Archiv für die Kategorie ‘Investmentfonds’

So legen Sie 30.000 Euro richtig an

Donnerstag, 07. März 2019

 

 

Immer wieder kommen Anleger auf uns zu und wollen einen bestimmten Betrag anlegen, hauptsache ethisch-ökologisch. Doch dazu muss man noch vieles mehr wissen, zum Beispiel die Risikoneigung, die zur Verfügung stehende Zeit oder auch wie wichtig es ist, zwischenzeitlich auf das Geld zugreifen zu können. So haben wir in den letzten 18 Jahren sicherlich tausende individuelle Lösungen gefunden.

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Geldanlage Solar: Alle Möglichkeiten analysiert

Mittwoch, 13. Februar 2019

 

Was macht die Geldanlage in Solar so interessant?

Nach der Entdeckung des photoelektrischen Effekts 1839 passierte für viel Jahre nicht viel. Erst 1953 wurden von den Bell Laboratories in New Jersey die ersten kristallienen Phovoltaik-Zellen produziert. Durch den Bedarf in der Raumfahrt, wo man statt auf schwere Batterien lieber auf Erneuerbare Energien aus der Sonnenenergie setzte, kam es zum ersten großen Anwendungsgebiet für die Photovoltaik.

 

Zusammenfassung: Wer die Umwelt schützen und interessante Renditen erzielen möchte, kann die Geldanlage in Photovoltaik genauer prüfen. Wir analysieren die 3 wesentlichen Möglichkeiten leicht verständlich.

Danach dauert es erneut Jahrzehnte, bevor die Rot-Grüne Bundesregierung das durch die Visionäre Fell und Scheer mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz der Stromerzeugung durch Photovoltaik zum Durchbruch verhalf. Zunächst in Deutschland, in der Folge in vielen weiteren Ländern auf der Erde.

 

Doch was sind aus heutiger Sicht für einen Geldanleger die Vorteile der Geldanlage in Solar?

 

Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft

Die Menschheit entwickelt sich immer mehr hin zu einer Treibhausgas-Neutralen Gesellschaft. Kopenhagen will in 6 Jahren treibhausgasneutral sein, die EU hat dies als Ziel für 2050 ausgegeben.

Das bedingt die Reduktion unseres Verbrauchs an Energie, der derzeit in der Bundesrepublik bei rund 125 kWh pro Bürger pro Tag liegt. Das bedingt die Speicherung von Energie und das bedingt die Produktion von Erneuerbarer Energie durch Wasserkraft, Windkraft und durch Photovoltaik-Anlagen.

Das hat die Politik verstanden. In Deutschland, aber auch in anderen Ländern. Längst hat die China die größte Photovoltaik-Kapazität mit 130,9 GW aufbaut, gefolgt von den USA mit 53,3 GW und Japan mit 48,8 GW (Volker Quaschining).

Wer also in Photovoltaik und Solar Geld investiert, tut aktiv etwas für den Umweltschutz und hat die Sicherheit, dass das, was er tut, dem politischen Willen sowie dem Willen der Bevölkerung folgt.

Solar Geldanlagen: Planbare Rendite

Die Förderung nach dem Erneuerbaren Energien gesetzt folgt einer einfachen und wirkungsvollen Idee. Wer Photovoltaikstrom einspeist, darf das bevorrechtigt tun. Er hat also für sein produziertes Gut, in diesem Fall elektrische Energie, immer einen Kunden.

Zum anderen wird beim Anschluss der Solaranlage an das Stromnetz der für die nächsten 20 Jahre zu zahlende Preis festgelegt. Der Betreiber einer Photovoltaik-Anlage hat also nicht nur einen garantierten Kunden, sondern er hat auch einen garantierten Preis, den der Kunde ihm für die nächsten 20 Jahre zahlt.

Das ist sind ideale Bedingungen für Investor in Photovoltaik-Anlagen.

Mittlerweile wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus dem Jahr 2000 vielfach angepasst. Unter anderem gibt mittlerweile der Gesetzgeber nicht mehr den Preis für die erzeugte Kilowattstunde Strom vor, sondern der Preis wird in Ausschreibungen ermittelt. Trotzdem bleiben die Aussichten für Kenner weiterhin attraktiv, denn parallel zu den seit Jahren sinkenden Einspeisevergütungen sind auch die Preise für die Solaranlagen drastisch gefallen.

Laut einer Studie von Fraunhofer ISE sind die dominierende Kostenanteile von PV-Kraftwerken, die Investitionskosten, seit 2006 dank technologischen Fortschritts, Skalen- und Lerneffekten im Mittel um ca. 13% pro Jahr, insgesamt um 75%, gefallen.

Möglichkeit 1: Die eigene Solaranlage

Seit vielen Jahren werden auf deutschen Dächern Solaranlagen montiert. Das Modell der frühen Jahre war das ursprüngliche EEG-Modell: bei Anschluss einer Anlage an das Stromnetz wurde für die nächsten 20 Jahren der Strompreis fixiert (Einspeisvergütung) und Vorrang für den einzuspeisenden Strom eingeräumt, d.h. jede erzeugte kWh wird auch tatsächlich abgenommen.

Mittlerweile sind jedoch die Einspeisevergütungen immer weiter gesunken und es ist erlaubt, den Strom auch selbst zu verwenden (Eigenverbrauch).

