Mit ‘Anleihefonds’ getaggte Artikel

EVA Mandanten: Fonds im Depot aktualisieren

Dienstag, 17. April 2018
Zusammenfassung: Wer in den vergangenen Jahren ein Fondsdepot bei der FIL Fondsbank GmbH (FFB) nach den Vorgaben unserer Grünes Geld Musterdepots eingerichtet und sich für die Option mit dem Service-Konzept EVA entschieden hat, sollte 1x pro Jahr seine Fonds aktualisieren. Hintergrund ist, dass die Fonds in den Grünes Geld Musterdepots kontinuierlich von uns überprüft werden und wir die Musterdepots entsprechend aktualisieren.

 

 

 

 

 

Im folgenden Video zeigen wir Schritt-für-Schritt, wie eine Aktualisieren vorgenommen wird. Den entsprechenden Antrag können Sie direkt an auftrag@ffb.de schicken. Wer möchte, dass wir von Grünes Geld nochmal über den Antrag schauen, kann ihn aber auch gerne an info@gruenesgeld24.de senden.

 

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Sichere Geldanlage 2017: Teil 2 Anleihen und Anleihefonds

Freitag, 13. Januar 2017

Mit den beiden bestimmenden Themen Brexit und Trump-Wahl war das Jahr 2016 politisch geprägt. Besonders die Trump-Wahl könnte in 2017 zur Zinswende führen. Welche Auswirkungen das auf die wichtigsten Anlageklassen hat, möchte ich Ihnen in 5 Teilen vorstellen.  Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun: 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

 

 

 

 

Teil 2 – Sichere Geldanlage in Anleihen und Anleihefonds

Anleihen (auch: Renten oder Festverzinsliche genannt) sind Schuldverschreibungen; meist mit festem Zinssatz und fester Laufzeit. Begeben werden sie von Unternehmen, meist aber von Staaten, die sich damit Geld leihen möchten. Mit diesem Geld werden im Falle von Unternehmen neue Produktionshallen gebaut, Entwicklungen von zum Beispiel Medikamenten finanziert oder im Falle von Staaten Straßen, Brücken oder Schulen gebaut.

 

Wichtig ist die Bonität des Schuldners. Wer eine niedrige Bonität hat, bekommt ein negatives Rating und muss höhere Zinsen zahlen.

 

Das besondere an Anleihen ist der Handel an den Börsen. Denn obwohl der Schuldschein ein feste Laufzeit hat, muss ihn der Anleihe-Käufer nicht die ganze Zeit behalten. Er kann ihn ganz bequem und ohne hohe Kosten wieder an der Börse verkaufen.

 

Doch hier liegt auch die Herausforderung: der Kurs der Anleihe an den Börsen wird augenblicklich fallen, wenn das allgemeine Zinsniveau steigt. Schließlich wird sie – da eine Anleihe mit von vornherein festgeschriebenen Zinssätzen ausgestattet ist – relativ gesehen uninteressanter.

 

Für denjenigen, der eine Anleihe bis zum Laufzeitende hält, kein Problem – am Ende ist der Kurs wieder genau bei 100%, also beim Ausgabepreis. Wer jedoch seine Anleihe auch einmal verkaufen möchte, ist ein fallender Kurs Gift. Schließlich erhält er weniger Geld beim vorzeitigen Verkauf.

 

Besonders stark sind die Kursbewegungen übrigens, je länger die Restlaufzeit der Anleihe ist. Läuft die Anleihe nur noch wenige Monate oder vielleicht 1 bis 2 Jahre, sind Zinsänderungen meist kein Problem. Bei Anleihen mit Rest-Laufzeiten von 10 oder mehr Jahren, sind die Schwankungen aber hoch. Sie sind bei Zinsänderungen sehr volatil, schwanken also wie ein Boot bei Windstärke 10.

 

 

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Wie werden sich die Zinsen in 2017 entwickeln?

