Archiv für die Kategorie ‘Wasser’

Serie: Element Wasser – Das unentbehrliche Lebenselixier

Dienstag, 17. Oktober 2017
Zusammenfassung: Die vier klassischen Elemente Erde, Luft, Wasser und Feuer haben alle einen wichtigen Anteil am Kreislauf des Lebens. Aber kaum ein anderes Element wird so stark mit dem Leben an sich in Verbindung gebracht, wie das Wasser. Dabei übernimmt das erfrischende Element vielfältige Aufgaben für Mensch, Natur und Klima.

 

 

Der blaue Planet.

Die vier klassischen Elemente Erde, Luft, Wasser und Feuer haben alle einen wichtigen Anteil am Kreislauf des Lebens.

 

Die Erde, der blaue Planet. Bilder aus dem Weltall üben eine hohe Faszination aus. Schließlich relativieren sie die scheinbare Wichtigkeit von den Dingen des Alltags und geben einen Blick auf das Große und Ganze. Der Blick von oben zeigt auch deutlich – die Erde ist zu 71 Prozent von Wasser bedeckt. Damit ist das Element Wasser eine der spezifischen Besonderheiten unseres Planeten und mit eines der grundlegenden Voraussetzungen unseres Seins

 

Mit seinem Wasseranteil ist der Menschkosmisch gesehen – dem Planeten Erde sehr ähnlich, denn auch der menschliche Körper besteht zu mehr als zwei Dritteln aus Wasser.

 

Der griechische Philosoph Thales von Milet ging davon aus, dass alles Leben auf der Erde seinen Ursprung im Wasser habe. Im dritten Teil unserer Serie „In die Lebensgrundlagen investieren“ betrachten wir daher heute das Element Wasser.

 

 

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Nachhaltige Staaten – Volksrepublik China

Freitag, 24. März 2017
Zusammenfassung: China, das Land der Mitte, ist ein Land der Extreme: Auf der einen Seite ein gewaltiger CO2-Ausstoß, auf der anderen Seite enorme Anstrengungen beim Ausbau Erneuerbarer Energien. Hochtechnisierte Industrienation mit ständig wachsenden Mega-Städten, gleichzeitig eine zunehmend vernachlässigte Landbevölkerung. Hohe Standards in der Bildung, niedrige in Sachen Menschenrechte. Bei der Bewertung der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele nimmt China Rang 76 ein. Es bleibt abzuwarten, wie das Land seine Position weiter ausbaut.

 

 

Das traditionelle China-Bild …

Klimakrise, Naturzerstörung, Bevölkerungswachstum, ein immer tiefer werdender Graben zwischen Arm und Reich, Kriege um Rohstoffe, extreme Unterschiede, wenn es um Fragen von Demokratie, Gleichberechtigung und Bildung gibt. Die weltweiten Konflikte sind vielfältig und komplex.

 

Dennoch haben sich immerhin 193 Staaten in den Vereinten Nationen zusammengeschlossen und 2015 gemeinsam insgesamt 17 Ziele , detaillierter aufgeschlüsselt in insgesamt 169 konkrete Zielvorgaben, beschlossen, um eine globale nachhaltige Entwicklung voranzubringen. Alle Staaten sind dabei aufgefordert, bis 2030 geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um ein stabiles, sozial- und ökologisch verträgliches Wirtschafts- und Sozialsystem in ihrem Land sicher zu stellen. Ein wichtiges gemeinsames Anliegen ist es, die fortschreitende Erderwärmung wirksam zu stoppen. Konkretes Ziel ist es, die ansteigende Durchschnittstemperatur auf der Erde nicht höher als 2 Grad Celsius, verglichen mit dem vorindustriellen Zeitalter, ansteigen zu lassen.

 

Wie weit die einzelnen Staaten bei der Erreichung der Ziele bereits gekommen sind, soll regelmäßig evaluiert und im SDG-Index (Sustainable Development Goals) veröffentlicht werden. Dabei haben im ersten Jahr besonders die Länder Nordeuropas gut abgeschnitten. Dennoch sind auch die Nachhaltigkeits-Vorreiter noch von einem optimalen Wert entfernt. Die besondere Hürde ist hier, wie das hohe Konsumniveau nachhaltiger gestaltet werden kann. Am unteren Ende der Tabelle finden sich die ärmsten Länder der Erde wieder. Hier müssen in erster Linie Hunger, Wassermangel und wirtschaftliche Armut bekämpft werden. 

 

In unserer Serie haben wir bislang die Spitzenreiter aus Skandinavien, den deutschsprachigen Wirtschaftsraum, die USA sowie die MENA-Staaten vorgestellt. Mit einem Blick in das Reich der Mitte, nach China, beenden wir die Serie zu nachhaltigen Staaten.

 

 

China – das große Land der großen Gegensätze

… das moderne China – wachsende Millionen-Städte.

China, offiziell die Volksrepublik China, nimmt in der Rangliste der nachhaltigsten Staaten Platz 76 ein. Mit 1,37 Milliarden Einwohnern ist China das bevölkerungsreichste Land der Erde. Flächenmäßig nimmt China den vierten Platz hinter Russland, Kanada und den USA ein. Entsprechend seiner Ausdehnung und den daraus resultierenden unterschiedlichen topographischen Unterschieden, ist China ein Land der Extreme: Auf der einen Seite stehen 15 Metropolregionen, in denen jeweils mehr als 10 Millionen Menschen leben und die rasant weiter wachsen, zuletzt rund 2 Prozent pro Jahr. Auf der anderen Seite existieren sehr dünn besiedelte Gebiete, wie etwa die Innere Mongolei, wo noch ein sehr traditioneller Lebensstil gepflegt wird.

 

Chinas wirtschaftliche Einordnung hat sich in den vergangenen Jahren vom Schwellenland zu einer führenden Industrienation mit gewandelt. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt reiht sich China auf Platz 2 hinter den USA ein. China hat sich dabei sehr stark im HighTech-Bereich positionieren können.

 

Problematisch zu sehen sind allerdings weiterhin die autoritären politischen Strukturen im Land. Zensur und Menschenrechtsverletzungen stehen trotz der zunehmenden Öffnung des Landes noch immer an der Tagesordnung.

 

 

Dicke Luft in China

Atemmasken gehören zum alltäglichen Bild in den Großstädten.

Regelmäßiger Smog-Alarm – Menschen mit Schutzmasken – besonders die Bewohner der chinesischen Millionenstädte leiden unter der starken Luftverschmutzung. Dennoch ziehen Jahr für Jahr Tausende vom Land in die Metropolen, um am wirtschaftlichen Aufschwung und der rasanten technologischen Entwicklung teilzuhaben.

 

Als einer der führenden Industrienationen zeichnet China auch maßgeblich für einen hohen CO2-Ausstoß verantwortlich. Dabei ist der genaue Anteil schwer zu ermitteln. Schätzungen gehen von einer CO2-Emission zwischen 6 und 8 Tonnen jährlich pro Einwohner aus. Teilweise wird China auch gut ein Viertel der weltweiten Treibhausgas-Emissionen zugeschrieben. Dabei spiele vor allem die starke Nutzung von Kohle in der Schwerindustrie eine belastende Rolle.

 

 

Klima- und Energiepolitik Chinas

China steht daher vor der Herausforderung, den ökonomischen Erfolg weiter auszubauen und gleichzeitig umwelt- und klimaschonender zu wirtschaften. Daher hat sich das Land ehrgeizige Ziele gesteckt, was den Ausbau Erneuerbarer Energien betrifft. Das Land hat den Klimaschutzvertrag der UN-Klimakonferenz von Paris ratifiziert und sich damit verpflichtet, seinen Beitrag zu leisten, um die Erderwärmung wirksam zu stoppen. Darüber hinaus hat China auch ein starkes Interesse daran, die benötigte Energie günstig im eigenen Land produzieren zu können. Entsprechend liegt der Fokus der chinesischen Regierung auf der Realisierung einer nachhaltigen Energiepolitik.

 

Bereits 2013 investiert China mehr in den Ausbau Erneuerbarer Energien als in Kohle und deckte mehr als 20 Prozent seines Strombedarfs durch Wasserkraftwerke, Windkraft- und Photovoltaikanlagen.

 

Besonders stark investierte China dabei in die Sonnenenergie. Mit einer 12 Gigawatt Photovoltaik-Kapazität konnte das Land seine Kapazitäten in diesem Bereich verdoppeln und plant eine jährliche Erweiterung der Kapazität um mindestens 14 Gigawatt.

 

Auch im Bereich der Windenergie zeigt sich China engagiert und hat bis Ende des vergangenen Jahres bereits Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 168, 7 Gigawatt aufgebaut. Mit dieser Leistung nimmt China weltweit die führende Rolle im Bereich Windenergie ein.

 

Für den Ausbau der Wasserkraftwerke hat China enorme Anstrengungen unternommen. Mit dem Drei-Schluchten-Damm am Jangtse, dem drittgrößten Fluss der Erde, hat China das größte Wasserkraftwerk weltweit aufgebaut. Das gewaltige Infrastrukturprojekt zeigt auch den hohen Stellenwert der Stromgewinnung in der nationalen Politik. Schließlich wurden für die Realisierung des Stausees bislang insgesamt 1,3 Millionen Menschen umgesiedelt, schätzungsweise eine weitere halbe Million Menschen müssen folgen, wenn sich der Wasserspiegel anheben wird.

 

 

Ungleichgewicht Industrie und Landwirtschaft

China hat sich im internationalen Rennen um tragfähige wirtschaftliche Lösungen für mehr Nachhaltigkeit gut aufgestellt. Laut Analysen des US-amerikanische Worldwatch Institute gilt China als weltweit führender Produzent von Energiesparlampen, Windkraftanlagen und Photovoltaik-Modulen. Die Entwicklung technologischer Innovationen wird weiterhin durch die starke finanzielle Unterstützung von Forschungsprogrammen von staatlicher Seite begünstigt.

 

Wirtschaftlicher Fortschritt und umweltschonendes Handeln müssen Hand in Hand gehen, um eine nachhaltige Entwicklung zu realisieren. Aber eine nachhaltige Entwicklung basiert auf zahlreichen weiteren Säulen. In China ist – nicht zuletzt durch die starke Fokussierung auf die Industrie und Produktion – eine regelrechte Landflucht zu verzeichnen. Damit gerät das Gleichgewicht zwischen Urbanisierung und einer nachhaltigen Entwicklung auf dem Land – eines der 17 UN-Ziele – aus der Balance. Besonders strukturschwache Regionen Chinas leiden unter dieser Entwicklung. Beispielhaft für die Vernachlässigung der Landwirtschaft ist auch der bereits erwähnte Drei-Schluchten-Damm. Hier wurden die fruchtbaren Böden in der Jangtse-Region der Energiewirtschaft geopfert, die umgesiedelte Landbevölkerung muss zukünftig in weniger ertragreichen Gegenden leben. Schätzungen zu Folge, muss für den gleichen landwirtschaftlichen Ertrag eine fünfmal so große Fläche als am Jangtse bewirtschaftet werden. Angesichts des Bevölkerungsreichtums Chinas eine durchaus kritische Entwicklung.

 

 

Zwischenbilanz der Zielerreichung Chinas

Fit für die Wirtschaft – chinesische Schüler liegen im internationalen Vergleich vorne.

