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Geldanlage Solar: Alle Möglichkeiten analysiert

Mittwoch, 13. Februar 2019

 

Was macht die Geldanlage in Solar so interessant?

Nach der Entdeckung des photoelektrischen Effekts 1839 passierte für viel Jahre nicht viel. Erst 1953 wurden von den Bell Laboratories in New Jersey die ersten kristallienen Phovoltaik-Zellen produziert. Durch den Bedarf in der Raumfahrt, wo man statt auf schwere Batterien lieber auf Erneuerbare Energien aus der Sonnenenergie setzte, kam es zum ersten großen Anwendungsgebiet für die Photovoltaik.

 

Zusammenfassung: Wer die Umwelt schützen und interessante Renditen erzielen möchte, kann die Geldanlage in Photovoltaik genauer prüfen. Wir analysieren die 3 wesentlichen Möglichkeiten leicht verständlich.

Danach dauert es erneut Jahrzehnte, bevor die Rot-Grüne Bundesregierung das durch die Visionäre Fell und Scheer mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz der Stromerzeugung durch Photovoltaik zum Durchbruch verhalf. Zunächst in Deutschland, in der Folge in vielen weiteren Ländern auf der Erde.

 

Doch was sind aus heutiger Sicht für einen Geldanleger die Vorteile der Geldanlage in Solar?

 

Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft

Die Menschheit entwickelt sich immer mehr hin zu einer Treibhausgas-Neutralen Gesellschaft. Kopenhagen will in 6 Jahren treibhausgasneutral sein, die EU hat dies als Ziel für 2050 ausgegeben.

Das bedingt die Reduktion unseres Verbrauchs an Energie, der derzeit in der Bundesrepublik bei rund 125 kWh pro Bürger pro Tag liegt. Das bedingt die Speicherung von Energie und das bedingt die Produktion von Erneuerbarer Energie durch Wasserkraft, Windkraft und durch Photovoltaik-Anlagen.

Das hat die Politik verstanden. In Deutschland, aber auch in anderen Ländern. Längst hat die China die größte Photovoltaik-Kapazität mit 130,9 GW aufbaut, gefolgt von den USA mit 53,3 GW und Japan mit 48,8 GW (Volker Quaschining).

Wer also in Photovoltaik und Solar Geld investiert, tut aktiv etwas für den Umweltschutz und hat die Sicherheit, dass das, was er tut, dem politischen Willen sowie dem Willen der Bevölkerung folgt.

Solar Geldanlagen: Planbare Rendite

Die Förderung nach dem Erneuerbaren Energien gesetzt folgt einer einfachen und wirkungsvollen Idee. Wer Photovoltaikstrom einspeist, darf das bevorrechtigt tun. Er hat also für sein produziertes Gut, in diesem Fall elektrische Energie, immer einen Kunden.

Zum anderen wird beim Anschluss der Solaranlage an das Stromnetz der für die nächsten 20 Jahre zu zahlende Preis festgelegt. Der Betreiber einer Photovoltaik-Anlage hat also nicht nur einen garantierten Kunden, sondern er hat auch einen garantierten Preis, den der Kunde ihm für die nächsten 20 Jahre zahlt.

Das ist sind ideale Bedingungen für Investor in Photovoltaik-Anlagen.

Mittlerweile wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus dem Jahr 2000 vielfach angepasst. Unter anderem gibt mittlerweile der Gesetzgeber nicht mehr den Preis für die erzeugte Kilowattstunde Strom vor, sondern der Preis wird in Ausschreibungen ermittelt. Trotzdem bleiben die Aussichten für Kenner weiterhin attraktiv, denn parallel zu den seit Jahren sinkenden Einspeisevergütungen sind auch die Preise für die Solaranlagen drastisch gefallen.

Laut einer Studie von Fraunhofer ISE sind die dominierende Kostenanteile von PV-Kraftwerken, die Investitionskosten, seit 2006 dank technologischen Fortschritts, Skalen- und Lerneffekten im Mittel um ca. 13% pro Jahr, insgesamt um 75%, gefallen.

Möglichkeit 1: Die eigene Solaranlage

Seit vielen Jahren werden auf deutschen Dächern Solaranlagen montiert. Das Modell der frühen Jahre war das ursprüngliche EEG-Modell: bei Anschluss einer Anlage an das Stromnetz wurde für die nächsten 20 Jahren der Strompreis fixiert (Einspeisvergütung) und Vorrang für den einzuspeisenden Strom eingeräumt, d.h. jede erzeugte kWh wird auch tatsächlich abgenommen.

Mittlerweile sind jedoch die Einspeisevergütungen immer weiter gesunken und es ist erlaubt, den Strom auch selbst zu verwenden (Eigenverbrauch).

Mit dem Eigenverbrauch ersetzt man den Strom, den man ansonsten zum Endkundenpreis von den Energieerzeugern hätte kaufen müssen (Arbeitsstrom), durch den selbst erzeugten PV-Strom. Liegt der Preis des Arbeitsstroms höher als bei der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung, macht die Eigennutzung des Solarstroms wirtschaftlich Sinn.

Das ist die aktuell am weitesten verbreitete Variante.

Abhängig von der Anlagengrößen produzieren Kleinanlagen den Strom für rund 12 Ct / kWh. Geht man von einem Endkunden Strompreis von 30 Ct / kWh aus, ergäbe das eine Ersparnis von 18 Ct / kWh für jede selbst erzeugte PV-Kilowattstunde.

Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem angenommenen Verbrauch von 4.000 kWh pro Jahr spart somit rund 720 Euro Stromkosten pro Jahr.

In Süddeutschland kann mit einer Anlagenleistung von 1 kWp ungefähr 1 kWh im Jahr erzeugt werden. Der Haushalt bräuchte also eine Anlage mit 4.000 kWp, die ihn rund 7.200 Euro kosten würde. Die theoretische Rendite läge entsprechend bei rund 10 Prozent.

Die Rendite reduziert sich allerdings bei geringerer Sonneneinstrahlung als in Süddeutschland. Der Bremer oder Hamburger muss mit 75 Prozent der Sonneneinstrahlung leben und erzielt eine theoretische Rendite von 7,5 Prozent pro Jahr.

 

Zu dem oben beschriebenen Grundmodell gibt es noch weitere Verfeinerungen. So können Sie überlegen, ob Sie sich einen Stromspeicher anschaffen. Damit können Sie den eigenen Strom auch nutzen um nachts oder bei bewölktem Himmel Ihre Haushaltsgeräte zu betreiben oder ein Elektrofahrzeug zu betanken. Sie nutzen Ihre Anlage besser aus. Dafür ist der Stromspeicher mit Kosten verbunden.

Sinnvoll ist der Stromspeicher dann, wenn die Kosten für die PV-Anlage von angenommenen 12 Ct / kWh plus die Kosten für die Stromspeicherung unterhalb Ihres vom Versorger eingekauften Stromes (Arbeitspreis) von rund 30 Ct / kWh liegt. Das ist aktuell nicht unbedingt der Fall, denn die Batteriekosten hängen wesentlich von der Haltbarkeit der Batterien ab. Die Hersteller garantieren meist 10 Jahre, was zu kurz wäre. Hält die Batterie 20 Jahre, lohnt es sich.

Sie können die eigene Solar-Anlage aus Eigenmitteln finanzieren, normale Bankkredite zur Hebelung nutzen oder speziell geförderte Kredite, meist von der KfW, nutzen. Häufig hilft Ihre Hausbank oder ein spezialisierte Anbieter von Solarkrediten.

Fazit Eigene Solaranlage

Wer den Strom selbst nutzt, für den kann sich auch die eigene Solaranlage als Geldanlage lohnen.

Vorteile:

+ alles selbst in der Hand: keine Risiken durch Fehler von Fondsmanagern

+ wenn Technik und Ausrichtung der Zellen passen, sehr gute Renditen möglich

+ sollten die Strompreise in den nächsten 20 Jahren stark steigen, erhöht das die Rendite erheblich

Nachteile

+ hoher Zeitaufwand notwendig um alle Berechnungen durchzuführen, Angebote einzuholen und langfristige Funktion der Anlage sicherzustellen

+ Risiken wie niedrigere Sonneneinstrahlung oder gehäufte technische Defekte

+ Bei einem Verkauf der Immobilie möglicherweise Verlustgeschäft

+ nur für begrenzte Mittel überhaupt möglich, da die Anlagengröße nicht beliebig erweitert werden kann

Möglichkeit 2: Kauf von Solar-Investmentfonds

Wem die Möglichkeit 1 zu kompliziert ist oder die Anlagesummen einfach nicht groß genug sind, kann sich auch auf eine wesentlich einfachere Art an den rosigen Zukunftsaussichten der Energieerzeugung durch Solarkraftwerke beteiligen. Er kann sich Anteile an Solar-Investmentfonds kaufen.

