würde eine feste Grenze von 182 Euro – 10% = 163,80 Euro aufnotieren und bei Erreichen dieser Grenze verkaufen.

 

Die Grenze kann aber auch eine dynamische Grenze sein. Man könnte zum Beispiel eine dynamische Grenze von 15 Prozent festsetzen. Immer dann, wenn der Kurs zyklisch kontrolliert wird und gestiegen ist, wird die Grenze neu berechnet. Steigt also der Anteilswert des oben genannten Investmentfonds von 182 Euro auf 213 Euro, wäre die Grenze 213 Euro – 15% = 181,50 Euro. Steigt der Anteilspreis eine Woche später zum Beispiel auf 218 Euro, wäre die Grenze neu 218 Euro – 15% = 185,30 Euro. Fällt der Kurs eine Woche später wieder auf 214 Euro, bleibt die dynamische Verlustgrenze bei 185,30 Euro. Würde der Anteilspreis auf 185,30 Euro fallen, würde der Verkauf erfolgen.

 

Da das manuell zu bewerkstellen recht aufwendig ist, bieten verschiedene Broker, Depotplattformen und Depotstellen automatische Lösungen hierfür an.

 

Aber Achtung: besonders bei Aktien sind Stopp-Loss-Kurse mit Vorsicht zu genießen. Zum einen schwanken Aktienkurse schon im Verlauf eines Tages recht stark, so dass die Verlustschwelle sehr schnell erreicht wird – sie muss also besonders großzügig berechnet werden (z.B. 30 Prozent) oder löst viel zu schnell aus. Zum anderen muss unbedingt eine Börse ausgewählt werden, bei der ein reger Handel mit dieser Aktie stattfindet – denn der Verkauf erfolgt unlimitiert, also bei Erreichen der Verlustschwelle wird der Verkauf eingestellt und kann zu einem wesentlich niedrigern Kurs ausgeführt werden, als es die Verlustschwelle war. Automatische Stopp-Loss-Verkaufsordern sollten also nur für häufig gehandelte Titel großer Unternehmen durchgeführt werden; meist ist die manuelle Kontrolle zum Beispiel der Tagesschlusskurse und der anschließende, händische Verkauf mit Limit sinnvoller.

 

4.) Absicherung durch Derivate

 

Wenn ein Markt fällt kann das der Beginn einer längerfristigen Abwärtsbewegung sein. Muss aber nicht … leider lässt sich das mit Bestimmtheit nur im Nachgang klären, dann ist es also zu spät.

 

Nehmen wir also an der Markt fällt und Sie möchten sich gegen einen noch weiter fallenden Markt absichern. Sie könnten dazu Ihre Wertpapiere verkaufen, was allerdings mit Handelskosten und häufig mit Steuern auf die erzielten Gewinne verbunden ist. Auch der spätere Wiedereinstieg will geplant und zum möglichst passenden Zeitpunkt durchgeführt werden; auch dieser verursacht wieder Handelskosten.

 

Einen Ausweg dazu könnte die Absicherung Ihres Depots mit Hilfe von Derivaten sein. Derivate sind Wertpapiere, die sich abhängig von einem anderen Wert entwickeln – nach bestimmten, für das jeweilige Derivat geltenden Regeln. Sie werden in der Regel von Banken als Gegenpartei ausgegeben und man muss sich natürlich darauf verlassen, dass die Bank Ihre sich nach den Derivate-Regeln ergebenden Verpflichtungen einhält.

 

Die Idee bei der Absicherung mit Derivaten: man kauft ein Derivat zu einem günstigen Preis, das, sollte der Markt weiter fallen, hohe Gewinne erzielt. Das wird den Verlust des Gesamtdepots verringern oder gar überkompensieren. Der Nachteil: läuft der Markt seitwärts oder dreht er, wird das Derivat Verluste bescheren oder gar wertlos werden. Es handelt sich um eine  Versicherungsprämie, die möglicherweise umsonst gezahlt wird, im Fall des Falles jedoch Schaden abwendet.

 

Meist werden dazu Derivate auf einen ganzen Index gekauft; aber auch die Absicherung einzelner Aktienpositionen ist denkbar.