Die Zinsen sind von den Entscheidungen der Zentralbanken, in den USA also von der FED, in Europa von der Europäischen Zentralbank (EZB), abhängig. Verleihen die Zentralbanken ihr Geld an die Geschäftsbanken nur noch zu höheren Zinssätzen, müssen in der Folge auch die Geschäftsbanken Ihre Zinsen anheben – sowohl für Sparbücher, Sparbriefe oder Tagesgeldkonten, also auch für zu vergebende Kredite. Natürlich gilt das auch in die umgekehrte Richtung, aber von Zinssenkungen der Zentralbanken kann man derzeit kaum ausgehen – wir befinden uns wahrscheinlich am Beginn eines längeren Zykluses mit ansteigenden Zinsen.

 

Während man letztes Jahr noch auf mehrere Zinserhöhungen spekulierte, lies sich die FED in den USA genau ein Jahr Zeit, um nach der Erhöhung vom Dezember 2015 erneut im Dezember 2016 die Zinsen zu erhöhen. Moderat um 0,25 Prozent. Die FED hat aber mehrere, erneut kleine, Zinserhöhungen in Aussicht gestellt für 2017. Die Leitzinsen in den USA gehen also langsam, aber sicher, in Richtung eines langfristig gesunden Niveaus.

 

Unsicherheitsfaktor ist auch hier der zukünftige Präsident Donald Trump. Sollte er tatsächlich staatlich gestützte Konjunkturprogramme in großem Umfang auflegen, könnte die Wirschaft stark wachsen. Dem folgen normalerweise Preisanstiege, was die FED wiederrum mit Zinserhöhungen quitieren könnte. Denn das Ziel der FED ist eine Preissteigerung von etwa 2%, was derzeit praktisch schon erreicht ist.

 

Der Trump-Effekt auf die Anleihen (in Folge der Erwartung höhrere Zinsen) lies sich gut am Anleihemarkt im November 2016 ablesen. Nach der Trump-Wahl legte der Barclays Global Aggregate Total Return Index, der sich auf erstklassige Staats- und Firmenbonds bezieht – den schlechtesten Monat seit seiner Auflage in 1990 hin.

 

Wie sieht es in Europa aus? Bisher bleibt die Europäische Zentralbank (EZB) auf dem monetären Gaspedal. Sie kauft weiter kräftig Anleihen, auch wenn sie die Menge ab März von 80 Mrd. Euro monatlich auf 60 Mrd. Euro leicht reduzieren will. Aber von einer Zinswende spricht hier niemand; diese könnte in 2018 oder 2019 kommen. Es sei denn, die FED in den USA würde die Zinsen überraschend schnell und kräftig anheben. Das würde die EZB ebenfalls zu Zinserhöhungen zwingen, ansonsten würde möglicherweise zuviel Kapital in die USA abfließen, um höhere Zinsen zu erzielen.

 

Fazit: Nach dem eher schwachen Jahr 2016 ist auch für 2017 bei Anleihen häufig nicht viel zu holen. Je stärker die bereist angekündigten Zinserhöhungen in den USA ausfallen, umso mehr werden die Anleihekurse sinken. Derzeit unwahrscheinlich, aber vielleicht zieht dann die EZB in Europa nach und verschlimmert so die Aussichten für Anleihen. Ein eher schwieriges Jahr dürfte bevorstehen – aber wissen kann man es nie. Und höhere Zinsen bedeuten auch höhere Anleihe-Koupons, also mittelfristig bessere Aussichten für die Rentenfonds.

 

 

 

Innerhalb unserer Musterdepots spielen Anleihen hier eine wichtige Rolle:

 

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Sicherheits-Depots): Das Sicherheits-Depot ist für all jene, die möglichst wenig Schwankungen in Ihrem Depot mögen aber trotzdem spürbar mehr Rendite erzielen wollen, als es auf der Bank geben würde. Die Basis ist ein hoher Anleiheanteil von rund 80% im Depots.

