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Deutsche Bank: Müssen Anleger wegen der jüngsten 14 Milliarden-Forderung um Ihre Sparkonten fürchten?

Freitag, 23. September 2016

 

Das größte deutsche Bankhaus kommt immer mehr ins Trudeln – nach Jahren der moralischen Verfehlungen werden die finanziellen Konsequenzen immer besorgniserregender. Aktuell sorgt eine US-Forderung über Strafzahlungen in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar dafür, dass die Diskussion um die Finanzkraft des Schmuddel-Instituts wieder aufflammt. Müssen Anleger um Ihre Einlagen auf Bankkonten und Girokonten bei der Deutschen Bank fürchten?

 

 

 

Was ist der Auslöser für die gewaltigen Probleme?

 

Aktuell wird in den Vereinigten Staaten gegen die Deutsche Bank wegen unrechtmäßigen Immobilien-Geschäften in den Jahren vor 2008, also vor Platzen der Immobilien-Blase, ermittelt. Die Geschäfte der Bank sollen mitgeholfen haben, dass faule Kredite gebündelt und dann, als sicher etikettiert, weiter gehandelt wurden. In der Folge wurden immer mehr Kredite vergeben, immer mehr Häuser gebaut und die Preise der Häuser stiegen immer weiter. Letztlich wurde mehr gebaut als benötigt, eine Blase baute sich auf und führte zum Beinahe-Crash des Weltfinanzsystems 2008.

 

Das US-Justizministerium fordert nach durchgesickerten Informationen die unerwartet hohe Summe von 14 Milliarden US Dollar, umgerechnet rund 12,5 Milliarden Euro, um den Rechtsstreit beizulegen.

 

Das prekäre dabei: die Deutsche Bank hat für ihre zigtausende Rechtsrisiken nur ca. 5,5 Milliarden Euro in der Bilanz zurückgestellt.

 

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Ständig vor Gericht: die gewaltigen Rückstellungen für Rechtsrisiken reichen der Deutschen Bank wohl nicht aus (Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

Wie könnte die Lösung aussehen?

 

Zunächst geht die Deutsche Bank selbst nicht davon aus, dass Forderungen in dieser Höhe wirklich gezahlt werden müssen. Vergleiche mit anderen Banken zeigen, dass teilweise deutlich niedrigere Strafen gezahlt wurden. Doch meist handelte es sich um US-amerikanische Institute, die nachweislich von der US-Justiz besser als ausländische Institute behandelt werden.

 

Das zeigte laut Angaben des Handelsblattes der Hongkonger Finanzforscher Utpal Bhattacharya in einer Untersuchung von 2006 auf, die belegte, dass Ausländer in den USA häufiger vor Gericht verlieren und höhere Strafen zahlen müssen. Und dass es eine Lücke gab und die Forderungen frühzeitig durchgesickert sind, ist ebenfalls kein gutes Zeichen für die Deutsche Bank. Es zeigt eine aggressive Gangart der Amerikaner an und verschlechtert die Verhandlungsposition, denn nun können sich die Behörden nur schwierig auf eine niedrigere Forderung einlassen.

 

Die tatsächliche Höhe der verhandelten Forderung dürfte also in der Tat niedriger als bei 12,5 Mrd. Euro liegen, doch möglicherweise reichen die Rückstellungen der Deutschen Bank von 5,5 Mrd. für Rechtsrisiken nicht aus. Schließlich müssen die 5,5 Mrd. Euro noch für viele andere Prozesse reichen.

 

Clemens Fuest, Präsident des renommierten Ifo-Instituts, wird deshalb im Handelsblatt mit “Die Deutsche Bank wird diese Strafe nicht ohne Kapitalerhöhung bezahlen können” zitiert. Woher das zusätzlich Kapital kommen soll, ist heute noch völlig offen.

 

 

 

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Ständig Quartalsverluste, ausfallende Dividende: auch die wirtschaftlichen Kennzahlen der Deutschen Bank sind niederschmetternd (Grafik: Grünes Geld GmbH, Angaben in Mio. Euro)

 

 

 

Eine klassische Kapitalerhöhung würde über die Ausgabe neuer Aktien an der Börse erfolgen. Doch aufgrund der massiven Probleme könnten neue Aktien nur zum Ramsch-Preis ausgegeben werden. Keine attraktive Option.