 

Ein Beispiel:

 

Sie haben ein Depot mit 20 Aktien aus Deutschland, insgesamt haben Sie 150.000 Euro investiert. Statt nun 20 Derivate auf die einzelnen Aktien zu kaufen, suchen Sie sich einen passenden Aktienindex und sichern diesen ab. Sie entscheiden sich für den DAX.

 

Sie möchten sich für die nächsten 3 Monate absichern. Mit einer Optionsscheinsuche identifizieren Sie einen Put-Optionsschein der Ihnen zusagt: Laufzeit gut ein Jahr, notiert am Geld, Spread 0,13 Prozent, Kaufkurs 8,15 Euro. Wir haben gelernt, dass die Absicherung als eine Art „Versicherung“ zu sehen ist; Sie möchten deshalb nur 8.000 Euro dafür ausgeben (aus vorhandener Liquidität, nicht durch Verkauf von Aktien). Der Optionsschein wird überproportional an Wert gewinnen, wenn der DAX fällt.

 

Mit einem Optionsschein-Rechner ergibt sich:

 

Dax Entwicklung in 3 Monaten Veränderung des Aktiendepots in 3 Monaten Veränderung des Optionsscheins in 3 Monaten Veränderung Ihrer Gesamtinvestition von 158.000 Euro
plus 5 Prozent plus 5 Prozent minus 43 Prozent plus 2,57 Prozent
0 Prozent 0 Prozent minus 18 Prozent minus 0,7 Prozent
minus 5 Prozent minus 5 Prozent plus 25,06 Prozent minus 3,5 Prozent
minus 15 Prozent minus 15 Prozent plus 132 Prozent minus 7,6 Prozent
minus 30 Prozent minus 30 Prozent plus 341 Prozent minus 11,2 Prozent

 

Fazit: Die Absicherung mit Derivaten kann harte Rückschläge abfedern – während das voll investierte Depot 30 Prozent Verlust hinnehmen muss würde das abgesicherte Depot nur 11,2 Prozent verlieren; ein deutlicher Unterschied. Verliert der DAX aber entgegen der Annahme nicht an Wert oder er steigt gar, dann kommen die Kosten für die Absicherung zum Tragen und statt zum Beispiel 5 Prozent Gewinn werden nur 2,6 Prozent erzielt (3,4 Prozentpunkte für die Kosten der Absicherung).

 

5.) Einbindung in eine Gesamtstrategie

 

 

Die oben genannten Handlungsweisen können Sie im Fall eines Kursabsturzes an den Börsen anwenden. Doch der Zeitpunkt, darüber nachzudenken, wie man sich im Fall eines Börsencrashs verhält, sollte nicht erst zum Zeitpunkt des Crashs sein. Wie erwähnt sind das emotional angestrengte Zeiten, in denen es den wenigsten gelingt, gute Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen an der Börse erforden einen kühlen Kopf, strategisches Denken und häufig auch die Einordnung in größere Zusammenhänge.

 

Legen Sie deshalb eine für Sie passende Gesamtstrategie fest. Wer die Zeit und die Lust hat, liest einige Bücher und verfolgt die Märkte längere Zeit mit Musterdepots und unterschiedlichen Anlagestrategien in diesen Musterdepots und legt seine individuelle Anlagestrategie selbst fest. Diese wird auch die Vorgehensweisen im Fall von starken Kursrückgänge, Börsencrashs und Rücksetzern beinhalten.

 

Wer diese Zeit nicht aufwenden möchte, sollte von der Börse fern bleiben – er wird zuviel Geld verliegen. Oder sich geeigneter Vermögensverwalter und Berater bedienen, die ihn auch gut durch turbulente Zeiten bringen.

 

 

 

 

 

 

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Interview: Wohlstand erhöhen, ohne Ökosysteme zu zerstören

Freitag, 31. August 2018
In Kürze: Am 21. August 2018 interviewte Grünes Geld GmbH Herrn Markus Güntner, Nachhaltigkeitsexperte bei Swisscanto Asset Management S.A. in Frankfurt. Die Kernthese von Güntner: wir müssen den Wohlstand erhöhen, ohne die Ökosystem zu zerstören.

