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Die Energiewende senkt die Strompreise – leider nicht für jeden

Montag, 23. Juli 2018
Zusammenfassung: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien gelingt in Deutschland nur im Bereich Stromversorgung. Dort ist ein Anteil von 36,2 Prozent in 2017 erreicht worden. Doch während die Erneuerbaren Energien den Srompreis grundsätzlich mittlerweile vergünstigen, sorgt eine wenig austarierte EEG-Umlage sowie steigende Preise für Öl und Gas für einen eher steigenden Endkunden-Preis. Der Ausweg kann ein Investmentdepot im Bereich Erneuerbare Energien sein.

 

 

 

 

Nach dem Tiefpunkt der Strompreise an der Strombörse in Leipzig im Februar 2016 haben sich die Preise ungefähr verdoppelt. Und das, obwohl immer mehr günstiger Strom durch die Erneuerbaren Energien eingespiest wird. Hintergrund sind viel mehr die allgemein steigenden Energiekosten weltweit, die auch die Stromkosten in Deutschland nach oben treiben.

 

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Windräder lernen schwimmen

Montag, 23. Oktober 2017
Zusammenfassung: Windräder lernen über neuartige Konstruktionen schwimmen. Durch Stahlseile als Befestigungsmethode entstehen große Chancen die Offshore Windparks revolutionieren.

 

Wer schon einmal an der Nordsee war, kennt die riesigen Giganten die nicht nur an Land Strom erzeugen. Aus der Nordsee ragen ebenfalls die Windkraftanlagen zur Stromerzeugung. Direkt im Meer verbaut werden diese als Offshore-Windparks bezeichnet.

 

Schwimmende Giganten

 

Seit kurzem drehen sich am östlichsten Zipfel vor Schottland fünf neue Windräder. Die 253 Meter hohen Windmühlen ragen doppelt so hoch wie der Petersdom in den Himmel, die Rotorenblätter umspannen einen größeren Radius als London Eye, das höchste Riesenrad Europas. Der Windpark liefert Strom für 20.000 Haushalte mit einer Leistung von 30 Megawatt pro Stunde. Selbst vom 25 km entfernten Festland sind sie mit bloßem Auge zu erblicken. Jedoch ist es nicht die beeindruckende Größe des Windparks Hywind, die Vertreter der Energieunternehmen oder die schottischen Energiepolitiker begeistert. Es ist die unter der rauen Meeresoberfläche verborgene Technologie. Erstmals ist es dem norwegischen Energiekonzern Statoil gelungen einen schwimmenden Windpark zu errichten.

 

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7 wichtige Aspekte zur grünen ETF Geldanlage

Dienstag, 18. Juli 2017
Zusammenfassung: Die passiven Investmentfonds (ETF), die einen Index abbilden, werden immer beliebter. Wir beleuchten Chancen, Risiken und die Wirkung in Bezug auf die Nachhaltigkeit.

 

 

Was ist ein ETF?

 

Ein offener Publikumsfonds, der in der Regel einen Index nachbildet wird und an der Börse gehandelt (sog. Exchange-traded fund) wird ETF genannt. Seit der Jahrtausendwende sind sie in Europa auf den Markt gekommen. In den USA stellen sie schon länger eine Investmentmöglichkeit dar. Im Jahr 2016 erreichte das Volumen etwa 450 Milliarden Euro. ETFs zeichnen sich meist durch sehr niedrige Gebühren aus, da der Aufwand für den Herausgeber erheblich niedriger ist als bei einem aktiven Investmentfonds. Es gibt keinen Fondmanager oder Analysten, der zu investierende Wertpapiere unter die Lupe nimmt oder aktiv die Anlagen steuert. Es wird nur ein festgelegter Index, z.B. Deutscher Aktien Index (DAX) abgebildet und genau in die Werte, mit dem Anteil mit dem sie im Index gewichtet sind, investiert. Es ist kein aktives Fondsmanagement mehr notwendig und muss in Folge dessen auch nicht mehr bezahlt werden.

Im Vergleich zu klassischen Fonds fallen keine Ausgabeaufschläge an, sondern nur die Kosten, die über die Börse anfallen – etwa die Orderprovision oder die Börsenmaklercourtage. Durch die geringeren Kosten können Renditevorteile entstehen. Inzwischen gibt es eine überschaubare Anzahl an nachhaltigen ETFs. Diese bilden Indizes mit Nachhaltigkeitskriterien ab wie etwa den Dow Jones Sustainablity Index (DJSI).

 

Was unterscheidet ETFs von traditionellen Aktienfonds?

 

Das Anlageziel von aktiven Aktienfonds ist es den Referenzindex zu schlagen, während ein ETF den Index nachbilden möchte. Es gelingt meist jedoch nur wenigen aktiven Fondsmanagern über lange Zeitreihen den Index hinsichtlich Rendite zu übertreffen. Dieses Argument nutzen ETFs und setzten auf den Kostenvorteil. Ein ETF liegt bei den laufenden Kosten meist unter 0,5 Prozent pro Jahr, während ein aktiver Aktienfonds meist zwischen 1,5 und 2,5 Prozent pro Jahr an Kosten verrechnet.

 

ETFs können mehrmals börsentäglich gehandelt werden, denn sie werden wie Aktien fortlaufend gehandelt. Ein Ein- und Ausstieg ist bei vorhandenem Abrechnungsvolumen damit jederzeit möglich – wenn gefordert auch mehrmals täglich. Bei einem klassischen Aktienfonds hingegen wird einmal am Tag ein Preis festgestellt und die Abwicklung läuft meist direkt über die Fondsgesellschaft.

 

Auch ETFs sind keine völlig risikofreie Anlage

 

In was genau investiert ein ETF?

 

Die grobe Beschreibung von ETFs klingt simpel, doch wie so oft ist scheinbar Einfaches doch komplex.

Es gibt zwei unterschiedliche Verfahren einen Index abzubilden. Einerseits wie man es als klassischer Anleger erwarten würde, den wirklichen und echten Nachbau des Index. Der ETF kauft tatsächlich alle Wertpapiere, also etwa alle Aktien die auch im Index enthalten sind. Dies nennt man „physische oder volle Replikation“.

Andererseits gibt es die „synthetische Replikation“

Ein ETF mit synthetischer Replikation verzichtet auf den Kauf der im Index enthaltenen Wertpapiere und bildet lediglich die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index ab. Ein Beispiel: Der synthetische ETF auf den europäischen Nachhaltigkeitsindex Dow Jones Eurozone Sustainabilty Index, muss keine einzige europäische Nachhaltigkeitsaktie halten sondern  kann komplett aus amerikanischen oder japanischen Aktien ohne Nachhaltigkeitskriterien bestehen. Es muss lediglich die Wertentwicklung des Dow Jones Eurozone Sustainabilty Index nachgebildet ausweisen.

Gerade für Anleger, denen wichtig ist wo genau ihr Geld wirkt, sollte die Art der Replikation ein entscheidendes Auswahlkriterium für ETFs  sein.

 

Weshalb gibt es synthetische ETFs?

 

Der physisch replizierte ETF muss Aktien halten und diese handeln, also kaufen und verkaufen. Das erzeugt Gebühren und somit Kosten. Zum Beispiel: Ein ETF, der den Index MSCI World abbildet müsste in 1.600 Unternehmen aus 23 Ländern investieren, denn diese Wertentwicklung bildet der MSCI World ab. Nicht an jeder Börse werden diese 1.600 Unternehmen aus verschiedenen Zeitzonen und Ländern gehandelt. Es entstünde somit ein imenser Kostenaufwand für die Börsentransaktionen des ETFs – Kosten die der Anleger tragen müsste.

