Mit ‘Beratung’ getaggte Artikel

Einfachheit zahlt sich aus – 5 gute Gründe für eine Online Finanzberatung

Dienstag, 26. Juni 2018
Zusammenfassung: Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten. Auch wenn dieser Zug für die einen noch zu langsam an Fahrt gewinnt. Genrell verändern sich Wirtschaft und Gesellschaft - und das nicht nur zum Nachteil. Denn viele Prozesse, die bislang zeit- und ressourchenaufwändig verliefen, werden schlank und transparent. Zum Beispiel die Finanzberatung.

 

Bunt und vielfältig – neue Wege der Finanzberatung.

 

Eine gelungene Strategie zur Digitalisierung – das ist die aktuelle Herausforderung für viele Unternehmen, den Staat und die Gesellschaft im Allgemeinen.

 

Dabei wird der Begriff der Digitalisierung durchaus unscharf verwendet. Je nach Handlungsfeld steht er für das papierlose Büro, geteilte digitale Inhalte, aber auch für die generelle Virtualisierung komplexer Prozesse.

 

Skeptiker sehen den Untergang sozialer und persönlicher Beziehungsgeflechte, Befürworter betonen die ökonomischen Vorteile und die enorme Beschleunigung ehemals langwieriger Vorgänge.

 

Fakt ist, dass die Digitalisierung nicht mehr aufzuhalten ist und unsere Umwelt verändern wird. Viele Berufe werden über kurz oder lang verschwinden. Im Gegenzug wird der Bedarf an Spezialisten steigen, sicher und kompetent durch eine neue digitale Gesellschaft navigieren und mögliche Untiefen und Stürme meistern können.

 

 

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Die „sieben Todsünden“ – 7 Fehler bei der Geldanlage

Dienstag, 13. März 2018
Zusammenfassung: Für Anleger gibt es viele gute Tipps, aus denen sie auswählen können. Aber es gibt auch sieben häufige Fehler. Wer hier in die Falle geht, kann schnell herbe Verluste verbuchen. – Alles Wissenswerte in die „sieben Todsünden der Geldanlage.

 

Die goldene Regel: Anlagefehler vermeiden!

 

Wer Geld anlegt hofft auf eine gute Entwicklung seiner Investition, wünscht sich Sicherheit und möchte gegebenenfalls auch auf die Anlage wieder zugreifen können. Je nach Anlegertyp spielt der eine Faktor eine größere Rolle, als der andere. Generell bewegen sich jedoch alle Geldanlagen innerhalb der Spielregeln des magischen Dreiecks, dessen Eckpunkte Rentabilität, Sicherheit und Verfügbarkeit lauten. Erfreulicherweise ist zu diesen drei Punkten in den letzten Jahren verstärkt der Aspekt der Nachhaltigkeit getreten.

 

Das bedeutet, dass immer mehr Anleger nicht nur wissen wollen, wieviel an Erträgen ihr Investment innerhalb der geplanten Anlagedauer abwerfen wird, sondern sich genauso dafür interessieren, wie ihr Geld eingesetzt wird und welche Auswirkungen ihre Investition auf die Gesellschaft, die Umwelt und das Klima haben wird. Entsprechend erfreuen sich Geldanlagen im Bereich der Erneuerbaren Energien zunehmender Beliebtheit, aber auch Mikrofinanzfonds  und andere nachhaltige Investments sind im kommen. Gemeinsam haben diese Geldanlagen, dass sie Anlegern nicht nur eine gute Rendite bringen, sondern auch eine positive globale Auswirkung haben.

 

 

 

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Lebensversicherung kündigen? – 5 Alternativen!

Freitag, 25. August 2017

Zusammenfassung: Durch hohe Stornokosten ist die Kündigung einer laufenden Lebensversicherungspolice kaum rentabel. Alternativen zu diesem letzten Schritt können unter anderem Verkauf, Beitragsfreistellung oder Beleihung sein. Die beste Lösung generell bleibt jedoch, sich bereits vor Vertragsabschuss – und gegebenenfalls vor einer Kündigung – umfassend beraten zu lassen, um teure Fehler zu vermeiden.

 

 

Finanzielle Sorgen sind belastend.