Mit dem Eigenverbrauch ersetzt man den Strom, den man ansonsten zum Endkundenpreis von den Energieerzeugern hätte kaufen müssen (Arbeitsstrom), durch den selbst erzeugten PV-Strom. Liegt der Preis des Arbeitsstroms höher als bei der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung, macht die Eigennutzung des Solarstroms wirtschaftlich Sinn.

Das ist die aktuell am weitesten verbreitete Variante.

Abhängig von der Anlagengrößen produzieren Kleinanlagen den Strom für rund 12 Ct / kWh. Geht man von einem Endkunden Strompreis von 30 Ct / kWh aus, ergäbe das eine Ersparnis von 18 Ct / kWh für jede selbst erzeugte PV-Kilowattstunde.

Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem angenommenen Verbrauch von 4.000 kWh pro Jahr spart somit rund 720 Euro Stromkosten pro Jahr.

In Süddeutschland kann mit einer Anlagenleistung von 1 kWp ungefähr 1 kWh im Jahr erzeugt werden. Der Haushalt bräuchte also eine Anlage mit 4.000 kWp, die ihn rund 7.200 Euro kosten würde. Die theoretische Rendite läge entsprechend bei rund 10 Prozent.

Die Rendite reduziert sich allerdings bei geringerer Sonneneinstrahlung als in Süddeutschland. Der Bremer oder Hamburger muss mit 75 Prozent der Sonneneinstrahlung leben und erzielt eine theoretische Rendite von 7,5 Prozent pro Jahr.

 

Zu dem oben beschriebenen Grundmodell gibt es noch weitere Verfeinerungen. So können Sie überlegen, ob Sie sich einen Stromspeicher anschaffen. Damit können Sie den eigenen Strom auch nutzen um nachts oder bei bewölktem Himmel Ihre Haushaltsgeräte zu betreiben oder ein Elektrofahrzeug zu betanken. Sie nutzen Ihre Anlage besser aus. Dafür ist der Stromspeicher mit Kosten verbunden.

Sinnvoll ist der Stromspeicher dann, wenn die Kosten für die PV-Anlage von angenommenen 12 Ct / kWh plus die Kosten für die Stromspeicherung unterhalb Ihres vom Versorger eingekauften Stromes (Arbeitspreis) von rund 30 Ct / kWh liegt. Das ist aktuell nicht unbedingt der Fall, denn die Batteriekosten hängen wesentlich von der Haltbarkeit der Batterien ab. Die Hersteller garantieren meist 10 Jahre, was zu kurz wäre. Hält die Batterie 20 Jahre, lohnt es sich.

Sie können die eigene Solar-Anlage aus Eigenmitteln finanzieren, normale Bankkredite zur Hebelung nutzen oder speziell geförderte Kredite, meist von der KfW, nutzen. Häufig hilft Ihre Hausbank oder ein spezialisierte Anbieter von Solarkrediten.

Fazit Eigene Solaranlage

Wer den Strom selbst nutzt, für den kann sich auch die eigene Solaranlage als Geldanlage lohnen.

Vorteile:

+ alles selbst in der Hand: keine Risiken durch Fehler von Fondsmanagern

+ wenn Technik und Ausrichtung der Zellen passen, sehr gute Renditen möglich

+ sollten die Strompreise in den nächsten 20 Jahren stark steigen, erhöht das die Rendite erheblich

Nachteile

+ hoher Zeitaufwand notwendig um alle Berechnungen durchzuführen, Angebote einzuholen und langfristige Funktion der Anlage sicherzustellen

+ Risiken wie niedrigere Sonneneinstrahlung oder gehäufte technische Defekte

+ Bei einem Verkauf der Immobilie möglicherweise Verlustgeschäft

+ nur für begrenzte Mittel überhaupt möglich, da die Anlagengröße nicht beliebig erweitert werden kann

Möglichkeit 2: Kauf von Solar-Investmentfonds

Wem die Möglichkeit 1 zu kompliziert ist oder die Anlagesummen einfach nicht groß genug sind, kann sich auch auf eine wesentlich einfachere Art an den rosigen Zukunftsaussichten der Energieerzeugung durch Solarkraftwerke beteiligen. Er kann sich Anteile an Solar-Investmentfonds kaufen.

Was ist ein Investmentfonds überhaupt?

Bei einem Investmentfonds wird das Geld vieler Anleger eingesammelt und ein zuständiger Fondsmanager investiert dann das Geld in einzelne Wertpapiere. Eine kostengünstige Variante sind die passive Fonds, bei denen statt eines Fondsmanagers ein Algorythmus die Wertpapiere kauft und einfach einen Index nachbildet.

Beide Varianten ermöglichen es dem Anleger, schon mit geringem Kapitaleinsatz und ohne aufwendige Recherche eine gut gestreute Geldanlage zu erhalten.

Wie sehen Solar Investmentfonds konkret aus?

Investmentfonds in Solar-Titel gibt es rund ein Dutzend am deutschen Markt. Alle sind Aktienfonds, sie halten also Aktien von Unternehmen der Photovoltaik-Branche. Sie investieren also nicht direkt in einzelne Photovoltaik-Kraftwerke, sondern in Unternehmen, die solche Kraftwerke betreiben, Solarzellen herstellen oder Technik für Solarkraftwerke produzieren.

