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Paribus im Interview: 3 Fragen zum Rail Portfolio III

Mittwoch, 18. September 2013

Die Paribus Capital GmbH aus Hamburg hat das dritte Lokomotiven-Projekt Paribus Rail Portfolio III auf den Markt gebracht und gilt als erfahrenster Anbieter in diesem Segment. Da bis zum Jahr 2030 nach Plänen der EU-Kommission 30% des Straßengüterverkehrs mit einer Transportdistanz von über 300 km auf Schiene oder Schiff verlagert werden sollen, bietet sich für Anleger hier eine interessante Alternative für eine ökologisch sinnvolle und gleichzeitig finanziell interessante Investition.

 

Grünes Geld führte hierzu ein Interview mit Herrn Christian Drake, Vertriebsleiter der Paribus Capital GmbH:

 

 

Herr Drake von Paribus und Herr Junker von Grünes Geld beim Interview in unseren Geschäftsräumen.

Herr Drake von Paribus und Herr Junker von Grünes Geld beim Interview im Grünes Geld Büro.

 

Grünes Geld: Paribus hat gerade mit dem Vertrieb des 3. Eisenbahn-Projektes begonnen. Was wird mit dem Geld der Anleger gemacht und weshalb haben Sie sich ein doch recht außergewöhnliches Thema heraus gesucht?

 

Christian Drake: Der Fonds erwirbt mit dem Eigenkapital der Anleger ein Portfolio von Lokomotiven für den Güter- uns Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Die Lokomotiven werden an unterschiedliche Mieter (private Eisenbahnverkehrsunternehmen, Industrieunternehmen und staatliche Mieter) mit unterschiedlichen Mietvertragslaufzeiten vermietet, so dass eine möglichst breite Streuung gewährleistet wird. Am Ende der Fondslaufzeit von 11 Jahren ab Vollinvestition ist eine Veräußerung der Loks vorgesehen. Lokomotiven sind sehr wertstabile Fahrzeuge, deren wirtschaftlich sinnvolle Nutzungsdauer bis zu 60 Jahren betragen kann. Die Entscheidung für die Assetklasse Lokomotiven, die tatsächlich auf den ersten Blick exotisch anmuten mag, haben wir bewusst getroffen. Es handelt sich hier um einen 178 Jahre alten Markt, der für private Investoren aber erst seit 1999 geöffnet wurde. Vor dem Hintergrund der gewachsenen Anforderungen an Klima- und Umweltschutz macht die Investition heute mehr denn je Sinn. Dem Ansatz von Paribus folgend, das Asset-Management immer selbst betreiben zu wollen, haben wir 2008 gemeinsam mit dem staatlichem Unternehmen „Seehafen Kiel“ die Gesellschaft „northrail“ gegründet. Die northrail beschäftigt inzwischen fast 40 Mitarbeiter und verantwortet die Vermietung von über 80 Loks aus den Rail Portfolios I & II.

 

Grünes Geld: Im Gegensatz zu Immobilien, Photovoltaik- oder Windkraft-Projekten müssen Sie immer dafür Sorge tragen, dass Ihr „Gut“, nämlich Lokomotiven, auch wirklich einen Abnehmer findet. Wie ist die Markt-Situation bei der Vermietung von Lokomotiven und was würde passieren, wenn z.B. ein Konjunktureinbruch käme?

 

Christian Drake: Wir haben in Nordeuropa einen Lokomotivmarkt von über 45.000 Maschinen von denen sich die Mehrheit auch im aktiven Betrieb befindet, der Neubauoutput der Hersteller ist überschaubar. Es lässt sich ein Nachfrageüberhang attestieren, wobei die Mietraten sich wie überall im Wettbewerb befinden trotzdem unter wettbewerbsbedingten Druck befinden. Sollten wir einen erneuten Konjunktureinbruch erleiden, so können wir auf die Erfahrungen aus dem Rail Portfolio I zurückgreifen. In der Krise war zwar ein leichter Rückgang der erzielbaren Mietraten zu verzeichnen, aber die Nachfrage nach Lokomotiven stieg sogar leicht an, da die Unternehmen in der Krise lieber mieten als zu kaufen. Das Rail Portfolio I konnte in den Krisenjahren 2009 und 2010 die prospektierten Auszahlungen leisten.