Knapp bei Kasse? – Eine unangenehme Situation, in der niemand gerne ständig stecken möchte. Also gilt es zu überlegen, wie mehr Geld in die Kasse kommen oder weniger ausgegeben werden könnte. Eine Lösung: Regelmäßige Ausgaben auf den Prüfstand stellen und neu entscheiden, welches Abonnement, welche Mitgliedschaft oder auch welche Versicherung vielleicht nicht mehr in die aktuelle Lebenssituation passt.

 

Doch während beispielsweise die Kündigung eines Zeitschriftenabonnements lediglich die Einstellung der regelmäßigen Lieferung zur Folge hat und sicher nur Vereine und Mitgliedschaften aufgekündigt werden, die ohnehin kaum oder selten genutzt werden, sieht das mit der Kündigung einer Versicherung schon ganz anders aus. Konsequenz Nummer eins: der Versicherungsschutz erlischt.

 

Bei einer Risikolebensversicherung bedeutet das, dass die Hinterbliebenen im Ernstfall finanziell nicht abgesichert sind. Bei einer Kapitallebensversicherung oder einer fondsgebundenen Lebensversicherung kommen zusätzlich als zweite Konsequenz hohe Stornokosten hinzu. Keine Angst – diese Kosten bilden keine zusätzliche Belastung – sie werden stattdessen vom aktuellen Rückkaufswert der Versicherung abgezogen. In der Praxis bedeutet das: Wer eine Lebensversicherung aufkündigt, verschenkt Geld, denn die Versicherungspolice verliert durch die vorzeitige Beendigung des Vertrags erheblich an Wert. Nach Abzug der Stornokosten bleibt da nicht viel übrig.

 

 

Vielfältige Gründe für und gegen eine Lebensversicherung

Lebensversicherungen gehören in Deutschland nach wie vor zu den beliebtesten Policen. Schließlich zählt Sicherheit bei vielen Sparern weiterhin zu den wichtigsten Ansprüchen und entscheidendsten Faktoren für eine Lebensversicherung, die auch zur privaten Altersvorsorge dient.

 

Wenn der Milchschaum abgeschöpft ist, bleibt nicht viel …

Aktuell laufen rund 94 Millionen Verträge. Die Kehrseite dieser Popularität: Oft werden noch immer Verträge abgeschlossen, die mittel- oder langfristig nicht zur persönlichen und finanziellen Situation des Versicherungsnehmers passen. Fehlentscheidungen mit teuren Folgen. Fast jede zweite Versicherungspolice wird vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit gekündigt. Das bedeutet, dass das eigentliche Ziel – der Aufbau einer soliden finanziellen Vorsorge für das Alter – nicht erreicht wurde.

 

Die Gründe für diesen Schritt sind vielfältig. Teilweise macht sich während der Laufzeit eine Frustration über die geringe Rendite der Versicherungspolice breit, denn in den vergangenen Jahren sind die Überschussbeteiligungen bei vielen Versicherungsgesellschaften gesunken. Während ehemals Versicherte mit Erträgen von teilweise über sechs Prozent rechnen konnten, ist aktuell Bescheidenheit angesagt. Das anhaltende Niedrigzinsniveau macht auch vor den Lebensversicherern nicht Halt. Kunden können derzeit nur noch mit einer Rendite zwischen drei und vier Prozent rechnen. Ein Ende des Trends ist nicht abzusehen.

 

Auch der weiter abgesenkte Garantiezins hat sich zu einem Argument gegen die Lebensversicherungspolice entwickelt. Denn die hohe Beliebtheit der kapitalbindenden Lebensversicherungen basierte zu einem großen Teil auf der gebotenen Sicherheit und auf der garantierten Verzinsung, die bis zur Jahrtausendwende bei satten vier Prozent lag. Die rasante Talfahrt des Garantiezinses hat allerdings dazu geführt, dass mit aktuell 0,9 Prozent eigentlich nicht mal mehr die Inflation ausgeglichen werden kann. Zwar sind bei laufenden Verträgen die jeweils im Abschlussjahr gültigen Zinsen auch weiterhin garantiert. Die ehemals beliebte klassische Lebensversicherung zur Altersvorsorge entwickelt sich allerdings immer mehr zum Auslaufmodell.

 

 

Kündigung ist keine Seltenheit – aber nicht alternativlos

Wer frühzeitig kündigt, verschenkt Geld.