 

Grünes Geld: Lassen Sie uns über das Thema nachhaltige Geldanlagen allgemein sprechen. Wer sich die Welt in den letzten 3 Jahren ansieht, erkennt, dass Despoten, rechtsgerichtete Nationalisten, Leugner des von Menschen verursachten Klimawandels und Autokraten in vielen Ländern an die Macht gekommen sind.

 

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Kennen Sie die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs)?

Freitag, 24. August 2018

Gastbeitrag von Grohmann & Weinrauter Trendfonds Invest GmbH

 

 

Mit der Agenda 2030 wurde im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen ein ehrgeiziger Katalog mit 17 Zielen (Sustainable Development Goals) für nachhaltige Entwicklung auf den Weg gebracht. Dabei berücksichtigen diese 17 Ziele alle Dimensionen der Nachhaltigkeit wie Soziales, Umwelt, Wirtschaft gleichermaßen. Fünf Kernbotschaften werden vorangestellt, und zwar Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft. Die Ziele der Agenda 2030 gelten für alle Staaten dieser Welt, also neben den Industriestaaten auch für die Schwellenländer und sogar die Entwicklungsländer. Jeder soll seinen Beitrag dazu leisten. Denn es gibt nur eine Welt für die Menschheit und die gilt es, zu erhalten und auch für die nachfolgenden Generationen lebenswert zu gestalten. Die Weichen dazu müssen heute gestellt werden, denn Armut, Hunger, Klimawandel und viele aktuelle Ereignisse bedrohen diese Welt massiv.

 

 

 

 

Genau diese Probleme versuchen die Sustainable Development Goals anzugehen, indem die 17 Ziele folgendermaßen definiert wurden:

 

  1. Keine Armut
  2. Kein Hunger
  3. Gesundheit und Wohlergehen
  4. Hochwertige Bildung
  5. Geschlechtergleichheit
  6. Sauberes Wasser und Sanitär-Einrichtungen
  7. Bezahlbare und saubere Energie
  8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  9. Industrie, Innovation und Infrastruktur
  10. Weniger Ungleichheiten
  11. Nachhaltige Städte und Gemeinden
  12. Nachhaltiger Konsum und Produktion
  13. Maßnahmen zum Klimaschutz
  14. Leben unter Wasser
  15. Leben an Land
  16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
  17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

 

 

Was jeder einzelne zur Erreichung der Ziele tun kann, ist klar: mit den Ressourcen verantwortungsvoll umgehen und bewusst zu konsumieren sind einige Möglichkeiten. Doch was kann übergeordnet ein Industriestaat tun? Was kann die Wirtschaft erreichen?

 

Unternehmen können ihre Produkte und Dienstleistungen so ausrichten, dass sie direkt einem oder mehreren SDGs zugeordnet werden können. Investoren wiederum können ihren Beitrag leisten, indem sie gezielt in Unternehmen investieren, die überdurchschnittlich engagiert zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele beitragen.

 

Viele Unternehmen haben dies bereits umgesetzt, zumindest in Teilbereichen. Um diese Firmen identifizieren zu können, hat die oekom Sustainability Solutions Assessment sich der Aufgabe angenommen, die Unternehmen zu filtern und zu bewerten.

 

Legt man über diese Bewertung noch strengere Kriterien darüber, kann man auf die Expertise der Steyler Bank zurückgreifen. Hier werden die Daten von oekom noch durch einen Best-in-Class Ansatz und konsequente Ausschlusskriterien ergänzt. Es greift also ein dreifacher Nachhaltigkeitsfilter. Die Summe dieser Filter ergibt ein Investment für die Finanzwirtschaft, das die SDGs nicht nur konsequent umsetzt, sondern dies auch explizit im Verkaufsprospekt manifestiert  hat. Damit hebt sich ein solches Investment aus der inzwischen breiten Masse der nachhaltigen Fonds hervor, die sich oftmals nur einen „grünen“ Anstrich geben.

