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Wie Sie mit der Nichtveranlagungsbescheinigung steuerfrei Geld anlegen

Freitag, 13. Juli 2018
Zusammenfassung: Für jeden Steuerpflichtigen in Deutschland gibt es einen sogenannten Grundfreibetrag. Durch diesen Grundfreibetrag wird das Existenzminimum abgesichert - er sorgt also dafür dass jedem Deutschen genug für den alltäglichen Mindestbedarf wie Nahrung, Kleidung und Wohnen bleibt. Dieses Jahr 2018 sind es 9.000€ für Singles und 18.000€ für zusammen veranlagte Ehepaare.

 

 

Neben dem Gehalt zählen auch Kapitalerträge wie Kursgewinne, Zinsen oder Dividenden dazu. Bleibt man trotzdem unter dem Grundfreibetrag, lohnt es sich eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) beim Finanzamt zu beantragen. Denn wer ein geringes Einkommen und jedoch hohe Kapitalerträge hat, der kann damit kräftig Steuern sparen.

 

 

Warum lohnt sich die Nichtveranlagungsbescheinigung?

 

Dafür bedarf es eine Erklärung der Grundsituation. Jedem Sparer steht ein sogenannter Sparerfreibetrag zu, dieser begegnet Ihnen wenn Sie Ihr Bankberater nach dem Freistellungsauftrag fragt. Denn Kapitalerträge bis zu 801 € im Jahr sind für Ledige steuerfrei. Für Verheiratete gilt 1.602 €. Sobald Sie mit einem Euro Gewinn oder Zinsen darüber liegen wird die Abgeltungssteuer Höhe von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und fallweise Kirchensteuer abgezogen.

 

Mit der Nichtveranlagungsbescheinigung haben Sie die Möglichkeit höhere Kapitalerträge als 801 Euro steuerabzugsfrei zu vereinnahmen. Zum Beispiel 3000 Euro ohne dass darauf Steuern direkt von der Bank abgezogen werden. Denn diese Bescheinigung stellt Sie von der Abgeltungssteuer frei.

Als Voraussetzung gilt, dass Sie mit den gesamten Einnahmen – also Gehalt zzgl Kapitalerträge unter dem jährlichen Grundfreibetrag sind.

Sie können sich folgende Regel merken:

 

Gehalt und Kapitalerträge sind kleiner als der Grundfreibetrag: Beantragen Sie eine Nichtveranlagungsbescheinigung und Ihre Kapitalerträge sind über den Sparerfreibetrag hinaus steuerfrei.

 

Gehalt und Kapitalerträge sind höher als Grundfreibetrag: Erteilen Sie lediglich einen Freistellungsauftrag bei den Banken,  damit bleiben Ihre Kapitalerträge bis 801 Euro steuerfrei

 

 

Auch selbst zu meistern: der Antrag auf Nichtveranlagungsbescheinigung

 

 

 

Für wen zahlt sich die NV Bescheinigung aus?

 

Besonders Menschen mit geringen Einkünften wie Kinder, Rentner und Studenten oder Minijobber profitieren davon. Gerade Kinder erhalten immer häufiger Vermögensübertragungen seitens der Großeltern oder Eltern. Ohne sonstiges Einkommen können die Enkel oder Kinder Kapitalerträge bis zu 9.000€ steuerfrei vereinnahmen.

 

 

Wie erhalte ich eine Nichtveranlagungsbescheinigung?

 

Keine Sorge die Beantragung ist nicht so kompliziert wie der Name vermuten lassen würde. Den zweiseitigen Antrag, der offiziell „Antrag auf Ausstellung einer Nichtveranlagungs- (NV-) Bescheinigung“, heisst, erhalten Sie bei Ihrem Finanzamt oder Online unter:  Nichtveranlagungsbescheinigungen

Neben den allgemeinen Informationen wie Steuer ID, Name und Adresse, Angaben zum Ehepartner und Kindern, tragen Sie dort Ihre ganzen Einkünfte – also alles, was Sie in einem Jahr an Geld bekommen – ein.

