Autor: Gerd Junker 9. August 2010

Noa Bank in Wachhund-Rubrik

Es gibt in Deutschland 3 etablierte ethisch-ökologische Banken: die Umweltbank, die GLS-Gemeinschaftsbank und die Ethikbank. Dort stimmen neben dem korrekten Verhalten auch die Geschäftszahlen. Weitere grüne Banken tun sich offensichtlich schwer.




Das gilt auch für die Noa Bank, die letztes Jahr im Herbst an den Start ging. Ein undurchsichtiges Geschäftsmodell und Geschäftsführer, die die Unwahrheit sagen, führen möglicherweise zum Niedergang der Bank.

So hat die Noa Bank bereits seit einigen Wochen keine neuen Anleger-Gelder mehr angenommen. Offzielle Begründung der Bank: weil es nicht ausreichend ethisch-ökologische Projekte und Unternehmen gäbe, in die die Anlegergelder investiert werden könnten. Leider stellte sich diese Behauptung nun als Unwahrheit heraus. In Wirklichkeit hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Annahme von Kundengeldern verboten.

Wegen Verlusten der Bank im letzten Jahr sowie weiteren Verlusten im ersten Quartal hatte die Bafin eine Erhöhung des Eigenkapitals verlangt. Und zwar von 5 Mio. Euro auf 7 Mio. Euro. Das sei gelungen. Dann habe die BaFin verlangt, dass das Eigenkapital auf 15 Mio. Euro erhöht werden soll. Darüber hinaus habe die BaFin erklärt, dass die Noa Bank ihr Geschäftsmodell verändert hätte und nun verkleinert werden solle. Dazu zwang sie die Noa Bank, den angebotenen Tagesgeld-Zinssatz von 2,2% auf 1,5% zu senken.

Damit kommen nun kaum noch Neukunden zu der Bank. Ecoreporter schätzt die Kunden auf ca. 15.000 mit ca. 300 Mio. Euro an Anlageguthaben. Das Magazin hat die Noa Bank in seine Wachhund-Rubrik eingeordnet. Besonders, dass die Bank einen hohen ethischen Anspruch erhebt, wiege sehr schwer.

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