 

Um diesen Aufwand zu sparen, stellen synthetisch replizierende ETFs ihr Depot aus einem Swap (maximal 10 Prozent) und einem bliebigen Wertpapierkorb (mindestens 90 Prozent) zusammen. Die Wertentwicklung eines Index sog. Basiswert, stellen synthetische ETFs meist genauer dar. Man spricht dann von einem geringeren „Tracking Error„, als physisch replizierende ETFs. Denn sie können die Wertentwicklung ohne aufwendige Umschichtungen oder Anpassungen einfach darstellen.

Swaps sind Derivate und sind ein Instrument zur Risikoabsicherung. Ein Swap ist ein Vertrag, der festlegt, dass eine Bank verpflichtet ist, genau die Wertentwicklung  – zum Beispiel des Deutschen Aktienindex DAX – zu bezahlen. Die Bank erhält dafür die Wertentwicklung des Wertpapierkorbs des ETFs. Der Unterschied bestimmt den „Wert“ des Swaps. Die Bank als Gegenpartei muss, damit sie die Wertentwicklung liefern kann, die 30 Aktien kaufen und erhält dafür eine Vergütung. Ein Swap ist einfach gesagt also ein Tauschgeschäft dessen Bedingungen in einem Vertrag geregelt werden. Der ETF muss also nicht alle Aktien selbst kaufen sondern nur diesen Swap.

 

Während der Deutsche Bank Spross DB X-Trackers, Comstage und Lyxor auf synthetische Replikation setzen, bietet Blackrock mit iShares nahezu ausschließlich physische Replikation. Die Nachfrage nach physischen ETFs steigt, da Anleger sich zunehmend aus Swap Produkten aufgrund des Ausfallsrisikos zurückziehen. Die Investmentsteuerreform 2018 dürfte dies eventuell noch beschleunigen, da synthetische ETFs keine Teilfreistellung auf Gewinne und Dividenden gewährt bekommen. 

 

Wie sicher ist ein ETF?

 

Grundsätzlich gilt auch für ETFs, dass sie wie aktive Investmentfonds Sondervermögen sind. Das bedeutet, dass das Geld nicht der Investmentgesellschaft gehört, sondern den Anlegern. Im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft wird das Vermögen des ETFs nicht den Gläubigern der Fondsgesellschaft zugesprochen sondern es bleibt unberührt.

Bei synthetischen ETFs mit Swaps gilt jedoch auch noch etwas anderes zu bedenken. Synthetische ETFs vereinbaren mit einer Bank Gegengeschäfte. Dieser Gegengeschäfts-Partner könnte ähnlich wie 2008 die Bank Lehman Brothers, pleitegehen. Es besteht ein sogenanntes „Kontrahentenrisiko„. Daher gilt durch die Festlegung in den OGAW Richtlinien, die für die Fonds gilt, dass ein einzelner Swap nicht mehr als 10 Prozent des ETF Vermögens ausmachen darf. Für den Fall einer Insolvenz eines Swap Partners beläuft sich damit das Risiko auf maximal 10 Prozent. Die verbleibenden 90 Prozent des ETF Vermögens sollen durch Sicherheiten gedeckt und an die Anleger im Fall des Zahlungsausfalls gezahlt werden.

 

Teilweise sichern ETF Anbieter mehr als 100 statt 90 Prozent ab. Man spricht dann davon, dass der ETF „überbesichert“ ist. Teilweise werden auch sogenannte „Funded Swaps“ eingesetzt. Das bedeutet, dass der Swap an sich selbst besichert ist. Meist erfolgt dies mit Anleihen guter Bonität. Wenn also der Swap Partner zahlungsunfähig wird, werden um den Swap-Wert auszugleichen die Anleihen verkauft. Wenn jedoch die Bank als Swap Partner und die als Sicherheiten gehaltenen Anleihen gleichzeitig ausfallen, besteht ein Ausfallrisiko.

 

Die ETF Anbieter sind sich des Risikos bewusst und versuchen durch verschiedene Strategien die Swaps abzusichern. Zum Beispiel wird das Risiko auf mehrere „Kontrahenten“ verteilt. Auch tätigen die Banken selbst Absicherungsgeschäfte sie „hedgen“ gegen den Ausfall. Teilweise werden auch die Swaps auf täglicher Basis zum Marktpreis bewertet und glattgestellt, sie werden „resetted“. Nach diesem Resetting gibt es zumindest über Nacht kein Gegenpartei-Risiko.

 

ETFs unterscheiden sich deutlich voneinander – ähnlich wie die Anlegertypen individuell sind

 

 

Sind physisch replizierende ETFs ohne Risiko?

 

Ausfallrisiken können auch bei physisch replizierende ETFs entstehen nämlich dann, wenn sie Leihgeschäfte vornehmen. Bei einer Wertpapierleihe sucht die Fondsgesellschaft jemanden, der die Wertpapiere (meist Aktien) für kurze Zeit ausleihen möchte. Wenn die vereinbarte Leihzeit um ist, erhält der ETF die Wertpapiere zurück und bekommt dafür die vereinbarte Leihgebühr. Der Leiher setzt auf fallende Kurse, verkauft die geliehenen Aktien und hofft, sie zu einem geringeren Preis am Markt kaufen zu können bevor er sie wieder zurückgeben muss. Genutzt wird die Möglichkeit der Wertpapierleihe von den ETFs um Zusatzerträge zu erzielen. Meist werden die Leihgeschäfte täglich ausgeglichen und mit Staatsanleihen besichert. Ausfallen können sie trotzdem. Das Wertpapierleihgeschäft ist durchaus üblich. iShares praktiziert dies seit den 1980er Jahren und gestaltet die Vereinbarungen laut eigenen Angaben sehr streng. Wenn Sicherheiten bei einem Ausfall nicht ausreichen sollten so würde die Gesellschaft selbst einspringen und die Kosten übernehmen, so die Angaben von BlackRock Sprecher Marc Bubeck.

 

Wie nachhaltig sind nachhaltige ETFs?

 

Der Begriff „nachhaltig“ ist gesetzlich nicht festgelegt oder definiert. Das führt dazu, dass die Ansätze unterschiedlich ethisch und ökologisch sind. Anleger, die eine strenge Nachhaltigkeitswirkung wünschen, müssen mit den nachhaltigen ETFs Kompromisse eingehen oder sollten sich lieber für aktive Nachhaltigkeitsfonds mit strengen Ausschlusskriterien entscheiden. Für den ETF maßgebend ist immer der zugrundeliegende Index und damit auch die im Index angewandten Nachhaltigkeitskriterien. Ein beliebter Index ist der Dow Jones Sustainability Europe Index ex Alcohol, Tobacco, Gambling, Armaments & Firearms and Adult Entertainment Index (Ausschlusskriterien: Alkohol, Tabak, Glückspiel, Rüstung & Waffen, Pornographie). Dieser investiert in die oberen 20 Prozent größte nachhaltige Unternehmen Europas aus 600 Unternehmen des Dow Jones Global Total Stock Market Index.

 

Ein anderer gefragter Index für ETFs ist der MSCI World Socially Responsible Index. Dieser ist ein Marktkapitalisierungsindex, der die Performance der globalen Aktienmärkte misst. Es werden lediglich Unternehmen berücksichtigt, die im Vergleich mit der Konkurrenz aus ihrem Sektor über ein hohes Rating in den Bereichen Umweltschutz, soziale Verantwortung und Unternehmensführung (ESG) verfügen. Somit soll sichergestellt sein, dass aus ESG-Sicht nur die besten Unternehmen vertreten sind.

