Mit ‘Atomkraft’ getaggte Artikel

Die besten nachhaltigen Anleihe-Fonds in 2017

Freitag, 23. März 2018
Nachhaltige Investments in Anleihen

Musterdepots mit Anleihe-Schwerpunkt bietet GrunesGeld24.de

Nicht alle Anleihe-Fonds im nachhaltigen Sektor konnten 2017 Gewinne erzielen. Bei den von uns kontinuierlich beobachteten nachhaltigen Anleihefonds mussten einige der Zinsentwicklung Tribut zollen und verloren bis zu 5,32 Prozent im abgelaufenen Kalenderjahr.

Am besten entwickelte sich der erst 2009 aufgelegte FISCH CB Sustainable Fund der Züricher Fisch Asset Management. Der in schweizer Franken notierte Fonds investiert weltweit in Wandelanleihen nachhaltiger Unternehmen. Grundlage sind die Nachhaltigkeitsanalysen der schweizer Bank JS Sarasin.

 

Von Vorteil war die Strategie mit den Wandelanleihen, die sich nach der Anleihe-Phase in Aktien wandeln, besonders wegen der guten Entwicklung der Aktien in 2017. Verkürzt sagt man, dass Wandelanleihen 2/3 des Aufschwungs der Börsen mitnehmen, bei einem Abschwung aber nur 1/3 des Wertes verloren ginge.
 
 

 

Aber Achtung: Selbst der größte Anleihe-Fan darf niemals seine komplette Anlage-Summe in Anleihen investieren. Um die Gesamtperformance zu steigern, müssen andere Formen wie Aktien beigemischt werden. Untersuchungen, z.B. von Finanztest (Tochter von Stiftung Warentest), zeigen, dass ein geringer Aktien-Anteil die Schwankungsbreite von Anleihe-Depots minimiert!

Eine Auswahl solcher gemischter Musterdepots finden Sie bei Grünes Geld:

 

 

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Ende des Atomzeitalters – Toshiba manövriert sich ins Aus

Freitag, 28. April 2017
Zusammenfassung: Im Jahr sechs nach der Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima befinden sich Atomunternehmen zunehmend in Schwierigkeiten. Gerade meldete Westinghouse, einer der führenden Hersteller von Atomkraftwerken, Konkurs an. Aber auch der japanische Mutter-Konzern Toshiba strauchelt. Höchste Zeit für Unternehmen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und auf umwelt- und klimafreundliche Energiegewinnung zu setzten.

 

 

Lange Zeit war Toshiba in erster Linie als Elektrokonzern bekannt.

Der japanische Technologiekonzern Toshiba steht aktuell vor einer ungewissen wirtschaftlichen Zukunft. Nachdem Toshiba im vergangenen Monat seine Unternehmensgesellschaft Westinghouse in den Konkurs schicken musste, ist ein Ende der Krise nicht in Sicht: Bereits seit mehreren Jahren belastet eine Affäre um manipulierte Bilanzen den japanischen Konzern. Darüber hinaus leidet das Unternehmen finanziell unter Milliardenverlusten durch seine Atomgeschäfte. Generell hat allerdings auch das uneingeschränkte Bekenntnis von Toshiba zur Kernkraft dem Unternehmen stark zugesetzt.

 

 

Ein Unternehmen mit Geschichte

Die Toshiba Corporation ist im japanischen Aktienindex Nikkei gelistet und zählte in der Vergangenheit zu den weltweit führenden Herstellern von elektrischen und elektronischen Geräten. Dabei blickt der Konzern auf eine lange Firmengeschichte zurück. Das Unternehmen entstand bereits 1939 durch den Zusammenschluss zweier Firmen aus dem Elektrotechnik- und Konsumgüterbereich und wuchs in den darauf folgenden Jahrzenten vor allem durch Firmenübernahmen im Bereich der Schwerindustrie. Seit 1978 firmiert der Technologie-Riese „Tokyo Shibaura Denki“ unter dem Kurznamen Toshiba. Seit den siebziger Jahren engagierte sich das Unternehmen auch im Bau von Kernkraftwerken. Der breiten Öffentlichkeit ist Toshiba allerdings in erster Linie durch seine Aktivitäten im Bereich der Unterhaltungselektronik und Chip-Technologie bekannt.

 

 

Führender Atomkraftkonzern

Risiken der Atomenergie sind spätestens seit Fukushima bekannt.

Im März 2011 erschütterte die Reaktorkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi die Welt. Wenig beeindruckt zeigte sich damals allerdings die Unternehmensleitung von Toshiba. Diese bekannte sich weiter uneingeschränkt zur Kernkraft als Energieerzeugung der Wahl. Schließlich werde dabei kaum CO2 erzeugt und zudem preisgünstig Strom produziert. Mögliche Unfälle müsse man dabei eben in Kauf nehmen.

 

Nachdem das US-amerikanische Unternehmen General Electric (GE) Ende der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts die ersten beiden Reaktorblöcke in Fukushima gebaut hatte, ging der Ausbau in den folgenden Jahren unter japanischer Führung weiter. Block 3 von Fukushima-Daiichi wurde Ende 1970 von Toshiba errichtet, ebenso wie die meisten japanischen Atommeiler an anderen Standorten. Das Geschäft lief, Toshiba setzte auch in den folgenden Jahren auf Atom, baute das Geschäftsfeld weiter aus und kaufte in diesem Bereich Unternehmen zu. Anfang des Jahres 2006 übernahm Toshiba für 5,4 Milliarden Dollar den US-Kraftwerksanbieter Westinghouse Electric.

 

Westinghouse befand sich seit 1998 im Besitz des britischen Staatskonzerns British Nucelar Fuels plc. (BNFL), unter anderem Betreiber des Atomkraftwerks Sellafield, das durch die Brandkatastrophe 1957 und zahlreiche folgende nukleare Störfälle unrühmlich Bekanntheit erlangt hatte.

 

Toshiba gelang es, sich in einem monatelangen Bieterstreit um Westinghouse gegen die seine Mitbewerber GE und das japanische Unternehmen Mitsbubishi Heavy Industries durchzusetzen. Westinghouse verzeichnet zum Zeitpunkt der Übernahme einen Jahresumsatz von 1,9 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen verfügte über 34 Betriebe mit rund 8.000 Mitarbeitern in 14 Ländern. Wie Toshiba blickte Westinghouse bereits auf eine lange Firmengeschichte zurück, die Ende des 19. Jahrhunderts in den USA ihren Anfang nahm. Als aufstrebendes Elektronikunternehmen hielt Westinghouse das Patent für Wechselstromübertragung, engagierte sich im Bau von Elektrofahrzeugen und zählte prominente Forscher wie Nikola Tesla zu ihren frühen Mitarbeitern. In den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts lieferte Westinghouse das Konzept für Kernkraftwerke mit Druckwasserreaktoren und stieg zu einem führenden Nuklear-Unternehmen auf. Bis zur Übernahme durch Toshiba hatte Westinghouse fast 100 Atommeiler geliefert.

 

Mit der erfolgreichen Akquise von Westinghouse avancierte Toshiba zum weltweit führenden Atomkraft-Konzern.

 

 

Die Zeichen der Zeit erkennen: Ende des Atomzeitalters einläuten

Dass 2006 ein vergleichsweise hoher Preis für Westinghouse erzielt werden konnte, hängt Branchenkennern zufolge mit der Spekulation auf eine wachsende Nachfrage nach Atomkraftwerken zu diesem Zeitpunkt zusammen. Toshiba habe zum einen mit Aufträgen aus den USA und dem europäischen Markt gerechnet, zum anderen kalkulierte das Unternehmen auch mit Aufträgen aus China und weiteren Staaten Asiens.

 

Erneuerbare Energien lösen Atromkraftwerke ab.

Der Reaktorunfall am 11. März in Fukushima fünf Jahre später läutete den Anfang des Endes des weltweiten Atomzeitalters ein: Aufgrund eines Erdbebens und eines folgenden Tsunamis kam es zu einer Explosion im japanischen Atomkraftwerk Fukushima I. Die Ereignisse führten zu mehreren Kernschmelzen. Die Reaktorblöcke 1 bis 4 wurden zerstört. Dabei wurden erhebliche Mengen an Radioaktivität freigesetzt und Luft, Boden und Meer kontaminiert. Das Ausmaß der Strahlenbelastung wird auf das Doppelte der atomaren Verseuchung nach dem Super-Gau von Tschernobyl im April 1986 geschätzt. Rund 170.000 Einwohner rund um Fukushima mussten umgesiedelt werden. Das gesamte Ausmaß des – nach der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse – „katastrophalen Unfalls“ lässt sich nicht exakt bemessen.

