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Nachgehakt: Wie läuft’s beim GreenCityEnergy Windpark Odenwald?

Mittwoch, 30. April 2014

Die Green City Energy (GCE) entwickelt Beteiligungs-Modelle für Erneuerbare Enerigen – unter anderem für Photovoltaik, Wasserkraft und Windkraft. Ihr aktuelles Angebot investiert gar in alle drei Energiearten (mehr zum Kraftwerkspark II). Vergangenes Jahr hatte Green City den ersten eigenständigen Windpark entwickelt und öffentlich angeboten – den „Windpark Bayerischer Odenwald„. Im Rahmen einer Veranstaltung des Bund Naturschutz in Bayern, Gruppe Miltenberg, habe ich mir den Windpark nun genauer vor Ort angesehen.

 

Nordex N117 Windkrafträder

3 der insgesamt 5 Windkraft-Anlagen in Windischbuchen (Foto: Grünes Geld GmbH). Zu erkennen: statt Beleuchtung hat Green City rote Markierungen an den Rotor-Enden gewählt, um die Belästigung für Anwohner minimal zu gestalten.

 

Die Windkraftanlagen wurden im Laufe des Jahres 2013, während einer insgesamt ca. 8 monatigen Bauphase, errichtet. Die ersten Planungen für den Windpark wurden 2010 aufgenommen; das Gesamtprojekt wurde also mit einer Planungs- und Projektierungsphase von nur 3 Jahren relativ zügig abgeschlossen. Der Windpark besteht aus 5 Windturbinen des Typs Nordex N117. Vorgeschrieben durch die Netzbetreiber wurden dabei 4 Windturbinen an ein Netz angeschlossen; die 5. Turbine musste an ein anderes Stromnetz angeschlossen werden. 12 km neue Kabeltrassen für rund 1 Mio. Euro mussten installiert werden. 

 

Die Windkrafträder sind seit Dezember 2013 in Betrieb und werden vom Anbieter derzeit noch „feinjustiert“, es werden also hauptsächlich mechanische Optimierungen (z.B. der Lager) vorgenommen. Natürlich kann die Feinjustierung nur während des Stillstandes der Windturbinen durchgeführt werden – Nordex muss also dafür sorgen, dass die im Wartungsvertrag garantierten Verfügbarkeiten auch tatsächlich eingehalten werden. Im Normalfall kein Problem, statt garantierter 97% werden oftmals 98% oder 99% erreicht.

 

Blick ins Innere Nordes N117

Gut zu sehen: Die schwarzen Bindeglieder aus Stahl an der Wand, welche die Betonteile verspannen. In der Bild-Mitte: Aufzug zum Erreichen der Windturbine

 

Interessant zu sehen war die Max-Bögel-Konstruktion „Hybrid-Turm„. Hybrid deshalb, weil auf Beton und Stahl gesetzt wird. Der untere Teil des Turmes besteht nämlich zunächst nur aus Beton-Fertigteilen, die dann im Innenraum mit schwarzen Spanngliedern aus Stahl zusammengehalten werden. Die einzelnen Beton-Fertigteile (Halbschalen) werden nicht durch Mörtel oder ähnliches verbunden.

 

Vorteile dieses Turms sind kurze Errichtungszeiten und durch den Verzicht auf Mörtel, dass die Errichtung bei nahezu jeder Witterung / Feuchtigkeit erfolgen kann.

 

Außerdem kann der Turm nach der Nutzungsdauer (wahrscheinlich 25 Jahre) sehr einfach wieder abmontiert werden. Aufwendige Sprengungen  oder herkömmliche, aufwendige Abriss-Arbeiten können so vermieden werden.

 

Mein Fazit: Das Projekt scheint ordentlich geplant und ausgeführt worden zu sein. Dass rund ein halbes Jahr nach Inbetriebnahme noch Einstellarbeiten (Feinjustage) vorgenommen werden, ist normal. Der Schutz der Umwelt wurde in dem Maße berücksichtigt, wie das nach heutigem Stand der Technik maximal möglich ist. Wichtig wird natürlich sein, welche tatsächlichen Stromerträge die Anlagen nach 2-3 Betriebsjahren wirklich bringen werden. Erst dann kann von einem ökonomischen wie ökologischen Erfolg ganz nach dem Motto von Grünes Geld gesprochen werden: Ökonomie küsst Ökologie!

 

 

 

 

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Grünes Geld Geschäftsführer Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun. Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.