 

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Balance-Depots): Die Balance-Musterdepots sind die ausgewogenen Alleskönner. Schlechtere Aktienjahre gleichen Sie mit Anleihen aus, schwächere Anleihejahr mit den Aktien. Insgesamt ein Erfolgskonzept mit langfristig interessanten Renditen (in 2016: 2,4 Prozent) und guten Aussichten auch in 2017.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2016: Teil 2 Anleihen und Anleihefonds

Mittwoch, 13. Januar 2016

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2016 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun:  2012, 2013, 2014 und 2015.

 

Anleihen oder Anleihefonds

Bieten Sicherheit: Anleihen

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

 

Teil 2 – Sichere Geldanlage in Anleihen und Anleihefonds

Mit Anleihen ist das so eine Sache: Sie haben viele Namen und sind prinzipiell eine gut kalkulierbare Sache. Trotzdem können Verluste auftreten und die Beurteilung ist im Detail ist gar nicht so einfach wie man denkt.

 

Anleihen, englisch auch „Bonds“ genannt oder in Deutschland auf „Rentenpapiere“ oder „festverzinsliche Papiere“ sind aus Anlegersicht Kredite an Unternehmen oder Staaten. Meist mit fester Laufzeit und fester Verzinsung. So wird die Bundesrepublik Deutschland am 13. Januar 2016 eine 10jährige Bundesanleihe herausgeben, die dem Anleger 0,5 Prozent Zinsen jährlich auszahlt (sogenannter Kupon). Wer diese Bundesanleihe 10 Jahre hält, erhält jährlich, erstmalilg zum 17.2.2017, seine Zinsen und am Ende der Laufzeit sein Geld zurück. Details zu dieser Anleihe finden Sie hier.

 

Während diesen 10 Jahren lässt sich die Anleihe jedoch an den Börsen verkaufen. Theoretisch immer zu 100%, wer also 10.000 Euro angelegt hat, würde auch 10.000 Euro wieder erhalten. Aber in der Praxis schwankt der tatsächliche Verkaufswert täglich, denn die Käufer beobachten die aktuelle Situation. So könnte zum einen sein, dass man befürchtet, die Anleihe würde am Ende der Laufzeit nicht zurück gezahlt werden. Das war in den letzten Jahren häufiger bei griechischen Staatsanleihen der Fall. Die Folge: der Kurs der Anleihe notierte nicht bei 100%, sondern viel niedriger.

 

Zum anderen ist das Zinsniveau für Bankeinlagen sehr wichtig. Beim aktuellen Zinsniveau werden 0,5% Kupon geboten. Wenn jedoch das Zinsniveau generell steigen würde, wären die 0,5% Kupon nicht mehr so attraktiv – die Preise für die Anleihe an den Börsen fallen. Mit dem niedrigeren Einkaufspreise könnte ein Käufer an der Börse das kompensieren.

 

Daraus lässt sich die wohl wichtigste Regel für Anleihen ableiten:

 

Steigt das allgemeine Zinsniveau, sinken die Kurse für Anleihen und umgekehrt.

 

Der Anleihe-Besizter wünscht sich also fallende Zinsen, um damit höher Anleihekurse zu erzielen (es sei denn, er hält die Anleihen bis zum Ende, dann erhält er die vereinbarte Einlage zurück).

 

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Wie werden sich die Zinsen in 2016 entwickeln?

 

Die Zinsen sind von den Entscheidungen der Zentralbanken, in den USA also von der FED, in Europa von der Europäischen Zentralbank (EZB), abhängig. Verleihen die Zentralbanken ihr Geld an die Geschäftsbanken nur noch zu höheren Zinssätzen, müssen in der Folge auch die Geschäftsbanken Ihre Zinsen anheben – sowohl für Sparbücher, Sparbriefe oder Tagesgeldkonten, also auch für zu vergebende Kredite.

 

In Amerika hat die FED Mitte Dezember 2015 erstmals seit 7 Jahren den Leitzins erhöht. Die Spanne wurde von 0 bis 0,25 Prozent auf 0,25 bis 0,5 Prozent angehoben. Das ist eine moderate Anhebung und ein behutsamer Umgang mit den weltweiten Börsen. Ein nächster Zinsschritt könnte zur Mitte des Jahres 2016 kommen, hängt aber von der wirtschaftlichen Entwicklung im ersten Halbjahr 2016 in den USA ab.