Die unzähligen Gründe, die zur Kündigung der Lebensversicherung führen, bewegen sich also auf dem weiten Feld zwischen persönlichen Lebensumständen und strukturellen Entwicklungen.

 

Kündigung bedeutet in diesem Fall, dass die vereinbarte Mindestlaufzeit der Police vorzeitig beendet wird. Denn im Allgemeinen kann nach Ablauf der Mindestlaufzeit der Vertrag vier Wochen zum Ende des Versicherungsjahres gekündigt werden. Das bedeutet, dass die Vertragslaufzeit reduziert wird. Reduziert werden kann auch die Versicherungssumme der Police. Dadurch sinken die monatlichen Beiträge. Nachteil dieser Variante: Im Todesfall verringert sich auch die Auszahlung an die Hinterbliebenen. Wer dieses Risiko nicht eingehen möchte, kann auch den Vertrag in Richtung einer Risikolebensversicherung ändern. Damit reduzieren sich allerdings auch die Ablaufleistungen zur Altersvorsorge.

 

Die Versicherung vorzeitig zu beenden ist meist keine gute Lösung. Aber es gibt Alternativen, die vielen Versicherten unbekannt sind und den Geldbeutel schonen.

 

 

Alternative 1: Verkaufen

Abgesehen von der klassischen Risikolebensversicherung, die immer noch das eigene Leben versichert und die jeweils im Vertrag begünstigten Hinterbliebenen absichert, verfolgen Lebensversicherungen heute vor allem den Zweck, eine finanzielle Vorsorge für das Leben in den kommenden Jahren zu treffen.

 

Entsprechend investieren Versicherungsgesellschaften die Prämien, um später eine entsprechende Rendite gewährleisten zu können. Das bedeutet, dass die Lebensversicherungspolice einen Wert an sich besitzt. Allerdings ist dieser Wert erst nach Ablauf der Laufzeit auch wirklich attraktiv.

 

Auch wenn der Versicherte nicht warten kann und lieber jetzt als gleich das Geld benötigt, andere haben einen längeren Atem und können abwarten: spezielle Ankaufunternehmen und andere Investoren.

 

Verkauf bringt Geld in die Kasse.

Daher bietet es sich an, die Versicherungspolice an diese Interessenten zu verkaufen. Das Ankaufunternehmen führt dann den Vertrag bis zur Fälligkeit weiter. Das bedeutet, dass die fälligen Beiträge gezahlt werden und für den Verkäufer weiterhin ein Versicherungsschutz besteht. Wird dann die Versicherung nach Ablauf der Laufzeit fällig, erhält das Ankaufunternehmen sämtliche Auszahlungen und Beteiligungen.

 

Die Vorteile für den Verkäufer liegen auf der Hand. Da bei einem Verkauf die hohen Stornokosten der Versicherung entfallen, hält sich der Verlust in Grenzen. Im Allgemeinen erhält der Verkaufswillige dann einen Preis, der etwa ein bis fünf Prozent über dem aktuellen Rückkaufswert der Police liegt und kann sofort über den Betrag verfügen.

 

Auch Ankaufangebote sorgfältig prüfen

Die renommierte Stiftung Warentest warnt jedoch davor, allzu blauäugig den Verkauf anzugehen und die Angebote zum Ankauf der Lebensversicherungspolice sorgfältig zu prüfen. Denn Vergleich lohnt sich auch hier.

 

Außerdem sollte der Versicherungsnehmer auch darauf achten, ob Steuern beim Verkauf der Police anfallen. Entscheidend dafür ist das Jahr des Vertragsabschlusses. Wer eine Police mit einer Mindestlaufzeit von zwölf Jahren vor dem Jahr 2005 abgeschlossen hat und diesen Vertrag mindestens fünf Jahre bedient hat, zahlt beim Verkauf keine Steuern. Wurden weniger als fünf Jahre Beiträge bezahlt, muss die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und den eingezahlten Beiträgen versteuert werden.

 

Für Verträge die ab 2005 abgeschlossen wurden, wird die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent fällig. Außerdem muss der Solidarzuschlag gezahlt werden. Versteuert wird auch hier der Gewinn, also der Betrag, der nach Abzug der Beiträge vom Kaufpreis übrig bleibt.