Beantragen Sie so viele Exemplare wie Sie Banken haben, denn jede einzelne benötigt eine eigene Nichtveranlagungsbescheinigung von Ihnen.

 

Ein Tipp: Es ist wirklich ganz einfach und der Gang zum Steuerberater dafür nicht von Nöten. Sparen Sie sich das Honorar, das unserer Erfahrung nach auch mal bei 300€ dafür liegen kann. Sollte es Ihnen wirklich nicht gelingen das Formular auszufüllen bleibt noch der Gang zu den bundesweiten Lohnsteuerhilfevereinen, dort ist es meist etwas günstiger.

 

Wie prüft das Finanzamt Ihre Angaben?

 

 

Seit 01. Januar 2013 sind alle Banken verpflichtet die Kapitalerträge ihrer Kunden an das Bundeszentralamt für Steuern zu melden. Das Finanzamt kann somit sogar nachträglich prüfen ob Ihre Angaben bezüglich der Kapitalerträge korrekt sind.

 

 

Wo muss die NV-Bescheinigung abgegeben werden?

Wenn Sie vom Finanzamt Ihre Nichtveranlagungsbescheinigung erhalten haben, können Sie diese an Ihre Banken weiterleiten. Mit der vorliegenden Bescheinigung darf Ihnen die Bank die Kapitalerträge ohne Abzug von Abgeltungssteuer auszahlen. Selbstverständlich muss jede einzelne Bank bei der Sie Kapitalerträge wie Zinsen, Kursgewinne und Dividenden erhalten eine NV-Bescheinigung erhalten.

 

Wie lange ist die Nichtveranlagungsbescheinigung gültig?

 

Die Bescheinigung wird für drei Jahre ausgestellt und endet zum Jahresende. Wenn diese Zeit vorbei ist, können Sie wenn sich die finanzielle Situation nicht geändert hat einen neuen Antrag auf Nichtveranlagungsbescheinigung stellen. Wichtig: Wenn sich Ihre Einkommenssituation früher ändert und sie höhere Einkünfte als den Grundfreibetrag haben, müssen Sie die Bescheinigung zurückgeben. Auch das Finanzamt kann eine ausgestellte Bescheinigung zurückfordern. In diesem Fall müssen Sie die Bescheinigung von Ihrer Bank zurückholen.

 

 

Was wenn mein Einkommen höher ist als der Grundfreibetrag?

 

 

Wenn Sie über mehr Einkommen verfügen als den Grundfreibetrag gibt es keine NV-Bescheinigung. Dann können Sie nur einen Freistellungsauftrag erteilen. Damit haben Sie einen Sparerfreibetrag von 801 Euro pro Jahr bzw. 1.602 Euro bei zusammenveranlagten Ehepaaren.

 

Ein wichtiger Rechtshinweis: Selbstverständlich stellt dieser Artikel keine steuerliche Beratung dar. Wenden Sie sich in all Ihren steuerlichen Fragen an die Lohnsteuerhilfevereine oder Ihren Steuerberater.

 

Anlagen bei denen eine Nichtveranlagungsbescheinigung sinnvoll eingesetzt werden kann finden Sie in den Grünes Geld Musterdepots.

Welches Musterdepot zu Ihnen passen könnte verrät Ihnen der Grünes Geld Test.

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin  und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker: „Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen.“

 

 

 

 

Verschenktes Geld im Ausland zurück holen

Montag, 26. Februar 2018
Zusammenfassung: Wer Dividendenpapiere im Ausland kauft, muss den Fiskus im Blick behalten. Oft verlangt der ausländische Staat Quellensteuern. Wie Anleger zu viel gezahlte Gelder zurückholen.

 

 

Auch ausländische Staaten haben Appetit auf Steuern. Holen Sie sich mit unseren Tipps zu viel gezahlte Steuern wieder zurück.