 

Sollte sich die Konjunktur und die Arbeitslosenrate nicht positiv entwickeln, wäre auch der Verzicht auf eine weitere (moderate) Anhebung gut vorstellbar. Schließlich ist in den USA Präsidentschaftswahljahr, und in solchen Jahren möchte man die Konjunktur nicht mit höhern Zinsen belasten.

 

 

Rentenfonds: fleißige, konstante Arbeiter für Ihr Depot

Rentenfonds: fleißige, konstante Arbeiter für Ihr Depot

 

In Europa sieht das Bild anders aus. Die EZB hat im Januar 2015 angekündigt, massiv Staatsanleihen zu kaufen und hat dieses Programm im Herbst 2015 sogar noch etwas ausgeweitet. Die Zinsen bleiben deshalb noch lange Zeit, mindestens 2016, auf dem extrem niedrigen Niveau bestehen. Eine Anhebung des Zinssatzes ist für 2016 also nicht zu befürchten. Die Anleihemärkte in Europa dürften also gut bleiben, auch wenn das niedrige Zinsniveau für sehr niedrige Zinskupons geführt hat.

 

Insgesamt hatten Anleihen und entsprechend auch die Anleihefonds in 2015 einen schwierigen Stand. Die meisten nachhaltigen Anleihefonds schnitten mit einem leichten Kursminus in 2015 ab, nachdem sie bis ca. April 2015 stiegen, dann abprupt abfielen, und seit Mai 2015 leicht gestiegen sind.

 

Fazit: Die seit vielen Jahren anhaltenden guten Kursentwicklungen von Anleihefonds konnte in 2015 nicht fortgesetzt werden. Die Kurse steigen jedoch seit Mai 2015 wieder moderat an, so dass 2016 mit leichten Gewinnen gerechnet werden kann. Zinserhöhungen in den USA könnten jedoch ab Mitte 2016 zu fallenden Kursen führen. Die kurz- und mittelfristigen Aussichten für Anleihen und Anleihenfonds sind durchwachsen.

 

Innerhalb unserer Musterdepots spielen Anleihen hier eine wichtige Rolle:

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Sicherheits-Depots): Das Sicherheits-Depot ist für all jene, die keine Schwankungen in Ihrem Depot mögen aber trotzdem spürbar mehr Rendite erzielen wollen, als es auf der Bank gibt. Die Basis ist ein hoher Anleiheanteil von rund 80% im Depots.

 

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Balance-Depots): Die Balance-Musterdepots sind die ausgewogenen Alleskönner. Schlechtere Aktienjahre gleichen Sie mit Anleihen aus, schwächere Anleihejahr mit den Aktien. Insgesamt ein Erfolgskonzept mit oftmals zweistelligen Renditen (in 2015:  5,6 Prozent) und guten Aussichten auch in 2016.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2015: Teil 2 Anleihen und Anleihefonds

Donnerstag, 15. Januar 2015

 

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Sichere Geldanlage 2015: Anleihen und Anleihefonds

Auch in diesem Jahr möchte ich einen Ausblick auf das kommende Jahr geben – welche Anlageklassen haben dieses Jahr Potenzial, welche sollte man meiden. Natürlich kann niemand mit Gewissheit sagen, wie sich das Jahr entwickelt, allerdings zeigen die Ausblicke der Jahre 2012, 2013 und 2014 dass die Treffsicherheit hoch ist.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen 
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 2 – Sichere Geldanlage in Anleihen und Anleihefonds

Bei vielen Anlegern spielen Anleihen nur eine Nebenrolle. Bankeinlagen kennt jeder, Lebensversicherungen auch und selbst die bei Deutschen unbeliebten Aktien sind bei großen Teilen der Bevölkerung ein Begriff. Anders sieht es bei Anleihen und Anleihefonds aus, ein Segment, das oftmals von großen, institutionellen Anlegern genutzt wird.

