Mit ‘Anlegerwissen’ getaggte Artikel

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sorgen für eine Rezession

Donnerstag, 26. März 2020

 

Zusammenfassung: Das Coronavirus bringt nicht nur Krankenhäuser an den Rand der Belastbarkeit. Auch die Nerven von Anlegern leiden denn durch die Maßnahmen der Politik weltweit zur Einschränkung der Pandemie wird eine globale Rezession ausgelöst. Rational bleiben lohnt sich.

 

 

 

In allen Bereichen beginnen wir uns mit der Coronavirus-Krise zu beschäftigen. Die neue Realität anzunehmen stellt uns alle vor Herausforderungen. Familien- und Berufsleben müssen reorganisiert werden und die Menschen arbeiten mit um die Kurve der Infizierten abflachen zu lassen. Doch was für die Gesundheit und die Entlastung der Krankenhäuser notwendig ist, belastet die Weltwirtschaft. Regierungen stricken daher Hilfspakete in nie gekannter Größenordnung.

Finanzmärkte hoffen auf Zentralbankmaßnahmen


An den Finanzmärkten zeigt sich das Akzeptieren der neuen Realität ebenfalls. Der teils konfuse Handel innerhalb eines Tages Sprünge von über Minus 10 Prozent scheint sich zu beruhigen. Die Anleger stehen nun vor der Herausforderung eine Gleichung mit zwei Unbekannten zu lösen. Dabei steht X für die Tiefe der Rezession und Y für die Länge. Die Herausforderung ist allerdings, dass X und Y einander bedingen.

 

Nachdem die Maßnahmen der Zentralbanken im ersten Schritt zu keiner Verbesserung an den Märkten sorgten versucht nun die Wirtschaftspolitik lindernd einzugreifen. In den USA verhängt die Trump Regierung ein Stützungsprogramm mit fast 2 Billionen US-Dollar, das rund 10 Prozent des US-Bruttoinlandsprodukt entspricht. Das Programm umfasst Direktzahlungen an Familien ebenso wie Überbrückungskredite an kleine und mittlere Unternehmen. Auch eine Ausweitung der Arbeitslosenunterstützung und der Direkthilfe für Krankenhäuser ist vorgesehen.

 

Ein Auslöser für eine schnelle Einigung unter den beiden zerstrittenen Parteien war sicher auch die aktuelle Entwicklung am Arbeitsmarkt. Die enorm gestiegenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA von 3 Millionen haben gezeigt, dass es bereits im März zu einer größeren Entlassungswelle gekommen ist. Der Arbeitsmarkt in den USA ist kaum reguliert und daher hinterlässt das Virus bereits jetzt tiefe Spuren.  Die Maßnahmen der Zentralbanken mit riesigen Ankaufprogrammen, Zinssenkungen und erleichtertem Zugang zu Liquidität werden langfristig jedoch ihre Wirkung entfalten insbesondere dann ab dem Zeitpunkt nachdem sich die Infektionen weniger schnell ausbreiten.


In Deutschland verspricht Finanzminister Schulz einen schuldenfinanzierten Nachtragshaushalt von 156 Mrd. Euro. Ein breites Rettungspaket wurde mit heißer Nadel gestrickt. Es sollen 50 Milliarden für die direkte Unterstützung von bedrohten Firmen zur Verfügung stehen. Den Krankenhäusern sollen 3 Milliarden zu Gute kommen.  Zusätzlich soll ein Schutzschirm mit einem Volumen von 600 Milliarden Euro für größere Unternehmen aufgespannt werden. Rund 4 Prozent des BIP sollen in den Nachtragshaushalt einfließen. Die Schuldenbremse und die „Schwarze Null“ werden außer Kraft gesetzt.


Wann der Boden der Rezession erreicht sein wird, ist derzeit völlig unklar. Die neuen Zahlen sehen dramatisch aus. Die BIP Schätzung für China liegen bei +1,5 Prozent von 6 Prozent kommend. Damit käme China glimpflich davon. Die aktuellen Zahlen des Ifo Instituts für Deutschland sehen nach der Korrektur düster aus. Aktuell wird ein Rückgang des Brutto-Inlands-Produkt von -7,2 bis -20,6 Prozent prognostiziert. Die Zahlen werden daran hängen wie lange der Shutdown andauert. Analysten der Investmentbank Morgan Stanley gehen von -30 Prozent für Q2 aus.