 

MSCI ESG Research ist der weltweit größte Anbieter von Nachhaltigkeitsresearch. Die Analyse beruht auf öffentlich zugänglichen Informationen, seien es nun Regierungsdatenbanken, Unternehmensberichte, NGO-Informationen oder Medienberichterstattungen. MSCI bietet den untersuchten Unternehmen keine kostenpflichtige Beratungsdienstleistungen an um Interessenskonflikte zu vermeiden. Der im Grünes Geld Musterdepot ETF Geldanlage eingesetzte UBS ETF – MSCI World Socially Responsible ETF beruht auf diesen Index. Anleger empfinden den Nachhaltigkeitsansatz überzeugender als den des Dow Jones Sustainability Europe Index ex Alcohol, Tobacco, Gambling, Armaments & Firearms and Adult Entertainment Index.

 

Darüber hinaus gibt es noch Themen Indizies. Beispielhaft sei hier der WOWAX genannt. Robeco SAM liefert für den WOrld-WAter-IndeX die Nachhaltigkeitsanalysen um die nachhaltigsten Aktien des Wassersegments auzuwählen. Für die Aufnahme in den Index reicht es, dass das Unternehmen zu den Nachhaltigkeitsbesten der Branche gehört, denn die Auswahl erfolgt nach dem Best-in-class-Ansatz. Ausschlusskriterien werden nicht angewendet. Der WOWAX bildet die Performance der 20 größten Unternehmen aus den Sektoren Wasserversorgung, -infrastruktur und -reinigung ab. Entscheidend für die Aufnahme in den Index ist die Marktkapitalisierung und hohe Liquidität der Unternehmen. Alle 3 Monate werden die enthaltenen Aktien gleich gewichtet. Der auf den WOWAX aufgelegte Wasserfonds Lyxor ETF World Water ist Stand Juli 2017 synthetisch replizierend.

 

Im Grünes Geld Musterdepot ETF Geldanlage findet sich aus dem Wasserbereich der iShares Global Water UCITS ETF, der auf den S&P Global Water 50 Index basiert, da Grünes Geld ausschließlich physisch replizierende ETFs einsetzt. Der S&P Global Water 50 Index bildet die Wertentwicklung der   50 größten Unternehmen, deren Geschäft mit Wasser in Verbindung steht, ab. Spezielle Ethikkriterien oder SRI-Kriterien werden auf den Index nicht angewendet.

 

Sowohl der ETF aus dem Hause Lyxor als auch der von iShares basieren auf US-Dollar und sind halbjährlich ausschüttend. Die Gesamtkostenquote TER ist geringen mit 0,60 % p.a. (Lyxor) und niedrigen 0,65% p.a. (iShares) vergleichbar.

 

Bislang ist es für Anleger, die strenge Nachhaltigkeitskriterien angewendet haben möchten, nur sehr eingeschränkt möglich ETFs als Anlageinstrument zu nutzen, da diese über die weite und lasche Auslegung von Nachhaltigkeit enttäuscht sein dürften.

 

ausgewählte ETFs und deren Wertentwicklung (Stand: 15.07.2017)

 

Als Alternative kommt für diese Anlegergruppe die Grünes Geld Vermögensmanagement GmbH als Berater in Frage, die eine Vermögensverwaltung auf wirklich nachhaltige Einzelwerte anbietet. Auch in den Grünes Geld Musterdepots Vermögensaufbau werden durch den Einsatz von aktiv verwalteten Nachhaltigkeitsfonds strengere Ausschlüsse und Ethikkriterien angewendet. Für die Anleger hingegen die vor allem kostengünstig und gleichzeitig etwas nachhaltig anlegen möchten, stellen ETFs eine gute Anlagemöglichkeit dar.

 

Etabliert sind ETFs inzwischen als Anlageinstrument, allein im Aktiensegment versammeln sie Ende 2016 bereits 25 Prozent der in Fonds angelegten Gelder. In den USA liegt der ETF-Marktanteil bei rund einem Drittel der im Aktiensegment verwalteten Anlagesummen. Diese hohen Anteile haben inzwischen auch Einfluss auf die Märkte. So werden an manchen Tagen in den letzten 30 Handelsminuten rund 45 Prozent der Börsenumsätze getätigt. Ausgelöst wird dies durch das Rebalancing innerhalb der einzelnen ETFs.

 

Die Übersetzung ETF mit – Einfach Transparent Flexibel – greift zu kurz, sie sind nur auf den ersten Blick einfach und sicher. Anleger sollten sich grundsätzlich über deren Risiken und die Zusammenhänge informieren. ETFs überzeugen durch die geringe Kostenquote und die unglaubliche Vielzahl der Möglichkeiten. Alle Anlageklassen können inzwischen über ETFs abgebildet werden. Teilweise bietet sich, aus unterschiedlichsten Gründen,  die Kombination von aktiven Investmentfonds mit ETFs an. Bislang offen ist, wie sich ETFs in fallenden Märkten behaupten werden. Es gab es in der Zeit der stark steigenden Nachfrage nach diesem Anlageprodukt keine dramatischen Rückgänge an den Aktienmärkten, so dass erste Stimmen mahnen Anleger sollten nicht blind in dieses Segment investieren.

 

Ein erfahrener Experte, wie die Grünes Geld GmbH hilft weiter. Die eingesparten Fondskosten für Fondsgesellschaften kann der Anleger zum Teil nutzen, um Servicedienstleistungen wie Anlauf- oder Ablaufmanagement, Rebalancing, Betreuung in turbulenten Marktphasen  und Unterstützung bei der Wahl der individuell passenden ETFs, zu buchen. Damit sollte auch in unruhigen Zeiten den Anlegern die Freude am Fondssparen nicht abhanden kommen.

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

 

 

 

6 Punkte die Sie über das neue Investmentsteuergesetz wissen müssen

Donnerstag, 04. Mai 2017
Zusammenfassung: Mit dem Inkrafttreten des neuen Investmentsteuergesetzes gibt es zahlreiche Änderungen für Privatanleger. Im Folgenden stellen wir die Änderungen kurz und praxisnah dar. Selbstverständlich stellen diese Informationen keine Steuerberatung dar. Sie sind ein grober Einblick in die anstehende Reform der Besteuerung von Investmentvermögen und bilden die wichtigsten Aspekte ab.

 

Gleichbehandlung von deutschen und ausländischen Fonds

Bislang wird nur auf seiten des Anlegers über die Kapitalerstragssteuer ein Abzug vorgenommen. Künftig wird bereits auch auf Fondsebene ein Steuerabzug von 15 Prozent Körperschaftssteuer (KSt) auf Dividenden und deutsche Immobilienerträge erhoben. Alle anderen Erträge bleiben auf der Fondsebene steuerfrei. Ab 2018 werden deutsche und ausländische Investmenfonds gleich behandelt. Die zu versteuernden Einkünfte setzen sich auf der Anlegerebene künftig aus

  • Ausschüttungen (Zinsen und Dividenden)
  • Vorabpauschale (von der Bundesbank festgelegter risikoloser Zins)
  • Veräußerungsgewinn

zusammen.

 

 

Teilfreistellung für Privatanleger

 

Grund für die neue Besteuerung auf Fondsebene ist die EU-weite Harmonisierung des Quellensteuerabzugs. Die neue Körperschaftssteuer in Deutschland ist vergleichbar mit der 15-prozentigen Quellensteuer, die in den meisten europäischen Ländern bereits erhoben wird. Der deutsche Anleger soll für diese Vorbelastung mit Körperschaftssteuer bei den Einkünften eine Teilfreistellung erhalten und somit werden die Einkünfte zumindest teilweise wieder steuerfrei gestellt. Konkret bedeutet das: auf den teilfreigestellten Betrag fällt keine Steuer an. Genau an dieser Stelle wird das neue Investmentsteuerrecht kompliziert. Die Höhe der Teilfreistellung (siehe Tabelle) bemisst sich daran, wie hoch der Aktien- bzw. Immobilienanteil in einem Investmentfonds ist. Dieser Anteil muss für jeden Investmentfonds im Vertriebsprospekt dauerhaft festgeschrieben werden.