Dividendenchampions sitzen oft im Ausland. Neben Technologiefumen (z. B. Telefonica/Spanien, Apple, Cisco, Microsof / USA) zeichnen sich etwa die Pharma- und Gesundheitsbranche (z.B.  Novo Nordisk / Dänemark, Roche. Novartis/Schweiz, Sanofil / Frankreich), aber auch der Nahrungsmittel- und Getränkesektor (z. B. Coca-Cola, Pepsico/USA, Lindt & Sprüngli / Schweiz) sowie die Konsumgüterindustrie (Procter & Gamble, Johnson & Johnson, Church & Dwigh / USA, L’Oreal / Frankreich) durch hohe Dividendenzahlungen und regelmäßige Ausschüttungen aus.

 

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Falle in der Investment-Steuer-Reform 1.1.2018: Selbst handeln um Verluste zu vermeiden kann erforderlich werden

Montag, 22. Januar 2018
Zusammenfassung: Da ab 1.1.2018 eine neue Systematik zur Besteuerung der Gewinne von Investmentfonds eingeführt wurde, wurden zum 31.12.2017 alle Fondsanteile in den Depots verkauft und gleich wieder gekauft. Dabei liegen oftmals die Steuerdaten der Fonds zum 31.12.2017 nicht vor, so dass eine pauschale Gewinn-Annahme von 30 Prozent getroffen wird. Diese Besteuerung muss unter Umständen vom Anleger selbst korrigiert werden.

 

Seit dem 1. Januar 2018 gilt das neue Investmentsteuergesetz (InvStRefG). Zentraler Bestandteil dieser Reform ist unter anderem die Besteuerung von inländischen und ausländischen Fonds nach gleicher Systematik.

 

Daher gelten alle Investmentfondsanteile, die sich per 01. Januar 2018 im Depot eines Anlegers befinden, als neu angeschafft. Es finden somit ein fiktiver Verkauf sowie Kauf der jeweiligen Gattung statt, sofern und sobald durch die jeweilige Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) die entsprechenden Bewertungskurse zum 31. Dezember 2017 sowie weitere Informationen zur Verfügung gestellt wurden.

 

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2018 Aktuell: 5 Fakten zur neuen Fondsbesteuerung

Freitag, 15. Dezember 2017
Zusammenfassung: Am 1. Januar 2018 tritt die beschlossene Reform zur Besteuerung von Investmentfonds in Kraft. Die wichtigsten Veränderungen im Überblick.

 

Reform der Investmentsteuer betrifft alle Anleger.

 

Das kommende Jahr bringt einige Veränderungen für Fondsanleger mit sich. Denn ab Januar 2018 tritt die Reform der Fonds­besteuerung in Kraft, die im vergangenen Sommer von Bundestag und Bundesrat mit dem „Gesetz zur Reform der Investmentbesteuerung“  beschlossen wurde. Auswirkungen hat das neue Gesetz auf alle Fondsanleger. Ziele der Gesetzesreform sind es zum einen,

  • Steuermissbrauch zu erschweren, zum anderen soll die
  • Versteuerung der Fondserträge für die Anleger erleichtert

 

 

Ab Mitternacht gelten neue Spielregeln

Die Reform bringt einige Veränderungen mit sich, dennoch sollte jetzt kein Anleger in Panik verfallen, sondern sich umfassend über die Veränderungen informieren.

 

 

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Investment-Steuer-Reform 1.1.2018: Was Sie als Anleger jetzt tun sollten

Dienstag, 17. Oktober 2017
Zusammenfassung: Zum 1.1.2018 greift die bisher größte Steuerreform zur Besteuerung von Kapitalerträgen aus Investmentfonds. Nahezu jeder Anleger ist betroffen. Handlungsbedarf gibt es besonders, falls Sie ein ausländisches Depot besitzen oder falls die Freistellungsaufträge nicht korrekt verteilt sind.

 

Der Artikel gliedert sich in Teil 1 (Erklärung der Steuer-Reform) und in Teil 2 (Handlungsempfehlungen).

 

 

Teil 1 – Erklärung der Steuerreform

 

Um was geht es bei der Investment-Steuer-Reform?

