Mit ‘Costa Rica’ getaggte Artikel

Wie nachhaltig ist der Vorzeige-Staat Costa Rica wirklich? 3 Fragen an unseren Anleger Edgar Fürst

Mittwoch, 03. Februar 2016

 

Costa Rica gilt vielen als bemerkenswertes und nachhaltiges Land. Schließlich verzichtet man dort auf Militär und setzt auf Wiederaufforstung. Zuletzt hat das Magazin Öko-Invest in seiner Ausgabe 1 / 2016 über Costa Rica, die “reiche Küste”, berichtet. Laut Öko-Invest hat Costa Rica’s ehemaliger Präsident und Friedensnobelpreisträger Óscar Arias Sánchez neben Bildungs- und Gesundheitsprogrammen auch die Initiative “Frieden mit der Natur” gestartet, mit der er zum 200. Geburtstag als erster Staat eine ausgeglichene CO2 Bilanz erreichen möchte.

 

Grünes Geld Anleger Edgar Fürst war viele Jahre vor Ort und ist familiär mit Costa Rica verbunden. Wir haben die Chance genutzt und ihm 3 Fragen zum Land Costa Rica gestellt. Solche Informationen aus erster Hand sind unbezahlbar und runden das Bild über Costa Rica sehr gut ab.

 

faultier-costa-rica

Auch für uns außergewöhnliche Tiere leben in den Wäldern Costa Ricas, hier ein Faultier.

1.) Grünes Geld: Herr Fürst, Costa Rica gilt als ein besonders nachhaltiges Land und zieht deshalb auch immer wieder das Interesse sozial-ökologisch orientierter Anleger auf sich. Auch Sie interessieren sich für solche Geldanlagen – deshalb möchten wir Sie gerne zu Ihren Erfahrungen zu Costa Rica befragen. Zunächst: wie lange waren Sie in Costa Rica, wie gut kennen Sie das Land?

 

Ich war insgesamt 25 Jahre, zuletzt von 1992-2012  (mit Unterbrechungen von insgesamt etwa einem Jahr) in Costa Rica. Da ich in dieser Zeit als beratende Fachkraft in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit im Schnittfeld Umwelt & Entwicklung, und zuletzt (1999-2012) direkt integriert in Lehre und Forschung auf dem Gebiet der ökologischen Ökonomie tätig war, denke ich dieses Land gut zu kennen (auch dadurch bedingt, daß ich dort durch meine costarikanische Frau einen Teil meiner Familie habe).

 

 

2.) Grünes Geld: Ein ganz besonders interessanter Punkt ist immer wieder, dass Costa Rica seit den 1950er Jahren keine Armee mehr hat – während in Nachbarländern teilweise Kriege herrschten. Wie funktioniert das in der Praxis und wie sicher fühlt man sich in Costa Rica dann? Ist dieses Modell auch für andere Staaten empfehlenswert?

 

In der Praxis sieht das so aus, dass es eine relativ effektive Bundes- und Kommunalpolizei, eben ohne armee-, luftwaffe- und marinegemäße Kriegsbewaffnung, gibt, die u.U. auch repressiv wirken kann. Die persönliche Sicherheit ist in den letzten Jahren infolge Einbruchskriminalität, Drogenhandel, Geldwäschemafias kritischer geworden – wie auch überall in Mittel- und Südamerika und auch unabhängig davon, ob Militär besteht oder nicht. Unbenommen davon ist es als Modell für andere Staaten empfehlenswert (auch und gerade wegen der dadurch möglichen Umschichtung der Staatsausgaben in prioritärere Bereiche, wie Naturschutz im Fall von CR), was ja auch teilweise seit den 2000er Jahren von Panama und El Salvador übernommen wurde.

 

 

3.) Grünes Geld: Darüber hinaus möchte Costa Rica bis zum 200. Geburtstag im Jahr 2021 als erster Staat eine ausgeglichene CO2 Bilanz aufweisen, hat offensichtlich über 50% der Fläche des Landes wieder bewaldet und 27% der Fläche des Landes unter Naturschutz gestellt. Das stellt man sich als Europäer dann als eine Art grünes Paradies vor. Wie ist das Leben in Costa Rica – fühlt man diese Umweltbemühungen, oder sind das alles Aktionen des Staates, die die einfachen Menschen nicht weiter interessieren?

 

Es ist richtig, dass schon fast traditionsmäßig Naturschutz – vor allem durch Naturparks, Biosphären-Reservate und Schutzzonen mit insgesamt knapp 30% – in CR im Vordergrund steht, worauf auch die einfachen Menschen stolz sind. Dazu kommt, das durch Wasserkraftnutzung – und neuerdings durch Sonnen-, Wind- und Geothermie-Energie -die Bedeutung von fossilen Energieträgern relativ gering gehalten werden konnte.