Was ist ein Investmentfonds überhaupt?

Bei einem Investmentfonds wird das Geld vieler Anleger eingesammelt und ein zuständiger Fondsmanager investiert dann das Geld in einzelne Wertpapiere. Eine kostengünstige Variante sind die passive Fonds, bei denen statt eines Fondsmanagers ein Algorythmus die Wertpapiere kauft und einfach einen Index nachbildet.

Beide Varianten ermöglichen es dem Anleger, schon mit geringem Kapitaleinsatz und ohne aufwendige Recherche eine gut gestreute Geldanlage zu erhalten.

Wie sehen Solar Investmentfonds konkret aus?

Investmentfonds in Solar-Titel gibt es rund ein Dutzend am deutschen Markt. Alle sind Aktienfonds, sie halten also Aktien von Unternehmen der Photovoltaik-Branche. Sie investieren also nicht direkt in einzelne Photovoltaik-Kraftwerke, sondern in Unternehmen, die solche Kraftwerke betreiben, Solarzellen herstellen oder Technik für Solarkraftwerke produzieren.

Es gibt allerdings nur Erneubare-Energien-Fonds, keine ausschließlich auf die Solarbranche ausgerichteten Fonds. Das erhöht die Streuung, da der Anleger nicht mehr nur von der Entwicklung der PV-Branche abhängig ist.

Was ist mit Erneuerbare-Energien-Fonds zu erzielen?

Wie beschrieben sind Solar Fonds, oder präziser Erneubare-Energien-Fonds reine Aktienfonds. Am Aktienmarkt erwartet man grundsätzlich eine langfristige Rendite in der Größenordnung von 6 bis 8 Prozent pro Jahr.

Wer glaubt, dass die Erneuerbaren-Energien in Zukunft eher schlechteren Zeiten entgegen gehen, sollte niedrige Renditen, vielleicht im Bereich 4 bis 6 Prozent pro Jahr, einplanen.

Wer glaubt, dass die Erneuerbaren-Energien in Zukunft eher besseren Zeiten entgegen gehen, sollte höherer Renditen, vielleicht im Bereich 8 bis 10 Prozent pro Jahr, einplanen.

Wie haben Musterdepots für Erneuerbare-Energien und Musterdepots für Klimaschutz zusammen gestellt. Wer möchte kann sich an diesen orientieren oder auch gleich in diese investieren. Durch unser Service-Konzept EVA bleibt dann Ihr Depot immer auf dem aktuellen Stand.

Fazit Solar Investmentfonds

Wer mit wenig Aufwand über einen Zeitraum von 10 oder mehr Jahren sein Geld in Solar oder Erneuerbare Energien anlegen möchte, findet in Investmentfonds eine attraktive Möglichkeit. Er kann zwar jederzeit über sein Geld verfügen, aufgrund großer Wertschwankungen und Abschlussgebühren muss er jedoch einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont besitzen.

Vorteile Anlage in Investmentfonds

+ sehr flexibel und hohe Sicherheit durch breite Streuung in Aktien

+ langfristig gute Renditen möglich

+ unbegrenzter Kapitaleinsatz ab 5000 Euro möglich

+ monatliche Sparpläne möglich

Nachteile Anlage in Investmentfonds

+ Anleger muss hohe Wertschwankungen von -40 bis +40 Prozent pro Jahr verkraften

+ bei Abkehr der Menschheit von Erneuerbaren Energien langfristige Verluste denkbar

Möglichkeit 3: Beteiligung von Solar Großkraftwerken

Diese Möglichkeit ist gedanklich eine Erweiterung der Möglichkeit 1, bei der ja eine konkrete Solar Anlage selbst installiert wurde.

Der nächste gedankliche Schritt ist die größere Solar Anlage, die dann nicht mehr auf dem eigenen Hausdach, sondern auf großen Dachflächen oder auf Konversionsflächen, also auf ehemaligen Militärliegenschaften oder neben der Autobahn, installiert wird.

Diese Großanlagen sind benötigen natürlich hohe Investitionssummen, so dass sich in der Praxis viele Anleger zusammen schließen und gemeinsam eines oder mehrere solcher Photovoltaikkraftwerke betreiben.

In aller Regel wird dafür eine eigene GmbH & Co. KG gegründet. Bei dieser können sich die Anleger als Kommanditist beteiligen (KG-Beteiligung) oder sie können dieser Gesellschaft einen verzinsten Kredit gewähren (Nachrangdarlehen, Anleihe, Genussschein, etc.).

Das Tätigkeitsziel dieser Gesellschaft wird sehr detailliert festgelegt auf den Betrieb von Solarkraftwerken. Ein professionelles Mangement, das praktisch immer vom Emissionshaus dieser Geldanlage gestellt wird, übernimmt das Tagesgeschäft.

Das Geld des Anlegers ist hier auch langfristig gebunden. In der Regel laufen solche Modelle 10 bis 20 Jahre. Sie prognostizieren aktuell eine jährliche Rendite von rund 5 Prozent.

Eine ständig aktualisierte Auswahl von interessanten Solar Projekten finden Sie hier.

Fazit Solar Großkraftwerke

Wer direkt in größere PV Kraftwerke investiert kann auf konstante, gut kalkulierbare Rückflüsse auf jährlicher Basis hoffen. Beteiligungsmodelle an Solaranlagen gibt es seit rund 15 Jahren, so dass ausreichend Erfahrungswerte vorliegen. Allerdings ist die Flexbilität eingeschränkt und Vertrauen gegenüber dem Emittenten notwendig. Wer das aufbringt und auf Streuung achtet, kann mit Solar-Beteiligungen viel Freude haben.

Vorteile Solar Großkraftwerke

+ Anleger hat kaum Zeitaufwand

+ Stabile, meist jährliche Ausschüttungen

+ interessante Renditen

Nachteile Solar Großkraftwerke

+ Vertrauen in die Fähigkeiten des Managements notwendig

+ möglicherweise wenig Streuung

+ vorzeitger Verkauf durch den Anleger möglich, allerdings kein Börsenhandel und keine Garantien

Wie könnte eine Investition in Solar aussehen?

Vielleicht wissen Sie jetzt schon genug und können sich entscheiden; vielleicht vertiefen Sie das Thema mit andern Quellen oder Büchern. Für Musterdepots für Investmentfonds mit Photovoltaik oder Beteiligungen an Großkraftwerken sind wir die richtigen Ansprechpartner. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf oder füllen Sie unseren Grünes Geld Test aus – dann schlagen wir Ihnen eine möglicherweise passende Anlage für Sie vor.

 

 

 

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

Gespräch mit Fondsmanager N. Kaplan: Die Besonderheiten des Rock’n’Roll Fonds von Ökoworld

Montag, 11. Februar 2019

Zusammenfassung: Grünes Geld Geschäftsführerin Carmen Junker und Geschäftsführer Gerd Junker trafen Nedim Kaplan, Fondsmanager bei Ökoworld. Sie stellten ihm die Fragen, die auch Anleger immer wieder bezüglich Ökoworld Investmentfonds stellen.

 

 

 

v.l.n.r.: Nedim Kaplan, Ökoworld, Carmen Junker, Grünes Geld

1.) Herr Kaplan, Sie arbeiten für Ökoworld und managen dort einen Investmentfonds. Was ist das besondere an Ihrem Fonds, gibt es denn nicht schon ausreichend andere Fonds von DWS, Deka oder Union-Investment?

 

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Grüne, soziale und nachhaltige Anleihen

Donnerstag, 24. Januar 2019
Zusammenfassung: Wir freuen uns über den Gastartikel von Christian Kronberger von NN Investment Partners, der eine genaue Ausführung über grüne, sozial und nachhaltige Anleihen geschrieben hat.

