Mit ‘Arktis’ getaggte Artikel

7 mal Wissenswertes zum „Ewigen Eis“

Freitag, 12. Januar 2018
Zusammenfassung: Die Erderwärmung steigt noch immer weiter an. Der Temperaturanstieg bringt das fragile Zusammenspiel der Natur aus dem Gleichgewicht. Mit dem Schmelzen des ehemals „ewigen Eis“ müssen weite Teile der Erde ums Überleben fürchten.

 

 

Wegweiser zum Nordpol.

 

Die weltweite Klimakrise ist aktuell eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Denn wenn der Temperaturanstieg auf der Erde nicht gestoppt werden kann, wird das Eis an den Polkappen weiter schmelzen, Inseln und Küstenstädte werden überflutet werden. Das biologische Gleichgewicht des Planeten gerät ins Wanken, denn durch das Aussterben einiger Spezies, wie beispielsweise der Eisbären, wird das fragile Zusammenspiel der Natur massiv gestört.

 

Ein Endzeitszenario, dem es sich entgegen zu stellen gilt. Und das versucht die Staatengemeinschaft. Zuletzt wurden auf der COP 23 in Bonn Maßnahmen diskutiert, die eine fortschreitende Erderwärmung aufhalten sollen und Möglichkeiten vorgestellt, mit denen die klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen gedrosselt werden können.

 

 

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Greenpeace feiert großen Sieg gegen Shell: Ölbohrungen in der Arktis werden gestoppt

Donnerstag, 01. Oktober 2015

 

Unerwartete Schützenhilfe bekam die Umweltorganisation Greenpeace bei Ihrem Kampf gegen die Ölbohrungen des Ölkonzerns Shell. Mit Ihrer Kampagne Schützt die Arktis ist Greenpeace seit Jahren dabei, die Probebohrungen von Shell in dem komplexen Ökosystem Arktis zu behindern und letztlich zu verhindern. Doch trotz aller Fehlschläge von Shell lies sich der Konzern nicht von den Bohrungen abhalten. Jetzt gab er bekannt, dass sie sich nicht rentieren – aus wirtschaftlichen Gründen.

 

 

Milliardengrab für Shell: 6,3 Milliarden Euro sind verloren

 

 

Nur gut 2 Monate beträgt das Zeitfenster, immer zwischen Juli und September, in dem sich die Probe-Bohrungen von Shell in der arktischen Tschuktschensee durchführen lassen. Entsprechend groß war der Aufwand – immerhin 30 Schiffe und zwei Bohrinseln machten sich von Seattle auf um in der Arktis zu bohren.

 

Nach dem für Europas größten Ölkonzern hoffnungsvollen Start der Schiffe im Juli kehrte nur 2 Monate später die Ernüchterung ein. Wie das Handelsblatt in seiner Ausgabe am 30. September 2015 berichtete, musste der Konzern zerknirscht eingestehen, dass gar keine ausreichenden Mengen an Öl und Gas gefunden wurden.

 

 

Schwerer finanzieller Schlag für Shell: Umweltschützer feiern

Über die letzten Jahre verursachte das Projekt für den britisch-niederländischen Konzern 6,3 Milliarden Euro an Kosten. Trotzdem ging immer irgendetwas schief. 2012 strandete beispielsweise die Bohrplattform “Kulluk” in schwerer See vor der Küste Alaskas. Für Shell, aber auch für alle Mitbewerber, kann der jetzige Abbruch der Bemühungen von Shell, ein heilsamer Warnschuss sein.

 

„Shell gibt auf. Das ist eine hervorragende Nachricht für die Arktis und das Klima und ein großer Sieg für die weltweite Protestbewegung“, sagte Sprecherin Larissa Beumer laut einem Bericht der FAZ

 

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Greenpeace feiert großen Sieg – auch Grünes Geld beteiligte sich an den Protesten gegen die riskanten Arktis-Bohrungen (Bild: Greenpeace).

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wir gratulieren Goldman Sachs und Shell!

Montag, 28. Januar 2013

And the Oscar goes to… Naja, der Oscar, oder eine andere rühmliche Auszeichnung ist es nicht gerade. Wir reden hier vom „Public Eye Award“ der am vergangenen Donnerstag anlässlich des Managergipfels in Davos verliehen wurde. Bei dieser Auszeichnung handelt es sich – ähnlich wie bei der „Goldenen Himbeere“ als Pendant zum begehrten Oscar – um einen Schmähpreis. Genauer gesagt um eine Negativauszeichnung für unverantwortliches Konzernverhalten, welche von Greenpeace Schweiz und der Erklärung von Bern verliehen wird! Und es wurden zwei wirklich würdige Preisträger ausgewählt.

 

Der „Public Eye Award“ wird seit 2000 anlässlich des Managergipfels in Davos verliehen.