Es gibt allerdings nur Erneubare-Energien-Fonds, keine ausschließlich auf die Solarbranche ausgerichteten Fonds. Das erhöht die Streuung, da der Anleger nicht mehr nur von der Entwicklung der PV-Branche abhängig ist.

Was ist mit Erneuerbare-Energien-Fonds zu erzielen?

Wie beschrieben sind Solar Fonds, oder präziser Erneubare-Energien-Fonds reine Aktienfonds. Am Aktienmarkt erwartet man grundsätzlich eine langfristige Rendite in der Größenordnung von 6 bis 8 Prozent pro Jahr.

Wer glaubt, dass die Erneuerbaren-Energien in Zukunft eher schlechteren Zeiten entgegen gehen, sollte niedrige Renditen, vielleicht im Bereich 4 bis 6 Prozent pro Jahr, einplanen.

Wer glaubt, dass die Erneuerbaren-Energien in Zukunft eher besseren Zeiten entgegen gehen, sollte höherer Renditen, vielleicht im Bereich 8 bis 10 Prozent pro Jahr, einplanen.

Wie haben Musterdepots für Erneuerbare-Energien und Musterdepots für Klimaschutz zusammen gestellt. Wer möchte kann sich an diesen orientieren oder auch gleich in diese investieren. Durch unser Service-Konzept EVA bleibt dann Ihr Depot immer auf dem aktuellen Stand.

Fazit Solar Investmentfonds

Wer mit wenig Aufwand über einen Zeitraum von 10 oder mehr Jahren sein Geld in Solar oder Erneuerbare Energien anlegen möchte, findet in Investmentfonds eine attraktive Möglichkeit. Er kann zwar jederzeit über sein Geld verfügen, aufgrund großer Wertschwankungen und Abschlussgebühren muss er jedoch einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont besitzen.

Vorteile Anlage in Investmentfonds

+ sehr flexibel und hohe Sicherheit durch breite Streuung in Aktien

+ langfristig gute Renditen möglich

+ unbegrenzter Kapitaleinsatz ab 5000 Euro möglich

+ monatliche Sparpläne möglich

Nachteile Anlage in Investmentfonds

+ Anleger muss hohe Wertschwankungen von -40 bis +40 Prozent pro Jahr verkraften

+ bei Abkehr der Menschheit von Erneuerbaren Energien langfristige Verluste denkbar

Möglichkeit 3: Beteiligung von Solar Großkraftwerken

Diese Möglichkeit ist gedanklich eine Erweiterung der Möglichkeit 1, bei der ja eine konkrete Solar Anlage selbst installiert wurde.

Der nächste gedankliche Schritt ist die größere Solar Anlage, die dann nicht mehr auf dem eigenen Hausdach, sondern auf großen Dachflächen oder auf Konversionsflächen, also auf ehemaligen Militärliegenschaften oder neben der Autobahn, installiert wird.

Diese Großanlagen sind benötigen natürlich hohe Investitionssummen, so dass sich in der Praxis viele Anleger zusammen schließen und gemeinsam eines oder mehrere solcher Photovoltaikkraftwerke betreiben.

In aller Regel wird dafür eine eigene GmbH & Co. KG gegründet. Bei dieser können sich die Anleger als Kommanditist beteiligen (KG-Beteiligung) oder sie können dieser Gesellschaft einen verzinsten Kredit gewähren (Nachrangdarlehen, Anleihe, Genussschein, etc.).

Das Tätigkeitsziel dieser Gesellschaft wird sehr detailliert festgelegt auf den Betrieb von Solarkraftwerken. Ein professionelles Mangement, das praktisch immer vom Emissionshaus dieser Geldanlage gestellt wird, übernimmt das Tagesgeschäft.

Das Geld des Anlegers ist hier auch langfristig gebunden. In der Regel laufen solche Modelle 10 bis 20 Jahre. Sie prognostizieren aktuell eine jährliche Rendite von rund 5 Prozent.

Eine ständig aktualisierte Auswahl von interessanten Solar Projekten finden Sie hier.

Fazit Solar Großkraftwerke

Wer direkt in größere PV Kraftwerke investiert kann auf konstante, gut kalkulierbare Rückflüsse auf jährlicher Basis hoffen. Beteiligungsmodelle an Solaranlagen gibt es seit rund 15 Jahren, so dass ausreichend Erfahrungswerte vorliegen. Allerdings ist die Flexbilität eingeschränkt und Vertrauen gegenüber dem Emittenten notwendig. Wer das aufbringt und auf Streuung achtet, kann mit Solar-Beteiligungen viel Freude haben.

Vorteile Solar Großkraftwerke

+ Anleger hat kaum Zeitaufwand

+ Stabile, meist jährliche Ausschüttungen

+ interessante Renditen

Nachteile Solar Großkraftwerke

+ Vertrauen in die Fähigkeiten des Managements notwendig

+ möglicherweise wenig Streuung

+ vorzeitger Verkauf durch den Anleger möglich, allerdings kein Börsenhandel und keine Garantien

Wie könnte eine Investition in Solar aussehen?

Vielleicht wissen Sie jetzt schon genug und können sich entscheiden; vielleicht vertiefen Sie das Thema mit andern Quellen oder Büchern. Für Musterdepots für Investmentfonds mit Photovoltaik oder Beteiligungen an Großkraftwerken sind wir die richtigen Ansprechpartner. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf oder füllen Sie unseren Grünes Geld Test aus – dann schlagen wir Ihnen eine möglicherweise passende Anlage für Sie vor.