 

 

Alternative 2: Policedarlehen

Wer kurzfristig Geld benötigt, sich aber nicht von der Versicherungspolice trennen will, kann den Wert der Lebensversicherung nutzen und den Vertrag beleihen. Auf diese Weise kann eine vorzeitige Auflösung des Vertrags, die in der Regel mit hohen finanziellen Verlusten verbunden ist, elegant umgangen werden.

 

Versicherungspolicen können eine sichere Bank sein.

Dabei haben sich verschiedene Finanzdienstleister auf dieses lukrative Feld spezialisiert. Schließlich stellt die Kapitallebensversicherung eine sehr solide Sicherheit für die Kreditgeber dar. Entsprechend liegen die Zinsen für diese Policedarlehen im Allgemeinen unter den Angeboten der Banken und werden mit meist flexiblen Rückzahlungsmodalitäten angeboten. Besonders interessant ist dabei, dass die ansonsten obligatorische Schufa-Anfrage und – Eintrag entfällt.

 

Ein weiterer Vorteil des Policedarlehens ist, dass der vertragliche Versicherungsschutz weiterhin ununterbrochen bestehen bleibt und sich nichts an den geplanten Ablaufleistungen ändert. Damit ist die Beleihung der Lebensversicherung eine interessante Alternative für alle, die zwar dringend Geld benötigen, jedoch weiter an ihrer privaten Altersvorsorge weiter arbeiten wollen.

 

 

Alternative 3: Beitragsfreistellung

Wenn die regelmäßigen Beiträge zur Lebensversicherung eine Belastung darstellen jedoch der Verkauf oder die Beleihung der Police nicht drängt, ist die Beitragsfreistellung des Vertrags eine solide und simple Lösung. Der Versicherte stellt dafür einen Antrag auf Beitragsfreistellung bei der Versicherungsgesellschaft und muss dann keine Versicherungsbeiträge mehr leisten. Gleichzeitig werden jedoch die bereits eingezahlten Sparanteile weiter verzinst. Nach Vertragsablauf fallen die Auszahlungen dann zwar entsprechend geringer aus als bei einer regelmäßig bedienten Police, die Verluste sind jedoch überschaubarer als bei einem Verkauf des Vertrags. Ein weiterer Vorteil dieser Alternative: Wenn sich die persönliche finanzielle Situation verbessert, kann der Vertrag wieder aufgenommen werden.

 

Nachteilig kann es sein, wenn an der Lebensversicherung weitere Zusatzversicherungen hängen, wie beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung, denn der Versicherungsschutz entfällt während der Beitragsfreistellung.

 

 

Alternative 4: Stundung der Beiträge

Freiberufler und Selbstständige können ein Lied davon singen, um die Zahlungsmoral steht es nicht immer zum Besten. Wer also theoretisch die Beiträge seiner Versicherung bezahlen kann, praktisch aber noch nicht über das Geld verfügt, kann die Beiträge bei der Versicherung auch vorübergehende stunden lassen. Die versäumten Beiträge müssen dann komplett nachgezahlt werden. Diese Variante bietet den Vorteil, dass sich die Versicherungssumme nicht verändert, die Sparanteile voll verzinst werden und der kurzzeitige finanzielle Engpass überbrückt werden kann.

Alternative 5: Beiträge aus Überschüssen bezahlen

Wer bereits eine ganze Weile die Lebensversicherung bedient hat, kann als Alternative zur Kündigung auch die laufenden Beiträge aus dem bereits angesparten Vertragskapital begleichen. Der Versicherte leiht sich quasi das Geld für die Beiträge von sich selbst. Die Nachteile sind gering, die Ablaufleistungen der Police verringern sich entsprechend.

 

 

Beratung – vor Vertragsabschluss und vor einer Kündigung

Beratung wirkt besser als Sorgenfresser.

Es gibt einen Weg, einen unpassenden Vertrag von Anfang an zu vermeiden und – wenn das Kind dann doch in den Brunnen gefallen ist – eine verlustreiche Kündigung der Police zu umgehen. Dieser Weg ist die vertrauensvolle Beratung mit einem unabhängigen Finanzdienstleister.

