Archiv für die Kategorie ‘Nachhaltige Versicherungen’

Ich möchte monatlich 100 Euro sparen – wie geht das am besten?

Mittwoch, 17. Februar 2016
Zusammenfassung: Welche Wege gibt es, um mit 100€ monatlich etwas Sinnvolles und Rentierliches für die Altersvorsorge zu tun? Direkte Fondsanlagen und fondsgebundene Renten bieten die besten Chancen.

Die private Altersvorsorge und das Sparen für die Zukunft ist nach wie vor Bestandteil im Leben vieler Bundesbürger. Vor allem in der zweiten Lebenshälfte, in den Lebensjahren zwischen 40 und 60, stellen sich Anleger die Frage, wie sie Geld für einen guten Lebensabend beiseite legen können. Dabei geht es vor allem darum, nicht auf den gewohnten Standard verzichten zu müssen und trotzdem die Lücke zwischen gesetzlicher Rente und dem tatsächlichen Bedarf zu schließen.

 

Wer Geld beiseite legen und monatlich Sparen möchte, und dazu einen festen Betrag plant, der sieht oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr – aufgrund der Vielzahl der Anlagemöglichkeiten. Längst hat das alte Sparbuch, das früher so beliebt war, ausgedient und neue Wege der Geldanlage müssen gegangen werden, um für später eine gute Vorsorge zu betreiben.

 

Die verschiedenen Möglichkeiten der Geldanlage

 

 

Monatliches ansparenUm einen Betrag von 100 Euro monatlich Sparen zu können gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die vor allem eines aufweisen: unterschiedliche Sicherheiten, Laufzeiten und Renditechancen.

 

Die wichtigsten Möglichkeiten sind der Banksparplan und der Bausparvertrag, die klassische Lebensversicherung und das Tagesgeldkonto, sowie der Fondssparplan, die fondsgebundene Lebensversicherung und die fondsgebundene Rentenversicherung.

 

Im Folgenden wollen wir die Hauptmerkmale dieser Anlagemöglichkeiten für Sie unter die Lupe nehmen, um für Sie die bestmögliche Anlageart für einen regelmäßigen Betrag von 100 Euro zum monatlich Sparen zu finden.

 

 

Der Banksparplan als Vorsorgemöglichkeit?

 

 

Nachdem die Bundesbürger nachlassendes Interesse am Sparbuch zu zeigen begannen und statt dessen ihr Geld lieber auf dem Girokonto beließen, kamen die Banken auf die Idee, etwas Neues für die Sparer einzuführen. Geboren war der Banksparplan, den es mittlerweile bei fast allen Banken und Sparkassen in ganz Deutschland gibt.

 

Banksparpläne gibt es mit unterschiedlichen Konditionen und Laufzeiten, ihnen allen ist jedoch eines gemein: das regelmäßige Sparen eines (meist festen) Betrags.

 

Dabei zeichnet einen Banksparplan oft aus, dass die Zinsen, die es dafür gibt, sehr niedrig sind. Zwar steigen diese nach einer bestimmten Zeit, oder es gibt nach Ablauf eines bestimmten, mehrjährigen Zeitraums, eine Bonusverzinsung obendrauf.

 

Doch wirklich lohnenswert sind solche zwar sicheren, dafür aber mit sehr niedrigen Zinsen versehenen Banksparpläne nicht. Denn was nützt es Ihnen, wenn Sie Jahr für Jahr 100 Euro im Monat auf die hohe Kante legen, aber nach mehreren Jahren, oder gar zwei Jahrzehnten, unter dem Strich kaum eine Rendite erwirtschaftet haben? Der aktuelle Zinssatz zum Beispiel der Ethikbank ist quer durch die Bank 0,0 Prozent.

 

Ein Vermögen lässt sich mit einem Banksparplan nicht aufbauen – und wirklich vorsorgen für das Alter auch nicht. Eher möglich ist dies mit der fondsgebundenen Lebensversicherung, die wir weiter unten vorstellen wollen.

 

Statt einem Banksparplan bietet sich auch ein Fondssparplan an, mit dem es wesentlich attraktivere Möglichkeiten gibt, um im Laufe der Jahre Geld für das Alter auf die hohe Kante zu legen.

 

Ein Bausparvertrag ist zum Bauen vorgesehen – nicht zum Vorsorgen!

 

Neben dem Banksparplan gibt es zum monatlich Sparen die Möglichkeit, einen Bausparvertrag abzuschließen. Früher hat sich dies noch gelohnt, denn es gab für das eingezahlte Kapital noch hohe Zinsen und die Darlehenszinsen für den Baukredit waren niedrig.

 

Inzwischen hat sich das längst geändert. Anders als bei fondsgebundenen Lebensversicherungen, fondsgebundenen Rentenversicherungen und beim Fondssparplan ist der Bausparvertrag inzwischen eine Anlageart, bei der mit den Guthaben-Zinsen niemand mehr glücklich ist. Auf der anderen Seite sind die Zinsen für Baudarlehen aus dem Bausparvertrag teilweise höher, als es die Zinsen für herkömmliche Baufinanzierungen sind.

 

Die klassische Lebensversicherung hat längst ausgedient

 

 

Es gab Zeiten, da wurden den Versicherungsgesellschaften die so genannten Kapitallebensversicherungen regelrecht aus der Hand gerissen. Es war ja auch sinnvoll, die Absicherung im Todesfall mit der Möglichkeit, für spätere Zeiten monatlich Sparen zu können, zu kombinieren.

 

Die Zeiten hoher Zinsen sind bei Lebensversicherungen jedoch längst Geschichte. Bei Neuverträgen gibt es oft gar keinen Garantiezins mehr, die Überschusszinsen gingen nach unten, und der Beteiligungsüberschuss ist deutlich geringer als früher.

 

Das bedeutet: wer heute eine kapitalbildende Lebensversicherung abschließt, muss viel dafür bezahlen, monatlich Sparen zu können, um am Ende unter dem Strich wenig dafür zu erhalten. Stattdessen bietet sich die fondsgebundene Lebensversicherung an, bei der während der Laufzeit die getätigten Investments gewechselt werden können und spürbar höhere Renditen erzielbar sind.

 

Tagesgeldkonto zum monatlich Sparen nutzen?

 

Neben dem Girokonto, für das es nur sehr selten Zinsen gibt, ist das Tagesgeldkonto eine der beliebtesten Anlagearten überhaupt geworden. Ein Tagesgeldkonto ist auf den ersten Blick praktisch, da das Geld darauf jederzeit zur Verfügung steht und diese Anlagemöglichkeit für den Sparer keine (sichtbaren) Kosten aufwirft.

 

Der Nachteil: in Zeiten eines allgemein niedrigen Zinsniveaus, wenn der Leitzins für die Euro-Zone die Sparzinsen nach unten drückt, gibt es für Tagesgeldkonten in den meisten Fällen nur noch sehr niedrige Zinsen – womit sich die Tagesgeldkonten kaum mehr lohnen.

 

Außerdem wird, und dies ist ein weiterer wichtiger Faktor, bei einem Tagesgeldkonto das regelmäßige Sparen nicht belohnt, wie es beim Fondssparplan und der fondsgebundenen Lebensversicherung der Fall ist. Dort entfalted der Cost-Average-Effekt nämlich seine volle Wirkung, bei Banksparplänen nicht.

 

 

Festgeldkonto nicht zum monatlichen Sparen geeignet

 

 

 

Während ein Tagesgeldkonto bedingt für das regelmäßige Sparen geeignet ist, bietet das Festgeld eine solche Möglichkeit nicht. Bei Festgeldanlagen wird ein fester Betrag über eine vorab bestimmte, feste Laufzeit anlegt.

 

 

Fondssparplan zum monatlichen Sparen sehr gut geeignet

 

 

SparschweinEine Möglichkeit, monatlich Geld anzulegen, und im Laufe der Zeit eine schöne Summe anzusparen, bietet der Fondssparplan.

 

Schön dabei: es gibt in diesem Bereich zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten, sein Geld anzulegen. Die Auswahl ist komfortabel groß.

 

Bei einem Fondssparplan wird nicht auf ein Bankkonto eingezahlt, und dort gespart, sondern die regelmäßigen Einzahlungen fließen in einen Investmentfonds.

 

Durch das regelmäßige Sparen, das je nach Sparplan bereits ab wenigen Euro monatlich möglich ist, ergibt sich im Laufe der Zeit eine angesparte Summe, mit welcher dann „gearbeitet“ wird. Die Gewinne ergeben sich, anders als beim Banksparplan, nicht aus einer vorab festgelegten Verzinsung, sondern aus der Wertentwicklung der im Investmentfonds enthaltenen Wertpapiere. Dies können Kursgewinne sein, aber auch Dividenden oder Zinszahlungen, falls beispielsweise in Aktienfonds investiert wird.

 

Ein Fondssparplan kann aus ganz unterschiedlichen Fonds bestehen, wie zum Beispiel Aktienfonds, Rentenfonds, Dachfonds, Mischfonds, Garantiefonds oder Indexfonds. Dazu wird beim Fondssparplan oft in vorab konfigurierte Musterdepots investiert, so dass bereits ideale Zusammensetzungen bestehen, ohne dass der Anleger das Rad nochmals neu erfinden müsste.