Für eine expandierende Wirtschaftsmacht ist der 76. Rang auf dem Zielerreichungsindex nur ein mäßiges Ergebnis. Für ein Land mit extremen Gegensätzen und einer langen Geschichte als Schwellenland dagegen, ist die Bilanz durchaus beachtlich. Im Gegensatz zu den USA, bei denen im Bewertungssystem der Zielerreichung die Ampel nur zwei mal auf „grün“ stand, kann China hier in drei Bereichen gute Ergebnisse für sich verbuchen: Gut bewertet wird die Qualität der Bildung, der Bereich „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ sowie „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“. Dabei wird jedoch auch deutlich, dass die Teilziele auch genauer unter die Lupe genommen werden müssen. So verzeichnet China zwar nur eine geringe Arbeitslosigkeit, jedoch ist das Land in den vergangenen Jahren eher durch extrem belastende Arbeitsverhältnisse in die Schlagzeilen geraten. Beispielsweise durch den enorm hohen Druck in der Handy-Produktion. Ebenfalls kritisch ist, dass für den Bereich der Kinderarbeit keine Daten vorliegen, die in die Beurteilung einfließen.

 

Immerhin fünf mal steht die Ampel auf „gelb“. Dazu Zählen die Bereiche der Armutsbekämpfung, Gleichberechtigung, der Zugang zu sauberem Wasser, nachhaltiger Konsum und Produktion und schließlich auch der Ausbau sauberer Energie.

 

Extremer Aufholbedarf zeigt sich – aller Anstrengungen im Ausbau Erneuerbarer Energien zum Trotz – noch im Klimaschutz. Außerdem erreicht China desolate Werte im Bereich Schutz der Meere und Gewässer. Weiterhin problematisch bleiben die mangelnden demokratischen Strukturen des Landes, die sich in der ungünstigen Bewertung des Nachhaltigkeitsziels „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ niederschlägt.

 

 

Entwicklungshilfe und Investitionen

Eine Anforderung der UN ist es, dass die reichen Staaten die ärmeren Länder bei der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele unterstützen. Auch China hat beim UNO-Nachhaltigkeitsgipfel angekündigt, zwei Milliarden Dollar für einen entsprechenden Entwicklungsfonds bereitzustellen. Das positioniert China als wirtschaftlich erfolgreiche Industrienation. Auf der anderen Seite sind große Teile Chinas selbst noch schwach entwickelt. Damit spiegelt China generell die globale Komplexität wieder, die kaum noch mit den bestehenden Einordnungen und Begrifflichkeiten zu erklären ist. Als hybrides Staatswesen vereint die China Merkmale einer hochentwickelten Volkswirtschaft, eines Schwellen- und eines Entwicklungslandes.

 

Neben Chinas Entwicklungshilfe, investiert das Land bereits seit Jahren in wirtschaftlich wenig entwickelte Staaten Afrikas und Lateinamerikas. Bis 2030 sollen in diese Richtung mindestens zwölf Milliarden Dollar fließen. Dabei beurteilen andere Industrienationen das Engagement Chinas vor allem als Eigennutz und gehen davon aus, dass China so seinen enormen Rohstoffbedarf  und seine aufstrebende Stellung absichern will.

 

 

Ethische und ökologische Ziele gemeinsam erreichen

China ist ein interessanter Fall, denn hier zeigen sich die vielfältigen Widersprüche der Moderne und die Schwierigkeit einer Beurteilung.

 

Das Land bringt sich als eine führende Volkswirtschaft in Stellung und betreibt geradezu vorbildlich den Ausbau Erneuerbarer Energien. Gleichzeitig vergrößern Menschenrechtsverletzungen, Abhängen der Menschen auf dem Land und mangelnde Partizipationsmöglichkeiten der Bevölkerung den Abstand zu den Standards vieler westlicher Staaten. Interessant ist daher, wie die einzelnen Staaten ihre Nachhaltigkeitsstrategien weiter umsetzen werden und wie die Platzierungen im nächsten SDG-Index aussehen werden.

 

Klar ist aber auch, dass ökonomische Interessen nicht von ethischen und ökologischen Aspekten abgekoppelt werden können. Das gilt für Volkswirtschaften genauso wie für die ganz individuelle Finanzplanung. Grünes Geld , kompetenter Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, bietet daher seinen Kunden ein breites Angebot an sinnvollen Investments, die Unternehmen und Staaten unterstützen, die einen entscheidenden Beitrag für Mensch, Umwelt und Klima leisten.

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Weltwassertag – Wasser eine unserer wertvollsten Ressourcen

Mittwoch, 22. März 2017
Zusammenfassung: Wasser ist Leben – aber der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen ist keine Selbstverständlichkeit. Eines der wichtigsten Ziele einer nachhaltigen Entwicklung ist daher der Schutz des Wassers. Seit 1993 rufen die Vereinten Nationen den jährlichen Weltwassertag am 22. März als Aktionstag aus. In diesem Jahr steht der Umgang mit Abwasser im Mittelpunkt des World Water Day. Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung sind Investitionen im Wasserbereich besonders wichtig. Wasserfonds stellen ein sinnvolles ethisches und ökologisches Investment dar, das sehr gute Entwicklungsaussichten hat.

 

 

Wasser ist Leben!

Mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche ist mit Wasser bedeckt – dennoch ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser – eines der dringlichsten Bedürfnisse der Menschheit – nicht weltweit sichergestellt. Aber auch Länder, in denen der Zugang zu Wasser kein besonderes Problem darstellt, können ihre Augen nicht vor der globalen Problematik verschließen: Verschmutzung der Weltmeere, rapide Verringerung der Süßwasservorräte, Absinken des Grundwasserspiegels und eine schlechte Wasserqualität in vielen Gegenden der Welt, darüber hinaus Dürren und eine generell schlechte Erreichbarkeit von Wasserstellen.

 

 

Der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ist seit 2010 ein offizielles – wenn auch nicht einklagbares – Menschenrecht. Dieses elementare Menschenrecht wird jedoch ständig verletzt. Laut Schätzungen der Umweltorganisation WWF haben derzeit mehr als 780 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, 2,6 Milliarden Menschen müssen ohne eine minimale sanitäre Versorgung auskommen. Besorgniserregende Zahlen, denn angesichts der wachsenden Weltbevölkerung wird das Problem sich weiter verschärfen.

 

 

Weltweiter Tag des Wassers

Seit fast einem Viertel Jahrhundert befassen sich die Vereinten Nationen intensiv mit dem Thema und haben 1993 den Weltwassertag („Tag des Wassers“ oder „World Water Day“) ins Leben gerufen, der alljährlich am 22. März terminiert ist. Anstoß für den Weltwassertag war die UN-Konferenz „Umwelt und Entwicklung“, die 1992 in Rio de Janeiro stattfand und aus der heraus sich auch das entwicklungs- und umweltpolitische Aktionsprogramm „Agenda 21“ entwickelte. Verantwortlich für den „Tag des Wassers 2017“ zeichnen das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) gemeinsam mit der UNESCO, UN-HABITAT, UNEP, der Weltbank und UN-DESA.

 

In diesem Jahr steht der Weltwasserstag unter dem Motto „Wastewater – Abwasser“. Der Aktionstag hat zum Ziel, die breite Öffentlichkeit international für das wichtige Thema „Schutz des Wassers“ zu sensibilisieren und – vor allem in den Industrienationen – ihren eigenen Umgang mit der lebenswichtigen Ressource zu überdenken. Um das zu erreichen, sind alle Staaten aufgefordert, geeignete lokale Aktionen durchzuführen und auf die globale Bedeutung des Weltwassertages hinzuweisen.

 

 

Lokale Aktionen bringen das Thema in die Öffentlichkeit

In Deutschland beispielsweise stellt das Umweltbundesamt (UBA) regelmäßig am Tag des Wassers einen speziellen Gewässertyp vor und liefert vielfältige Informationen darüber welchen  Beitrag der Gewässertyp für das Ökosystem leistet und welche Lebensräume er bietet. „Gewässertyp des Jahres 2017“ ist der tiefe, große, kalkarme Mittelgebirgssee, der in Deutschland immer als Talsperre auftritt und meist in einer waldreichen Gegend liegt.

 

Der Weltwassertag bietet aber auch Nichtstaatlichen Organisationen (NGO) eine gute Gelegenheit, kritische Wasserthemen öffentlichkeitswirksam zu platzieren und darauf aufmerksam zu machen, dass viele Menschen auf der ganzen Welt keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Neben Umwelt- und Sozialverbänden machen auch Frauenrechtsorganisationen an diesem besonderen Tag auf die Rolle der Frauen bei der Beschaffung von Wasser in den Entwicklungsländern aufmerksam.

 

 

Abwasser als Ressource nutzen

Der Weltwassertag 2017 steht unter dem Motto „Wastewater – Abwasser“.

Zum Schwerpunktthema Abwasser veröffentlichen die Vereinten Nationen auch ihren aktuellen „World Water Development Report“. Das Thema Abwasser steht dabei in engem Zusammenhang mit der 6. Forderung der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDG), die eine generelle „Verfügbarkeit und nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle Menschen“ gewährleisten soll. Ein Teilaspekt dieses speziellen Nachhaltigkeitsziels ist es, den Anteil des unbehandelten Abwassers zu halbieren. Außerdem soll die Wiederaufbereitung des Abwassers verstärkt vorangetrieben werden, um eine unbedenkliche Wiederverwertung weltweit zu ermöglichen.

 

Die Zielsetzung macht deutlich, dass Abwasser kein Abfall ist, der einfach nur entsorgt werden muss. Stattdessen wird klar unterstrichen, dass Abwasser eine wichtige Ressource darstellt und – wieder aufbereitet – als ein unentbehrlicher Ersatz für Frischwasser in der Landwirtschaft und in der Industrie genutzt werden muss. Darüber hinaus wird auch die erneute Verwendung von Inhaltsstoffen des Abwassers thematisiert. Diese könnten beispielsweise als Nährstoffe bei der Produktion von Düngemitteln eingesetzt werden.

 

 

In Wasser investieren – Lebensgrundlagen bewahren

Wasser ist wertvoll und bereits heute eine erbittert umkämpfte Ressource. Während die Weltbevölkerung weiter anwächst – mittlerweile gehen Experten von 10 Milliarden Menschen im Jahr 2050 aus – sinken die Süßwasservorräte der Erde. Ursache dafür ist nicht zuletzt die Klimakrise, aber auch der generelle Raubbau an Natur leistet einen Beitrag an der Verknappung des lebenswichtigen Guts.

 

Vor diesem eher Hintergrund, entwickeln sich Geldanlagen in diesem Bereich sehr gut. Eine Investition in die wertvolle Ressource Wasser ist daher in vielerlei Hinsicht sinnvoll. Unter ökologischen und ethischen Gesichtspunkten können so die Umwelt geschützt und das Menschenrecht auf sauberes Wasser unterstützt werden. Darüber hinaus versprechen Wasserinvestments sehr gute Erträge und nutzen so auch direkt den Anlegern.

 

Wer sich für eine Geldanlage im Bereich Wasser entscheidet, hilft aktiv dabei mit, die Wasserversorgung weltweit sicherzustellen. Im Rahmen der unterschiedlichen Wasserfonds werden Unternehmen gefördert, die mit verschiedenen Technologien einen Beitrag dazu leisten, dem weltweiten Wassermangel zu begegnen. Vielfach engagiert sind – passend zum Thema Abwasser des Weltwassertages – Hersteller von Filtersystemen, Reinigungsanlagen und Rohrleitungen. Ebenfalls interessant sind Firmen, die sich der Wassergewinnung verschrieben haben. Dazu zählen beispielsweisen Meerwasserentsalzungsanlagen oder auch Pumpenhersteller für den Brunnenbau.

 

 

Nachhaltige Investments müssen nicht kompliziert sein

Die passenden Geldanlagen zu finden ist dabei nicht schwer, wenn man sich auf einen erfahrenen Finanzexperten verlassen kann, der die gleichen ethischen und ökologischen Ansprüchen vertritt, wie der Anleger.