 

International ließ jedoch die einstmalige Begeisterung für Atomenergie merklich nach. In Japan wurden die laufenden Planungen für den Bau von Kernkraftwerken erneut geprüft, mehrere Kernkraftbetreiber legten ihre Projekte auf Eis. Darüber wurde die nationale Atomaufsichtsbehörde vom Wirtschaftsministerium getrennt. Dieses hatte die Atomenergie im Land stark gefördert. Seit 2012 ist die Aufsicht im Umweltministerium angesiedelt. Darüber hinaus wandelte sich die gesellschaftliche Einstellung in Japan. Erstmals kam es zu nennenswerten Protesten gegen die Kernenergie. Umfragen zufolge stieg die Ablehnung von Atomenergie in der Bevölkerung rasant auf fast 50 Prozent. Eine stärkere Nutzung Erneuerbarer Energien rückte zunehmend in den Mittelpunkt der politischen Diskussion.

 

Innerhalb der Europäischen Union wurden unter dem Einfluss von Fukushima freiwillige Stresstests im allen Atomkraftwerksbetreibern vereinbart. Im Abschlussbericht wurde nahezu allen europäischen Atomkraftwerken Sicherheitsmängel und Defekte bescheinigt.

 

In Deutschland entstand eine Debatte über die weitere Nutzung der Atomenergie und die Laufzeiten der laufenden Kernkraftwerke. Bereits im Juni 2011 wurde der völlige Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 verabschiedet. Im weiteren Verlauf wurde die Energiewende in Deutschland beschlossen. Entsprechend sollen Erneuerbare Energien als bezahlbare Alternative zur Atomenergie gefördert werden. Bis zum Jahr 2025 sollen dann Sonne, Wind und andere regenerative Quellen mindestens 40 Prozent der Stromversorgung ausmachen. Außerdem soll Energie effizienter genutzt werden. Im Zuge dieser Zielsetzungen wird beispielsweise die energetische Sanierung von Gebäuden sowie die Mobilität mit Elektrofahrzeugen mit speziellen Programmen gefördert. Die Energiewende stößt innerhalb der Bevölkerung auf breite Akzeptanz, der Anteil der Kernkraftgegner beträgt immerhin rund 70 Prozent.

 

 

Zwischenschritt: Die Sowohl-als-auch-Politik

Weltweit fielen die Reaktionen unterschiedlich aus. Die Volksrepublik China fror 2011 die Genehmigungsverfahren für seine geplanten Kernkraftwerke vorübergehend ein. Mittlerweile investiert das Land jedoch wieder massiv in die Kernenergie

 

Allerdings ist der Energiebedarf der aufstrebenden Wirtschaftsmacht enorm. Das Land schickt sich gleichzeitig an, weltweit eine führende Rolle im Ausbau der Erneuerbaren Energien zu spielen.

 

Dieses Verhalten ist durchaus beispielhaft. Auch viele weitere Staaten haben sich noch nicht von der Kernkraft verabschiedet. Erneuerbare Energien haben sich jedoch zeitgleich zu einer ernstzunehmenden Alternative entwickelt.

 

 

Toshiba auf Talfahrt

Toshiba hat es den Stecker gezogen.

Toshibas Talfahrt macht sich bereits seit einigen Jahren bemerkbar. Vor zwei Jahren wurde bekannt, dass das Unternehmen regelmäßig zu hohe Gewinne ausgewiesen. In der Folge vermeldete das Unternehmen Milliardenverluste und musste bereits rund 7.000 Stellen streichen. Nun stehen mehr als 100.000 Arbeitsplätze allein in Japan auf dem Spiel. Der aktuelle Quartalsbericht wies Verluste in Höhe von rund 4,7 Milliarden Euro für die vergangenen neuen Monate aus, für das Gesamtjahr werden Verluste von bis zu 8,4 Milliarden Euro erwartet.

 

2016 trennte sich Toshiba vom Bereich Medical Systems sowie von seinen Hausgeräten. Aktuell hat darüber hinaus eine außerordentliche Hauptversammlung die Abspaltung des Geschäfts mit Speicher-Chips beschlossen. Für diesen Unternehmensbereich interessieren sich bereits mehrere Mitbewerber. Das höchste Gebot soll derzeit vom taiwanesischen Elektronikhersteller Foxconn vorliegen. Die japanische Regierung fürchtet nun auch um die strategisch bedeutsame Technologie-Expertise des Landes und versucht heimische Investoren zum Bieten zu bringen.

 

Abzuwarten bleibt, ob Toshiba mit seinem Ausverkauf die drohende Insolvenz abwenden kann. Toshiba selbst äußerte bereits Zweifel an der Rettung des Unternehmens, Finanzanalysten dagegen halten das angeschlagene Unternehmen zu groß und bedeutend zum Scheitern und gehen davon aus, dass gegebenenfalls der japanische Staat eingreifen wird.

 

Abschreibungen in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar haben das Eigenkapital des Unternehmens stark angegriffen. Die Abschreibungen mussten für die von Westinghouse übernommene CB&I-Tochter Stone & Webster vollzogen werden, die als Konsortialpartner beim Bau und Rückbau von Kernkraftwerken fungierte. Die Beteiligungen am Bau von Atomkraftwerken im Südosten der USA hatte zu massiven finanziellen Schwierigkeiten geführt, so dass am 29. März das offizielle Insolvenzverfahren gegen Westinghouse eingeleitet wurde. Ursachen liegen möglicherweise auch in einer mangelnden Routine im Bau von Atomraftwerken. Ohne eingespielte Lieferketten kommt es rasch zu Verzögerungen und entsprechend zu Verteuerungen. Bereits vor dem endgültigen Aus der Toshiba-Tochter hatte das Unternehmen beschlossen, aus wirtschaftlichen Gründen den Bau neuer Atomkraftwerke einzustellen.

 

US-Energieexperte Richard Nephew vom Center on Global Energy Policy der Columbia Universität sieht – laut New York Times – in Westinghouse einen Präzedenzfall für Unternehmen aus dem Bereich der Atomenergie, die durch das steigende Angebot an kostengünstigen Erneuerbaren Energien hohe Verluste in Kauf nehmen müssen.

 

Für diese Annahme spricht, dass auch der französische Bauer von Atomkraftwerken, Areva, in ähnlichen Schwierigkeiten steckt. Der Staatskonzern musste ebenfalls in den letzten Jahren hohe finanzielle Verluste verkraften und hinkt beim Bau eines Reaktors Flamanville im Westen Frankreichs in der Fertigstellung bereits mehrere Jahre hinterher. Auch die einstmals veranschlagten Kosten haben sich mittlerweile verdreifacht. Seit 2016 gehört Areva zum ebenfalls staatlichen Energiekonzern EDF, der auch für den Bau des umstrittenen neuen Atomkraftwerks Hinkley Point C in Großbritannien verantwortlich zeichnet.

 

 

Erneuerbare Energien – eine echte Alternative

Energieexperte  Fell sieht das Ende der Atom-Ära gekommen.

Energieexperte Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group (EWG) sieht im Beispiel der Areva-Rettung nicht nur ein Festhalten des Staates an einer überkommenen Atompolitik, sondern auch eine ruinöse staatliche Haushaltspolitik. Schließlich lassen sich Erneuerbare Energien sauber, sicher und kostengünstig produzieren.

 

Kritiker haben bereits seit den fünfziger Jahren immer wieder auf die Risiken und unumkehrbaren Folgen der Atomenergie hingewiesen. Dennoch bedurfte es mit Fukushima einer mächtigen Katastrophe in einer hochentwickelten Industrienation, um endlich gezielt klima- und umweltfreundliche Energiegewinnung voranzubringen.

 

Der Fall von Toshiba zeigt, dass Unternehmen mehr denn je gefordert sind, die Zeichen der Zeit frühzeitig und richtig zu deuten. Investitionen in Anlagen die Unternehmen aus dem Bereich der Atomenergieerzeugung beinhalten, wie dies bei konventionellen Aktienfonds häufig der Fall ist, bergen damit in diesem Bereich höhere Risiken. Alternativen im ethisch-ökologischen Bereich stehen umfassend zur Verfügung. Grünes Geld, Experte für nachhaltige Geldanlagen, bietet seinen Kunden eine breite Auswahl an lukrativen Investments in Erneuerbare Energien.

