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Main-Echo Wirtschaftstipp 13/2018: Fußball und Aktien

Samstag, 23. Juni 2018

 

WIRTSCHAFTSTIPP

 

Gerd Junker


Geschäftsführer Grünes Geld

 

 

Auch wenn die Stimmung nach der 0:1 Niederlage gegen Mexiko etwas gedrückt ist – die Fußball-WM ist das Top-Thema dieser Tage. Das weiß auch die Konsumgüter-Industrie und umwirbt in den Wochen vor der WM speziell die Männer. Kein Wunder, denn die Kauflust des starken Geschlechts lässt während der WM merklich nach.

Doch die WM wirkt sich auch auf die Börsen aus. Das hat das Unternehmen Thomson Reuters untersucht. Immerhin fallen ? der Spiele der Russland-WM in die Handelsstunden der westlichen Börsen.

Und siehe da, die Umsätze an den Börsen gehen während der Spiele regelmäßig in die Knie. Während des Spiels Brasilien – Deutschland 2014 fielen die Börsenumsätze in Deutschland demnach um 50 Prozent, in Brasilien sogar um ?.

Wird ein wichtiges Spiel verloren, liegt in diesem Land auch der Optimismus am Boden und die Verkäufe steigen. Schnell sind so Milliarden vernichtet. Wer hier einen kühlen Kopf bewahrt, kann das ein oder andere Schnäppchen machen.

Seien Sie also wachsam, vielleicht bietet der DAX am Montag Einstiegschancen!

 

 

Erschienen im Wirtschaftsteil der größten Tageszeitung am bayerischen Untermain, Main-Echo, Gesamtausgabe, 23. Juni 2018

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
 

Sichere Geldanlage 2018: Teil 1 Aktien und Aktienfonds

Montag, 08. Januar 2018

 

Die Geldanlagen haben ein außergewöhnlich gewöhnliches Jahr 2017 erlebt. Es gab kaum negative Überraschungen, nach dem turbulenten Jahr 2016 (Brexit, Trump-Wahl) kehrte 2017 glücklicherweise mehr Normalität ein. Wie es im Jahr 2018 möglicherweise weitergeht möchte ich Ihnen in 5 Teilen zu unterschiedlichen Anlageklassen vorstellen.  Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun: 2012, 2013, 2014, 2015, 2016 und 2017.

 

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds (unten)
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

 

(mehr …)

Wie Eva Ihr Depot vor Einbrüchen am Aktienmarkt schützt

Mittwoch, 25. März 2015

 

Auch nachhaltige Aktien und Aktienfonds unterliegen den allgemeinen Regeln für Aktienmärkte. Langfristig steigen die Aktienkurse an und die ausgeschütteten Dividenden sorgen für einen jährlichen Zins-Ersatz. Insgesamt kommen rund 8 Prozent Rendite heraus. Aber zwischenzeitlich gibt es Auf- und Ab’s. Unser Serivcepaket Eva schützt Ihr Depot vor großen Verlusten bei einem Börseneinbruch. Bei der Vergangenheitsbetrachtung kommt so ein erstaunlicher Gewinn-Vorsprung bei 100.000 Euro Anlagesumme von 33.892 Euro über 10 Jahre heraus.

 

 

Das Auf und Ab der Börsen: Wie der DAX schwankt

Lassen Sie uns zunächst einen Blick auf den in Deutschland bekanntesten Aktien-Index, den DAX, werfen. Er setzt sich aus den 30 wichtigsten und größten deutschen Aktien-Gesellschaften zusammen. Er ist nicht nachhaltig, kann aber zur prinzipiellen Erklärung des Verhaltens von Aktien gut heran gezogen werden. Hier die letzten 10 Jahre des DAX:

 

 

 

DAX-Kursverlauf_10_Jahre

 

Was ist zu erkennen?

 

1.) In den letzten 10 Jahren stieg der DAX von 4.608 Punkten auf 12.005 Punkte. Das entspricht einem

 

Gewinn des DAX von 10,34 Prozent pro Jahr.

 

Zum Vergleich: der Bankzins der letzten Jahre lag bei 2 bis 3 Prozent im Durchschnitt; aktuell ist er bei knapp über Null Prozent.

