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USA unter Trump – Klimapolitik im Rückwärtsgang

Donnerstag, 30. März 2017
Zusammenfassung: Donald Trump hat in dieser Woche die bisherigen Umwelt- und Klimaschutzprogramme der USA zurückgenommen. Damit müssen US-Behörden bei Entscheidungen die Auswirkungen auf das globale Klima nicht weiter berücksichtigen. Konkret verabschieden sich die USA damit auch von Grenzwerten bei CO2- und Methan-Emissionen und entfernen sich so von den Zielen des unterzeichneten Klimaschutzabkommens von Paris. Nicht vergessen hat Trump seine Wahlversprechen zur Kohleförderung. Ob diese jedoch wirklich Arbeitsplätze bringen wird, ist selbst in der Kohleindustrie umstritten.

 

 

Die Würfel sind gefallen – Trump beschließt Kurswechsel in der US-Klimapolitik.

Gerhard Schröder litt 1998 kurzfristig unter akuter Vergesslichkeit, als ihm die korrekte Bezeichnung des „Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ partout nicht einfallen wollte. Flapsig bezeichnet er das Ministerium in „Familie und Gedöns“ um. Ein Lapsus, den ihm nicht nur Senioren, Frauen und Jugend übel nahmen und der ihm – so räumte es der Altbundeskanzler in einem Interview ein, mittlerweile Leid tue.

 

Ob US-Präsident Donald Trump auch in einigen Jahren Reuegefühle überkommen werden, wenn er an seine Politik 2017 zurückdenken wird, ist fraglich. Fakt ist jedoch, dass Trump dringende Klimaschutzmaßnahmen im Allgemeinen für absolutes „Gedöns“ – amerikanisch „hullabaloo„, hält und den Klimawandel für nichts als „fake news“.

 

 

Aktuelles Dekret weicht Klimaschutz auf

US-Präsident Trump hat am Dienstag dieser Woche die US-Umweltschutzbehörde EPA (United States Environmental Protection Agency)  besucht und dabei ein Dekret erlassen, das die bisherigen Programme zum Umwelt – und Klimaschutz in den Vereinigten Staaten stark aufweichen wird. Kurzgefasst beinhaltet das Dekret einen Freibrief für die US-Bundesbehörden: Bei Entscheidungen müssen mögliche Auswirkungen auf den Klimawandel nicht berücksichtigt werden.

 

Verantwortung für Klimaschutz übernehmen – die USA bewegen sich auf dünnem Eis.

Kernpunkt des Dekrets ist die Abschaffung des „Clean Power Plans“, den Barack Obama während seiner Amtszeit versuchte auf den Weg zu bringen. Der Plan setzte bestehenden und geplanten Kraftwerken in den USA verbindliche Obergrenzen beim Schadstoffausstoß. Ziel war es, so die Emission von klimaschädlichen Treibhausgasen zu senken und bis zum Jahr 2030 ein Drittel unter den Emissionswerten aus dem Jahr 2005 zu liegen. Damit wollten die USA die CO2-Ziele des UN-Klimaabkommens von Paris erreichen. Allerdings hatte rund die Hälfte der US-Bundesstaten – vornehmlich republikanisch geführte Staaten – sowie Energiekonzerne gegen den Plan geklagt. Wegen rechtlicher Bedenken hatte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten den „Clean Power Plan“ – und damit die Klimastrategie der Demokraten – bereits vor einem Jahr vorerst außer Kraft gesetzt.

 

Weiterhin setzt Trump jetzt alles daran, dass die inländische Energieproduktion auf keinen Fall durch Maßnehmen zum Klimaschutz gebremst werden können. So hebelt Trump mit dem Dekret das bisherige Abkommen aus, demnach der Staat kein öffentliches Gebiet für die Kohleförderung verpachten darf.

 

Ebenfalls geändert – beziehungsweise herabgesetzt – wurden die Grenzwerte für Emissionen in der Öl- und Gasindustrie. Das hier freigesetzte Methan fördert den Treibhauseffekt noch stärker als das klimaschädliche CO2.

 

 

USA jenseits des Pariser Abkommens zum Klimaschutz

Die UN-Klimakonferenz in Marrakesch Ende des vergangenen Jahres hatte mitunter die Aufgabe, das Klimaschutzabkommen von Paris konkret auszugestalten. Auch die USA haben das Paris-Abkommen ratifiziert und sich damit den Zielen verpflichtet, die Erderwärmung zu begrenzen und dafür den Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen zu reduzieren. Dass der Beginn des Klimagipfels mit der Wahl Donald Trumps in den USA zeitlich zusammenfiel, rückte die Frage nach der künftigen Klimapolitik der USA ins Zentrum des weltweiten Interesses. Schließlich hatte sich Trump im Wahlkampf stets als Leugner der Klimakrise inszeniert und stets die Notwendigkeit betont, Öl- und Kohleförderung weiter auszubauen. Jetzt mach Trump ernst. Experten gehen allerdings davon aus, dass eine offizielle Absage der USA an das Klimaschutzabkommen von Paris rechtlich zu aufwändig sind. Eher – so die Vermutung – werde die Regierung Trump in diesem Bereich einfach gar nichts unternehmen.

 

Ein fataler Stillstand für den Klimaschutz, denn Wissenschaftler gehen davon aus, dass es auch mit dem „Clean Power Plan“ für die USA schwierig geworden wäre, die gesteckten Ziele zum Klimaschutz zu erreichen, ohne staatlich kontrollierte Grenzwerte bei den Emissionen von Treibhausgasen und Förderung Erneuerbarer Energien wird der Klimaschutz jedoch nahezu unmöglich.