 

 

 

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Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Fukushima: 5. Jahrestag

Freitag, 11. März 2016

Am 11. März 2016 jährte sich die Nuklearkatastrophe von Fukushima zum 5. mal. Die Flutwelle am 11. März 2011 veränderte die Welt, sowohl in Japan als auch in Deutschland. Endlich hat ein Teil der Menschheit verstanden, dass Atomenergie keine Lösung ist. Neben den täglichen Gefahren gibt es weiterhin kein Atommüll-Endlager.

 

 

 

Franz Alt, bekannter Fernsehmoderator politischer Sendungen, hat ausgerechnet, dass alleine die Kosten für einen Pförtner, der den Atommüll 1 Million Jahre bewachen müsste, höher wären als das gesamte weltweite Geldvermögen. 1 Pförtner! Das zeigt deutlich die Dimensionen auf.

 

 

 

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Atomkraftwerk Fukushima Daiichi nach der Katastrophe

 

 

Was geschah am 11. März 2011 in Japan?

Auslöser der Katastrophe war ein Erdbeben auf dem Meeresboden, in dessen Folge sich eine riesige Flutwelle bildete. Am Nachmittag des 11. März 2011 erreichte der Tsunami die Ostküste Japans und zerstörte zahlreiche Gebäude und Einrichtungen. Insgesamt starben am Tsunami und seinen Folgen bisher 18.000 Menschen. Wir von Grünes Geld haben umfänglich in unserem Blog berichtet.

 

In Fukushima wird auch das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zerstört, in drei Reaktorblöcken kommt es zur Kernschmelze. Der Unfall wird in die schwerste Kategorie 7, so wie zuvor das Atomunglück in Tschernobyl, eingeordnet. Große Mengen an radioaktivem Material – unter anderem etwa 15 EBq Xe-133, also etwas mehr als das Doppelte von Tschernobyl, und ca. 36 PBq Cs-137, also ca. 42 % der Cs-137 Emission von Tschernobyl – wurden freigesetzt und kontaminierten Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel in der land- und meerseitigen Umgebung.

 

Der aktuelle Stand in Fukushima kann auf der Seite der internationalen Atomenergiebehörde abgerufen werden.

 

Die Umgebung in einem Radius von 30 km wird auf unabsehbare Zeit verstrahlt, etwas 160.000 Menschen müssen umgesiedelt werden.

 

Rund 50 Atommeiler in Japan werden abgeschaltet, die Energieversorgung des Landes wird kurzfristig auf importiertes Öl und Gas umgestellt. Die japanische Regierung will die Meiler prüfen lassen und wieder ans Netz nehmen. Bis dato waren 4 Meiler schon wieder in Betrieb. Einer aber schaltete sich drei Tage nach dem Start selbst wieder ab, bei einem weiteren musste der Betreiber einem Gerichtsurteil folgen, und ebenfalls wieder vom Netz gehen. Das Gericht hatte Sicherheitsbedenken.

 

 

Was geschah in der Folge in Deutschland?

Der März 2011 muss in Deutschland im Zusammenhang mit 30 Jahren Atomkraft-Diskussion gesehen werden. Seit den 1970er Jahren wurde die Atomkraft von zunehmenden Kreisen in der Bevölkerung, begleitet vom Aufstieg der Partei der Grünen, kritisch gesehen.

 

Bereits 2000 / 2001 erfolgte unter Rot-Grün der Ausstieg aus der Atomenergie mit einem geplanten letzten Abschalten eines Meilers im Jahre 2020. Dieser gefeierte Beschluss wurde von der früheren Umweltministerin Angela Merkel dann am 28. Oktober 2010 wieder rückgängig gemacht.

 

Nur wenige Monate später, im April 2011 verkündet Kanzlerin Merkel, dass das Unglück in Fukushima auch ihre Sichtweise geändert hätte. Während man Tschernobyl als Unfall in einem technisch weniger ausgereiften Reaktor einstufen konnte, war der GAU von Fukushima der Beweis, dass auch führende Industrienationen wie Japan die Kernenergie nicht endgültig beherrschen konnten.

 

Insgesamt sollen nach den aktuellen Plänen der Bundesregierung die erneuerbaren Energien 40 bis 45 Prozent der Stromerzeugung im Jahr 2025 übernehmen, und 55 bis 60 Prozent im Jahr 2035.

 

Im Jahr 2015 lag der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix der Bundesrepublik Deutschland bei 32,6 Prozent. Das liegt oberhalb der ursprünglich für 2015 geplanten 27,9 Prozent. Trotzdem spricht das Institut der deutschen Wirtschaft nur von einem teilweisen Erfolg, da die Emissionsziele verfehlt wurden (es wurde Atomkraft durch Kohle ersetzt) und der Anstieg des Strompreises zu hoch sei.

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Bilanz 2015: Solar und Wind legen zu, Atomkraftwerke stagnieren

Montag, 15. Februar 2016

 

In einem Rückblick auf das Jahr 2015 ziehen die sonnenseiten.com von Franz Alt in Ihrem Beitrag vom 13. Februar 2016 eine insgesamt positive Jahresbilanz für die Energiewende im Jahr 2015. Die teilweise beschworene Wiederbelebung der Atomkraft ist ausgeblieben, Solar und Windkraft dagegen legen global stark zu. Getreu dem Motto Franz Alt’s Motto “Sonne und Wind schicken uns keine Rechnung” also nicht nur vor dem Hintergrund der Weltklimakonferenz Paris in 2015 ein gutes Jahr für die Menschheit.

 

In Deutschland bleiben Alt-AKW’s eine Gefahr

 

Es ist Deutschlands größtes Atomkraftwerk und hat trotzt seines Alters von rund 50 Jahren auch in 2015 noch 20,3 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert. Dabei wurde soviel Atommüll erzeugt, dass rechnerisch alle Menschen unseres Planten getötet werden könnten. Insgesamt wurden seit der Errichtung in rund 2.000.000 kg hochradioaktiven Atommülls in Grundremmingen erzeugt. Davon wurden bis heute entsorgt: 0 kg. Die Kosten und die Gefahren für unsere Nachfahren sind nicht abschätzbar.

 

AKW Grundremmingen: Rückbau Block A auf 1 Milliarde Euro geschätzt.

AKW Grundremmingen: Rückbau Block A auf 1 Milliarde Euro geschätzt.

Exemplarisch zeigt Grundremmingen auch die immer größeren Gefahren durch die veralteten AKW’s auf. 2 Störfälle alleine in 2015 zeigen, dass die Anlagen nicht nur wirtschaftlich abgeschrieben sind, sondern dass sie auch die Arbeitsfehler immer mehr häufen. So wurde im März 2015 beim Versuch, die Druckluft des stillstehenden Reaktors B abzuschalten, die für die Betriebssicherheit existenzielle Druckluft des in Betrieb befindlichen Reaktors C ausgeschaltet wurde.

 

Im Reaktor A ereignete sich 1977 einem der größten bekannten Unfälle in deutschen AKW’s, bei dem 2 Arbeiter ums Leben kamen und der zur Stillegung des Blocks A führte. Seit 1983 wird dieser Reaktor zurück gebaut. Laut Wikipedia soll die Abwicklung bis zu 1 Milliarde Euro kosten und führt zu 1.400 Tonnen radioaktivem Abfall, der einer Endlagerung zuzuführen ist.

 

Im November 2015 schließlich kam es beim Transport eines Spaltelements zum Abriss des Kopfes, was kraftwerksintern zur Freisetzung gefährlicher Strahlung hätte führen können. Der Bayerische Landtag hat nun die Aufsichtsbehörde aufgefordert, im Landtag darüber zu berichten.