 

Eine andere Option sind Notverkäufe – Teile der Bank könnten abgespalten werden. Doch schon der beschlossene, und im Juli 2016 wieder in Frage gestellte Verkauf der Postbank  (Bericht im Manager-Magazin), zeigt, dass unattraktive Angebote kaum Interessenten finden. Schlechte Verkaufspreise müssen ohnehin einkalkuliert werden.

 

Bliebe schließlich die Politik, die notfalls einspringen könnte. Doch auf den Fluren in Berlin zeigt sich, dass niemand Freude an einer Rettungsaktion der stark kritisierten Deutschen Bank hätte. “Staatshilfen für die Deutsche Bank wären dem Bürger nur schwer zu vermitteln” wird ein Kabinettsmitglied im Handelsblatt zitiert. Besonders vor dem Hintergrund der aufziehenden Bundestagswahl 2017 also auch keine wirkliche Option.

 

Wie kritisch ist die Lage für Spareinlagen bei der Deutschen Bank?

 

Die Deutsche Bank hat sich in den letzten 10 bis 15 Jahren von einem Vorzeige-Institut mit hohen Werten und über die Landesgrenzen hinaus anerkannten Persönlichkeiten an der Spitze wie Alfred Herrhausen oder Hermann Josef Abs, zu einem Institut entwickelt, in dem hohe finanzielle Renditen der einzige Maßstab sind. Trauriger Höhepunkt bleibt die Forderung von Josef Ackermann nach 25 Prozent Rendite auf das eingesetzte Kapital.

 

Moralisch-ethische Ansprüche wurden praktisch komplett über Bord geworfen. Kredite an Atomkraftwerksbetreiber, Wetten auf Lebensmittel oder Streumunition in Riester-Verträgen blieben und bleiben auf der Tagesordnung. Gerade im Zuge der zunehmenden Orientierung der Menschheit in Richtung Nachhaltigkeit eine fatale Strategie, die in den letzten 2- bis 3 Jahren auch die wirtschaftliche Stabilität der Bank stark in Mitleidenschaft gezogen hat.

 

Die Wirtschaftswoche zeigt eine “Chronik des Versagens der Deutschen Bank” auf.

 

Doch wie kritisch müssen das Anleger sehen, die Geld auf Sparkonten, Sparbriefen, Tagesgeldkonten oder Girokonten der Deutschen Bank haben? Diese Gelder wären im Falle einer Insolvenz der Bank gefährdet. Und Banken sind für Insolvenzen besonders anfällig, denn nur ein Teil Ihrer Kredite muss durch Einlagen gedeckt sein. Kommt also eine negative Stimmung gegenüber einer Bank auf und die Anleger heben in Scharen ihr Geld ab, sinken die Einlagen sehr rasch und können zu einer überraschenden Schieflage führen. Das kündigt sich leider kaum vorher an, wie der Bank-Run bei Northern Rock oder die berühmte Pleite von Lehman Brothers zeigen.

 

Eine ganz konkrete Gefahr für die Spareinlagen lässt sich aktuell nicht erkennen. Da bei Banken die Abwärtsspiralen aber manchmal sehr plötzlich beginnen, sollten Anleger maximal 100.000 Euro in Spareinlagen dort halten. Das ist zumindest die europaweit geltende Einlagensicherung, die wohl auch im Krisenfall eingehalten werden dürfte.

 

Wer ethisch-ökologisch orientiert ist, sollte ohnehin ein Engagement bei der Deutschen Bank kritisch prüfen. Alternativen wie GLS Bank, Ethikbank oder Triodos Bank stellen in den meisten Fällen die deutlich besseren Lösungen dar.