 

Eines der Probleme ist dabei auch, dass der Klimavertrag von Paris mehr oder weniger eine Selbstverpflichtung der Staatengemeinschaft darstellt. Die Vereinten Nationen können keine Umsetzung von den unterzeichnenden Staaten einklagen und sieht auch keinerlei Sanktionsmöglichkeiten vor.

 

 

Was kommt nach dem „Clean Power Plan“?

Mit der Aufkündigung des „Clean Power Plans“ stehen Trump und die EPA jetzt vor der schwierigen Aufgabe, ein neues Programm vorlegen zu müssen. Das wurde vom Obersten Gerichtshof vorgegeben, allerdings ohne Angabe einer konkreten Frist. Sollten Trump und EPA-Chef Scott Pruitt für die Strategie des Aussitzens entscheiden, drohen jedoch Klagen. Denn Umwelt- und Klimaschutzgruppen in den USA bringen sich aktuell in Stellung.

 

Widerstand gegen den Stillstand in der Klimapolitik hat bereits der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates New York, Eric T. Schneiderman, angekündigt. Gemeinsam mit 23 Bundessstaaten und Regionalbehörden will er das Dekret anfechten. Dabei erweist sich Schneiderman als erfahrener Widersacher. Bereits bei Trumps drastischer Streichung von Geldern des Umweltministeriums konnte Schneiderman den New Yorkern die direkten Auswirkungen klar machen und eine Klage anstrengen. Bekannt ist Schneiderman auch durch seine Klage gegen den deutschen Automobilkonzern VW im Rahmen des Diesel-Skandals.

 

 

 „America First“ in der Energiepolitik – es geht um die Kohle

Die aktuelle Entwicklung zeigt deutlich, dass Trump mit seiner „America First“-Energiepolitik ernst macht und alle bisherigen Hürden für den Abbau fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas in den USA beseitigt. Klar ist allerdings damit auch, dass der Ausstoß an Treibhausgasen weiter ansteigen wird. Bereits heute zeichnen die USA für rund 16 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich.

 

Kohle soll Arbeitsplätze in den US sichern.

Trump hält seine Wahlversprechen konsequent ein. Während der Präsidentschaftswahlen bekannte er sich deutlich zur Kohle. Entsprechend publikumswirksam vollzog er auch die Unterzeichnung des Umweltdekrets in dieser Woche in Anwesenheit von Kohlearbeitern, denen er auch seine Wahl verdankt.

 

Mit einer Förderung der fossilen Energieträger will Trump die Vereinigten Staaten von teuren Energieimporten und ausländischen Energiequellen unabhängig machen. Die Tatsache, dass die USA bereits seit einigen Jahren faktisch ohnehin energieautonom sind, wird dabei vernachlässigt.

 

Zum anderen hat Trump neue Arbeitsplätze in der Kohleindustrie versprochen. Ob er dieses Versprechen halten kann, ist allerdings ungewiss und wird selbst von Unterstützern seiner Politik anzweifelt. Während in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts noch etwa eine viertel Million Amerikaner in der Kohleindustrie arbeiteten, waren es 2008 nur noch die Hälfte. Bis 2015 rutschte die Zahl der „Kumpels“ weiter unter die 100.000 Arbeiter. Der Marktanteil von Energie aus Kohle wird selbst innerhalb der Branche als wenig steigerungsfähig gesehen.

 

 

Die Zukunft der Erneuerbaren Energien in den USA

Die Entwicklung und den Ausbau Erneuerbarer Energien, wie Wind- oder Solarenergien, sollte selbst Trump nicht völlig zurückschrauben können. Schließlich haben sich Anlagen zur Erzeugung von sauberem Strom durchaus zu einem lukrativen Business-Modell entwickelt. Möglich ist hier allerdings, staatliche Subventionen in diesen Bereichen zurückzufahren.

 

Finanzexperten sehen hier allerdings keine besondere Gefahr. Durch den technischen Fortschritt und die Weiterentwicklung im Bereich der Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasser, sind die Kosten zur Gewinnung regenerativer Energien stark gesunken. Entsprechend stehen Erneuerbare Energien auch ohne Subventionen kurz vor der völligen Wettbewerbsfähigkeit.

 

Abzuwarten bleibt auch, welchen Kurs die einzelnen Bundesstaaten in der Energiefrage einschlagen, denn bei ihnen liegt letztlich die Entscheidung, welche Ressourcen sie zur Energiegewinnung nutzen. Immerhin haben sich mehr als die Hälfte der US-Bundesstaaten freiwillige Ziele zum Ausbau Erneuerbarer Energien gesteckt.

 

 

USA ohne Vorbildfunktion

Unterschiedlich fielen die internationalen Reaktionen auf Trumps Abkehr von der bisherigen US-Klimapolitik aus. Während einige Staaten und Kommentatoren einen enormen Rückschlag für die globale Klimapolitik prognostizieren, bewerten andere den Rückzug der USA als weniger gravierend.

 

Zum einen, weil noch nicht klar ist, wie stark sich Trumps Linie in den USA tatsächlich durchsetzen wird. Zum anderen weil die USA nur ein Teil eines großen Puzzles darstellen. So gibt erklärt China, das Land mit dem derzeit höchsten Anteil an CO2-Ausstoß, dass es sich klar dem Pariser Klimaschutzabkommen verpflichtet sieht und weiter massiv in Erneuerbare Energien investieren wird. Klimaschutzexperten bestätigen, dass sich der Weg lohnt, für das laufende Jahr prognostizieren sie China fallende CO2-Emissionen in Höhe von einem Prozent.