 

Ein großer Vorteil des Fondssparen liegt neben den Ertragschancen darin, dass die Verteilung der Investments im Laufe der Dauer des Sparplans verändert werden kann. Damit kann den jeweiligen Trends auf den Kapitalmärkten gefolgt werden, beispielsweise wenn bestimmte Papiere eine ganze Zeitlang nur Verluste schreiben, oder sich neue Wertpapiere in einem Fonds auftun, die größere Renditechancen bieten.

 

Eine häufig genutzte Möglichkeit des Fondssparen ist das Balance Monatssparen, bei dem das monatliche Sparen bereits ab 100 Euro möglich ist. Das Balance Monatssparen ist eine „grüne Geldanlage“, bei der die Anleger nicht nur profitieren, sondern gleichzeitig etwas Gutes tun. Dieses grüne Monatssparen bietet in Sachen Geldanlage die goldene Mitte, was heißt: obwohl es nur moderate Kursschwankungen nach unten und oben gibt, ist unter dem Strich eine gute Rendite möglich.

 

Der Vorteil des Fondssparplans Balance Monatssparen ist die Verfügbarkeit des angelegten Geldes. Anders als bei einem Banksparplan, wo das Geld über Jahre oder gar Jahrzehnte angelegt bleiben muss, um einen wirklichen Ertrag zu erwirtschaften, bietet dieser Fonds eine börsentägliche Verfügbarkeit des angelegten Geldes. Dennoch empfehlen die Anbieter für grünes Fondssparen eine Mindestanlagedauer von fünf Jahren, um Schwankungen besser ausgleichen zu können.

 

Fest vorgeschriebene Vertragslaufzeiten gibt es beim Fondssparen Balance Monatssparen nicht, doch je länger die erwirtschafteten Zinsen investiert werden, umso größer ist natürlich auch der Zinseszinseffekt.

 

 

Sorgenfreier-Lebensabend

 

Fondsgebundene Rentenversicherung

 

 

Eine weitere Möglichkeit, sein Geld gewinnbringend anzulegen, und monatlich 100 Euro zu sparen, ist die fondsgebundene Rentenversicherung. Mit dieser Art von Versicherung wird gezielt für das Rentenalter vorgesorgt, indem Geld in einer Privatrente angelegt werden.

 

Dadurch ist es möglich, die Deckungslücke zwischen gesetzlicher Rente und dem tatsächlichen Bedarf im Ruhestand, zu schließen, um später nicht auf den gewohnten Lebensstandard verzichten zu müssen.

 

Eine solche fondsgebundene Rentenversicherung ist die „Grüne Privatrente“, deren Mindestanlagesumme bei 50 Euro liegt. Großer Vorteil: statt jährlich 25 Prozent an Abgeltungssteuer zu zahlen, bleibt die Versteuerung in der Anzahlungsphase bei Null. In der Auszahlphase greift die sehr günstige Ertragsanteilsbesteuerung.

 

Bei der fondsgebunden Rentenversicherung wie der grünen Privatrente gibt es verschiedene Auswahl-Möglichkeiten. Die Versicherten können sich aussuchen, ob sie ihr Kapital lieber sicherheitsorientiert anlegen wollen, ausgewogen oder wachstumsorientiert.

 

Die Anlagen werden dann in entsprechende ethisch-ökologisch Geldanlagen getätigt, wodurch der Anleger auch noch etwas Gutes für die Welt tut und sein Geld für positive Dinge arbeiten lässt.

 

Die Steuerbefreiung bei der fondsgebundenen Rentenversicherung mit einer Laufzeit ergibt den großen Vorteil gegenüber allen anderen monatlichen Sparformen. Dadurch ist während der Dauer der Laufzeit ein starker Zinseszinseffekt möglich, bei dem die Zinsen immer wieder im Vertrag angelegt werden und nachfolgend neue Erträge mit sich bringen.

 

Die Grüne Privatrente bietet außerdem den Vorteil, dass trotz der langen Vertragslaufzeit jederzeit flexible Auszahlungen möglich sind. Dies ist auch bei den Einzahlungen der Fall, wodurch es dem Anleger selbst überlassen ist, wie viel Geld er zu Beginn, und während der Dauer der Anlage in den Vertrag einlegen möchte. Dadurch können auch höhere Beträge, die kurzfristig zur Verfügung stehen, in die fondsgebundene Rentenversicherung eingezahlt werden.

 

 

Fazit: Die beste Anlageart für sich selbst wählen

 

Möglichkeiten, 100 Euro monatlich anzulegen, um für später Geld auf der hohen Kante zu haben, gibt es viele. Doch nicht alle sind gleich gut und haben nennenswerte Renditechancen. Unter allen genannten Anlagearten, dem Banksparplan, dem Bausparvertrag, der klassischen Lebensversicherung, dem Tagesgeldkonto, dem Fondssparplan, der fondsgebundenen Lebensversicherung und der klassischen Rentenversicherung, haben wir festgestellt, dass die Anlagearten, bei denen Investments in Fonds getätigt werden, heutzutage weitaus mehr Renditechancen bieten als herkömmliche Anlagearten.

 

Das niedrige bis sehr niedrige Zinsniveau, das für alle Geldanlagen ohne Risiko gilt, fordert Anleger dazu heraus sich andere, an Risiko reichere, aber dafür zugleich an Ertragschancen stärkere, Anlagearten zu suchen.

 

Die für sich beste Anlageart zu wählen, bedeutet heutzutage auch, das Risiko nicht zu scheuen, und das Geld der monatlichen Sparrate auch entsprechend gewinnbringend einzusetzen. Mit dem Anlegen in Investmentfonds mittels fondsgebundener Versicherungen und dem Fondssparen ist dies auch in diesen Zeiten möglich.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2016: Teil 1 Aktien- und Aktienfonds

Montag, 11. Januar 2016

 

ausblick-2016-nachhaltige-kapitalanlagenIn den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2016 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun:  2012, 2013, 2014 und 2015.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 1 – Sichere Geldanlage in Aktien und Aktienfonds

Das abgelaufene Jahr 2015 hat deutsche Anleger gut abschneiden lassen. Der wichtigste Deutsche Aktienindex DAX  legte um 9,6 Prozent zu – ein ordentliches Plus im Vergleich zu den praktisch null Prozent Zinsen auf den Sparbüchern oder Tagesgeldkonten. Die internationalen Börsen waren in der jeweiligen Landeswährung meist deutlich schlechter – aber, aufgrund der Euro-Abwertung im Jahresverlauf, konnten deutsche Anleger auch mit ausländischen Aktien eine Rendite im Bereich von fünf Prozent erreichen.

 

Hier der Chart des weltweiten, breiten Nachhaltigkeitsindex Dow Jones Sustainability für 2015:

 

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Wertentwicklung in 2015 negativ, aber dank Euro-Abwertung für deutsche Anleger interessant

 

 

Wie alle Indizes hat auch der Dow Jones Sustainability Index bis April / Mai kräftig zugelegt, um dann im weiteren Jahresverlauf nachzugeben. Der August 2015 bot Tage mit extremen Verlusten, die aber im letzten Quartal des Jahres 2015 weitgehend wieder aufgeholt werden konnten.

 

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Wichtig für die weltweiten, also auch für die nachhaltigen, Aktienmärkte sind die Zinsen. Dabei gilt, dass hohe Zinsen eher Gelder der Anleger aus den Aktienmärkten heraus in die Zinsprodukte fließen lassen, also tendenziell nachteilig für die Aktienmärkte sind. Während die Europäische Zentralbank EZB die Zinsen in 2015 niedrig hielt und ein Anleihekaufprogramm installierte, hat die amerikanische Notenbank FED die Zinsen erstmals wieder – sehr moderat – um 0,25 bis 0,5 Prozent angehoben.

 

Wie Ken Fisher im Focus Money schreibt, ist daraus aber kurzfristig nichts Negatives für die Aktien zu erwarten. Seit 1933 hat die erste Zinserhöhung im Rahmen eines Aufschwungs niemals einen Börsencrash ausgelöst. Im Gegenteil: nach der ersten Zinserhöhung hielten die steigenden Börsenmärkte im Schnitt noch weitere 3,3 Jahre an.

 

Ein Börsencrash wird immer von Euphorie oder unvorhersehbaren Großereignissen (z.B. Terror-Anschläge 2001) ausgelöst. Lässt man die Großereignisse weg, da sie ohnehin nicht planbar sind, muss man die Euphorie betrachten. Davon ist an den Aktienmärkten zu Beginn des Jahres 2016 überhaupt nichts zu spüren – ausgelöst durch erneute China-Ängste waren die ersten Handelstage des Jahres deutlich negativ. Die Folge: keine Euphorie, kein Börsencrash. Aktienkurse steigen entlang der Mauer der Angst.

 

Fazit: Auch im 5. Jahr nach der negativen Aktienjahr 2011 bleiben die Aussichten für Aktien und Aktienfonds in Takt. Es gibt weiterhin billiges Geld der Zentralbanken und von Aktien-Euphorie, die regelmäßig vor großen Kurszusammenbrüchen auftritt, ist nichts zu spüren.