 

 

Belebung bei AKW’s weltweit blieb aus

 

Nach den Zahlen der Internationalen Atomenergieagentur IAEA und des FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. zeigt sich, dass die Anzahl der Atomkraftwerke weltweit praktisch konstant bleibt:

 

 

 

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Anzahl der Atomkraftwerke global bleibt unverändert (Grafik: Grünes Geld GmbH; Quelle: sonnenseiten.de)

 

 

 

Auch der Blick auf die Veränderung der Kraftwerkskapazität stimmt positiv, wenn gleich diese Zahlen noch bei weitem nicht ausreichend zur Erreichung der Klimaziele sind:

 

 

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Zubau findet praktisch nur noch im Bereiche der Erneuerbaren Energien statt (Grafik: Grünes Geld GmbH, Quelle: sonnenseiten.de)

 

 

 

Dabei muss man bedenken, dass ein Megawatt Kapazität bei Atomkraft bezüglich der tatsächlich erzeugten Strommenge etwas anderes bedeuten als bei Photovoltaik oder Windkraft. Denn die Kapazität eines Atomkraftwerkes kann zu einem höheren Anteil ausgenutzt werden als die einer Photovoltaik oder Windkraftanlage, die von den natürlichen Energieträgern abhängig sind.

 

Schön zu erkennen im Diagramm ist der Einbruch der Atomkraftwerkskapazität in 2011 – dem Jahr des Reaktorunglückes von Fukushima. Ansonsten ist ein  gleichmäßiger, kleiner Zuwachs bei AKW’s zu beobachten, der jedoch nicht vergleichbar mit dem wesentlich höheren Zuwachs bei den Erneuerbaren Energien ist. Windturbinen und Photovoltaikzellen sind im Jahr 2015 zu einer Standard-Technologie heran gereift, die weltweit millionenfach eingesetzt wird.

 

 

 

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Welche Auswirkungen hat das Wahlergebnis in Großbritannien auf die Klima- und Umweltpolitik?

Dienstag, 02. Juni 2015

Meinungsforschungsinstitute und Politikwissenschaftler waren am 07. Mai 2015 vom überwältigenden Wahlsieg des neuen und alten Premierminister David Cameron überrascht. Die Tories sind die alleinregierende Partei im Land. Inzwischen ist David Cameron knapp einen Monat an der Macht.

 

 

Was ist vom britischen Premierminister David Cameron für die Klimapolitik zu erwarten?

Was ist vom britischen Premierminister David Cameron für die Klimapolitik zu erwarten?

 

 

 

Wie sind die zu erwartenden Konsequenzen für die Klima- und Umweltpolitik?

 

Im Wahlkampf vermieden die Konservativen weitgehend spezifische Aussagen zur Umwelt- und Energiepolitik. Während David Cameron sich vor 9 Jahren noch mit Huskys in Spitzbergen fotografieren ließ und die Partei neu in Verbindung brachte mit Klimaschutz und Ökothemen, kamen in seinem aktuellen Wahlprogramm keine Ökothemen vor.  2010 hatte Cameron noch angekündigt die “grünste” britische Regierung aller Zeiten zu werden. Doch wie bei seinem transatlantischen Kollegen Obama folgten, folgten den Worten auch bei Cameron keine nachhaltigen Taten. Wie es in den nächsten Jahren seiner Regierungszeit weitergehen wird, dazu gibt es einige Annahmen und Hinweise. Grüne Themen dürften allerdings kaum zu finden sein und das bedeutet nichts Gutes für den Klimawandel. Die ersten Bekundungen und Aussagen der konservativen Regierung lassen nichts Positives für Umwelt und Klima erwarten. Als hätte man von Klimawandel und Umweltschutz noch nichts vernommen und wäre Leugnern des Klimawandels auf den Leim gegangen.

 

Atomkraft? – ja bitte!

 

Klar bekannt haben sich Cameron und seine Partei zur Unterstützung des riesigen und teuren EDF-Atomkraftwerks Hinkley Point C im südenglischen Somerset. Das bereits genehmigte Kraftwerk soll nach seiner Inbetriebnahme in etwa 8 bis 10 Jahren sieben Prozent des britischen Stroms produzieren. Aufgrund der hohen Investitionskosten ist der Bau nicht wirtschaftlich, daher hatte EDF staatliche Subventionen gefordert. Unterhalb von 90 Pfund/MWh würde das Kernkraftwerk Verluste schreiben. Das französisch-chinesische Konsortium hat mit der “alten” britischen Regierung eine Grundsatzvereinbarung getroffen für 16 Mrd. GBP zwei Druckwasserreaktoren mit einer Nettoleistung von 3200 MW zu errichten. Das Konsortium setzt sich zusammen aus der französischen EDF (Électricité de France) zu 40-50% und Areva, dem Kraftwerksbauer mit 10% sowie den chinesischen Unternehmen Guandong Nuclear Power Corporation Holding und China National Nuclear Corporation mit einem Anteil von 30 bis 40 %.

Seit dem Jahr 1995 wurden in Großbritannien bislang keine neuen Atomkraftwerke mehr in Betrieb genommen. Damit die Betreiber Gewinne erwirtschaften erhalten sie ab Inbetriebnahme eine garantierte Einspeisevergütung von 92,5 Pfund/MWh zzgl. einem jährlichen Inflationsausgleich. Diese Vergütung beträgt das Doppelte des durchschnittlichen englischen Strompreises 2013 und liegt deutlich über der Einspeisevergütung für  Onshore Windkraftanlagen. Darüber hinaus wurden staatliche Kreditgarantien über 10 Mrd. GBP vergeben um die Finanzierungskosten zu senken. Die Subventionen gelten für 35 Jahre, die Laufzeit des Betriebs der Kernreaktoren soll 60 Jahre betragen. Die lange Laufzeit ist für die Betreiber risikolos, da für den Fall dass die Kraftwerke gedrosselt oder abgeschaltet werden müssten der Ertragsausfall durch die Regierung finanziell entschädigt werden muss.

Die Subventionen wurden von der Europäischen Union genehmigt und von der EU Kommission als mit EU Recht vereinbar bezeichnet. Die EU Kommission geht von einer Höchstsumme von 34 Mrd. Pfund (46,8 Mrd. €) aus, dies sind die seitens der EU erwarteten Baukosten.

Cameron und seine Tories stehen klar zu dem Bau und werden es nach Kräften fördern, allen Bedenken zum Trotz.

 

Ein Lichtblick für die Klimapolitik? – ja bitte!

 

Auch die Förderung für ein Gezeitenkraftwerk in der Swansea Bay steht auf dem Plan.  Die Bucht bei Swansea (Wales) hat den zweithöchsten Tidenhub der Welt. Damit ist der Standort hervorragend geeignet. Im Juni 2015 soll hierzu eine Entscheidung fallen für oder gegen den Bau. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 1,4 Mrd. Euro und das Projekt soll etwa 155.000 Menschen mit Strom versorgen. Eine künstlich dort angelegte Lagune soll mit 16 Unterwasserturbinen mit einer täglichen Maximalleistung von 320 MW bestückt werden. Damit sollen pro Jahr 236.000 Tonnen CO2 eingespart werden können. Das Unternehmen Tidal Lagoon Power blickt angesichts der Aussage von Cameron das Projekt eventuell zu unterstützen optimistisch in die Zukunft. Das Gezeitenkraftwerk wäre auf jeden Fall ein Lichtblick im Bereich der Klimapolitik der Konservativen.

 

Flugverkehr? – gerne mehr!

 

Als weitere Förderobjekte sind Flughäfen in das Visier der Konservativen geraten. So sollen die Flughafenkapazitäten insbesondere in der Metropolregion London stark ausgebaut werden. Bislang gibt es 9 Flughäfen in und um London. Der größte und meist frequentierte Flughafen ganz Europas ist London Heathrow. Etwa 150 Millionen Passagiere werden pro Jahr abgefertigt. Allein am Flughafen London Heathrow gab es im vergangenen Jahr 470.695 Flugbewegungen.  Ein Ausbau der Flugkapazitäten in Heathrow liegt der konservativen Regierung am Herzen. Das Geschäftsjahr 2014 war für den Betreiber überaus erfolgreich. Der operative Gewinn stieg um 10,3 Prozent auf 1,57 Milliarden Pfund (etwa 2,1 Mrd. €). Im Jahr 2009 hat sich die Partei David Camerons noch als aktiver Gegner des Ausbaus positioniert. Inzwischen hat sich die Meinung deutlich geändert. Experten gehen davon aus, dass der Flughafenausbau kommen wird und damit dürften die Emissionen aufgrund des verstärkten Luftverkehrs zunehmen.

 

fossile Brennstoffe? – ja gerne!

 

Cameron steht uneingeschränkt hinter der Förderung fossiler Brennstoffe, insbesondere für die emissionsintensiven Kohlekraftwerke. Auch das in der Bevölkerung stark abgelehnte Fracking zur Gewinnung von Schiefergas hat er zur klaren Priorität ernannt. Der kriselnden Erdöl- und Erdgasproduktion in der Nordsee möchte er ebenfalls unter die Arme greifen und fördern.