 

Grünes Geld: Herr Drake, erzählen Sie doch bitte unseren Lesern noch etwas über die Paribus Capital GmbH.

 

Christian Drake: Die Paribus Capital GmbH ist Inhabergeführt und bankenunabhängig. Gegründet im Jahr 2003 platzieren wir seit nunmehr zehn Jahren konservativ strukturierte Sachwertinvestments für Privatanleger und institutionelle Kunden. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen, die im Bereich Immobilien und Schienenverkehr liegen. Das insgesamt emittierte Fondsvolumen der Publikumsfonds liegt bei rund 380 Mio. EUR, hinzu kommen noch 202 Mio. EUR aus institutionellen Portfolios. Der Wert der gesamten Assets under Management liegt somit über einer halbe Milliarde EUR. Hiervon stammen rund 95 Mio. EUR aus der Fondsreihe der Rail Portfolios.

 

 

Button Mehr Info Rail Portfolio III

 

 

 

 

Kurzvita zu Christian Drake:

Christian Drake (geb. 1977) Vertriebsdirektor der Paribus Capital GmbH. Christian Drake ist Bankkaufmann und Diplom Betriebswirt. Er ist seit 2003 in der Beteiligungsbranche tätig hiervon zwei Jahre als produktverantwortlicher Manager bei einem bundesweit tätigem Finanzvertrieb einer Großbank. Seit 2010 ist Christian Drake Mitglied des Vertriebsteams von Paribus, seit Januar 2013 verantwortet er hier als Vertriebsdirektor den Bereich Süddeutschland.

GSI Lokomotivenfonds I gegen Paribus Rail Portfolio III: 5 Unterschiede der beiden lukrativen Eisenbahnprojekte

Mittwoch, 28. August 2013

Während in den letzten Jahren Paribus das Spielfeld der Eisenbahnprojekte alleine überlassen wurde, hat sich die etablierte GSI nun auch mit einem Angebot für den ökologischsten Verkehrsträger zu Wort gemeldet. Im August 2013 kamen nun beide Direktbeteiligungen auf den Markt. Wir klären die Unterschiede zwischen dem Platzhirschen Paribus und der interessanten Alternative von GSI. Unsere Angaben basieren auf den Verkaufsprospekten, Aussagen der Anbieter und den entsprechenden Tests des von uns sehr geschätzten Fachmagazins ECOreporter.

 

 

 

 

 

voith-lokomotive

Moderne Diesellokomotiven, hier Voith Gravita: bis zu 97% weniger Ruß als der bisherige DB-Standard (Bildquelle: Unternehmen)

 

 

 