 

 

Was Trump von Rockefeller lernen kann

Die Überzeugung, dass Erneuerbare Energien ein gewinnbringendes Investment sind, setzt sich zunehmend in der Finanzwirtschaft durch. Dabei zeichnet sich der Trend ab, Anlagen aus den Bereichen Kohle und Öl zu verkaufen und statt dessen in den Bereich der Erneuerbaren Energien zu investieren. In den USA zählen zunehmend institutionelle und Großanleger zu dieser „Divestment“-Bewegung.

 

Populäres Beispiel ist die Stiftung der Familie des legendären Öl-Magnaten John D. Rockefeller. Rockefeller begründete Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Aufbau von Pipelines und Raffinerien das enorme Vermögen der Familie. 2014 entschlossen sich die Erben des Standard Oil-Gründers, einen neuen Weg einzuschlagen und schichtete 860 Millionen Dollar aus dem Rockefeller Brothers Fund um in Erneuerbare Energieträger.

 

Auch für Anleger, die in einer anderen Größenordnung investieren wollen, sind klimaschützende Geldanlagen eine gute Entscheidung. Grünes Geld, erfahrener Experte für nachhaltige Geldanlagen, verfügt über ein breites Portfolio von Anlagen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien. Denn Sonne, Wind- und Wasser helfen, den Klimawandel aufzuhalten.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Nachhaltige Staaten – Volksrepublik China

Freitag, 24. März 2017
Zusammenfassung: China, das Land der Mitte, ist ein Land der Extreme: Auf der einen Seite ein gewaltiger CO2-Ausstoß, auf der anderen Seite enorme Anstrengungen beim Ausbau Erneuerbarer Energien. Hochtechnisierte Industrienation mit ständig wachsenden Mega-Städten, gleichzeitig eine zunehmend vernachlässigte Landbevölkerung. Hohe Standards in der Bildung, niedrige in Sachen Menschenrechte. Bei der Bewertung der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele nimmt China Rang 76 ein. Es bleibt abzuwarten, wie das Land seine Position weiter ausbaut.

 

 

Das traditionelle China-Bild …

Klimakrise, Naturzerstörung, Bevölkerungswachstum, ein immer tiefer werdender Graben zwischen Arm und Reich, Kriege um Rohstoffe, extreme Unterschiede, wenn es um Fragen von Demokratie, Gleichberechtigung und Bildung gibt. Die weltweiten Konflikte sind vielfältig und komplex.

 

Dennoch haben sich immerhin 193 Staaten in den Vereinten Nationen zusammengeschlossen und 2015 gemeinsam insgesamt 17 Ziele , detaillierter aufgeschlüsselt in insgesamt 169 konkrete Zielvorgaben, beschlossen, um eine globale nachhaltige Entwicklung voranzubringen. Alle Staaten sind dabei aufgefordert, bis 2030 geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um ein stabiles, sozial- und ökologisch verträgliches Wirtschafts- und Sozialsystem in ihrem Land sicher zu stellen. Ein wichtiges gemeinsames Anliegen ist es, die fortschreitende Erderwärmung wirksam zu stoppen. Konkretes Ziel ist es, die ansteigende Durchschnittstemperatur auf der Erde nicht höher als 2 Grad Celsius, verglichen mit dem vorindustriellen Zeitalter, ansteigen zu lassen.

 

Wie weit die einzelnen Staaten bei der Erreichung der Ziele bereits gekommen sind, soll regelmäßig evaluiert und im SDG-Index (Sustainable Development Goals) veröffentlicht werden. Dabei haben im ersten Jahr besonders die Länder Nordeuropas gut abgeschnitten. Dennoch sind auch die Nachhaltigkeits-Vorreiter noch von einem optimalen Wert entfernt. Die besondere Hürde ist hier, wie das hohe Konsumniveau nachhaltiger gestaltet werden kann. Am unteren Ende der Tabelle finden sich die ärmsten Länder der Erde wieder. Hier müssen in erster Linie Hunger, Wassermangel und wirtschaftliche Armut bekämpft werden. 

 

In unserer Serie haben wir bislang die Spitzenreiter aus Skandinavien, den deutschsprachigen Wirtschaftsraum, die USA sowie die MENA-Staaten vorgestellt. Mit einem Blick in das Reich der Mitte, nach China, beenden wir die Serie zu nachhaltigen Staaten.

 

 

China – das große Land der großen Gegensätze

… das moderne China – wachsende Millionen-Städte.

China, offiziell die Volksrepublik China, nimmt in der Rangliste der nachhaltigsten Staaten Platz 76 ein. Mit 1,37 Milliarden Einwohnern ist China das bevölkerungsreichste Land der Erde. Flächenmäßig nimmt China den vierten Platz hinter Russland, Kanada und den USA ein. Entsprechend seiner Ausdehnung und den daraus resultierenden unterschiedlichen topographischen Unterschieden, ist China ein Land der Extreme: Auf der einen Seite stehen 15 Metropolregionen, in denen jeweils mehr als 10 Millionen Menschen leben und die rasant weiter wachsen, zuletzt rund 2 Prozent pro Jahr. Auf der anderen Seite existieren sehr dünn besiedelte Gebiete, wie etwa die Innere Mongolei, wo noch ein sehr traditioneller Lebensstil gepflegt wird.

 

Chinas wirtschaftliche Einordnung hat sich in den vergangenen Jahren vom Schwellenland zu einer führenden Industrienation mit gewandelt. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt reiht sich China auf Platz 2 hinter den USA ein. China hat sich dabei sehr stark im HighTech-Bereich positionieren können.