 

Dies dürfte für Unmut in der Bevölkerung sorgen, da sie bisher schon über gestiegene Preise für Strom und Gas murren. Verantwortlich gemacht werden dafür die “Big Six”, die größten Energieversorger der Insel: British Gas, EDF Energy, E.ON UK, npower, Scottish Power und SSE. Die Mehrzahl der Briten ist der Meinung, dass diese Unternehmen nicht im Sinne der Verbraucher handeln und die Preise bewusst auf hohem Niveau halten. Der Strommix verspricht eine gute Ertragslage für die großen Konzerne. Etwa 71% des Energiebedarfs stammen aus fossilen Brennstoffen. Der Anteil von Kohle liegt knapp 10 Prozent über dem Anteil von Erdgas,  inzwischen stammen aus erneuerbaren Energiequellen 15%. Der Kernenergieanteil liegt bei etwa 21%.

 

Modernisierung? –  muss nicht sein

 

Gespart werden soll jedoch bei der Modernisierung der veralteten Energieinfrastruktur und generell beim Budget des Umweltministeriums.

Das 2013 unter dem Namen “Green Deal” gestartete Anreizprogramm private Haushalte zu mehr Energieeffizienz anzuhalten, war ein Flop und Cameron will Zitat: “den grünen Mist so schnell wie möglich los werden”.

Obwohl hier dringend Handlungsbedarf herrscht. Im Juli 2012 gab es 26,8 Millionen Häuser in Großbritannien. Mehr als 30 Prozent dieser Häuser sind älter als 65 Jahre. Jedes einzelne Haus verursachte 2010 3,2 Tonnen CO2 durchschnittlich, was etwa 15 Prozent des gesamten jährlichen CO2 Ausstoßes des Landes entspricht.  Zwar hat die Regierung in der vorherigen Amtszeit bereits Anstrengungen unternommen und beispielsweise eine steuerliche Förderung für alle CO2 neutral errichtete Neubauten erlassen, doch lockere Bauvorschriften werden weiterhin dafür sorgen, dass auch neue Häuser nicht das mögliche Energiesparpotential erreichen werden, wie dies bei möglich wäre.

 

Windkraft? – Rolle rückwärts!

 

Verwundert wurde bisher vernommen, dass die Subventionen für neue Windkraftparks auf dem Festland abgeschafft oder zurückgenommen werden sollen. Windkraft wäre die billigste Form der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen in Großbritannien. Die Kürzungen oder Streichung von Subventionen sollen jedoch nur neue, noch nicht am Netz oder im Bau befindliche Windkraftanlagen gelten. Bereits genehmigte Projekte stellen sehr interessante Anlagemöglichkeiten für die Investoren dar. Auch wenn nur wenige Projekte für Privatanleger konzipiert werden. Eines davon wird in Kürze von institutionellen Investoren übernommen, so dass auch eines der weniger Projekte für Privatpersonen vom Markt verschwindet. Kurzentschlossene können sich noch beteiligen unter http://www.gruenesgeld24.de/windpowerinvest-ii.htm. Derzeit gibt es in Großbritannien rund 4.000 Onshore-Windräder, welche 5 Prozent des Stroms produzieren. Laut einer Umfrage die im Guardian veröffentlicht wurde, unterstützt die Mehrheit der Bevölkerung die Förderung von erneuerbaren Energien und der Windkrafterzeugung an Land. Der Vorstoß zu Kürzung der Förderung ist also nicht auf Proteste aus der Bevölkerung, wie dies in Deutschland häufig angeführt wird, zurückzuführen.

 

 

Genehmigte Windprojekte auf der Insel stellen interessante Anlagemöglichkeiten dar

Genehmigte Windprojekte auf der Insel stellen interessante Anlagemöglichkeiten dar

 

 

Damoklesschwert? –  BREXIT!

 

 

Bislang werden viele Umweltschutzstandards in Großbritannien überwiegend nur durch die Umsetzung von EU- Richtlinien in nationales Recht garantiert. Solle es zum BREXIT, also zum Austritt Großbritanniens aus der EU kommen, dürfte es für die Umwelt- und Klimaschutzpolitik zu einer Zäsur kommen. Spannend wir, ob das für 2017 angekündigte Referendum in dem die Bevölkerung über den Verbleib in der EU abstimmen soll tatsächlich kommen wird und wie daraufhin das europafreundliche Schottland reagieren wird.

 

Weltklimakonferenz? – nichts zu erwarten!

 

Die UN-Weltklimakonferenz in Paris hat mit der regierenden Partei Großbritanniens einen weiteren Teilnehmer, von dem keine zukunftsorientierten und ehrgeizigen Klimaschutzziele zu erwarten sind. Dass Ende November bis 11. Dezember 2015 tatsächlich ein Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll beschlossen würde, rückt wieder ein Stück weiter in die Ferne. Bereits zum 21.ten mal findet die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz statt. Es ist das höchste Gremium der Klimarahmenkonvention UNFCCC, in der sich alle Industrieländer zur Reduktion Ihres Ausstoßes an Treibhausgasen verpflichtet haben. Letztes Jahr trafen sich die Regierungsvertreter in Lima und obwohl selbst der Papst Franziskus am 11. Dezember an den Klimagipfel eine eindringliche Botschaft, jetzt etwas gegen den Klimawandel und seine bedrohlichen Folgen zu tun, endete die Konferenz ohne konkrete Beschlüsse. Wir sind gespannt, was das Klima und damit die Menschheit vom 21. Klimagipfel erwarten kann.

 

Ausblick? – Eigeninitiative!

 

Das Beispiel Großbritanniens zeigt, dass Wahlen zu einem Rückschlag für die Klima- und Umweltpolitik führen können, daher ist es umso notwendiger die eigenen Anlagen auf versteckte Klimawandelrisiken zu überprüfen. Auf die Politik zu warten wäre unverantwortlich sorglos.

 

Neu ist es darüber hinaus nicht, Unternehmen auf Klimawandelrisiken zu untersuchen.  Einige zukunftsorientierte große Investoren gründeten im Jahr 2000 in London das Carbon Disclosure Projekt (CDP). Es hat zum Ziel den Dialog zwischen Investoren und Unternehmen in Fragen des Klimawandels zu fördern und mehr Transparenz bei klimaschädlichen CO2 Emissionen wichtiger Unternehmen zu erreichen. Inzwischen werden über 3.000 Unternehmen zu ihren CO2-Daten und zu Strategien der Emissionsreduzierung befragt und die Daten im Internet veröffentlicht. Das CDP ist weltweit das größte Projekt von Investoren die Auswirkungen des globalen Klimawandels auf Unternehmen zu analysieren und zu beobachten. Die Daten werden unter anderem genutzt um Unternehmen nach ihrer Klimafreundlichkeit zu bewerten, dies kommt vor allem im Bereich der nachhaltigen Geldanlage vor.

 

Nutzen Sie die Macht des Geldes um positiv auf das Klima einzuwirken, denn auf die Macht der Politik zu warten, erscheint langwierig wenn nicht aussichtslos. Ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Anlageportfolio ist laut einer Studie für 40 Prozent weniger CO2 Ausstoß verantwortlich als ein herkömmliches Anlageportfolio. We believe in the impact of money!

 

 

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Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Atommüll-Lager: Bundesregierung unsicher ob das Geld reicht

Mittwoch, 10. Dezember 2014

 

Die Atomkraft ist die teuerste Energieform die es gibt. Allerdings kann niemand sagen, wie teuer die Atomkraft wirklich ist, denn die Atommüll-Lagerkosten sind unkalkulierbar. Alleine das Gehalt eines Pförtners eines Atommüll-Lagers,  bezahlt bis der Atommüll ungefährlich wäre, überstiege das vorhandene Kapital aller Menschen der Erde deutlich, so Franz Alt im Grünes Geld Video Interview. Aber ein Endlager wird wohl auch 2050, rund 100 Jahre nach Beginn des Atomkraft-Zeitalters in Deutschland, nicht zur Verfügung stehen. Die Atommüll Diskussion wurde durch die Ankündigung der Aufspaltung von E.on neu  angeheizt.