Was das für Sie als Anleger bedeutet

 

Eine komplette Entwarnung erscheint uns vor allem der derzeit noch kaum absehbaren Schäden an der Ökonomie noch nicht angebracht. Die steigenden US-Fallzahlen deuten darauf hin, dass es in den USA zu einem Corona-Tsunami kommen könnte, da dort auch das Gesundheitssystem völlig unzureichend auf eine solche Situation vorbereitet ist. Die tatsächlichen Fallzahlen sind bei einer Bevölkerung von 330 Millionen wahrscheinlich viel höher als durch die 254.000 Tests (Stand 23.03.20) ermittelt wurden.

 

Dennoch sind ja nicht die Erkrankungen an sich das wirtschaftliche Problem, sondern die Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionszahlen. Sollten die Regierenden zur Überzeugung kommen, dass die wirtschaftliche Stabilität der Wirtschaft und Gesellschaft höher zu gewichten ist als das Schutzrecht der individuellen Gesundheit einer kleineren Gruppe der Bevölkerung, dürften die Shut-down Maßnahmen zügig gelockert werden. Sollten in Folge der Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung dann die Infektionszahlen deutlich ansteigen, würde die Hoffnung auf baldige Besserung der ökonomischen Konsequenzen allerdings schwinden.


Derzeit ist die Tiefe und Dauer der wirtschaftlichen Rezession noch nicht abzusehen, wir wissen allerdings, dass die Börsen voraus laufen und wieder zu steigen zu beginnen, bevor der wirtschaftliche Tiefpunkt erreicht ist. Mit einem Sparplan kann das Risiko zum falschen Zeitpunkt zu investieren vermieden werden, trotzdem nutzt man die historische Chance der niedrigen Kurse.

 

Bei größeren Summen empfiehlt sich die Drittel Regelung. Dabei wird das erste Drittel investiert wenn der Markt 25 Prozent unter dem letzten Höchstkurs liegt, das zweite Drittel dann nach 3-6 Monaten und das restliche Drittel bei Aufhellen der Situation.

 

 

 

 

 

  Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Überragende Entwicklung der Grünes Geld Musterdepots 2019

Freitag, 31. Januar 2020

 

Zusammenfassung: Die Grünes Geld Musterdepots erfreuten sich 2019 einer sensationellen Wertentwicklung. Spitzenreiter war das Musterdepot Klima mit überragenden 35,98 Prozent Zuwachs.

 

Die Entwicklung der Grünes Geld Musterdepots 2019 in Prozent

 

Themenfonds an der Spitze

 

Klimaschutz zahlte sich für Geldanleger aus im Jahr 2019. Mit 35,98 Prozent Zuwachs lag das Musterdepot Klima an der Spitze. Die Fonds investieren weltweit gezielt in Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die der globalen Erwärmung entgegenwirken oder deren ökologische und wirtschaftliche Folgen abmildern. Die Aktienauswahl erfolgt nach fundamental-qualitativen Kriterien. Dabei werden Unternehmen mit nicht nachhaltigen Strategien ausgeschlossen. Beispielhaft können in den beeinhalteten Fonds Aktien von Unternehmen wie dem Windturbinenhersteller Vestas oder der Eisenbahngesellschaft Canadian Pacific Railway beinhaltet sein.

 

Zweitplatzierter in der Rangliste der Wertentwicklung war das Themen-Musterdepot Wasser. Anleger freuten sich über 32,28 Prozent Wertentwicklung der Fonds. Nachdem 2018 das Musterdepot Wasser mit einem Rückgang von 11,3 Prozent zu kämpfen hatte, stieg der Wert 2019 rasant an. Anlageziel ist ein angemessener Wertzuwachs unter Einhaltung strenger ethisch-ökologischer Kriterien. Die Fonds investieren weltweit in Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen für die Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Wasserqualität, und Effizienz der Wassernutzung anbieten.