 

Teilfreistellung bei …  prozentuale Teilfreistellung
Aktienfonds (Aktienquote > 51 %) 30 %
Mischfonds (Aktienquote > 25 % < 51%) 15 %
Immobilienfonds (Immobilienquote > 51 %) 60 %
Immobilienfonds (Auslandsimmobilienquote > 51 %) 80%

 

Eindeutige Angaben sind zwingend

 

Die depotführende Stelle wird die Teilfreistellungen beim Steuerabzug nur dann berücksichtigen können, wenn in den Anlagebedingungen des Fonds genaue Mindestquoten für Aktien- und Immobilien vorhanden sind. Fehlen diese Angaben in den Anlagebedingungen, entfällt die automatische Teilfreistellung. Für Privatanleger besteht dann lediglich die Möglichkeit im Rahmen der persönlichen Einkommensteuer nachzuweisen, dass der jeweilige Investmentfonds die Mindestquoten für Aktien bzw. Immobilien das ganze Jahr über tatsächlich eingehalten hat. Dafür ist eine Bestätigung durch die jeweilige Verwahrstelle des Fonds notwendig.

 

Logische Konsequenz

 

Die logische Konsequenz aus den neuen Steuerregeln für Investmentfonds werden Prospektänderungen sein. In diesen werden unter anderem Mindestquoten für Aktien oder Immobilien festgeschrieben sein. Ob Gesellschaften, die einen Großteil der Fonds außerhalb Deutschlands verkaufen bzw. solche die den aktiven Vertrieb in Deutschland eingestellt haben, diese Prospektänderungen vornehmen, erscheint derzeit mehr als fraglich. Sehr wahrscheinlich kann man künftig das Feld in zwei verschiedene Strategien aufteilen. Zum einen wird es „steueroptimierte“ Fonds geben, also Fonds mit klar festgelegten Mindestquoten für Aktien und Immobilen. Zum anderen werden „handlungsoptimierte“ Fonds, also Misch– bzw. Multi-Anlageklassen-Fonds mit maximaler Flexibilität ohne festgeschriebene Mindestquoten und damit ohne Teilfreistellung, bleiben.

 

 

 

 

Fallbeispiele:

 

Fonds die den Fokus auf der Erzielung von Dividenenerträge legen, dafür weniger Veräußerungsgewinn (Kursgewinne) und/oder Zinserträge haben (Dividendenstrategie) werden zukünftig steuerlich stärker belastet. Denn Dividenden werden auf Fondsebene bereits mit 15 Prozent Steuer belastet. Dies gilt gleichermaßen für ausländische Dividenden bezüglich der ausländischen Quellensteuer.

 

Aktienfonds, mit Fokus auf Veräußerungsgewinnen und weniger Dividendeneinnahmen (z.B. Growth-Fonds), werden künftig, durch den niedrigeren körperschaftssteuerpflichtigen Ertrag und die Teilfreistellung von 30 Prozent, steuerlich besser gestellt. Ein Fonds, der laut seinen Anlagebedingungen mindestens 51 Prozent Aktienanteil hält und den Rest des Portfolios beispielsweise in Anleihen hält, ist künftig steuerlich besser gestellt als ein Fonds, ohne feste Anlagerichtlinien. Eine besondere Problematik stellt sich bei „Income-Fonds„: sollte die Mindestausschüttung durch den Fonds nicht erwirtschaftet werden und aus der Substanz gezahlt werden, so wird auch diese Auszahlung künftig besteuert.

 

Dachfonds eher benachteiligt

 

Nach derzeitiger Auslegung des Gesetzes sind Dachfonds, die überwiegend in Aktienfonds investieren, benachteiligt. Der Nachweis der geforderten Aktienmindestquoten dürfte über alle Zielfonds (Einzelfonds) unmöglich sein. Somit würde beim Dachfonds nur eine Teilfreistellung von 15 Prozent auf Anlegerebene berücksichtigt werden können. Dachfondsanbieter leisten erheblichen Widerstand, insofern bleibt abzuwarten, ob es hier zu einer Änderung der Regelung kommt.

 

Kein Bestandsschutz mehr für Altfonds

 

Während 2008 den Fondsanlegern noch vom damaligen Finanzminister Steinbrück (SPD) zugesichert wurde, dass bis 31.12.2008 erworbene Investmentfonds dauerhaft von der Besteuerung der Kursgewinne durch die Abgeltungssteuer befreit wären, zeichnet sich jetzt ein völlig anderes Bild. Der Bestandsschutz für Fondsanteile fällt im Rahmen des neuen Besteuerungsprinzips weg. Die Fondsanteile gelten mit Stichtag 31.12.2017 als verkauft und zum 01.01.2018 als neu angeschafft. Steuerfrei bleiben nur die bis zum 31.12.2017 erzielten Kursgewinne, der als fiktiver Veräußerungsgewinn gilt. Somit heisst es Bestandschutz adé, denn ab dem 01. Januar 2018 unterliegen auch die Alt-Anteile grundsätzlich der Steuer sobald diese verkauft werden. Mildernd wirkt jedoch die Verrechnung mit einem Freibetrag von 100.000 Euro pro Anleger (einmalig lebenslang nicht pro Jahr oder pro Fonds), die Steuerbelastung entsteht erst, wenn dieser Betrag überschritten wird. Angesichts aufzubauender Vorsorge für die Altersvorsorge erscheint dieser Freibetrag nicht allzu üppig.

 

Für die Wahl der richtigen Geldanlage spielen steuerliche Aspekte eine große Rolle. Dies gilt auch für die ethisch-ökologische Geldanlage. Grünes Geld, ein erfahrerer Anbieter von ethisch und ökologisch korrekten Geldanlagen, berät sie umfassend und kompetent. Finden Sie die Geldanlage die zu Ihnen passt. Eine erste Hilfestellung bei der Suche ist der Grünes Geld Test.

 

 

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Diese 5 Punkte zu Vermögenswirksamen Leistungen müssen Sie kennen

Donnerstag, 16. Februar 2017

 

Wer bereit ist mehr Rendite, natürlich unter der Bedingungung der Kursschwankungen des Aktienmarktes, zu erzielen –  für den ist für die Vermögenswirksamen Leistungen (VL) ein Fondssparplan genau das Richtige.

Es gibt zwar keine Garantie über die Höhe des Auszahlbetrages. Und zwischendurch wird der angesparte Betrag eventuell etwas stärker schwanken. Doch dafür gibt es eine gute Rendite. Bei dem aktuellen Zinsniveau nicht selbstverständlich. Denn was nützt die ganze Planbarkeit, wenn unter dem Strich nach Kosten eine Negativrendite, wie dies derzeit bei Bausparverträgen oder Banksparplänen häufiger der Fall ist, herauskommt. Nach den Berechnungen des BVI betrug die Durchschnittsentwicklung von Aktienfonds in den letzten 10 Jahren 7,0 Prozent pro Jahr. Bei einem Zeitraum von 15 Jahren immerhin noch 5,7 Prozent pro Jahr. Das schafft keine andere Anlage.

VL-Sparen wird gefördert

Bei dieser Anlageform für die Vermögenswirksamen Leistungen liegen die Einkommensgrenzen für die Arbeitnehmersparzulage bei 20.000 Euro (Alleinstehende) bzw. 40.000 Euro (Ehepaare). Vater Staat legt richtig was drauf um die Arbeitnehmer beim Sparen zu unterstützen. Es gibt 20 Prozent des eingezahlten Beitrags, maximal jedoch 80 Euro pro Jahr geschenkt. Mit 34 Euro monatlicher Einzahlung kann man den Förderhöchstbetrag ausschöpfen. Ehepaare können das Doppelte einzahlen und damit für jeden Ehepartner die Arbeitnehmersparzulage bekommen.  