 

Innerhalb unserer Musterdepots sehen wir die Entwicklung wie folgt:

 

Wasserinvestments: Hersteller von Meerwasserentsalzungsanlagen, Wasserfiltern oder Rohrleitungssystemen bleiben weiterhin wichtig, um das globale Wasserproblem zu lösen. Nach dem Zuwachs unseres Wasserdepots von 6,1 Prozent in 2015 sollte auch 2016 ein ordentliches Jahr auf gleichem Niveau für Wasserinvestments werden.

 

 

Holzinvestments: Das Musterdepot Holz konnte mit einem Zuwachs von 2,3 Prozent in 2015 aufwarten. Damit wurden die hohen Zuwächse der Vorjahre nicht erreicht. Die langfristigen Perspektiven für diesen Natur-Werkstoff bleiben sehr positiv, der Ausblick auf 2016 ist durchschnittlich.

 

 

Erneuerbare Energien (Sonne-Musterdepots): Die auf nachwachsenden Energien spezialisierten Musterdepots Sonne zeigten sich nach schwächeren Vorjahren von Ihrer Sonnenseite: plus 8 Prozent am Ende des Jahres 2015 wurden erreicht. Die Beschlüsse der Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 sollten für die langfristig steigende Kurse sorgen. Wir bleiben auch für 2016 optimistisch.

 

 

Klimaschutz: Mit einer weniger starken Konzentration auf die Erneuerbaren Energien, dafür auch mit Anbietern von Dämmstoffen oder Infrastrukturprojekten, bleiben die Klimaschutz-Depots für die meisten Anleger attraktiver als die Sonne-Depots. Die Wertentwicklung in 2015 erreichte 9,25 Prozent. Ähnlich wie bei den Sonne Musterdepots sollten auch die Klimaschutz-Depots ein gutes Jahr 2016 vor sich haben.

 

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Wachstums-Depots): Die Wachstums-Depots setzen auf nachhaltige Unternehmen aller Branchen weltweit. Nach einem ordentlichen Jahr 2015 mit einem Plus von 6,6 Prozent sollte auch 2016 ein moderates und ansehnlich positives Ergebnis erreicht werden. Denn besonders für diese breit anlegenden Lösungen gelten die Ausführungen von oben: ein Crash-Grund ist nicht in Sicht, Aktien werden 2016 wohl überzeugen.

 

 

 

Was ist nun mein Tipp für das Jahr 2016 – Klicken Sie hier und kommen Sie direkt zu meinem aussichtsreichsten 2016-Tipp!

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Erben & Schenken: Was sollte man wissen?

Freitag, 15. Mai 2015

 

In Deutschland wird immer mehr vererbt, oder sehr verwandt dazu, verschenkt. Die seit dem Wirtschaftswunder erschaffenen  Besitztümer der Deutschen werden in steigender Menge übertragen. Doch das deutsche Familienrecht ist komplex und die gesetzlichen Standard-Vorgaben passen nur in den wenigsten Fällen hinzu kommt: nur 15% der Deutschen halten Erb-Streitigkeiten in Ihrer Familie für möglich, aber in 45% der Erbfälle kommt es zu juristischen Auseinandersetzungen.

 

 

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Nur 15% glauben in der Familie an Erbstreit, in  Wirklichkeit kommt er in 45% der Fälle vor (Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

Die gesetzliche Erbfolge

 

Wenn nichts geregelt wird, gilt die gesetzliche Erbfolge. Diese zielt primär darauf ab, die Ehegatten und Kinder gut zu stellen.

 

Entsprechend gelten für Ehepartnern und eingetragene Lebenspartnerschaften eigene, großzügige Regelungen. Außerhalb dessen gilt: gibt es näher stehende Erben, geht der Rest leer aus. Unverheiratete Lebensgefährten oder angeheiratete Verwandtschaft geht ohnehin immer leer aus. Der Gesetzgeber sieht folgende Regelung vor: zunächst erben Kinder, dann deren Kinder, dann Eltern und gegebenenfalls Kinder wie Geschwister oder Nichten / Neffen des Erblassers, als nächstes kommen Großeltern und deren Nachkommen.

 

Beispiel: Ein unverheirateter Mann verstirbt und hat drei Kinder. Jedes erbt also 1/3 des Erbes. Da ein Kind jedoch bereits verstorben ist, teilen sich dessen beiden Kinder sein Drittel. Letztlich erhält jedes Kind des Erblassers 1/3, die Enkel des Erblassers erhalten jeweils 1/3 mal 1/2, also 1/6 des Nachlasses. Alle anderen erhalten nichts.

 

Siehe dazu auch untenstehende Grafik mit den Erbschaftsklassen 1., 2. und 3. Ordnung.

 

Wie sieht das Erbe der Ehepartner aus?

 

Außerhalb des Ordnungs-Systems der Erben steht der Eheparten oder eingetragene Lebensgefährte. Neben Erben 1. Ordnung erhält der Ehepartner 1/4, neben Erben der 2. Ordnung erhält er die Hälfte des Erbes. Immer wenn die Ehepartner in Zugewinngemeinschaft leben (Normalfall), erhält der Ehepartner ein weiteres 1/4. Im häufigen Fall einer Erbschaft mit Ehepartner und 2 Kindern erhält der Ehepartner also 1/4 plus nochmal 1/4 wegen der Zugewinngemeinschaft, also insgesamt 1/2. Die Kinder erhalten jeweils 1/4.

 

Wie kann ich etwas regeln?

 

Wer also eine eigene Regelung treffen möchte, muss ein schriftliches Testament hinterlegen oder einen Erbvertrag erstellen. Nur falls diese Dokumente zum Beispiel aus formalen Gründen nicht gültig sind, gilt wieder die gesetzliche Erbfolge. Für den Erbvertrag gilt, dass er keine einseitige Willenserklärung wie das Testament darstellt, sondern dass er ein von Erblasser und Erben unterzeichnetes Dokument ist. Er muss zwingend beim Notar abgeschlossen werden und kann, das ist ein wesentlicher Unterschied zum Testament, später nicht mehr einseitig geändert werden.

 

Was gibt’s beim Testament zu beachten?

 

Ein Testament kann jeder, auch ohne rechtliche Hilfe, verfassen. Wichtig: es muss zwingend in eigener Handschrift verfasst werden. Maschinengeschriebene Testamente mit eigenhändiger Unterschrift sind nicht gültig. Es muss im Testament klar ersichtlich sein, von wem das Testament wann und wo verfasst wurde. Der Vorteil: im Gegensatz zum Erbvertrag kann ein Testament jederzeit durch ein neues ersetzt werden.

 

Um zu vermeiden, dass Testamente verloren gehen oder unklar ist, welches das aktuelle Testament ist, kann man es beim Amtsgericht oder im zentralen Testamentsregister (www.testamentsregister.de, seit 1.1.2012) durch einen Notar hinterlegen lassen. Pflicht ist das nicht, private Testaments ohne Hinterlegung gelten ebenso.

 

Generell kann man neben dem selbst geschriebenen Testament auch das Testament von einem Notar machen lassen. Das ist jedoch relativ teuer. Unser Tipp: Erstellen Sie ein rechtssicheres Testament, indem Sie sich mit einem auf Familienrecht spezialisierten Anwalt (Beispiel: http://www.fuchs-fuchs.de/anwalt.htm) auf Stundenbasis beraten lassen. Das ist meist spürbar günstiger und ebenso hochwertig wie die Lösung beim Notar.

 

 

Was ist ein Erbschein?

 

Ein Erbschein muss beim Nachlassgericht des letzten Wohnsitzes des Verstorbenen beantragt werden. Er ist wichtig um zum Beispiel gegenüber Banken oder Gerichten über das vererbte Vermögen verfügen zu können. Teilweise ist bei einem notariellen Testament der Erbschein entbehrlich.

 

 

Und wenn nur Schulden vererbt werden?

 

Eine Erbschaft kann auch immer ausgeschlagen werden. Aber Achtung: dafür gilt eine unter Umständen knappe Frist von nur 6 Wochen nach Kenntnis der Erbschaft. Spätestens dann muss beim Nachlassgericht eine entsprechende Erklärung abgegeben werden. Gibt es keine weiteren Erben, fällt das Erbe an den Staat. Sein Vorteil: er haftet selbst nur maximal in Höhe der Erbschaft, höhere Schulden werden durch den Staat nicht beglichen – Pech für die Gläubiger.

 

 

Und die Steuern beim Erben?

 

An die Steuern muss möglichst schon vor Eintritt des Erbfalls gedacht werden. Dann lassen sich diese möglicherweise noch vermindern oder ganz vermeiden. Grundsätzlich möchte der Fiskus seinen Anteil am vererbten Vermögen haben, es gelten jedoch unterschiedliche Freibeträge und Steuersätze, abhängig von Erbschafts-Steuerklassen und Höhe des vererbten Vermögens. Zusätzlich werden noch spezielle Regelungen angewandt, wie Versorgungsfreibeträge im Erbfall für Ehegatten (256.000 Euro) oder für Kinder unter 27 Jahren (zw. 10.300 und 52.000 Euro) sowie Hausratsfreibeträge (42.000 Euro für Steuerklasse I). Andere bewegliche körperliche Gegenstände außer Bargeld, Münzen, Wertpapieren, Edelmetallen bleiben bis 12.000 Euro steuerfrei.