 

 

 

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

Gespräch mit Fondsmanager N. Kaplan: Die Besonderheiten des Rock’n’Roll Fonds von Ökoworld

Montag, 11. Februar 2019

Zusammenfassung: Grünes Geld Geschäftsführerin Carmen Junker und Geschäftsführer Gerd Junker trafen Nedim Kaplan, Fondsmanager bei Ökoworld. Sie stellten ihm die Fragen, die auch Anleger immer wieder bezüglich Ökoworld Investmentfonds stellen.

 

 

 

v.l.n.r.: Nedim Kaplan, Ökoworld, Carmen Junker, Grünes Geld

1.) Herr Kaplan, Sie arbeiten für Ökoworld und managen dort einen Investmentfonds. Was ist das besondere an Ihrem Fonds, gibt es denn nicht schon ausreichend andere Fonds von DWS, Deka oder Union-Investment?

 

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Wie kann ich 30.000 Euro sinnvoll investieren?

Freitag, 21. Dezember 2018

Zusammenfassung: So mancher steht plötzlich vor der Entscheidung, Geld anlegen zu müssen - vielleicht wegen einer Erbschaft oder einer Auszahlung. Aber die erste Idee, die Anlage auf der Bank, funktioniert mangels fehlender Zinsen nicht mehr. Am Beispiel von 30.000 Euro Anlagesumme zeigen wir interessante Möglichkeiten zur sauberen und rentierlichen Geldanlagen auf.

 

Ein Vertrag läuft aus oder eine Erbschaft kommt und schnell stellt sich die Frage: wie kann ich Geld in der heutigen Zeit sinnvoll anlegen? Zum Beispiel 30.000 Euro.

 

Aus dem sogenannten risikolosen Zins – also den Zinsen auf Staatsanleihen oder Bankeinlagen – wurde längst das zinslose Risko; es gibt nämlich keine (spürbaren) Zinsen mehr, während spätestens seit der Finanz- und der Euro-Krise klar ist, dass auch Staaten und große Banken insolvent werden können.

 

Außerdem möchten die wenigsten Menschen mit Ihrem Geld noch die Spekulation auf Lebensmittel, die Massentierhaltung oder die Atomkraft unterstützen.

 

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Vorabpauschale ab 2.1.2019: Muss ich handeln?

Dienstag, 27. November 2018

 

Betrifft: Alle Halter von offenen Investmentfonds in einem Fondsdepot. Es betrifft Sie nicht, wenn Sie die Fonds im Rahmen einer Lebens- oder Rentenversicherung halten oder wenn Sie in Projekte (KG-Beteiligungen, geschlossene Fonds, Genusscheine, Direktinvestments, etc.) investiert haben.

 

Zum 01. Januar 2018 wurde mit dem Investmentsteuerreformgesetz (mehr dazu in unserem Beitrag Investment-Steuer-Reform 1.1.2018: Was Sie als Anleger jetzt tun sollten) eine grundlegende Reform der  Investmentfondsbesteuerung eingeführt. Mit der daraus resultierenden fiktiven Veräußerung und Neuanschaffung  wurden bereits im vergangenen Jahr die ersten wesentlichen Neuerungen der neuen Gesetzesreform umgesetzt.

 

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Kurssturz an der Börse? Diese 5 Punkte müssen Sie wissen

Freitag, 12. Oktober 2018

Zusammenfassung: Die Aktienbörsen bewegen sich nicht linear nach oben sondern unter starken Schwankungen. Was kann man im Fall eines Börsencrashs oder Kurssturzes tun? Wichtig ist das Verfolgen einer zum Anleger passenden Strategie.

 

 

 

 

Wer an der Börse investiert ist kennt das Spiel: Man weiß, dass langfristig im Aktienmarkt die höchsten Gewinne zu erzielen sind. Wenn man dann aber einsteigt und seine Titel beobachtet, laufen die Kurse häufig seitwärts oder steigen langsam und allmählich an. Die großen Bewegungen fallen häufig an wenigen Tagen an. Für steigende Aktienmärkte hat das Investmenthaus Charles Schwab zusammen mit J.P. Morgen eine Untersuchung über 20 Jahre angestellt (Index: S&P 500): Wer die kompletten 20 Jahre dabei blieb, erzielte 8,2 Prozent pro Jahr. Wer nur die 10 besten Tage innerhalb dieser 20 Jahre verpasste, reduzierte seine Rendite auf nur noch 4,5% Prozent.

 

So wie es sehr starke Börsentage gibt, gibt es aber auch sehr schwache Börsentage. Zu erkennen ist das häufig in den Zeitungen am nächsten Tag, die über einen Kurssturz der Aktienbörsen berichten. Gerne folgen mehrere solcher Tage hintereinander – teilweise von wenigen steigenden Tagen unterbrochen – und man spricht leicht von einem Crash.

 

Für alle Anleger die das bewusst durchleben stellt sich die Frage, wie man reagieren soll? Im Gegensatz zu Immobilien ist ein Verkauf der Wertpapiere einfach möglich, doch ist er auch sinnvoll?

 

Wir haben die 5 wichtigsten Punkte dazu für Sie aufbereitet.