 

2.) Der Aufstieg verläuft relativ konstant, starke Korrekturen sind in den letzten 10 Jahren zwei vorgekommen. Im Rahmen der Immobilienkrise 2008 und im Jahr 2011. Im Jahr 2008 war der Kursverlust rund 52 Prozent (!), im Jahr 2011 war der maximale Kursverlust 33 Prozent.

 

Was wäre mit Eva passiert?

Wir möchten nun untersuchen, was bei Anwendung unseres Service-Konzeptes Eva geschehen wäre. Eva als Gesamtkonzept enthält viele Service-Tätigkeiten wie automatisches Re-Balancing, 100%-Nachlass bei Fondstausch, etc. Wichtig in unserer Untersuchung ist die Verlustbegrenzung durch Reduzierung des Aktienanteils. Nur diese wenden wir im Folgenden an.

 

Am 16.01.2008 wäre die erste Alarm-Schwelle erreicht gewesen. Bei 6.800 Punkten wäre Eva ausgestiegen und hätte auf Renten gesetzt. Zur Vereinfachung der Rechnung gehen wir in unserem Beispiel einfach von einer jährlichen Rendite der Renten von 2% p.a. aus, in den vergangenen 10 Jahren ein absolut vorsichtiger Wert. Am 5.11.2008 wäre der Wiedereinstieg mit Eva erfolgt, bei einem Indexstand von 5162 Punkten. Man hätte sich also mehr als 1.600 Punkte Verlust erspart.

 

Schon am 19.11.2008 wäre wieder ein Ausstieg fällig gewesen, bei 4383 Punkten. Nicht schön, aber dieser Verlust lässt sich verkraften. Der nächste Einstieg wäre am 4.11.2009 erfolgt, bei einem Indexstand von 5451 Punkten. Nach knapp 2 Jahren hätte der nächste Ausstieg am 3. August 2011 stattgefunden, Indexstand 6300 Punkte. Ein guter Zwischengewinn von knapp 2000 Punkten.

 

Er Einstieg wäre zum 2.11.2011 erfolgt, Index-Stand 5937. Richtige Entscheidung, 350 Punkte Verlust eingespart! Von jetzt an wäre eine lange Phase ohne Handel erfolgt. Am Ende der Untersuchung, am 24. März 2015, stand der Index bei 12005 Punkten.

 

Das Ganze grafisch aufbereitet (auf die Grafik klicken für große Darstellung):

 

EVA-bei-DAX-Klein

Bei den roten Pfeilen empfiehlt Eva den Ausstieg, bei den grünen den Einstieg. Bitte auf das Bild klicken für große Darstellung.

 

Das Ergebnis ist überaus erstaunlich, alleine diese eine Funktion von Eva hätte isoliert betrachtet dieses Ergebnis gebracht:

 

Gewinn DAX mit Eva: 11,67%, also rund 1,33 Prozentpunkte mehr als ohne Eva.

 

Bedenkt man, dass durch Eva keine Transaktionskosten (z.B. Ausgabeaufschlag) anfallen und damit die 1,33 Plus-Punkte auch wirklich im Depot des Anlegers bleiben, eine erstaunliche Bilanz.

 

Der Eva-Vorteil in Euro ausgedrückt

 

Natürlich interessiert Sie als Anleger, was denn in Euro und Cent durch die Verlust-Begrenzung von Eva der Vorteil gewesen wäre. Wir haben deshalb hypothetisch angenommen, ein Anleger hätte 100.000 Euro vor 10 Jahren investiert. Einmal hätte er einfach den DAX abgebildet, im zweiten Versuch hätte er den DAX mit unserer Verlustbegrenzung durch Eva gewählt. Steuern und Depotkosten haben wir vernachlässigt. Folgende Ergebnisse wären zu berichten:

 

 

Vorteil-durch-servicekonzept-EVA

 

Der Renditevorteil durch die Verlustbegrenzung mit Eva auf 10 Jahre: 33.892,37 Euro (Berechnungen ohne Gewähr)

Weitere Vorteile mit Eva

Nicht zu vergessen: Dank der Verlust-Begrenzungs-Alarme durch Eva vermeiden Sie auch die extremen Ausschläge nach unten. Selbst wenn die erzielte Rendite gleich bliebe, würde alleine diese Verlustbegrenzung ein starkes Argument darstellen. Denn sollten Sie in den Schwächephasen verkaufen müssen, sind die begrenzten Verluste durch Eva Gold wert.