 

 

Grünes Geld, hat als unabhängiger Finanzdienstleister für nachhaltige Geldanlagen ein Musterdepot  zusammengestellt, das die besten Wasserfonds im Markt umfasst. Dabei achtet Grünes Geld sowohl auf die inhaltliche Ausrichtung im Sinne einer grünen Geldanlage, als auch auf die Stabilität und Performance der Investments.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Nachhaltige Staaten – Naher Osten und Nordafrika

Dienstag, 14. März 2017
Zusammenfassung: Die Vereinten Nationen haben 17 Nachhaltigkeitsziele verabschiedet, die alle Staaten der Welt bis 2030 umgesetzt haben sollen. Während die westlichen Staaten die ersten 50 Plätze im Ranking der Zielerreichung einnehmen, stehen viele Staaten Afrikas und Asiens vor der Herausforderung, grundlegende Ziele wie Armutsbekämpfung und Wasserversorgung zu erreichen. Der vierte Teil der Serie zu nachhaltigen Staaten richtet seinen Blick auf die Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas.

 

 

Die MENA-Staaten – das Mittelmeer trennt und verbindet.

Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) weltweit, so lautet das große Ziel der Vereinten Nationen, deren Mitgliedstaaten drei Jahre lang eine umfassende Agenda zum Thema entwickelt haben. Aufgeteilt in 17 Teilziele geht es dabei um die großen Herausforderungen der Zeit. Bis zum Jahr 2030 sind die Länder aufgefordert, die für alle gleichermaßen relevanten ökonomischen, ökologischen und sozialen Ziele zu erreichen. Konkret sind das unter anderem ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in den einzelnen Staaten zu entwickeln, Armut und Hunger zu bekämpfen, Bildung und Chancengleichheit für alle auf den Weg zu bringen und nicht zuletzt Umweltzerstörung und Klimawandel Einhalt zu gebieten.

 

Ihrer extrem ungleichen Ausgangslagen geschuldet, gehen die UN-Mitgliedstaaten die Herausforderung unterschiedlich an. In unserer Serie „Nachhaltige Staaten“ haben wir bereits einige Wege vorgestellt. Skandinavien hat vieles erfolgreich umgesetzt und ist bei Erreichung der Nachhaltigkeitsziele weltweit führend. Deutschland, Österreich und die Schweiz sind gut unter den ersten zehn Staaten platziert und auch die übrigen westeuropäischen Länder sind auf den vorderen Plätzen des SDG-Rankings zu finden. Selbst die USA nehmen mit Platz 25 angesichts ihrer hohen CO2-Emissionen noch einen respektablen Platz ein.

 

Wie sieht es aber mit der nachhaltigen Entwicklung im Nahen Osten und Nordafrika aus? Welchen Stellenwert hat die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele in den krisengeschüttelten Staaten des Maghreb (Algerien, Libyen, Mauretanien, Marokko und Tunesien) auf der politischen Agenda und auf welche Punkte konzentrieren sich die einzelnen Länder? Beispielsweise hat Marokko als Gastgeber der UN-Klimakonferenz COP 22 im vergangenen November positive Signale in die Welt gesendet und bereits einige ambitionierte Anstrengungen unternommen, die lokale Energieversorgung mittelfristig vollständig aus regenerativen Quellen decken zu können. Im vierten Teil unserer Serie werfen wir also einen exemplarischen Blick auf einige MENA-Staaten (Middle East and North Africa).

 

 

Naher Osten und Nordafrika – So nah und doch so fern

Die  MENA-Region Naher Osten und Nordafrika erstreckt sich im süd-östlichen Mittelmeerraum von Marokko bis in den Iran. Dort leben insgesamt rund 380 Millionen Menschen. Besondere Herausforderungen der Region sind das Bevölkerungswachstum, steigende Arbeitslosigkeit und knappe Ressourcen.

 

Seit Ende 2010 ist ein politischer Wandel in vielen Staaten des Nahen Ostens und Nordafrikas spürbar geworden. Bis dahin wurden viele der Länder autoritär regiert und viele Grundrechte stark beschnitten. Intransparente Entscheidungen, mangelnde Informationen, strenge Reglementierungen der Medien und eine stark eingeschränkte Organisationsfreiheit machten eine politische Mitbestimmung der Bevölkerung schwierig bis unmöglich. Darüber hinaus waren und sind Frauen aufgrund gewachsener patriarchalischer Strukturen wirtschaftlich und sozial stark benachteiligt.

 

 

Vom arabischen Frühling zum islamistischen Winter?

Die Forderungen von Millionen Menschen nach einer umfassenden Demokratisierung der Gesellschaft führten in vier Staaten zu einem Sturz des bis dahin bestehenden autokratischen Regimes. 2011 wurden die Machthaber in Tunesien, Ägypten, im Jemen und in Lybien abgelöst. Der gesellschaftliche Umbruch ist jedoch auch weiterhin schwierig und trifft auf die gegenläufige Entwicklung einer radikalen Islamisierung. Entsprechend muss sich die Region auch weiterhin mit vielfältigen Problemen auseinandersetzen. Die Länder erreichen daher bei der Bewertung des UN-Nachhaltigkeitsziels „Frieden und Gerechtigkeit“ maximal mittelmäßige Werte.

 

 

Wirtschaftliche Entwicklung in der Region

Die unterschiedlichen Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens sind kaum unter einen Hut zu bringen.

Wie sich die Wirtschaft in den einzelnen Ländern künftig entwickeln wird, steht in starker Abhängigkeit von der politischen Stabilität. Fakt ist, dass bislang der Erdölexport sowie der Tourismus die beiden wichtigsten Säulen der Volkswirtschaften bildeten. Sowohl Landwirtschaft, als auch verarbeitende Industrie leisten keinen nennenswerten Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt.

 

Dabei wird der Maghreb weltweit als wirtschaftlich am schlechtesten integrierte Weltregion bewertet. Exporte sind einseitig auf Europa ausgerichtet, während untereinander kaum wirtschaftliche Beziehungen bestehen. Diese wären auch schwierig, denn die in den 90er Jahren geplante Freihandelszone zwischen den fünf Ländern wurde wegen anhaltender politischer Differenzen nie realisiert. Dem entsprechend sind diese Länder vom UN-Nachhaltigkeitsziels „nachhaltiges Wirtschaftswachstum“ noch weit entfernt.

 

Sehr gute Ergebnisse erzielen hier jedoch durchaus einige MENA-Staaten. Für Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate steht hier bereits die Ampel auf grün. Überhaupt werden die wohlhabenden Golfstaaten viele UN-Entwicklungsziele gut erreichen können. Schwieriger wird es in den extrem armen Regionen wie beispielsweise dem Jemen, der zudem enorm unter dem Wassermangel leiden muss.

 

Ein weiterer Hemmschuh für die nachhaltige Entwicklung in vielen MENA-Staaten sind die andauernden, teilweise auch wechselnden Krisenherde. Zum einen die langanhaltenden Konflikte zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten, zum anderen im Irak. Durch den blutigen Bürgerkrieg in Syrien ist seit 2011 eine weitere Krisenregion hinzugekommen. Darüber hinaus stehen Konflikte – besonders um die Rechte von Minderheiten – in vielen weiteren MENA-Staaten auf der Tagesordnung. Die politischen Unsicherheiten in den Konfliktstaaten strahlen mittlerweile als Bedrohung der Sicherheit auf die ganze Welt aus.

 

 

Wasserarmut betrifft die gesamte Region

Inwieweit Ideologien die Ursache für erbitterte Konflikte sind oder ob Kämpfe nicht doch aufgrund knapper Ressourcen wie Wasser, Erdöl und Erdgas entstehen, bleibt vorerst ungeklärt. Tatsache ist, dass die MENA-Region weltweit zu den wasserärmsten Gebieten der Welt zählt. Regen ist eine Seltenheit und aufgrund der hohen Temperaturen verdunstet Feuchtigkeit rasch. Wasserressourcen ergeben sich ausschließlich durch Flüsse und Seen, davon haben weniger als die Hälfte (43 Prozent) ihren Ursprung in der Region. Die intensive Nutzung der Wasserressourcen durch eine wachsende Bevölkerung hat bewirkt, dass der Grundwasserspiegel Nordafrikas und des Nahen Ostens bereits stark abgesunken ist. Das hat zur Folge, dass die Bevölkerung teilweise nicht mehr ausreichend mit Trinkwasser versorgt und in der Folge auch keine Landwirtschaft mehr betrieben werden kann.

 

Bei der Erreichung des UN-Nachhaltigkeitsziels „Wasserversorgung“ stehen die Ampeln bei den MENA-Staaten auf rot. Lediglich Marokko und der Libanon erreichen hier mittlere Werte.

 

Eine Verbesserung der Situation zeichnet sich nicht ab, denn hier macht sich die fortschreitende Klimakrise bereits bemerkbar. Die Temperaturen in der gesamten Region steigen an, die verheerende Trockenheit nimmt weiter zu und die Wüsten breiten sich weiter aus und bedrohen die Lebensgrundlagen der Menschen in allen Staaten.

 

 

Platzierungen der MENA-Staaten im SDG-Ranking

Nordeuropa konnte mit vielen erreichten Zielen in der nachhaltigen Entwicklung bislang souverän punkten, Mittel- und Südeuropa schlossen sich mehr oder weniger souverän an und auch die osteuropäischen Staaten sind unter den Top 50 zu finden. Extrem unterschiedlich fallen dagegen die Platzierungen der MENA-Staaten aus. Hier geht behauptet sich beispielsweise Israel auf Platz 29, Tunesien auf Platz 51, Saudi Arabien befindet sich auf Platz 85 und der Jemen liegt abgeschlagen auf Rang 137.

 

Deutlich wird dabei auch, dass besonders die ärmsten Länder der Welt die Schlusslichter des SDG-Rankings bilden, denn obwohl beispielsweise der Jemen einen geringen CO2-Ausstoß aufweisen kann (0,91 Tonnen pro Jahr und Einwohner), können die UN-Ziele wie die Beseitigung von Armut und Hunger, Zugang zu Wasser, Bildung, Gesundheitswesen und eine nachhaltige Entwicklung der Infrastruktur kaum erfüllt werden. Entsprechend stehen die reicheren Länder in der Pflicht, die ärmeren Staaten beim Erreichen der Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen. Eine besondere Priorität muss dabei – gerade in der MENA-Region – im nachhaltigen Wassermanagement sowie in der Sicherstellung der Ernährung und der nachhaltigen Landwirtschaft gesetzt werden.

 

 

Marokko – Im Westen durchaus Neues

Im vergangenen Jahr tagte die Klimakonferenz COP 22 mit guten Ergebnissen in Marrakesch. Das westlichste der MENA-Staaten gilt als politisch stabil. Nach Forderungen nach Reformen und mehr Demokratie Anfang 2011 kam es zu einer „Sanften Revolution“ und eine gesellschaftliche Erneuerung wurde angestoßen.

 

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bewertet Marokko nicht als sicheres Herkunftsland und beschreibt in seinem aktuellen Jahresbericht, dass der Staat auch weiterhin das Recht auf Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit stark einschränkt. Journalisten und Menschenrechtsanwälte sollen wegen ihrer Kritik an Staat und Verwaltung strafrechtlich belangt worden sein. Auch beim Nachhaltigkeitsziel der Gleichstellung der Geschlechter hat Marokko noch einen langen Weg vor sich. Gemäß einer Bewertung des Genfer Weltwirtschaftsforums, nimmt Marokko in Sachen Frauenrechten Platz 133 von 143 bewerteten Ländern ein.

 

Marokko belegt auf dem SDG-Ranking Rang 64, die Nachhaltigkeitsampel steht dabei 9 mal auf rot und 8 mal auf gelb. Wirtschaftlich bewegt sich Marokko in den üblichen Bereichen Erdöl und Tourismus. Allerdings nehmen auch Landwirtschaft und Bergbau zentrale Rollen ein. Außerdem verfügt das Land über große Rohphosphatvorkommen, die als Chemikalie und Düngemittel exportiert werden. Rund drei Viertel des weltweit geförderten Phosphats stammt aus Marokko.