 

Die Ökorenta Luxemburg hat genau dieses Thema aufgegriffen und den beschriebenen nachhaltigen Ansatz mit einem Risikomanagement von Grohmann&Weinrauter kombiniert. Das Ergebnis ist der ÖKOBASIS One World Protect. Dieser Fonds richtet sich an Menschen, die solidarisch denken, positiv handeln und sich an ethischen Grundsätzen orientieren. Er bietet eine Investitionsmöglichkeit, mit der jeder einen konkreten Beitrag zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele leisten kann.  

 

Dass Nachhaltigkeitsinvestments boomen, zeigt sich allein im deutschsprachigen Raum daran, dass es inzwischen mehr als 460 nachhaltige Investmentfonds gibt. Und glaubt man den Studien des Marktforschungsinstitutes GfK, ist das Bedürfnis der Privatanleger nach solchen Fonds groß: rund 40 Prozent der Privatanleger können sich vorstellen,  nachhaltig zu investieren. Auch wenn es bisher nur etwa 4,8 Prozent sind, die das tun. Hier kann man als Berater wertvolle Aufklärungsarbeit leisten und den Kunden die Sicherheit geben, dass sie keine Mogelpackung kaufen. „Kapital an sich ist neutral. Erst wenn es eingesetzt wird, können daraus ganze Welten entstehen: gute aber leider auch schlechte. „Wichtig ist, das Kapital konsequent in Bereiche zu lenken, in denen es nachhaltig arbeitet und positiv wirkt!“ (Lothar Antz, Geschäftsführer ÖKORENTA Luxemburg und Initiator des ÖKOBASIS One World Protect).

 

www.one-world-protect.de

 

Zum Autor:

Lothar Antz ist Geschäftsführer der ÖKORENTA Luxemburg GmbH. In seiner beruflichen Laufbahn ist er seit mehr als 25 Jahren in der Finanzbranche tätig. Nach ca. 10 Jahren bei der Union Investment International in Luxemburg, war er Geschäftsführer bei attrax. Anschließend leitete er den Vertrieb der Dexia Assetmanagement in Deutschland.

 

 

 

 

2018 richtig investieren: 7 x Wissen zu nachhaltigen Geldanlagen

Montag, 23. Juli 2018
Zusammenfassung: Immer mehr Anleger interessieren sich für nachhaltige Investments. Aber wie findet man die passenden Finanzprodukte in diesem wachsenden Markt und welche Anlagen spiegeln die eigenen Werte wider? 7 x Wissenswertes zum Thema.

 

 

Geld nachhaltig anlegen und wachsen lassen. (Bildquelle: Pixabay)

 

Geld sinnvoll anlegen, für das Alter vorsorgen, Vermögen aufbauen – Themen, mit denen sich viele Menschen beschäftigen und dennoch immer wieder vor der schwierigen Frage stehen, welche Anlagestrategie für sie die richtige ist. Denn Geld anzulegen ist in anhaltenden Zeiten des Null- und Niedrigzinses weiterhin nicht leicht.

 

Kein Wunder also, dass viele Anleger resignieren. Experten gehen davon aus, dass aktuell noch immer gut 40 Prozent des Vermögens in Deutschland auf Girokonten, Sparbüchern und Tagesgeldkonten lagert und damit kaum Erträge bringt.

 

Schade eigentlich, denn eine durchdachte Geldanlage bringt viele persönliche und gesellschaftliche Vorteile. Schließlich werden durch die Investition in zukunftsfähige Projekte, Unternehmen und Staaten Entwicklungen angestoßen, die sich zum einen für den Anleger in Form von guten Erträgen auszahlen. Zum anderen profitieren auch Menschen von Projekte von diesen Investitionen und tragen beispielsweise dazu bei, soziale Projekte auf ein solides wirtschaftliches Fundament zu stellen oder Innovationen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz zu realisieren.

 

 

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EVA Mandanten: Fonds im Depot aktualisieren

Dienstag, 17. April 2018
Zusammenfassung: Wer in den vergangenen Jahren ein Fondsdepot bei der FIL Fondsbank GmbH (FFB) nach den Vorgaben unserer Grünes Geld Musterdepots eingerichtet und sich für die Option mit dem Service-Konzept EVA entschieden hat, sollte 1x pro Jahr seine Fonds aktualisieren. Hintergrund ist, dass die Fonds in den Grünes Geld Musterdepots kontinuierlich von uns überprüft werden und wir die Musterdepots entsprechend aktualisieren.