Hinzu kommen die hier nicht näher beleuchteten Vorteile von Eva:

 

– niedrigere Kosten (z.B. keine Tauschgebühren)

– Risiko-Profil bleibt gleich durch Re-Balancing

– 0,5% Rendite-Vorteil durch Re-Balancing

– automatische Reports frei wählbar monatlich, vierteljährlich, jährlich

– persönliches Gespräch und umfangreiche Auswertung einmal pro Jahr

 

Wie können Sie Eva nutzen?

Alle neuen Depots bei Grünes Geld werden automatisch mit Servicekonzept Eva (Erträge maximieren, Verluste minimieren, Automatisch informiert bleiben) angelegt. Wenn Sie bereits ein Depot bei uns haben, das noch ohne Eva ausgestattet ist, dann melden Sie sich einfach bei uns. Wir stellen Ihr Depot unkompliziert um, so dass Sie schon nach wenigen Tagen die vielen Vorteile von Eva nutzen können.

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wie 2013 die Mutigen mit 1 Billion $ belohnt wurden.

Samstag, 01. März 2014

Während die risikoscheuen Sparer sich mit Niedrigstzinsen begnügen müssen und ihr Kapital immer mehr aufgezehrt wird, wurden die etwas mutigeren Aktionäre 2013 nicht nur mit steigenden Kursen an den Aktienmärkten, sondern auch mit steigenden Gewinnausschüttungen belohnt. Im letzten Jahr betrugen weltweit die gezahlten Dividenden 1,03 Billionen $. Im Vergleich zum Krisenjahr 2009 ist das eine Steigerung um 43% und immer noch 3% Plus zu 2012.

 

Seit Beginn des Jahres 2014 sind die Aktienmärkte zwar nur auf der Stelle getreten und es herrscht etwas ernüchterte Stimmung. Der Trend in den Sachwert Aktie zu investieren besteht jedoch ungebremst.

Von deutschen Sparern unbeachtet, die aus Angst vor den Kursschwankungen die Aktie meiden, sichern sich Ausländische Investoren europäische Qualitätsunternehmen. 

Allen voran US-Investoren, diese kaufen bereits seit 32 Wochen europäische Qualitätsaktien. Dies ist die längste andauernde Investitionsphase seit Beginn der Aufzeichnungen im Fondshaus Lipper, das diese Statistik seit über 12 Jahren führt. Im Jahr 2013 wechselten Eigentumsrechte im Wert von 24 Mrd. $ in amerikanische Hände, in den knapp 8 Wochen des aktuellen Jahres waren es bereits Anteile mit einem Kurswert von 5 Mrd. $.

 

Insbesondere das Kriterium der Dividendenrendite, das bedeutet das Verhältnis zwischen Kurs und ausgeschütteter/auszuschüttender Dividende, ist ein wichtiges Investitionskriterium und hier liegen europäische Konzerne klar vorn. Die 50 größten europäische Konzerne kommen auf eine durchschnittliche Dividendenrendite von 3,75% vergleichbare Gesellschaften in den USA schütten jedoch nur 2,2% aus.

Immerhin macht die Dividende und ihre Wiederanlage bei langfristigen Anlagen rund 80% der Erträge aus. Und während die Kurse schwanken somit Kursgewinne nicht fix planbar sind, kann eine ausgezahlte Gewinnausschüttung nicht mehr vom Aktionär zurückverlangt werden. Wenn man die Dividende unberücksichtigt lassen würde, stünde der Deutsche Aktienindex (DAX) gestern, Dienstag 26.02.2014, auf 5.095 im Gegensatz zum tatsächlichen Hoch von 9.660. Es fehlten also fast 90%.

 

Auch reizt der anhaltende Trend immer größere Anteile des Nettogewinnes auszuschütten. Vor 20 Jahren wurden nur etwa 30% des Nettogewinnes an die Anteilseigner der DAX Konzerne ausgezahlt, heute sind es bereits 42%. Bei den europäischen Konzernen des EuroStoXX sind es sogar rund 60% des Nettogewinns. Derzeit ist nicht absehbar, dass dieser Trend enden würde, denn die Kassen der Unternehmen sind prall gefüllt. Mit 500 Mrd. € Cash Reserven können die 10 größten US-Konzerne sich die Ausschüttungen leicht leisten. Doch auch die 30 DAX Unternehmen unterhalten derzeit ein Polster von 137 Mrd. €. Wer von den steigenden Dividendenzaimagehlungen auch in Zukunft profitieren möchte, sollte auf die Globalisierungsgewinner setzen.