 

1.) Buy-and-Hold

 

Wer eine Buy-and-Hold Strategie verfolgt kauft einzelne Aktien um sie langfristig – vom Gedankenmodell her ewig – zu halten. Das kann Sinn machen: Unternehmen, die Gewinne machen, steigern den Unternehmenswert genau um eben diesen Gewinn jedes Jahr. Entweder indem sie den Gewinn als Dividende ausschütten oder indem der innere Wert des Unternehmens steigt. Beide Wege sind für den Anleger gleichwertig, denn die Börsenkurse bilden langfristig exakt den inneren Wert des Unternehmens nach.

 

Wie sollte also ein Buy-and-Hold Anleger im Fall eines Kurssturzes reagieren? Überhaupt nicht, denn seine Strategie ist ja gerade das langfristige Halten der Aktien, um die Aus- und Einstiegsszeitpunkte weniger wichtig werden zu lassen. Denn diese zu treffen ist extrem schwierig und gelingt niemals genau.

 

Immer wieder werden wir gefragt, ob man denn nicht beim Kurssturz (teuer) verkaufen sollte, um sich später wieder (billig) mit den gleichen Aktien einzudecken. Davon rate ich ab, denn:

 

— Sie haben Handelskosten zu decken

— Beim Verkauf fällt möglicherweise Abgeltungssteuer auf den Verkaufsgewinn an, so dass weniger Kapital zur neuen Investition zur Verfügung steht

— Timing von Aktien ist Glückssache; selten erwischt man wirklich die richtigen Zeitpunkte zum Ein- und Ausstieg. Häufig war der Kurssturz zu weit, bevor man davon erfährt und verkaufen möchte

— in fallende Märkte eine Aktie zu verkaufen ist undankbar: gesetzte Limits werden häufig nicht erreicht, und bis man das Limit nachzieht ist der Kurs möglichweise weiter gefallen

 

2.) Anlage in Investmentfonds / ETF’s

 

Die Anlag in Investmentfonds und ETF’s ähnelt häufig der unter 1.) beschriebenen Buy-and-Hold-Strategie. Statt einzelner Aktien wird jedoch eine Vielzahl von Werten in Form eines Investmentfonds bzw. ETF’s gekauft. Da die im Fonds enthalten Einzelwerte mit der Zeit verkauft und gegen andere getauscht werden, eignet sich diese Form der Anlage sogar noch besser für eine Buy-and-Hold Strategie; schließlich braucht man sich nicht darum kümmern, dass die einzelnen Aktien weiterhin gut performen.

 

Auch hier gilt: auch im Falle eines Kurssturzes braucht man nicht reagieren. Die Zusammenstellung der Fonds sollte so erfolgen, dass man durch Tiefs- und Hochs hindurch einfach nur die Fonds hält.

 

Wer statt auf möglichst breit streuende Fonds auf bestimmte Themen setzt muss immer wieder überprüfen, ob diese Themen weiterhin zukunftsträchtig sind. Diese Prüfung hat in aller Regel jedoch nichts mit einem Kurssturz zu tun und die Bewertung sollte möglichst zu einem anderen, weniger emotional besetzten Zeitpunkt erfolgen. Emotional belastete Zeitpunkt – und das sind Zeiten eines Börsencrashs – führen häufig zu falschen Entscheidungen.

 

3.) Stopp-Loss-Strategie

 

Sowohl bei der Anlage in Einzel-Aktien als auch bei der Anlage in Investmentfonds / ETFs kann eine Verlustbegrenzung eine sinnvolle Strategie sein. Die Idee dahinter: ich möchte einen maximalen Verlust bei meinem Investment nicht überschreiben oder ich möchte einmal erzielte Gewinne möglichst erhalten und nicht mehr verlieren.

 

Im einfachsten Fall prüft man dazu zyklisch, zum Beispiel täglich oder immer am Wochenende, die Kurse seiner Wertpapiere. Ist der Kurs unter die festgelegte Grenze gefallen, wird verkauft.

 

Die Grenze kann zum Beispiel eine absolute Grenze sein. Wer einen Investmentfonds zum Anteilspreis von 182 Euro erworben hat und maximal 10 Prozent Verlust bei dieser Anlage akzeptieren will, würde eine feste Grenze von 182 Euro – 10% = 163,80 Euro aufnotieren und bei Erreichen dieser Grenze verkaufen.

 

Die Grenze kann aber auch eine dynamische Grenze sein. Man könnte zum Beispiel eine dynamische Grenze von 15 Prozent festsetzen. Immer dann, wenn der Kurs zyklisch kontrolliert wird und gestiegen ist, wird die Grenze neu berechnet. Steigt also der Anteilswert des oben genannten Investmentfonds von 182 Euro auf 213 Euro, wäre die Grenze 213 Euro – 15% = 181,50 Euro. Steigt der Anteilspreis eine Woche später zum Beispiel auf 218 Euro, wäre die Grenze neu 218 Euro – 15% = 185,30 Euro. Fällt der Kurs eine Woche später wieder auf 214 Euro, bleibt die dynamische Verlustgrenze bei 185,30 Euro. Würde der Anteilspreis auf 185,30 Euro fallen, würde der Verkauf erfolgen.

