Autor: Gerd Junker 12. Dezember 2018

MillerForest Holzinvestments: Eigentumssicherheit in Paraguay vergleichbar mit Deutschland

Interviewpartner Pierre Guttwein bei einer Inspektionsreise in Paraguay (Bild: MillerForest Investment AG)

 

Von Stiftung Warentest / Finanztest wurden bei der letzten großen Untersuchung nur 2 Anbieter von Aufforstungsprojekten als seriös eingeschätzt, eines davon ist die Miller Forest Investment AG. Wir konnten den Leiter Vertrieb & Marketing von Miller Forest für ein Interview über Umweltschutz, Sicherheit eines Forstinvestments und externe Kontrollgremien gewinnen. Lesen Sie seine Antworten exklusiv bei uns.

 

 

Grünes Geld: Herr Guttwein, die Miller Forest Investment AG bietet Waldinvestments an – weshalb sollte ein Anleger anstatt in Tagesgeld oder Aktien überhaupt in Bäume investieren?

 

Pierre Guttwein: Nicht anstatt, sondern auch! Wir empfehlen eine Streuung. Also zum Beispiel in Aktien und Tagesgeld zu investieren, aber zusätzlich auch in Wald. Beim Waldinvestment haben Anleger einen stetigen Wertzuwachs durch natürliches Wachstum, unbeeindruckt von Wirtschaftskrisen und börsenunabhängig. Hinzu kommt der ökologische Aspekt, denn jeder einzelne Baum kompensiert CO2 und gibt Sauerstoff frei.

 

Grünes Geld: Vertrauen ist bei Geldanlagen immer sehr wichtig. Das Land Paraguay, in dem Ihre Aufforstungen stehen, ist weit weg. Wie steht es um die Sicherheit Ihres Angebotes?

 

Pierre Guttwein: Es existiert ein Investitionsschutzabkommen zwischen Deutschland und Paraguay und die Eigentumssicherheit ist durch das akribisch geführte Grundbuch- und Katasteramt mit der in Deutschland zu vergleichen. Außerdem ist die politische Situation in Paraguay sehr stabil, im südamerikanischen Vergleich bewegt sich das Land diesbezüglich im oberen Drittel.

 

Sehen Sie: Die Miller Reisen GmbH, seit über 30 Jahren Lateinamerika-Spezialist, unser Schwesterunternehmen und gleichzeitig einer unserer größten Kunden, würde nicht jedes Jahr so viel Geld in Paraguay investieren, wenn man die Lage dort als unsicher einschätzen würde.

 

Grünes Geld: Gab es überhaupt schon Auszahlungen? Und in welcher Höhe?

 

Pierre Guttwein vor Ort mit ca. 2 bis 3 Jahre altem Baum.

Pierre Guttwein: Die ersten Ausschüttungen haben bereits im Jahr 2014 stattgefunden. Danach wurde die Ernte wegen schlechter Energieholzpreise aufgeschoben und wir haben nur noch die nötigsten Flächen geerntet bzw. durchforstet. Hier hat Holz natürlich einen großen Vorteil: es wächst einfach weiter!

 

Seitdem die Preise wieder steigen, also seit Anfang 2018, ist die Ernte wieder in vollem Gange und es finden weitere Auszahlungen statt. Diese bewegen sich aktuell im Bereich von ca. 200.000 Euro, werden aber bald steigen, denn wir haben ja gerade erst mit den größeren Ernten und Auszahlungen begonnen. Das Erntevolumen und entsprechend auch die Auszahlungen werden nun kontinuierlich hochgefahren.

 

Grünes Geld: Gibt es externe Kontrollen?

 

Pierre Guttwein: Die gibt es, und zwar durch den so genannten Waldrat e.V. Der Verein ist ein Zusammenschluss aus Investoren, die ein Kontrollteam gewählt haben, welches zweimal im Jahr vor Ort eine Kontrolle durchführt. Für seine Mitglieder hat der Verein zusätzlich Gutachten über unsere Aufforstung und über den Holzmarkt in Paraguay erstellen lassen. Darüber hinaus hat im vergangenen Jahr das in der Branche sehr bekannte Portal Ecoreporter.de unsere Aufforstung inspiziert, mit positivem Ergebnis für uns.

 

Grünes Geld: Wer ist MillerForest – der Name klingt irgendwie amerikanisch, oder?

 

Pierre Guttwein: (lacht) Das hören wir immer wieder, aber weit gefehlt: Wir sind ein oberschwäbisches Unternehmen mit Sitz in der Bodensee-Region. Genauer gesagt in Schlier, dem Heimatort unseres Gründers Josef Miller. Er ist gelernter Land- und Forstwirt, hat schon in jungen Jahren Reisen mit landwirtschaftlichem Hintergrund nach Lateinamerika unternommen und dann ab den 80er Jahren die Miller Reisen GmbH aufgebaut. Um das bei den Fernreisen freigesetzte CO2 zu kompensieren gründete er dann später auch Miller Forest.

 

Grünes Geld:  Was sind Ihre aktuell beliebtesten Angebote und wie sind sie aufgebaut?

 

Pierre Guttwein: Das beliebteste Produkt, sowohl als Pacht als auch als Kauf, ist unser KombiWALD. Heißt: 50% Energiehölzer mit einer kürzeren Laufzeit und 50% Werthölzer mit einer längeren Laufzeit und höheren Erträgen. Durch räumlich getrennte Flächen und aufgrund unterschiedlicher Absatzmärkte hat dieses Produkt eine sehr gute Risikostreuung.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
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