Die Arbeitnehmer-Sparzulage wir vom Ansparer über seine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt beantragt. Dafür gibt es eine VL-Bescheinigung der Depotbank, die man der Steuererklärung ganz einfach beifügen kann.

Doch nicht nur der Staat beteiligt sich als Unterstützer. Es gibt auch noch Hilfe vom Arbeitgeber.

Wichtig: Arbeitgeber auf VL ansprechen und diese nutzen

Vermögenswirksame Leistungen (VL) sind Sparbeträge, die der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter anspart. Großzügigige Arbeitgeber zahlen die Vermögenswirksamen Leistungen zusätzlich zum Gehalt in voller Höhe, manche geben nur einen Zuschuss dazu. In jedem Fall lohnt es sich den Chef oder die Personalabteilung aktiv anzusprechen oder direkt einen Vertrag einzureichen, denn sogar wenn der Arbeitgeber nichts dazu zahlt, kann immer noch die Arbeitnehmer-Sparzulage genutzt werden. Wer es verpasst nachzufragen dem entgeht die Ansparung meist komplett, da das VL-Sparen nicht automatisiert zu Stande kommt.

 

Wichtig: Den passenden VL-Fondssparplan auswählen

Eines vorweg: Nicht jeder Fonds ist für die Anlage von Vermögenswirksamen Leistungen zugelassen.

Wir raten auch bei der VL Anlage auf ethische- und ökologische Kriterien zu achten. Das gebietet schon der gesunde Menschenverstand. Denn wenn Arbeitnehmer in korrupte und sich nicht um Arbeitnehmerrechte kümmernde Unternehmen investieren, dann brauchen sie sich nicht wundern, wenn irgendwann der eigene Arbeitsplatz gefährdet ist, oder die Gründung eines Betriebsrates von der Geschäftsführung verboten wird. Alles ist mit allem verbunden, und gerade im Finanzwesen und beim Thema Geld gilt dies in besonderem Maße. Vielleicht trifft es nicht genau das verursachende Individuum, doch die Arbeitnehmerschaft im Ganzen sollte sich dessen bewusst sein.

 

 Strenge ethische, ökologische und soziale Kriterien sind sinnvoll

Um strenge ethische und ökologische Kriterien zu gewährleisten, bieten wir für VL Fonds den Ökovision Classic an.
Ziel ist eine angemessene Wertentwicklung unter strenger Berücksichtigung von Ethik, Ökologie und Sozialem. Investiert wird nicht in Raubbau, Tierversuche, Atomindustrie, Chlorchemie, Gentechnik, sowie Kinderarbeit und Militärtechnologie Der VL-Sparer kann sich somit sicher sein, dass sein Geld in Unternehmen angelegt wird, die Umwelt- und sozialverträgliche Technologien, Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Sei es nun im regenerativen Energien Bereich oder bei Unternehmen, die besonders demokratische Unternehmensstrukturen sowie humane und emanzipatorische Arbeitsbedingungen schaffen und sich aktiv gegen Diskriminierung einsetzen. Die Rendite kann sich ebenfalls sehen lassen. 2016 wurde ein Zuwachs von 3,6 Prozent und im Durchschnitt der letzten fünf Jahre 12,8 Prozent pro Jahr erzielt.

 

 

VL-Sparen ist Teamarbeit: Staat – Arbeitgeber – Mitarbeiter

 

 Wichtig: Etwas Zeit mitbringen

 

Für die monatliche Ansparung werden Anteile an Investmentfonds erworben die in einem gesonderten Depot verwahrt werden müssen. Die Ansparzeit beläuft sich auf sechs Jahre plus einem Jahr „Ruhezeit“. Die Anteile können, müssen jedoch nicht danach verkauft werden und ausgezahlt werden. Schon nach sechs Jahren, kann ein neuer VL-Vertrag angespart werden.  

 

Dass die Verträge nicht automatisch zur Auszahlung kommen, hat einen großen Vorteil. Denn wenn ein oder zwei Jahre vor Ablauf die Börsen stärker gefallen sind, dann lohnt es sich mit dem Verkauf der Anteile noch zu warten, bis sich die Börsen erholt haben. In der Vergangenheit zeigte es sich regelmäßig, dass nach einem Kursrutsch auch wieder eine Erhohlung einsetzte.

 

Für die Verwaltung der Fondsanteile benötigt man ein Wertpapierdepot das VL-Sparpläne zulässt. Als Grünes Geld arbeiten wir hier mit der FIL Fondsbank zusammen. Diese ist kostengünstig und erhebt Depotkosten von nur 12 Euro pro Jahr oder umgerechnet einen Euro pro Monat. Daher können wir sie empfehlen. Für die Abwicklung sind die Formulare online, gerne sind wir von Grünes Geld jedoch behilflich. Sprechen Sie uns an, wir helfen gerne die Vermögenswirksamen Leistungen sinnvoll und rentabel anzulegen.  

 

 

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

RE 10 Genussrecht der Zukunftsenergien gestartet

Mittwoch, 03. August 2016
Zusammenfassung: Das RE 10 Genussrecht der Zukunftsenergien sammelt Geld zur Projektentwicklung von Erneuerbaren Energien Projekten. Es bietet 6,5% Zins bei 4,5 Jahren Laufzeit.

Kurze Laufzeit, interessanter Festzins, tadellose Historie

Wir Anleger suchen nach Geldanlagen, die kurze Laufzeiten und hohe Zinsen bieten. Doch in Zeiten negative Zinsen bei den Zentralbanken und Null-Zinsen bei Staatsanleihen und auf Bankkonten, wird das immer schwieriger. Genau da setzt das RE 10 Genussrecht der Zukunftsenergien an: bei nur 4,5 Jahren Laufzeit bietet es 6,5 Prozent jährlichen Zins. Natürlich sind damit Risiken verbunden, doch Reconcept hat in der Vergangenheit bewiesen, dass solche Zahlen realistisch darstellbar sind.

 

Denn die rund 650 Anleger beim Vorgänger-Genussrecht, dem GDZ (Genussrecht der Zukunftsenergien) freuten sich über regelmäßige, termingetreue Zahlungen von sogar 8 Prozent jährlich bis zur vollständigen Rückzahlung des Genussrechts im März 2016.

 

Was mit dem Geld sinnvolles gemacht wird

Insgesamt will die seit 1998 tätige Reconcept-Gruppe 5,0 Mio. Euro mit dem Genussrecht einsammeln. Damit sollen Erneuerbare Energien Projekte schlagkräftig und kurzfristig angekauft werden. Das Genussrechtskapital ist für Reconcept sehr wertvoll, denn damit kann schnell reagiert werden. Sollte das Geld erst über einen Bankkredit besorgt werden müssen, wären Verzögerungen und damit Nachteile gegenüber Mitbewerbern nicht zu vermeiden.

 

Geplant sind Investitionen in Ländern mit stabilen Staatsfinanzen und attraktiven Einspeisevergütungssystemen für Grünstrom, primär die für Reconcept schon bekannten Länder Deutschland, Finnland und Kanada.

 

Die Projekte sollen in einem frühen Stadium erworben werden. Sie werden soweit entwickelt, dass sie den Status “Ready-to-Build” erhalten, also alle Genehmigungen vorhanden sind, damit im nächsten Schritt direkt gebaut werden kann. Käufer der Projekte können sowohl institutionell Großinvestoren als auch Reconcept-Beteiligungsgesellschaften sein.