 

Goldman Sachs und die griechische Finanzkrise

 

Der Jury-Preis geht in diesem Jahr an die US-Bank Goldman Sachs. Die Jury würdigt mit dieser Wahl einen herausragenden Fall von Profitgier. „Die Derivate-Deals von Goldman, die Griechenland in die Eurozone schummelten, verpfändeten die Zukunft der Griechinnen und Griechen. Zudem sind die Manager von Goldman Sachs Meister der Drehtür – durch den Wechsel in politische und öffentliche Ämter sichern sie der Bank die Geschäfte von morgen!“, so die Begründung von Andreas Missbach (Finanzexperte der Erklärung von Bern) für die Entscheidungsfindung der Jury.

Goldman Sachs ist nicht nur bekannt für besonders fragwürdige, unmoralische Finanzgeschäfte in den letzten Jahren der Finanzkrise, sondern auch für unzählige Verflechtungen ehemaliger Topmanager in Politik und Wirtschaft. Diese besetzen dort Spitzenpositionen und fällen auffällig oft Entscheidungen, die Goldman Sachs zugutekommen, oder zumindest nicht schaden.

Der Jury-Vorsitzende der Public Eye Awards, Michael Baumgartner ergänzt noch, dass die Bank zudem  einer der wichtigsten globalen Player im Rohstoff-Handel ist. Die US-Bank hat diese Märkte als neue Geldquelle erschlossen und destabilisiert die Rohstoffpreise. Sollten die Spekulationen erneut wie schon 2008 die Preise für Nahrungsmittel in rekordverdächtige Höhen treiben, werden Millionen Menschen in Hunger und Elend gestürzt.

 

Goldman Sachs und Shell erhalten den "Public Eye Award 2013

Goldman Sachs und Shell erhalten den „Public Eye Award 2013

 

Shell auf der Jagd nach dem „schwarzen Gold“ in der Arktis

 

An der Wahl für den Publikumspreis haben sich per Internet knapp 42.000 Menschen beteiligt. Mit 16.446 Stimmen ging dieser Preis an Shell für seine besonders agressive und hochriskante Jagd nach fossilen Brennstoffen in einem sensiblen Ökosystem wie der Arktis. Shell setzt somit eines der letzten Naturparadiese unserer Erde aufs Spiel und gefährdet den Lebensraum von Millionen Menschen und einer einzigartigen Tierwelt.

 

Seit 2012 setzt sich Greenpeace für einen Abzug von Shell aus der Arktis ein.

Seit 2012 setzt sich Greenpeace für einen Abzug von Shell aus der Arktis ein (http://www.savethearctic.org/).

 

Shell entgegnet Kritikern, dass das Unternehmen bereits seit Jahren in arktischen Gewässern nach Öl bohrt und somit über die nötige Erfahrung und den neuesten Stand der Technik verfügt, um fossile Rohstoffe sicher fördern zu können. Fakt ist allerdings, dass die neuen Bohrstellen in einer Gegend liegen, die bislang für solche Bohrungen nicht zugängig waren, da das eisfreie Zeitfenster schlichtweg zu klein war. Durch den anhaltenden Temperaturanstieg und die damit verbundene Eisschmelze in der Arktis werden aber immer mehr Gebiete für Konzerne wie Shell in der Arktis zugänglich. Anhand der fortlaufenden Pannenserie bei Probebohrungen in der Arktis ist allerdings Skepsis angebracht, ob der Konzern tatsächlich, wie er behauptet „die Einzigartigkeit und Bedeutung der Arktis“ respektiert. Selbst das US-Innenministerium hat inzwischen massive Bedenken zu diesem Projekt geäußert und überprüft erneut die Sicherheitsvorkehrungen zu den geplanten Bohrungen. Und auch Experten sind sich sicher, dass eine Ölkatastrophe in diesen Gewässern jederzeit möglich ist und unter den, in der Arktis vorherrschenden klimatischen Bedingungen nicht einzudämmen ist. Ein Unfall mit dem Ausmaß dessen der Deepwater Horizon hätte für das gesamte ökologische System in der Arktis katastrophale Folgen. Im Hinblick darauf, dass laut Experten die zu erwartenden Ölvorräte in der Arktis nur ca. 3 Jahre ausreichen, ist es umso unverständlicher, dass Shell hier ein derart großes Risiko in Kauf nimmt.

 

 

 

Die Verleihung des „Plublic Eye Awards“ findet bewusst als Gegengewicht zum World Economic Forum in Davos statt. Die Teilnehmer dieses Treffens sollen darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Entscheidungen, die hinter verschlossenen Türen und im kleinen Kreis über die Köpfe der Menschen hinweg getroffen werden, durchaus sehr kritisch hinterfragt und beäugt werden. In diesem Sinne sollten wir alle weiterhin kritisch bleiben!

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“