 

Anleihen sind zunächst Papiere um einen Kredit zu gewähren. Ein Unternehmen oder ein Staat benötigt Geld für Investitionen und begibt daraufhin eine Anleihe. Der Käufer der Anleihe erhält regelmäßige, festgeschriebene Zinszahlungen und am Ende der Anleihe-Laufzeit sein Geld zurück.

 

Damit nicht jeder Anleger immer bis zum Laufzeitende warten muss, können Anleihen an den Börsen gehandelt werden. Der Handelskurs wird kontinuierlich an gepasst und verändert sich entsprechend. Neben der Einschätzung der Bonität des Anleihe-Anbieters (wenn ein Unternehmen in Schieflage gerät, sinken die Kurse der Anleihen dieses Unternehmens) ist vor allem das allgemeine Zinsniveau wichtig. Denn wenn die allgemeinen Zinsen z.B. steigen, dann wird eine Anleihe mit festgeschriebenen Zinsen logischerweise weniger wert, denn relativ zu den allgemeinen Zinsen ist die Anleihe unbeliebter geworden.

 

 

 

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Der wichtigste Einflussfaktor für die Kurse der Anleihen sind die Zinsen. Erhöht die Europäische Zentralbank EZB also die Zinsen, so ist das schlecht für die Anleihen.

 

Wie werden sich die Zinsen in 2015 entwickeln?

Nach jahrelangem Gleichklang (sinkende Zinsen) entwickelt sich der Markt in 2015 wahrscheinlich auseinander. Derzeit ist es noch so, dass die letzten Zinsschritte der großen Zentralbanken wie EZB oder der amerikanischen Notenbank FED nach unten gingen. Doch ein weiteres Senken ist nicht mehr möglich, eine Zunahme der Zinsen steht an.

 

Ganz konkret ist die Situation in den USA. FED-Chefin Yellen denkt laut darüber nach, die Zinsen vielleicht Mitte oder Ende des Jahres 2015 anzuheben. Abhängig ist das von der wirtschaftlichen Entwicklung in den USA, die im Moment sehr stabil erscheint. Entsprechend wäre das Anheben der Zinsen also gut denkbar. Also schlecht für Anleihen, die auf US-Dollar lauten.

 

In Europa ist die Situation anders. EZB-Chef Draghi kämpft eher gegen eine Deflation und hat deshalb angekündigt, die Zinsen auf Jahre niedrig zu lassen. Also gut für die Anleihen.

 

Anleihen und Anleihefonds im Euro-Raum können also auf ein günstiges Zinsumfeld hoffen. Anleihen auf US-Dollar könnten negativ von den Zinsen beeinflusst werden. Allerdings liegt darin auch eine Chance für die europäischen Anleger, denn die Stärke der USA zieht Geld aus aller Welt an. In der Folge steigt der Dollar-Kurs. Wer also heute eine auf US-Dollar laufende Anleihe kauft und sie nach einem Jahr wieder verkauft, könnte in der Zwischenzeit von einem gestiegenen Dollar profitieren.

 

 

 

Fazit: Seit vielen Jahren entwickeln sich gute, nachhaltige Anleihefonds prächtig. In 2015 lauern zwar erste Zinsanhebungen mit ihren entsprechenden negativen Auswirkungen. Aber mein Tipp sieht anders aus: Die Zinsen bleiben auf beiden Seiten des Atlantiks konstant und die Anleihen erleben ein mittleres- bis gutes Jahr. Aufgrund eines möglicherweise ansteigenden Dollars können auf US-Dollar notierte Anleihen darüber hinaus noch von Währungsgewinnen profitieren.

 

 

Innerhalb unserer Musterdepots spielen Anleihen hier eine wichtige Rolle:

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Sicherheits-Depots): Das Sicherheits-Depot ist für all jene, die keine Schwankungen in Ihrem Depot mögen aber trotzdem spürbar mehr Rendite erzielen wollen, als es auf der Bank gibt. Die Basis ist ein hoher Anleiheanteil von rund 80% des Depots.