 

Problematisch zu sehen sind allerdings weiterhin die autoritären politischen Strukturen im Land. Zensur und Menschenrechtsverletzungen stehen trotz der zunehmenden Öffnung des Landes noch immer an der Tagesordnung.

 

 

Dicke Luft in China

Atemmasken gehören zum alltäglichen Bild in den Großstädten.

Regelmäßiger Smog-Alarm – Menschen mit Schutzmasken – besonders die Bewohner der chinesischen Millionenstädte leiden unter der starken Luftverschmutzung. Dennoch ziehen Jahr für Jahr Tausende vom Land in die Metropolen, um am wirtschaftlichen Aufschwung und der rasanten technologischen Entwicklung teilzuhaben.

 

Als einer der führenden Industrienationen zeichnet China auch maßgeblich für einen hohen CO2-Ausstoß verantwortlich. Dabei ist der genaue Anteil schwer zu ermitteln. Schätzungen gehen von einer CO2-Emission zwischen 6 und 8 Tonnen jährlich pro Einwohner aus. Teilweise wird China auch gut ein Viertel der weltweiten Treibhausgas-Emissionen zugeschrieben. Dabei spiele vor allem die starke Nutzung von Kohle in der Schwerindustrie eine belastende Rolle.

 

 

Klima- und Energiepolitik Chinas

China steht daher vor der Herausforderung, den ökonomischen Erfolg weiter auszubauen und gleichzeitig umwelt- und klimaschonender zu wirtschaften. Daher hat sich das Land ehrgeizige Ziele gesteckt, was den Ausbau Erneuerbarer Energien betrifft. Das Land hat den Klimaschutzvertrag der UN-Klimakonferenz von Paris ratifiziert und sich damit verpflichtet, seinen Beitrag zu leisten, um die Erderwärmung wirksam zu stoppen. Darüber hinaus hat China auch ein starkes Interesse daran, die benötigte Energie günstig im eigenen Land produzieren zu können. Entsprechend liegt der Fokus der chinesischen Regierung auf der Realisierung einer nachhaltigen Energiepolitik.

 

Bereits 2013 investiert China mehr in den Ausbau Erneuerbarer Energien als in Kohle und deckte mehr als 20 Prozent seines Strombedarfs durch Wasserkraftwerke, Windkraft- und Photovoltaikanlagen.

 

Besonders stark investierte China dabei in die Sonnenenergie. Mit einer 12 Gigawatt Photovoltaik-Kapazität konnte das Land seine Kapazitäten in diesem Bereich verdoppeln und plant eine jährliche Erweiterung der Kapazität um mindestens 14 Gigawatt.

 

Auch im Bereich der Windenergie zeigt sich China engagiert und hat bis Ende des vergangenen Jahres bereits Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 168, 7 Gigawatt aufgebaut. Mit dieser Leistung nimmt China weltweit die führende Rolle im Bereich Windenergie ein.

 

Für den Ausbau der Wasserkraftwerke hat China enorme Anstrengungen unternommen. Mit dem Drei-Schluchten-Damm am Jangtse, dem drittgrößten Fluss der Erde, hat China das größte Wasserkraftwerk weltweit aufgebaut. Das gewaltige Infrastrukturprojekt zeigt auch den hohen Stellenwert der Stromgewinnung in der nationalen Politik. Schließlich wurden für die Realisierung des Stausees bislang insgesamt 1,3 Millionen Menschen umgesiedelt, schätzungsweise eine weitere halbe Million Menschen müssen folgen, wenn sich der Wasserspiegel anheben wird.

 

 

Ungleichgewicht Industrie und Landwirtschaft

China hat sich im internationalen Rennen um tragfähige wirtschaftliche Lösungen für mehr Nachhaltigkeit gut aufgestellt. Laut Analysen des US-amerikanische Worldwatch Institute gilt China als weltweit führender Produzent von Energiesparlampen, Windkraftanlagen und Photovoltaik-Modulen. Die Entwicklung technologischer Innovationen wird weiterhin durch die starke finanzielle Unterstützung von Forschungsprogrammen von staatlicher Seite begünstigt.

 

Wirtschaftlicher Fortschritt und umweltschonendes Handeln müssen Hand in Hand gehen, um eine nachhaltige Entwicklung zu realisieren. Aber eine nachhaltige Entwicklung basiert auf zahlreichen weiteren Säulen. In China ist – nicht zuletzt durch die starke Fokussierung auf die Industrie und Produktion – eine regelrechte Landflucht zu verzeichnen. Damit gerät das Gleichgewicht zwischen Urbanisierung und einer nachhaltigen Entwicklung auf dem Land – eines der 17 UN-Ziele – aus der Balance. Besonders strukturschwache Regionen Chinas leiden unter dieser Entwicklung. Beispielhaft für die Vernachlässigung der Landwirtschaft ist auch der bereits erwähnte Drei-Schluchten-Damm. Hier wurden die fruchtbaren Böden in der Jangtse-Region der Energiewirtschaft geopfert, die umgesiedelte Landbevölkerung muss zukünftig in weniger ertragreichen Gegenden leben. Schätzungen zu Folge, muss für den gleichen landwirtschaftlichen Ertrag eine fünfmal so große Fläche als am Jangtse bewirtschaftet werden. Angesichts des Bevölkerungsreichtums Chinas eine durchaus kritische Entwicklung.

 

 

Zwischenbilanz der Zielerreichung Chinas

Fit für die Wirtschaft – chinesische Schüler liegen im internationalen Vergleich vorne.