 

Auch Investitionen in die Wertschöpfung des nachwachsenden Rohstoffs Holz waren 2019 rentabel. Das Anlageziel ist die Kapitalsteigerung. Dazu werden mindestens zwei Drittel des Vermögens in ein diversifiziertes Portfolio mit Aktien von Gesellschaften investiert, die in der Finanzierung, der Anpflanzung und Verwaltung von Wäldern und Waldflächen und/oder der Herstellung, Be- und Verarbeitung sowie dem Vertrieb von Bauholz und anderen von Holz abgeleiteten Produkten und Dienstleistungen tätig sind. Das Anlageuniversum ist nicht auf eine bestimmte Region beschränkt. Im Fokus der Anlage steht der Rohstoff Holz. Über fünf Jahre konnten Anleger nach Kosten mit dem Musterdepot eine durchschnittliche Rendite von jährlich 5,9 Prozent erzielen. Das Musterdepot Holz ist bislang das schwankungsintensivste Depot. Das Grünes Geld Musterdepot legte 2019 um 23,82 Prozent zu.  Daher eignet es sich tendenziell eher zur Beimischung.

 

Wer Schwankungen vermeiden möchte und Gelder für die Armutsbekämpfung einsetzen möchte, für den eignet sich das Musterdepot Soziale Verantwortung. Die Mikrofinanzfonds brachten 2019 einen Zuwachs von knapp über 1 Prozent nach Kosten. Zur Beimischung oder die schwankungsarme Geldanlage ist das Musterdepot ideal.

 

 

Fonds für monatliches Sparen erfolgreich

 

Der Fonds des Monatssparen Spar-Morgen-Plan schloss mit einem Gewinn von 22,67 Prozent das Jahr 2019 ab. Anlageziel ist eine Kapitalanlage mit einer Vision für Kinder und Enkelkinder anzubieten: einen global alternativen Kapitalismus, der das Menschsein im Auge behält und darin einen Mehrwert sieht. Der Fonds investiert weltweit in Wertpapiere mit einer überzeugenden definierten, nachhaltigen Strategie. Der flexible Mischfonds investiert in Aktien, fest und variabel verzinsliche Staats- oder Unternehmensanleihen sowie in Aktien-, Renten- Geldmarkt- oder sonstige Fonds.

 

Der Fonds Ökovision Classic für Vermögenswirksame Leistungen legte im Gesamtjahr 2019 um 25,91 Prozent nach Kosten zu. Der Fonds ist zwar teuer denn Ökoworld verrechnet hohe Kosten, doch für den Anleger bleibt eine hervorragende Wertentwicklung bei sehr strengen ethisch-ökologischen Anlagekriterien. Anlageziel ist ein angemessener Wertzuwachs unter Einhaltung strenger ethisch-ökologischer Kriterien. Investiert wird global in Unternehmen der Bereiche regenerative Energien, umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, ökologische Nahrungsmittel, Umweltsanierung, regionale Wirtschaftskreisläufe und humane Arbeitsbedingungen, die in ihrer Branche und Region unter ökologischen und ethischen Aspekten führend sind und die besten Ertragsaussichten besitzen. Ausgeschlossen sind Atomindustrie, Chlorchemie, Gentechnik, Raubbau, Tierversuche, Kinderarbeit und Militärtechnologie.

 

Breit gestreut – nicht gereut

 

Die breit gestreuten Musterdepots aus dem Bereich Vermögensaufbau erfreuten die Anleger 2019 ebenfalls. Die meistgefragtesten Musterdepots sind Balance und Wachstum.

 

Das aus rund 30 Prozent Aktien und 70 Prozent festverzinslichen Wertpapieren bestehende Musterdepot Sicherheit konnte aufgrund der gefallenen Zinsen 2019 profitieren. Mit 9,31 Prozent Kurssteigerung in 2019 brachte es Anlegern eine erfreuliche Rendite. Der fünf-Jahres-Schnitt liegt daher inzwischen bei 2,4 Prozent p.a.  Wieder einmal zeigt sich dass es sinnvoll ist auch Schwächephasen wie 2018, in der das Musterdepot Sicherheit mit -2,46 Prozent abschnitt, durchzuhalten. Mittelfristig investieren ist für Anleger angezeigt.

