Autor: Gerd Junker 7. Juli 2011

Retten Sie Ihr Geld Teil 3: Wie es in der Weltwirtschaftskrise 1929-1933 zuging

Vor dem Hintergrund der weiterhin äußerst kritischen Lage im europäischen Finanzsektor, inbesondere nach der Herabstufung von Portugal durch die Rating-Agentur Moodys am 6. Juli 2011, möchten wir im dritten Teil unserer losen Serie „Retten Sie Ihr Geld“ die Weltwirtschaftskrise 1929-1933 betrachten.

 

Gerne können Sie die Teile 1 und 2 nachlesen:

Teil 1: Wieso Sie Ihr Geld jetzt schützen müssen

Teil 2: Retten Sie Ihr Geld Teil 2: Die deutsche Hyperinflation von 1918 bis 1923

 

Ähnlich wie heute hatte auch die Weltwirtschaftskrise von 1929-1933 zu staatlichen Eingriffen und sozialen Unruhen geführt. Doch wie kam es dazu – schließlich hatte es in den Jahren vor 1929 einen Boom in den Industrienationen gegeben. Doch dieser Boom war auf Pump finanziert. Genauso wie der aktuelle wirtschaftliche Boom, denn die Zinsen sind auch heute viel zu niedrig und Kredite werden weiterhin viel zu häufig und einfach vergeben.

 

Der Boom damals war durch kurzfristige Milliardenkredite aus den USA finanziert. Die Abhängigkeit von der US-Wirtschaft war damit gegeben. Durch den Aktiencrash an der US-Börse am 24. Oktober 1929, der ebenfalls die Folge einer Spekulationsblase und eine Folge von auf Kredit gekaufter Aktien war, wird eine Kettenreaktion ausgelöst. Denn die Investoren aus den USA ziehen auch die Gelder aus Deutschland ab.

 

Deutschland bekommt konjunkturelle Schwierigkeiten und macht einen Kardinalsfehler: es spart in die Krise hinein. Statt Konjunkturprogramm sparen: traurige Parallelen zu den EU-Forderungen gegenüber Griechenland.

 

Ganz anders die USA in der damaligen Zeit. Der „New Deal“ wird initiiert, staatliche Investitionen sollen die wirtschaftliche Konjunktur ankurbeln. Höhere Staatsschulden werden tempörär in Kauf genommen.

 

Die Weimarer Rebuplik versucht dagegen in der Endphase durch eine starke Währung und gekürzte Sozialleistungen der Krise zu entkommen. Eine fatale Entscheidung, die zu einer Radikalisierung der Parteienlandschaft und letztlich zur Machtübernahme Hitlers führt.

 

Die Volkswirtschaftslehre wird durch die Wirtschaftskrise zu einem Paradigmenwechsel gezwungen: die klassische Wirtschaftstheorie wird von Keynesianismus abgelöst, der stärkere staatliche Eingriffe in den Vordergrund stellt. Genau wie heute.

 

Was lässt sich für Ihre nachhaltige Geldanlage daraus lernen: Der historische Vergleich zeigt die Dramatik der augenblicklichen Situation. Dinge, die noch vor 2 Jahren sicher erschienen, wie z.B. Staatsanleihen, gelten heute als gefährlich. Daher gilt in der heutigen Zeit: Geldwerte meiden, Sachwerte suchen.

Geldwerte sind z.B. Bargeld, Tagesgeldkonten, Festgelder, Renten oder Anleihen.

 

Sachwerte sind z.B. Aktien und Aktienfonds, Solarfonds, Windkraftfonds, Waldfonds oder Wasserfonds oder Beteiligungen an Projekten.

 

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