 

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Balance-Depots): Die Balance-Musterdepots sind ausgewogenen Alleskönner. Schlechtere Aktienjahre gleichen Sie mit Anleihen aus, schwächere Anleihejahr mit den Aktien. Insgesamt ein Erfolgskonzept mit oftmals zweistelligen Renditen (in 2014: 9 Prozent) und guten Aussichten auch in 2015.

 

 

 

 

sichere-geldanlage-2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Interesse an unseren Themen? Holen Sie sich die Grünes Geld News und erhalten Sie Insider-Tipps und Frühzeichnerboni.

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wie wird die Nachhaltigkeit von Staaten ermittelt?

Montag, 06. Mai 2013

 

 

Die Veröffentlichung vor einiger Zeit einer Studie der ZKB (Züricher Kantonalbank) hat uns angeregt, das Thema Staatsanleihen auch einmal hier in unserem Blog zu beleuchten. Davon abgesehen, dass es für Anleger nahezu uninteressant ist, aufgrund der derzeitigen Zinssituation in deutsche Staatsanleihen zu investieren, sind viele Menschen Kreditgeber für verschiedene Staaten. Meist über Umwege, ohne dies zu wissen oder zu bemerken, über ihre Lebensversicherungen.

 

Gerade Anleger, denen das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig ist, fragen immer wieder, wie es möglich ist in ethisch-ökologisch korrekte Anleihen oder Staaten zu investieren.

 

Eine große Schwierigkeit bei der Bewertung ist, die Teilbereiche Ökologie, Soziales und Ökonomie ausgewogen darzustellen, um zu vermeiden, dass die Nachhaltigkeit eines Staates durch ein besonders positives Ergebnis in einem einzigen Teilbereich zu einer Überschätzung der Nachhaltigkeit im Gesamten führt. Dazu ist es notwendig eine gute Ausgewogenheit zwischen Detailanalyse und dem Gesamtüberblick zu wahren, um so ein realistisches Bild zu ermitteln.

Nachhaltige Staaten

Viele Staaten doch nur wenige erreichen gute Nachhaltigkeitswerte

 

Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Anbietern, die sich der Bewertung der Staaten angenommen haben. Je nach angewandter Methodik ergeben sich unterschiedliche Spitzenreiter bezüglich Nachhaltigkeit. Doch welche Punkte werden bei der Bewertung abgefragt? Wir nennen hier beispielhaft einige Punkte, damit Sie sich einen Überblick verschaffen können worauf die Analysten ihr Augenmerk legen.

Teilbereich Ökologie

 

Im Teilbereich Ökologie wird beispielsweise bewertet, wie der Energiemix eines Landes aussieht. Je mehr hier aus erneuerbaren Quellen stammt, umso positiver die Bewertung. Auch wird die Größe des „ökologischen Fußabdruckes“ beleuchtet. Dieser wird in globalen Hektaren angegeben und gibt an, wie viel Land und Wasser die Bevölkerung des jeweiligen Landes braucht, um alle verbrauchten Ressourcen bereitzustellen und den erzeugten Abfall und Abgase zu absorbieren.

 

Es fließt auch die Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt des Landes mit hinein, der Einsatz von genmanipulierten Nutzpflanzen, umweltbedingte Gesundheitsbelastungen und weiterhin CO2 Emissionen und die Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels. Im Bereich Artenvielfalt sichern sich hier die Schwellen- und Entwicklungsländer oftmals viele positive Bewertungspunkte im Vergleich zu den Industrienationen. Malus-Punkte hingegen gibt es dort oftmals für die umweltbedingten Gesundheitsbelastungen, da die Entwicklung der Wirtschaft häufig unter mangelhaften Umweltstandards erfolgt.