 

 

Dem steht jedoch eine weiterhin schlechte Bilanz hinsichtlich der sog. grauen Umwelt – sprich: Abwasser-, Luft- und Müllverschmutzung – sowie hinsichtlich der Agrarlanddegradation durch traditionellen  Düngemittel- und Pestizideneintrag entgegen. Auch gibt es keine überzeugende Mobilitätspolitik zur Förderung von öffentlichem Nahverkehr mit emissonsärmeren  Transport- und Verkehrsträgern anstatt dem derzeit äußerst energieintensiven und luftverschmutzenden PKW-, LKW- und Busverkehr, v.a. im wild urbanisierten Hauptstadtgebiet.

 

 

Somit schätze ich eher die Einhaltung einer neutralen CO2-Bilanz bis 2021 durch Dekarbonisierung vor Ort als unrealistisch ein. Zudem soll sie ja wohl vor allem durch klimapolitische Zertifikate von international aufrechenbaren Emissionsreduktionen durch unterlassene Entwaldung, Wiederaufforstung und Projekten von erneuerbarer Energiegewinnung im ökologisch problematischen Kompensationsgeschäft mit Emissionen in den Industrieländern erreicht werden, was tendenziell einem von mir kritisierten „Ablaßhandel“ („Karbonkolonialismus“) im Rahmen eines „grünen Kapitalismus“ mit zweifelhafter Klimanachhaltigkeit im globalen Maßstab entspricht.

 

 

4.) Grünes Geld: Herr Fürst, wir danken Ihnen herzlich für Ihre Informationen, die für unsere Leser sicher sehr interessant sind.

 

 

 

 

 

 

 

Interesse an unseren Themen? Holen Sie sich die Grünes Geld News und erhalten Sie Insider-Tipps und Frühzeichnerboni.

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

BaumInvest ausgezeichnet als „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“

Dienstag, 22. Februar 2011

Jedes Jahr zeichnet die Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft „Deutschland – Land der Ideen“ eine Reihe von besonders innovativen Projekten aus. Dieses Jahr ist unter den ausgezeichneten Ideen erstmalig auch ein Finanzprodukt: BaumInvest, die ökologische Kapitalanlage aus dem Hause Querdenker GmbH des Freiburger Unternehmers Leo Pröstler.

Das Prinzip von BaumInvest ist einfach: Der geschlossene Fonds erwirbt mit dem Geld seiner Gesellschafter ehemaliges Weideland in Costa Rica und forstet dieses nach ökologischen Gesichtspunkten wieder auf – mit einer Mischung aus tropischen Edelhölzern von Teak bis Mahagoni. Aus den wertvollen Hölzern erwirtschaftet sich eine attraktive Rendite für die Investoren. Aber auch Mensch und Natur vor Ort profitieren von dem Projekt: Etwa ein Drittel der BaumInvest-Flächen wird unter Naturschutz gestellt, hier können sich bedrohte Tier- und Pflanzenarten ungestört entwickeln. Die Menschen  in Costa Rica haben nicht nur Arbeitsplätze zu fairen Bedingungen sondern auch die Möglichkeit, auf den BaumInvest-Flächen eigenes Gemüse anzubauen und so Ihr Einkommen weiter aufzubessern. Und darüber hinaus ist Aufforstung die einzige Klimaschutzmaßnahme, die derAtmosphäre Kohlendioxid entzieht – also ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz.

Dieses Konzept hat bisher über 1000 Anlegerinnen und Anleger überzeugt, so dass mittlerweile schon der zweite BaumInvest-Fonds fast ganz gefüllt ist. Ein gutes Konzept mit großem Erfolg – das schien auch der Jury von „Deutschland – Land der Ideen“ zu gefallen. Die Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Dr. Christian Wulff hat zum Ziel, besonders innovative und zukunftsfähige Ideen und Projekte zum identifizieren und bekannt zu machen. Die Preisverleihung für BaumInvest findet erst am 23. Oktober statt, aber schon ab jetzt darf sich das Projekt „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ nennen.