 

 

 

 

 

Im folgenden Video zeigen wir Schritt-für-Schritt, wie eine Aktualisieren vorgenommen wird. Den entsprechenden Antrag können Sie direkt an auftrag@ffb.de schicken. Wer möchte, dass wir von Grünes Geld nochmal über den Antrag schauen, kann ihn aber auch gerne an info@gruenesgeld24.de senden.

 

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Vermögensverwalter auswählen: Die 5 wichtigsten Schritte

Donnerstag, 12. April 2018
Zusammenfassung: Die Auswahl eines Vermögensverwalters für die Anlage einer größeren Summe Geld ist schwierig. Unsere 5-Punkte-Anleitung hilft auch Laien, einen geeigneten Vermögensverwalter zu finden.

 

Wer auf einmal einen größeren Betrag Geld zur Verfügung hat, sei es aus einer ausgezahlten Lebenversicherung, dem Verkauf einer Immobilie oder auch wegen einer Erbschaft, steht vor einem Problem: Was tun mit dem Geld?

 

Die üblichen Anlageformen wie Tagesgeldkonto oder Bausparvertrag kommen nicht in Frage, denn während die niedrigen Zinsen bei niedrigen Anlagebeträgen kaum ins Gewicht fallen, ist bei einer Anlagesumme von zum Beispiel 200.000 Euro eine Verzinsung von 0 Prozent einfach zu wenig.

 

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Dr. Gerhard Wagner: Nachhaltige Anlagelösungen in Schweizer Qualität

Donnerstag, 15. März 2018
Zusammenfassung: Grünes Geld Geschäftsführer Gerd Junker trifft den Leiter des Nachhaltigkeits-Teams eines führenden Nachhaltigkeits-Fonds Anbieter, Swisscanto, Dr. Gerhard Wagner, am 8. März 2018 am Rande des Swisscanto-Investment-Frühstücks zum Interview.

 

Gerd Junker, Geschäftsührer Grünes Geld und Dr. Gerhard Wagner, Leiter ESG Team, Swisscanto (von links, Bild: Grünes Geld GmbH)

 

Grünes Geld: Sehr geehrter Herr Dr. Wagner, Sie sind seit langer Zeit einer der führenden Köpfe im Bereich des nachhaltigen Investments. Seit wann beschäftigen Sie sich damit und in welchen Funktionen?

 

Dr. Wagner: Seit 2001 arbeite ich in der Finanzindustrie. Begonnen habe ich als Finanz-/Nachhaltigkeitsanalyst bei der UBS mit Fokus auf die Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Von 2002 bis 2007 war ich dort als Portfoliomanager für nachhaltige Anlagen verantwortlich und leitete zuletzt auch das Nachhaltigkeitsteam.

 

Bei Swisscanto Invest bin ich im Jahr 2008 eingetreten und leite seit rund drei Jahren das Team ESG Solutions mit vier Portfoliomanagern und sechs Analysten. Bevor ich in die Finanzindustrie wechselte, forschte ich als Physiker im Bereich Klimawandel an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich und dem Wasserforschungsinstitut EAWAG.

 

 

 

Grünes Geld: Unter dem Oberbegriff nachhaltiges Investment versteht man Anlagestile wie ESG-Integration, Best-in-Class, Engagement oder auch Themeninvestments. Bei der heutigen Veranstaltung hatten Sie den Titel „Impact Investing – Der heilige Gral für profitables Wachstum?“ gewählt. Können Sie in einfachen Worten unseren Anlegern erklären, was das Besondere an „Impact Investing“ ist?

 

Dr. Wagner:  Beim „Impact Investing“ geht es darum, dass neben dem finanziellen Return mit dem Investment ein gesellschaftlicher Nutzen angestrebt wird. Wir investieren beispielsweise in Unternehmen, die einen Beitrag dazu leisten, das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch und der Umweltverschmutzung zu entkoppeln.

 

 

 

Grünes Geld: Welche Lösungen bietet Ihr Haus konkret zum Thema Impact Investing an?