 

Der Markt für grüne Anleihen boomt, gleichzeitig wächst das Interesse an sozialen und nachhaltigen Anleihen, da Anleger neben dem Umweltschutz zunehmend auch soziale Verbesserungen fördern wollen. Der Markt grüner Anleihen ist heute noch größer und breiter diversifiziert als der für soziale und nachhaltige Anleihen. Europa ist nach wie vor der wichtigste Markt für grüne, soziale und nachhaltige Anleihen

 

 

Impact Investing spielt am Anleihemarkt eine immer wichtigere Rolle. Dies schlägt sich nicht nur im starken Wachstum des Markts für grüne Anleihen nieder, denn daneben entwickelt sich langsam auch ein Markt für soziale und nachhaltige Anleihen. Die beiden wichtigsten Katalysatoren für das kräftige Wachstum bei grünen, sozialen und nachhaltigen Anleihen waren das Pariser Klimaabkommen und die nachhaltigen Entwicklungsziele, auf Englisch Sustainable Development Goals oder kurz SDGs, der Vereinten Nationen. Der Markt für grüne Anleihen hat seither einen deutlich rascheren Aufschwung genommen als der Markt für soziale und nachhaltige Anleihen. Derzeit ist der Markt für grüne Anleihen mit rund 300 Mrd. Euro acht Mal so groß wie die Märkte für soziale und nachhaltige Anleihen zusammen.

 

 

Definition: grüne, soziale und nachhaltige Anleihen

 

Grüne, soziale und nachhaltige Anleihen weisen ähnliche finanzielle Eigenschaften hinsichtlich Struktur, Risiko und Renditen auf wie traditionelle Anleihen. Sie können von Unternehmen oder staatlichen Institutionen begeben werden, ihre Kreditqualität reicht von Investment Grade bis zu Hochzinsanleihen und ihre Laufzeiten sind unterschiedlich von kurz- bis langlaufend. Bei den meisten grünen, sozialen und nachhaltigen Anleihen ist vorab festgelegt, wofür die aufgebrachten Gelder verwendet werden sollen, und in der Regel werden sie durch die gesamte Bilanzsumme des Emittenten unterlegt. Die Renditen und zu erwartenden Erträge sind daher ähnlich wie bei „normalen“ Anleihen desselben Emittenten. Der große Unterschied liegt in der Verwendung der aufgenommenen Gelder.

 

Grüne Anleihen sind Finanzinstrumente, mit deren Erlös vor allem Klima- oder Umweltschutzprojekte finanziert werden sollen. Am häufigsten handelt es sich dabei um Investitionen in erneuerbare Energien, emissionsarme Immobilien oder Energieeffizienz.

 

Soziale Anleihen dienen dazu, soziale Investitionen für eine klar umrissene Zielgruppe (z.B. in Armut lebende Menschen, Arbeitslose, sozial Schwache, Menschen aus bildungsfernen Schichten usw.) zu finanzieren, wobei die Umweltauswirkungen neutral oder positiv sind. Zumeist werden die Gelder für den Bau erschwinglicher Wohnungen oder für soziale Projekte verwendet.

 

Nachhaltige Anleihen sind eine Kombination aus grünen und sozialen Anleihen. Sie sollen zum einen den Umweltschutz fördern und zum anderen soziale Projekte für die Zielgruppe unterstützen, z.B. Bildung oder die Renovierung von Ausbildungsstätten oder öffentlichen Gesundheitseinrichtungen.

 

Emittenten, die eine grüne, soziale und/oder nachhaltige Anleihe platzieren möchten, müssen bestimmte Kriterien erfüllen, damit Anleger das entsprechende Papier auch als grün, sozial oder nachhaltig einstufen. Am häufigsten werden die Green Bond Principles (GBP), die Social Bond Principles (SBP) und die Sustainability Bond Guidelines (SBG) als Leitlinien verwendet Alle drei Leitlinien stellen auf folgende vier Punkte ab:

 

  1. Nutzung der Gelder – Welche Art von Projekten wird finanziert?
  2. Prozess für Projektbeurteilung und -auswahl – Wie werden Projekte ausgewählt, und wie ist die Projektauswahl organisiert?
  3. Management der Gelder – Lässt sich die Verwendung der Erlöse jederzeit nachverfolgen?
  4. Berichterstattung – Identifiziert und quantifiziert der Emittent Kennzahlen für den ökologischen, sozialen oder nachhaltigen Nutzen, der durch die Verwendung der Gelder entsteht, und berichtet er darüber?

Diese von der International Capital Market Association (ICMA) festgelegten Leitlinien sind freiwillig und nicht verbindlich.

 

Die Climate Bonds Initiative (CBI) hat zudem die Climate Bond Standards (CBS) eingeführt, die zur Zertifizierung grüner Anleihen verwendet werden. Dabei werden verschiedene sektorspezifische Auswahlkriterien festgelegt und auf die einzelnen Projekte Vermögenswerte angewendet, so dass diese im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens aus dem Jahr 2015 stehen. Die CBI hat bisher noch nicht für alle Projekttypen Kriterien definiert. Sobald dies geschehen ist, wird es möglich sein, eine umfangreiche Palette an ökologischen Investitionen im Rahmen der CBS zu zertifizieren.

 

Nachhaltigkeitsziele Grüner Projekte:

 

  • Anpassung an den Klimawandel bzw. Klimaschutz
  • Erneuerbare Energien
  • Verhinderung bzw. Kontrolle von Umweltverschmutzung
  • Schutz von Ökosystemen im Wasser und auf dem Land
  • Umweltfreundliche Gebäude
  • Umweltfreundliches Management von natürlichen Rohstoffen und Grundstücken
  • Sauberer Transport
  • Nachhaltiges Wassermanagement
  • Energieeffizienz
  • Umweltfreundliche und/oder an eine Kreislaufwirtschaft angepasste Produkte, Herstellungstechnologien und Verfahren

 

Nachhaltigkeitsziele Sozialer Projekte:

 

  • Erschwingliche grundlegende Infrastruktur
  • Zugang zu wesentlichen Leistungen
  • Erschwinglicher Wohnraum
  • Schaffung von Arbeitsplätzen
  • Lebensmittelsicherheit
  • Weiterentwicklung und Verbesserung der sozioökonomischen Situation

 

Nachhaltigkeitsziele Nachhaltiger Projekte

 

  • Kombination aus Umwelt- und sozialen Projekten

 

Der Markt für soziale Anleihen hat durch die Veröffentlichung der SDGs sowie der ersten Social Bond Principles im Juni 2017 einen Schub erhalten. Wir rechnen mit einer weiteren Standardisierung und weiteren Leitlinien, wovon der Markt für soziale und nachhaltige Anleihen weiter profitieren sollte (ähnlich wie der Markt für grüne Anleihen nach der Einführung der ersten GBP im Jahr 2014 durch die ICMA). Alle drei Arten von Anleihen werden von externen Agenturen wie z.B. CICERO oder Sustainalytics auf ihre Umwelt-, sozialen und nachhaltigen Eigenschaften hin überprüft. So werden 98% der grünen Anleihen in Europa mit einer Einstufung durch eine externe Agentur am Markt platziert (CIB, Q1 2018).

 

Bisher gibt es für soziale und nachhaltige Anleihen keinen vergleichbaren Standard, da der Klimawandel für die Anleger zunächst von größerem Interesse war. Dies ist jedoch nicht der einzige Hemmschuh für die weitere Entwicklung des Markts für soziale und nachhaltige Anleihen. Geraume Zeit lang fiel es Emittenten und Underwritern schwer, den sozialen und nachhaltigen Nutzen zu quantifizieren, der durch die Verwendung der Erlöse aus Anleiheemissionen für bestimmte Projekte geschaffen werden sollte. Die Berichterstattung war relativ intransparent, was die Marktteilnehmer abschreckte, und der Markt für soziale und nachhaltige Anleihen relativ klein blieb. Dennoch sind soziale Anleihen nach wie vor relevant und die Nachfrage hat aufgrund des veränderten politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Umfelds zugenommen.