 

Wir von Grünes Geld, ermitteln gemeinsam mit unseren Kunden nicht nur die aktuelle finanzielle und persönliche Situation, sondern arbeiten auch heraus, welche Werte Ihnen wichtig sind und welche Finanzprodukte zu Ihnen passen. Dann wer eine kurzfristige Geldanlage sucht, wird kaum mit einer kapitalbindenden Lebensversicherung glücklich werden, gleichgültig, wie attraktiv die Erträge einmal sein werden.

 

Neben der vertrauensvollen Zusammenarbeit verbindet uns jedoch noch ein weiterer wichtiger Punkt mit unseren Klienten: Seit mehr als zehn Jahren stellen wir mit unserem Unternehmen unter Beweis, dass nachhaltige Geldanlagen gute Erträge erzielen.

 

Durch Geldanlagen in ökologisch und soziale sinnvolle Projekte machen wir Stück für Stück die Welt etwas besser und erwirtschaften dennoch gute Erträge für unsere Kunden. Mit mehr als 300 interessanten Anlageprodukten, finden wir für jeden Anlegertyp die passende Lösung – vom unkomplizierten monatlichen Sparen bis hin zur grünen Lebensversicherung.

 

 

 

 

Carmen Junker Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Nachhaltige Geldanlagen im Gestern, Heute und Morgen und Interview mit Carmen Junker

Donnerstag, 22. November 2012

„Geld stinkt nicht – aber bisweilen die Art, wie es verdient wird!“ Ein Ausspruch, der auf den römischen Kaiser Vespasian zurückzuführen ist. So lange gibt es die Idee der nachhaltigen Geldanlage noch nicht. Wollte doch Vespasian einfach nur die öffentlichen Toiletten besteuern und rechtfertigte dieses Handeln gegenüber seinem Sohn Titus mit dem Ausspruch „Geld stinkt nicht – Pecunia non olet!“. Allerdings haben auch nachhaltige Anlagen eine Geschichte. Diese reicht bis ins 19te Jahrhundert in Amerika zurück. Hier finden diese ihren Ursprung in religiösen Bewegungen. Die Quäker und Methodisten verzichteten aus ethischen Gründen auf Investitionen in Rüstungsgeschäfte, Glücksspiel, Tabak oder Alkohol. Solche Anlagen wurden von ihnen „Sin Stocks“, „Aktien der Sünde“ genannt. Durch dieses Anlageverhalten wurde erstmals der Begriff der „Social Responsible Investments (SRI)“ geprägt. Hierbei geht es um die Berücksichtigung sozialer, ökologischer, nachhaltiger und ethischer Punkte. Schon 1928 wurde in Amerika der Pioneer-Fund als erster Fond nach diesen Kriterien herausgegeben.

 

Verbotene Investitionen bei den Quäkern

Investitionen in Glücksspiel, Alkohol und Tabak waren den Quäkern bereits im 19ten Jahrhundert untersagt.

 

Danach geriet diese Art der Geldanlage allerdings leider für lange Zeit in Vergessenheit. Bis etwa in die 70er Jahre. Durch den Vietnamkrieg und die unmenschliche Apartheitspolitik in Südafrika wurden alternative Investments wieder interessant. Kein Geld sollte in die Rüstungsindustrie oder in Firmen, die in Südafrika tätig waren fließen. Aufgrund des aufgebauten Drucks durch diese ethisch-ökologischen Geldanlagen fingen viele Firmen an, sich aus Südafrika zurückzuziehen. Allerdings spielten nachhaltige Investments in Europa nach wie vor keine Rolle. Erst ab den 80er Jahren, geprägt durch zahlreiche Ereignisse wie das Waldsterben, die FCKW-Problematik und nicht zuletzt der GAU von Tschernobyl, wuchs das Bewusstsein für vornehmlich ökologische Geldanlagen. 1987 wurde schließlich der Begriff „Nachhaltigkeit“ von der UN wie folgt definiert: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen heutiger Generationen Rechnung trägt, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden, ihren eigenen Bedürfnissen nachzukommen.“.

