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Montag, 10. Februar 2014

Manchmal kann das Internet sehr kompliziert sein. Es gibt zwar extrem viele Informationen, aber bis man sich hindurch gekämpft hat, weiß man gar nicht mehr, was man eigentlich gesucht hat. Aus den 3.330 Einträgen die alleine Google zum Thema Holzfonds findet, haben wir Ihnen die wirklich wichtigen Informationen zusammen gestellt. Damit sollte der ideale Einsteiger- und Fortgeschrittenen Artikel für Holzfonds entstanden sein – Feedback ist natürlich ausdrücklich erwünscht!

 

 

Nadelholz in den Alpen

 

Was ist ein Holzfonds?

Ein Holzfonds sammelt Geld von Anlegern ein und investiert dieses in Bezug mit dem Wertstoff Holz. Das können Wälder sein, aber das kann auch Holzverarbeitung sein oder ein sonstiges Themengebiet, das mit der Entwicklung des Holzmarktes zusammen hängt.

 

Welche Arten von Holzfonds gibt es ?

Es gibt grundsätzliche die Varianten „offener Investmentfonds“ und solche Fonds, die wir bei Grünes Geld unter dem Überbegriff „Projekte“ zusammen fassen. Das sind direkte Sachinvestments, die jedoch formell gesehen in unterschiedlichen Variationen angeboten werden. Das können Beteiligungsgesellschaften in Form einer GmbH & Co. KG sein, das können kombinierte Landpacht- und Dienstleistungsverträge sein, oder auch Zusicherungen von zu liefernden Mengen Holz in der Zukunft.

 

Welche Renditen können Holzfonds bieten?

Wenn wir in der Kategorie offenen Investmentfonds sind, halten wir den Pictet Timber für am aussichtsreichsten. Dieser hat in den letzten 5 Jahren durchschnittlich 20,2% Zuwachs pro Jahr erzielt. Aber Achtung: in diesem Fonds befinden sich Aktien von Holzunternehmen. Entsprechend müssen auch hier Schwankungen einkalkuliert werden. Die langfristige Renditeerwartung ist jedoch gut im zweistelligen Bereich. Sie sollten dazu einen Anlagehorizont von 10 Jahren oder mehr haben, auch wenn Sie börsen-täglich den Fonds kündigen können. Oder Sie mischen den Holzfonds zu einem Depot für Vermögensaufbau bei.

Im Bereich der Holz-Projekte sieht die Prognose anders aus. Agressive, meist jüngere Anbieter ohne tatsächlich vorgenommene Holzernten, versprechen hier Renditen von 12% und mehr. Je nach Verlauf des Projektes und je nach Entwicklung des Holzpreises können solche Renditen erzielt werden. Seriöse Anbieter wie MillerForest oder Forst Finance, die auch schon Holz geerntet und verkauft haben, sprechen meist von prognostizierten Renditen im Bereich 6% bis 9% pro Jahr.

 

Welche Anlagezeiträume muss man bei Holzfonds ansetzen?

Der große Charme von Holz liegt in der Stetigkeit und in den jahrhundertelangen Erfahrungen, die man mit dieser Art von Kapitalanlage schon gemacht hat. Allerdings führt das auch dazu, dass dem lange Anlagezeiträume gegenüber stehen. Ein Baum braucht Zeit zum Wachsen, auch wenn es in wärmeren und feuchteren Gefilden als in Deutschland ein wesentlich schnelleres Wachstum gibt.

 

Bei offenen Holzfonds kann man täglich sein Geld kündigen, aufgrund des Ausgabeaufschlags und der Schwankungen empfiehlt sich allerdings ein Anlagezeitraum von 10 und mehr Jahren. Bei Holzprojekten beginnt die Kapitalanlage schon ab 5 Jahren (Energieholz), kann aber typischerweise auch 25 Jahre betragen (zum Beispiel das Waldsparbuch mit Rücknahmegarantien des Anbieters).

 

Wie sicher sind Holzinvestments?

Auch hier gilt es zu unterschieden: ein offener Holzinvestmentfonds investiert in rund 50 große, börsennotierte Holz-Unternehmen weltweit. Durch die Streuung über Länder, Regionen, Währungen und Branchen (z.B. Waldbesitzer, Möbelindustrie, Zulieferunternehmen für Holzwerkzeug) ist das Kapital dort sehr sicher angelegt. Allerdings unterliegt es den Schwankungen an den Börsen, was nicht jedem gefällt. Für eine Anlagedauer von 10 Jahren oder mehr sind offene Holzfonds jedoch sehr gut geeignet und bieten eine hohe Sicherheit.

 

Bei den Holzprojekten sieht die Situation anders aus. Dort ist man direkter am Wertstoff Holz dran, das heißt die Sicherheit kommt über das Sachinvestment Holz selbst. Holz ist ein Material, das schon von Beginn der Menschheit an verwendet wurde. Nach heutigem Wissensstand wird Holz auch in Zukunft ein begehrter und wichtiger Rohstoff sein. Sein Verbrauch steigt etwas stärker als der Anstieg der Weltbevölkerung, so dass man von einem Trend hin zu Holz sprechen kann. Dem gegenüber stehen seit Jahrzehnten abnehmende Waldbestände auf der Erde, die durch die Urbanisierung und den Flächenverbrauch der anwachsenden Weltbevölkerung zusätzlich zu steigenden Holzpreisen führen.

 

Entsprechend liegen bei Holzprojekten die größten Risiken beim Anbieter – wie zuverlässig arbeitet dieser, was steckt hinter den Kulissen und welche Größe besitzt er? Deshalb ist eine umfassende Einschätzung des Holzanbieters unumgänglich, denn schließlich gibt es auch Anbieter, die bis dato noch nie einen Baum angepflanzt haben. Ob ein solcher Anbieter der richtige für eine Geldanlage ist, ist fraglich.