 

Wasserfälle in Marokko.

Zwar steht beim Nachhaltigkeitsziel „Saubere Energiegewinnung“ die SDG-Ampel noch auf rot, allerdings hat sich gerade in diesem Bereich Marokko ambitionierte Ziele gesetzt. Aktuell liefert noch ein Kohlekraftwerk und ein Drittel des Strombedarfs, das soll sich jedoch in naher Zukunft ändern. Die konsequente Umsetzung des nationalen Energieplans ist aktuell das wichtigste politische Thema des Landes. Ziel ist es, die nationale Energieversorgung rasch von fossilen Energieträgern auf Erneuerbare Energien umzustellen und die Energieeffizienz spürbar zu steigern.

 

Entsprechend investiert das Land in den Ausbau von Wind- und Solarenergie und konnte sich anlässlich der Weltklimakonferenz 2016 als wichtigen Treiber für den Klimaschutz auf dem afrikanischen Kontinent präsentieren. Bis zum Jahr 2030 soll mindestens die Hälfte der Stromversorgung mit Sonnen, Wind- und Wasserkraftwerken produziert werden. Der Grundstein für diese Entwicklung ist gelegt: Marokko verfügt über eines der weltweit größten Solarkraftwerke, das in Rekordzeit realisiert werden konnte. Neben dem Großprojekt setzt das Land auch auf kleine dezentrale Lösungen. So sollen künftig auch Solarmodule auf Hausdächern die Energieversorgung mit sichern.

 

 

Nachhaltigkeitsziele – anspruchsvoll aber erreichbar

Die UN-Nachhaltigkeitsziele sind vielfältig und anspruchsvoll. Das Beispiel Marokkos zeigt, dass auch Länder mit schwieriger Ausgangslage etwas bewirken können und mindestens Teilziele realisieren. Wenn sich noch mehr Staaten bewegen, kann viel verändert werden. Für Umwelt, Klima, Wirtschaftsentwicklung sowie soziale Gerechtigkeit.

 

Für eine solche Entwicklung brauchen alle beteiligten Staaten einen langen Atem und Geld. Denn um viele gute Ideen und Projekte umzusetzen, werden weltweit Investitionen benötigt. Eine gute Möglichkeit also, Geld sinnvoll und für eine nachhaltige Entwicklung anzulegen und gleichzeitig eine gute Rendite zu erwirtschaften. Grünes Geld, erfahrener Experte für grüne Geldanlagen, hat mehr als 300 nachhaltige Finanzprodukte im Angebot. Finden sie mit uns Ihr passendes Anlagekonzept.

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Fair Trade – Vielen Dank für die Blumen!

Freitag, 10. Februar 2017
Zusammenfassung: Am 14. Februar ist Valentinstag. Der Tag an dem sich traditionell viele Paare mit Blumen beschenken. Was viele nicht wissen, die beliebten Rosen und unzählige weitere Blumenarten kommen von großen Plantagen, auf denen Menschen für geringen Lohn hart arbeiten und zudem noch schutzlos Pestiziden ausgeliefert sind. Eine echte Alternative sind fair gehandelte Blumen, wie sie mittlerweile an vielen Orten angeboten werden.

 

 

Nachhaltig Schenken – eine Herzensangelegenheit.

Blumenhändler und Gärtnereien können sich in der kommenden Woche freuen. Am Valentinstag, dem 14. Februar, werden sich wieder viele Paare mit Blumen beschenken. Die unangefochtene Nummer eins der beliebtesten Schnittblumen ist – keine Überraschung – die Rose. 45 Prozent der Deutschen entscheiden sich beim Kauf für das edle Gewächs. Chrysanthemen und Tulpen teilen sich mit jeweils abgeschlagenen 11 Prozent die Plätze zwei und drei.

 

Knapp 3 Milliarden Euro pro Jahr setzt der deutsche Einzelhandel mit Schnittblumen um – das sind rund 37 Euro pro Strauß. Da die klassischen Geschenkanlässe – wie beispielsweise Geburtstag oder Hochzeitstag – über das gesamte Jahr verteilt liegen, stellt der Valentinstag einen echten Höhepunkt im Geschäftsjahr dar. Entsprechend wird der heilige Valentin, Namensgeber des Tages, auch scherzhaft als Schutzheiliger der Blumenhändler tituliert.

 

 

Ein alter Brauch setzt sich durch

De facto gilt Valentin als Schutzpatron der Verliebten. Er lebte im 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung und war Bischof von Terni in Italien. Da er Liebespaare nach christlichem Ritus traute und damit das Verbot des römischen Kaisers Claudius II. ignorierte, wurde er enthauptet und bald darauf als Märtyrer verehrt. Der Valentinstag setzte sich seit dem 15. Jahrhundert besonders in England durch. Paare schickten sich an diesem Tag kleine Geschenke und Gedichte. Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit nach Amerika, wo er sich gesellschaftlich fest im Jahresverlauf verankerte. Entsprechend kam die Sitte, den Valentinstag zu begehen, nach dem zweiten Weltkrieg über die USA auch nach Deutschland. Befördert durch die Werbung von Seiten des Einzelhandels, allen voran der Blumengeschäfte, hat der Valentinstag mittlerweile auch in Deutschland einen festen – wenn auch nicht extrem bedeutsamen – Platz gefunden.

 

 

Blumen sind das beliebteste Valentinsgeschenk

Blumen sind in Deutschland das beliebteste Geschenk zum Valentinstag. 77 Prozent der Schenkenden entscheiden sich dafür. Süßigkeiten nehmen den zweiten Platz ein. Ebenfalls beliebt sind Briefe und Karten, ein romantisches Abendessen oder Musik.

 

Wer Blumen verschenkt, gibt etwas Lebendiges und Vergängliches. Eine Geste, die immer wiederholt werden und damit einen festen Platz im Leben einnehmen kann. Darüber hinaus stehen Blumen auch für Freude und Natürlichkeit.

 

Die Schattenseite des Brauchs: Rund 80 Prozent der hier verkauften Blumen werden aus Ländern importiert, wo sie unter umweltzerstörenden und ausbeuterischen Bedingungen angebaut werden. Besonders betroffen sind Länder Afrikas, wo Blumen und Pflanzen auf großen Farmen angebaut werden. Um eine möglichst hohe Ernte zu erreichen werden auch hier – wie bei der konventionellen Landwirtschaft – hochgiftige Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Diese werden aus Flugzeugen über die weitläufigen Felder gespritzt, gleichgültig, ob dort gerade Pflücker arbeiten oder nicht. Arbeitsschutz spielt also eine sehr untergeordnete Rolle. Darüber hinaus sind die Löhne für die harte Arbeit auf diesen Plantagen kaum existenzsichernd.

 

Besonders perfide: Während bei uns – Gleichberechtigung hin oder her – vor allem Frauen mit Blumen beschenkt werden, arbeiten im anstrengenden Blumenanbau in den Ländern der sogenannten Dritten Welt in erster Linie Frauen.

 

 

Das schönste Blumengeschenk: Fairer Handel

Rosen aus fairem Handel machen nicht nur den Beschenkten Freude.

Auch für den Kauf von Blumen gibt es sinnvolle Alternativen. Blumen mit dem Fair Trade-Siegel stehen für ein Geschenk, dass sozial- und umweltverträglich angebaut wurde. So bringen Blumen nicht nur den Beschenkten Freude, auch die Produzenten und Landarbeiter profitieren von den verbesserten Bedingungen.

 

Fair gehandelte Blumen gibt es mittlerweile in vielen Supermärkten, Gartenzentren und bei ausgewählten Floristen. Positiv ist hier, dass Kunden vermehrt auf das Fair Trade-Siegel achten. Die fair gehandelten Blumen kommen derzeit aus 55 Produzentenorganisationen in Kenia, Äthiopien, Tansania, Uganda, Simbabwe, Ecuador, El Salvador, Sri Lanka und Costa Rica. Insgesamt arbeiten mehr als 48.000 Arbeitskräfte weltweit auf den Blumenfarmen. Allein 46.000 Menschen arbeiten in Afrika im arbeitsintensiven Anbau der Schnittblumen. Führende Länder sind hier Kenia und Äthiopien. Dabei spielt der Handel mit Blumen und mit Pflanzen eine wichtige wirtschaftliche Rolle in den Ländern, denn der Verkauf in alle Welt bringt Devisen. Für Kenia hat sich die Blumenindustrie zur zweitgrößten Devisenquelle entwickelt. Platz eins nimmt der Anbau von Tee ein.

 

 

Fair und bio – auch bei Blumen das perfekte Arrangement

Fair Trade-Blumen werden nach strengen sozialen und ökologischen Standards angebaut. So werden die Arbeits- und Lebensbedingungen in den Ländern nachhaltig verbessert. Gleichzeitig werden international wettbewerbsfähige Produkte hergestellt und vermarktet. Das gibt den Ländern eine wirtschaftliche Perspektive.

 

Die Arbeitskräfte auf Fair Trade-zertifizierten Blumenfarmen erhalten zum einen den gesetzlichen Mindestlohn, der im jeweiligen Land vorgeschrieben ist. Diese Festlegung ist in einigen Ländern nicht existenzsichernd. Daher gibt es zu dem die Vereinbarung, die Löhne sukzessive anzupassen. So werden langfristig sichere Arbeitsplätze geschaffen, mit denen die Menschen ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Neben der Bezahlung sind Arbeitsschutz und Arbeitnehmerrechte wichtige Fragen im fairen Handel. Daher müssen in Fair Trade-Betrieben Schutzkleidung gestellt und Schulungen zum Umgang mit Arbeitsmitteln durchgeführt werden. Außerdem werden feste Arbeitsverträge mit verbindlichen Regelungen zur Arbeitszeit abgeschlossen. Ebenfalls müssen für uns selbstverständliche Arbeitnehmerrechte wie Mutterschutz und Gewerkschaftsfreiheit garantiert werden.

 

 

Wermutstropfen Wasser

Fair Trade-Blumenfarmen verfügen über strenge Regelungen zum Umweltschutz. Die Initiative hat daher Konzepte für eine sparsame Bewässerung ihrer Felder und betreibt auch Kläranlagen sowie ein umfassendes Kompost- und Müllmanagement.

 

Dennoch ist die Wasserfrage ein Wermutstropfen auch im Fair Trade-Anbau. Denn die Bewässerung der Pflanzen ist generell aufwändig und kann zu Wasserknappheit führen. Positiv ist jedoch, dass durch die Vermeidung von Pestiziden Boden und Grundwasser nicht weiter belastet werden.

 

 

Ethische und soziale Investments schaffen Gewinner auf beiden Seiten

Durch den Kauf von Blumen – und natürlich auch anderen Produkten aus fairem Handel – werden die festgefahrenen Wirtschaftsprinzipien nachhaltig verändert. An die Stelle des ausbeuterischen Handels, bei dem es Gewinner und Verlierer gibt, tritt ein ethisches Wirtschaften, das eine soziale Wirkung und damit Win-Win-Situationen schafft.

 

Das gilt nicht nur für die Dinge die wir kaufen, sondern auch für das Geld, das wir anlegen. Grünes Geld, erfahrener Anbieter von ethischen und ökologischen Investments, zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Geld mit sozialer Verantwortung anlegen und gleichzeitig attraktive Erträge erwirtschaften können. Da bleibt genug übrig für einen fair gehandelten Blumenstrauß.