Paribus Rail Portfolio III

GSI Lokomotivenfonds I

Kommentar

Zweck des Projektes Kauf, Vermietung und Verkauf von Lokomotiven für Güterverkehr, Personenverkehr und Personennahverkehr. Kauf, Vermietung und Verkauf von 19 Lokomotiven für Güterverkehr und Rangierdienst. Bei GSI sind die Investitionsobjekte bereits besser bekannt; bei Paribus ist dafür eine bessere Streuung gegeben.
Anbieter Paribus aus Hamburg, bisher 9 Immobilienfonds, einen Schiffsfonds und 2 Eisenbahnfonds. GSI aus Gräfeling, Gesellschafter u.a. die M.M. Warburg aus Hamburg, bisher 4 Flugzeugtriebwerkfonds und 3 Solarfonds. Beides sind vertrauenswürdige Anbieter. Paribus hat mehr Erfahrung im Eisenbahnsektor.
Gesamtfinanzierungsvolumen 43,7 Millionen Euro 43,48 Millionen Euro Gleichstand.
Fremdkapitalvolumen 12,2 Millionen Euro (28%) 25,95 Millionen Euro (60%) Paribus nimmt weniger Fremdkapital auf, das erhöht die Sicherheit falls die Vermietungssituation einmal schwierig wird.
Platzierungsgarantie In Höhe von 10 Millionen durch den Anbieter. über die 1. Tranche (5,5 Mio. Euro) von M.M. Warburg geplant. Beide Projekte haben eine eingeschränkte Platzierungsgarantie – das ist in Ordnung.
Geplante Laufzeit bis 2025 2028 Das Paribus-Projekt läuft rund 12 Jahre, das von GSI rund 15.
Geplante Gesamtausschüttung / IRR 170% / 6 Prozent 181% / 6,4 Prozent Die höhere Fremdkapitalquote von GSI sorgt für eine höhere prognostizierte Rendite.
Geplante Besteuerung auf Anlegerebene Sonstige Einkünfte lt. §22 EStG, d.h. individueller Steuersatz Progressionsvorbehalt, d.h. niedrige Besteuerung oder bei Spitzensteuersatz keine Besteuerung. Wenn das steuerliche Konzept von GSI aufgeht, deutlich weniger Steuern bei GSI zu zahlen.
Umweltwirkung Das Projekt kann alle Typen von Lokomotiven kaufen, also auch älterer Baujahre mit niedrigeren Umweltstandards. Es müssen jedoch alle geltenden Umweltbestimmungen eingehalten werden. Es werden nur fabrikneue Diesellokomotiven mit prinzipiell 20-40% geringerem Schadstoffausstoß als die derzeitige Flotte der DB hat, eingesetzt. Es ist geplant, die Loks mit Rußfiltern auszustatten, so dass 97% weniger Ruß ausgestoßen werden soll als bei der heutigen Flotte der Deutschen Bahn. Bei GSI wird wahrscheinlich die Deutsche Bahn als Erstmieter Rußpartikelfilter einbauen lassen. Dann ist das GSI-Projekt bei den Emissionen im Vorteil.
Besonderheit Starke Kompetenz durch enge Verzahnung mit dem Unternehmen Northrail (u.a. Verwaltung, Vermietung und eigene Werkstatt) Für die ersten 5 Jahre liegt eine Vermietungsgarantie des Herstellers vor. Erst danach muss sich GSI auf dem Markt Mieter suchen. Paribus ist wesentlich erfahrener und hat sogar eine eigene Werkstatt für Lokomotiven. Das gleicht GSI teilweise mit der fixen Erstvermietung an die deutsche Bahn. aus.
Alle Informationen Der GSI Lokomotiven I wurde am 11. September 2013 vorübergehend vom Markt genommen. Hintergrund: Der Lieferant der Lokomotiven (Voith) hat sich entschieden, die Lokomotiven-Sparte zu veräußern. GSI möchte zunächst abwarten, wer der neue Käufer wird. Eine Wiederaufnahme wird im Q1/2014 angestrebt.  

 

 

Fazit: Beide Projekte fördern den ökologischsten Verkehrsträger Bahn und haben damit eine gute Umweltwirkung. Paribus ist stärker in diesem Sektor verwurzelt und begibt bereits das 3. Projekt. Außerdem nimmt Paribus weniger Fremdkapital (Bankkredite) auf und senkt damit das Risiko – allerdings auch die Rendite.

 

GSI geht mit höherer Fremdkapitalquote und höherer in Aussicht gestellter Rendite aggressiver vor. Wird das steuerliche Modell wie geplant klappen, belastet das GSI Projekt dazu auch noch die Anleger weniger mit Steuerzahlungen. Und durch die fabrikneuen, wahrscheinlich mit Filtern ausgestatten Lokomotiven, ist der Umweltvorteil bei GSI etwas höher.

 

Sicherheitsbewusste Anleger mit Wunsch nach kürzeren Laufzeiten werden sich für den Paribus Rail Portfolio III entscheiden – renditeorientierte Anleger mit maximalem Umweltschutzwunsch sind besser beim GSI Lokomotivenfonds I aufgehoben.

 

 

Achtung: Diese Bewertung stellt keine Anlageberatung oder Beitrittsempfehlung dar. Bitte lesen Sie zuvor den Verkaufsprospekt inkl. der dort dargestellten Risiken bevor Sie eine Investitionsentscheidung treffen.