 

Auch die Kosten für Beerdigung, Grabdenkmal, Grabpflege, Testamentseröffnung und Erbschein sind pauschal mit 10.300 Euro abziehbar.

 

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Ehepartner stehen außerhalb der Erbordnung und werden immer bedacht. Ansonsten gilt: 2. Ordnung erbt nur, wenn niemand der 1. Ordnung da ist. 3. Ordnung erbt nur, wenn niemand der 1. oder 2. Ordnung da ist (Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

 

 

 

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Welche Freibeträge gelten für wen? (Keine Vollständigkeit, keine Gewähr, Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

 

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Unterschiedliche Steuersätze für die unterschiedlichen Erbschaftssteuer-Klassen (Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

 

 

 

Erben und Schenken – wieso wird das häufig zusammen erwähnt?

 

Prinzipiell verstehen Normalbürger darunter zwei unterschiedliche Dinge. Steuerlich werden die beiden Fälle Erben und Schenken aber zunächst gleich behandelt. Im Detail gibt es allerdings – zunächst unscheinbar anmutende – Unterschiede. So befinden sich Eltern und Großeltern bei Erbschaften in der Steuerklasse I mit einem Freibetrag von 100.000 Euro und relativ niedrigen Steuersätzen wieder. Kommt es allerdings zu einer Schenkung statt zur Erbschaft, sind beide in Steuerklasse II mit nur  noch 20.000 Euro Freibetrag und höheren Steuersätzen. Das kann schnell mehrere zehntausend Euro Unterschied ausmachen.

 

 

Sollte man überhaupt aus steuerlichen Gründen schenken?

 

Nachdem Schenken steuerlich eher schlechter als Erben behandelt wird, stellt sich die Frage, ob sich Schenken lohnt. In vielen Fällen ja, denn beim Schenken gelten 10jährige Fristen für die Freibeträge. Man kann also einen Freibetrag nutzen, wartet 10 Jahre, und kann ihn dann wieder nutzen. Damit können auch große Vermögen, gut geplant, steuerfrei übergeben werden.

 

Allerdings ist verschenktes Vermögen in der Regel aus dem Zugriff des Schenkenden entzogen, so dass dieser Schritt gut überlegt sein will. Allerdings gibt es dazu einige intelligente Lösungen, die die Schenkung zulassen, und gleichzeitig die Zustimmung des Schenkenden über die Verwendung des Erbes benötigen. Sprechen Sie uns für dieses Lösungen direkt an (Kontakt).

 

 

Was sind Pflichtteile?

 

Pflichtteile sind Geldansprüche in halber Höhe dessen, was nahen Angehörigen laut gesetzlicher Erbfolge zugestanden hätte.

 

Diese können verlangt werden, wenn die Betroffenen von der Erbfolge ausgeschlossen wurden. Als nahe Angehörige gelten in diesem Fall:

 

– die Abkömmlinge des Erblassers
– die Eltern des Erblassers
– der Ehegatte des Erblassers
– eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartner

 

Pflichtteile können unter Umständen zu Liquiditätsengpässen bei den Beerbten führen. Pflichtteilsansprüche können kaum ausgeschlossen werden. Allerdings können Schenkungen zur Übertragung des Vermögens genutzt werden. Bei Schenkungen gilt: 10% des verschenkten Vermögens werden pro Jahr gestrichen, nach 10 Jahren ist also kein Vermögen für den Pflichtteilsanspruch mehr vorhanden.

 

 

 

 

erben und schenken

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Einkommenssteuerfreie Vererbung von Depots

Montag, 11. Mai 2015

 

Bis 2020 werden in Deutschland etwa 2,6 Billionen Euro vererbt, was immerhin ca. 27 % des gesamten Vermögensbestandes (ca. 9,4 Billionen Euro) der privaten Haushalte entspricht (Quelle: "Empirica"-Studie, Deutsches Institut für Altersvorsorge, 2011). Deshalb sind Konzepte gefragt, die die Übertragung dieser Vermögen auf die nächste Generation optimieren. Lebensversicherungsprodukte bieten zu diesem Thema einige einzigartige Möglichkeiten – auch auf Grund der unkomplizierten Regelung und Veränderung der Begünstigten und des Vertragsinhabers.

 

Die meisten Menschen denken beim Thema "Erben" in erster Linie an Erbschaftssteuer. Ich möchte hier aber den Fokus auf die Einkommenssteuer bei Vererbung eines Depots lenken. Sie werden sagen: "Einkommenssteuer bei Vererbung? Das ist doch ein Druckfehler….".

 

Nein, es ist völlig ernst gemeint. Nehmen wir an, ein Kunde hat 500.000 € auf einem gewöhnlichen Bankdepot. In diesem Depot finden sich einige Aktienfonds und Rentenfonds. Der Kunde stirbt und das Vermögen geht in den Nachlass. Wenn der Kunde in einer gewöhnlichen Direktanlage bei der Bank investiert ist, dann fällt bei Auflösung des Depots die Abgeltungssteuer auf die Erträge an. Warum Auflösung?

 

In Deutschland wird durch das Erbschaftssteuergesetz geregelt, wer welchen Anteil des Vermögens erbt. Es wird aber nicht geregelt, wer genau was erbt. Zudem erbt in Deutschland nur in eher seltenen Fällen ausschließlich eine Person. Meistens gibt es mehrere Erben, die sich dann um die Aufteilung der Vermögenswerte streiten (Erbstreitigkeitsquote ca. 45 %). Dies könnte man nur durch ein Testament verhindern, das machen aber bisher nur sehr wenige Deutsche! Nach einer Umfrage, die das Deutsche Forum für Erbrecht durch EMNID 2012 durchführen ließ, haben nur rund 30 % der Deutschen ein Testament errichtet. Davon sollen aber rund 80 % entweder unwirksam oder zumindest streitanfällig sein. Das heißt konkret für unser Beispiel, das Depot wird aus zwei Gründen mit einer großen Wahrscheinlichkeit aufgelöst. Einerseits wird es meist mehrere Erben geben, die unterschiedliches mit dem Geld vorhaben, anderseits sind diese selten zufrieden mit der bisherigen Anlageform oder können sich nicht auf eine gemeinsame einigen.

 

Wird das Depot aufgelöst, wird die Abgeltungssteuer auf die Erträge fällig, also immerhin 25 % der angefallenen Erträge (zzgl. Kirchenst. und Soli ca. 28 %). Nehmen wir an, das Geld in dem Beispieldepot hat über 12 Jahre 6% p.a. erwirtschaftet, das ist ein Faktor von ca. zwei. D.h. es wurden anfangs 250.000 € angelegt, die sich über 12 Jahre verdoppelt haben. Es sind also 250.000 € Erträge angefallen. Dann reden wir immerhin über eine Zahlung von ca. 70.000 € Abgeltungssteuer, die bei Auflösung anfallen. In der wohlhabenden Schicht dürften diese Summen noch wesentlich höher liegen.

 

Über das Konstrukt einer Lebens- oder Rentenversicherung ist an dieser Stelle eine Optimierung möglich. Die Produktgestaltung ist dabei beinahe trivial. Die Wirksamkeit hängt eher an den Produkteigenschaften selbst. Wenn der Kunde in dem o.g. Beispiel sein Depot in eine fondsgebundene Police einzahlt, dann passiert folgendes: Der Kunde ist Vertragsinhaber (VN), ist auch versicherte Person (VP) und auch Bezugsberechtigter und zahlt auch selbst das Geld ein. Nun ist es so, dass der Kunde zu Lebzeiten selbst über das Geld verfügen kann, er kann auch Renten beziehen oder sich regelmäßig Geld auszahlen, wenn der Tarif das zulässt. Seine Geldanlage kann er bei entsprechender Fondsauswahl genauso oder mindestens sehr ähnlich strukturieren wie vorher im Depot gewohnt. Der Unterschied ist nur, wenn der Kunde (VP) jetzt stirbt, gibt es aus dem Vertrag eine steuerfreie Todesfallleistung. Die Besteuerung von Leistungen aus Lebens- und Rentenversicherungen wird in Abb. 1 im Überblick dargestellt.

 

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Abb. 1: Besteuerung von Leistungen aus einer Lebens- oder Rentenversicherung

 

Es wird in diesem Konzept die Tatsache ausgenutzt, dass Todesfallleistungen aus Lebens- und Rentenversicherungen einkommenssteuerfrei ausgezahlt werden.

 

Der Betrag kann beliebig hoch sein, er wird nicht der Einkommenssteuer unterworfen! Damit hat der Kunde unter Mithilfe einer Policenlösung für beliebig große Depots die Möglichkeit der Weitergabe in die nächste Generation, ohne dass bei Auflösung Einkommenssteuer anfallen würde. Siehe dazu schematische Darstellung in Abb. 2.