 

Überzeugen konnte auch im Gesamtmarktvergleich das gefragteste aller Musterdepots. Das Grünes Geld Musterdepot Balance brachte einen Kurszuwachs von 20,43 Prozent nach Abzug der Fondskosten. Zur Hälfte aus Aktienfonds und zur anderen Hälfte aus Rentenfonds nutze es den Aufschwung in beiden Märkten. Anlageziel ist langfristiger Kaptialzuwachs. Die Fonds investieren vorwiegend in Aktien von Unternehmen, in auf Euro lautende Unternehmensanleihen, Staatsanleihen sowie von halbstaatlichen Institutionen (z.B. KfW) herausgegebene Anleihen, die eine Kombination aus guten finanziellen Ergebnissen und einer ausgezeichneten sozialen und ökologischen Leistung aufweisen. Neben den strengen ethisch-ökologischen Anlagekriterien überzeugt das Grünes Geld Musterdepot Balance mit Rendite. Selbst in der Schwächephase im Jahr 2018 hielt es sich mit rund 4 Prozent Rückgang sehr gut. Anleger die seit 5 Jahren im Musterdepot Balance dabei sind, kommen auf eine Rendite von 6,2 Prozent nach Kosten.

 

Mit dem Musterdepot Wachstum setzen Anleger betont in der Anlagestrategie den Aktienanteil. Zwischen 70 und 80 Prozent bewegt sich der Anteil des Musterdepots Wachstum. Neben zwei internationalen Aktienfonds findet sich ein Schwellenländer-Aktienfonds darin. Dieser investiert in Aktien von Unternehmen, die einen überwiegenden Teil ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten oder ihren Sitz in den Schwellenländern haben und deren Produkte und Dienstleistungen langfristig einen ökonomischen, ökologischen und sozialen Nutzen in diesen Ländern erbringen. Die festverzinslichen Wertpapiere werden über einen Mischfonds und einen internationalen Unternehmensanleihefonds beigesteuert. Mit dem höchsten Aktienanteil profitierte das Grünes Geld Musterdepot Wachstum mit 24,30 Prozent Zuwachs 2019 am meisten von den steigenen Börsen 2019.

 

 

Für jede chancen- und risikoneigung findet sich eine Anlagelösung. Entscheidend ist, dass die gewählte Struktur zu den eigenen Zielen passt. Experten wie Grünes Geld GmbH helfen Anleger sich im Dschungel der Kapitalanlage zurechtzufinden. Die Grünes Geld Musterdepots können eine Hilfestellung dabei sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Main-Echo Wirtschaftstipp 34/2019: Wer blind investiert verliert!

Samstag, 07. September 2019

 

WIRTSCHAFTSTIPP

 

Carmen Junker

 

Geschäftsführerin Grünes Geld

 

 

Die Geschichte ist bekannt: 1999 stellte ein Affe ein zufälliges Aktienportfolio zusammen, verdiente damit 213 Prozent und belegte Platz 22 der besten Investoren der Welt. Es scheint also sehr leicht zu sein, die richtigen Aktien auszuwählen. Langfristig versprechen blind gestreute Aktien allerdings kaum Erfolg. Eine aktuelle Studie belegt, dass die meisten Aktien zwischen 1990 und 2018 eine schlechte Rendite erwirtschaftet haben. Untersucht wurde die strikte Buy-and-Hold-Strategie. Dabei werden einmal Aktien gekauft und liegengelassen. Lediglich 39,1 Prozent der Aktien konnten die Renditen von US-Staatsanleihen schlagen. Die Mehrheit der Aktien vernichtete Vermögen.

Aktien lohnen sich dennoch! Die Studie zeigt auch, dass Aktien im Schnitt die attraktivsten Renditen erzielen und die einmonatigen Staatsanleihen um jährlich 14,11 Prozentpunkte schlagen. Die Sache hat nur einen Haken: Die Gewinne resultieren aus lediglich 1,3 Prozent aller Unternehmen. Es kommt es also darauf an, die besten Werte zu identifizieren. Wie im Handwerk gilt auch bei der Aktienanlage: eine fachkundige Ausführung bringt beste Ergebnisse.