 

SDGs als Messlatte

 

Grüne, soziale und nachhaltige Anleihen können leicht mit den SDGs in Verbindung gebracht werden. Diese zielen darauf ab, Armut zu beenden, den Planeten zu schützen und Frieden und Wohlstand weltweit zu sichern. Von den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen sind 15 für die Identifizierung von Projekten relevant, die durch das über grüne, soziale und nachhaltige Anleihen aufgebrachte Kapital finanziert werden dürfen. Dabei spielen acht Ziele für grüne Projekte, neun für soziale Projekte und fünfzehn für nachhaltige Projekte eine Rolle (Abbildung 2. Schätzungen der UN zufolge müssen weltweit jährlich fünf bis sieben Billionen US-Dollar investiert werden, um die Ziele bis 2030 zu erreichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung 1: Beziehung grüner/sozialer/nachhaltiger Anleihen zu den nachhaltigen Entwicklungszielen Quelle: Vereinte Nationen, NN IP. Von den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen sind 15 für grüne, soziale und nachhaltige Anleihen relevant; sie sind in der Abbildung besonders hervorgehoben.

 

Aufschwung des Markts

 

In diesem Abschnitt vergleichen wir die typischen Eigenschaften von grünen, sozialen und nachhaltigen Anleihen miteinander. Dabei greifen wir auf Daten von Bloomberg zurück, in der eine Anleihe als „grün“, „sozial“ oder sowohl „grün“ als auch „sozial“ bezeichnet wird, wenn sie den GBP, den SBP oder den SBG entspricht und wenn durch die Verwendung des aufgebrachten Kapitals ein eindeutiger ökologischer, sozialer oder ökologischer und sozialer Nutzen gestiftet wird.

 

Im Jahr 2007 platzierte die Europäische Investitionsbank (EIB) die erste grüne Anleihe mit einem Volumen von 600 Mio. Euro. In den folgenden sechs Jahren tat sich zunächst nicht viel. 2013/2014 kam es dann mit der Veröffentlichung der ersten Green Bond Principles zu einem beträchtlichen Aufschwung (die erste grüne Anleihe mit einem Volumen von über 1 Mrd. Euro wurde im Jahr 2013 begeben). Seither hat sich das Volumen der ausstehenden grünen Anleihen exponentiell erhöht. Im Jahr 2014 wurden dann die ersten liquiden sozialen bzw. nachhaltigen Anleihen von der Inter-American Development Bank (IADB) bzw. der Lloyds Bank begeben. Im Vergleich zu den grünen Anleihen waren die Platzierungsvolumina deutlich geringer.

 

 

Abbildung 2: Neuemissionen von grünen, sozialen und nachhaltigen Anleihen Quelle: Bloomberg, 3. September 2018. Der obere Teil der Balken für 2018 entspricht Schätzungen von NN IP

 

 

Der Markt für grüne Anleihen ist nach wie vor deutlich größer als der für soziale oder nachhaltige Anleihen. Das Neuemissionsvolumen von grünen Anleihen schnellte von 73 Mrd. Euro im Jahr 2016 auf 112 Mrd. Euro im Jahr 2017 in die Höhe und war damit sieben Mal so hoch wie für soziale und nachhaltige Anleihen zusammen.

 

Mit einem Anteil von deutlich unter 1% am gesamten Rentenmarkt sind soziale und nachhaltige Anleihen bisher ein Nischenprodukt. Von dieser relativ niedrigen Basis aus ist der Markt jedoch rasch gewachsen, und die Expansion könnte sich weiter beschleunigen, wenn mehr internationale Konzerne dieses Marktsegment nutzen. So hat z.B. Starbucks sein Programm für eine nachhaltige Kaffeelieferkette im Jahr 2016 mit einer nachhaltigen Anleihe finanziert. Zwei Jahre später begab Danone eine soziale Anleihe, um Studien zu Lebensmitteln und der Emanzipation verschiedener Bevölkerungsgruppen zu finanzieren.

 

Das rasche Wachstum der Märkte für grüne, soziale und nachhaltige Anleihen ist unseres Erachtens vor allem auf drei Faktoren zurückzuführen:

 

Verbesserte Leitlinien und Taxonomien, die Emittenten die Platzierung solcher Anleihen erleichtern und es Anlegern ermöglichen, die Papiere miteinander zu vergleichen.

 

Politische Unterstützung für eine kohlenstoffärmere Wirtschaft und für soziale Projekte, was Anreize für striktere Gesetze schafft. So geraten Unternehmen unter Druck, nachhaltigere Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Zahlreiche Regierungen haben Maßnahmen angekündigt bzw. führen sie bereits ein, um die Platzierung von grünen Anleihen zu fördern.

 

Kräftiger Anstieg der Anlegernachfrage und zunehmende Bereitschaft, die SDGs der UN umzusetzen. Wir rechnen damit, dass grüne, soziale und nachhaltige Anleihen allmählich attraktiver werden als traditionelle Anleihen, da sie den Anlegern ohne Mehrkosten bessere Möglichkeiten bieten, Einfluss auf die Unternehmen und die Verwendung der aufgebrachten Gelder zu nehmen.

 

 

Abbildung 3: Emissionen nach Ländern Quelle: Bloomberg, 3. September 2018

 

Grüne, soziale und nachhaltige Anleihe-Emissionen nach Ländern

 

Das Pariser Klimaabkommen hat positiv zur Entwicklung der grünen Kapitalmärkte beigetragen: Insbesondere in Frankreich, China und den USA wurden umfangreiche Volumina an grünen Anleihen begeben. Im Jahr 2016 platzierte die französische Regierung die umfangreichste grüne Anleihe (7 Mrd. Euro) in der Geschichte des Markts, um ihren umweltpolitischen Zusagen nachzukommen und ihrer Rolle als treibende Kraft des Pariser Klimaabkommens gerecht zu werden. Im selben Jahr dominierten Emissionen aus China, dem Land mit den höchsten Kohlendioxidemissionen der Welt, zum ersten Mal den Markt für grüne Anleihen. Allerdings sank der Marktanteil des Landes von 37% im Jahr 2016 auf 24% im Jahr 2017. Der Großteil der chinesischen Platzierungen findet zudem am Onshore-Markt statt und ist insofern nicht für ausländische Anleger zugänglich. Im Mai 2018 überraschte die Bank of America mit der größten grünen Anleiheemission einer Bank (1,91 Mrd. Euro), die zur Finanzierung von Projekten für saubere Energie dienen sollen.

 

Im Jahr 2017 machten die Emissionen aus China, Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und den USA zusammen 56% des globalen Markts für grüne Anleihen aus. Hinzu kommen Emissionen schwedischer, mexikanischer und spanischer Marktteilnehmer, so dass der Markt für grüne Anleihen jetzt in geografischer Hinsicht deutlich diversifizierter ist. Insgesamt sind 46 Länder am Markt für grüne Anleihen aktiv, und ihre Zahl steigt weiter.

 

Dagegen sind nur 15 Länder am Markt für soziale Anleihen und 14 am Markt für nachhaltige Anleihen aktiv. Der größte Anteil an Emissionen entfällt auf die Niederlande. Und die geringe geografische Diversifizierung am Markt für soziale und nachhaltige Anleihen ist nicht die einzige Herausforderung für die Anleger. Auch die Zahl der Emittenten von sozialen und nachhaltigen Anleihen ist relativ gering. So werden z.B. 71% der niederländischen nachhaltigen Anleihen von der Bank Nederlandse Gemeenten und 86% der deutschen sozialen Anleihen von der Bayerischen Landesbank begeben.

 

Emissionen in Euro dominieren

 

Die regionale Allokation wirkt sich auch auf die Emissionswährungen aus. In allen Fällen ist der Euro die wichtigste Währung. Bei sozialen und nachhaltigen Anleihen dominiert der Euro mit einem Anteil von 78% bzw. 69% der Gesamtemissionen ganz klar. In Euro denominierte Anleihen machen mit 61% auch den Löwenanteil am Bloomberg Barclays MSCI Global Green Bond Index aus. Im gesamten Bloomberg-Universum, das auch auch Onshore-Emissionen aus China erfasst, die ausländischen Anlegern nicht zugänglich sind, sind 42% aller Anleihen in Euro denominiert.

Um ausländische Anleger anzuziehen, begeben die Emittenten auch Anleihen in US-Dollar. Rund 29% des Global Green Bond Index, knapp ein Fünftel aller nachhaltigen Anleihen und ein Zehntel der sozialen Anleihen lauten auf US-Dollar. Der grüne Anleihenmarkt ist unter Währungsgesichtspunkten stärker diversifiziert als insbesondere der Markt für soziale Anleihen. Allerdings ziehen wir häufig grüne Anleihen in Euro vor, da Qualität und Transparenz bei Euro-Emittenten in der Regel höher sind.