 

 
Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
 

Bahn bei der Sicherheit weiterhin an erster Stelle

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Kurz vor Weihnachten und den Schulferien zeigt es sich wieder: verstopfte Autobahnen und überfüllte Züge. Wenn dann noch der „plötzliche Wintereinbruch“ zuschlägt, kracht es auch vermehrt auf den Straßen. Trotz gut gefüllten Zügen lohnt es sich nicht nur aus ökologischen Gründen, vermehrt auf die Bahn umzusteigen. Züge gelten nach wie vor als sicherstes Verkehrsmittel. Daran ändern auch schwere Zug-Unfälle, wie bei Hordorf in Sachsen-Anhalt nichts. Bei diesem Unglück Anfang 2011 sind zehn Menschen ums Leben gekommen. Viel erschreckender klingt dagegen folgende Zusammenfassung des Vorsitzenden des Automobil-Club Verkehr, Horst Metzler: „Der europaweite Straßenverkehr löscht jedes Jahr eine Kleinstadt aus!“. Im Jahr 2010 habe es in Europa 31.000 Tote gegeben, die durch den Straßenverkehr verursacht wurden. Im Jahre 2011 hat alleine in Deutschland der Straßenverkehr 4000 Opfer gefordert, davon sind 614 der getöteten Personen Fußgänger gewesen. Statistisch gesehen ist das Todesrisiko der Personen im Straßenverkehr 55 mal höher als das der Bahnfahrer. Das Risiko bei einer Autofahrt verletzt zu werden liegt sogar 105 mal höher. Somit ist die Bahn mit Abstand das sicherste Verkehrsmittel.

 

Nicht nur sicherer, sondern meist auch stressfreier: Im Zug entspannen statt im Stau stehen.

Nicht nur sicherer, sondern meist auch stressfreier: Im Zug entspannen statt im Stau stehen.

 

Auch in puncto Ökologie und Nachhaltigkeit hat die Bahn gegenüber dem Straßenverkehr die Nase eindeutig vorne. Die Deutsche Bahn hat Ende November angekündigt, dass rund 5 Millionen Bahncardbesitzer und Zeitkarteninhaber ab 01. April 2013 ohne Aufpreis im Fernverkehr (in den ICE-, Intercity- und Eurocity-Zügen der DB) zu 100 % mit Ökostrom reisen. Somit verdreifacht das Unternehmen den Anteil regenerativer Energien im Fernverkehr. Auch in vielen Bereichen des Güterverkehrs ist die ökologische Bilanz des Transports per Schienenverkehr gegenüber dem LKW-Transport deutlich positiver zu sehen. Lediglich im Containerverkehr kann der Abstand der Bahn zum LKW sich verringern, wenn größere Vor- und Nachläufe mit dem LKW und mehrere Umladevorgänge erforderlich sind.

 

Die Tatsache, dass sowohl der Personen- als auch der Güterverkehr per Schiene große Vorteile gegenüber dem Straßenverkehr hat, findet auch den Zuspruch der Politik und somit investiert der Bund bis 2014 pro Jahr 2,5 Mrd. Euro in den Ausbau und Erhalt des Schienennetzes. Das bietet interessante Optionen für nachhaltige Kapitalanleger. Einen der wichtigsten Aspekte im Schienenverkehr stellen die Lokomotiven dar. Das Emissionshaus Paribus bietet mit dem Umweltfonds Rail Portfolio II die Möglichkeit in einen Pool von neuen und gebrauchten Lokomotiven zu investieren. Insbesondere private Eisenbahnunternehmen greifen gerne und häufig auf Miet- oder Leasinglokomotiven zurück. Aus den Miet- und später Verkaufserlösen erwirtschaftet der Fonds seine Rendite für die Anleger. Das Projekt „Rail Portfolio II“ kann noch bis Ende des Jahres gezeichnet werden. Genaue Informationen erhalten Sie hier:

 

Zum Rail Portfolio II

 

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“