Mit ‘Best-in-Class-Ansatz’ getaggte Artikel

Ökofonds enthalten teilweise Atom-Aktien

Donnerstag, 21. April 2011

Nachhaltige Geldanlagen sind aktuell groß im Kommen. Was viele Anleger jedoch nicht wissen ist, dass sie durch den Kauf ihres „Öko-Fonds“ eventuell auch Aktien von Atomkraftwerks-Betreibern mitkaufen.

 

 

Gelände des Atomkraftwerks von Fukushima

Viele Nachhaltigkeitfonds enthalten Aktien von Unternehmen, welche die Atomindustrie fördern. Genaues Hinsehen ist wichtig.

Mittlerweile ist es unabstreitbar, dass das Unglück in Fukushima (Japan) die selben Ausmaße wie damals das russische Tschernobyl hat. Aufgrund der Explosion der Reaktorgebäude wird die Natur und der Mensch dort über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte belastet sein.

 

Aufgrund dieser Katastrophe fühlten sich viele Besitzer einer nachhaltigen Geldanlage darin bestätigt, dass sie die richtige Wahl für ihr Investment getroffen haben. Sie sind froh, einen Fonds gewählt zu haben, der auf ökologische, sozial und ethisch einwandfreie Unternehmen setzt. Doch so schön das auch klingen mag, nichts desto trotz enthalen viele nachhaltige Geldanlagen Aktien, welche die Atomindustrie unterstützen. Das können beispielsweise Aktien von Siemens sein (Teilelieferant für Atomlager) oder von dem Bergbaukonzern Rio Tinto, welcher Uran abbaut.

 

 

In dem Klimawandel-Fonds „HSBC GIF Climate Change“ zählt zu den 10 größten Positionen sogar die Aktie des Fukushima-Betreibers Tepco. Nach Meinung der Kritiker sind Nachhaltigkeitsfonds lediglich als Marketinginstrument der Investmentbranche anzusehen. Anlagen mit einem Zusatz wie „Ethik“ oder „Umwelt“ werden schlicht besser verkauft. Aufgrunddessen ist die Anzahl dieser Produkte im deutschsprachigen Raum seit 2003 um das dreifache gestiegen, das Volumen hat sich sogar versiebenfacht.

 

 

Stark verbreitet und arg in die Kritik geraten ist der sog. Best-in-Class-Ansatz. Er war Grund dafür, dass viele Nachhaltigkeitsfonds die Aktie des Ölkonzerns BP enthielten. BP war verantwortlich dafür, dass vor einem Jahr die Ölplattform im Golf von Mexiko explodierte. Bei dem Best-in-Class-Ansatz werden Unternehmen ausgewählt, die zu den besten 10% ihrer Branche gehören. Davon betroffen sind jedoch nicht nur Branchen wie Solar und Wind, sondern beispielsweise auch Chemie oder Öl. Neben den Umweltaspekten gehen in die Wertung ebenfalls das soziale Verhalten wie z.B. der Umgang mit Mitarbeitern und Prinzipien guter Unternehmensführung ein.

 


 

Unser Tipp für eine atomfreie Geldanlage: Einmalsparen Wachstum 2000+ Ethik

 


Anlage Einmalsparen Wachstum 2000+ Ethik
Laufzeit täglich kündbar
Mindestanlagesumme 5.00 Euro
Wertentwicklung 2009: 25,99%

2010: 14,49%
2011: – 5,47%

Besonderheit – Sehr gute Chancen auf langfristig hohe Wertzusätze 

– Täglich kündbar

– Sie investieren nachhaltig

– Alle ausgewählten Nachhaltigkeitsfonds berücksichtigen strenge Ethik-Filter


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Befürworter des Best-in-Class-Ansatzes verweisen darauf, dass nur große Investoren in der Lage seien, besonders breit zu investieren. Fonds, die besonders streng auf Ökologie und Ethik setzen haben eine viel geringere Auswahlmöglichkeit an Unternehmen. Der Natur-Aktien-Index beispielsweise besteht aus lediglich 30 Unternehmen, die global zur Entwicklung ökologisch und sozial nachhaltiger Wirtschaftsstile beitragen.

 

 

Als Orientierung für einen Kunden, ob seine Nachhaltige Geldanlage wirklich dem entspricht, was er sich dabei erhofft, hilft das Prüfsiegel des European Sustainable Investment Forums (Eurosif). Jeder Anbieter, der sich diesem Siegel unterwirft, ist an Transparenz für seine Produkte interessiert. Die Enwicklung dieses Siegels befindet sich momenan jedoch noch im Anfangsstadium.