 

 

Für die ökologisch orientierten Investoren sicherlich ein Gräuel: die Branche mit den zweitgrößten Dividendenzahlungen nach absoluten Werten ist die Öl-, Gas- und Energie-Branche. In 2013 wurden hier 124,9 Mrd. US-Dollar an Dividende ausgeschüttet. Doch von der Finanzbranche wurde noch eine deutlich höhere Summe ausgezahlt: satte 217,6 Mrd. $ flossen auf das Konto der Eigentümer.

 

Einige Perlen bezüglich der Dividendenrendite finden sich jedoch in Nachhaltigkeitsfonds. In mehr als 10 Nachhaltigkeitsfonds als Top-Investment findet sich zum Beispiel die Münchner Rück Versicherung. Diese überzeugt nicht nur mit 8  Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren und einer durchschnittlichen Dividendenerhöhung pro Jahr von 18,1% und einer Dividendenrendite in 2013 mit 6,5 Prozent, sondern auch aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten.

 

Sehr gute Informationen ob ein aus Dividendenrenditegesichtspunkten interessanter Wert auch ethisch-ökologischen Kriterien genügt, liefert die Plattform www.nachhaltiges-investment.org . Diese unabhängige, öffentlich zugängliche Datenbank  des Sustainable Business Institute informiert zu 50 Nachhaltigkeitsindizes, 2600 Unternehmen und portraitiert sämtliche 354 zugelassenen Fonds im deutschsprachigen Raum.

Mit Hilfe dieser Informationsquelle ist es möglich, einerseits zu prüfen, ob das bisher vorhandene Depot den persönlichen ethischen Werten entspricht und andererseits lässt sich damit das beste aus zwei Welten zusammenstellen. Dividendenrendite und Nachhaltigkeit. Und denken Sie daran: “Kursrückschläge sind oft Kaufgelegenheiten”

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:

Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Schwere Zeiten in der Solarbranche

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Alternative Anlagen sind mit den Jahren immer beliebter geworden. Wenn man schon sein Geld in etwas investieren möchte, dann zumindest in Projekte, die man mit gutem Gewissen unterstützen kann, so sahen es viele Investoren. Und gerade die Solarbranche, die in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom erlebte, war bei den Anlegern äußerst beliebt. Die Aktien verkauften sich gut. Ausschlaggebend war hierfür, dass sie wenig risikoreich schienen, da man davon ausging, dass die Branche, als der Energielieferant der Zukunft, keinen Abbruch in ihrer Beliebtheit erleben würde. Diese Einschätzung waren zwar relativ realistisch, doch weit gefehlt. Inzwischen stehen mehrere große Konzerne vor dem Aus, Investoren springen ab oder interessieren sich gar nicht erst für die Papiere. Die Preise verschiedener Aktien haben mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren.

 

Vielleicht hätte man sich von Vornherein nicht so sehr auf einen unumstößlichen Erfolg der Branche verlassen sollen. Wie auch Jürg Zeltner, der als CEO beim Wealth Management der UBS tätig ist, meint. Er ist der Meinung, dass Marktprognosen in der heutigen Zeit eine äußerst heikle Angelegenheit sind. Manche Entwicklungen sind einfach unmöglich voraus zu sagen.

 

Besonders hart getroffen hat es den deutschen Solarmodulhersteller Solon. Die Firma musste inzwischen die  Insolvenz einreichen und hofft nun darauf, durch das Gewinnen neuer Investoren doch noch zu retten, was zu retten ist.  Die Aktien des Solarkonzerns haben insgesamt mehr als sechzig Prozent ihres Werts verloren und das Unternehmen hat mit einer Nettoverschuldung von über 396 Millionen Euro zu kämpfen. Doch noch immer glauben die deutschlandweit 530 angestellten Mitarbeiter daran, dass sich vielleicht alles zum Guten wenden könnte.  Ob dieser Wunsch realistisch ist, bleibt jedoch fraglich. Der gesamten Branche geht es nämlich derzeit so schlecht wie noch nie. Auch andere Unternehmen haben zu kämpfen und es ist davon auszugehen, dass noch mehrere unter ihnen im kommenden Jahr Insolvenz werden anmelden müssen. Das ist unter anderem darauf zurück zu führen, dass Anfang des nächsten Jahres noch einmal die Vergütung für Solarstrom in Deutschland sinken wird. Ein möglicher Anlass für viele Investoren, sich weiter zurück zu ziehen und damit die Branche hinter sich zu lassen.

