Autor: alexb 10. Juni 2011

Kritisierter Indexfonds für kirchliche Anleger

Seit nun elf Jahren gibt es in Deutschland börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds = „ETFs“) und noch nie gab es eine so große Nachfrage danach wie aktuell. 65 neue Indexfonds wurden nach dem Stand vom 27. Mai allein seit Jahresbeginn an der Börse Frankfurt gelistet, 36 davon sind Aktien-ETFs und 14 Stück sind Renten-ETFS. Insgesamt beläuft sich die Zahl von Indexfonds zur Zeit auf 800.

 

Zukunft der Erde liegt in der Hand des Menschen

Themen wie Umweltbewusstein, Förderung der natürlichen Ressourcen u.ä. werden von dem christlichen Indexfonds nicht berücksichtigt.

Seit letzten Herbst zählt dazu auch ein christlich geprägter Indexfonds der Deutschen Bank Tochter DB X-Trackers. Basisindex ist dabei der Stoxx Europe Christian Index, welcher mit 150 verschiedenen Unternehmen bestückt ist und in zehn Branchen investiert. Die am stärksten vertretene Branche ist mit 26% der Bank- und Finanzdienstleistungssektor, gefolgt von der Verbrauchsgüterbranche mit 14%. Hauptzielgruppe dieses Indexfonds sind kirchliche Investoren.

 

Kritiker sind der Meinung, dass der christliche Indexfonds weniger zu bieten hat, als er vom Namen her verspricht. Denn es reicht nicht bloß aus, nur wenige Branchen auszuschließen. Es müssten noch viele weitere Kriterien eingeführt werden. So ist Arnd Brechman, Leiter des Bereichs Wertpapiere, Vermögensmanagement und Private Banking der Sparkasse Essen, der Auffassung, dass Chrisstein mehr ist als es der Index abbildet. Er entfernt lediglich wenige Sektoren (Pornographie, Waffen, Tabak, Alkohol, Geburtenkontrolle und Glücksspiel) aus seinem Anlagehorizont, die nicht in das Wertebild hineinpassen. Kriterien wie verantwortungsbewusster Umgang mit der Schöpfung, mit der Umwelt und natürlichen Ressourcen sowie weiteren Bereichen werden dabei jedoch nicht berücksichtigt.

 

Auch Thomas Kohrs von der Frankfurt School, der Studiengänge zur Nachhaltigkeit konzipiert, ist der Meinung, dass die Ausschlusskriterien nicht ausreichend genug sind. Dies betrifft insbesondere die Atomkraft. Anstatt, dass sie ausgeschlossen ist, spielt sie sogar eine besondere Rolle: zum Ersten über die Energieversorger und zum Zweiten über den hohen, insbesondere auf Atomstrom ausgerichteten Anteil Frankreichs, der mit 15% nach Großbritannien auf dem zweiten Platz liegt. Ein ebenfalls nennenswertes und auch nicht vorhandenes Ausschlusskriterien ist ein Tabu für embryonale Stammzellenforschung.

 


 

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