 

Dr. Wagner:  Im Aktienbereich bieten wir Investoren mit dem Swisscanto (LU) PF – Green Invest Equity einen globalen Aktienfonds an, der in Unternehmen mit hohem gesellschaftlichen Nutzen („Impact“) investiert. Der Fonds fokussiert sich dabei auf folgende sechs Themenbereiche: Energie, Mobilität, Ressourcen, Gesundheit, Finanzen und Wissen. Das gleiche Fondskonzept wenden wir mit dem Swisscanto (LU) EF – Green Invest Emerging Markets an und richten den Blick explizit auf Unternehmen in Schwellenländern.

 

Daneben gehört der Swisscanto (LU) EF Global Water Invest zu unserer nachhaltigen Fondspalette. Dieser investiert in Unternehmen, die einen Beitrag leisten, um die Wassernachfrage und die Wasserverschmutzung zu senken. Und der Swisscanto (LU) EF Global Climate Invest ist ebenfalls ein Themenfonds. Er richtet seinen Fokus auf Unternehmen, die einen Beitrag leisten zur Senkung der CO2-Emissionen.

 

Bei den gemischten Fonds wie beispielsweise dem Swisscanto (LU) Portfolio Fund Green Invest Balanced zielen wir bei den Anleihen darauf ab, den Anteil der Green Bonds stetig zu erhöhen, insofern diese Anleihen finanziell attraktiv bewertet sind.

 

 

 

Grünes Geld: Auch dem nachhaltigen Anleger machen Ängste vor steigenden Zinsen und damit Verluste im Anleihebereich zu schaffen. Wie können die Anleger in der aktuellen Situation darauf reagieren und wie sehen die nachhaltigen Lösungen aus dem Hause Swisscanto Invest dazu aus?

 

Dr. Wagner:  Einerseits kann in Anleihen investiert werden, deren Wert relativ gering auf Zinsänderungen reagiert. Andererseits kann in Aktien investiert werden, die von steigenden Zinsen profitieren. Hier sehe ich das größte Potenzial. Momentan gewichten wir in unseren gemischten Fonds die Anleihekomponente deutlich unter, während Aktien und Cash im Gegenzug übergewichtet sind.

 

 

Grünes Geld: Können Sie unseren Anlegern zum Abschluss noch ein paar Worte zu Swisscanto Invest mit auf den Weg geben?

 

Unter der Marke Swisscanto Invest bieten wir unseren Kunden qualitativ hochstehende Anlagelösungen mit Schweizer Qualität und Zuverlässigkeit an. Wir sind der einzige Asset Manager in dieser Größe, der zu vollständig in der Schweiz „produziert“. Mit unserem „100% Swiss Made Asset Management“ profitieren unsere Kunden von konstantem Mehrwert und stabiler Performance.

 

Zudem sind wir ein Partner, der bekannt ist für seine Vorreiterrolle im Bereich der nachhaltigen Anlagen. Sustainability pflegen wir seit den Neunzigerjahren und legten 1998 die ersten nachhaltigen Anlagefonds auf. Ein umfassendes Nachhaltigkeitsteam mit über zehn Personen befasst sich eingehend mit der Analyse und Auswahl der Titel. Unsere verwalteten Kundengelder betragen rund 160 Milliarden Schweizer Franken.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Monatlich Geld anlegen

Montag, 26. Februar 2018
Zusammenfassung: Monatlich eine bestimmte Summe anzulegen ist vernünftig. Die unterschiedlichen Anlagemöglichkeiten bringen allerdings unterschiedliche Erträge. Natürlich spielen auch die Höhe der Anlagen und die Laufzeiten eine wichtige Rolle. Ein kleiner Vergleich der Möglichkeiten des Monatssparens.

 

 

 

„Warum ist am Ende des Geldes so viel Monat übrig?“ – So formulierte ein Sponti-Spruch der achtziger Jahre die Schwierigkeit, mit dem regelmäßigen Einkommen auszukommen.