 

Informieren Sie sich hier über Ihre passende Geldanlage.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Wetter oder Klima? – Auswirkungen der Erderwärmung

Freitag, 20. Januar 2017
Zusammenfassung: Sind die extrem heißen Sommer und die „Jahrhunderthochwasser“ der letzten Jahre Wetterphänomene oder schon Folgen des fortschreitenden Klimawandels? Wie hängt alles miteinander zusammen und was kann gegen die globale Erderwärmung getan werden? – Wichtigste Maßnahmen sind jetzt, CO2 zu reduzieren und klimafreundliche Energien zu nutzen.

 

 

Wetterphänomene beeinflussen unser Leben.

Gerade hatte das Sturmtief „Egon“ weite Teile des Landes in Aufruhr versetzt. Auf den Straßen herrschte Chaos: Autos und Busse kamen ins Rutschen oder blieben stecken. Der Verkehr kam streckenweise komplett zum Erliegen, denn neben dem hohen Schneeaufkommen sorgten auch umgestürzte Bäume und vom Sturm abgerissene Äste sowie weggewehte Mülltonnen für starke Behinderungen. Auch die Bahn musste die Höchstgeschwindigkeit ihrer ICEs drosseln und einige Strecken zeitweise komplett sperren, an den Flughäfen wurden zahlreiche Flüge annulliert. In einigen Regionen fiel zeitweise der Strom aus.

 

Spielt das Wetter verrückt oder sind die Extremsituationen der vergangenen Jahre nur „Ausreiser“ einer völlig normalen Entwicklung?

 

 

Alle reden vom Wetter …

„Alle reden vom Wetter, wir nicht!“ – Mit diesem Slogan warb die Deutsche Bahn Mitte der sechziger Jahre und brachte damit zum Ausdruck, dass moderne Verkehrsmittel von Wind und Wetter unabhängig und zuverlässig sind. Dass sich das nicht völlig bewahrheitet hat, ist hinlänglich bekannt, denn das Wetter beeinflusst auch weiterhin unser Leben. Entsprechend bleibt dass Wetter auch unangefochtenes Small Talk-Thema Nummer eins. Und das mit einigem Recht, denn das Wetter nimmt extremen Einfluss auf die Gefühlslage der Menschen, die Wahl der Kleidung, des Verkehrsmittels, des Urlaubsziels.

 

 

… oder vom Klima

Das unverfängliche Thema Wetter hat seit der fortschreitenden weltweiten Industrialisierung eine weitere Dimension erhalten. Es geht darum, wie weit sich die Einflüsse des Menschen auswirken.

 

Dass sich durch den gestiegenen Ausstoß des Treibhausgases CO2 das Klima verändert hat, wird kaum noch in Frage gestellt. Aber was macht den Unterschied zwischen Wetter und Klima aus?

 

 

 

 

 

Der kleine Unterschied zwischen Wetter, Witterung und Klima

Das Wetter gilt als Sammelbegriff für sämtliche meteorologischen Phänomene. Entscheidend für die Abgrenzung von Wetter und Klima ist jedoch die Zeitspanne eines Phänomens, beispielsweise anhaltende Dürre. Entsprechend beschreibt Wetter die aktuelle Lage, die Witterung gibt den Charakter des Wetters über mehrere Tage oder Wochen wider. Das Klima hingegen beschreibt den Zustand der Atmosphäre über einen längeren Zeitraum hinweg, im Allgemeinen zwischen 30 und 40 Jahren. Dabei wird aus den an einem Ort gesammelten Messdaten ein Mittelwert gebildet, etwa die Durchschnittstemperatur, die Hauptwindrichtung oder die durchschnittliche Niederschlagsmenge. Langzeitmessungen ermöglichen es, den Klimawandel zu beschreiben und Auffälligkeiten zu identifizieren.

 

 

Vom Klimawandel zur Klimakrise

Das aktuelle Wetter können Menschen nicht verändern, sehr wohl aber das Klima beeinflussen. Und genau das hat die Menschheit seit der Industrialisierung massiv getan. Denn seit dem hat der Energieverbrauch in der Industrie und in den privaten Haushalten rasant zugenommen, das Verkehrsaufkommen ist gestiegen. In der Landwirtschaft stehen Massentierhaltung und der Anbau von Monokulturen an der Tagesordnung.

 

Durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe wie Kohle, Öl und Gas werden aktuell jeden Tag 150 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre gebracht. Hinzu kommt das klimaschädliche Methan aus der Viehzucht.

 

Die hohe Konzentration der Treibhausgase CO2 und Methan hat die Atmosphäre aufgeheizt und die globale Erderwärmung vorangetrieben: Das vergangene Jahr war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 und damit mehr als ein Grad wärmer als im vorindustriellen Zeitalter. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich um das wärmste Jahr seit Ende der Eem-Zeit vor mehr als 100.000 Jahren handelt.

 

Die Erderwärmung beschleunigt sich und bringt nicht nur einen Wandel des Klimas mit sich, sondern eine echte Klimakrise. Entsprechend ist ein globales Klimaschutzziel der Vereinten Nationen, die Erderwärmung deutlich unterhalb der 2-Grad-Celsius-Marke zu halten. Das bedeutet nicht, dass die Temperaturen maximal um 2 Grad weiter ansteigen dürfen, sondern dass die Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter die 2-Grad-Grenze nicht passieren darf. 2016 lag die angestiegene Durchschnittstemperatur bereits über 1,1 Grad Celsius zum Vergleichswert.

 

 

Die Folgen der Erderwärmung

Die Erderwärmung lässt den Meeresspiegel ansteigen.

Eine Erwärmung der Erde hat kein „besseres Wetter“ zur Folge, sondern extreme Wetterphänomene wie anhaltende Hitzewellen und Stürme. Hinzu kommt das Schmelzen der Polkappen und des Grönlandeises. Dies führt zu Überschwemmungen bis hin zum Verschwinden ganzer Inseln und Küstenregionen.

 

Damit bringt die Veränderung des globalen Klimas die größte Gefahr überhaupt, denn die Lebensgrundlagen auf der Erde werden unwiederbringlich zerstört.

 

Die Auswirkungen der Erderwärmung machen sich bereits an vielen Orten der Welt bemerkbar.  Der Klimawandel ist bereits in vollem Gange und hat weltweit das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten zur Folge. Entsprechend leiden auch die Menschen, denn Dürre und Missernten verursachen Hungersnöte. Besonders in Afrika – dem Kontinent mit dem geringsten CO2-Ausstoß weltweit – hat das zur Folge, dass unzählige Menschen ihr Land verlassen, das ihnen keine Lebensgrundlage mehr bietet.

 

Aber auch die Wetterextreme in Deutschland häufen sich und dienen als Beleg des fortschreitenden Klimawandels: Die Ursachen für die steigende Anzahl sogenannter „Jahrhunderthochwasser“ liegt durchaus in der stärkeren Verdunstung bei steigende Wärme. Die Folgen sind starke Niederschläge und Überschwemmungen.

 

 

Klimaschutz jetzt!

Während nur noch eingefleischte Klimaschutz-Gegner den Einfluss menschlicher Faktoren auf das Klima leugnen und die Entwicklung als natürlich einordnen, sind sich führende Klimaforscher längst einig, dass der Klimawandel für Wetterextreme und Naturkatastrophen verantwortlich zeichnet. Auch die Verantwortung der Menschheit für den Klimawandel im Anthropozän ist unbestritten.

 

Nun gilt es, das Schlimmste zu verhindern. Ein wichtiger Beitrag, um die Erderwärmung zu stoppen, ist dabei der Verzicht auf fossile Energieträger und  die konsequente Förderung Erneuerbarer Energien sowie klimafreundlicher Technologien.

 

 

Klimaschutz – Investitionen die sich auszahlen

Die Entwicklung des globalen Klimas ist kritisch. Aber von Menschen verursachte Entwicklungen können und müssen auch von Menschen verändert werden. Einer der wirkungsvollsten Faktoren um Veränderungen herbeizuführen und zu beschleunigen ist Geld.

 

Mit gezielten Investitionen in klimafreundliche Technologien, wie beispielsweise Wasserkraftwerke, Sonnen- und Windparks, ökologische Baumaterialien oder Technik für verbesserte Energieeffizienz, kann die Klimakrise wirkungsvoll gebremst werden. 

 

Investitionen in Klimaschutz bringen einen doppelten Gewinn. Zum einen wird das Klima und – damit verbunden – Mensch und Umwelt geschützt. Zum anderen können sich Anleger über gute Erträge freuen.

 

Grünes Geld, Experte für klimafreundliche Geldanlagen, berät Sie zu den vielfältigen Möglichkeiten. So ist Ihr Geld wind- und wetterfest angelegt.

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Wasser sparen – Steter Tropfen höhlt den Stein

Dienstag, 16. August 2016

Zusammenfassung: Tipps zum Wasser sparen können helfen, sauberes Trinkwasser zu erhalten. Der bewusste Umgang mit dem lebenswichtigen Schatz Wasser öffnet auch den Blick für größere ökologische Zusammenhänge.

 

 

Der tropfende Wasserhahn - Sinnbild für gedankenlosen Umgang mit Wasser.

Der tropfende Wasserhahn – Sinnbild für den gedankenlosen Umgang mit Wasser.

Durchschnittlich verbraucht ein Deutscher täglich 122 Liter Wasser. Jedoch werden dabei lediglich drei Liter davon zum Essen und Trinken verwendet. Stolze 84 Liter gehen ihren Weg durch die Toilettenspülung und den Abfluss von Dusche und Badewanne. Die übrigen 35 Liter werden im Haushalt zum Wäsche waschen, zum Geschirrspülen und zum Putzen verwendet.

 

Hierzulande kein logistisches Problem, denn das Trinkwasser kommt in Deutschland jederzeit in guter Qualität und beliebiger Menge aus der Wasserleitung. Laut Weltgesundheitsbehörde WHO haben jedoch mehr als 700 Millionen Menschen weltweit keinen Zugang zu einer Mindestmenge an sauberem Wasser. Diese Mindestmenge wurde mit 20 Litern täglich festgelegt. Betroffen sind vor allem ländliche Gebiete in Afrika südlich der Sahara sowie Teile Asiens und Lateinamerikas. Um ihre Familien mit Wasser zu versorgen, legen Millionen Menschen, vornehmlich Mädchen und Frauen, täglich viele Kilometer zurück. Der bewusste Umgang mit Wasser ist also nicht nur eine ökologische, sondern auch eine ethische Frage.

 

 

Sparpotenziale im Alltag

Wassersparen im Alltag ist seit vielen Jahren ein wichtiges Thema. Viele Tricks und Kniffe sind bereits bekannt. Doch manchmal gibt es kleine schlechte Angewohnheiten, die sich summieren und erst wieder bewusst werden müssen. Außerdem bieten neue technische Entwicklungen bislang ungenutzte Möglichkeiten zum Wasser sparen. Ein kleiner Gang durch Haus und Garten zeigt einige Stellen, an denen der Wasserverbrauch noch optimiert werden kann.

 

 

 

Badezimmer und Toilette

Dass ein tropfender Wasserhahn das wertvolle Nass ungenutzt verschwendet, Duschen weniger Wasser verbraucht als Wannenbäder und, dass beim Zähne putzen der Wasserhahn nicht weiterlaufen sollte, sind einfache Weisheiten. Durch eine neue Dichtung leicht zu beheben, vielfach beherzigt, einfach umzusetzen. Aber gerade im Badezimmer bieten sich noch vielfältige weitere Wassersparmöglichkeiten.

 

Für die Dusche gibt es moderne Lösungen zum Wasser sparen: Duschköpfe, die dem Wasserstrahl Luft beimischen reduzieren den Wasserverbrauch, ohne das Duschvergnügen zu schmälern. Wasserhähne in Bad und Küche lassen sich ebenfalls mit diesen Mischdüsen ausstatten.