Für eine expandierende Wirtschaftsmacht ist der 76. Rang auf dem Zielerreichungsindex nur ein mäßiges Ergebnis. Für ein Land mit extremen Gegensätzen und einer langen Geschichte als Schwellenland dagegen, ist die Bilanz durchaus beachtlich. Im Gegensatz zu den USA, bei denen im Bewertungssystem der Zielerreichung die Ampel nur zwei mal auf „grün“ stand, kann China hier in drei Bereichen gute Ergebnisse für sich verbuchen: Gut bewertet wird die Qualität der Bildung, der Bereich „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ sowie „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“. Dabei wird jedoch auch deutlich, dass die Teilziele auch genauer unter die Lupe genommen werden müssen. So verzeichnet China zwar nur eine geringe Arbeitslosigkeit, jedoch ist das Land in den vergangenen Jahren eher durch extrem belastende Arbeitsverhältnisse in die Schlagzeilen geraten. Beispielsweise durch den enorm hohen Druck in der Handy-Produktion. Ebenfalls kritisch ist, dass für den Bereich der Kinderarbeit keine Daten vorliegen, die in die Beurteilung einfließen.

 

Immerhin fünf mal steht die Ampel auf „gelb“. Dazu Zählen die Bereiche der Armutsbekämpfung, Gleichberechtigung, der Zugang zu sauberem Wasser, nachhaltiger Konsum und Produktion und schließlich auch der Ausbau sauberer Energie.

 

Extremer Aufholbedarf zeigt sich – aller Anstrengungen im Ausbau Erneuerbarer Energien zum Trotz – noch im Klimaschutz. Außerdem erreicht China desolate Werte im Bereich Schutz der Meere und Gewässer. Weiterhin problematisch bleiben die mangelnden demokratischen Strukturen des Landes, die sich in der ungünstigen Bewertung des Nachhaltigkeitsziels „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ niederschlägt.

 

 

Entwicklungshilfe und Investitionen

Eine Anforderung der UN ist es, dass die reichen Staaten die ärmeren Länder bei der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele unterstützen. Auch China hat beim UNO-Nachhaltigkeitsgipfel angekündigt, zwei Milliarden Dollar für einen entsprechenden Entwicklungsfonds bereitzustellen. Das positioniert China als wirtschaftlich erfolgreiche Industrienation. Auf der anderen Seite sind große Teile Chinas selbst noch schwach entwickelt. Damit spiegelt China generell die globale Komplexität wieder, die kaum noch mit den bestehenden Einordnungen und Begrifflichkeiten zu erklären ist. Als hybrides Staatswesen vereint die China Merkmale einer hochentwickelten Volkswirtschaft, eines Schwellen- und eines Entwicklungslandes.

 

Neben Chinas Entwicklungshilfe, investiert das Land bereits seit Jahren in wirtschaftlich wenig entwickelte Staaten Afrikas und Lateinamerikas. Bis 2030 sollen in diese Richtung mindestens zwölf Milliarden Dollar fließen. Dabei beurteilen andere Industrienationen das Engagement Chinas vor allem als Eigennutz und gehen davon aus, dass China so seinen enormen Rohstoffbedarf  und seine aufstrebende Stellung absichern will.

 

 

Ethische und ökologische Ziele gemeinsam erreichen

China ist ein interessanter Fall, denn hier zeigen sich die vielfältigen Widersprüche der Moderne und die Schwierigkeit einer Beurteilung.

 

Das Land bringt sich als eine führende Volkswirtschaft in Stellung und betreibt geradezu vorbildlich den Ausbau Erneuerbarer Energien. Gleichzeitig vergrößern Menschenrechtsverletzungen, Abhängen der Menschen auf dem Land und mangelnde Partizipationsmöglichkeiten der Bevölkerung den Abstand zu den Standards vieler westlicher Staaten. Interessant ist daher, wie die einzelnen Staaten ihre Nachhaltigkeitsstrategien weiter umsetzen werden und wie die Platzierungen im nächsten SDG-Index aussehen werden.

 

Klar ist aber auch, dass ökonomische Interessen nicht von ethischen und ökologischen Aspekten abgekoppelt werden können. Das gilt für Volkswirtschaften genauso wie für die ganz individuelle Finanzplanung. Grünes Geld , kompetenter Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, bietet daher seinen Kunden ein breites Angebot an sinnvollen Investments, die Unternehmen und Staaten unterstützen, die einen entscheidenden Beitrag für Mensch, Umwelt und Klima leisten.

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Olympische Ausmaße bei der Ausbeutung von Näherinnen

Dienstag, 07. August 2012

Zu einem Hungerlohn und zu unmenschlichen Arbeitsbedingungen müssen Näherinnen in China T-Shirts produzieren.

Sommer 2012: Es laufen die Olympischen Spiele in London. Sportunternehmen wie beispielsweise Adidas zahlen zu dieser Zeit immense Summen an Sponsonren. Gleichzeitig in China und ähnlichen Ländern nähen Frauen T-Shirts für diese Sportunternehmen für einen Hungerlohn von im Durchschnitt ein Euro pro Stunde, der kaum für eine Lebensexistenz ausreichen kann.

 

Vor Beginn der Olympischen Spiele startete Fairplay eine Kampagne, bei der 175 Näherinnen aus 10 Fabriken aus den Ländern China, Sri Lanka und Philippinen über ihre aktuelle Situation befragt wurden. Aus den Fabriken beziehen namenhafte Unternehmen wie Adidas, Nike, New Balance oder Speedo ihre Waren. Das Ergebnis der Befragung ist erschütternd:

In den Fabriken herrschen Hungerlöhne und erzwungene Überstunden, gewerkschaftliche Aktivitäten werden unterbunden und die Arbeitsverhältnisse sind oftmals gesundheitsgefährdend. Mitarbeiter, die gegen diese Verhältnisse protestieren setzen ihren Job aufs Spiel.

