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Dienstag, 19. Februar 2019

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Am 16. Februar wurde die neueste Ausgabe des viel beachteten Energy Outlook von BP in London vorgestellt. Die zentralen Herausforderungen der Energieversorgung der Zukunft sind

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Was hat sich durch Deepwater Horizon geändert?

Donnerstag, 23. April 2015

 

Es war der 20. April 2010 – zufällig der Geburtstag des Diktators Adolf Hitler – als sich die größte Ölkatastrophe der USA ereignete. Sie wurde durch eine Explosion ausgelöst, in deren Folge 11 Arbeiter ums Leben kamen. Unglaubliche 87 Tage dauerte es, bis der Betreiber der Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko das ausströmende Öl stoppen konnte. BP und die USA stritten sich mehrere Jahre darüber, wie viel Öl ausfloss: der letzte Stand waren 380 Millionen Liter.

 

 

 

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Deepwater Horizon: Folgen für die Natur noch nicht abschätzbar

 

 

 

 

Die tatsächlichen Folgen für die Tierwelt, die Pflanzenwelt und auch für die Menschen, die Fischer und die Strandbewohner sind bei weitem noch nicht abschätzbar. Klar ist, dass die Katastrophe für den Öl-Multi BP einen erheblichen Einschnitt bedeutete. Wegen mangelhaftem Krisenmanagement musste der damalige BP Chef Hayward wenige Monate später den Chefsessel verlassen und der damals gerade neu aufgelegte Claim “BP = Beyond Petroleum” klang und klingt wie purer Hohn. Ein US-Gericht verhängte wegen grober Fahrlässigkeit und wegen Verstoßes gegen den Clean Water Act die Höchststrafe von 4.300 Dollar pro ausgelaufenem Barrel. BP muss in der Folge 13,7 Milliarden Dollar an Strafe zahlen.

 

 

Doch welche Konsequenzen zieht die Menschheit und die Ölindustrie aus der Katastrophe? Wurde die Bohrung nach Öl in der Tiefsee eingestellt? Wurden freiwillig höhere Sicherheitsstandards eingeführt? Stiegen die Kosten der Ölförderung durch neue Sicherheitsbestimmungen deutlich an? Boykottieren die Bürger Öl- und  Benzin? Verstärken die Regierungen ihre Bemühungen zur ölunabhängigen Versorgung der Menschen mit Energie?

 

 

Tortz Rekordstrafen und fallender Ölpreise: in der Tiefsee wird mehr gebohrt

 

 

Doch leider sieht die Realität ganz anders aus. Die Menschen vergessen schnell und spürbare Konsequenzen sind nicht erfolgt. Keiner der großen Öl-Multis hat sich von Tiefseebohrungen verabschiedet – ganz im Gegenteil, sie verstärken ihre Anstrengungen erheblich.

 

Der Grund sind die riesigen Erdölvorkommen vor den Küsten der Welt. Geschätzter Wert: 1 Billion US-Dollar. Dabei ist der Ölpreis seit der Katastrophe 2010 gefallen, doch aufgrund ebenfalls gefallener Bohr- und Gewinnungskosten können die Unternehmen Tiefsee-Öl ab einem Barrel-Preis von 20 Euro gewinnbringend vermarkten.

 

Das einzige Umdenken der Ölmultis hat Experten zufolge bei der Bewertung der einzelnen Länder statt gefunden. Denn die USA haben Ihre Strafen für Umweltkatastrophen deutlich erhöht, so dass die USA unattraktiver wurden. Aber in anderen Ländern, wie zum Beispiel in Nigeria, bleiben die Risiken überschaubar. Dort hat zum Beispiel Shell eine Verschmutzung verursacht, die über 15.000 Fischer betroffen hat – die Zahlungen für Shell: gerade einmal 70 Millionen. BP hingegen kalkuliert bei der Deepwater Horizon Katastrophe mit Gesamtkosten von mehr als 43 Milliarden Kosten (13,7 Milliarden davon als Strafzahlungen).

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.