 

Wer statt Spareinlagen lieber auf Wertpapiere setzen möchte findet bei unseren Musterdepots für Vermögensaufbau schwankungsarme, ausbalancierte und wachstumsorientierte Vorschläge:

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Deutsche Bank und Volkswagen unter Top 15 der kontroversesten Unternehmen der Welt

Dienstag, 14. Juni 2016

Während Deutschland gerne mit dem erhobenen Zeigefinger auf andere Länder zeigt, sind aktuell 2 unserer größten Konzerne in der Liste der 15 kontroversesten und umstrittensten Unternehmen zu finden. Der Platz auf der schwarzen Liste ist für die Deutsche Bank wenig überraschend, aber der Eintritt von Volkswagen sogar in die Top 5 der Liste wäre vor einem Jahr noch undenkbar gewesen. Doch der Skandal um Abgas-Schummelsoftware bringt den RepRisk Index von Volkswagen auf 67 von 100 Punkten.

 

Wie werden die kontroversesten Unternehmen bestimmt?

kontroverse-unternehmen-deutschebank-volkswagenBasis der Auswertung ist der RepRisk Index (RRI), der es auf Zahlenbasis ermöglicht, Kritik und Anschuldigungen an Unternehmen zu bestimmen. Hierbei geht es ums ESG-Risiken, also Enviromental, Social und Governance Risiken (Umwelt, Soziales, gute Unternehmensführung). Er misst nicht die Reputation eines Unternehmens, sondern ist eine Kennzahl zur Bestimmung des Risikos eines Unternehmens das aus dem Bereich ESG erwachsen kann. Insbesondere kann mit dem RRI ein Vergleich zu anderen Unternehmen der gleichen Branche angestellt werden.

 

Der RRI kennt folgende Abstufungen:

 

RRI Bereich Gefährdungsgrad durch ESG Risiken
0 bis 25 niedrig
26 bis 50 moderat
51 bis 75 hoch
76 bis 100 Sehr hoch

 

Anbieter des RRI ist die RepRisk AG aus Zürich. Sie sammelt seit 10 Jahren über 50.000 Unternehmen Medienberichte, juristische Urteile und Studien von Umweltschützern oder Menschenrechtlern in einer Datenbank. Es folgt eine Auswertung von RepRisk nach ökologischen und ethische-sozialen Punkten. Daraus errechnet sich der RRI, dessen Werte von 0 (keine ESG-Risiken) bis 100 (maximales Risiko) reichen können. Üblich sind Werte von 20 bis 70.

 

Was sind die wesentlichen Verschiebungen?

 

Spitzenreiter dieser Negativ-Liste ist der Malayische Staatsfonds “1Malaysia Development Berhad” mit einem Wert von 90 der maximal möglichen 100 Punkte. Er ist Dreh- und Angelpunkt beim Korruptionsskandal rund um die Familie des dortigen Premierministers Najib Razak. Der Ecoreporter dazu:

 

Unter anderem soll der Sohn des Politikers mehrfach Millionenbeträge aus dem Fonds entnommen haben, um sich privat zu bereichern. Zudem gab es laut der RepRisk-Datenbank seit 2015 fortlaufend kritische Berichte über die Verstrickungen des Fonds in Schmiergeldzahlungen, Geldwäsche und Korruptionsfälle, die zum Teil bis ins Jahr 2009 zurückreichen. Die schweizerische Finanzmarktaufsicht FINMA ermittelte in diesem Zusammenhang gegen die eidgenössische Bank BSI AG: „Die BSI AG hat mit Geschäftsbeziehungen und Transaktionen im Umfeld der Korruptionsaffäre des malaysischen Staatsfonds 1MDB schwer gegen die Geldwäschereibestimmungen und das Gewährserfordernis verstoßen.“, hielt die Behörde Ende Mai 2016 ein zentrales Ermittlungsergebnis fest. „Im Fall von 1MDB hatte die Bank über mehrere Jahre zahlreiche große Transaktionen mit undurchsichtigen Zwecken ausgeführt und trotz offensichtlichen Verdachtsmomenten die Hintergründe nicht abgeklärt“, so die FINMA weiter.

 

 

Ebenfalls wenig überraschend ist der 2. Platz von Mossack Fonseca, dem angeschuldigten Wirtschaftsprüfer des Panama Papers Skandals. Die Süddeutsche Zeitung hatte in Kooperation mit rund 400 anderen Medien auf der ganzen Welt eine gewaltige Menge an Dokumenten (11,5 Millionen Dateien) geprüft und die Offshore-Aktivitäten von Sport-Stars, Politikern und Unternehmern offen gelegt.