Ist Volkswagen noch nachhaltig?

Dienstag, 02. August 2011
Prokuktion eines VW

Trotz Kritik diverser Nichtregierungsorganisationen bleibt VW weiterhin nachhaltig. Wenn Sie sich für nachhaltige Investments interessieren, klicken sie für weitere Informationen auf das Bild.

Volkswagen-Aktien sind in vielen Nachhaltigkeitsfonds und -indices enthalten. Nun, da VW stark in der Kritik aufgrund von Vorwürfen mehrerer Nichtregierungsorganisationen steht,  tut sich mehr und mehr die Frage auf, ob VW-Aktien für ein nachhaltiges Investment, wie sie in nachhaltigen Banken angeboten werden, weiterhin geeignet sind.

 

Der Werbeslogan von VW in Bezug auf die „Think Blue“-Kampagne lautet „Nachhaltigkeit ist bei Volkswagen mehr als nur eine edle Absicht“. Damit versucht sich der Konzern als Vorreiter der Automobilbranche auf einen Pfad zu klimaneutralerer Mobilität zu platzieren. Nach eigener Aussage von VW konzentrieren sie sich auf die Entwicklung von energieeffizienteren Fahrzeugen und achten auf eine vorbildliche Unternehmensführung sowohl bei sich selbst als auch bei ihren Zulieferern. Dieses Verhalten von VW führte dazu, dass dessen Aktie in Nachhaltigkeitindizes wie beispielsweise den Dow Jones Substainability Index World (DJSI) und in Nachhaltigkeitsfonds von Anbietern wie etwa Vontobel, SEB oder Credit Suisse aufgenommen wurde.

 

Ins schlechte Licht gerückt worden ist VW aufgrund von Vorwürfen mehrerer Nichtregierungsorganisationen wie etwa das Institute for Global Labour and Human Rights (IGLHR), dessen Sitz in Pittsburgh in Pennsylvania (USA) liegt. So wird dem Konzern u. a. vorgeworfen, dass in Zulieferunternehmen aus China und Malaysia mehrmals schwere Arbeitsrechtsverletzungen stattgefunden haben sollen. Mitarbeiter sollen dabei teilweise unter gesetzeswidrigen Umständen über Monate hinweg zwischen 84 und 112 Wochenstunden gearbeitet haben. Volkswagen teilte nun mit, dass die betroffenen Zulieferer keine direkten Lieferanten von ihnen seien und dass das Unternehmen die vorgeworfenen Tatbestände jedoch sehr ernst nehme.

Ebenfalls Kritik eingefangen hat sich VW von der Naturschutzorganisation Greenpeace.  Diese wirft dem Unternehmen vor anstatt von Klimaschutz lediglich eine „grüne Rhetorik“ zu betreiben. Zwar werden klimafreundliche Fahrzeuge produziert, jedoch werden diese zu unverhältnismäßig hohen Preisen veräußert.

 

Fondsmanager von Nachhaltigkeitsfonds, wie z.B. dem „SEB ÖkoKux“, welche durchaus stark auf VW-Aktien setzen, sehen aufgrund der Kritik keinen sofortigen Handlungsbedarf. Volkswagen sei bereits dabei mit seinen Zulieferern eine schnellstmögliche Lösung zu finden und es wird zuversichtlich davon ausgegangen, dass VW dieses Problem lösen kann. Sollte dies nicht so der Fall sein, wird von den Fondsmanagern auf eine Lösung gedrängt.

 

Jedenfalls überzeugt das Unternehmen auch weiterhin in den Bereichen Globalisierung, Demographie und Nachhaltigkeit. Die Ergebnisse von VW zur Verbesserung der CO2-Reduzierung sind im Vergleich zu anderen Konzernen definitiv als gut zu bezeichnen. Es besteht somit kein Zweifel, dass VW nicht auch weiterhin nachhaltig bleibt und in sozialen Fonds,  Ökofonds oder Umweltfonds vorhanden sein wird.