 

Erschienen im Wirtschaftsteil der größten Tageszeitung am bayerischen Untermain, Main-Echo, Gesamtausgabe, 07.09.2019

 

 

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin  und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker: „Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen.“

 

 

 

 

Interview: hep – erfolgreicher Solarprojektierer und Emissionshaus im Gespräch

Donnerstag, 25. Juli 2019

 

Zusammenfassung: hep errichtet und betreibt seit vielen Jahren erfolgreich Photovoltaikanlagen. Derzeit sind der HEP - Solarportfolio 1 für Privatanleger ab 20.000€ und dem HEP - Solar-Projektentwicklungsfonds VII ab 200.000€ Zeichnungssumme sogar zwei Beteiligungen in der Platzierung. Grund für uns bei hep genauer nachzufragen. Im Interview erfahren Sie mehr.

 

v.l. Werner Braun (hep) und Carmen Junker (Grünes Geld) im Gespräch

Grünes Geld: Herr Braun, seit zehn Jahren ist hep im Photovoltaik Geschäft tätig.  Was waren die Gründe sich auf Photovoltaik zu spezialisieren. Und ganz ehrlich, dachten Sie zwischendurch an die Ausweitung des Portfolios auf andere aussichtsreiche Themen wie zum Beispiel Wasser- oder Windkraft?

 

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Interview: Grünes Geld trifft überzeugten Nachhaltigkeitspionier

Mittwoch, 22. Mai 2019

 

Zusammenfassung: Hauck & Aufhäuser Schweiz ist mit den Prime Value Fonds seit vielen Jahren Anbieter für ethisch-ökologische Fonds. Die Nachhaltigkeitsfonds werden durch ein besonderes Gremium vor ethisch-ökologischen Fehlgriffen bewahrt. Im Interview erfahren Sie mehr.

 

Seit vielen Jahren kennen wir Hauck & Aufhäuser Schweiz AG als erfahrenen Anbieter für Nachhaltigkeitsfonds. Insbesondere die aufwändigen Analysen zur Auswahl der für die ethisch-ökologischen Fonds in Frage kommenden Unternehmen stellen auch für uns Berater eine Bereicherung dar. Immer wieder kommt es vor, dass Anlagetitel obwohl sie vielleicht wirtschaftlich sinnvoll wären, vom Ethikkomitee als „nicht vertretbar“ abgelehnt werden. Wir von Grünes Geld finden diesen Ansatz richtig, denn es gibt leider genügend Greenwashing bei Nachhaltigkeitsfonds.

 

Wir hatten Oliver Fischer, Delegierter des Verwaltungsrates von Hauck & Aufhäuser Schweiz AG aus Zürich zu Gast. Wir haben ihm die folgenden Fragen gestellt.

 

 

Oliver Fischer, Delegierter des Verwaltungsrates Hauck & Aufhäuser Schweiz AG

 

Grünes Geld: Hauck & Aufhäuser Schweiz AG ist seit 1995 bereits als Anbieter für ethische Investments tätig und somit einer der Pioniere in diesem Bereich. Was zeichnet H & A besonders aus? Worin unterscheidet Sie sich von anderen Anbietern, die auch Nachhaltigkeitsfonds anbieten?

 

 

Oliver Fischer: Zum einen sicherlich unsere Rolle als Pionier im Bereich der ethisch-nachhaltigen Geldanlagen. Bereits im Jahre 1995 wurde mit dem PRIME VALUES Income der erste Ethikfonds in Kontinentaleuropa lanciert. Neben unserer langjährigen Erfahrung, die mittlerweile bald ein Vierteljahrhundert zurückreicht, ist als größtes Unterscheidungsmerkmal sicherlich unser ethischer Auswahlprozess zu nennen, der wohl einzigartig im deutschsprachigen Raum ist.

Dabei kommen neben der Berücksichtigung von klaren Ausschlusskriterien auch Positivkriterien zum Einsatz. Außerdem haben wir einen Engagement (Anmerk. Grünes Geld: Stimmrechtswahrnehmung und aktiver Dialog mit dem Unternehmen) Ansatz implementiert und Sustainalytics mit der Umsetzung beauftragt.

Ob ein Titel aus ethischer Sicht vertretbar bzw. zulässig ist, wird aber nicht von uns, also nicht von Hauck & Aufhäuser (Schweiz) AG entschieden, sondern von einem Gremium aus Wissenschaftlern, welches einmal im Monat zusammenkommt und die Beurteilung vornimmt. Lehnt das Ethik-Komitee einen Titel oder Emittenten ab, dürfen wir nicht investieren. Außerdem gewähren wir unseren Kunden Einblick in den Ethikprozess, da diese an den Ethik-Komitee Sitzungen teilnehmen können und sich so ein Bild machen können, wie Ethik und Nachhaltigkeit bei Hauck & Aufhäuser (Schweiz) gelebt und umgesetzt wird.       