 

Da das manuell zu bewerkstellen recht aufwendig ist, bieten verschiedene Broker, Depotplattformen und Depotstellen automatische Lösungen hierfür an.

 

Aber Achtung: besonders bei Aktien sind Stopp-Loss-Kurse mit Vorsicht zu genießen. Zum einen schwanken Aktienkurse schon im Verlauf eines Tages recht stark, so dass die Verlustschwelle sehr schnell erreicht wird – sie muss also besonders großzügig berechnet werden (z.B. 30 Prozent) oder löst viel zu schnell aus. Zum anderen muss unbedingt eine Börse ausgewählt werden, bei der ein reger Handel mit dieser Aktie stattfindet – denn der Verkauf erfolgt unlimitiert, also bei Erreichen der Verlustschwelle wird der Verkauf eingestellt und kann zu einem wesentlich niedrigern Kurs ausgeführt werden, als es die Verlustschwelle war. Automatische Stopp-Loss-Verkaufsordern sollten also nur für häufig gehandelte Titel großer Unternehmen durchgeführt werden; meist ist die manuelle Kontrolle zum Beispiel der Tagesschlusskurse und der anschließende, händische Verkauf mit Limit sinnvoller.

 

4.) Absicherung durch Derivate

 

Wenn ein Markt fällt kann das der Beginn einer längerfristigen Abwärtsbewegung sein. Muss aber nicht … leider lässt sich das mit Bestimmtheit nur im Nachgang klären, dann ist es also zu spät.

 

Nehmen wir also an der Markt fällt und Sie möchten sich gegen einen noch weiter fallenden Markt absichern. Sie könnten dazu Ihre Wertpapiere verkaufen, was allerdings mit Handelskosten und häufig mit Steuern auf die erzielten Gewinne verbunden ist. Auch der spätere Wiedereinstieg will geplant und zum möglichst passenden Zeitpunkt durchgeführt werden; auch dieser verursacht wieder Handelskosten.

 

Einen Ausweg dazu könnte die Absicherung Ihres Depots mit Hilfe von Derivaten sein. Derivate sind Wertpapiere, die sich abhängig von einem anderen Wert entwickeln – nach bestimmten, für das jeweilige Derivat geltenden Regeln. Sie werden in der Regel von Banken als Gegenpartei ausgegeben und man muss sich natürlich darauf verlassen, dass die Bank Ihre sich nach den Derivate-Regeln ergebenden Verpflichtungen einhält.

 

Die Idee bei der Absicherung mit Derivaten: man kauft ein Derivat zu einem günstigen Preis, das, sollte der Markt weiter fallen, hohe Gewinne erzielt. Das wird den Verlust des Gesamtdepots verringern oder gar überkompensieren. Der Nachteil: läuft der Markt seitwärts oder dreht er, wird das Derivat Verluste bescheren oder gar wertlos werden. Es handelt sich um eine  Versicherungsprämie, die möglicherweise umsonst gezahlt wird, im Fall des Falles jedoch Schaden abwendet.

 

Meist werden dazu Derivate auf einen ganzen Index gekauft; aber auch die Absicherung einzelner Aktienpositionen ist denkbar.

 

Ein Beispiel:

 

Sie haben ein Depot mit 20 Aktien aus Deutschland, insgesamt haben Sie 150.000 Euro investiert. Statt nun 20 Derivate auf die einzelnen Aktien zu kaufen, suchen Sie sich einen passenden Aktienindex und sichern diesen ab. Sie entscheiden sich für den DAX.

 

Sie möchten sich für die nächsten 3 Monate absichern. Mit einer Optionsscheinsuche identifizieren Sie einen Put-Optionsschein der Ihnen zusagt: Laufzeit gut ein Jahr, notiert am Geld, Spread 0,13 Prozent, Kaufkurs 8,15 Euro. Wir haben gelernt, dass die Absicherung als eine Art „Versicherung“ zu sehen ist; Sie möchten deshalb nur 8.000 Euro dafür ausgeben (aus vorhandener Liquidität, nicht durch Verkauf von Aktien). Der Optionsschein wird überproportional an Wert gewinnen, wenn der DAX fällt.

 

Mit einem Optionsschein-Rechner ergibt sich:

 

Dax Entwicklung in 3 Monaten Veränderung des Aktiendepots in 3 Monaten Veränderung des Optionsscheins in 3 Monaten Veränderung Ihrer Gesamtinvestition von 158.000 Euro
plus 5 Prozent plus 5 Prozent minus 43 Prozent plus 2,57 Prozent
0 Prozent 0 Prozent minus 18 Prozent minus 0,7 Prozent
minus 5 Prozent minus 5 Prozent plus 25,06 Prozent minus 3,5 Prozent
minus 15 Prozent minus 15 Prozent plus 132 Prozent minus 7,6 Prozent
minus 30 Prozent minus 30 Prozent plus 341 Prozent minus 11,2 Prozent

 

Fazit: Die Absicherung mit Derivaten kann harte Rückschläge abfedern – während das voll investierte Depot 30 Prozent Verlust hinnehmen muss würde das abgesicherte Depot nur 11,2 Prozent verlieren; ein deutlicher Unterschied. Verliert der DAX aber entgegen der Annahme nicht an Wert oder er steigt gar, dann kommen die Kosten für die Absicherung zum Tragen und statt zum Beispiel 5 Prozent Gewinn werden nur 2,6 Prozent erzielt (3,4 Prozentpunkte für die Kosten der Absicherung).