 

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Abb. 2: Einkommenssteuerfreie Depotvererbung

 

 

 

 

Diese Vorgehensweise funktioniert allerdings nur, wenn es sich um einen lebenslangen Vertrag (Whole-Life-Tarif) handelt, d.h. der Vertrag endet nicht automatisch. Das alleine schränkt die Auswahl der möglichen Tarife natürlich ein. Die Todesfallleistung muss mindestens dem Vertragsguthaben entsprechen. Bei vielen Rentenversicherungen kommt im Todesfall nur die Summe der eingezahlten Beiträge zur Auszahlung. Das wäre hier natürlich kontraproduktiv. Zudem muss die Flexibilität bei der Entnahme sehr groß sein, damit der Depotinhaber selbst möglichst umfangreich verfügen kann.

 

Natürlich müssen nun je nach Umfang des vererbten Betrages ggf. Erbschaftsteuern gezahlt werden. Diese könnte man nur vermeiden, wenn man von vornherein die Versicherungsnehmer-Eigenschaft an den gewünschten Erben überträgt. Dann wäre das Geld aber verschenkt und für den bisherigen Depotinhaber selbst nicht mehr nutzbar. Aber immerhin haben wir die Einkommenssteuer vermieden. In der ursprünglichen Depotlösung bei der Bank werden im Zweifel Einkommenssteuer UND Erbschaftssteuer fällig!

 

Steuerfreiheit – Mythos der Vergangenheit?

 

Eine sehr attraktive Abwandlung dieses Konzeptes ermöglicht sogar in heutiger Zeit noch steuerfreie Verträge für den Anleger oder Sparer selbst. Die Einführung des Alterseinkünftegesetzes (2005) und der Abgeltungsteuer (2009) veränderten das Steuerprivileg von Rentenversicherungen und Fondsanlagen grundlegend. Dennoch können auch im Jahr 2015 einkommensteuerfreie Policen abgeschlossen werden! Auch in diesem Fall machen wir uns die steuerfreie Todesfallleistung zunutze, siehe Abb. 1. Aber keine Angst, Sie müssen nicht erst sterben, um steuerfreie Leistungen zu erhalten, dafür sorgt eine besondere Vertragsgestaltung.

Das Konzept

Angenommen, die Fondspolice wird wie in Abb. 3 abgeschlossen:

 

abbildung-3-steuerfreie-geldanlage

Abb. 3: Gestaltung einer steuerfreien Ansparpolice

 

Diese Vertragskonstellation hat folgende Vorteile:

 

 

Das Kind kann als Versicherungsnehmer frei über den Vertrag verfügen:

– (Teil-)Entnahmen, Verrentung – abgestimmt auf das Lebensalter des Kindes, Auszahlplan, Kombination der Verfügungsarten – Besteuerungssystematik s. oben

– Änderungen der Anlage

 

 

Die steuerliche Besonderheit:

– Im Todesfall des Vaters erhält das Kind das vorhandene Vertragsguthaben als Todesfall-Leistung einkommenssteuerfrei!

Wichtig dabei ist die Alterskonstellation. Die mitversicherte Person sollte idealerweise etwa 25-35 Jahre älter sein als der Vertragsinhaber. Dies kann ein Elternteil sein, das ist aber nicht zwingend notwendig.

 

 

Kennen Sie diese Situation? Eltern möchten für Ihr Kind beizeiten einen Sparvertrag abschließen ("Zeit ist Geld!"). Am Ende des Sparprozesses ist allerdings auf die Erträge ein erheblicher Teil an Steuern abzuführen. Diese können Sie Ihren Kindern ersparen. Diese Konstellation eignet sich also besonders für Kinder-Investmentpolicen.

 

 

Produktlösung nach Maß

In der Beratung kommt zudem der Produktlösung eine entscheidende Bedeutung zu, denn nicht jede Fondspolice erfüllt diese notwendigen Anforderungen:

– Whole-Life-Tarif, d.h. der Vertrag endet nur bei Kündigung oder wenn eine versicherte Person stirbt. Vor dem Hintergrund der Steuerfreiheit im Todesfall ist ein lebenslanger Vertrag eine Notwendigkeit.

– Es muss die Möglichkeit einer mitversicherten Person geben (auf Erstversterbenden-Basis)

– Flexible Anlageoptionen: Die Fondspolice sollte neben Einzelfonds auch den Deckungsstock als Sicherungsinstrument anbieten.

 

Der Kunde kann somit das Anlagerisiko eigenständig bestimmen und flexibel auf Marktentwicklungen reagieren.

 

 

– Volle Flexibilität in der Entnahme (Auszahlplan, Verrentung, Entnahmen und deren Kombinationen)

– Todesfallleistung entspricht dem Vertragsguthaben

 

 

Eine steuerfreie Fondspolice ist somit kein Mythos der Vergangenheit. Entscheidend sind dabei eine Produktlösung nach Maß sowie die richtige Vertragsgestaltung.

 

 

 

steuerfreie-geldanlage-kontakt

 

 

 

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sven-staack Gastbeitrag von Sven Staak

Sven Staak  ist Dipl.-Volkswirt und arbeitet als Key Account Consultant bei der Helvetia schweizerische Lebensversicherung AG. 

Für alle Angaben wird keine Haftung übernommen. Der Beitrag gibt die Meinung des Gastautors wieder.

Die 5 größten Irrtümer über die Riester Rente

Montag, 16. März 2015

 

Die Riester Rente hat es schwer. Sehr bürokratisch, mit vielen Geburtsfehlern gestartet, und mit dem Vorwurf hoher Kosten belastet, hat sie einen schlechten Ruf. Trotzdem wurden schon rund 16 Millionen Riester Renten abgeschlossen (Quelle: Statista). Zu Recht, denn in vielen Fällen lohnen sich Riester Renten alleine schon wegen der Zulagen. Selbst wenn die Verträge selbst keine Rendite erzielen würden, kommen durch die Zulagen teilweise 8 Prozent garantierte Rendite zu Stande. Denn die Höhe aller Einzahlungen ist bei Riester Renten zum Rentenbeginn garantiert, ein Verlust damit ausgeschlossen.

 

Wir haben deshalb die 5 größten Irrtümer über Riester Renten zusammen gefasst und klären auf.

 

Riester Rente: Irrtum 1 – Viel zu kompliziert

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Schöner Lebensabend dank Riester? (Katharina Wieland Müller / pixelio.de)

In den ersten Jahren nach Einführung der Riester Rente mag der Vorwurf gestimmt haben, aber mittlerweile ist das anders. Durch die Einführung des Dauerzulagenantrags muss die Förderung nur noch ein mal beantrag werden. Ansonsten sollten Riester Renten Sparer darauf achten, dass ihr vorgeschriebener Mindesteigenanteil jährlich eingezahlt wird und dass die Zulagen wie gewünscht auf dem Riester-Vertrag gutgeschrieben werden. Das ist schon alles was getan werden muss, um die lukrative Riester-Förderung in volle Höhe zu erhalten.

 

Riester Rente: Irrtum 2 – Zu starr

In der Tat hat der Gesetzgeber gewisse Regeln für die Zertifizierung eines Riester Renten Vertrages festgeschrieben. Diese sind jedoch in der Praxis recht einfach gehalten, die wichtigsten sind:

 

– nur Rentenversicherungspflichtige, Beamte und Soldaten samt Ehegatten dürfen “riestern”

– die Auszahlungen dürfen frühestens mit 62 beginnen

– prinzipiell sind lebenslange Rentenzahlungen vorzusehen

– nur 30 Prozent der angesparten Summe dürfen zu Rentenbeginn einmalig entnommen werden

– alle eingezahlten Beiträge müssen zu Rentenbeginn garantiert sein

 

Riester Rente: Irrtum 3 – Nur für Geringverdiener geeignet

Nichts ist falscher als das. Zwar profitieren Geringverdiener in Prozenten gerechnet oftmals stärker von den direkten, fixen Zulagen für Sparer und deren Kinder (bei 3 Kindern zum Beispiel 1.054 Euro im Jahr). Aber Riester Renten Beiträge können auch steuerlich angesetzt werden, was gerade bei Gutverdienern zu sehr hohen Förderungen führt. Richtig ist aber, dass man das Riestern individuell betrachten sollte, denn für manche lohnt es sich mehr als für andere. Verluste sind aufgrund der Beitragsgarantie bei Riester Renten aber ausgeschlossen.

 

Riester Rente: Irrtum 4 – Nur für Großfamilien

Auch hier gilt das unter Irrtum 3 genannte: nicht nur die direkte Riester Renten Förderung betrachten, sondern auch die steuerliche Seite beachten. Für die Zulagen gilt: 154 Euro pro Jahr für den Sparer, 185 Euro für jedes Kind – für ab 2008 geborene Kinder sogar 300 Euro jährlich. Für Singles ist die Riester Rente wegen den Steuervorteilen interessant. Bis zu 2.100 Euro pro Jahr können als Sonderausgaben steuerlich abgesetzt werden. Das kann eine Ersparnis von 1.000 Euro und mehr erbringen.