 

Ein zuverlässiger Anbieter: 18 Jahre Erfahrung bei Reconcept

In der breiten Öffentlichkeit vielleicht nicht jedem bekannt, aber den Experten aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien ein Begriff: Reconcept aus Hamburg. Im Umfeld des PEN-Wind-Gründers Volker Friedrichsen hat sich Reconept seit 1998 einen guten Ruf als Planer, Projektierer und Emissionshaus aufgebaut. Hier einige eindrucksvolle Zahlen, die die Erfahrung von Reconcept widerspiegeln:

 

Piktogramm Reconcept

Reconcept als Emissionshaus (Infografik: Grünes Geld GmbH)

 

 

 

mehr-zum-re10-genussrecht-der-zukunftsenergien

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Umweltbank – Positive Berichte auf der Hauptversammlung

Montag, 01. August 2016

Die Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH haben am 30. Juni 2016 die Hauptversammlung der Umweltbank in der Meistersingerhalle in Nürnberg besucht. Die beiden Vorstände Goran Bašic und Stefan Weber konnten ihre Aktionäre mit positiven Berichten und der siebten Dividendenerhöhung in Folge erfreuen. Das Führungsduo, das erst seit Mai 2015 die Geschicke der Umweltbank lenkt, hat gemeinsam mit den 132 Mitarbeitern in nahezu allen Geschäfts-, Umwelt- und Sozialzahlen neue Bestwerte erreicht.

 

 

„Wieder einmal das beste Ergebnis in der Geschichte der Umweltbank“ (Stefan Weber)

 

Die Aktie der Umweltbank AG, die einzige grüne Bankaktie Deutschlands, hat seit ihrem Start am 25. Juni 2001 eine phänomenale Wertentwicklung an den Tag gelegt. Von der Erstnotierung bis heute zeigt die Aktie eine positive Wertentwicklung von knapp 700 Prozent. Auch das Jahr 2015 brachte eine Kurssteigerung von 51 Euro auf knapp 84 Euro pro Aktie. Die Dividende von  1,40 Euro je Aktie wurde auf der Hauptversammlung am 30. Juni 2016 in Nürnberg beschlossen.

 

Per 31. Dezember 2015 förderte die Umweltbank Umweltprojekte mit einem Gesamtvolumen von 2.318,6 Millionen Euro. Das Nachsteuerergebnis nach Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken lag bei 34,1 Millionen Euro (Vorjahr: 27,6 Millionen). Ein Ergebnis von 6,15 Euro je Aktie (Vorjahr: 4,97 Euro je Aktie).

 

Dabei hat sich die grüne Bank in keinem leichten Umfeld bewegt. Wie alle Banken in Deutschland leidet sie unter den Kosten, die mit der verstärkten Regulierung verbunden sind. Eine weitere Belastung stellen die Niedrigzinsen dar. So wird die vorgeschriebene Barreserve, die Banken bei der Bundesbank halten müssen,  bereits 2015 mit Negativzinsen von -0,3 Prozent p.a. belastet. Damit sind der Bank Zinsaufwendungen entstanden, wo vormals ein kleiner Zinsertrag zu vermelden war.

 

Die Niedrigzinsen hatten jedoch auch positive Folgen. So sank der Zinsaufwand der Bank für Anlegergelder, beispielsweise für den UmweltSparbrief und das UmweltPlusKonto, um etwa 5 Millionen Euro. Damit stieg der Zinsüberschuss um 7,5 Prozent auf 49,1 Millionen Euro. Mit einer durchschnittlichen Zinsmarge von 2,06 Prozent steht die Bank auf einem soliden Fundament.

 

 

Bild Board Umweltbank Hauptversammlung

v.l. Aufsichtsräte: Heinrich Klotz, Edda Schröder, Günther Hofmann, Vorstände: Goran Bašic und Stefan Weber (Bildquelle: Carmen Junker)

„Die Umweltbank spekuliert nicht!“ (Stefan Weber)

Im Finanzierungsbereich liegt die Sonnenenergie etwas geringer als im Jahr zuvor, während Wind- und Wasserkraftprojekte einen stärkeren Anteil mit 29,5 Prozent einnehmen. Der Anteil der ökologischen Baufinanzierung liegt bei 29,6 Prozent. Herausragend ist, dass die Umweltbank bei der Kreditvergabe Umweltkriterien anwendet und bereits satzungsgemäß nur Projekte mit positiver ökologischer Wirkung finanziert. Zur Abstufung nutzt die Bank ein Rating, das die Bonität nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten beeinflusst. Etwa 80 Prozent der finanzierten Projekte haben im Schulnotenbewertungssystem die Note 1 bezüglich Ökologie bekommen. Neu finanziert wurden im vergangenen Jahr 499 Projekte mit einem Durchschnittsbetrag von 176.000 Euro.

 

Uns freut es besonders, dass die Aktie der Umweltbank ein Paradebeispiel ist für nachhaltiges Investment mit einer interessanten finanziellen Rendite. Während klassische Finanztitel mit immer neuen Hiobsbotschaften aufwarten, vermeldet die Umweltbank von Jahr zu Jahr positive Ergebnisse, Dividendensteigerungen, Kurszuwächse und positive Umweltwerte.

 

 

Ökologische Dividende von 553 kg CO2-Einsparung je Aktie

Die auf der Hauptversammlung vorgestellte CO2-Bilanz stellt sich positiv dar. Dabei wurden Anregungen eines Aktionärs aus dem Vorjahr aufgenommen und die Berechnungsmethode verfeinert. Auch in diesem Jahr hatte dieser Aktionär weitere Anregungen und Kritikpunkte zur Ausweisung der Werte.

 

Der Vorstand verständigte sich mit ihm darauf, nochmals die neuen Anregungen zu prüfen und bei Bedarf mit aufzunehmen. Im Jahr 2016 wird die CO2-Bilanz im Rahmen einer Master-Thesis einer vollständigen Überarbeitung unterzogen, die vom Umweltrat der Bank begleitet wird.

 

Insgesamt weist die Bank ein Plus an CO2-Einsparung für 2015 von 298.367 Tonnen über die kreditfinanzierten Projekte aus. Die ökologische Dividende liegt bei 553,5 kg CO2-Einsparung je Aktie.

 

Professor Dr. Roland Klose von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. sprach dem Vorstand der Umweltbank großes Lob aus. Klose, der mit der Schutzvereinigung etwa 30.000 Aktionäre vertritt, würdigte die erfolgreiche Tätigkeit, die Dividendenerhöhung und nicht zuletzt die angemessene Vorstandsvergütung der Umweltbank, die er als homöopathisch im Vergleich zur Vorstandsvergütung der Deutschen Bank bezeichnete. In allen Bereichen diente Klose die Deutsche Bank als Negativbeispiel und er freute sich, dass es mit der Umweltbank ein Finanzunternehmen gibt, das Positives berichten kann.

 

Zustimmung gab es von den Aktionären nicht nur für die Dividendenerhöhung sondern auch für die Kapitalerhöhung, die im Rahmen der Emission von CoCo-Bonds notwendig wurde. CoCo-Bonds sind die Nachfolger von Genussrechten um weiterhin haftendes Eigenkapital für das Wachstum im Kreditgeschäft zu ermöglichen. Damit wurden 15 Millionen haftendes Eigenkapital eingeworben. Die Anleihe wurde meist von Kunden oder Bestandsaktionären gezeichnet. Die Ausgabe ist inzwischen abgeschlossen.

 

Wir von Grünes Geld freuen uns über die hervorragende Entwicklung der Umweltbank. Als Aktionäre und auch als Partner, die ihre Kraft daran setzen, nachhaltige und ökologische Kapitalanlagen voranzubringen. Die Umweltbank ist ein zuverlässiger Partner im Bereich der Kreditfinanzierung für ökologische Projekte.

 

Wir wünschen uns, dass die positive Entwicklung der letzten Jahre weiterhin anhält. Die Grünes Geld GmbH bleibt dem Hause UmweltBank AG weiterhin eng verbunden.

