Autor: Gerd Junker 26. Juli 2010

Renditekiller heißer Sommer für Bio-Gasanlagen?

Haben Sie noch eigene Streuobst-Wiesen? Pflanzen Sie Kartoffeln an? Kleingärtner wie Groß-Bauern schlagen Alarm, denn die Ernte-Aussichten dieses Jahr sind in vielen Fällen äußerst unbefriedigend.

Was der Hobby-Gärtner durch den Gang in den Supermarkt wieder ausgleichen kann, ist für die Betreiber von Bio-Gasanlagen möglicherweise ein schwerer Schlag.




Nach Angaben des Fachverbandes Biogas versorgen derzeit in Deutschland rund 5.000 Biogas-Anlagen insgesamt ca. 3,5 Millionen Haushalte mit regenerativem Strom. Aufgrund energetischer Eigenschaften ist Mais zur Erzeugung von Biogas das beliebteste Grundmittel.

Vieles spricht aber derzeit für die Gelassenheit in der Branche. Zum einen ist Mais innerhalb von nur wenigen Wochen substituierbar. Er kann schnell durch die nahezu gleichwertigen Substrate Gras, Zuckerrübe oder Getreide ersetzt werden.

Zum anderen sind die Vorrätslager durch die beiden überdurchschnittlichen Erntejahre 2008 und 2009 noch gut gefüllt. Das ist auch an der Preissituation absehbar, denn der Preis für Mais liegt noch immer deutlich unter dem Niveau von vor drei Jahren.

Für den Anleger, der in Biomasse-Fonds investiert ist, gilt also ruhig bleiben. Noch sind die Erträge nicht in ernsthafter Gefahr. Auch Fabian Lorenz vom börsennotierten Unternehmen KTG Agrar AG sieht keine Gefahr, denn zum einen sei es ohnehin zu früh, um über die Ernte reden zu können. Zum anderen sind die Bauern an wetterabhängige Ernten gewöhnt und hätten Vorräte gebildet.

Und im Zweifel klärt eine Nachfrage beim Fondsanbieter über die tatsächliche Situation auf.

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