 

5.) Einbindung in eine Gesamtstrategie

 

 

Die oben genannten Handlungsweisen können Sie im Fall eines Kursabsturzes an den Börsen anwenden. Doch der Zeitpunkt, darüber nachzudenken, wie man sich im Fall eines Börsencrashs verhält, sollte nicht erst zum Zeitpunkt des Crashs sein. Wie erwähnt sind das emotional angestrengte Zeiten, in denen es den wenigsten gelingt, gute Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen an der Börse erforden einen kühlen Kopf, strategisches Denken und häufig auch die Einordnung in größere Zusammenhänge.

 

Legen Sie deshalb eine für Sie passende Gesamtstrategie fest. Wer die Zeit und die Lust hat, liest einige Bücher und verfolgt die Märkte längere Zeit mit Musterdepots und unterschiedlichen Anlagestrategien in diesen Musterdepots und legt seine individuelle Anlagestrategie selbst fest. Diese wird auch die Vorgehensweisen im Fall von starken Kursrückgänge, Börsencrashs und Rücksetzern beinhalten.

 

Wer diese Zeit nicht aufwenden möchte, sollte von der Börse fern bleiben – er wird zuviel Geld verliegen. Oder sich geeigneter Vermögensverwalter und Berater bedienen, die ihn auch gut durch turbulente Zeiten bringen.

 

 

 

 

 

 

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Interview: Wohlstand erhöhen, ohne Ökosysteme zu zerstören

Freitag, 31. August 2018

In Kürze: Am 21. August 2018 interviewte Grünes Geld GmbH Herrn Markus Güntner, Nachhaltigkeitsexperte bei Swisscanto Asset Management S.A. in Frankfurt. Die Kernthese von Güntner: wir müssen den Wohlstand erhöhen, ohne die Ökosystem zu zerstören.

 

Grünes Geld: Lassen Sie uns über das Thema nachhaltige Geldanlagen allgemein sprechen. Wer sich die Welt in den letzten 3 Jahren ansieht, erkennt, dass Despoten, rechtsgerichtete Nationalisten, Leugner des von Menschen verursachten Klimawandels und Autokraten in vielen Ländern an die Macht gekommen sind.

 

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Kennen Sie die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs)?

Freitag, 24. August 2018

Gastbeitrag von Grohmann & Weinrauter Trendfonds Invest GmbH

 

 

Mit der Agenda 2030 wurde im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen ein ehrgeiziger Katalog mit 17 Zielen (Sustainable Development Goals) für nachhaltige Entwicklung auf den Weg gebracht. Dabei berücksichtigen diese 17 Ziele alle Dimensionen der Nachhaltigkeit wie Soziales, Umwelt, Wirtschaft gleichermaßen. Fünf Kernbotschaften werden vorangestellt, und zwar Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft. Die Ziele der Agenda 2030 gelten für alle Staaten dieser Welt, also neben den Industriestaaten auch für die Schwellenländer und sogar die Entwicklungsländer. Jeder soll seinen Beitrag dazu leisten. Denn es gibt nur eine Welt für die Menschheit und die gilt es, zu erhalten und auch für die nachfolgenden Generationen lebenswert zu gestalten. Die Weichen dazu müssen heute gestellt werden, denn Armut, Hunger, Klimawandel und viele aktuelle Ereignisse bedrohen diese Welt massiv.

 

 

 

 

Genau diese Probleme versuchen die Sustainable Development Goals anzugehen, indem die 17 Ziele folgendermaßen definiert wurden:

 

  1. Keine Armut
  2. Kein Hunger
  3. Gesundheit und Wohlergehen
  4. Hochwertige Bildung
  5. Geschlechtergleichheit
  6. Sauberes Wasser und Sanitär-Einrichtungen
  7. Bezahlbare und saubere Energie
  8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  9. Industrie, Innovation und Infrastruktur
  10. Weniger Ungleichheiten
  11. Nachhaltige Städte und Gemeinden
  12. Nachhaltiger Konsum und Produktion
  13. Maßnahmen zum Klimaschutz
  14. Leben unter Wasser
  15. Leben an Land
  16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
  17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

 

 

Was jeder einzelne zur Erreichung der Ziele tun kann, ist klar: mit den Ressourcen verantwortungsvoll umgehen und bewusst zu konsumieren sind einige Möglichkeiten. Doch was kann übergeordnet ein Industriestaat tun? Was kann die Wirtschaft erreichen?

 

Unternehmen können ihre Produkte und Dienstleistungen so ausrichten, dass sie direkt einem oder mehreren SDGs zugeordnet werden können. Investoren wiederum können ihren Beitrag leisten, indem sie gezielt in Unternehmen investieren, die überdurchschnittlich engagiert zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele beitragen.

 

Viele Unternehmen haben dies bereits umgesetzt, zumindest in Teilbereichen. Um diese Firmen identifizieren zu können, hat die oekom Sustainability Solutions Assessment sich der Aufgabe angenommen, die Unternehmen zu filtern und zu bewerten.