 

Damit in einer chinesischen Fabrik das Arbeitsziel erreicht werden kann, müssen die Näherinnen von 8 Uhr frühs bis 10Uhr abends arbeiten. Eine Frau, welche bei einer Betriebskontrolle von den Arbeitszeiten erzählte, wurde anschließend gekündigt. Über Fabriken auf den Philippinen wurde berichtet, dass Frauen sogar entlassen wurden, weil sie mit anderen Kolleginnen während der Arbeitszeit geredet haben.

 

Grund für diese unmenschlichen Arbeitsverhältnisse ist die Ungleichmäßige Verteilung des Geldes der Sportunternehmen, denn Geld an sich ist genügend vorhanden bei den Konzernen. Während in Vermarktung und Image viele Millionen Euro fließen, wird bei der Produktion bis auf ein Minimum hin gespart.

 

Doch gerade bei den Olympischen Spielen könnte ein Zeichen gesetzt werden, indem Nationen ihre Bekleidung aus sozialen und ökologischen Produktionsstätten beziehen. Das Österreichische Olympische Comite´ hatte sich bereits 2008 für solch eine Beschaffung ausgesprochen, hat es aber dieses Jahr bei den Spielen immer noch nicht in die Tat umgesetzt. Wir hoffen, dass sich das bei den nächsten Olympischen Spielen ändern wird und viele weitere Nationen den selben Schritt gehen.

 

Wenn Sie selbst auch einen Beitrag zu mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit beitragen wollen, ist es sinnvoll in soziale Fonds und ökologische Fonds zu investieren, welche Ihnen bei Umweltbanken angeboten werden.

China – Held für Erneuerbare Energien und gleichzeitig teuflischer Umweltverschmutzer

Mittwoch, 12. Oktober 2011
Fabrik

Auch wenn China großes Engagement in Bezug auf erneuerbare Energien zeigt, ist und bleibt das Land einer der größten Umweltverschmutzer weltweit.

„China, ein Land, dass etwas gegen den Klimawandel bewirkt.“ Dies könnte man meinen. Schließlich ist der asiatische Staat die Nr. 1 beim Ausbau erneuerbarer Energien. In den vergangenen sechs Jahren hat China jährlich seine Kapazitäten an Wind- und Sonnenenergie verdoppeln können.  Sie sind weltweit der größte Produzent von Sonnenkollektoren. Viele Solar Fonds oder Windfonds, welche von Umweltbanken angeboten werden, investieren in chinesische Projekte. Zusätzlich hat der „Sonnenkönig“ Huang Ming, ein chinenischer Solarvisionär, den diesjährigen Alternativen Nobelpreis gewonnen. Sowohl die UN als auch Umweltorganisationen wie etwa Greenpeace sind begeistert, wie sehr China in die erneuerbare Energie investiert.

 

Doch all dies nutzt nichts, wenn man nach der USA der zweitgrößte Umweltbelaster der Erde ist. Für die steigende Erderwärmung ist China sogar der größte Verursacher.

 

Die Bevölkerungsanzahl in China steigt rapide. Nicht nur deshalb ist der Energiebedarf dort stetig am wachsen. Hinzkommt auch noch, dass immer mehr Menschen in der Stadt anstatt auf dem Land leben und daher einen höheren Energiekonsum haben. Unmengen an Kohlendioxid werden dadurch in immer erhöhteren Mengen ausgestoßen. Seit 2003 hat sich der CO2-Ausstoß deshalb schon verdoppelt. Allein im letzten Jahr gab es einen 10-prozentigen Anstieg an Emissionen.

 


 

Tipp um wirklich etwas gegen den Klimawandel zu tun:  Klima Einmalsparen 2000+ Ethik

 

Projekt Klima Einmalsparen 2000+ Ethik
Laufzeit Täglich kündbar
Mindestanlagesumme 2.000 Euro
Rendite 2009: 25,00%
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Besonderheit – Sehr gute Chancen
– Täglich kündbar
– Sie helfen das globale Klimaproblem zu bekämpfen
– Ethik-Kriterien werden berücksichtigt

 

 


 

Laut einer neuen Studie der niederländischen Umweltbehörde ist der CO2-Ausstoß pro Kopf in China bereits auf dem selben Stand wie von Italien. Frankfreich wurde sogar schon übertroffen. Damit ist China erstmalig in Bezug auf Emissionen auf dem Niveau von industrialisierten Ländern. Wenn wann davon ausgeht, dass China diesen Trend weiterhin fortführt, könnten sie in sieben Jahren bereits der größte Klimasünder weltweit sein.

 

Auch zu erwähnen sei, dass obwohl China Vorreiter in Sachen erneuerbarer Energien ist, muss sich das Land zu zwei Dritteln hinsichtlich der Energie auf Kohle verlassen. 2010 stieg der Kohleverbrauch insgesamt um 10,1%. Dadurch ist China Hauptverantwortlicher für den weltweiten Anstieg der Kohlennutzung. Da fossile Energien in baldiger Zukunft den Bedarf von China jedoch nicht mehr alleine decken können, soll noch mehr in erneuerbare Energien investiert werden. Bis 2015 soll der Anteil von Wind-, Wasser-, Sonnen- und Atomenergie auf mindestens elf Prozent steigen. Zusätzlich sind noch weitere klimaschützende Maßnahmen in Planung. Doch dieses Engagement wird stark davon getrübt, dass China auch weiterhin unzählig Kohlendioxid in die Umwelt ausstoßen wird.