 

Staatliche Emittenten und Emittenten aus dem Finanzsektor dominieren

 

Am Markt für grüne, soziale und nachhaltige Anleihen dominierten vor allem staatliche Emittenten. Zahlreiche Regierungen haben sich Ziele für die Förderung von Investitionen in ESG-Projekte gesetzt und finanzieren diese mit grünen, sozialen oder nachhaltigen Anleihen. Letztlich entfallen über 150 Mrd. Euro der Gesamtemissionen auf staatliche Institutionen, wobei der Großteil davon in grünen Anleihen erfolgte (Abbildung 5). Auch bei sozialen und nachhaltigen Anleihen nehmen staatliche Emittenten klar eine dominierende Stellung ein. Dieser Trend könnte anhalten, da die Regierungen mit höherer Wahrscheinlichkeit in soziale Projekte investieren als Unternehmen. Der Finanzsektor ist der zweitwichtigste Emittent am Markt für grüne, soziale und nachhaltige Anleihen. Finanzinstitute haben 32% der grünen und jeweils 19% der sozialen und nachhaltigen Anleihen platziert. So begab z.B. die Nederlandse Waterschapsbank eine soziale Anleihe zur Finanzierung erschwinglichen Wohnraums, und die Lloyds Bank platzierte eine soziale Anleihe, um ihre Zusagen bei der Kreditvergabe an kleine Unternehmen einhalten zu können.

Wir gehen davon aus, dass sich die Anteile der einzelnen Sektoren am Markt künftig verändern werden. In der ersten Jahreshälfte 2018 war bereits zu erkennen, dass sich Finanzkonzerne und Unternehmen vor allem aus den Sektoren Versorgung und Industrie verstärkt engagieren. Dieser Trend ist insbesondere am Markt für grüne Anleihen zu erkennen.

 

 

Abbildung 4: Emissionen nach Sektoren Quelle: Bloomberg, 3. September 2018

 

Ratings

 

Da der Markt für grüne Anleihen größer ist und seine Emittenten stärker diversifiziert sind, ist auch das Ratingspektrum bei grünen Anleihen relativ breit und reicht von Investment Grade (69%) bis spekulativ (5%). Anleihen mit einem AAA-Rating machen 21% des Gesamtmarkts aus. Allerdings sind über ein Viertel aller grünen Anleihen nicht geratet.

 

Abbildung 5: Emissionen nach Ratingkategorien Quelle: Bloomberg, 3. September 2018.

 

 

Die Märkte für soziale und nachhaltige Anleihen sind im Vergleich stärker konzentriert. Bei sozialen Anleihen finden sich nur Papiere mit einem Investment-Grade-Rating, und 49% verfügen über ein AAA-Rating. Auch bei nachhaltigen Anleihen befinden sich nur 2% im spekulativen Bereich.

 

Fazit

 

  • Grüne, soziale und nachhaltige Anleihen weisen ähnliche finanzielle Eigenschaften wie herkömmliche Anleihen auf, der größte Unterschied besteht in der Verwendung des aufgebrachten Kapitals.
  • In den vergangenen vier Jahren sind die Märkte für grüne, soziale und nachhaltige Anleihen deutlich gewachsen, was auf die striktere Umweltgesetzgebung, das zunehmende Bewusstsein für soziale Anliegen und eine Interessenverschiebung bei den Anlegern hin zu nachhaltigeren Investitionen (ohne dabei auf Renditen zu verzichten) zurückzuführen ist.
  • Staatliche Emittenten und Finanzinstitute dominieren den Markt für grüne, soziale und nachhaltige Anleihen. Unseres Erachtens werden staatliche Emittenten auch künftig den Großteil des Markts für soziale und nachhaltige Anleihen ausmachen, da sie wahrscheinlich eher zur Finanzierung von sozialen Vorhaben bereit sind als Unternehmen.
  • Der Markt für soziale und nachhaltige Anleihen spielt im Vergleich zum Markt für grüne Anleihen eine kleinere Rolle. Grüne Anleihen sind daher die liquidere Option. Im Vergleich zu sozialen und nachhaltigen Anleihen ist die Diversifizierung bei grünen Anleihen in Bezug auf alle wichtigen Kriterien größer: geografisch ebenso wie nach Sektoren, Währungen und Ratings.

 

Europa insgesamt ist nach wie vor der größte Markt für grüne, soziale und nachhaltige Anleihen. Der Raum Asien-Pazifik, wo aktuell allerdings nur China in dieser Beziehung eine Rolle spielt, liegt nicht weit dahinter – allerdings können ausländische Anleger häufig nicht in die chinesischen Papiere investieren

 

 

Verfasser des Beitrages: Christian Kronberger, NN Investment Partners

Westhafenplatz 1  60327 Frankfurt am Main, Germany

www.nnip.com

Veröffentlicht: Carmen Junker ist Gründerin  und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker: „Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen.“

Wie kann ich 30.000 Euro sinnvoll investieren?

Freitag, 21. Dezember 2018

Zusammenfassung: So mancher steht plötzlich vor der Entscheidung, Geld anlegen zu müssen - vielleicht wegen einer Erbschaft oder einer Auszahlung. Aber die erste Idee, die Anlage auf der Bank, funktioniert mangels fehlender Zinsen nicht mehr. Am Beispiel von 30.000 Euro Anlagesumme zeigen wir interessante Möglichkeiten zur sauberen und rentierlichen Geldanlagen auf.

 

Ein Vertrag läuft aus oder eine Erbschaft kommt und schnell stellt sich die Frage: wie kann ich Geld in der heutigen Zeit sinnvoll anlegen? Zum Beispiel 30.000 Euro.

 

Aus dem sogenannten risikolosen Zins – also den Zinsen auf Staatsanleihen oder Bankeinlagen – wurde längst das zinslose Risko; es gibt nämlich keine (spürbaren) Zinsen mehr, während spätestens seit der Finanz- und der Euro-Krise klar ist, dass auch Staaten und große Banken insolvent werden können.

 

Außerdem möchten die wenigsten Menschen mit Ihrem Geld noch die Spekulation auf Lebensmittel, die Massentierhaltung oder die Atomkraft unterstützen.

 

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Neu: Ökorenta Erneuerbare Energien 10

Mittwoch, 31. Oktober 2018

 

In der aktuellen Niedrigzins-Phase sind Alternativen mit regelmäßigen Rückflüssen und interessanten Renditen weiterhin sehr rar gesät. Der Erneuerbaren Enerigen Pionier Ökorenta (seit 1999 am Markt) bietet nun zum 10. Mal eine attraktive Lösung. In nachwachsende Energien investieren und gleichzeitig 4,4 Prozent Rendite (Prognose) erhalten.

 

Warum ist das wichtig? Zum einen macht in Deutschland kaum noch jemand etwas für die Erneuerbaren Energien und gegen den mit Händen greifbaren Klimawandel. Hier können Sie mit Ihrer Investition helfen. Zum anderen bieten deutsche Erneuerbaren Energien Kraftwerke einen entscheidenden Vorteil: die Vergütung für den von Ihnen erzeugten Strom ist auf 20 Jahre staatlich garantiert. Damit ist die Planbarkeit und Sicherheit solcher Projekte hoch.

 

Wie sind die Eckwerte? Das Projekt Erneuerbare Energien 10 verwendet das von Anlegern eingesammelte Geld (planmäßig 25 Millionen Euro) um damit Beteiligungen an bereits bestehenden Erneuerbare Energien Kraftwerksparks zu erwerben und zu halten. Aus dem Verkauf des Stroms werden Renditen von ca. 4 bis 5 Prozent jährlich erzielt. Die Projektlaufzeit ist 10 Jahre, das Projekt ist jedoch weiterveräußerbar für die Anleger. Die Mindestbeteiligungssumme beträgt 10.000 €.

 

Was sind die Risiken? Ein solches Projekt muss von sich heraus funktioniern – ein staatliche Rettung oder ein Hilfsfonds exisitieren nicht. Die Vorgängerprojekt haben funktioniert und funktionieren auch aktuell. Trotzdem sollte der Anleger nur Geld investieren, auf das er im Fall der Fälle verzichten kann. Alle bekannten Risiken sind im Verkaufsprospekt genannt.

