Mit ‘2011’ getaggte Artikel

Auch in 2011 mehr Ökofonds

Dienstag, 28. Februar 2012
Nachhaltige Geldanlagen

36 nachhaltige Fonds wurden 2011 neu in die SBI-Datenbank aufgenommen. Der Aufwärtstrend von Ökofonds und Co besteht somit weiterhin.

Sustainable Business Institute (SBI), der Herausgeber der Marktplattform www.nachhaltiges-investment.org, hat auch für das Jahr 2011 die Marktentwicklung der nachhaltigen Investments veröffentlicht.

Laut deren Aussage waren am 31.12.2011 insgesamt 357 nachhaltige Publikumsfonds (Ökofonds) in Deutschland, Österreich und/oder der Schweiz zum Vertrieb berechtigt. Das Volumen betrug für die 357 Umweltfonds zu diesem Zeitpunkt rund 30 Milliarden Euro.

 

Das SBI sieht einen Fonds als nachhaltig an, wenn dieser in gesondertem Maße auf soziale, ökologische oder ethische Kriterien achtet. Verlassen tut sich das SBI hierbei auf die eigenen Angaben der Fondsgesellschaften, welche aus den Fondsprospekten und Factsheets entnommen werden.

36 neue nachhaltige Fonds wurden in 2011 in die Datenbank der Sustainable Business Institute aufgenommen. Es handelt sich hierbei um sowohl komplett neue Fonds, aber auch um Fonds die sich nachträglich auf Nachhaltigkeit spezialisiert haben oder um Fonds, die bereits im Ausland, jedoch noch nicht im deutschsprachigen Raum zugelassen waren. Die neu aufgenommenen Fonds waren mit rund 2,5 Milliarden Euro investiert.

 

An Aktienfonds waren zum 31.12.2011 genau 197 vorhanden, welche mit insgesamt 18,2 Milliarden Euro investiert waren. Aktienfonds, die bereits Ende 2010 aufgelegt wurden, besaßen eine recht unterschiedliche Performance. Die Bandbreite reicht hierbei von plus 11% bis zu minus 60%. Grund für die starken Abweichungen ist, dass sich die Aktienfonds jeweils stark voneinander unterscheiden. Es gab einheitliche internationale Fonds genauso wie regional spezialisierte Fonds, deren Fokus beispielsweise auf Technologie lag.

 

53 Rentenfonds mit einem insgesamten Volumen von 5,5 Milliarden Euro wurden am Ende von 2011 aufgelistet. Die Performance der Rentenfonds1 schwankte zwischen plus 19% und minus 11%. 4,6 Milliarden Euro waren in 60 Mischfonds investiert. Deren Performance reichte von plus 8% bis minus 41%.  17 Dachfonds wurden mit rund 570 Millionen Euro investiert. Deren Performance lag zwischen minus 0,5% und minus 23%.

 

Des Weiteren gab es 24 nachhaltlige ETFs, deren Volumen etwa 600 Millionen Euro betrug und sechs Microfinancefonds, die mit ca. 550 Millionen Euro investiert wurden. Die Performance der ETFs lag zwischen plus 5% und minus 38% und die Performance der Microfinancefonds erstreckte sich von plus 3% bis plus 2,5%.

 

Insgesamt betrachtet ist somit ein erneuter Anstieg von nachhaltigen Investments festzustellen. Das Sortiment an Ökofonds und sozialen Fonds nimmt bei nachhaltigen Banken bzw. Umweltbanken stetig zu.

 


 

Folgen Sie dem Trend und investieren auch Sie in Ökofonds: Einmalsparen Sicherheit 2000+ Ethik

 


Projekt Einmalsparen Sicherheit 2000+ Ethik
Laufzeit täglich kündbar
Mindestanlagesumme 2.000 Euro
Wertentwicklung 2009: 9,8%
2010: 1,3%
2011: – 0,01%
Besonderheit – langfristig stabile Wertzuwächse
– täglich kündbar
– Sie investieren nachhaltig
– alle ausgewählten Nachhaltigkeitsfonds berücksichtigen strenge Ethik-Filter

 

Alle Informationen

 


1) Die Performance bezieht sich lediglich auf bereits in 2010 aufgelegte Rentenfonds. Dies gilt auch für alle anderen Fondsarten.

Klimagipfel in Südafrika: Kohlestrom statt Klimaschutz

Samstag, 07. Januar 2012

Ein Blick hinter die Öko-Fassade des Gastgebers bringt bedenkliche Einstellungen zum Vorschein: „Klimaschutz ist etwas für Reiche!“ zur Verfügung gestellt von 8 Stars Capital

Im südafrikanischen Durban findet derzeit der 17. Welt-Klimagipfel statt. Ein Durchbruch gilt als unwahrscheinlich. Doch während das Gastgeberland sich als Opfer des von Industrienationen verursachten Klimawandels darstellt, entsteht nur einige Kilometer weiter ein gigantisches Kohlekraftwerk. Zusammen mit einem weiteren geplanten Megakraftwerk wird es den CO²-Ausstoß des Landes um 10 % erhöhen.

Steinkohle ist das Fundament der südafrikanischen Wirtschaft. Auf der Weltrangliste der Kohleförderung belegt es den 7. Platz, nur in Kanada ist Strom noch billiger als hier. Wie in jeder Klimadiskussion mit Schwellenländern sieht auch Südafrika nicht ein, auf den Billigstrom zu verzichten und damit sein Wirtschaftswachstum auszubremsen, während sich Industrieländer nicht an ihre eigenen Vorgaben halten.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt allerdings, dass Südafrika längst nicht mehr zu den Opfern, sondern mit einer höheren Pro-Kopf-Emission als Großbritannien zu den Hauptverursachern zählt – ganz im Gegenteil zu den Nachbarstaaten, welche wirklich keinen Beitrag zur weltweiten Umweltbelastung leisten und den Klimaveränderungen am stärksten ausgesetzt sind.

Derselben Meinung sind auch die größten Emittenten China und Indien, welche sich trotz der Aussicht, unter den Folgen des Klimawandels selbst am meißten leiden zu müssen, an keine Klimavorgaben binden wollen. Das Jahr ist kaum vorüber und schon geraten die Klimakatastrophen 2011 in Vergessenheit. Für ein stetiges Wirtschaftswachstum scheinen die Staatsoberhäupter Dürren, Überschwemmungen oder Wassermangel gern in Kauf zu nehmen.

Ein Klimaabkommen, das wirklich etwas verändert muss langfrstiger ausgelegt sein, als jede Wahlperiode. Es ist also nicht zu erwarten, dass Politiker die dringend benötigte Energiewende selbstlos durchsetzen. Das heißt keineswegs, dass wir alle verloren sind. Es zeigt nur wieder einmal, dass nur wir selbst durch nachhaltiges Handeln eine lebenswerte Zukunft in der Hand haben und auf keine Wunder von Oben hoffen sollten.