Mit ‘Demografie’ getaggte Artikel

51% der Deutschen bezweifelen die private Altersvorsorge

Donnerstag, 27. April 2017
Zusammenfassung: Obwohl sich die meisten Deutschen Sorgen um Ihre finanzielle Lebenssituation im Alter machen, zweifeln 51 Prozent daran, dass mit privater Vorsorge daran etwas geändert werden könnte. Hinderlich sind die vielfältigen und komplizierten Förderregelungen. Eine individuelle Analyse ist notwenige. Beispielrechnungen zeigen sonst Verluste von mehr als 50.000 Euro bei der Altersvorsorge auf.

 

Das Handelsblatt zitiert heute (27. April 2017) eine repräsentative Umfrage unter 3381 deutschen Erwerbstätigen. Die Ergebnisse sind kaum zu glauben: 61 Prozent der befragten Berufstätigen befürchten „im Alter finanziell nicht zurecht zu kommen“.  Dieser Wert nimmt zu, im Jahr 2016 glaubten das nur 44 Prozent. Trotzdem wollen die Menschen nichts privat vorsorgen, da über die Hälfte (51 Prozent) an dem Sinn der privaten Vorsorge zweifelt.

 

Unrealistische Forderungen an den Staat

 

Offensichtlich stellen sich die Erwerbstätigen den Staat jedoch als Goldesel vor, der einfach nur ein bisschen mehr Gold produzieren sollte. Denn die allermeisten der befragten Erwerbstätigen und Rentner fordern eine höhere gesetzliche Rente – aber ohne dass die Staatsverschuldung ansteigen solle, so das Handelsblatt. Wie der Staats das leisten können soll, bleibt offen.

 

 

 

Der Staat: ein riesiger Apparat zur Umverteilung der steuerlichen Einnahmen. Jedoch keine unendliche Geldquelle, auch wenn das manche Deutsche so sehen.

 

 

 

Klar ist, dass der demografische Wandel, die Hauptursache für niedrigere Renten im Alter, von den Deutschen weiterhin nicht verstanden wird. Verkürzt gesagt führen fallende Geburtenraten seit 1965 dazu, dass immer weniger junge Leute ins Erwerbsleben eintreten und damit Beiträge in die Rentensysteme einzahlen. Aber genau aus diesen Einzahlungen werden die Renten bestritten, so dass immer weniger Einzahler immer mehr Geldempfänger (=Rentner), tragen müssen.

 

Selbst 15 Jahre nachdem der Umstieg zur teilweise privat finanzierten Altersabsicherung eingeleitet worden ist, zitiert das Handelsblatt den Ökonomen Christian Traxler von der Hertie Schoof of Governance: „Es hat sich noch keine Kultur zusätzlicher Vorsorge in Deutschland entwickelt“. Jugendforscher Klus Hurrelmann von der Universität Bielfeld stellt fest, dass die Jungen zwar um die Versorgungslücke wüssten, aber unsicher seien, was dagegen zu tun sei.

 

Förderdschungel in Deutschland verhindert einfache Entscheidungen

 

Wer sich mit dem Altersvorsorge in Deutschland auseinander setzt wird von der schieren Vielfalt erschlagen.

 

Zunächst gibt es natürlich die Gesetzliche Rentenversicherung die für Arbeitnehmer und deren Angehörige sowohl für eine Grund-Rente im Alter, aber auch für Rentenzahlungen bei Erwerbsunfähigkeit, sorgt. Beamte haben es übrigens deutlich besser: statt der eher kleinen gesetzlichen Rente freuen Sie sich über üppige Pensionen, die direkt aus den Steuergeldern gezahlt werden. Demografie spielt für Beamten also kaum eine Rolle.

 

Förderdschungel bei der Altersvorsorge in Deutschland: 8 Förderwege (mindestens)

 

Dann gibt es die betriebliche Altersvorsorge, auf die jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch hat. Häufig hat sich der Arbeitgeber für einen sogenannten Durchführungsweg bereits entschieden; von diesen Wegen gibt es übrigens 5 (!).

 

Und schließlich gibt es die private Altersvorsorge. Hierunter fallen dann die sogenannten Riesterverträge, Rürupverträge oder die privaten Rentenversicherungen. Die Förderungen dieser Verträge sind höchst kompliziert und in typisch deutscher Manier recht kompliziert gestaltet, um eine maximale Gerechtigkeit zu erreichen. Sie reichen von direkten Geld-Einzahlungen des Staates in Verträge, über Anerkennung der Beiträge zur steuerlichen Absetzbarkeit bis zum Verzicht auf die auf Gewinne von Geldanlagen erhobenen Kapitalertragssteuern. Die Besteuerung der Rentenauszahlungen erfolgt dann übrigens auch unterschiedlich, je nachdem, aus welchem Vertrag die Renten kommen.