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Grünes Geld Sonderaktion Weltklimarat

Freitag, 26. Oktober 2018

 

 

 

 

 

Grünes Geld bietet das Angebot „Sonderaktion Weltklimarat“ an. Es besteht aus 3 klimafreundlichen Geldanlagen, gilt bis 25. November 2018 und bietet für alle Anleger einen Direkt-Bonus von 250,00 Euro.

 

 

 

Der Hintergrund:  Am 8. Oktober 2018 vom Weltklimarat IPCC  vorgestellten alarmierenden Ergebnisse unterstützt Grünes Geld die Bemühungen der Weltgemeinschaft im Kampf gegen den von der Menschenheit verursachten Klimawandel mit einer zeitlich begrenzten Sonderaktion (bis 25. November 2018).

 

 

 

Die Komponenten:

 

 

 

 

Komponente

Themengebiet

Erträge

Mehr Informationen

Anteil am Sonderpaket Weltklimarat

Bonus für Anleger

RE12 Energiezins 2022

Windparks

Festzins 4,5%

Hier klicken

50 Prozent

(min. 10.000 €)

 

SunAsset 8

Solarkraftwerke

Festzins 5%

Hier klicken

25 Prozent

(min. 5.000 €)

250 Euro

Musterdepot Klima

Aktien von Klima-Schutz-Unternehmen

Variabel

(langfristig 4% bis 8%)

 

Hier klicken

25 Prozent

(min. 5.000 €)

 

 

Möglich ist das Sonderpaket ab einem Anlagevolumen von nur 20.000 Euro mit einem Klimaschutz-Bonus von 250 Euro. Das Kontingent ist begrenzt und nur gültig bis 25. November 2018. Bei Interesse melden Sie sich möglichst schnell bei uns.

(Der beim SunAsset 8 geltende Frühzeichnerbonus von 1% bei Beitritt bis 31.12.2018 gilt noch zusätzlich!)

 

Wie geht’s weiter?

 

Rufen Sie uns an unter 0 60 21 – 369 29 – 19 oder senden Sie uns eine Nachricht (–> Kontaktformular). Wir senden Ihnen die Antragsunterlagen unverzüglich zu.

 

Der Direkt-Bonus von 250 Euro ist in den Antragsunterlagen bereits berücksichtigt.

 

 

 

„Es grünt so grün“ – Urban Gardening entwickelt sich zum Trend

Freitag, 19. Oktober 2018

Zusammenfassung: Großstadtleben, Selbstversorgung und Kommunikation. Unter diesen drei Schlagworten lässt sich der Trend zum Urban Gardening zusammenfassen. Immer mehr Stadtbewohnter engagieren sich in vielfältigen Projekten, produzieren nachhaltig Lebensmittel und verbessern Klima und Lebensqualität.

 

 

Selbst angebaut und geerntet schmeckt es nochmal so gut.

Es ist noch nicht so lange her, da hing Kleingärtnern noch der Ruf eines verschrobenen Spießers an, der – als Ausgleich für das Alltagsleben in der Stadt – am Wochenende in seiner Parzelle kleine Mengen an Obst, Gemüse und Blumen züchtet und im Vereinsheim ein Feierabend-Bier trinkt.

 

Ob diese Idylle in Reinkultur jemals so existiert hat, sei dahin gestellt. Fakt ist, dass immer mehr „Stadtmenschen“ Gartenarbeit für sich neu entdeckt haben. Dabei sind in den vergangenen Jahren viele interessante Projekte entstanden, die unter dem Begriff Urban Gardening, also Gärtnern in der Stadt, zusammengefasst werden.

 

 

Ursprünge des Urban Gardening

Eigentlich ist Urban Gardening keine neue Entwicklung. Mit der Entstehung der Städte war es von je her von Bedeutung, die Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen. Da die Transportwege vom Land in die Stadt teilweise beschwerlich und lang waren, wurde auch in den Stadtvierteln Landwirtschaft und Viehzucht – wenn auch in einem bescheideneren Ausmaß – betrieben. Mit diesen Stadtgärten konnten Versorgungsmängel in Kriegs- und Krisenzeiten überbrückt werden.

 

Damit dient Urban Gardening nicht nur Projekten à la „Unser Stadt soll schöner werden“ sondern kann auch heutzutage noch ein relevanter Faktor in der Versorgung der städtischen Bevölkerung darstellen. Nach den verheerenden Folgen des Hurrikans Katrina im Süden der USA zeigte sich, dass es in den betroffenen Regionen bereits nach drei Tagen zu Versorgungsengpässen kam.

 

 

 

Licht und Luft für die Stadtbevölkerung

Stadtnahes Gärtnern – klassische Schrebergärten.

Der Leipziger Arzt Moritz Schreber erforschte im 19. Jahrhundert die negativen Auswirkungen des Stadtlebens zu Beginn der Industrialisierung. Um Kindern ein gesünderes Umfeld zu bieten, empfahl er „Armen- und Specialgärten“ als Ausgleich für das naturferne Leben in den städtischen Mietskasernen. Die daraufhin entstehenden Schrebergartenkolonien gehen zwar nicht direkt auf die Initiative Schrebers zurück, folgen aber seiner Empfehlungen, Licht, Luft, Sonne und Bewegung als wichtigen Teil der Gesundheitsvorsorge für Stadtkinder zu ermöglichen. Noch heute ist die Schrebergartenkultur rund um die industriellen Ballungszentren weit verbreitet. Im Ruhrgebiet ist die Kleingarten-Kultur noch immer fest im Selbstverständnis der Region verankert.

 

Neue Impulse erhielt das städtische und stadtnahe Gärtnern in den 1970er Jahren. So fanden sich Menschen in den New Yorker Community Gardens zusammen und bewirtschafteten gemeinsam städtisches Brachland. Neben der Selbstversorgung mit gesunden Lebensmitteln steht dabei auch die Kommunikation im Mittelpunkt der Projekte in Manhatten, Brooklyn und vielen anderen Teilen des „Big Apple“. Bekanntheit erlangten die Urban Gardening Projekte auch 1990 durch den US-Film „Green Card“ von Peter Weir. Hauptdarstellerin Andy MacDowell engagierte sich darin beruflich und privat für die Begrünung der Innenstadt.

 

 

Boom regionaler Produkte

Immer mehr Urban Gardening-Projekte engagieren sich für mehr Grün in den Städten, nachhaltige Bewirtschaftung der zur Verfügung sehenden landwirtschaftlichen Flächen und die umweltschonende Produktion von regionalen Lebensmitteln.

 

Damit schaffen Urban Gardening-Projekte nicht nur einen angenehmen Ausgleich für Städter zum Arbeitsleben fernab der klassischen Landwirtschaft, sondern fördern auch relevante politische und gesellschaftliche Entwicklungen.

 

Offene Gartenprojekte stärken Verantwortung und Gemeinsinn.

Wer seine Lebensmittel – mindestens teilweise – selbst herstellt, konsumiert quasi automatisch bewusster. Denn wer selbst gepflanzt, gejätet, geerntet und zubereitet hat, weiß die geleistete Arbeit zu schätzen und sieht viele Nahrungsmittel mit anderen Augen. Das selbst angebaute Obst und Gemüse ist damit mehr als nur ein Nahrungsmittel. Die Produkte stehen für selbstbestimmten und verantwortlichen Konsum. Auch wenn der Erntesegen nicht generell üppig ausfällt, liefert Urban Gardening den ökonomischen Gegenentwurf zur Macht der multinationalen Lebensmittelkonzerne. Die Wertschätzung und das steigende Interesse an Produkten aus heimischem Anbau entsprechen damit den Prinzipien der Slow Food-Bewegung, die sich für gute, saubere und faire Nahrungsmittel stark macht.

 

Diese Identifikation mit den regionalen und saisonalen Lebensmitteln stärkt auch die Identität der Gemeinschaft. Und auch wenn diese Formen der Subsistenzwirtschaft in unseren Großstädten teilweise noch eher symbolischer Natur sind, gelten sie als Wegweiser für eine nachhaltigere Entwicklung. Schließlich werden ähnliche Projekte in ärmeren Ländern als Hilfe zur Selbsthilfe auch von internationalen Organisationen unterstützt, denn hier ist die Subsistenzwirtschaft überlebenswichtig. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür sind auch die Aktivitäten von Vandana Shiva. Die Trägerin des alternativen Nobelpreises propagiert die Nutzung traditioneller Anbaumethoden und des eigenen Saatgutes, um die Bevölkerung ausreichend zu versorgen und von Saatgut, Düngemitteln und Pestiziden internationaler Anbieter unabhängig zu machen.

