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Grüne Altersvorsorge: Fondssparplan

Mittwoch, 26. Februar 2014

Wie wir im 1. Teil unserer losen Serie „Grüne Altersvorsorge“ dargestellt haben, reichen in aller Regel weder die Pension von Staatsdienern noch die gesetzliche Rente zur Absicherung des Lebensstandards im Alter, aus. Zu groß ist das Heer der Ruheständler, zu wenige zahlen Beiträge ein und tragen damit die Lasten der demografischen Entwicklung. Die deshalb entstehende Versorgungslücke muss entsprechend durch privates Ansparen über Jahrzehnte hinweg gedeckt werden. Eine attraktive Möglichkeit dazu: der Fondssparplan

 

Absicherung des Lebensstandards im Alter: ein langer Weg, der viele Chancen bietet.

Absicherung des Lebensstandards im Alter: ein langer Weg, der viele Chancen bietet.

Zunächst muss man wissen, was ein Fonds (Langform: Investmentfonds) überhaupt ist. Es handelt sich um ein streng reguliertes Sondervermögen, das in Dutzende von Aktien oder Anleihen oder andere Wertpapier investiert. Sondervermögen deshalb, weil auch im Insolvenzfall der den Fonds verwaltenden Bank oder Kapitalanlagegesellschaft das Fondsvermögen vor Zugriffen geschützt ist. Das Anlagevermögen gehört – im Gegensatz zu Einlagen bei Banken oder Anlagen in ETC’s oder Zertifikaten – immer den Anlegern des Fonds.

 

Schon mit kleinsten Anlagesummen ab 25 oder 50 Euro monatlich kann breit gestreut und weltweit diversifiziert das Geld in interessante Anlageklassen investiert werden. Das ist ein wesentlicher Fortschritt – früher waren zum Beispiel gut gestreute Aktiendepots vermögenderen Bevölkerungsschichten vorbehalten.

 

Der große Vorteil von Investmentfonds Sparplänen: Die Einzahlungen können bei Fondssparplänen immer verringert, erhöht oder unterbrochen werden. Fondssparpläne können darüber hinaus auch jederzeit aufgekündigt werden, und zwar ohne irgendwelche Gebühren oder versteckte Kosten.

Die wichtigsten Fondstypen sind Rentenfonds und Aktienfonds. Wer auf diese setzt, kann langfristig bequem ein kleines Vermögen aufbauen. Bei Rentenfonds investiert der Fondsmanager breit gestreut in Dutzende, meist hunderte Rentenpapiere (=Anleihen). Bei Aktienfonds investiert der Fondsmanager breit gestreut in unterschiedliche Aktien börsennotierter Unternehmen.

 

Die Aufteilung der Sparsumme in Renten- und Aktienfonds ist die Asset-Allocation. Sie bestimmt ca. 70% des Anlageerfolges, die Auswahl guter Fonds die restlichen 30%.

 

Um bei Fondsparplänen den Cost Average Effekt möglichst stark zu nutzen, sollte der Aktienanteil hoch sein. Denn die Kurse von Aktienfonds schwanken im zeitlichen Verlauf stärker als die von Rentenfonds, was zu dem gewünschten Cost Average Effekt (Durchschnittskosteneffekt) führt. Vereinfacht gesagt kauft man dabei mit seiner Sparsumme in Monaten, in denen die Kurse niedrig sind, verhältnismäßig viele Anteile – genau richtig, bei günstiger Ware viel zu kaufen. Der langfristige Renditevorteil kann dadurch bis zu 5% p.a. ausmachen.

 

Für langlaufende Fondssparpläne kann der Aktienfonds Anteil also hoch, zum Beispiel bei 80%, liegen. Wer sehr lange Zeiten ansparen möchte, kann sogar bis auf 100% Aktienanteil gehen. Wer eher im Bereich bis 5 Jahre sparen möchte, sollte niedrigere Aktienquoten wählen, zum Beispiel 30%. Die Rentenfonds sorgen dann für geringe Schwankungen. 

Doch was kommt heraus, wenn man über einen Zeitraum von zum Beispiel 30 Jahren einen Fondssparplan bedient? Wer sich die Renditen im bekanntesten Deutschen Aktienindex ansieht, kann erkennen, dass er in den vergangenen 30 Jahren (Zeitraum 1983 bis 2013) eine jährliche, durchschnittliche Rendite von 9,0% erzielt hätte. Geht man in erster Näherung davon aus, dass der oben beschriebene Cost Average Effekt den Ausgabeaufschlag ausgleicht, so erhält man bei einer monatlichen Rate von 300,00 Euro folgendes Vor-Steuer-Ergebnis:

 

 

Fondssparplan: Rendite wie DAX (9%), keine Steuern berücksichtigt.

Fondssparplan: Rendite wie DAX (9%), keine Steuern berücksichtigt. Berechnungen mit Dr. Kriebel Beratungsrechner; alle Angaben ohne Gewähr.

 

 

Aus Einzahlungen in Höhe von 108.000 Euro (30 Jahre lang 300 Euro monatlich) werden in diesem Beispiel also rund 550.000 Euro. 

 

Wir empfehlen auch beim Einsatz von Fondssparplänen nur auf ethisch-ökologische Fonds zu setzen. Das stellt sicher, dass kein Geld in Rüstungskonzerne, Umweltverschmutzer oder in Kinderarbeitsfirmen fließt obwohl sehr gute Renditen erzielt werden. Einen für langfristige Fondssparpläne ideal geeignetes Musterdepot finden Sie zum Beispiel im Bereich Vermögensaufbau Wachstum oder, für monatliche Summen ab 300,00 Euro, beim Musterdepots Wachstum 300+

 

 

 Weitere Teile der Serie:

Die Versorgungslücke

Fondssparplan

Private Rentenversicherung

Riesterrente

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.