 

Aber erst durch die wirtschaftliche Entwicklung (die Wirtschaftskrise seit 2008) und ökologische Katastrophen der letzten Jahre scheint das Thema der nachhaltigen Geldanlage wirklich in der breiten Masse angekommen zu sein. 2010 sank die Deepwater Horizon und führte somit zur Ölpest im Golf von Mexiko – die schwerste Umweltkatastrophe dieser Art. Als klar wurde, dass in Deutschland zum Beispiel viele Riester-Renten, die auf Fonds basieren, Aktien von BP in ihrem Portfolio führen, war der Aufschrei groß. BP galt bis dahin als sauberes Unternehmen und war sogar in einigen Nachhaltigkeits-Indizes gelistet, wie z. B. dem Dow Jones Sustainability Index. Ähnlich verhielt es sich mit der Reaktorkatastrophe von Fukushima. Auch das Betreiberunternehmen TEPCO fand sich in einigen nachhaltigen Investmentfonds.

 

Ölkatastrophe im Golf von Mexiko

2010 explodierte die Deepwater Horizon – mit ungeahnten ökologischen Folgen.

 

Gegenwärtig erfreuen sich Anlagen nach ethischen, sozialen und ökologischen Gesichtspunkten großer Beliebtheit und die Prognosen für die weitere Entwicklung sind sehr gut. Allerdings muss man schon sehr genau hinsehen, auf welche Produkte man sich einlässt. Etikettenschwindler sind weit verbreitet und inzwischen gibt es sogar Forderungen nach einem „Gütesiegel“. Leider lassen sich die komplexen Sachverhalte nachhaltiger Geldanlagen nicht einfach auf ein Label herunterbrechen. Zunächst gilt es Mindeststandards festzulegen, ähnlich wie bei Bio-Siegeln. Grundsätzlich ist es aber unerlässlich, ethische, ökologische und soziale Kriterien in den Beratungsprozess einfließen zu lassen. Hier kommt der unabhängige Finanzberater ins Spiel. Dieser ist nicht an die Anpreisung der internen Finanzprodukte von Banken und Sparkassen gebunden, sondern kann nach sorgfältiger Analyse des Kunden und seiner Wünsche gezielt das passende Produkt empfehlen.

 

Unsere Geschäftsführerin Carmen Junker wurde dazu vom Online-Magazin „arbeitsmarkt“ zum Thema interviewt:

 

Die Zahl der ungebundenen Berater und Vermittler, die sich konsequent der nachhaltigen Vermögens- und Vorsorgeberatung verschrieben haben, ist immer noch überschaubar – überschaubar klein. Carmen Junker ist eine davon. Seit 2001 ist sie am bayerischen Untermain als freie Finanzberaterin tätig. Im Jahr 2007 gründete sie zusammen mit Ihrem Mann Gerd die „Grünes Geld GmbH“.

 

Frau Junker, unter den wenigen Frauen in der Finanzberatung besetzen Sie mit Ihrer Grünes Geld GmbH eine Nische. Fühlen Sie sich als Minderheit in der Minderheit?

Es ist in der Tat so, dass wir Frauen in der Finanzberatung nur mit etwa 24% vertreten sind. Auf den Weg der nachhaltigen Geldanlage haben sich bislang erst wenige Vermittler begeben. So gibt es bundesweit ungefähr 60 Berater, die sich dieses Themas angenommen haben. So kann man tatsächlich von einer Minderheit in der Minderheit sprechen.

 

Auf Ihrer Homepage springt eine Botschaft ins Auge: „Die Welt zum Besseren verändern.“ Formulieren Sie damit nicht einen sehr hohen Anspruch?

Geld per se ist erst einmal neutral. Je nachdem wie wir es investieren, entfaltet es eine Wirkung. Und diese ist bei ethisch-ökologischer Anlage eine positive. Ein konkretes Beispiel: Im Jahr 2011 konnten wir durch die Empfehlung von umweltbewussten Geldanlagen allein in Solar- und Windfonds zu einer CO2-Einsparung von knapp 800 Tonnen beitragen. Das entspricht etwa dem CO2-Jahresausstoß von 400 Mittelklassewagen bei einer Fahrleistung von 12.000 km. Die CO2-Bindung, die wir durch Empfehlungen in Aufforstungsprojekte ermöglichen konnten, ist hier noch gar nicht berücksichtigt. Somit ist grüne Geldanlage durchaus eine Möglichkeit, die Welt ein Stück zum Besseren zu verändern.

 

Der Begriff „Grünes Geld“ hat sich in der Finanzwelt mittlerweile etabliert so wie „Green Economy“ im Wirtschaftsleben. Aber selbst innerhalb der Branche wissen viele nichts damit anzufangen. Wie erklären Sie einer Fachkollegin, die Sie zum Beispiel auf einer Finanz-Fachmesse treffen, worin sich Ihre Tätigkeit von der einer „normalen“ Maklerin unterscheidet?