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

5 Tipps für private Vermieter

Mittwoch, 20. Juli 2016
Zusammenfassung: Immobilien sind als Investment beliebt, jedoch findet sich der Anleger unvermittelt in der Rolle des Vermieters wieder. 5 Tipps sollen helfen, häufige Fehler zu vermeiden. Aber es gibt auch Anlagemöglichkeiten, die weniger Ärger, jedoch attraktive Erträge versprechen.

 

Immobilien stehen in Deutschland derzeit als Investment hoch im Kurs. Niedrige Darlehenszinsen motivieren, Geld in eine zu vermietende Immobilie – auch Zinshaus genannt – anzulegen.  Fair gerechnet sind solche Investments – selbst in Top-Lagen –  jedoch nur sehr selten lukrativ. Dennoch ist die Immobilien bei Privatanlegern weiterhin beliebt, denn Häuser und Eigentumswohnungen vermitteln Sicherheit und Solidität.  Wer also dem Reiz der Geldanlage in Immobilien absolut nicht widerstehen kann, erspart sich mit den folgenden Tipps viele Probleme.

 

Nicht immer scheint für Vermieter die Sonne -  Manche Mieter sorgen für Schlechtwetterwolken

Nicht immer scheint für Vermieter die Sonne –
manche Mieter sorgen für Schlechtwetterwolken.

 

Tipp 1: Mietnomaden vermeiden – Damit aus dem Traum kein Alptraum wird

Wer vermietet wünscht sich einen solventen und langfristigen Mieter, denn unter einem  häufigen Mieterwechsel leidet die Immobilie genauso wie die Nerven des Vermieters.

Mit der Mieterselbstauskunft können Vermieter abfragen ob Schufa-Einträge oder ein Insolvenzverfahren gegen den Interessenten bestehen. Berechtigt sind außerdem Fragen nach dem Arbeitgeber, der Höhe des monatlichen Einkommens und nach dem Bezug von Sozialleistungen. Nach der ethnischer Zugehörigkeit sowie den politischen oder religiösen Ansichten des potenziellen Mieters darf dagegen nicht gefragt werden. Vermieter sollten sich jedoch nicht scheuen, ein Referenzschreiben des vorherigen Vermieters einzufordern oder – mit Erlaubnis des Interessenten – selbst Auskünfte bei früheren Vermietern einholen.

 

Tipp 2: Bei Mietvertragsvorlagen zweimal hinsehen

Wer eine Immobilie gekauft hat, um sie zu vermieten, sieht sich plötzlich in der Rolle des Vermieters wieder – in der Regel nicht der gelernte Beruf.  Praktisch scheint es daher, schnell Mietvertragsvorlagen aus dem Internet zu laden. Doch Vorsicht – nicht immer passt die Vertragsgestaltung. Vielfach kursieren im Netz noch Vordrucke mit veralteten Klauseln oder mehrdeutige Formulierungen, die teure Folgen haben können. Neue Rechtsprechungen sollten in die Verträge mit eingepflegt werden. So beschied beispielsweise der Bundesgerichtshof (BGH) im Februar,  dass eine allgemeine Vereinbarung im Mietvertrag ausreicht, um Betriebskosten später auf den Mieter  umlegen zu können. Vor diesem Beschluss war es notwendig, im Mietvertrag alle Positionen einzeln aufzulisten oder auf die Betriebskostenverordnung und den darin festgelegten Katalog zu verweisen.

 

Tipp 3: Steuertipps nutzen und kein Geld verschenken

Dem Kauf einer Immobilie folgen meist mehr Kosten als ursprünglich gedacht. Doch einige Kosten lassen sich steuermindernd geltend machen und können so vom Staat zurückgeholt werden. Beispielsweise können 20 Prozent der Reparatur- und Renovierungskosten steuerlich abgesetzt werden, sofern der Betrag 6.000 Euro im Jahr nicht überschreitet. Auch Kosten für Anzeigen, Maklergebühren sowie Anschaffungs- und Herstellungskosten können vom Immobilieneigentümer steuerlich geltend gemacht werden. Ebenso die Zinsen für das Hypothekendarlehen. Ein Tipp, der vielfach vergessen wird: Wird eine Immobilie möbliert vermietet, kann der Eigentümer die Kosten für Einrichtungsgegenstände bis 410 Euro komplett im Jahr der Anschaffung steuerlich abschreiben.

 

Tipp 4: Fiese Fallen: Hausgeld- und Nebenkostenabrechnung

Wer für seine vermietete Immobilie eine externe Hausverwaltung nutzt, spart sich einige lästige Arbeiten. Dennoch muss sich der Eigentümer mit der Hausgeldabrechnung auseinandersetzen.Diese erfasst alle Einnahmen und Ausgaben die zum Objekt gehören. Achtung: Die Hausgeldabrechnung entspricht nicht der Nebenkostenabrechnung. Zwar können einige in der Hausgeldabrechung enthaltenen Positionen auf den Mieter als Betriebskosten umgelegt werden, jedoch nicht alle. Beispielsweise wird der Betrag für den Kaminkehrer auf den Mieter umgelegt, nicht aber die Postition für den Hausverwalter selbst. Außerdem ist es wichtig, die Fristen für die Nebenkostenabrechnung einzuhalten. Spätestens ein Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraumes muss dem Mieter eine vollständige Abrechnung vorliegen, sonst kann der Vermieter keine Nachforderungen mehr stellen. Vermieter sollten sich diese Frist unbedingt im Kalender vermerken.

 

Was für Fliegen die Spinnenfalle ist für Vermieter die Hausgeldabrechnung - böse Falle

Was für Fliegen das Spinnennetz ist für Vermieter die Hausgeldabrechnung – eine böse Falle.

Tipp 5: Rechte und Pflichten regeln über die Hausordnung

Die Hausordnung hilft im Vorfeld Streit und Unstimmigkeiten zu reduzieren. Vermieter sollten über die Hausordnung klar regeln, wie das Wohnen im Objekt geregelt sein soll. Ist Grillen auf dem Balkon erlaubt? Wo werden die Müllsäcke im Hausflur gelagert? Und wie werden die Gemeinschaftsflächen genutzt? Teilweise müssen die Pflichten auch im Mietvertrag geregelt werden, dann können auch Schneeräumdienst, Reinigungsarbeiten im Treppenhaus oder Kehrarbeiten auf den Mieter übertragen werden. Der Aushang im Flur stellt nur eine „ordnende Regelung“ dar und kann bestenfalls die Schließzeiten der Haustüre regeln. Er ersetzt keinesfalls die Hausordnung.

 

Extra-Tipp: Weitere Anlagemöglichkeiten überdenken

Wenn die Mieteinnahmen auf das Konto fließen, ist die Freude groß. Doch mancher Vermieter wünscht sich, problemlosere Einnahmen zu haben. Speziell dann, wenn Ärger mit den Mietern auf der Tagesordnung steht. Einnahmen aus Zinsen und Dividenden werden häufig in ihrer Attraktivität unterschätzt. Die grünen Dividenden bereiten besondere Freude und bringen doppelten Mehrwert.

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Grünes Geld Green Hearts wirken in Indien

Montag, 15. Februar 2016

Indienprojekt 2016

Gastbeitrag von Andrea Zettel und Wolfgang Schramm (creacting.net)

 

Mit einem Koffer voller green hearts im Gepäck ist das Team von CreActing.net gerade wieder in Bodhgaya, Indien, um mit den Kids aus den Dörfern Theater zu machen.

 

Dieses Jahr geht es geht darum, die Hathi-Show, die im letzten Jahr entstanden ist, erneut aufzunehmen und die Gruppe bereit zu machen für die Deutschlandtournee mit der Kinderkulturkarawane im kommenden Herbst. Dabei sollen die Dreamcatchers nicht nur ihre Aufführung zeigen, sondern auch Workshops geben und gemeinsam mit deutschen Jugendlichen die Hathi Show erneut bearbeiten. Umso erfreuter sind wir, als wir einige Tage nach unserer Ankunft erfahren, dass zwei der älteren Jungs bereits angefangen haben, eigene Theaterworkshops zu leiten.