 

Eine moderne WC-Spülung verfügt über eine Start-Stopp-Taste oder große und kleine Tasten, um die Wassermenge zu regulieren. Nachrüsten rentiert sich hier sicher. Es funktioniert aber auch, einen Backstein in den Spülkasten zu legen. Damit wird bei jedem Spülgang die verdrängte Wassermenge eingespart.

 

Eine interessante Möglichkeit zum Trinkwasserschutz ist die Nutzung von Regenwasser für die heimische Toilette. Voraussetzung dafür ist eine professionelle Zisterne mit Leitungssystem. Regenwasser kann so auch zum Wäsche waschen eingesetzt werden.

 

 

Küche

Augen auf, wenn neue Haushaltsgeräte angeschafft werden sollen. Hier geben die Hersteller mittlerweile zuverlässige Angaben zur Energiesparklasse. Bei Waschmaschinen und Geschirrspülern summiert sich die Wasserersparnis schnell. Beide Geräte sollten immer voll beladen werden und für beide gilt: Bei sehr starken Verschmutzungen ist eine Vorbehandlung die sparsamere Lösung. Verschmutzte Kleidung also vorbehandeln oder einweichen, sehr dreckiges Geschirr in der Spüle einweichen. Mit diesen Tricks können dann (fast) immer Spar- oder Kurzprogramme gewählt werden. Übrigens: Moderne Geschirrspüler verbrauchen weniger Wasser als das Spülen von Hand.

 

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Zum Waschen von Salaten, Obst und Gemüse wird ganz klar Wasser benötigt. Oft genügt kann aber eine Waschschüssel den fließenden Strahl ersetzen.

 

 

Garten

Wer einen Garten bewirtschaftet, kann mit einer Regentonne oder mit einer Zisterne Regenwasser sammeln und zum Bewässern nutzen. Wer außerdem zur richtigen Zeit gießt, also am frühen Morgen oder am Abend, kommt mit dem gesammelten Wasser viel länger aus.

 

 

 

Virtuelles Wasser im realen Leben

Direkter Wasserverbrauch für eine Tasse Kaffee: 0,15 Liter; Verbrauch an virtuellem Wasser: 140 Liter.

Direkter Wasserverbrauch für eine Tasse Kaffee: 0,15 Liter; Verbrauch an virtuellem Wasser: 140 Liter.

Den direkten Wasserverbrauch zu reduzieren ist sinnvoll und die Einsparmöglichkeiten sind vielfältig. Viele Dinge verbrauchen aber auch enorme Mengen an Wasser, ohne dass dies auf den ersten Blick sichtbar wäre.

 

Zu den durchschnittlichen 122 Litern Wasser, die in Deutschland pro Kopf täglich direkt verbraucht werden, kommen rund 4.000 Liter virtuelles Wasser hinzu. Mit dieser Menge Wasser werden die Dinge produziert, die an einem durchschnittlichen Tag konsumiert werden. Die Berechnung des virtuellen Wasserverbrauchs oder des Wasserfußabdrucks  ist noch relativ neu und wird erst seit Anfang des Jahrhunderts systematisch erforscht. Der Wasserfußabdruck bildet damit quasi die Ergänzung zum ökologischen Fußabdruck und ermittelt die relative Menge an Wasser, die zur Herstellung von Produkten und Dienstleistungen aufgewendet werden muss.

 

Das niederländische UNESCO Institute for Water Education (UNESCO-IHE) hat demnach errechnet, dass für eine Tasse Kaffee rund 140 Liter virtuelles Wasser benötigt werden. Für eine Tasse Tee werden dagegen nur 35 Liter aufgewendet, denn vielfach wird Tee in regenreichen Gebieten angebaut.

 

Rund 70 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs weltweit, geht in die landwirtschaftliche Nutzung. Entsprechend hoch ist der Aufwand an virtuellem Wasser für ein Kilo Steakfleisch: Hier gehen Wissenschaftler von einem Wasseraufwand von 14.000 Litern aus.

 

Auch der Baumwollanbau für Bekleidung verbraucht große Mengen an Wasser. Für ein T-Shirt aus Baumwolle etwa, werden 2.000 Liter Wasser benötigt, eine Jeans schlägt mit bis zu 8.000 Litern zu Buche.

 

Gering klingt dagegen der virtuelle Wasserverbrauch für ein Papierblatt in Größe DIN-A-4. Hierfür werden zehn Liter Wasser verbraucht. Ein Blick in den Altpapierstapel aber zeigt, dass hier schnell ein ganzer Berg zusammenkommt. Entprechend haben sich  vielfach Hinweise in E-Mails durchgesetzt, die darauf hinweisen, dass nicht jede Nachricht ausgedruckt werden muss.

 

Wasser lässt sich hier also generell durch bewussteren Konsum sparen. So sollten Produkte mit einem sehr hohen Wasserfußabdruck auch vermieden oder mindestens bewusst genossen werden. Denn sowohl die Produktion als auch Verbrauch von Gütern belastet die Süßwasserreserven weltweit. Laut einer Studie der Umwelt- und Naturschutzorganisation WWF ist der direkte Wasserverbrauch in Deutschland in den vergangenen Jahren in der Industrie genauso gesunken wie in den privaten Haushalten. Der virtuelle Wasserverbrauch steigt jedoch fortlaufend an, sicher auch wegen des hohen Anteils an Importgütern.

 

 

Wasser – eine Investition, die sich lohnt

Sich für den Zugang zu sauberem Wasser weltweit und dessen Erhalt einzusetzen, ist auf vielfältige Weise möglich. Ein bewusster Umgang im Alltag ist sicher ein wichtiger Schritt. Wer darüber hinaus Unternehmen und Projekte unterstützen will, die sich in diesen Bereichen engagieren, investiert in nachhaltige Wasserfonds.

 

Diese Fonds versprechen langfristig eine gute Rendite und entsprechen optimal den Erwartungen an eine grüne Geldanlage.

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Wasseraktienfonds – Sprudelnde Geldanlage

Freitag, 05. August 2016
Zusammenfassung: Wasseraktienfonds versprechen eine gute Rendite. Wenn die Fonds zugleich auch einen Nachhaltigkeitsanspruch erfüllen, ist Wasser eine ertragreiche und sinnvolle Geldanlage.

 

 

Veraltete aber gute erhaltene Wasserversorgung - das Aquädukt.

Veraltete aber gute erhaltene Wasserversorgung – das Aquädukt.

Wer sich mit nachhaltigen Geldanlagen befasst, kommt um das Thema Wasser nicht umhin. Schließlich ist Wasser, als Grundlage allen Lebens, eine der wichtigsten Ressourcen. Und die Trinkwasserressourcen werden knapper, denn die Verunreinigung steigt genauso rasant wie der Wasserbrauch durch Industrie und Landwirtschaft. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser bleibt eines der vorrangigsten Themen auf der globalen Agenda.

 

Entsprechend wichtig sind Investitionen in die Wassernetze und in Technologien, die zum Erhalt der Qualität des Wassers beitragen. Diese Investitionen sind vielfach lukrativ, müssen jedoch nicht per se nachhaltig und ethisch sein. Hier lohnt es sich genauer hinzusehen, denn der sparsame Umgang mit Wasser, die Erhaltung und Wiederherstellung der Wasserqualität sowie der Zugang zu sauberem Wasser weltweit sind zentrale Punkte, die in einem nachhaltigen Wasserfonds berücksichtig sein müssen.

 

 

Wasseraktienfonds – ertragreich, sicher und nachhaltig

Das Magazin ECOreporter hat aktuell acht Wasseraktienfonds genauer unter die Lupe genommen und deren Stärken und Schwächen untersucht. Bewertet wurden dabei sowohl die möglichen Erträge als auch die Nachhaltigkeit der Fonds.

 

Wasseraktienfonds erreichen sehr gute Ergebnisse. Drei der untersuchten Fonds schafften eine Wertentwicklung von mehr als 70 Prozent innerhalb von fünf Jahren, drei weitere mehr als 50 Prozent. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die positive Stimmung auf den Aktienmärkten bis 2015. Generell sind Wasseraktienfonds für eine Geldanlage von mindestens acht Jahren besonders geeignet, denn schwankende Kurse können so ausgeglichen werden. Die Kosten der meisten Wasseraktienfonds belaufen sich jährlich auf 1,5 bis 2,5 Prozent der Investitionssumme und fallen damit bei der aktuellen Wertentwicklung kaum ins Gewicht.

 

 

Nicht im trüben Wasser fischen

Eine interessante Investition - Wasserversorgung.

Eine interessante Investition – Wasserversorgung.

In den Wasseraktienfonds sind Unternehmen aus den Bereichen Wasserver- und entsorgung enthalten. Darüber hinaus Wasseraufbereitungsanlagen, Hersteller von Filtersystemen, Klär- und Sanitäranlagen sowie Rohrleistungssysteme. Außerdem vertreten sind Meerwasserentsalzungsanlagen, Anbieter von Bewässerungstechnologien für die Agrarwirtschaft und weitere Spezialunternehmen aus dem Wassersektor – eine breite Palette.

 

Der Anteil von Wasseraktien in den einzelnen Fonds wird unterschiedlich gehandhabt und reicht von mehr als zwei Dritteln an Wasseraktien bis zu sehr viel geringeren Anteilen. Aber auch hier lohnt es sich, zweimal hinzuschauen. Denn teilweise sind hier Unternehmen im Fonds enthalten, die sich durch besonders niedrigen Wasserverbrauch auszeichnen und damit auch einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Wasserwirtschaft leisten.

 

Ein kritischer Blick empfiehlt sich auch bei den Auswahlkriterien der einzelnen Wasseraktienfonds. Wie weit oder eng ethische und ökologische Aspekte ausgelegt werden, wird recht unterschiedlich ausgelegt. So haben beispielsweise Unternehmen, die lokale Wassernetzte in Entwicklungs- und Schwellenländern kontrollieren nichts in einem nachhaltigen Wasseraktienfonds verloren. Schließlich werden bereits 15 Prozent der Weltbevölkerung durch private Wasseranbieter versorgt, Tendenz steigend, vielfach mit verheerenden Folgen.

 

Ebenso tabu sein sollten Unternehmen, die mit Atomenergie arbeiten oder im Zusammenhang mit Kinderarbeit, Glücksspiel und Drogen stehen. Wer in Aktienfonds investiert, ist kein Aktionär und hat keine entsprechenden Stimmrechte. Positiv ist es daher auch, wenn das Fondsmanagement die Rolle des kritischen Aktionärs übernimmt.

 

 

Getestet und für gut befunden

Drei der von ECOreporter getesteten Wasseraktienfonds sind im Grünes Geld Wasser Musterdepot enthalten. Untersucht wurde die zu erwartende Rendite, die Kosten und Risiken des Fonds sowie die Kriterien Nachhaltigkeit und Transparenz. Die Ergebnisse unserer Wasseraktienfonds wollen wir näher vorstellen.

 

 

Klassenprimus: Swisscanto Equity Fund Global Water Invest B

Im Vergleichstest unter acht Wasseraktienfonds geht der Wasseraktienfonds der Swisscanto Asset Management AG mit guter Wertentwicklung und hohem Nachhaltigkeitsanspruch als Gesamtsieger hervor. Obwohl der Fonds zeitweise Kursrückgänge verzeichnen musste, hat Swisscanto in fünf Jahren 66 Prozent an Wert zugelegt. Das Risiko eines Totalverlusts ist sehr unwahrscheinlich. Da Swisscanto als Themenfonds eine geringere Streuung ausweist als herkömmliche Aktienfonds, sind die Risiken erhöht. Daher empfiehlt sich eine Anlagedauer von mindestens acht und mehr Jahren. Mindestens 80 Prozent des Fondsvermögens werden in Wasseraktien investiert, also in Unternehmen, die mindestens ein Viertel ihrer Umsätze auf dem Wassersektor erwirtschaften. Darüber hinaus sind alle im Fonds enthaltenen Unternehmen dazu verpflichtet, in ihrer Produktion Wasser effizient zu nutzen. Berücksichtigt wird auch, wie sich die hergestellten Produkte auf den Wasserverbrauch auswirken.