 

Sicher ist es auch heutzutage für viele Menschen schwierig, regelmäßig Geld zurückzulegen. Fakt ist aber auch, dass ein finanzielles Polster wichtiger ist denn je. Schließlich erfordert die Rentenreform eine aktive private Vorsorge. Und auch für viele andere Ereignisse im Leben ist es durchaus geboten, eigenes Kapital zu haben, etwa wenn der Erwerb von Wohneigentum geplant ist.

 

Aufgrund unseres Lebensrhythmus passt eine monatliche Rücklage für die meisten Menschen am besten. Schließlich werden Gehälter ebenfalls monatlich ausgezahlt. Auch viele Verpflichtungen sind monatlich fällig. So bietet sich eine monatliche Rücklage durchaus an. Doch in Zeiten des Null- und Niedrigzinses ist es durchaus eine besondere Herausforderung, eine sinnvolle monatliche Geldanlage zu finden, die mehr Erträge bietet, als einen knappen Inflationsausgleich. 

 

 

 

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Ein edler Mantel für alle Fälle – die etwas andere Depotlagerstätte

Freitag, 23. Februar 2018
Zusammenfassung: Versicherungsmäntel genießen bei vermögenden Kunden noch nicht das Ansehen, das sie aufgrund vieler einzigartiger Besonderheiten gerade für diese Zielgruppe verdienen. Mangelndes Wissen vieler Wealth Manager und Private Banker zu dieser Produktkategorie mag ein Grund sein, alte ideologisch gesteuerte Strategien der Bankhäuser sicher ein zweiter. Durch Mifid II als neues Regulatorium wird in den nächsten Jahren ohne Zweifel der Markt, gerade für vermögende Kunden, nochmal neu gemischt. Neue Kostentransparenz und nur unter sehr hohem Aufwand zu erfüllende Dokumentationszwänge machen die Direktanlage in Fonds-Portfolios komplizierter.

 

Vermögende Kunden haben oft keine genauen Vorstellungen für Ihren Ruhestand. 95 % dieser Zielgruppe fühlen sich zwar gut vorbereitet, kennen aber die genaue Struktur ihres Vermögens nur selten. 72 % besitzen Aktien, aber drei Viertel dieser Menschen verlassen sich auf nur schwer planbare Einnahmen, wie z.B. Erbschaften. Zudem nutzen 70 % immer noch Tagesgelder oder andere gering verzinste Sichteinlagen. (Quelle: Studie MLP / Aegon, 2015).

 

Wesentlich verantwortlich für diesen Status-Quo ist sicher die Struktur des Finanzvertriebes in Deutschland: Berater aus Wealth Management und Private Banking haben oft die nötige Produkt-Kenntnis nicht, um dieses Feld kompetent abzudecken, allerdings haben sie den Kundenzugang.

 

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Altersvorsorge aktuell – keine Zeit verlieren

Dienstag, 20. Februar 2018
Zusammenfassung: Die Menschen werden immer älter, die Renten sinken, Altersarmut und Verunsicherung belasten die Gedanken an das Leben nach der Erwerbsarbeit. Um böse Überraschungen zu vermeiden ist eine gute Vorbereitung der künftigen Altersvorsorge sehr als angeraten.

 

Lieber gut planen als abwarten und Tee trinken!

 

Sicher – früher war alles sehr viel einfacher. Die Renten waren sicher und für die Ersparnisse auf dem Sparbuch gab es noch gute Zinsen. Außerdem war der Sommer sehr viel heißer und im Winter schneite es immer.

 

Nun mögen einige Dinge früher wirklich besser gewesen sein, doch zum einen verklärt sich vieles mit dem nostalgischen Blick zurück. Zum anderen nutzt diese Retro-Fixiertheit wenig bei der Bewältigung des täglichen Lebens im hier und jetzt und schon gar nicht bei der aktiven Gestaltung der Zukunft.

 

 

Vorsorge statt Sorge

Gerade das Thema Altersvorsorge wird mit viel Misstrauen und Sorge behandelt. Schließlich existieren im Markt unzählige Vorsorgeprodukte mit unterschiedlichen Beiträgen, Laufzeiten und Auszahlungsmodalitäten. Entsprechend schwer fällt die Auswahl, die auch immer von der Sorge begleitet ist, dass ein anderes Finanzprodukt vielleicht doch besser gewesen wäre.

 

 

 

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