 

Riester Rente: Irrtum 5 – Das lohnt sich nicht

In vielen Fällen werden die Riester Renten Verträge isoliert als eigener Vertrag betrachtet. Hier schneiden sie wirklich nicht besonders attraktiv ab. Werden jedoch die staatlichen Zulagen mit in die Rechnung einbezogen, dreht sich das Bild gewaltig. Denn wie ein renommiertes Institut vor kurzem errechnet hat, erzielen Riester-Sparer nach Abzug aller Kosten und Steuern meist eine Rendite zwischen drei und fünf Prozent. Welche andere Sparform kann nach Abzug von Abgeltungssteuer, Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag solche Renditen aufweisen?

 

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2015: Teil 3 Lebens- und Rentenversicherungen

Samstag, 17. Januar 2015

 

 

Auch in diesem Jahr möchte ich einen Ausblick auf das kommende Jahr geben – welche Anlageklassen haben dieses Jahr Potenzial, welche sollte man meiden. Natürlich kann niemand mit Gewissheit sagen, wie sich das Jahr entwickelt, allerdings zeigen die Ausblicke der Jahre 2012, 2013 und 2014 dass die Treffsicherheit hoch ist.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds 
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 3 – Sichere Geldanlage in Lebens- und Rentenversicherungen

Das Zinstief hat die Branche der Versicherer auch erfasst. Der gesetzlich zugelassene Höchstrechnungszins, also der Zinssatz, der maximal verwendet werden darf um garantierte Werte von zum Beispiel Lebens-, Renten-, Pflege- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen zu berechnen, wurde vom Gesetzgeber zum 1.1.2015 gesenkt. Von 1,75% auf 1,25%.

 

 

Damit sind auch Lebens- und Rentenversicherungen tendenziell unattraktiver geworden. Allerdings ist die Bedeutung des Garantiezinses nur eine Komponente, um Lebensversicherungen und Rentenversicherungen zu beurteilen. Denn normalerweise kommt der Garantiezins nicht zum tragen, praktisch alle Versicherer zahlen in der Praxis deutlich höhere Zinsen als den Garantiezins.

 

 

Als Geldanlage dienen klassische und fondsgebundene Lebensversicherungen und Rentenversicherungen. Für beide gelten grundsätzlich andere Bedingungen.

 

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Klassische Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Bei klassischen Rentenversicherungen und Lebensversicherungen gibt der Anleger sein Geld dem Versicherer, und dieser verwaltet das Geld und versucht mit den vorgeschriebenen Anlageklassen, zum großen Teil Staatsanleihen, langfristige Gewinne zu erzielen. Für diese Geldanlagen garantiert er einen Zinssatz (ab 1.1.2015 in aller Regel 1,25% p.a.) und zahlt darüber hinaus erwirtschaftete Überschüsse.

 

Bei dieser Anlageform muss die Entwicklung der Zinsen über die gesamt Anlagedauer, oftmals mehrere Jahrzehnte, abgeschätzt werden. Ein hohes allgemeines Zinsniveau begünstigt auch die Lebensversicherungen und Rentenversicherungen, ein niedriges drückt auch die tatsächlich erwirtschafteten Zinsen.

 

Nach den Ankündigungen des Chefs der Europäischen Zentralbank EZB werden die Zinsen in Europa wohl auf mehrere Jahre hinaus auf ihrem niedrigen Niveau bleiben. Kurzfristig ist also nicht mit einer Verbesserung der Situation zu rechnen.

 

Langfristig gibt es 2 Möglichkeiten: Entweder die Zinssituation normalisiert sich, zumindest teilweise, und damit können auch die Lebensversicherungen und Rentenversicherungen wieder höhere Renditen erzielen. Die andere Möglichkeit sind langfristig tiefe Zinsen, so wie es die langfristige Zinskurve aus den Niederlanden, die bis ins 17. Jahrhundert zurück reicht, nahelegt. Dann würden auch die von Rentenversicherungen und Lebensversicherungen erzielbaren Renditen niedrig bleiben, wenn auch wahrscheinlich oberhalb der Inflationsraten. Zusammen mit den gewährten Steuervorteilen also weiterhin eine bessere Anlageform als Bankanlagen – bei vergleichbar hoher Sicherheit.

 

Fondsgebundene Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Komplett anders sieht die Situation bei fondsgebunden Rentenversicherungen und Lebensversicherungen aus. Dort erfolgt die tatsächliche Anlage der Gelder nämlich in vom Anleger wählbare Investmentfonds. Damit gelten die gleichen Aussichten wie in Teil 1 (Aktien und Aktienfonds) und in Teil 2 (Anleihen und Anleihefonds) dargestellt. Speziell wer an Aktien denkt, die sich perfekt für die langfristige Geldanlage und die Altersvorsorge eignen, also rosige Aussichten in 2015 ebenso wie langfristig.

 

Fazit: Auch wenn der Garantiezins zum 1.1.2015 abgesenkt wurde, haben sowohl klassische als auch fondsgebundene Lebensversicherungen und Rentenversicherungen ihre Daseinsberechtigung. Speziell fondsgebundene Lebensversicherungen, die gegenüber direkten Lösungen in Aktien, Anleihen, Aktienfonds oder Anleihefonds erhebliche Steuervorteile bieten und mit gratis Fondswechseln locken, bleiben auch 2015 die beste Lösung für die Absicherung des Lebensstandards im Alter.

 

Innerhalb unserer Musterdepots spielen Anleihen hier eine wichtige Rolle:

 

 

 Nachhaltige Rentenversicherung

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Schönes Weihnachtsgeschenk von ForestFinance: CacaoInvest kann Rendite erhöhen

Dienstag, 16. Dezember 2014

 

Rechtzeitig zum Jahresende gibt’s eine gute Nachricht vom Bonner Waldinvestment Anbieter ForestFinance: das beliebte CacaoInvest kann seine Rendite anheben und kommt nun auf 6,6% IRR-Rendite.

 

 

cacaoinvest-forestfinanceCacaoInvest: Wie funktioniert es?

Bei CacaoInvest wird das Anlagekapital zur Hälfte in die Aufforstung von Mischwäldern in Panama, zur anderen Hälfte zur Aufforstung von Kakao-Bäumen in Peru eingesetzt. Damit erhält der Anleger das Beste aus 2 Welten: die langfristige Rendite kommt durch die Edelbäume in Panama. Vorher profitiert der Anleger bereits von den Kakaobäumen, denn bei diesen kann die Kakao-Ernte bereits nach dem 5. Jahr beginnen. Es gibt deshalb ab dem 5. Jahr jährliche Ausschüttungen aus dem Verkauf von fertig produzierter, natürlich fairer Edelschokolade aus den eigenen Beständen.

 

Wie konnte nun die Renditeprognose erhöht werden?

ForestFinance pflanzt bereits seit einigen Jahren Kakao und gewinnt immer mehr an Erfahrung. Die bisherigen Ergebnisse sind erfreulich: die Preise für fair gehandelten Edel-Kakao, wie er nur an wenigen Standorten überhaupt hergestellt werden kann, entwickeln sich gut. Und die Ernteerträge sind höher als gedacht. Die Folge: statt bisher 5,4% pro Jahr prognostiziert ForestFinance nun 6,6% p.a. an Rendite.

 

 

 cacao-invest-forestfinance

 

 

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Atommüll-Lager: Bundesregierung unsicher ob das Geld reicht

Mittwoch, 10. Dezember 2014

 

Die Atomkraft ist die teuerste Energieform die es gibt. Allerdings kann niemand sagen, wie teuer die Atomkraft wirklich ist, denn die Atommüll-Lagerkosten sind unkalkulierbar. Alleine das Gehalt eines Pförtners eines Atommüll-Lagers,  bezahlt bis der Atommüll ungefährlich wäre, überstiege das vorhandene Kapital aller Menschen der Erde deutlich, so Franz Alt im Grünes Geld Video Interview. Aber ein Endlager wird wohl auch 2050, rund 100 Jahre nach Beginn des Atomkraft-Zeitalters in Deutschland, nicht zur Verfügung stehen. Die Atommüll Diskussion wurde durch die Ankündigung der Aufspaltung von E.on neu  angeheizt.

 

Atommüll wird hier produziert: Neckarwestheim

Atom-Anlage Neckarwestheim: Atom-Müll-Frage ungelöst (Markus Lorch / pixelio.de)

 

Atommüll: Konzerne entledigen sich der Lasten für Atommüll

Der jüngste Coup des Eon-Vorstandsvorsitzenden Johannes Teyssen hat es in sich. Er will seinen Konzern in 2 Teil aufspalten:

 

Teil 1 – Zukunft: Erneuerbare Energien und Netze

Teil 2 – Altlasten: Gas, Kohle und Atom

 

Zwar gehen die angesammelten 14,5 Millarden Euro an Rückstellungen für Atommüll komplett auf den Altlasten-Teil über, doch bereits nach nur 5 Jahren wäre die Haftung  für den Gesamtkonzern erledigt. Reichen die 14,5 Milliarden Euro nicht aus, so müsste letztlich der Steuerzahlen einspringen. Der Zukunfts-Teil von Eon bliebe davon unberührt. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

 

Auch Wettbewerber Vattenfall ist kreativ. Bereits 2012 beendete der schwedische Mutterkonzern Vattenfall AB die Haftung für die deutsche Tochter auf raffinierte Art und Weise, in dem er die Vattenfall Europe AG mit der Vattenfall Deutschland GmbH verschmolz. Denn der Beherrschungsvertrag zwischen Vattenfall AB und Vattenfall Europe AG (die wiederrum für die Vattenfall Deutschland GmbH einstand) war damit hinfällig.

