Autor: Elisabeth Jakob 3. September 2019

Main-Echo Wirtschaftstipp 33/2019: Ist Elektromobilität zukunftsfähig?

 

WIRTSCHAFTSTIPP

 

Gerd Junker

 

Geschäftsführer Grünes Geld

 

 

 

Viele von uns verbinden Mobilität noch immer mit dem sonoren Brummen starker Motoren. Dagegen denken viele bei E-Mobilität zuerst an geringe Reichweite und leere Akkus. Kein Wunder, schließlich leben wir in einem Land, das viel Geld mit dem Verkauf von Verbrenner-Autos verdient und es wird viel Geld investiert, um dieses Meinung in der Bevölkerung zu erhalten. Wir müssen uns aber von zwei großen Mythen verabschieden:

 

Mythos 1: Elektroautos sind klimaschädlicher. Unabhängige Studien – wie die aktuelle Untersuchung des deutschen Umweltministeriums – sehen das anders. Demnach schneiden über den gesamten Lebenszyklus gesehen beim heutigen Strom-Mix gleichwertige E-Autos bei der Klimafreundlichkeit um 27 Prozent besser ab als Benziner und um 16 Prozent besser als Dieselfahrzeuge.

 

Mythos 2: Elektromobilität ist teurer. Auch hier lohnt sich ein neutraler Blick. So kommt die aktuelle Mobilitätsstudie von BNP Paribas zu dem Ergebnis, dass Benziner zukünftig nur dann wettbewerbsfähig sind, wenn der Preis für Erdöl unter 10 Dollar liegt – aktuell liegt der Preis bei 55 Dollar. 

 

Also lieber auf Fakten setzen, als alten Mythen zu glauben: Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch. Beim Zweitwagen ist das heute schon möglich. Für die Familienkutsche in ein paar Jahren.

 

 

 

 

 

Erschienen im Wirtschaftsteil der größten Tageszeitung am bayerischen Untermain, Main-Echo, Gesamtausgabe, 31.August 2019

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
 
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