 

Wie nachhaltig sind Holzinvestments?

Jedes Holzinvestment fördert auf seine Weise den Wertstoff Holz. Jeder Stuhl, jede Schachtel oder jedes Spielzeug aus Holz ist wertvoll und nachhaltiger als wenn es aus erdölbasierendem Kunststoff gefertigt wäre. Darüber hinaus kann das Holzinvestment absolut unterschiedlich nachhaltig gestaltet sein. Die offenen Investmentfonds kennen zum Beispiel keine weiteren Nachhaltigkeitskriterien, so wird also kein besonderes Augenmerk auf zum Beispiel Umweltverschmutzung bei der Ernte oder schlechter Umgang mit Mitarbeitern oder Zulieferern gelegt.

Bei den Holzprojekten gibt es Anbieter, die rein auf die Renditeoptimierung hin arbeiten, Mitarbeiter schlecht bezahlen und Monokulturen entstehen lassen. Andererseits gibt es Anbieter, die sich Ethik und Ökologie auf die Fahnen geschriebenen haben und soziale Projekte mit der Bevölkerung vor Ort initiieren, tatsächliche Misch-Wälder entstehen lassen und trotzdem angemessene Renditen bieten (Beispiele: CacaoInvest oder GreenAcacia). 

 

Welche finanziellen Risiken geht man ein, welche Kosten gibt es?

Bei offenen Holzfonds wäre nur theoretsich ein Totalverlust möglich. Aufgrund der breiten, globalen Streuung des  Geldes kann praktisch nur bei panischen, vorzeitigen Verkäufen ein Verlust erlitten werden. Als wesentliche Kosten muss der einmalige Ausgabeaufschlag angesetzt werden (5% der Anlagesumme). Weitere Kosten sind bereits vor Angabe der Renditen in Abzug gebracht worden.

 

Bei den Holzprojekten ist das finanzielle Risiko der Totalverlust. Wenn man seine Geldanlage über einen Bankkredit finanziert hat, könnte es passieren, dass man sein angelegtes Geld verliert aber trotzdem den Bankkredit abzahlen muss. Alle Kosten sind in der Regel bei den Wald-Projekten bereits abgezogen, ein Agio wird meist nicht erhoben. 

 

Wo werden die Bäume angebaut?

Meist werden die Plantagen und Wälder in ganzjährig warmen und feuchten Gebieten angebaut. Damit ist ganzjähriges Volumen-Wachstum sichergestellt und eine etwaige Waldbrand-Gefahr nahezu auszuschließen. Das sind dann Gebiete in Panama, Paraguay, Kolumbien, Peru, Bulgarien oder Vietnam. Die politischen Verhältnisse sollten sehr stabil sein. In wenigen Fällen werden auch Wald-Projekte in Deutschland angeboten, die jedoch nur mit ganz besonderen Baumsorten (zum Beispiel Kiri-Holz) betrieben werden können.

 

Welche Baumsorten werden angepflanzt?

Das ist von Anbieter zu Anbieter und Land zu Land sehr unterschiedlich. Schnell wachsende Hölzer wie Eukalyptus oder Akazie können schon nach wenigen Jahren für erste Ernten sorgen. Auch ganz besondere Baumarten wie Kiri-Holz oder einheimische Hölzer in den einzelnen Anbau-Gebieten finden Anklang. Edelhölzer wie Mahagoni, Teak, Robinie oder Kirsch-Baum runden das sehr umfangreiche Angebot an Hölzern ab.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

BaumInvest 2 platziert!

Dienstag, 19. April 2011

BaumInvest 2, der zweite Waldfonds aus dem Hause Querdenker GmbH wurde am 31.März erfolgreich geschlossen. 740 Gesellschafter investieren 8,25 Mio. Euro Eigenkapital in die ökologische Aufforstung von tropischen Edelhölzern. Die Umsetzung des Projektes in Costa Rica ist schon weiter fortgeschritten als geplant.

Vorgesehen war die Schließung von BaumInvest 2 zum Jahresende 2011; jetzt ist der Fonds schon Ende März ausverkauft. Da schon im Vorjahr über die Hälfte des Beteiligungskapitals gezeichnet wurde, konnte die Umsetzung des Projekts in Costa Rica schon wesentlich früher als geplant beginnen. Bereits in 2010 wurde ein erstes Grundstück von 120 Hektar erworben und bepflanzt. Damit ist gut ein Drittel der angestrebten Fläche von BaumInvest 2 bereits ein Jahr vor der Zeit aufgeforstet. Die Bäume können also länger wachsen.

Leo Pröstler, den Geschäftsführer von BaumInvest 2 und der Querdenker GmbH, erreicht die Nachricht über die Fondsschließung in Costa Rica. Dort ist er gerade mit einer Gruppe von Investoren auf den Grundstücken der beiden BaumInvest-Fonds unterwegs. Sein Kommentar:„Die Fondsschließung ist natürlich auch für die Teilnehmer unserer Investorenreise eine gute Nachricht. Gleichzeitig sind unsere Gesellschafter hier sehr beeindruckt, was mein Sohn Stefan und sein Team in Costa Rica schon geleistet haben.“

Aufgrund des großen Anlegerinteresse an BaumInvest und der beachtlichen Fortschritte bei der Umsetzung in Costa Rica wird bereits ein neues Angebot entwickelt. Die Querdenker GmbH plant, spätestens im Frühjahr 2012 einen Folgefonds auf den Markt zu bringen. Eine neue Chance auch für all diejenigen Interessierten, die bei BaumInvest 2 nicht mehr berücksichtigt werden konnten.

Weitere Informationen zu BaumInvest: www.bauminvest.de