 

Bundesregierung bei Atommüll unsicher

Viele Jahre ging man davon aus, dass gesetzlich vorgeschriebenen Rückstellungen für die Atomkraft bei den Konzernen die ausreichende Antwort auf die Atommüll-Frage seien. Doch es hat sich nun eine grundlegend andere Situation gebildet: während Stromkonzerne früher als ausgemacht profitable Gewinnmaschinen galten, fallen nun sogar Verluste an. Langfristig ist also umstritten, ob die Konzerne die Lasten des Atommüll’s tragen können.

 

Nach Informationen des Handelsblatts vom 6. Dezember 2014 lässt die Bundesregierung deshalb durch die Kanzlei Becker Büttner Held prüfen, ob die “atomrechtlich begründeten Kosten” im Falle einer Insolvenz durch eine Gesetzesnovell vorrangig zu bedienen wären. Außerdem soll geprüft werden, inwieweit sich die Rückstellungen auf Extrakonten zu sichern sind.

 

Insgesamt wurden 36 Milliarden Euro an Rückstellungen für Atommüll gebildet. Ob diese Summe ausreicht, wird mittlerweile bezweifelt.

 

Endlager für den Atommüll weiterhin vollkommen unklar

Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Selbst 57 Jahre nachdem der erste Forschungs-Atommeiler und 42 Jahre nachdem der erste kommerziell genutzte Atommeiler  in Deutschland in Betrieb gegangen sind, weiß niemand wohin mit dem atomaren Abfällen.

 

Erst im Mai 2014 hat die dafür vorgesehene Kommission “Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe” die Arbeit aufgenommen. 34 Experten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wollten ursprünglich bis 2015 die Kriterien für die Suche festlegen.  Doch dieser Fahrplan ist nach monatelangen Streitigkeiten über die  Besetzung der Kommission wohl schon nicht mehr haltbar. Einig ist man sich nur, dass der in Deutschland angefallene Atommüll auch in Deutschland gelagert werden soll.

 

Experten schätzen, dass ein neuer Standort erst nach 2030 gefunden wird. Betriebsbereit wäre dieser vielleicht 2050, also fast 100 Jahre nach Beginn der Atomkraft in Deutschland.

 

Bis dahin dürfte es auch um die Frage von 2 Standorten für den Atommüll gehen. Denn für die Lagerung schwach und mittel radioaktiver Stoffe war bislang der Schacht Konrad vorgesehen. Aber dieser reicht längst nicht mehr  aus, um unseren bisher angefallenen schwach- und mittelradioaktiven Atommüll zu lagern.

 

100% Erneuerbare ist die Alternative zu Atommüll

In der Zwischenzeit werden Aktivisten wie Hans-Josef Fell von der Energie Watch Group nicht müde, die Alternative dazu aufzuzeigen.  “100% Erneuerbare Energien sind machbar”, so Fell. Seine Forderung ist angesichts dieser Diskussionen und dem gerade erst bekannt gewordenen Zwischenfall im größten europäischen Atommeiler in der Ukraine aktueller denn je.

 

 Atomkraftfreie Geldanlagen

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Die 6 Wege zur Altersvorsorge in Deutschland

Freitag, 21. November 2014

 

riester-ruerup-bav-private-rente-in-gruenEs ist noch gar nicht lange her, als ich auf einer Nachhaltigkeits-Messe ins Gespräch mit einem jungen Akademiker kam. Er ist gut ausgebildet, verdient gutes Geld und er weiß: die staatlichen Systeme der Altersvorsorge werden später mal nicht reichen. Wir kommen ins Gespräch und ich stelle fest, dass er sich schon recht ausführlich informiert hat. Doch ob Riester, Rürup oder Sparbuch letztlich das Beste für ihn sind, wusste er nicht. Denn in kaum einem anderen Land gibt es so viele unterschiedliche Möglichkeiten um staatlich gefördert oder auch nicht gefördert für’s Alter vorzusorgen.

 

Da wir im täglichen Geschäft mit ethisch-ökologischen Anlagen auch immer die Frage beantworten müssen, welche Vorsorgeformen für wen geeignet sind habe ich hier einmal zusammen gestellt, welche 6 sinnvollen Wege es in Deutschland gibt. Natürlich kann diese Übersicht keine Beratung ersetzen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und (trotz aller Sorgfalt) auch keinen Anspruch auf Richtigkeit. Klar: alle Anlagevarianten gibt es mit ethisch-ökologisch angelegtem Kapital

 

 


 

 

Riester-Rente

 

Anlage: Förderberechtigt sind vor allem rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer und Beamte – sowie mittelbar auch deren Ehepartner. Der Erhalt aller gezahlten Beiträge inklusive der direkten Zulagen ist garantiert. Die lebenslange Rente beginnt frühestens mit 62 Jahren, maximal 30 Prozent der angesparten Summe dürfen zu Rentenbeginn einmalig entnommen werden.

Förderung: Der Staat gewährt jährliche Zulagen, die direkt in den Vertrag eingezahlt werden. Das sind die Grundzulage von 154 Euro sowie die Kinderzulage von 185 Euro je Kind (ab 2008 geborene: 300 Euro!). Zudem sind die Beiträge bis maximal 2.100 Euro von der Steuer absetzbar. Ist die Steuerersparnis höher als die Zulagen, wird die Differenz zusätzlich erstattet. Erforderlich ist aber stets ein gewisser Eigenbetrag des Sparers von 60 Euro.

Steuern in der Rentenphase: Zahlungen aus der Riester-Rente sind mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern.

Mehr: http://www.gruenesgeld24.de/gruen-riestern.htm

 


 

 

Rürup-Rente

 

Anlage: Rürup oder Basis-Renten sind der gesetzlichen Rente nachgebildet und daher zwingend als lebenslange Leistungen auszuzahlen, frühestens aber mit 62 Jahren. Die Policen oder Fondssparpläne dürfen nicht kapitalisierbar, übertragbar, beleihbar, veräußerbar oder vererbbar sein. Nur für nahe Familienangehörige iste ein Hinterbliebenenschutz vereinbar. Sie stehen jedem Sparer offen, also auch Selbstständigen und Freiberuflern.

Förderung: Es locken hohe Steuervorteile: Rürup-Beiträge können bis zu 20.000 Euro jährlich von der Steuer abgesetzt werden, für Verheiratete gilt das Doppelte. Aber erst ab 2025 wird der volle Betrag akzeptiert, bis dahin gilt das nur anteilig. Für 2014 sind das etwa 78 Prozent der Beiträge, jährlich steigt der absetzbare Anteil um zwei Prozentpunkte an.

Steuern in der Rentenphase: Wie bei der gesetzlichen Rente auch gilt für jeden neuen Rentenjahrgang ein bestimmter Besteuerungsanteil. Wer etwa 2014 erstmals Rürup-Renten kassiert, muss nur 68 Prozent versteuern. Die Anteile steigen schrittweise für jeden neuen Rentenjahrgang, erst ab 2014 sind sie voll steuerpflichtig.

Mehr: http://www.gruenesgeld24.de/gruene-basisrente.htm

 


 

 

 

Betriebsrente

 

Anlage: Für eine betriebliche Altersversorgung (bAV) stehen fünf Modelle zur Verfügung, von denen die Direktversicherung am unkompliziertesten und beliebtesten ist. Dabei schließt der Arbeitgeber für seinen Mitarbeiter eine Rentenversicherung ab. Der Beitrag wird direkt vom Bruttogehalt überwiesen. Wechselt der Arbeitnehmer den Job, nimmt er die Rentenansprüche dorthin mit. Später erhält er dann die Rentenzahlungen.

Förderung: Steuer- und sozialabgabenfrei bleiben Einzahlungen von jährlich bis zu 4% der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze (BBG) . Für 2014 sind das immerhin 2.856 Euro. Zudem können weitere 1.800 Euro steuerfrei in die Betriebsrente fließen (wenn kein Altvertrag vorliegt).

Steuern in der Rentenphase: Die Auszahlung von Betriebsrenten nach dem 62. Lebensjahr müssen prinzipiell lebenslang sein (Leibrente), optional kann allerdings auch eine Kapitalauszahlung erfolgen. Beide Varianten sind voll steuerpflichtig und es werden Krankenkassenbeiträge fällig.

Mehr: Kontakt zu Grünes Geld aufnehmen

 


 

 

 

Klassische Privatrente

 

Anlage: Alle angegebenen Förderrenten sind wie auch die einfache private Rentenpolice in der klassischen Variante mit Garantiezins zu haben. Dann ist bereits bei Vertragsabschluss eine Mindestrentenhöhe garantiert. Hinzu kommen die jährlich im Voraus deklarierten Überschussanteile sowie bei Fälligkeit der Police noch Schlussüberschussanteile und eventuell eine Beteiligung an den stillen Reserven.