 Teilbereich Soziales

 

Im Bereich Soziales wird es besonders spannend. Hier können sehr umfangreiche Daten bewertet werden, um sich einen Überblick über die ethisch-soziale Nachhaltigkeit eines Landes zu verschaffen. Eine wichtige Kennziffer ist die Armutsquote, diese gibt an, wie hoch der Bevölkerungsanteil ist, der unterhalb der Armutsgrenze lebt. In den USA beispielsweise liegt dieser inzwischen bei etwa 20%, in Deutschland bei etwa 15-16%. In Schwellenländern wie Indien liegt dieser deutlich höher, beispielsweise bei 44%. Damit wird bereits ein weiterer Indikator deutlich. Wie stark ist die Ungleichheit der Einkommensverteilung und auch die Ungleichheit der von Frauen und Männern. Der Anteil von Kinderarbeit im analysierten Land und die Zahl der Arbeitslosen als Unterpunkt die Jugendarbeitslosigkeit. Auch Aspekte zur Bildung, wie Alphabetisierungsrate und Dauer des Schulbesuches sowie die Lebenszufriedenheit und die Lebenserwartung. Doch eine steigende Lebenserwartung gibt nicht automatisch eine positive Bewertung. Wichtig ist ob die höhere Lebenserwartung auch mit mehr gesunden Lebensjahren einhergeht, denn die gestiegene Lebenserwartung kann auch mit einer verlängerten Krankheitsphase vor dem Tod erkauft sein.

 

Weiterhin im Bereich Soziales wird das Politische System bewertet. Eine Wahrung der bürgerlichen Rechte wie Meinungsfreiheit und Rechtstaatlichkeit wirkt positiv. Auch die Art und ob überhaupt politische Rechte gewährt werden fließt in die Analyse mit ein. Der Punkt Pressefreiheit ist ein weiteres Kriterium in diesem Bereich. Gerade im Bereich Soziales heben sich die meisten Industrienationen von den Schwellenländern ab.

 Teilbereich Ökonomie

 

Im Bereich der Ökonomie wird oftmals auf die klassischen Kennziffern zurückgegriffen, das heisst Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner, Wirtschaftswachstumsrate, Staatsverschuldung und Sparquote. Weitere Bereiche speziell aus Nachhaltigkeitssicht erstrecken sich auf zukunftsorientiere Indikatoren, also Ausgaben in die Bereiche Forschung und Entwicklung oder Patentanmeldungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Korruption und Wirtschaftsfreundlichkeit sind weitere Bereiche. Gibt es klare Governance Regelungen, sind die Bürokratischen Hürden für Unternehmen oder Unternehmensgründer transparent und überwindbar. Wie sieht es mit der Arbeitsmarktflexibilität aus. Wie steht es um Rechtssicherheit und Eigentumssicherheit.

 

Durch die Gleichgewichtung der drei Bereiche entsteht ein ausgewogenes Bild bezüglich der Nachhaltigkeit eines Staates und ob die Investion in dessen Anleihen unter Berücksichtigung sozial-ökologischer Kriterien getätigt werden kann. Für alle Investoren, die noch am zweifeln sind, ob sie ethische bzw. ökologische Präferenzen berücksichtigen sollen oder nicht, ist inzwischen belegt, dass nachhalitge Investitionen nicht zu einem Pönale führen. Infolgedessen gibt es den sozialen und ökologischen Nutzen gratis dazu.

 

Wertentwicklung von Staatsanleihen Quelle: Datastream, Sarasin

Wertentwicklung von Staatsanleihen
Quelle: Datastream, Sarasin

Quelle: Datastream, Sarasin Interessant ist, dass sich die gute Nachhaltigkeitsergebnisse sogar positiv auf die Performance der Geldanlagen in diesem Bereich auswirken. Das Nachhaltigkeitsresearch von Sarasin hat hierzu Anfang des Jahres 2013 Zahlen veröffentlicht. Dabei stellten sie fest, dass die ursprünglich gleich laufende Wertentwicklung von nachhaltigen und nicht-nachhaltigen Ländern inzwischen deutlich auseinanderläuft. Dies lässt sich ebenso bei Schwellenländern beobachten. So entwickelten sich die Anleihen von Brasilien und Peru besser als Anleihen aus im Nachhaltigkeitsbereich schlechter bewerteten Ländern wie China oder Südafrika.