 

Legt man über diese Bewertung noch strengere Kriterien darüber, kann man auf die Expertise der Steyler Bank zurückgreifen. Hier werden die Daten von oekom noch durch einen Best-in-Class Ansatz und konsequente Ausschlusskriterien ergänzt. Es greift also ein dreifacher Nachhaltigkeitsfilter. Die Summe dieser Filter ergibt ein Investment für die Finanzwirtschaft, das die SDGs nicht nur konsequent umsetzt, sondern dies auch explizit im Verkaufsprospekt manifestiert  hat. Damit hebt sich ein solches Investment aus der inzwischen breiten Masse der nachhaltigen Fonds hervor, die sich oftmals nur einen „grünen“ Anstrich geben.

 

Die Ökorenta Luxemburg hat genau dieses Thema aufgegriffen und den beschriebenen nachhaltigen Ansatz mit einem Risikomanagement von Grohmann&Weinrauter kombiniert. Das Ergebnis ist der ÖKOBASIS One World Protect. Dieser Fonds richtet sich an Menschen, die solidarisch denken, positiv handeln und sich an ethischen Grundsätzen orientieren. Er bietet eine Investitionsmöglichkeit, mit der jeder einen konkreten Beitrag zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele leisten kann.  

 

Dass Nachhaltigkeitsinvestments boomen, zeigt sich allein im deutschsprachigen Raum daran, dass es inzwischen mehr als 460 nachhaltige Investmentfonds gibt. Und glaubt man den Studien des Marktforschungsinstitutes GfK, ist das Bedürfnis der Privatanleger nach solchen Fonds groß: rund 40 Prozent der Privatanleger können sich vorstellen,  nachhaltig zu investieren. Auch wenn es bisher nur etwa 4,8 Prozent sind, die das tun. Hier kann man als Berater wertvolle Aufklärungsarbeit leisten und den Kunden die Sicherheit geben, dass sie keine Mogelpackung kaufen. „Kapital an sich ist neutral. Erst wenn es eingesetzt wird, können daraus ganze Welten entstehen: gute aber leider auch schlechte. „Wichtig ist, das Kapital konsequent in Bereiche zu lenken, in denen es nachhaltig arbeitet und positiv wirkt!“ (Lothar Antz, Geschäftsführer ÖKORENTA Luxemburg und Initiator des ÖKOBASIS One World Protect).

 

www.one-world-protect.de

 

Zum Autor:

Lothar Antz ist Geschäftsführer der ÖKORENTA Luxemburg GmbH. In seiner beruflichen Laufbahn ist er seit mehr als 25 Jahren in der Finanzbranche tätig. Nach ca. 10 Jahren bei der Union Investment International in Luxemburg, war er Geschäftsführer bei attrax. Anschließend leitete er den Vertrieb der Dexia Assetmanagement in Deutschland.

 

 

 

 

2019 richtig investieren: 7 x Wissen zu nachhaltigen Geldanlagen

Montag, 23. Juli 2018

Zusammenfassung: Immer mehr Anleger interessieren sich für nachhaltige Investments. Aber wie findet man die passenden Finanzprodukte in diesem wachsenden Markt und welche Anlagen spiegeln die eigenen Werte wider? 7 x Wissenswertes zum Thema.

 

 

Geld nachhaltig anlegen und wachsen lassen. (Bildquelle: Pixabay)

 

Geld sinnvoll anlegen, für das Alter vorsorgen, Vermögen aufbauen – Themen, mit denen sich viele Menschen beschäftigen und dennoch immer wieder vor der schwierigen Frage stehen, welche Anlagestrategie für sie die richtige ist. Denn Geld anzulegen ist in anhaltenden Zeiten des Null- und Niedrigzinses weiterhin nicht leicht.

 

Kein Wunder also, dass viele Anleger resignieren. Experten gehen davon aus, dass aktuell noch immer gut 40 Prozent des Vermögens in Deutschland auf Girokonten, Sparbüchern und Tagesgeldkonten lagert und damit kaum Erträge bringt.

 

Schade eigentlich, denn eine durchdachte Geldanlage bringt viele persönliche und gesellschaftliche Vorteile. Schließlich werden durch die Investition in zukunftsfähige Projekte, Unternehmen und Staaten Entwicklungen angestoßen, die sich zum einen für den Anleger in Form von guten Erträgen auszahlen. Zum anderen profitieren auch Menschen von diesen Investitionen und tragen beispielsweise dazu bei, soziale Projekte auf ein solides wirtschaftliches Fundament zu stellen oder Innovationen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz zu realisieren.

 

 

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EVA Mandanten: Fonds im Depot aktualisieren

Dienstag, 17. April 2018

Zusammenfassung: Wer in den vergangenen Jahren ein Fondsdepot bei der FIL Fondsbank GmbH (FFB) nach den Vorgaben unserer Grünes Geld Musterdepots eingerichtet und sich für die Option mit dem Service-Konzept EVA entschieden hat, sollte 1x pro Jahr seine Fonds aktualisieren. Hintergrund ist, dass die Fonds in den Grünes Geld Musterdepots kontinuierlich von uns überprüft werden und wir die Musterdepots entsprechend aktualisieren.

 

 

 

 

 

Im folgenden Video zeigen wir Schritt-für-Schritt, wie eine Aktualisieren vorgenommen wird. Den entsprechenden Antrag können Sie direkt an auftrag@ffb.de schicken. Wer möchte, dass wir von Grünes Geld nochmal über den Antrag schauen, kann ihn aber auch gerne an info@gruenesgeld24.de senden.

 

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