 

 

Umwelt- und klimafreundliche Stadtentwicklung

Schützen vor Inflation: Sachwerte wie Windkraftbeteiligungen, Fotovoltaik, BHKWSelbstversorgung ist ein wichtiger Leitgedanke in der Philosophie des Urban Gardening. Aber auch die Verantwortung für Umwelt und Klima sind wichtige Treiber der Entwicklung. Dabei profitiert nicht nur das urbane Klima von den wachsenden grünen Oasen der Städte. Da die regionale Versorgung mit Lebensmitteln Transportwege auf ein Minimum reduzieren, wird auch der CO2-Ausstoß vermindert. Weitere Einsparungspotenziale ergeben sich durch effizient genutzte Anbauflächen.

 

Vielfach leisten Urban Gardening-Projekte auch einen relevanten Beitrag zum lokalen Recycling, den organische Abfälle werden kompostiert und im Anbau wieder integriert. Da urbaner Gartenbau im Allgemeinen den Prinzipien des ökologischen Gärtnerns folgt, entfällt auch eine Belastung des Trinkwassers durch Pestizide.

 

Schließlich leistet Urban Gardening auch einen Beitrag zur Biodiversität. Durch blühende Felder werden Bienen und weitere Nützlinge in die Städte gelockt und finden neue Lebensräume.

 

 

Neue Großstadtkultur – gemeinsam statt einsam

Gemeinschaftliche Leben auf dem Lande – Vereinsamung in den Großstädten. So einfach lässt sich das soziale Leben längst nicht mehr zusammenfassen. Gerade die sozialen Bewegungen innerhalb der Metropolen verändern dieses Bild. Durch Urban Gardening-Projekte entstehen innerhalb der Zentren neue Begegnungsstätten mit hoher Aufenthaltsqualität. Gemeinsames Arbeiten an einem Projekt verbindet und wirkt sich so auch positiv auf das gesellschaftliche Klima aus. Dabei erweist sich die Gardening-Bewegung als hochintegrativ und überwindet Alters- und Nationalitätsgrenzen. Beispielhaft dafür stehen die interkulturellen Bio-Gärten in den Berliner Bezirken Kreuzberg und Neukölln.

 

 

Stadtluft wird grün

Dachgärten – ein Platz an der Sonne.

Auch ansonsten zeigt sich die Hauptstadt als einer der Vorreiter im urbanen Grün. Hier ist in den vergangen Jahren eine sehr rege Urban Gardening-Szene entstanden. Dabei werden Neugärtner von erfahrenen Hobbygärtnern unterstützt. Das Angebot erstreckt sich vom Bauerngarten zum selber Ernten über das Pflanzen neuer Obstbäume bis zur gemeinsamen Nutzung und Ernte von Wildblumen und Kräutern.

 

Auch Nordrhein-Westfalen hat zahlreiche kommunale Grabeland-Projekte initiiert. Im Gegensatz zur festen Gartenangeboten in der Stadt, wird das Grabeland nur für eine bestimmte Zeit bewirtschaftet, das die Gebiete mittelfristig anderweitig genutzt werden sollen. Meist werden daher nur einjährige Pflanzen angebaut, Gartenlauben und Baumbestände sucht man hier vergebens. Der Vorteil allerdings liegt in der sehr geringen Pacht der Grabeland-Parzellen. Außerdem wird aktuell ungenutztes Brachland sinnvoll nutzbar gemacht.

 

Auch ambitionierte Unternehmen haben den Urban Gardening-Trend für sich entdeckt und bieten – auch außerhalb der Trend-setzenden Metropolen stadtnahes Ackerland an. Das Bonner Start-up „meine ernte“ beispielsweise, vermietet an derzeit 26 Standorten Gemüsegärten in unterschiedlichen Größen. Gartengeräte werden gestellt, außerdem steht den Freizeitgärtnern eine landwirtschaftliche Fachkraft zur Seite. Der Arbeitseinsatz der Mieter beträgt so lediglich 2 bis 3 Stunden pro Woche. Mit einem sogenannten „Gemüsepatronat“ können soziale Einrichtungen mit einem gesponserten Garten unterstützt werden.

 

 

Neue Landlust

Im Zuge von Urban Gardening hat sich auch ein stärkeres Interesses an Subsistenzwirtschaft im größeren Stil entwickelt. So haben sich in den letzten Jahren Projekte entwickelt, die abseits der eingeschränkten räumlichen Möglichkeiten der Städte als Gemeinschaftsprojekte aktiv sind. Ein Beispiel dafür ist das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft (SoLawi). Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Landwirten und Gärtnereien. Zusammen mit privaten Haushalten bilden sie eine Wirtschaftsgemeinschaft. Während die landwirtschaftlichen Betriebe zuverlässig ihre Ernte sowie selbst hergestellte Produkte liefern, verpflichten sich die beteiligten Haushalte zur Abnahme der Erzeugnisse und leisten im Voraus einen festgesetzten Beitrag. Die bäuerlichen Betriebe profitieren von der festen Kundenstruktur und können bedarfsorientiert produzieren. Die Haushalte erhalten frische und gesunde Lebensmittel von einem regionalen Anbieter ihres Vertrauens.

 

 

 

Trautes Heim

Wer sich nicht langfristig an ein Projekt binden will oder abseits von kommunalen und gewerblichen Angeboten lebt, hat derzeit viele Möglichkeiten, auf individuelle Art und Weise am urbanen Gärtnern teilzuhaben: Die Begrünung von Terrassen, Balkonen und Dächer in den Innenstädten ist absolut im Kommen. Dabei zeichnet sich – gerade bei einem begrenztem Raumangebot – der Trend zum vertikalen Gärtnern ab. Die Idee ist nicht ganz neu, denn die ehemals beliebten Spalierobstbäume basierten auf dem Prinzip bei geringer Breite verstärkt die Höhe zum Wachsen zu nutzen. Mittlerweile haben die städtischen Freizeitgärtner jedoch vielfältige Vertikalbeete entwickelt, auch platzsparend ein relativ ertragreiches Gärtnern ermöglichen. Neben der umgebauten Euro-Palette bis hin zu hängenden Pflanzgefäßen und –säulen, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Diese urbanen Gartenprojekte reichen zwar selten zur Selbstversorgung, stellen jedoch sicher eine Bereicherung des Speisezettels dar.

 

 

Fassadenbegrünung – die Mutter des vertikalen Gartens

Fassadengrün belebt das Gesicht der Städte.

Das urbane Gärtnern hat die klassische Gartenkunst der Städte zu ihrem ursprünglichen Zweck zurückgeführt. Anstelle von gepflegten Stadtparks und Anlagen zur Entspannung, treten vermehrt Nutzgärten zur ökologischen und gemeinsamen Versorgung. Es bleibt jedoch unbestritten, dass auch das schmückende städtische Grün nicht vollkommen zweckfrei ist, denn auch städtischen Baumbestände und Bepflanzungen leisten einen Beitrag zu einem besseren Klima.  

 

Daher ist auch eine umfangreiche Fassadenbegrünung eine interessante Möglichkeit, mehr Grünpflanzen in die Zentren zu bringen, Häuserfronten optisch aufzuwerten und die Stadtluft erheblich zu verbessern. Gleichzeitig nutzt die Fassadenbegrünung auch als natürliche Dämmung gegen Wärme, Kälte und Lärm. Darüber hinaus stellt sie einen – in den Städten seltenen – Lebensraum für Vögel und Insekten dar.

 

Eindrucksvoll umgesetzt ist die moderne Fassadenbegrünung am neuen Völkerkundemuseum in Paris. Das 2006 eröffnete Museum liegt in einem großen Stadtgarten in der Nähe des Eiffelturms. Eine Fassade des Museums besteht aus einer riesigen begrünten Mauer. Auf rund 800 Quadratmetern versammeln sich rund 15.000 Pflanzen aus 150 Arten aus der ganzen Welt zu einem gigantischen Bild.