Wer der neue Träger des alternativen Nobelpreises ist

Freitag, 30. September 2011
Huang Ming

Huang Ming ist der diesjährige Träger des alternativen Nobelpreises.

Der alternative Nobelpreis mit der offiziellen Bezeichnung „Right Livelihood Award“ ist eine seit 1980 vergebene Auszeichnung an Menschen, die eine praktische Lösung zu ernsten Problemen der heutigen Zeit finden und diese auch mit Erfolg umsetzen.

 

Dieses Jahr ging diese ehrwürdige Auszeichnung an den Ökovisionisten Huang Ming. Laut Jury hat er den Preis „für seinen herausragenden Erfolg in der Entwicklung und Massenverbreitung von Spitzentechnologien für die Nutzbarmachung von Solarenergie“ erhalten.

 

Huang Ming war Ingenieur am Erdölforschungsinstitut in Dezhou (Ost-China). Als er eine Tochter bekam macht er sich viele Gedanken um die Umweltverschmutzung und deren Auswirkungen auf spätere Generationen. Aus diesem Grund fing er an neben seiner eigentlichen Arbeit sich zusätzlich mit Solarforschung zu beschäftigen. 1995 kündigte er schließlich seinen Job und gründete „Himim Solar“, eine kleine Werkstatt, welche zehn Menschen beschäftigte.

 

Heute ist Himim nach eigenen Angaben der weltweit größte Produzent solarbetriebener Warmwasserbereiter und beschäftigt über 9.000 Menschen. Viele Solar Fonds, die von nachhaltigen Banken angeboten werden, investieren in den Betrieb. Hunderttausende chinesische Dächer sind mit Sonnenkollektoren von Huang Mings Unternehmen geziert. Jährlich werden etwa 300 Mio. Quadratmeter verkauft, das ist nach Aussage des Gründers so viel wie die gesamte EU zusammen verkauft. Das aktuelle Vermögen von Ming wird auf etwa 300 Mio. Dollar geschätzt. Aufgrund seines immensen Erfolges trägt er in China bereits den Spitznamen „Sonnenkönig“.

 


 

Unser Tipp: Lohnt sich nicht nur für Nobelpreisträger, sondern auch für Sie: Solarinvestment CleanTech Solar 5

 


Anlage Solarinvestment CleanTech Solar 5
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– Sehr kurze Laufzeit von nur 8 Jahren
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Huang Ming macht klar, dass auch Schwellenländer wie China zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen. Zwar wird in China die größte Menge an CO2 täglich freigesetzt, doch gleichzeitig ist das Land ein Vorreiter bei alternativen Energien.

 

2002 ist Ming auch der Politik beigetreten und gehört seitdem dem Nationalen Volkskongress an. Er war daran beteiligt, dass 2005 das Gesetz für erneuerbare Energien eingeführt wurde.

 

Die Stadt Dezhou, in der Ming an einem Erdölforschungsinstitut früher arbeitete, ist mittlerweile eine wahre Solar-Stadt. Auf so gut wie jedem Dach befinden sich Sonnenstrom- oder Solarwarmwasseranlagen, ein gesamtes Hotel, sowie viele weitere Gebäude, werden dort lediglich durch Solarenergie betrieben. Die Stadt wird deshalb auch „das Tal der Sonne“ genannt. Huang Ming wünscht sich für die Zukunft, dass irgendwann jede Stadt in China bloß durch Solarenergie ihre Heizungen und Klimaanlagen betreibt.

Anlässlich der IAA: „Stop or Go“ auf 3sat

Montag, 12. September 2011
Elektroauto

Elektroautos werden auf der diesjährigen IAA eine besonders wichtig Rolle spielen.

Am 15. September ist es wieder soweit: Der Start der Internationalen Automobilaustellung in Frankfurt. Der Fernsehsender 3sat widmet anlässig dieser Veranstaltung viele Ausstrahlungen dem Thema „individuelle“ Mobilität. Vom 12. bis zum 16. September werden unter dem Motto „Stop or Go“ mehrere Reportagen, Dokumentationen und Spielfilme, wie beispielsweise ein Bericht über den boomenden Automarkt in China oder eine Zusammenfassung der diesjährigen IAA, ausgestrahlt.

 

Der Weg zur Autogesellschaft in China verläuft vergleichbar mit der Massen-Motorisierung bei uns gegen Ende des 20. Jahrunderts, bloß dass China noch ein paar zusätzliche Schritte gehen muss. Die Volksrepublik benötigt andere Antriebs- und Verkehrskonzepte als der Westen. Der Vorsprung in der Entwicklung von Verbrennungsmotoren ist zwar mehr oder weniger uneinholbar für China, bei der Elektromobilität hingegen ist man jeweils auf dem selben Niveau.

 

Elektroautos sollen die Umwelt Chinas schützen und einen Verkehrsinfarkt vorbeugen. Wie auch damals im erfolgreichen Westen, stammt die Innovationskraft für neue Technologien aus dem Mittelstand. Es gibt bereits eine Vielzahl an Elektroauto-Herstellern neben den großen Automobilherstellern Chinas. Wie genau der Auto-Alltag Chinas abläuft, wird am 12. September um 21:30 in „hitec: Chinas Massenmotorisierung“ dargestellt.