Förderung: Bei Privatrenten bleibt die Ansparphase komplett steuerfrei. Der Zinseszins kann also ungeschmälert für den Kapitalaufbau wirken.

Steuern in der Rentenphase: Der Kunde kann wählen: Bei einmaliger Kapitalauszahlung ist meist nur die Hälfte des Gewinns steuerpflichtig. Bei lebenslanger Rentenzahlung ist dagegen nur der vom Alter bei Rentenbeginn abhängige Ertragsanteil zu versteuern. Startet die Rentenzahlung etwa mit 67 Jahren, wird die Steuer nur auf 17 Prozent der Auszahlung erhoben (Ertragsanteilsverfahren).

Mehr: http://www.gruenesgeld24.de/gruene-privatrente.htm

 


 

 

Fondspolice

 

Anlage: Wählt der Kunde jeweils die fondsgebundene Variante, fließen seine Sparbeiträge nicht in den kollektiven Anlagetopf des Versicherers, sondern in gezielt vom Kunden selbst ausgewählte Investmentfonds. Daher sind solche Policen sehr flexibel und bieten die Chance auf höhere Erträge. Die spätere Rentenhöhe ist dafür aber nicht garantiert und richtet sich nur nach dem bis dahin angesparten Vermögen. Moderne Hybridpolicen verbinden Vorzüge beider Policenvarianten und bieten kleine Mindestrenten, aber zugleich etwas höhere Ertragschancen.

Förderung: Es gelten die gleichen Vorteile wie bei den klassischen Varianten. Bis zum Beginn der Auszahlung bleibt der Fiskus außen vor.

Steuern in der Rentenphase: Prinzipiell die gleichen Vorteile wie bei den klassischen Varianten. Bei der privaten Fondspolice wie bei der privaten klassischen Rente gilt das günstige Ertragsanteilsverfahren.

Mehr: http://www.gruenesgeld24.de/gruene-privatrente.htm

 


 

 

Fondssparplan

 

Anlage: Ob Sparer beim Vermögensaufbau für die Altersvorsorge lieber auf festverzinsliche Erträge setzen, die hohen Renditeperspektiven von Aktien bevorzugen, Immobileninvestmetns beimischen wollen oder sonstige Wertpapierstrategien verfolgen, richtet sich ganz nach ihrem persönlichen Anlageprofil. Problemlos umsetzen lässt sich das mit Fondsparplänen. Monatlich zahlt man einen konstanten Betrag ein und lässt das Vermögen von einem Profi verwalten. Langfristig kommen so die höchsten Erträge vor Steuern zusammen – nach Steuern sieht die Sache allerdings meist anders aus.

Förderung: Es gibt keine Förderung – der Vorteil der Fondssparpläne sind die niedrigen Kosten. Es gilt die 25-Prozent-Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Dabei greift der Fiskus auf den Kursgewinn und jährlich auf die Dividenden und Zinsen zu.

Steuern in der Rentenphase: Fondssparpläne bieten in aller Regel keine lebenslangen Leistungen – wenn das angesparte Kapital aufgebraucht ist, endet der Auszahlplan. Aber es sind auch Auszahlungen ohne Kapitalverzehr möglich. Für realisierte Gewinne gilt die Abgeltungssteuer.

Mehr: http://www.gruenesgeld24.de/vermoegensaufbau-sparen.htm

 

 


 

Fazit: Welche Vorsorge die richtige ist lässt sich nur unter Annahmen über die zukünftige Einkommenssituation und unter Annahmen der zukünftigen Steuersätze berechnen. Meist ist eine Kombination sinnvoll. Wer unsicher ist, bleibt mit einem Fondssparplan, einer privaten Fondspolice oder auch einer privaten, klassischen Rente am flexibelsten.

 

 

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Niedrigzins wird bleiben–Sachinvestments als einzige Alternative

Sonntag, 16. November 2014

 

Die Wochenzeitung “Die Zeit” hat in der aktuellen Ausgabe vom 13. November 2014 als Titelthema AUSGESPART. Die Behauptung: die Niedrigzinsen  oder Nullzinsen könnten für immer so bleiben. Zinsen sind letztendlich der Preis für Geld, und Geld ist mittlerweile mehr im Kreislauf als gebraucht wird. Die Folge: Der Preis des Geldes sinkt, die Zinsen fallen weltweit und bleiben niedrig. Bank-Sparer, die dem System noch weiteres Geld hinzufügen wollen, werden bestraft.

 

 

Niedrigzins: So sind die Sätze aktuell

Prinzipiell, so die Zeit, liegt Geld auf der Bank und vermehrt sich. Da sei eine schöne, eine beruhigende Erkenntnis. Eine, an die man sich gerne gewöhnen würde. Sie hätte nur einen Fehler: Sie stimme nicht mehr. Dann folgt eine Tabelle mit Zinsen, die deutsche Kreditinstitute für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist anbieten:

 

 

 

Bank Zinsen pro Jahr
Deutsche Bank 0,05 %
Targobank 0,1 %
Commerzbank 0,05 %
HypoVereinsbank 0,01 %

 

 

 

Dagegen steht einen Tabelle mit der tatsächlichen Preissteigerung bei Gütern des alltäglichen Lebens:

 

Artikel Preissteigerung im letzten Jahr
Kinokarten 2,4 %
Kinderjacken 3,5 %
Hackfleisch 0,3 %
Vollkornbrot 0,9 %

 

 

 

Es wird klar: Die Preissteigerungsraten (aktuell in Deutschland laut Zeit: 0,8%) sind niedriger als das, was man an Zinsen erhält (spätestens nach Steuern).

 

Niedrigzins: Woher kommts?

Sicher hat die Politik seit der Finanz- und seit der Euro-Krise nichts gegen niedrige Zinsen. Schließlich entschulden sich Staaten immer dann automatisch, wenn sie weniger an Zinsen für ihre Staatsanleihen zahlen müssen als die Inflationsrate hoch ist (Finanzielle Repression, wir berichteten in unserem Artikel vom 13. Januar 2012).

 

Allerdings leitet der Artikel in Der Zeit den Gedanken auf eine andere, tiefgründigere Ursache. Denn die Niedrigzinsen sind ein weltweites Phänomen, während die Euro-Krise ja nur Europa und (eingeschränkt) die USA betraf. Die Zinsen sind auch in China niedrig, wo Staatsschulden kein Thema sind.

 

Wichtig ist zu verstehen, wie das Zins-System funktioniert. Der Anleger zahlt sein Geld auf der Bank ein und erhält dafür einen Zins. Die Bank verleiht das Geld zu einem höheren Zins an Privatleute, hauptsächlich aber an Unternehmen damit diese neue Maschinen kaufen oder expandieren können.

 

Das Problem: es werden gar nicht mehr so viele Kredite von der Wirtschaft benötigt. Das weiß man, weil die Europäische Zentralbank (EZB) sehr wenig Anfragen nach ihrem billigen Geld von den einzelnen Banken erhält. Die Banken rufen das billige EZB-Geld nicht ab, weil es wenig Nachfrage nach Investitionskrediten gibt. Über die Gründe dafür lässt sich nur spekulieren. Das können Sättigungseffekte der Märkte sein. Das mögen aber auch prall gefüllt Cash-Polster der Konzerne und Unternehmen sein, die sich dann gar kein Geld mehr von Banken borgen brauchen.

 

Klar ist jedoch, wenn weniger Geld gebraucht wird, dann fällt auch der Preis den man für das Geld zahlen muss (nämlich der Zins). Es gibt Niedrigzinsen.

 

Und genau das ist der wahre Grund für die niedrigen Zinsen, deren Talfahrt ja bereits vor Ausbruch der Euro-Krise begann. So möchten die deutschen Sparer insgesamt 3,84 Billionen Euro bei Banken und Versicherern anlegen. Doch die daraus machbaren Investitionskredite sind viel mehr, als gebraucht wird.

 

Offensichtlich sind sinkende Zinsen ohnehin eine langfristige Tatsache. Die längsten Aufzeichnungen über Zinsen gibt es in den Niederlanden:

 

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Hier werden die Zinsen für 10jährige niederländische Staatsanleihen aufgezeigt. Diese dienen als ein guter Indikator für das Zinsniveau. Klar erkennbar ist der langfristig rückläufige Trend, der nur von einigen neueren Zins-Spitzen unterbrochen ist.

 

 

Wie sollte man auf den Niedrigzins reagieren?

 

Klassische Bankanlagen oder Lebensversicherungen können meist nur 0,5 bis 2,5 Prozent an Verzinsung bieten. Zuwenig als dass man damit etwas erreichen könnte. Die einzige Alternative sind Sachinvestments, wie Beteiligungen an Windkraft, Solarparks, Wasserkraftwerken, Wäldern, Immobilien oder Aktien. In eingeschränktem Maße auch an Unternehmensanleihen.

 

Hiermit lassen sich bei ausreichender Anlagedauer und guter Streuung auf interessante Weise Renditen von 6 bis 10 Prozent pro Jahr erzielen. Eine hohe ökologische Wirkung wird außerdem noch erzielt.

 

 

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.