 

Atommüll wird hier produziert: Neckarwestheim

Atom-Anlage Neckarwestheim: Atom-Müll-Frage ungelöst (Markus Lorch / pixelio.de)

 

Atommüll: Konzerne entledigen sich der Lasten für Atommüll

Der jüngste Coup des Eon-Vorstandsvorsitzenden Johannes Teyssen hat es in sich. Er will seinen Konzern in 2 Teil aufspalten:

 

Teil 1 – Zukunft: Erneuerbare Energien und Netze

Teil 2 – Altlasten: Gas, Kohle und Atom

 

Zwar gehen die angesammelten 14,5 Millarden Euro an Rückstellungen für Atommüll komplett auf den Altlasten-Teil über, doch bereits nach nur 5 Jahren wäre die Haftung  für den Gesamtkonzern erledigt. Reichen die 14,5 Milliarden Euro nicht aus, so müsste letztlich der Steuerzahlen einspringen. Der Zukunfts-Teil von Eon bliebe davon unberührt. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

 

Auch Wettbewerber Vattenfall ist kreativ. Bereits 2012 beendete der schwedische Mutterkonzern Vattenfall AB die Haftung für die deutsche Tochter auf raffinierte Art und Weise, in dem er die Vattenfall Europe AG mit der Vattenfall Deutschland GmbH verschmolz. Denn der Beherrschungsvertrag zwischen Vattenfall AB und Vattenfall Europe AG (die wiederrum für die Vattenfall Deutschland GmbH einstand) war damit hinfällig.

 

Bundesregierung bei Atommüll unsicher

Viele Jahre ging man davon aus, dass gesetzlich vorgeschriebenen Rückstellungen für die Atomkraft bei den Konzernen die ausreichende Antwort auf die Atommüll-Frage seien. Doch es hat sich nun eine grundlegend andere Situation gebildet: während Stromkonzerne früher als ausgemacht profitable Gewinnmaschinen galten, fallen nun sogar Verluste an. Langfristig ist also umstritten, ob die Konzerne die Lasten des Atommüll’s tragen können.

 

Nach Informationen des Handelsblatts vom 6. Dezember 2014 lässt die Bundesregierung deshalb durch die Kanzlei Becker Büttner Held prüfen, ob die “atomrechtlich begründeten Kosten” im Falle einer Insolvenz durch eine Gesetzesnovell vorrangig zu bedienen wären. Außerdem soll geprüft werden, inwieweit sich die Rückstellungen auf Extrakonten zu sichern sind.

 

Insgesamt wurden 36 Milliarden Euro an Rückstellungen für Atommüll gebildet. Ob diese Summe ausreicht, wird mittlerweile bezweifelt.

 

Endlager für den Atommüll weiterhin vollkommen unklar

Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Selbst 57 Jahre nachdem der erste Forschungs-Atommeiler und 42 Jahre nachdem der erste kommerziell genutzte Atommeiler  in Deutschland in Betrieb gegangen sind, weiß niemand wohin mit dem atomaren Abfällen.

 

Erst im Mai 2014 hat die dafür vorgesehene Kommission “Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe” die Arbeit aufgenommen. 34 Experten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wollten ursprünglich bis 2015 die Kriterien für die Suche festlegen.  Doch dieser Fahrplan ist nach monatelangen Streitigkeiten über die  Besetzung der Kommission wohl schon nicht mehr haltbar. Einig ist man sich nur, dass der in Deutschland angefallene Atommüll auch in Deutschland gelagert werden soll.

 

Experten schätzen, dass ein neuer Standort erst nach 2030 gefunden wird. Betriebsbereit wäre dieser vielleicht 2050, also fast 100 Jahre nach Beginn der Atomkraft in Deutschland.

 

Bis dahin dürfte es auch um die Frage von 2 Standorten für den Atommüll gehen. Denn für die Lagerung schwach und mittel radioaktiver Stoffe war bislang der Schacht Konrad vorgesehen. Aber dieser reicht längst nicht mehr  aus, um unseren bisher angefallenen schwach- und mittelradioaktiven Atommüll zu lagern.

 

100% Erneuerbare ist die Alternative zu Atommüll

In der Zwischenzeit werden Aktivisten wie Hans-Josef Fell von der Energie Watch Group nicht müde, die Alternative dazu aufzuzeigen.  “100% Erneuerbare Energien sind machbar”, so Fell. Seine Forderung ist angesichts dieser Diskussionen und dem gerade erst bekannt gewordenen Zwischenfall im größten europäischen Atommeiler in der Ukraine aktueller denn je.

 

 Atomkraftfreie Geldanlagen

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Erneuerbaren Energien steht neuer Schub bevor

Montag, 17. September 2012

Anlagechancen liegen vor allem im Bereich der Prozess- und Effizienzoptimierung

 

Erneuerbare Energien – Zukunfstrend für die nächsten Jahrzehnte

Die Situation für Deutschlands Autofahrer beim Stopp an der Tanksäule hat sich entspannt. Zwar liegen die Spritpreise gemessen am Durchschnitt der vergangenen Jahre nach Berechnungen der Bundesregierung immer noch auf sehr hohem Niveau. Von den Rekordmarken im Frühjahr dieses Jahres, als der Liter Benzin deutlich über 1,70 Euro kostete, haben sich die Preise trotz Urlaubsreisezeit jedoch mittlerweile ein gutes Stück entfernt. Die Frage ist jedoch, ob dieser Zustand von Dauer ist? Langfristig dürften die Energiepreise weiter steigen, da der Energiehunger der wachsenden Weltbevölkerung ungebrochen ist. Noch bestimmen die Sorgen um den Zustand der europäischen Staatsfinanzen und das lahmende Wachstum der globalen Wirtschaft die Stimmung an den internationalen Finanz- und Energiemärkten. Doch wenn die europäischen Politiker die Rettung der Euro-Zone entschlossen angepackt und wirkungsvolle Reformen auf den Weg gebracht haben werden, wird die Entwicklung der Energiepreise fast zwangsläufig wieder in den Fokus der Verbraucher rücken, zumal wenn gleichzeitig die Weltkonjunktur – angetrieben von den Schwellenländern – wieder Fahrt aufnimmt. Nur zur Erinnerung: Trotz Verlangsamung beträgt Chinas Wirtschaftswachstum noch immer mehr als sieben Prozent jährlich – auch Brasiliens und Indiens Volkswirtschaften sind weit entfernt von echten negativen Konjunktureinbrüchen.

 

Soviel ist sicher: Mit wachsender Energienachfrage steigen auch die Energiepreise – und damit dürfte auch das Thema der Erneuerbaren Energien für Anleger wieder stärker in den Vordergrund treten. Denn selbst wenn sich die Diskussion um den Ausstieg aus der Kernkraft rund ein Jahr nach dem Atomunglück von Fukushima beruhigt hat, so zeigen Events wir der Rio+20-Gipfel, dass der Gedanke des Klimawandels nach wie vor lebendig ist. Laut einer vom Meinungsforschungsinstitut Gallup veröffentlichten Umfrage nimmt zum Beispiel das Thema Umweltschutz für die Mehrheit der Chinesen eine höhere Bedeutung ein als das Wirtschaftswachstum. Und in Japan haben Mitte Juli immerhin weit über 100.000 Menschen gegen die Rückkehr des Landes zur Atomkraft protestiert.

 

Ökonomische und demografische Trends sprechen für stärkere Nutzung Erneuerbarer Energien

 

Dabei führt auch aus ökonomischer Sicht kaum ein Weg an einer stärkeren Nutzung von Erneuerbaren Energien wie Wind-, Wasser- und Sonnenenergie vorbei. Denn nach Berechnungen der Internationalen Energieagentur (IEA) im World Energy Outlook 2011 wird der globale Energieverbrauch zwischen 2010 und 2035 um ein Drittel steigen – und zwar selbst dann, wenn alle Regierungen ihre Pläne zur Neuausrichtung ihrer Energieversorgung und zur Reduzierung des Treibhausgases CO2 so umsetzen wie angekündigt. Eine große Rolle spielt hier nach Zahlen der IEA die Zunahme der Weltbevölkerung. Sie wird bis zum Jahre 2035 um 1,7 Milliarden Menschen steigen. Dass der globale Energiebedarf bis zum Jahr 2035 so stark zulegt, wird vor allem von der Dynamik der Energiemärkte außerhalb der OECD-Staaten getrieben: Nach IAE Berechnungen entstehen rund 90 Prozent des zusätzlichen Energieverbrauchs in Nicht-OECD-Ländern. Allein in China sollen laut IEA im Jahr 2035 rund 70 Prozent mehr Energie verbraucht werden als in den USA. In Indien und Brasilien soll der Energieverbrauch noch rascher wachsen als in China. Fossile Brennstoffe werden der Prognose zufolge im Jahr 2035 zwar immer noch rund 75 Prozent der globalen Nachfrage abdecken, doch in der Stromwirtschaft werden rund 50 Prozent der neuen Kraftwerkskapazitäten zur Deckung der wachsenden Nachfrage  auf erneuerbaren Energietechnologien beruhen.