Zusätzlich zu den etablierten Kriterien und der klassischen Analyse bei der Produktauswahl wird ein Filter eingezogen, das heißt, die Finanzprodukte werden auf ihre ökologische und soziale Wirkung untersucht. Son investieren diese lieber in den Rohstoff Holz, der zur Klimaverbesserung beiträgt, als in den Rohstoff Gold, der unter umweltbelastenden Eingriffen und unsozialen Bedingungen gewonnen wird und zudem keine Wertschöpfung auslöst.

 

Was raten Sie jungen Berufseinsteigern in der Finanz- und Versicherungsbranche, die sich als Berater/in für nachhaltige Geldanlagen profilieren wollen? Genügen die Kenntnisse, die man während des Studiums oder der Ausbildung erhält?

In der bisherigen Ausbildung werden Ethik und Ökologie nicht oder nur marginal behandelt. Wir fordern hier die Bildungsträger auf, dies zu ändern. Bereits in der Ausbildung müssen Kenntnisse darüber vermittelt werden, dass der Geldkreislauf und die Finanzwelt kein abgeschlossener Kreislauf ist, sondern Finanzprodukte Auswirkungen auf die Realwirtschaft und auf uns als Menschen haben. Wir stehen global vor extremen Herausforderungen – Klimawandel, Armutsbekämpfung, Trinkwasserknappheit, um nur die wichtigsten zu nennen. Junge Berufseinsteiger müssen wissen, dass die Finanzwelt einen großen Teil dazu beitragen kann, diese Probleme zu lösen. So langsam entwickeln sich jedoch Alternativen wie etwa der Masterstudiengang in Social Banking.

 

Obwohl das Vertrauen in Banken und Sparkassen seit Ausbruch der Finanzkrise arg gelitten hat, wickeln die meisten Menschen dort weiterhin ihre Geldgeschäfte ab. Sie setzen beim Geld anscheinend auf die Größe eines Instituts. Was setzen Sie als kleines Beratungsbüro dagegen?

Unsere Mandanten schätzen die Kommunikation auf Augenhöhe, weil sie wissen, dass wir aus Überzeugung ökologische und soziale Kriterien berücksichtigen. Sie fühlen sich verstanden. Bei klassischen Banken bekommen sie dagegen Anfragen nach sozialen und ökologischen Anlagen oft nicht kompetent beantwortet. Nicht selten werden sie dort sogar belächelt. Die Zeitschrift „Finanztest“ hat z. B. ermittelt, dass Größe und Beratungsqualität in keinerlei Zusammenhang stehen. Die Beratung ist in kleineren Häusern meist kundenorientierter. Weiter gilt, dass das Thema Nachhaltigkeit bei großen Instituten bislang nur vorübergehend während der Finanzkrise „gespielt“ wurde, um zu suggerieren, es hätte sich im Finanzsystem etwas verändert. Das angeblich neue ökologisch-soziale Bewusstsein ist, kaum scheint die Krise nicht mehr so deutlich, wieder in den Schubladen verschwunden.

 

Würden Sie jungen Menschen eher zu- oder abraten, einen ähnlichen Weg wie Sie einzuschlagen?

In den letzten Jahren haben Regulierungen den Weg in die Finanzberatungsbranche etwas erschwert. Inzwischen sind glücklicherweise Fachkenntnisse und Ausbildungen nachzuweisen, bevor man in diesem Bereich tätig sein darf. Dies führt zu einer Marktbereinigung und somit werden die Chancen für die verbleibenden Marktteilnehmer größer. Grundsätzlich sehen wir die Zukunft positiv. Und für junge Menschen bieten sich gerade in der nachhaltigen Finanzwelt Chancen. Es bedarf jedoch einer gehörigen Portion Kreativität, Fleiß und Durchhaltevermögen. Doch wo würden diese Tugenden nicht benötigt?

 

Für alle die noch mehr wissen möchten, ist der komplette Artikel auch als PDF abrufbar

 

Ethisch-ökologische Basisinvestment in den Stufen Sicherheit, Standard und Wachstum finden Sie auf unserer Seite unter Vermögensaufbau.  

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“