 

Wertentwicklung der Staatsanleihen Nach dem neuen ZKB Rating sind die Plätze 1 und 2 von der Schweiz und Schweden belegt. Darauf folgen Norwegen und Dänemark. Deutschland ist auf Platz 5 zu finden während Amerika nur 2 Plätze vor dem Schlusslicht Kasachstan (Platz 52) liegt. Wer in einen Mix aus Nachhaltigen Staatsanleihen investieren möchte findet unter www.grunenesgeld24.de im Bereich Vermögensaufbau Sicherheit das Richtige.

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:

Carmen Junker ist Mit-Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Sichere Geldanlage 2013 – Teil 2 Anleihen und Anleihenfonds

Donnerstag, 24. Januar 2013

Wie wird 2013 und wie kann ich mein Geld in 2013 sicher anlegen? Natürlich nachhaltig … denn nachhaltige Unternehmen denken langfristig und entwickeln sich stetiger.

 

 

Aber wie sieht es in den einzelnen Asset-Klassen nachhaltigen Investments aus? Ich möchte einen Blick in die Glaskugel wagen und Ihnen meinen persönlichen Ausblick für 2013 geben. In jedem Teil eine andere Anlageklasse:

 

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Allgäuer Berg: Das Rubihorn (links das Nebelhorn)

Anleihefonds: Werden auch 2013 wieder Stabilität ins Depot bringen   —  (Bildquelle:  allgaeu-erleben.com)

 

Wie in unserer Prognose für 2012 bereits vor einem Jahr vorausgesagt, wurde das vergangene Jahr ein gutes Jahr für nachhaltige Anleihen. Nachhaltige Anleihefonds wie der ESPA Vinis Bond (Info’s hier) konnten um 10,58% zulegen, andere wie der Swisscanto Green Invest Income (Info’s hier) haben ein Plus von 5,75% erzielt. Im Vergleich zu den Bankzinsen in 2012 von in der Regel unter 1% sicher eine ordentliche Entwicklung.

 

Auch in 2013 gilt, dass als sicher geltende Staatsanleihen die Inflation nicht ausgleichen werden. 10jährige Anleihen der Bundesrepublik rentieren bei 1,4% – der Kaufkraftverlust beträgt 1,9%. Damit verliert das Geld jährlich 0,5% an Wert. Ziemlich sicher bleiben Italien und Spanien stabile Staaten, trotzdem bieten sie rund 3 Prozentpunkte mehr Rendite als deutsche Staatsanleihen. Aber Achtung: Länder wie Spanien oder Italien gelten nach keiner Bewertung als nachhaltig. Ihr Umgang mit Umweltverschmutzung, Korruption und Nachhaltigkeit ist verschroben. Nicht zu letzt deshalb sind sie ja in die Krise geraten. Für nachhaltige Anleger bedeutet das: Auch in 2013 sind nachhaltige Staatsanleihen nicht in die erste Wahl.

 

Bleiben im Anleihebereich noch die Unternehmensanleihen. Hier wird der nachhaltige Anleger fündig, denn es gibt weiterhin ethisch-ökologisch wirtschaftende Unternehmen mit guten Zukunftsaussichten und ordentlichen Zinszahlungen. Aber auch hier stehen höhere Zinsen höheren Risiken gegenüber. Um vor üblen Überraschungen geschützt zu sein, sollten Anleger deshalb auf ethisch-ökologische Rentenfonds setzen. Dort wird das Geld auf die Schultern mehrerer Dutzend Schuldnern verteilt. Wenn einer schwächelt, merkt das der Fonds so gut wie nicht.

 

Nachhaltige Musterdepots mit hohem Rentenanteil können Sie unseren Musterdepots Sicherheit 500+, Sicherheit 2000+ oder Sicherheit 10000+ finden. 

 

Nächster Teil:    Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Verfasser des Beitrages

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.