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6 Punkte die Sie über das neue Investmentsteuergesetz wissen müssen

Donnerstag, 04. Mai 2017
Zusammenfassung: Mit dem Inkrafttreten des neuen Investmentsteuergesetzes gibt es zahlreiche Änderungen für Privatanleger. Im Folgenden stellen wir die Änderungen kurz und praxisnah dar. Selbstverständlich stellen diese Informationen keine Steuerberatung dar. Sie sind ein grober Einblick in die anstehende Reform der Besteuerung von Investmentvermögen und bilden die wichtigsten Aspekte ab.

 

Gleichbehandlung von deutschen und ausländischen Fonds

Bislang wird nur auf seiten des Anlegers über die Kapitalerstragssteuer ein Abzug vorgenommen. Künftig wird bereits auch auf Fondsebene ein Steuerabzug von 15 Prozent Körperschaftssteuer (KSt) auf Dividenden und deutsche Immobilienerträge erhoben. Alle anderen Erträge bleiben auf der Fondsebene steuerfrei. Ab 2018 werden deutsche und ausländische Investmenfonds gleich behandelt. Die zu versteuernden Einkünfte setzen sich auf der Anlegerebene künftig aus

  • Ausschüttungen (Zinsen und Dividenden)
  • Vorabpauschale (von der Bundesbank festgelegter risikoloser Zins)
  • Veräußerungsgewinn

zusammen.

 

 

Teilfreistellung für Privatanleger

 

Grund für die neue Besteuerung auf Fondsebene ist die EU-weite Harmonisierung des Quellensteuerabzugs. Die neue Körperschaftssteuer in Deutschland ist vergleichbar mit der 15-prozentigen Quellensteuer, die in den meisten europäischen Ländern bereits erhoben wird. Der deutsche Anleger soll für diese Vorbelastung mit Körperschaftssteuer bei den Einkünften eine Teilfreistellung erhalten und somit werden die Einkünfte zumindest teilweise wieder steuerfrei gestellt. Konkret bedeutet das: auf den teilfreigestellten Betrag fällt keine Steuer an. Genau an dieser Stelle wird das neue Investmentsteuerrecht kompliziert. Die Höhe der Teilfreistellung (siehe Tabelle) bemisst sich daran, wie hoch der Aktien- bzw. Immobilienanteil in einem Investmentfonds ist. Dieser Anteil muss für jeden Investmentfonds im Vertriebsprospekt dauerhaft festgeschrieben werden.

 

Teilfreistellung bei …  prozentuale Teilfreistellung
Aktienfonds (Aktienquote > 51 %) 30 %
Mischfonds (Aktienquote > 25 % < 51%) 15 %
Immobilienfonds (Immobilienquote > 51 %) 60 %
Immobilienfonds (Auslandsimmobilienquote > 51 %) 80%

 

Eindeutige Angaben sind zwingend

 

Die depotführende Stelle wird die Teilfreistellungen beim Steuerabzug nur dann berücksichtigen können, wenn in den Anlagebedingungen des Fonds genaue Mindestquoten für Aktien- und Immobilien vorhanden sind. Fehlen diese Angaben in den Anlagebedingungen, entfällt die automatische Teilfreistellung. Für Privatanleger besteht dann lediglich die Möglichkeit im Rahmen der persönlichen Einkommensteuer nachzuweisen, dass der jeweilige Investmentfonds die Mindestquoten für Aktien bzw. Immobilien das ganze Jahr über tatsächlich eingehalten hat. Dafür ist eine Bestätigung durch die jeweilige Verwahrstelle des Fonds notwendig.

 

Logische Konsequenz

 

Die logische Konsequenz aus den neuen Steuerregeln für Investmentfonds werden Prospektänderungen sein. In diesen werden unter anderem Mindestquoten für Aktien oder Immobilien festgeschrieben sein. Ob Gesellschaften, die einen Großteil der Fonds außerhalb Deutschlands verkaufen bzw. solche die den aktiven Vertrieb in Deutschland eingestellt haben, diese Prospektänderungen vornehmen, erscheint derzeit mehr als fraglich. Sehr wahrscheinlich kann man künftig das Feld in zwei verschiedene Strategien aufteilen. Zum einen wird es „steueroptimierte“ Fonds geben, also Fonds mit klar festgelegten Mindestquoten für Aktien und Immobilen. Zum anderen werden „handlungsoptimierte“ Fonds, also Misch– bzw. Multi-Anlageklassen-Fonds mit maximaler Flexibilität ohne festgeschriebene Mindestquoten und damit ohne Teilfreistellung, bleiben.