 


 

Unser Tipp für nachhaltige Mobilität: Eisenbahn-Investitionen

 


Projekt Rail Portfolio II
Laufzeit 14 Jahre
Mindestanlagesumme 10.500 Euro
Rendite 2011-2015: je 7,0%

2016-2020: je 8,0%

2021-2024: je 9,0%

2025: 109,81% (inkl. Rückzahlung Kapital)

Besonderheit – Unterstützt den ökologisch guten Verkehrsträger Bahn
– konservatives Sachinvestment: Schutz vor Geldentwertung oder Währungsreform
– Attraktive, quartalsweise Ausschüttungen bereits ab 2011

 

 


 

Den Start der Themenwoche macht jedoch bereits um 18:30 (ebenfalls am 12. September) das „nano spezial: Individuelle Mobilität“. Thema darin ist die Zukunft der Mobilität. Fragen wie z.B. „Wird das Auto auch in Zukunft unser meist genutztes Beförderungsmittel sein?“  oder „Wird die Eisenbahn in Zukunft vermehrt eine Rolle spielen?“ werden dabei behandelt.

 

Selbstverständlich wird in der Themenwoche auch über Neuigkeiten von der IAA berichtet. Am 15. September um 18:30 wird es von „nano“ ein spezial ausschließlich über die diesjährige IAA geben. Auch hier wird Elektromobilität sicherlich eine wichtige Rolle spielen. Vor zwei Jahren gab es auf der IAA noch kein massentaugliches Elektroauto, interessant dürfte es somit sein, was dieses Jahr bezüglich dessen angeboten wird.

 

Den Abschluss der Themenwoche „Stop or Go“ macht die Reportage „makro: Autoindustrie in voller Fahrt“ am 16. September um 21:30. Darin geht es um die wirtschaftliche Seite des internationalen Automarktes, ein sicherlich interessantes Thema für Anleger in nachhaltige bzw. grüne Investments.

Apple und die Umwelt

Donnerstag, 01. September 2011
Apple-Logo

Apple wird vorgeworfen mit gegen Umweltweltauflagen verstoßenden Zulieferern zusammenzuarbeiten.

Wie die Financal Times Deutschland heute berichtete, droht dem überaus erfolgreichen Unternehmen Apple ein Imageschaden in China. Schließlich werfen diverse chinesische Umweltschützer den Apple-Zulieferern eine systematische Umweltverschmutzung vor. Eine Aufnahme in nachhaltige Investments wie beispielsweise in einen Umweltfonds, wie er von einer Umweltbank angeboten wird, könnte deswegen fraglich sein.

 

Vergangenen Dienstag wurde ein Bericht gemeinsam von fünf chinesischen Nichtregierungsorganisationen veröffenlicht.  In ihm steht, dass Apple mit mehreren Lieferanten zusammenarbeiten würde, welche gegen Umweltschutzauflagen nachweislich verstoßen hätten. Dem US-Konzern wird vorgeworfen, dass er die Schlupflöcher im Umweltschutz der Entwicklungsländer ausnutzen würde.

 

Die fünf Organisationen, welche auch den Bericht verfassten, haben in den letzten zwölf Monaten den Versuch gestartet 29 verschiedene große Elekronikmarken dazu zu überreden, ihnen bei der Bekämpfung der Umweltverschmutzung durch Zulieferer beizustehen. Apple reagierte nicht auf diese Anfrage.

Kurz vor der Veröffentlichung des Berichts zeigte sich Apple doch nachsichtig und meldete sich bei dem Direktor des Institute of Public and Environmental Affairs, Ma Jun, welcher an der Verfassung des Berichtes mit beteiligt gewesen war. Es fand ein Gespräch zwischen Ma Jun und dem US-Konzern statt, in dem sich der Angeklagte von seiner Schuld freisprechen wollte. Apple sagte, dass einige der in dem Bericht genannten Fabriken keine Zulieferer von ihnen gewesen seien. Welche Fabriken dies jedoch im Genauen sind konnte nicht mitgeteilt werden.

 


 

Unser Tipp für ein nachhaltiges Investment ohne Umweltverschmutzer wie AppleCacauInvest

 

Projekt CacauInvest
Laufzeit 25 Jahre
Mindestanlagesumme 7.750 Euro
Rendite 2013 – 2020: 3,40%
2021: 6,80%
2022 – 2025: 3,40%
2026: 6,80%
2027 – 2030: 3,40%
2031: 16,90%

2036: 127,00%
Besonderheit – Attraktive Ausschüttungen durch natürliches Volumenwachstum des Holzes bereits nach 3-5 Jahren- Einzigartige Anlageform Kakao gemischt mit weiteren Edelhölzern- Sie fördern mit Kakao einen süßen Rohstoff

 

Alle Informationen bei gruenesgeld24.de

 

 


 

Apple lässt seine Produkte ausschließlich von anderen Unternehmen produziert, eigene Fabriken werden daher nicht benötigt. Wer die Auftragsfertiger sind, wird von dem US-Konzern bis auf wenige Ausnahmen nicht bekannt gegeben. Die Umweltschützer nennen in ihrem Bericht allerdings 20 Apple-Zulieferer, die diverse Umweltauflagen nicht eingehalten haben. Ihre Daten beruhen laut eigener Aussage aus öffentlich zugänglichen Informationen und Gerichtsunterlagen. Die betroffenen Zulieferer versorgen auch andere Unternehmen.  Aufgrund von zwei Elektronikfabriken entstand in der ostchinesischen Stadt Kunshan eine so enorme Luftverschmutzung, dass Anwohner ihre Kinder in weiter entfernt gelegenen Schulen schicken müssen. Erhöhte Krebsraten bei den Anwohner sind ebenfalls nachweislich.