 

Netzparität in Sichtweite

 

Nach Beobachtungen der Internationalen Energieagentur (IEA) gibt es allerdings wenig Anzeichen dafür, dass die Staaten rund um den Globus einen Kurswechsel eingeleitet haben. Dem World Energy Outlook 2011 der IAE zufolge überdenken sogar viele Regierungen mittlerweile ihren Ausstieg aus der Kernkraft oder treiben den Ausbau der Nuklearenergie voran – zum Beispiel die USA, wo die zuständige Atombehörde im Februar dieses Jahres erstmals seit über 30 Jahren den Bau eines neuen Kernkraftwerkes genehmigt hat. Auch China setzt auf Atomkraft. Das Land fährt aber konsequent zweigleisig, in dem es aktiv in Erneuerbare Energien investiert und diesen eine bedeutende Rolle in der „China Greentech Initiative“ zukommen lässt. Dies verdeutlicht das Beispiel Windenergie: China gilt als der weltweit größte Erzeuger von Windenergie und ließ die USA bereits vor zwei Jahren hinter sich. Die weltweite „Denkpause“ in Sachen Kernkraft nach dem Unglück von Fukushima hat zudem geholfen, Erneuerbaren Energien einen technologischen Schub zu verleihen und den Kapitalzufluss zu erhöhen, selbst wenn hier noch „Luft nach oben“ ist. Zumindest ist eine gute Basis gelegt, dass Erneuerbare Energien den Anschluss an herkömmliche Energiearten bekommen. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von der sogenannten Netzparität. Sie ist dann erreicht, wenn die Stromerzeugungskosten Erneuerbarer Energien in etwa genauso hoch sind wie die fossiler Energiearten. In sonnenreichen Regionen wie etwa in den Wüstenregionen Afrikas und der Westküste der USA ist dieser Angleichungsprozess bereits auf gutem Wege. Das alleine zeigt, dass das Thema Erneuerbare Energien unzweifelhaft zu den Megatrends der kommenden Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte zählt. Die Frage für Anleger ist allerdings, wo die besten Chancen in diesem vergleichsweise jungem Bereich liegen.

 

Auf den Anschluss kommt es an

 

Gute Aussichten bietet zweifellos der Bereich Infrastruktur, insbesondere der Subsektor der Energieübertragung. Fast überall auf der Welt sind fehlende oder schlechte Stromnetze ein Hindernis für die Implementierung und damit den Erfolg von Windenergie. Selbst die hochentwickelte deutsche Volkswirtschaft macht da keine Ausnahme. Fiel in den vergangenen Wintern ein paar Tage hintereinander die Temperatur weit unter den Gefrierpunkt, kamen die Stromnetze schnell an ihre Grenzen. Anlegern bietet der Subsektor der Energieübertragung daher einen sicheren und voraussichtlich lohnenswerten Weg, zum Beispiel indirekt in Windenergie zu investieren. Eines der Unternehmen, die auf diesem Gebiet vielversprechend erscheinen, ist Prysmian. Der Kabelhersteller mit Sitz in Italien hat volle Auftragsbücher und erhielt zu Anfang des Jahres zusammen mit Siemens einen Kabelauftrag im Volumen von 1,1 Milliarden Euro – einer der größten Aufträge dieser Art, der jemals vergeben wurde.

 

Auf E-Mobilität setzen

 

Weitere Chancen bestehen im Bereich der Effizienz- und Prozessoptimierung. Das gilt insbesondere für den Bereich der Elektromobilität. Die bislang sehr hohen Preise der Energiespeicher, aber auch das Gewicht der Batterien stehen einem großindustriellen Durchbruch und damit einer breiten Nutzung dieser Technologie entgegen. Unternehmen, die sich auf die Prozess- und Effizienzoptimierung der notwendigen Energiespeicher spezialisiert haben, sind in der Lage, diese Probleme zu lösen und werden von dem erheblichen Marktwachstum entsprechend profitieren. Ein Beispiel dafür ist der Batteriehersteller Exide, dessen Aktienkurs nach Bekanntwerden von Fortschritten im Bereich der Prozessoptimierung um 45 Prozent zugelegt hat. Ebenfalls gute Chancen bietet Tianneng Power, einer der führenden Anbieter von Fahrzeugbatterien in China und die Nummer eins im Bereich von Batterien für E-Bikes. Der chinesische Markt für Elektrofahrzeuge und E-Bikes ist vielversprechend, da gerade die ländlichen Provinzen auf eine preisgünstige Alternative zu den herkömmlich mit Benzin oder Diesel betriebenen Fahrzeugen angewiesen sind. Zudem besitzt das Unternehmen ein starkes Standbein im Bereich der Speicherung von Solarenergie. Und nicht zuletzt kommen immer stärkere Umweltauflagen seitens der Regierung dem Unternehmen entgegen, da dadurch kleinere Anbieter ausscheiden und sich der zersplitterte chinesische Markt auf diese Weise bereinigt. So dürfte davon auszugehen sein, dass Tianneng in diesem Jahr um rund 30 Prozent wachsen wird, wobei diese Prognose durch die guten Zahlen für 2011 gestützt wird. Im zurückliegenden Geschäftsjahr legte der operative Gewinn auf Basis der vom Unternehmen veröffentlichten Zahlen um über 75 Prozent zu. Die Zukunftserwartungen erscheinen auch deshalb sehr valide, weil der Markt für Ersatzprodukte in den kommenden Jahren beträchtlich an Bedeutung gewinnen wird.

 

 

 

Jon Sigurdsen, Manager der Fonds DNB Renewable Energy (ISIN: LU0302296149) und des DNB ECO Absolute Return (ISIN: LU0547714286)

Die DNB Fonds „Renewable Energy“ und „ECO Absolute Return“ investieren schwerpunktmäßig in Unternehmen, die sich auf Erzeugung, Speicherung und Transport Erneuerbarer Energien spezialisiert haben. Letztgenannter Fonds erzielte 2011 eine Rendite von 17,4% nach Kosten und setzte sich damit an die Spitze des Absolute-Return-Ratings von Morningstar (Kategorie „Long/Short-Aktien weltweit“) und Citywire (Kategorie „Long/Short Equity“) in der Jahreswertung für 2011. Von ECOreporter.de wurde die Strategie zum „Erneuerbare-Energie-Fonds des Jahres 2011“ ausgezeichnet.

 

Kontakt: Mike Judith, Vice President, DNB Asset Management, Tel.: 00352 – 45 49 45 503

 

 

  Bild: Hermann Rohr  / pixelio.de

Solaranlage in Italien geht wie geplant ans Netz

Montag, 29. August 2011

Der CHORUS CleanTech Portfolio Fonds ist ein nachhaltiger Fonds, in dem sich Anleger an Photovoltaik-, Wind- und Wasserkraftwerken gleichzeitig beteiligen können. Die Besonderheit an diesem nachhaltigen Investment ist die breite Streuung der Gelder auf ausgewählte Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien innerhalb Deutschlands und Europa.

 

Freiflächenanlagen in Italien - Profitieren Sie nicht nur von der Rendite

Zuletzt wurde durch den Emittenten bekannt gegeben, dass am 27. Juni eine in Deutschland errichtete Windenergieanlage und am 10. August eine Solaranlage in Italien erfolgreich ans Netz gegangen sind.

 

Anleger profitieren nicht nur von den Erträgen der Anlagen, sondern auch von der langjährigen Erfahrung des Initiators mit Erneuerbaren Energien. Im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energie Fonds besteht in diesem Fall beispielsweise kein  Projektierungs- und Baukostenrisiko, da der Fonds Festpreisvereinbarung mit erfahrenen Partnern aushandelt.

 

Die Grünes Geld GmbH greift gerne auf diese Expertise zurück und bietet im Bereich der erneuerbaren Energien bzw.  Solarprojekte ebenfalls CHORUS Produkte an. Unser Tipp: Investieren Sie mit dem CHORUS CleanTech Solar 5 Italien in ausgewählte Solaranlagen.