 

Platz drei geht an ein Öl- und Gasunternehmen. Neben der Finanzindustrie ist Öl & Gas die zweite große Gruppe an Unternehmen, die stark kritisiert werden und immer wieder mit Raubbau, Umweltzerstörung und korruptem Verhalten auffallen. Konkret geht’s hier um Unaoil aus Monaco. Unaoil ist ein Beratungsunternehmen, welches beschuldigt wird, seinen Kunden aus dem Öl- & Gasgeschäft und aus der Baubranche mit Hilfe von Bestechung Aufträge besorgt zu haben.

 

 

Mit Deutscher Bank und Volkswagen 2 deutsche Konzerne in der Top-15 Liste

In Deutschland ist man stolz auf Umweltschutz und Menschenrechte, prangert gerne Missstände in USA, Russland oder der Türkei an. Trotzdem sind aktuell 2 Unternehmen aus Deutschland unter den Top 15 der umstrittensten Unternehmen der Welt gelistet. Während Deutschlands Anteil an der weltweiten Wirtschaft nur 4,9 Prozent ist, stellt Deutschland derzeit mehr als 13 Prozent der Unternehmen in der Top 15 Liste.

 

 

 

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Unternehmen in den Top 15 der kontroversesten Unternehmen der Welt (Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

 

Zu erwarten war die Platzierung der Deutschen Bank. Kaum ein Skandal der letzten Jahre, in der die Deutsche Bank nicht verwickelt war. Ob Goldpreis-Manipulation, Schummeleien beim Referenzzinssatz Libor und Euribor, CO2-Zertifikatehandel oder Geldwäsche in Russland: die Liste ist lang. Die Wirtschaftswoche hat sich die Mühe gemacht, die Skandale aufzulisten.

 

Vor einem Jahr noch kaum denkbar ist der 5. Platz auf der Negativ-Liste von Volkswagen. In vielen Rankings sogar als nachhaltig eingestuft, konnte Volkswagen in weniger strengen Nachhaltigkeits-Fonds bis zum Ausbruch des Skandals um manipulierte Steuersoftware, immer noch gefunden werden. Fonds, die Automobile-Branche komplett ausschließen, war hier auf der sicheren Seite. Wenig überraschend: der Nachhaltigkeits-Fonds der Deutschen Bank Tochter “Deutsche Asset Management” namens “FOS Rendite und Nachhaltigkeit” hielt zum letzten Jahresbericht noch über 17 Millionen Euro an Volkswagen-Anleihen.

 

Die volle Liste der 15 kontroversesten Unternehmen finden Sie im kostenpflichten Angebot des Ecoreporters.

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Die Deutsche Bank und die Frage nach der Moral

Mittwoch, 23. Januar 2013

Am 19.03.2012 kündigte die Deutsche Bank an, sich vorläufig nicht mehr an Spekulationsgeschäften in Agrarrohstoffen zu beteiligen. Diese Absichtserklärung hat keine 12 Monate gehalten. Der Vorstandsvorsitzende des größten deutschen Finanzunternehmen, Jürgen Fitschen, verkündete dies am vergangenen Samstag am Rande der Grünen Woche in Berlin. Eine Arbeitsgruppe der Deutschen Bank sei zu dem Ergebnis gekommen, „dass es kaum stichhaltige empirische Belege für die Behauptung gibt, die zunehmende Bedeutung von Agrarfinanzprodukten sei für Preissteigerungen oder erhöhte Preisschwankungen verantwortlich“.