 

So sind beispielsweise Anbieter wassersparender Sanitäranlagen genauso im Fonds vertreten wie ein Hersteller von Enzymen für Wachmittel, die einen geringeren Wasser- und Energieverbrauch bewirken. Die Auswahl der Unternehmen trifft ein Nachhaltigkeitsbeirat. Ausgeschlossen sind generell Unternehmen aus der Automobil- und Flugzeugindustrie sowie Betreiber von Atom- und Kohlekraftwerken. Die im Fonds enthaltenen Unternehmen werden in den periodischen Berichten veröffentlicht. Das Fondsmanagement steht mit den Unternehmen in direktem Austausch und nimmt sein Stimmrecht auf den Hauptversammlungen wahr.

 

 

Finanzstark: KBC Eco Fund Water

Mit einem Wertzuwachs von mehr als 74 Prozent in fünf Jahren geht der Wasseraktienfonds der belgischen KBC Asset Management S.A. als Sieger in der Finanzwertung hervor. Wie bei Swisscanto ist auch bei KBC eine Anlagedauer von mindestens acht Jahren ratsam. KBC musste mehrmonatige Verlustphasen hinnehmen, das Risiko eines Totalverlusts ist jedoch sehr unwahrscheinlich. Der Fonds enthält mindestens 75 Prozent Wasseraktien. Bei KBC sind das Unternehmen, die mindestens die Hälfte ihrer Umsätze im Wassersektor erwirtschaften oder Branchenprimus in ihrem Bereich sind.

 

Konkret enthalten sind beispielsweise Aktien des britischen Wasserversorgers United Utilities Waters aber auch das US Unternehmen TetraTech, das auch Umsätze mit der Atomindustrie generiert. Ausgeschlossen sind Unternehmen, die gegen Arbeitnehmerrechte verstoßen oder Menschenrechte verletzen. Ein unabhängiger Beirat überprüft die Auswahl der Aktiengesellschaften und kann Widerspruch erheben. KBC veröffentlicht die im Fonds enthaltenen Unternehmen in den periodischen Berichten, steht aber nicht in direktem Kontakt mit den Aktiengesellschaften. Die Stimmrechte auf Hauptversammlungen werden genutzt.

 

Aktualisierung Juli 2017:

 

Inzwischen hat KBC seine Geschäftstätigkeit in Deutschland komplett eingestellt. Es bleibt abzuwarten in wie weit die Fondsgesellschaft noch die Herausforderungen die durch das Investmentsteuerreformgesetz entstehen, annimmt. Sollte die steuerlichen Maßgaben ab 2018 nicht umgesetzt werden, so hätte dies für Anleger Nachteile. Die Grünes Geld Musterdepots Wasser wurden bereits angepasst und der Wasserfonds aus dem Hause KBC entfernt. Anleger die den Fonds außerhalb der Grünes Geld halten, sollten wachsam bleiben was die Entwicklung der Fonds und der Gesellschaft bringt und rechtzeitig andere Wasserfonds in die Analyse nehmen.

 

Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit: Ökoworld Water for Life C

Eine akzeptable Wertentwicklung von rund 40 Prozent über fünf Jahre hat die Luxemburger Fondsgesellschaft Ökoworld Lux S.A. gezeigt. Auch bei diesem Fonds ist das Risiko eines Totalverlusts sehr unwahrscheinlich und auch hier empfiehlt sich aufgrund der zwischenzeitlichen Verlustphasen eine Anlagedauer ab mindestens acht Jahren. Waren die Kosten der Fonds von Swisscanto und KBC durchschnittlich und geringer, erhebt Ökoworld ab einem bestimmten Wertzuwachs eine Performancegebühr.

 

Ökoworld zeichnet sich durch einen besonders anspruchsvollen Nachhaltigkeitsansatz aus. Vom Fonds ausgeschlossen sind Unternehmen die im Zusammenhang mit Militär, Kinderarbeit, Atomenergie, Gentechnik und Tierversuchen stehen oder mit Zulieferern und Finanzgebern aus diesen Bereichen zusammenarbeiten. Zu diesen Nachhaltigkeitskriterien stellt Ökoworld auch eigenen Untersuchungen an.

 

Ökoworld stellt keine Mindestanforderungen an Wasserumsätzen bei den Gesellschaften innerhalb des Fonds. Stattdessen sind Unternehmen enthalten, die zu einem schonenden Umgang mit Wasser beitragen. Konkret sind das beispielsweise das chinesische Unternehmen CT Environmental, das Abwasser aus der Textilindustrie klärt, aber auch Aktienunternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien, da diese –im Gegensatz zu Kohle und Atomkraftwerken – nur wenig Wasser verbrauchen. Bei der Auswahl der Aktien wird Ökoworld von drei Wissenschaftlern unterstützt, die auf den Bereich Wasser spezialisiert sind. Die im Fonds enthaltenen Unternehmen werden in den periodischen Berichten ausführlich veröffentlicht. Ökoworld übt keine Stimmrechte auf Hauptversammlungen aus, steht aber mit den Unternehmen bei Bedarf in direktem Kontakt.

 

 

Auf den richtigen Wassermix achten

Aufgrund ihrer guten Wertentwicklung stellen nachhaltige Wasseraktienfonds längst kein Nischenprodukt mehr dar. Sie sind für viele Anleger eine attraktive Investitionsmöglichkeit. Vielleicht auch ein Anreiz für Menschen, die sich bislang noch nicht aktiv mit nachhaltigen Geldanlagen beschäftigt haben. Denn Investitionen in Wasserunternehmen zahlen sich nicht nur aus. Sie helfen auch dabei, gegen den weltweiten Wassermangel vorzugehen und das Menschenrecht auf den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen zu verwirklichen. Ein Recht, das 2010 von den Vereinten Nationen (UNO) anerkannt worden ist.

 

Mit den drei Wasseraktienfonds im Musterdepot  gehen Anleger sicher, dass ethische und ökologische Standards verlässlich eingehalten werden und sie zugleich auf eine stabile und sichere Geldanlage vertrauen können. Denn hier kommt es auf die richtige Mischung an. Mit der Zusammenstellung aus dem bestbewerteten nachhaltigen Wasseraktienfonds, kombiniert mit einem besonders finanzstarken und einem besonders nachhaltigen Fonds, werden alle Kriterien an eine grüne Geldanlage berücksichtigt.

 

 

 

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Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Wasser – Lebensgrundlage des blauen Planeten

Freitag, 29. Juli 2016
Zusammenfassung: Wasser ist Leben! Die Vereinten Nationen haben den Zugang zu sauberem Wasser als ein Menschenrecht anerkannt. Dennoch sind die Trinkwasservorräte der Erde in Gefahr. Verschmutzungen und zunehmende Privatisierung lassen Teile der Welt verdursten.

 

Hier geht es zu den 4 Teilen unserer Elemente-Serie: Erde, Luft, Wasser und Feuer

 

 

Wasser, kaum ein Element wird so stark mit dem Leben an sich in Verbindung gebracht. Denn ohne das kostbare Nass wäre kein Leben auf der Erde möglich. Der Körper eines erwachsenen Menschen besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser. Ähnlich hoch ist der Anteil der Wassermassen auf der Erdoberfläche. Entsprechend wird unsere Erde auch der blaue Planet genannt. Das Wasser der Erde besteht fast ausschließlich aus Salzwasser. Lediglich 2,6 Prozent des Wassers existiert als Gletscher, Polareis der Arktis und Antarktis sowie Grönlandeis. Als Trinkwasser stehen nur 0,3 Prozent des weltweiten Wasservorkommens zur Verfügung.

 

Sauberes, klares Wasser - in vielen Regionen der Erde keine Selbstverständlichkeit.

Sauberes, klares Wasser – in vielen Regionen der Erde keine Selbstverständlichkeit.

Ein wichtiger Schatz, der sorgsam gehütet werden muss, denn die Weltbevölkerung nimmt stetig zu. Laut einer Prognose der UNO wird die Menschheit von aktuell rund 7 Milliarden bis zum Jahr 2050 auf rund 9,7 Milliarden angewachsen sein. Und die Wasserknappheit ist vielerorts schon Realität: Mehr als eine Milliarde Menschen in 80 Ländern müssen mit weniger als 20 Litern Wasser pro Tag auskommen, weniger als die Hälfte der Wassermindestforderung der UNO. Im Vergleich dazu verbraucht ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland täglich 130 Liter Wasser pro Person.

 

Bis vor wenigen Jahren gab es in der deutschen Sprache keinen Begriff für den Zustand, genug getrunken zu haben, also nicht mehr durstig zu sein. Erst 1999 nahm der Duden das Kunstwort „sitt“ als Entsprechung zu satt auf. Der Begriff konnte sich jedoch bislang nicht durchsetzen. Kein Wunder, gar keinen Durst (mehr) zu haben gilt nicht als natürlicher Zustand und ist vielmehr ein Begriff einer Überflussgesellschaft.

 

 

Menschenrecht auf Wasser

Seit 2010 gilt das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser als ein Menschenrecht, das von der Vollversammlung der Vereinten Nationen anerkannt wird. Allerdings ist dieses Recht weder für die UN-Mitgliedstaaten bindend, noch einklagbar. Die offizielle Anerkennung ist damit eher ein Akt symbolischer Politik. Denn Schätzungen zufolge haben etwa 884 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser. 2,6 Milliarden Menschen fehlt der Zugang zu grundlegenden sanitären Einrichtungen. Entsprechend sterben jährlich rund 1,5 Millionen Kleinkinder an Krankheiten aufgrund des verschmutzten Trinkwassers oder katastrophaler hygienischer Bedingungen, vielfach in Afrika. Daher ist der verbesserte Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu grundlegenden sanitären Einrichtungen ein internationales und wichtiges Entwicklungsziel.

 

 

Verschmutztes Trinkwasser durch Raubbau an der Natur

Reines, klares Wasser, direkt aus der Quelle sprudelnd – diese Bilder von Wasser als Grundlage allen Lebens haben einen Riss bekommen. Verschiedene Faktoren haben dazu geführt, dass das Grundwasser verunreinigt ist und die überlebenswichtigen Wasservorräte unbrauchbar gemacht werden.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsEine große Bedrohung der Trinkwasserreserven weltweit resultiert aus der industriellen Landwirtschaft und dem damit verbundenen hohen Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden. Hinzu kommt die Belastung durch enorme Mengen von Gülle durch die Massentierhaltung. Aus diesem Bereich stammt auch die Verschmutzung des Wassers durch Antibiotika und andere Medikamente.

 

Weitere Bausteine zur Verschmutzung des Wassers liefern Industrie und Bergbau. Während in den westlichen Industrienationen Wasserschutz ein gesellschaftlich stark akzeptiertes Thema ist und die Wasserqualität in Flüssen und Seen in den letzten Jahrzehnten teilweise massiv verbessert werden konnte, existieren gerade in ärmeren Ländern kaum gesetzliche Regeln zum Schutz des Wassers. So ist beispielsweise die Verschmutzung des Trinkwassers durch die Kleiderfabriken in Asien enorm.

 

Bergbau, Erdölförderung, Fracking – wo immer fossile Energieträger aus dem Boden geholt werden, sind die Belastungen für die Wasservorkommen hoch. Zum einen werden direkt große Mengen an Wasser für den Abbau verbraucht, zum anderen verschmutzen eingesetzte und freigesetzte Schwermetalle und Chemikalien das Trinkwasser.