 

 

 

 

Fallbeispiele:

 

Fonds die den Fokus auf der Erzielung von Dividenenerträge legen, dafür weniger Veräußerungsgewinn (Kursgewinne) und/oder Zinserträge haben (Dividendenstrategie) werden zukünftig steuerlich stärker belastet. Denn Dividenden werden auf Fondsebene bereits mit 15 Prozent Steuer belastet. Dies gilt gleichermaßen für ausländische Dividenden bezüglich der ausländischen Quellensteuer.

 

Aktienfonds, mit Fokus auf Veräußerungsgewinnen und weniger Dividendeneinnahmen (z.B. Growth-Fonds), werden künftig, durch den niedrigeren körperschaftssteuerpflichtigen Ertrag und die Teilfreistellung von 30 Prozent, steuerlich besser gestellt. Ein Fonds, der laut seinen Anlagebedingungen mindestens 51 Prozent Aktienanteil hält und den Rest des Portfolios beispielsweise in Anleihen hält, ist künftig steuerlich besser gestellt als ein Fonds, ohne feste Anlagerichtlinien. Eine besondere Problematik stellt sich bei „Income-Fonds„: sollte die Mindestausschüttung durch den Fonds nicht erwirtschaftet werden und aus der Substanz gezahlt werden, so wird auch diese Auszahlung künftig besteuert.

 

Dachfonds eher benachteiligt

 

Nach derzeitiger Auslegung des Gesetzes sind Dachfonds, die überwiegend in Aktienfonds investieren, benachteiligt. Der Nachweis der geforderten Aktienmindestquoten dürfte über alle Zielfonds (Einzelfonds) unmöglich sein. Somit würde beim Dachfonds nur eine Teilfreistellung von 15 Prozent auf Anlegerebene berücksichtigt werden können. Dachfondsanbieter leisten erheblichen Widerstand, insofern bleibt abzuwarten, ob es hier zu einer Änderung der Regelung kommt.

 

Kein Bestandsschutz mehr für Altfonds

 

Während 2008 den Fondsanlegern noch vom damaligen Finanzminister Steinbrück (SPD) zugesichert wurde, dass bis 31.12.2008 erworbene Investmentfonds dauerhaft von der Besteuerung der Kursgewinne durch die Abgeltungssteuer befreit wären, zeichnet sich jetzt ein völlig anderes Bild. Der Bestandsschutz für Fondsanteile fällt im Rahmen des neuen Besteuerungsprinzips weg. Die Fondsanteile gelten mit Stichtag 31.12.2017 als verkauft und zum 01.01.2018 als neu angeschafft. Steuerfrei bleiben nur die bis zum 31.12.2017 erzielten Kursgewinne, der als fiktiver Veräußerungsgewinn gilt. Somit heisst es Bestandschutz adé, denn ab dem 01. Januar 2018 unterliegen auch die Alt-Anteile grundsätzlich der Steuer sobald diese verkauft werden. Mildernd wirkt jedoch die Verrechnung mit einem Freibetrag von 100.000 Euro pro Anleger (einmalig lebenslang nicht pro Jahr oder pro Fonds), die Steuerbelastung entsteht erst, wenn dieser Betrag überschritten wird. Angesichts aufzubauender Vorsorge für die Altersvorsorge erscheint dieser Freibetrag nicht allzu üppig.

 

Für die Wahl der richtigen Geldanlage spielen steuerliche Aspekte eine große Rolle. Dies gilt auch für die ethisch-ökologische Geldanlage. Grünes Geld, ein erfahrerer Anbieter von ethisch und ökologisch korrekten Geldanlagen, berät sie umfassend und kompetent. Finden Sie die Geldanlage die zu Ihnen passt. Eine erste Hilfestellung bei der Suche ist der Grünes Geld Test.

 

 

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.