Autor: Gerd Junker 26. März 2019

Neuer Rekord: Kohlendioxid-Ausstoß in 2018 so hoch wie noch nie

Quelle: International Energy Agency; Grafik: Grünes Geld GmbH

 

 

Warum das Thema wichtig ist: Damit die schlimmsten Konsequenzen des Klimawandels noch vermieden werden können müssen die Länder der Erde dringend wirksame Schritte zur Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen einleiten. Die jüngsten Auswertungen aus dem Jahre 2018 zeigen jedoch, dass die Welt noch nicht einmal begonnen hat, die CO2-Kurve nach unten zu biegen. Genau das wurde auf dem Pariser Weltklimagipfel 2015 aber vereinbart.

 

 

Was herausgefunden wurde: Die meisten CO2 Emissionen lassen sich auf den Energiesektor zurückführen. Die Internationale Energieagentur teilte mit, dass die durch Energiegewinnung erzeugten Treibhausgase im Jahr 2018 mit 1,7 Prozent etwas mehr stiegen als im Jahr zuvor. Alleine die größten Verursacher USA, China und Indien stehen für 85 Prozent des Anstiegs.

 

Aktuelle Situation: Ein umfangreicher Bericht des Weltklimarates IPCC vom Oktober letzen Jahres untersuchte die notwendigen Maßnahmen, um die Erwärmung der Erde auf nur 1,5 Grad Celcius gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Das 1,5 Grad Ziel war das ambitionierte Ziel des Pariser Abkommens.

 

Laut diesem Report müssten die die vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen im Jahr 2030 gegenüber dem Jahr 2010 um 45 Prozent sinken. Im Jahr 2050 dürften netto keine CO2 Emissionen mehr vom Menschen verursacht werden.

 

Details: Laut der Energiebehörde IEA ist der Gesamtenergieverbrauch 2018 um 2,3 Prozent gestiegen, was fast der doppelten Wachstumsrate des Durchschnitts seit 2010 entspricht. Die Behörde machte dafür das starke weltweite Wirtschaftswachstum sowie höhere Heiz- und Kühlenergieverbräuche in einigen Regionen der Erde verantwortlich.

 

Das Gesamtbild: Mit diesen Ergebnissen liegt bereits die zweite große Analyse vor, die erneut ansteigende Emissionen in den letzten 2 Jahren bestätigt, nachdem 2014 bis 2016 ein Stopp des Anstiegs der Emissionen erreicht gewesen schien. Unabhängig von Bericht der IEA haben nämlich Wissenschaftler des Global Carbon Projects einen Anstieg der globalen CO2 Emissionen sowohl im Jahre 2017 also auch in 2018 ermittelt.

 

Die Zahlen: Die Energieintensität, also das Verhältnis von verbrauchter Energie zu einer Einheit des Bruttoinlandproduktes, ist letztes Jahre erneut gefallen. Allerdings fiel Sie nur um 1,3 Prozent und damit schwächer als in den Jahren davor. Die Energie-Effizenz-Gewinne fallen damit also niedriger aus als zuvor, so die Internationale Energieagentur.

 

–> Der Kohleverbrauch ist wegen höheren Verbräuchen in Indien und China um 0,7 Prozent angestiegen, obwohl Europa und die USA weniger verbrauchten

 

–> Kohle ist weiterhin der am meisten genutzte Energieträger weltweit und trägt die Verantwortung für 30 Prozent der globalen Emissionen

 

–> Der Verbrauch an Erdgas stieg um 4,6 Prozent, der Ölverbrauch um 1,3 Prozent

 

Hintergrund: Erstmalig für die IEA hat der Bericht eine Einschätzung zwischen dem Verbrauch von fossilen Energieträgern und des dadurch verursachten Temperaturanstiegs geliefert.

 

Demnach hat die Verbrennung von Kohle alleine 0,3 Grad des bisherigen Anstiegs der globalen Temperaturen von knapp 1,0 Grad verursacht. Damit ist Kohle der größte Einzel-Verursacher für den Klimawandel.

 

Der Chef der Internationalen Energiebehörde IEA dazu: „Wir brauchen dringend mehr Anstrengungen an allen Fronten – bei der Entwicklung von Erneuerbaren Energien, bei der Einsparung von Emissionen sowie beim Initiieren neuer Entwicklungen bei Kohlenstoffabscheidung, Kohlenstoffverwertung und Kohlenstoffspeicherung.“

 

 

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf Xing, Facebook oder Twitter.
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