 

 


 

Unser Tipp für ein nachhaltiges Investment im Bereich erneuerbare Energien: CleanTech Solar 5 Italien

 


Projekt CleanTech Solar 5 Italien
Laufzeit 8 Jahre
Mindestanlagesumme 10.500 EUR
Wertentwicklung bis 2015 jährlich: 7,25%bis 2016 jährlich: 8,00% 

bis 2018 jährlich: 9,00%

Besonderheit – investiert in schlüsselfertige Solarparks in Italien- Die italienischen Einspeisevergütungen, die ebenfalls auf 20 Jahre garantiert sind, gelten als besonders sicher- Sie helfen den Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung zu unterstützen

 

Link zum CHORUS CleanTech Solar 5

 


 

Deutschlands Wasserwege: Die Qualität der Flüsse lässt auch 2011 zu wünschen übrig

Donnerstag, 25. August 2011

Deutschlands Flüssen geht es nicht gut – Durch eine wissenschaftliche Studie der Universität Koblenz-Landau, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Technischen Universität Bergakademie Freiberg wurde deutlich, dass noch immer große Mengen an Schadstoffen in deutschen Flüssen nachgewiesen werden können.

Deutsche Flüsse - Wasserqualität ist weiterhin bedenklich

Deutsche Flüsse - Wasserqualität ist weiterhin bedenklich

 

Als Basis der Untersuchung dienten die Flüsse Elbe, Aller, Ems und Weser. Über einen Zeitraum von zehn Jahren hinweg wurden die Flüsse auf zahlreiche Stoffe hin überprüft. Die Gewässer wurden dauerhaft auf insgesamt 331 Schadstoffe hin untersucht. Dabei wurden Vorkommen und Schädlichkeit der Stoffe beurteilt. Abschließend fand eine Evaluation der Gewässer statt, die Aufschluss über die Belastung beziehungsweise der Wasserqualität geben soll.

 

Die Studie ergab, dass insgesamt 257 Stoffe nachgewiesen werden konnten, teilweise in sehr hohen Konzentrationen. Die Wissenschaftler konnten außerdem nachweisen, dass ein Großteil der gefundenen Substanzen teilweise erhebliche Auswirkungen auf Flora und Fauna hat. Beispielsweise sind Kleintiere wie Flusskrebse besonders betroffen.

 

Abschließend kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass die Ziele der EU weiten Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die 2015 in großen deutschen Flüssen zum Tragen kommen soll, aller Wahrscheinlichkeit nach nicht erreicht werden können. Sofern die Schadstoffbelastung nicht abnimmt, ist ein erreichen der Ziele unrealistisch. Ein Ziel der WRRL ist beispielsweise die „schrittweise Reduzierung prioritärer Stoffe und Beenden des Einleitens/Freisetzens prioritär gefährlicher Stoffe“.

 

Weiterhin übt die Studie Kritik an der WRRL, da diese nur 33 von den insgesamt 331 geprüften Stoffen berücksichtigt. Durch die Studie konnte außerdem nachgewiesen werden, dass ein Großteil der 33 Stoffe der WRRL kaum Auswirkungen auf die Wasserqualität hat. Ein Ausweis der Wasserqualität eines Flusses nach WRRL Standard ist somit als kritisch zu bewerten.

 

Wasser: Die natürlichen Süßwasservorkommen in Europa sind ein wichtiger Teil der ökologischen Infrastruktur und in der Regel hochempfindliche Ökosysteme. Weltweit wird es mehr und mehr zur Herausforderung die Wasserversorgung der Menschen zu gewährleisten. Umso wichtiger sind eine nachhaltige Förderung der globalen Wasserversorgung,  sowie die Gewährleistung von sauberem Trinkwasser. Mit einer Investition in einen Wasserfonds oder mit den Musterportfolios „Wasser Monatssparen“ und „Wasser Einmalsparen“ haben Anleger beispielsweise die Möglichkeit sich am Ausbau der Wasserversorgung in Entwicklungsländern zu beteiligen.

 

 

 


 

Unser Tipp für ein nachhaltiges Investment im Bereich Wasser: Wasser Monatssparen 100+ Ethik

 


Projekt Wasser Monatssparen 100+ Ethik
Laufzeit täglich kündbar
Mindestanlagesumme 100 Euro
Wertentwicklung 2009: 31,37%
2010: 23,91%
Besonderheit – Sehr gute Chancen bei guter Stabilität- Ethik- Kriterien werden berücksichtigt- Täglich kündbar. Um Schwankungen auszugleichen sollte die Anlagedauer möglichst 8 Jahre oder mehr betragen- Sie helfen das globale Wasserproblem zu bekämpfen

 Link zum Musterdepot Sicherheit 5000+ Ethik


 


 

Kritisierter Indexfonds für kirchliche Anleger

Freitag, 10. Juni 2011

Seit nun elf Jahren gibt es in Deutschland börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds = „ETFs“) und noch nie gab es eine so große Nachfrage danach wie aktuell. 65 neue Indexfonds wurden nach dem Stand vom 27. Mai allein seit Jahresbeginn an der Börse Frankfurt gelistet, 36 davon sind Aktien-ETFs und 14 Stück sind Renten-ETFS. Insgesamt beläuft sich die Zahl von Indexfonds zur Zeit auf 800.

 

Zukunft der Erde liegt in der Hand des Menschen

Themen wie Umweltbewusstein, Förderung der natürlichen Ressourcen u.ä. werden von dem christlichen Indexfonds nicht berücksichtigt.

Seit letzten Herbst zählt dazu auch ein christlich geprägter Indexfonds der Deutschen Bank Tochter DB X-Trackers. Basisindex ist dabei der Stoxx Europe Christian Index, welcher mit 150 verschiedenen Unternehmen bestückt ist und in zehn Branchen investiert. Die am stärksten vertretene Branche ist mit 26% der Bank- und Finanzdienstleistungssektor, gefolgt von der Verbrauchsgüterbranche mit 14%. Hauptzielgruppe dieses Indexfonds sind kirchliche Investoren.

 

Kritiker sind der Meinung, dass der christliche Indexfonds weniger zu bieten hat, als er vom Namen her verspricht. Denn es reicht nicht bloß aus, nur wenige Branchen auszuschließen. Es müssten noch viele weitere Kriterien eingeführt werden. So ist Arnd Brechman, Leiter des Bereichs Wertpapiere, Vermögensmanagement und Private Banking der Sparkasse Essen, der Auffassung, dass Chrisstein mehr ist als es der Index abbildet. Er entfernt lediglich wenige Sektoren (Pornographie, Waffen, Tabak, Alkohol, Geburtenkontrolle und Glücksspiel) aus seinem Anlagehorizont, die nicht in das Wertebild hineinpassen. Kriterien wie verantwortungsbewusster Umgang mit der Schöpfung, mit der Umwelt und natürlichen Ressourcen sowie weiteren Bereichen werden dabei jedoch nicht berücksichtigt.

 

Auch Thomas Kohrs von der Frankfurt School, der Studiengänge zur Nachhaltigkeit konzipiert, ist der Meinung, dass die Ausschlusskriterien nicht ausreichend genug sind. Dies betrifft insbesondere die Atomkraft. Anstatt, dass sie ausgeschlossen ist, spielt sie sogar eine besondere Rolle: zum Ersten über die Energieversorger und zum Zweiten über den hohen, insbesondere auf Atomstrom ausgerichteten Anteil Frankreichs, der mit 15% nach Großbritannien auf dem zweiten Platz liegt. Ein ebenfalls nennenswertes und auch nicht vorhandenes Ausschlusskriterien ist ein Tabu für embryonale Stammzellenforschung.

 


 

Unser Tipp für eine ehtische und nachhaltige GeldanlageEinmalsparen Standard 2000+ Ethik



Projekt Einmalsparen Standard 2000+ Ethik
Laufzeit täglich kündbar
Mindestanlagesumme 2.000Euro
Rendite 2009: 20,75%
2010: 13,77%
2011: – 1,78%
Besonderheiten a.) Sehr gute Chancen auf langfristig überdurchschnittliche Wertzuwächse
b.) Täglich kündbar 

c.) Sie investieren nachhaltig

d.) Alle ausgewählten Nachhaltigkeitsfonds berücksichtigen strenge Ethik-Filter