 

 

Grünes Geld:  Das Ethikkommitee hat diese besondere Rolle im Investmentauswahlprozess. Wie setzt sich dieses Komitee zusammen? Kommen ausschließlich ethisch-ökologische Aspekte für die Auswahl der Anlagen in Frage oder gibt es nicht doch Ausnahmen, wenn eine Aktie besonders viel Gewinn verspricht?

 

 

Oliver Fischer: Es kommen ausschließlich ethische-und ökologische Aspekte zum Tragen. Ausnahmen gibt es nicht. Das Ethik-Komitee steht im Außenverhältnis mit seiner Reputation zu den ausgewählten Titeln- und Emittenten.

 

 

Grünes Geld:  Neben den strengen Ethikkriterien und der aktiven positiven Einflussnahme auf Unternehmen soll natürlich auch ein finanzieller Ertrag erzielt werden. Welche Möglichkeiten gibt es dazu überhaupt in der Niedrigzinsphase und mit welcher Rendite kann der nicht spekulative Anleger auf mittelfristiger Basis rechnen?

 

 

Oliver Fischer: Wir vertreten die Philosophie, dass sich „echte“ ethische nachhaltige Geldanlagen mit den besten konventionellen Strategien messen lassen müssen. Mit anderen Worten: Unsere Zielsetzung ist es, mit unseren ethischen Anlagestrategien Top-Performance zu generieren. Auch deshalb, um auch Investoren zu erreichen, denen Performance vor Ethik geht. Bei unseren Fondslösungen als auch in der Vermögensverwaltung setzen wir aktuell auf der Anleiheseite auf Unternehmensanleihen und Nachranganleihen, da sich hier noch relativ attraktive Renditen erwirtschaften lassen. Gleichzeitig schenken wir dem möglichen Bonitätsrisiko größeres Augenmerk und investieren ausschließlich im Investmentgrad Bereich.

Renditeversprechungen für die Zukunft sind immer eine heikle Angelegenheit, da man ja nie weiß, mit welchen Rahmenbedingungen wir in Zukunft konfrontiert sind. Unser Anspruch ist es aber, auch mit Anlagestrategien, die nur eine niedrige Aktienquote zulassen, 5 % pro Jahr nach Kosten zu erwirtschaften.

 

 

Grünes Geld:  Lieber Herr Fischer, wir danken Ihnen für die Zusammenfassung der komplexen Prozesse und Anlagekriterien für die Leser von blog.gruenesgeld.net

 

      

 

 

 

 

 

 

 

 

  Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

8 Antworten zum Thema Steuern bei Miller Forest Waldinvestments

Dienstag, 30. April 2019

 

Zusammenfassung: Im folgenden Artikel werden Fragen zur Versteuerung von Waldinvestments beantwortet. Bitte beachten Sie, dass es sich bei nachfolgendem Artikel nicht um eine verbindliche Auskunft oder steuerliche Beratung handelt. Wir empfehlen grundsätzlich die Versteuerung von sämtlichen Kapitalanlagen mit ihrem Steuerberater zu besprechen. Nur dieser hat die Erlaubnis eine steuerliche Beratung abzugeben.

 

 

Weshalb muss auf den Investitionsbetrag bei einer Aufforstung von Miller Forest Investment keine Mehrwertsteuer bezahlt werden?

Es handelt sich um eine Investition in ein Grundstück bzw. die Investition hat mit einem Grundstück im Ausland zu tun. Dabei greift das deutsche Umsatzsteuerrecht nicht. Auch bei uns in Deutschland ist ein Grundstückskauf nicht umsatzsteuerpflichtig.

 

Muss ich meine Investition beim Finanzamt melden?

Die Investition sollte unbedingt im Jahr der Investition gemeldet werden, denn in den meisten Fällen führt die Anlage zu Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft. Gerade am Anfang, vor allem im ersten Jahr, können Verluste anfallen, die vom Finanzamt festgestellt werden müssen. Nach der aktuellen Rechtslage werden diese Verluste vorgetragen und später mit den positiven Einkünften aus der Anlage bzw. dem Bereich Land- und Forstwirtschaft verrechnet.