 

 

Grün ist das neue Gold

Einst waren goldene Dächer und prächtige Stadthäuser kennzeichnend für Wohlstand und wirtschaftlichen Erfolg einer Metropole. In Zeiten der Klimakrise und sozialer Ungerechtigkeiten zeichnen grüne Städte ein hoffnungsvolleres und menschengrechtes Bild.

 

Und nicht nur Städte lassen sich begrünen, auch Ihre Geldanlagen können zu einer ökologischen und sozialen Entwicklung beitragen. Mit Grünes Geld, erfahrener Experte für nachhaltige Geldanlagen, finden Sie die passende Strategie.

 

 

 

…oder schauen Sie sich die Grünes Geld Vermögensverwaltung an: eine der wenigen wirklich Nachhaltigen Vermögenesverwaltungen in Deutschland (schon ab 50.000 Euro).

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wattner legt nach: SunAsset 8 ab sofort zeichenbar

Freitag, 28. September 2018

Das Kölner Emissionshaus Wattner als Spezialist für Photovoltaik-Projekte in Deutschland hat erst vor wenigen Tagen am 20. September 2018 erfolgreich sein letztes Angebot, den Wattner SunAsset 7, geschlossen. Mit über 12 Millionen Anlegerkapital deutlich überzeichnet und ein voller Erfolg.  Heute veröffentlichte Wattner bereits sein Nachfolgeprojekte, den Wattner SunAsset 8.

 

Wattner bleibt sich auch bei seinem mittlerweile 8 Angebot der erfolgreichen Serie treu und setzt auf Photovoltaikkraftwerke in Deutschland. Verständlich, schließlich sind die 7 Vorgängerprojekt bis dato ein voller Erfolg mit sehr regelmäßigen Ausschüttungen und sehr zufriedenen Anlegern.

 

Um was geht es konkret beim Sunasset 8?

 

Der SunAsset 8 kauft bereits seit mehreren Jahren erfolgreich laufende Photovoltaikkraftwerke in Deutschland, ist also anders ausgedrückt ein Zweitmarkt-Fonds. Der Vorteil: alle Daten und die historischen Einspeiseergebnisse sind bestens bekannt, Projektierungs- und Errichtungsrisiken gibt es keine.

 

Auch die vorgesehenen Projekte selbst sind veröffentlicht. Insgesamt 10 Solarkraftwerke mit 48 MW Leistung und rund 21 Millionen Euro Investitionsvolumen stehen in den neuen Bundesländern grundsätzlich für einen Kauf durch den SunAsset 8 bereit und sind vor-qualifiziert.

 

Sie kommen aus den Vorgängerfonds SunAsset 2 und SunAsset 3, deren Anleger nach rund 7 bis 8 Jahren Laufzeit sich nun – wie ursprünglich auch geplant – von Ihren Investitionsobjekten trennen möchten.

 

Wie ist die Gestaltung aus Sicht eines Anlegers?

 

Der Anleger gewährt dem SunAsset 8 ein sogenanntes qualifiziertes Nachrangdarlehen, leiht dem Projekt also Geld. Dieses bekommt er wie üblich zurück gezahlt (Tilgung, jeweils zum 31.12. eines Kalenderjahres) und er erhält Zinsen. Nachrangdarlehen bedeutet dabei, dass andere Kreditgeber, zum Beispiel Banken, im Insolvenzfall zuerst bedient werden würden. Um hier eine zusätzliche Sicherheit zu gewähren hat das Emissionshaus Wattner eine halbe Million Euro eingezahlt, die erst dann zurück gezahlt wird, wenn alle Anlegeransprüche befriedigt sind.

 

Der Anleger erhält also 3 Auszahlung pro Jahr (1x Tilgung, 2x Zinsen); insgesamt erzielt er über die Laufzeit von 13 Jahren Rückflüsse von 166 Prozent (die IRR Verzinsung errechnet sich zu ca. 5,2 Prozent jährlich).

 

Besonderes Schmankerl ist der Frühzeichnerbonus: Wer noch in 2018 beitritt und einzahlt, erhält einen Frühzeichnerbonuszins in Höhe von 1 Prozent der Anlagesumme.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

RE12 mit erstem Investment: Reconcept beweist gute Vorarbeit

Donnerstag, 27. September 2018

Wenn man mit Anbietern von Erneuerbarer Energien Projekten spricht hört man unisono die Antwort, dass neue Projekt kaum noch vorhanden und finanziell kaum umsetzbar wären. Von Dutzenden Anbietern noch vor 6 bis 8 Jahren sind deshalb auch nur noch wenige übrig geblieben. Die Spreu hat sich vom Weizen getrennt.

 

RE12 EnergieZins 2011: Reconcept Windturbine

Reconcept: 20 Jahre Erfahung, jetzt erste Erfolgsmeldung für Projekt RE12 EnergieZins 2022

 

Umso schöner dass Reconcept, mit 20 Jahren Erfahrung ohne ein absoluter Experte für ökologisch sinnvolle Projekte, nun mit der ersten Erfolgsmeldung für den RE12 EnergieZins 2022 punkten kann: das erste Investment ist getätigt.

 

Wie von Anfang an bekundet ist der RE12 ein Projektierungs-Fonds, d.h. es geht nicht um den Betrieb von Erneuerbare Energien Anlagen sondern um deren Entwicklung, Projektierung und Inbetriebnahme. So auch jetzt: investiert wird in eine Windpark-Projektentwicklung in Finnland mit dem Reconcept Partner Tuulialfa, Helsinki.

 

Dort arbeitet man an einem Großprojekt bei dem insgesamt 135 Anlagen mit rund 0,55 Gigawatt Leistung möglich sind. Darunter das Leutturmprojekt Vaala mit 64 Windturbinen der modernen 4 Megawatt-Generation und damit 0,26 Gigawatt Nennleistung.

 

Der RE12 hat dafür eine wesentlich Anschubfinanzierung bereit gestellt. Dabei sind bereits Entwicklungsschritte absolviert, wie beispielsweise der 30jährige Pachtvertrag ab Inbetriebnahme der Anlagen. Für Anleger des RE06: auch eine Genehmigung der finnischen Militärs liegt vor, was im RE06 für zwischenzeitliche Hürden gesorgt hat.

 

Innerhalb der nächsten 12 Monate soll das Projekt zur Baureife weiterentwickelt werden, um das Projektentwicklungsriskio zu reduzieren und damit institutionelle Investoren den Einstieg einfacher zu machen.

 

Noch eine zweite gute Nachricht hat Reconcept in diesem Zusammenhang veröffentlicht: Das Vorgängermodell RE08 Anleihe der Zukunftsenergien überweist dern versprochenen Festzins von 5 Prozent Anfang Oktober auf die Konten der RE08 Anleger. Der RE08 hat das Anlegergeld in mehrere deutsche Wind- und PV-Kraftwerksprojekte investiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Plastiktüte? – Nein Danke!

Donnerstag, 27. September 2018

Zusammenfassung: Plastik ist überall präsent. Der sparsame und sinnvolle Einsatz ist auch noch vertretbar. Zum echten Problem wird Plastik, wenn es in die Natur gerät. Deshalb lautet das Gebot der Stunde: Plastik vermeiden! Besonders dann, wenn es nur als einmalige Verpackung dient.

 

 

„Hemdchenbeutel“ am Obststand – jetzt lieber einen Korb geben!

 

 

Bio-Lebensmittel und Öko-Produkte boomen in Deutschland. Immer mehr Verbraucher interessieren sich für die Herkunft ihrer Konsumgüter, natürliche Materialien liegen im Trend. ABER: Deutschland ist auch ein Plastikland.

 

Insgesamt 95.000 Tonnen Kunststoff wandern allein durch Plastiktüten verursacht bereits nach einem kurzen Einsatz in den Müll – oder in den Sammelsack aus Plastik vom „Grünen Punkt“. Das sind rund 6,1 Milliarde Plastiktüten aus dem Handel plus 3,1 Milliarden der sogenannten Hemdchenbeutel. Diese kommen vor allem an den Obst- und Gemüseständen der Verbrauchermärkte zum Einsatz.

 

Alles in allem liegt Deutschland mit rund 76 Plastiktüten pro Person und Jahr unter dem durchschnittlichen Verbrauch der europäischen Nachbarstaaten. Denn hier werden im Schnitt immerhin fast 200 Plastiktüten verbraucht – dabei sind die dünnen Hemdchenbeutel nicht mitgezählt.

 

 

 

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