 

 

Bodenschätze bringen keinen Wohlstand vor Ort

Knappe Trinkwasservorkommen bedrohen Mensch und Natur.

Knappe Trinkwasservorkommen bedrohen Mensch und Natur.

Eine neue Dimension hat der Abbau von Lithium ins Spiel gebracht. Das Leichtmetall ist ein wichtiger und damit wertvoller Bestandteil von Akkus und Batterien in Mobiltelefonen und Computern. 85 Prozent der weltweiten Lithium-Vorkommen liegen in Südamerika. Dort werden sie durch aufwändige Verdunstungsverfahren aus dem Grundwasser entnommen. Die hohe Verdunstung lässt den Grundwasserspiegel sinken, bringt das ökologische Gleichgewicht zum Wanken und führt zu einer Verknappung des Trinkwassers.

 

Ebenso problematisch ist der Abbau von Gold. Denn heutzutage waschen Goldsucher nicht mehr mit einem Sieb am Klondike sondern führen großflächige Sprengungen in Südamerika durch und waschen Gold mit Hilfe giftiger Cyanide aus dem Gestein. Durch die Reaktion der Chemikalien mit der Luft entsteht Schwefelsäure. So wird das Grundwasser vergiftet und dauerhaft ungenießbar gemacht.

 

Trotz der wertvollen Rohstoffe in den Ländern kommt dieser Reichtum nicht der Bevölkerung zugute. Vielfach agieren hier internationale Konzerne bei denen die wirtschaftliche Nutzung der Rohstoffe im Vordergrund steht, nicht aber der Schutz von Mensch und Natur. Entsprechend verliert die lokale Bevölkerung nicht nur ihre ökologische Lebensgrundlage, sie zieht auch keinerlei finanziellen Nutzen aus dem Verkauf der lokalen Bodenschätze, nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der Erträge bleibt im Land.

 

Wenn die Wasservorräte der Welt durch Raubbau und Verschmutzung weiter reduziert werden, ist das eine ökologische Katastrophe. Und nicht nur das: Durch den ungerechten Zugang zu sauberem Wasser und der ungleichen Verteilung dieser lebenswichtigen Ressourcen werden soziale Ungleichheiten weiter festzementiert und bestehende Machtstrukturen gestärkt. Der Kampf um das Wasser ist auch ein Grund für Vertreibung, Flucht und Kriege.

 

 

Privatisierung von Wasserrechten

Wasservorkommen zu privatisieren und wirtschaftlich zu nutzen ist das Ziele einiger internationaler Konzerne, wie beispielsweise dem Schweizer Lebensmittelhersteller Nestlé. Das Unternehmen ist Marktführer für Trinkwasser in Flaschen, hat bereits in vielen Regionen der Erde Ländereien und Wasserrechte gekauft, was in Afrika ohne besondere behördliche Hürden leicht möglich ist. Doch gerade in diesen Regionen ist Wasser knapp. Durch den Besitz von Land, kommen auch Flüsse, Quellen und das Grundwasser in private Hände. Mit dieser Privatisierung des Wassers verhindern die Konzerne den öffentlichen und freien Zugriff auf das Lebenselixier. Entsprechend erfahren regionale Kleinbauern in Afrika einen existenziellen Schaden, denn die Landwirtschaft ist von der Bewässerung abhängig. Der Zugang zu sauberem Wasser ist in den armen Ländern Mittelamerikas bereits sehr schwierig. So geben beispielsweise Familien in El Salvador und Nicaragua rund zehn Prozent ihrer Einkünfte für Wasser aus.

 

 

Wasserinvestments – Kein Tropfen auf den heißen Stein

Sauberes Wasser erhalten und Menschen zugänglich zu machen ist eine elementare ethische Aufgabe. In Wasser zu investieren ist daher nicht nur eine interessante Geldanlage sondern eine Investition in die Zukunft des blauen Planeten.

 

Die Möglichkeiten sind in diesem Bereich vielfältig. Nachhaltige Wasserfonds sind strengen ethischen Kriterien verpflichtet. Investiert wird hier in vorbildliche und erfahrene Unternehmen aus den Bereichen Wasserversorgung, Meerwasserentsalzungsanlagen, Filtersystemen und Kläranlagen, aber auch effiziente Rohrleitungssysteme.

 

Im Grünes Geld Musterdepot Wasser sind Investmentfonds bewährter Anbieter enthalten, welche die Anforderungen an ethisch-ökologische Geldanlagen erfüllen und für Anleger eine interessante Rendite versprechen.

 

Das Thema Wasser begleitet uns. Hier haben wir Tipps zum sparsamen Umgang mit Wasser recherchiert und wir stellen Ihnen besonders empfehlenswerte Angebote vor.

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Exklusiv-Interview mit Dr. Wagner von Swisscanto über Water Invest

Mittwoch, 09. März 2016

 

Die Schweizer Anlagegesellschaft Swisscanto ist einer der langjährigsten Anbieter nachhaltiger Geldanlageprodukte in Deutschland. Ihr Auswahlprozess gilt als streng und ausgereift, ihre Angebote vereinen Ökologie mit guten finanziellen Ergebnissen.

 

Verantwortlich für die nachhaltigen Angebote ist seit vielen Jahren der Physiker und Chartered Financial Analyst Dr. Gerhard Wagner, ein anerkannter Nachhaltigkeitsexperte, der unter anderem mehrere Jahre als Wissenschaftler im Bereich Klimaphysik arbeitete.

 

Dr. Wagner stellte sich den Fragen von Grünes Geld in einem exklusiven Interview mit Bezug auf den Swisscanto Global Water Invest, einem der wichtigsten und größten Wasser-Investmentfonds in Deutschland.

 

 

 

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Grünes Geld: Herr Wagner, das Thema Wasser-Investment ist kein genormter Begriff. Wie interpretiert Swisscanto das Thema, wie lange gibt es den Fonds bereits und inwieweit hat sich die Strategie des Fonds im Laufe der Jahre geändert?

 

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Interviewpartner Dr. Wager (Bild: Swisscanto)

Für die Swisscanto steht beim Thema Wasser die Frage im Mittelpunkt, wie die Wassernachfrage gesenkt werden kann.

 

Die Wassernachfrage hat sich aufgrund des Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums über die letzten hundert Jahre ungefähr versiebenfacht, was einem jährlichen Wachstum von 2 Prozent entspricht.

 

Wir investieren somit in Unternehmen, die einen Beitrag leisten das Wirtschaftswachstum von der Wassernachfrage zu entkoppeln.

Die Technologien stehen dafür bereit. Unseren Fonds gibt es seit 2007.

 

Grünes Geld: Swisscanto ist seit vielen Jahren im Bereich sozial-ökologischer Konzepte tätig. Inwieweit werden solche Kriterien auch beim Water Invest angewendet, oftmals einem Schwachpunkt bei Themenfonds?

 

Beim Swisscanto (LU) EF – Global Water Invest werden die gleichen sozialen, ökologischen und finanziellen Kriterien angewendet wie bei den anderen nachhaltigen Anlageprodukten der Swisscanto.

 

Wenn ein Wassertechnologieunternehmen beispielsweise gleichzeitig ein Waffenproduzent ist, dann wird in dieses Unternehmen nicht investiert.

 

 

 

Grünes Geld: Wir merken bei unseren Anlegern immer wieder eine kritische Haltung bezüglich des Verkaufs öffentlicher Wasserinfrastruktur an private Anbieter. In dem Zusammenhang gibt es über die beiden Konzerne Veolia und Suez negative Berichte – trotzdem setzen Sie als eine der größten Positionen auf Suez. Aus welchen Gründen nehmen Sie solche umstrittene Unternehmen als eine der Top-Positionen auf?

 

Grundsätzlich teilen wir die Einschätzung, dass der Verkauf von öffentlicher Wasserinfrastruktur kritisch beurteilt werden muss. Es gibt zahlreiche negative aber auch viele positive Beispiele.

 

Gute Geldanlage: Musterdepots Vermögensaufbau bei Grünes GeldEntscheidend sind aus unserer Sicht die regulatorischen Rahmenbedingungen. Sie bestimmen, wie viel Geld letztendlich in die Wasserinfrastruktur investiert wird und was dann ein angemessener Wasserpreis für die Endkunden ist.

 

Aus unserer Sicht ist das regulatorische Umfeld in Großbritannien vorbildlich. In Südamerika sehen wir bei den regulatorischen Rahmenbedingungen teilweise noch Verbesserungsbedarf.

 

Die Konzerne Suez und Veolia, die global tätig sind, schneiden gemäß unserer Analysen positiv ab. Veolia beispielsweise ist in China Marktführer bei der Behandlung von wassergefährdenden Abfällen, was aus unserer Sicht ein wichtiger Wachstumsmarkt mit großem gesellschaftlichen Nutzen ist.  

 

 

 

Grünes Geld:  Bei der Wertentwicklung über die letzten Jahre ist Ihr Fonds sehr gut. Im letzten Jahr ist er gegenüber wichtigen Wettbewerbern im Wasser-Anlagebereich wie Pictet, JSS oder RebecoSAM etwas ins Hintertreffen geraten. Waren das die Zufälle der Börse oder welche Erklärung haben Sie dazu? Wie begann das Jahr 2016?

 

Im Jahr 2015 haben wir aufgrund unserer Investitionen in zyklische Industriewerte Einbußen hinnehmen müssen. Bei diesen Unternehmen blieben teilweise die Auftragseingänge hinter unseren Erwartungen zurück. Rückwirkend hätten wir mehr Investitionen in defensivere Geschäftsmodelle wie zum Beispiel Wasserversoger haben sollen.

 

Der Beginn des Jahres 2016 begann in absoluten Zahlen schwierig, da es an den Aktienmärkten zu einer deutlichen Korrektur kam. Relativ zu den weltweiten Aktienmärkten gemessen am MSCI World entwickelte sich der Fonds mit einer deutlichen Outperformance sehr gut.  

 

[Anmerkung der Redaktion: Zum Zeitpunkt der letzten Überarbeitung dieses Artikels am 7. Februar 2017 war die 12-Monatsperformance des Swisscanto (LU) EF – Global Water Invest mit 17,12 Prozent sehr gut. Wer also aufgrund des Interviews vom 9. März 2016 investierte, kann sich heute sicherlich freuen. Er half der Welt und seinem Geldbeutel.]

 

Grünes Geld: Herr Dr. Wagner, wir danken Ihnen für Ihre Antworten.

 

 

 

 

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Gerhard Wagner, Leiter Team ESG Solutions, Mitglied der Direktion

 

Gerhard Wagner ist seit 2008 bei der Zürcher Kantonalbank (ex Swisscanto) im Asset Management im Bereich ESG Solutions tätig. Er ist Senior Portfolio Manager und als Co-Manager verantwortlich für die nachhaltigen Swisscanto Kollektivanlagen (Anlagefonds, Anlagegruppen) und Mandate, welche nach dem Green Invest- und dem Responsible Invest-Ansatz geführt werden. Subsumiert sind dies die Equity Green Invest, -Water Invest, -Climate Invest, Green Invest Emerging Markets sowie die Responsible Invest  Strategien.

Herr Wagner ist ein anerkannter Experte in der Bewirtschaftung von nachhaltigen Anlagen und leitete zuletzt bei UBS das SRI-Team. Von 1994 bis 2001 arbeitete er als Wissenschaftler an der ETH/EAWAG im Bereich Klimaphysik.

Gerhard Wagner schloss sein Physikstudium an der Universität Konstanz ab. Anschliessend doktorierte er in Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.) an der ETH Zürich. Im Jahr 2006 erwarb er das Diplom zum Chartered Financial Analyst (CFA).

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.