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Bringen ethisch-ökologische Geldanlagen auch Rendite?

Mittwoch, 17. April 2019

 

Zusammenfassung: Ethisch-ökologische Geldanlagen und nachhaltige Vermögensverwaltung sind gefragter denn je. Die sauberen Geldanlagen kämpfen jedoch noch immer mit der Frage ob sie denn genauso rentierlich seien wie nicht nachhaltige Anlagen. Wie es konkret aussieht, erfahren Sie im folgenden Beitrag

 

 

Beim Obst- und Gemüsestand am Markt fällt es recht deutlich auf. Die Sellerieknollen und Kohlrabi am Bio-Stand sind meist kleiner. Dennoch greifen ökologisch orientierte Verbraucher trotz des höheren Preises zu. Schließlich ist die Belastung mit Schadstoffen aus Pestiziden in den Bioknollen geringer und auch die Auswirkungen für die Natur im Rahmen der Anzucht sind schonender. Anleger die es gewohnt sind kleineres Gemüse für höhere Preise zu bekommen, fragen sich ob sie auch in der ethisch-ökologischen Geldanlage mit geringeren Renditen und höheren Preisen kalkulieren müssen. Eine gute Nachricht dazu gibt es. Die Renditen der nachhaltigen Geldanlage unterscheiden sich mittel- und langfristig nicht signifikant von den Renditen der herkömmlichen Geldanlage.

 

 

Bio-Obst und Gemüse geschmacklich besser optisch oft kleiner

 

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Die 6 wichtigsten To-do’s bei einer Hochzeit

Freitag, 12. April 2019

 

Zusammenfassung: Der Frühling und Sommer stehen vor der Tür, damit beginnt die Heiratssaison. Nach der Trauung stehen für Brautpaare einige Überlegungen an. Dabei gibt es wichtige To-do's hinsichtlich Geldanlagen zu gehen. Wir geben Tipps.

 

Viele Menschen träumen in Kindheitstagen bereits von ihrer Hochzeit. Bei dem ein oder anderen wird dieser Traum diesen Sommer wahr.

Nachdem Geschenke verstaut und der Rausch des Festes verflogen ist, müssen bürokratische Hürden gemeistert werden. Eine Heirat bringt jedoch auch einige finanzielle Vorteile mit sich. Ehe und Familie werden durch das Grundgesetz geschützt, daher werden Ehepartner und eingetragene Lebenspartner rechtlich besser gestellt. Sei es nun durch günstigere Steuertarife  oder gesetzliches Erbrecht. Verheiratete haben meist klare Vorteile.

 

 

Um gemeinsam den Lebensweg zu beschreiten muss einiges erledigt werden.

 

 

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Die 3 häufigsten psychologischen Fallen bei der Geldanlage 2019

Freitag, 05. April 2019

 

Zusammenfassung: Wir haben die 3 häufigsten Psycho-Fallen zusammengestellt, die Sie umgehen sollten. Mit ein wenig Achtsamkeit ist dies gut möglich. Seien Sie wachsam.

 

Platz Nr. 3 der häufigsten Psycho-Fallen bei der Geldanlage 2019:

„Aktien sind doch nur für Spieler und Wahnsinnige“

 

Eine beliebte Falle, der sich insbesondere Menschen die bereits im Jahr 2000 einmal Aktien besessen haben, gewahr sein müssen.

 

Wer die Möglichkeit kannte und aufgrund seiner finanziellen Mittel in der Lage war bereits vor 18 Jahren Aktien zu kaufen, obliegt diesem Trugschluss „Aktien sind nur für Spieler“ häufig. Dies ist kein Wunder, denn seien wir ehrlich. Wie bitter war es damals die ersten Erfahrungen am Neuen Markt zu machen. Dem Goldrausch der exorbitant hohen Gewinne von teilweise 500 Prozent innerhalb weniger Tage oder Wochen folgte der Absturz. Im Jahr 2002 saßen zahlreiche Anleger schockiert vor ihren Depotauszügen. Seitdem möchten viele Anleger von damals nichts mehr mit Aktien zu tun haben.

 

Unter dem Einfluss des Confirmation Bias kennen wir meist nur eine Richtung.

 

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