Leo Pröstler, Geschäftsführer der Querdenker GmbH und Erfinder der BaumInvest-Fonds sagt dazu: „Es freut uns natürlich besonders, dass ausgerechnet die Deutsche Bank für diese Auszeichnung Pate steht. Deren Motto „Leistung aus Leidenschaft“ wollen wir noch erweitern um „Verantwortung aus Leidenschaft“. Wir übernehmen Verantwortung für den finanziellen Erfolg unserer Kunden, aber auch für nachhaltiges Wachstum mit positiver Öko- und Sozialbilanz. Wir freuen uns, wenn wir hier Vorbild sein können – auch für die Deutsche Bank.“

Mehr Infos zu BaumInvest: www.bauminvest.de

Bauminvest 2 – Ein ökologisches Forstinvestment mit Zukunft

Mittwoch, 16. Februar 2011

Das Bauminvest 2 ist ein ökologisches Investment in die Aufforstung in Costa Rica. Es werden Weideflächen dort gekauft und mit tropischen hochwertigen Edelhölzern bepflanzt. Der Anleger hat von dieser Geldanlage 3 enorme Vorteile:

 

1. Man erhält eine gesicherte Rendite: Dies liegt daran, dass man in Sachwerte (Rohstoffe) investiert, man einen „biologischen Zins“ erhält und die Preise für Edelhölzer aufgrund knapper Ressourcen stetig ansteigen.

 

2. Man trägt etwas zum Klima- und Naturschutz bei: Dank der Beteiligung der Investoren kann Mischforst mit einheimischen Baumarten getätigt werden. Zusätzlich können Naturschutzräume zur Erhaltung seltener Pflanzen und Tiere errichtet werden und die angepflanzten Bäume binden langfristig CO2. Ein Baum bindet in etwa 1t CO2. Ein Hektar Baum (also 200 Bäume) binden somit 200t CO2. Ein Gegenvergleich: Ein Bundesbürger verbraucht jährlich 11t CO2.

 

3. Man trägt soziale Verantwortung: In den betroffenen Gebieten werden faire Arbeitsplätze für einheimische Bauern geschaffen, indem sie Waldfeldbau betreiben können und somit die Möglichkeit zu einem existenzsichernden Einkommen haben.

 

3-Säulen-Modell

Das Bauminvestment besteht aus einem 3-Säulen-Modell

 

1. Säule: Ökologische Aufforstung

 

Edelholz wird in Zukunft eine Mangelware am Weltmarkt sein, vorallem in China und Indien. Das Projekt dient zur Aufforstung solcher Hölzer. Insbesondere tropische Hölzer, welche als die wertvollsten Hölzer überhaupt gelten, werden angepflanzt. Die Ernte dieser Bäume kann bereits nach 18-25 Jahren erfolgen, in manchen Fällen sogar schon nach lediglich 10 Jahren. Die erste werthaltige Ausforstung des Projekts wird schon nach 7 Jahren sein.

 

2. Säule: Waldfeldbau

 

Einheimischen Bauern wird eine Existenzgrundlage geboten, indem sie Waldfeldbau betreiben können. Sie pflegen die Bäume und erhalten dafür ein Einkommen. Ein Gewinn bringender Anbau ist hauptsächlich von Ingwer, Kakao und Vanille vorhanden.

 

3. Säule: Naturreservate

 

Etwa 20 bis 30% der Grundstücksfläche wird als Naturreservat gehalten. Somit wird ein Schutzraum für seltene Pflanzen und Tiere geschaffen und es entsteht zugleich ein Vorteil für die Aufforstung, denn eine Artenvielfalt vermindert die Schädlingsanfälligkeit einer Aufforstung.

 

Bisherige Erfahrungen und Erfolge des Bauminvest: Insgesamt wurden 13 Mio. Euro Eigenkapital gesammelt. Dies stammt von über 1.000 Gesellschaftern. Das Projekt hat in Costa Rica mittlerweile eine Grundstücksfläche von 1.000 ha Fläche und bis Ende 2010 wurden fast 600 ha aufgeforstet. Das ist der Stand vom 15. Oktober 2010. Die Zahlen sind summiert aus dem ersten und zweiten Bauminvest-Fonds.

Unter den Gesellschaftern wurde eine Befragung durchgeführt, was ihnen an diesem Projekt am wichtigsten wäre. Als Ergebnis stellte sich heraus, dass 39,6% für Ökologie stimmten, 30,8% für finanzielle Rendite und 29,7% für soziale Komponente. Anderst als bei vielen anderen Investitionen ist die finanzielle Rendite somit nicht das Hauptziel.

 

Beteiligung in Zahlen:

 

Art: geschlossener Fonds
Fondssumme: 8.250.000 €
Mindestbeteiligung: 5.000 €
Aufforstungsfläche: 350 Hektar
Laufzeit: 24 Jahren (2010-2033)
Kapitalrückfluss: 326% der Einlage (lt. Prognose)
Mehrwertausgleich für kürzere Laufzeit:7% ab 2011
Zeichnungsstand am 15.Oktober 2010: 4,8 Mio €

 

 

Button Alle Informationen