 

An individueller Lösungen führt kein Weg vorbei

 

Bei der Altersvorsorge geht es um Entscheidungen, die sich meist über Jahrzehnte hinweg auswirken. Wer hier eine falsche Entscheidung trifft, verschlechtert leicht seinen Lebensabend erheblich.

 

 

Beispiel:

 

 

300 Euro Ansparung vom 25. bis zum 67. Lebensjahr

 

 

Ergebnis mit 5 Prozent jährlicher Rendite: 500.019,40 Euro

Ergebnis mit 4,5 Prozent jährlicher Rendite: 438.564,89 Euro

 

Differenz: 61.454,51 Euro

 

 

Darüber hinaus möchte der moderne Vorsorgesparer auch sichergehen, dass sein Geld keine unsauberen Dinge unterstützt. Schließlich wurden schon Streubombenhersteller in Riester-Verträgen gefunden. Auch das ethisch-ökologische Themenfeld will entsprechend professionell abgedeckt werden.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Die Weltbevölkerung explodiert – Wasser und Nahrungsmittel fehlen

Dienstag, 11. August 2015

Die UNO hat ihre bisherige Wachstumsprognose für die Weltbevölkerung nach oben korrigiert. Danach werden bis zum Jahr 2050 werden etwa zehn Milliarden Menschen auf unserem Planeten leben.

 

Während die Bevölkerungszahl in Deutschland in den kommenden Jahren zurückgeht, steigt die Zahl der Weltbevölkerung nach neuesten Schätzungen der UNO auf 9,7 Milliarden Menschen. Vor allem Afrika erlebt ein überdurchschnittliches Wachstum.

 

 

 

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Immer mehr Menschen auf unserem Planten: hier Tokio

Afrika kann damit Asien als den bisher bevölkerungsreichsten Kontinent überholen. Die Folgen sind auch für Europa spürbar. Die Zahl der Flüchtlinge steigt kontinuierlich, Europa kann sich nicht abschotten. Von daher ist es wichtig, dass Menschen aus Afrika legal die Möglichkeit bekommen, einzuwandern und in Europa zumindest einer befristeten Beschäftigung nachzugehen, fordert nicht nur der Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik.

 

Europa hat hier auch eine soziale Verantwortung. Bei uns leben wegen der geringen Geburtenzahlen bis Mitte des Jahrhunderts nur noch 650 Millionen Menschen. Der explosionsartige Bevölkerungszuwachs konzentriert sich im Wesentlichen auf neun Länder, von denen allein fünf in Afrika liegen.

 

Afrikas grüner Gürtel wird schmäler

 

Die wachsende Zahl der Bevölkerung geht mit einem steigenden Bedarf an Lebensmitteln und Wasser einher. In Afrika erfolgt schon jetzt eine unkontrollierte Abholzung der Wälder, um Acker- und Farmland daraus zu machen. Ein Sprecher der nationalen Forstbehörde (NFA) warnt: Wenn die Wälder mit der gleichen Geschwindigkeit wie bisher zur Abholzung kommen, ist bis Mitte des Jahrhunderts kein Wald mehr da.

 

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen ruft aktuell zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit den natürlichen Ressourcen auf. Läuft alles so weiter, wie bisher, braucht die Menschheit im Jahr 2050 drei Planeten, um sich zu versorgen. In Afrika schreitet wegen der Bevölkerungsexplosion die Zerstörung der Umwelt besonders stark voran.

 

Der steigende Wassermangel und fehlende Nahrung hat schlimme Folgen, nicht nur für die Bevölkerung in Afrika. Das Problem geht uns am Ende alle an.

 

Wie deutsche Sparer sich engagieren können

 

Wir alle können etwas tun, um dem düsteren Szenario für die Zukunft etwas zu entgegnen. Legen Sie Ihr Geld bewusst „ökologisch“ an. Grüne Geldanlagen sind im Trend und bringen nebenbei attraktive Renditen.

 

Investieren Sie in ethisch-ökologische Geldanlagen. Werden sie Ihrer sozialen Verantwortung gerecht, beteiligen Sie sich an Wasserfonds und tätigen Sie Wasserinvestments in Unternehmen aus dem Wasser-Sektor. Schon 2006 wurde die Idee der Mikrofinanzen mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Damit gehen Kleinstkredite in Schwellenländer zur Anschaffung von Tieren oder Haushaltsgeräten – auch hier können Sie Gutes zu tun und dabei Geld zu verdienen.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.