 

Ramu unterrichtet an einer Schule Englisch und Naturwissenschaften, und gibt den Kindern Workshops in Yoga und Theater. Laxman, der vor zwei Jahren noch unbedingt von hier weg wollte um in Delhi ein neues Leben zu beginnen, ist inzwischen in sein Heimatdorf zurückgekehrt und ist stolz und glücklich, dort eine Schule mit aufzubauen. Dort hat er sogar eine Theatergruppe ins Leben gerufen, deren erste Aufführung wir heute zum Sarasvati-Feiertag gemeinsam mit 200 weiteren Zuschauern sehen durften! Laxman war total aufgeregt und hatte die ganze Bühne bis tief in die Nacht vorbereitet. Der Aufwand hat sich gelohnt, das ganze Dorf war begeistert.

Grünes Geld Green Hearts spenden Freude

 

Für unsere Hathi-Show involvieren wir wie im letzten Jahr wieder die jungen Frauen aus dem benachbarten Nähzentrum in die Gestaltung der Kostüme für die Show. Wir besprechen das Design für die Naturkräfte Feuer, Wasser, Wind und Erde, und peppen die Baum-Kostüme etwas auf. Das Nähzentrum ist eines der vielen Projekte unseres Gastgebers Siddharta, in dessen Guesthouse wir uns seit 4 Jahren jedesmal sehr wohl fühlen. Ziel des Nähzentrums ist es, jungen Frauen und Müttern eine Perspektive zu geben. Sie können dort gleichzeitig ein Handwerk lernen, gemeinsam kreativ sein und Geld verdienen. Das kommt laut Siddharta letzendlich wieder ihren Kindern zugute – zufriedene Mütter, glückliche Kinder.

 

Dieses Jahr ist die Stimmung hier sehr gut. Wir erinnern uns an das Auf und Ab der letzten Jahre und stellen fest, dass in all der Zeit seit 2008 hier ein richtiges Netzwerk gewachsen ist, in dem sich verlässliche Kontakte herauskristallisiert haben. Die Beziehung mit Nikesh, die sich vor zwei Jahren zwischenzeitlich recht schwierig gestaltet hatte, ist in diesem Jahr offen und voller gegenseitiger Unterstützung. Anup, der uns im allerersten Jahr als junger Student auf der Straße aufgelesen und zur AO Zora Schule gebracht hatte, ist inzwischen selbst Direktor an einer Schule. Wir haben dort bereits einen Workshop gemacht, und er selbst hat an einem Erwachsenenworkshop teilgenommen.

 

Auf der Straße treffen wir viele Menschen, die uns kennen, bereits einige der Shows der Dreamcatchers gesehen haben, und es richtig gut finden wenn wir erzählen, dass die Hathi Show bald nach Deutschland geht. Die Schattenseite ist, dass nur 8 Personen kommen können – und viel mehr gern kommen würden. Da gibt es natürlich auch Neid und schlechtes Gerede, und die Nachbarn reden den Eltern Ängste ein, damit sie ihre Kinder – besonders die Mädchen – lieber nicht nach Deutschland schicken. In den nächsten Tagen planen wir einen ausgiebigen Elternabend mit viel Information und Zeit für Fragen.

 

Nächste Woche läuft dann ein fünftägiger Intensivworkshop, wo die ganze Gruppe bei uns im Guesthouse übernachtet und wir schon mal üben können für Deutschland. Die Hathi-Show, die wir letztes Jahr mit 30 Kindern und einem echten Elefanten gespielt hatten, muss so geändert werden, dass sie von acht Spielern und ohne Elefant gespielt werden kann. Inhalt der Show in Kurzfassung: “Hathi! Hathi?” rufen die Mahuts (Elefantenführer) verzweifelt. Doch alle Elefanten sind verschwunden, da die Menschen den Regenwald abgeholzt haben. Ganesha, der Gott mit Elefantenkopf, erklärt ihnen, dass jedes Lebewesen seinen Lebensraum braucht: Der Fisch das Wasser, der Vogel die Luft, und der Elefant den Dschungel. Nach langen Diskussionen, was nun am besten wie zu tun sei, rufen die Mahuts “Stop talking, start planting!”, und alle helfen mit, den Regenwald wieder wachsen zu lassen.

 

Grünes Geld unterstützt

Mit dieser Show nehmen die Dreamcatchers im Herbst am einem mehrwöchigen Projekt „creACTiv für Klimagerechtigkeit“ an verschiedenen Schulen in Hamburg teil, das von der Kinderkulturkarawane organisiert wird. Darüber hinaus kann die Gruppe bei der Kinderkulturkarawane für Workshops und Aufführungen gebucht werden (www.kinderkulturkarawane.de).

 

Direkt auf der Startseite gibt es fast tägliche Blogeinträge von der Praktikantin Pauline: www.creacting.net

Wir freuen uns schon sehr darauf, unsere indischen Freunde in Deutschland zu Gast zu haben!

Ganz viele liebe Grüße und vielen Dank für eure großartige Unterstützung!

Andrea, Wolfgang & Team

Grünes Geld Green Hearts unterstützen CreActing.net – Hilfe die ankommt

Dienstag, 22. Dezember 2015

Die Grünes Geld Green Hearts wurden vor vielen Jahren ins Leben gerufen, um neben der ohnehin schon positiven Wirkung der nachhaltigen Geldanlage, eine jeweils ganz konkrete Gruppe von Menschen zu unterstützen. Wichtig ist, dass diese im Bereich der Ökologie oder des Sozialen eine besondere Hilfe für die Welt leisten.

 

Wir sind überaus erfreut dieses Jahr einen Betrag von 1.000€ an das Team von CreActing.net zu spenden. Der Betrag ist im Rahmen der Green Hearts zusammengekommen.

 

Da uns auch bei der Auswahl der durch die Green Hearts unterstützte Projekte Nachhaltigkeit wichtig ist, unterstützen wir nun schon einige Jahre CreActing.net. Wolfgang Schramm, Andrea Zettel und Team leisten wunderbare Arbeit für Kinder in Indien. Seit vielen Jahren besuchen sie für mehrere Monate Waisenkinder in Bodhgaya in Indien. Sie erarbeiten mit ihnen Theaterprojekte, die für die Kinder vor Ort eine große Entwicklungsmöglichkeit darstellen. Über viele Jahre beweisen sie, wie sich die Theaterarbeit positiv auf das Selbstwertgefühl, auf das Verantwortungsbewusstsein und die Entwicklung der Kinder auswirkt.

 

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Neben der Versorgung mit frischen Lebensmitteln erhalten die Kinder im Rahmen der Theaterprojekte von CreActing.net sämtliche notwendigen Dinge des täglichen Gebrauchs: Handtücher, Zahnbürsten, warme Decken,
Teppiche zum Sitzen, Betten, Kleidung, Schuhe. Dabei wird stets darauf geachtet, vor allem bei den kleinen Händlern und Handwerkern vor Ort einzukaufen.

 

In diesem Jahr gibt es außerdem noch eine besondere Aufgabe: Pässe und Visa für die Kids zu organisieren. Im nächsten Herbst kommen nämlich einige der Kids aus Bodhgaya mit der Kinderkulturkarawane nach Deutschland! Da könnt ihr sie dann auch mal persönlich kennenlernen.  Sie gehen mit ihrer „Hathi Show“ auf Tournee, es wird Projekte gemeinsam mit deutschen Kindern geben, und natürlich werden sie auch ein Weilchen bei Wolfgang und Andrea zu Gast sein.

 

 

Es gibt noch Vieles vorzubereiten, und wir hoffen, dass alles klappt. Gespannt sein dürfen wir schon auf Berichte aus Indien.