 

Aussicht auf Profit sticht die moralische Bedenken aus

 

Sicher gibt es auch andere Faktoren, die sich auf den kontinuierlichen Preisanstieg für Grundnahrungsmittel auswirken. Der seit Jahren sehr hohe, und inzwischen auch in Schwellenländern immer größere Hunger nach Fleisch und der damit verbundene Bedarf an immer größeren Anbauflächen für Futtermittel ist ein Grund. Die große Nachfrage nach Biosprit zum Beispiel ein anderer. Es gibt viele Ursachen, die zu Preissteigerungen führen können. Gemäß einer Studie des Volkswirtschaftsprofessors Hans Heinrich Bass ist der, durch Termingeschäfte entstehende Nachfragedruck für etwa 15 % des Preisniveaus von Grundnahrungsmitteln zuständig. Die Deutsche Bank sagt nun, dass es „kaum“ eindeutige Beweise für einen Zusammenhang zwischen steigenden Preisen und Nahrungsmittelspekulationen gibt, und überträgt somit die Verantwortung für den Nachweis an ihre Kritiker. Das bedeutet aber doch offensichtlich auch, dass es durchaus Argumente gegen Nahrungsmittelspekulationen gibt, die selbst die Arbeitsgruppe der Deutschen Bank nicht abstreiten kann – sie kehrt sie aber dezent unter den Tisch. Schließlich ist es die Aufgabe der Bank, sich dieses Wachstumsgeschäft nicht entgehen zu lassen und nimmt dafür offensichtlich sogar Imageschäden in Kauf. Das Unternehmen befindet sich mit dieser Einstellung offenbar in guter Gesellschaft. Nestle´ zum Beispiel – der größte Lebensmittelkonzern der Welt – setzt sich seit einiger Zeit für eine Privatisierung des Wassermarktes ein. Vor nicht allzu langer Zeit äußerte der Chef des Verwaltungsrates, Peter Brabeck, die Meinung, dass es sich bei der Wasserversorgung um kein Grundrecht handelt. Natürlich steckt auch hier das Interesse und die Notwendigkeit eines Weltkonzernes dahinter, Geld zu verdienen. Aber darf sich dieses Interesse der Wirtschaft über jede Moralvorstellung hinwegsetzen, während laut der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO 870 Millionen Menschen weltweit hungern?

 

 

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Weizen, Soja und Mais – Spekulationsgeschäfte verteuern die Weltmarktpreise

 

 

Den Fluss des Kapitals lenken

 

Wenn die Deutsche Bank nun zu dem Ergebnis kommt, dass es „kaum“ Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Spekulationsgeschäften mit Agrarrohstoffen und steigenden Preisen gibt, dann gibt sie doch gleichzeitig zu, dass es sehr wohl Hinweise dafür gibt, die sie aber im Hinblick auf die zu erwartenden Gewinne ignoriert. Hier ist keine freiwillige Regulierung des Marktes zu erwarten. Solange mit Geschäften wie Wetten auf steigende Lebensmittelpreise Renditen erzielt werden können, wird es auch Banken geben, die solche Transaktionen tätigen. Und auch wenn diese nicht alleinig für den weltweiten Preisanstieg verantwortlich sind, so kann der Einfluss auf den Marktpreis nicht abgestritten werden. Wenn ein Finanzunternehmen auf steigende Preise bei Agrarrohstoffen wettet, dann wird es doch mit Sicherheit auch ein großes Interesse daran haben, dass dieser Fall auch eintritt. Schließlich erwarten die Aktionäre ein profitables Geschäft. Warum sollte eine Bank also so moralisch handeln, und sich für stabile Weltmarktpreise einsetzen? Die logische, und vor allem ethisch verantwortliche Konsequenz wäre, sich aus solch spekulativen Geschäften herauszuhalten. Das Streben nach Profit geht hier aber mal wieder zu Lasten der Ärmsten in unserer Welt. Allerdings kann jeder einzelne von uns handeln – indem wir solchen Instituten das Kapital entziehen und unser Geld ethisch-ökologischen Banken zur Verfügung stellen.

 

 

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“

Nachhaltigkeit bei Geschäftsbanken enttäuschend

Donnerstag, 01. März 2012
Banken

Geschäftsbanken schneiden bezüglich Nachhaltigkeit katastrophal ab.

Zu einem besonders enttäuschendem Ergebnis musste Oekom Research kommen, nachdem sie 294 Geschäftsbanken aus fast 40 Ländern auf Nachhaltigkeit analysiert hatten: Keine einzige Bank stellte sich als eine nachhaltige Bank heraus. Egal welcher Geschäftsbereich betrachtet wurde, sei es Kreditvergabe oder internationale Projektfinanzierung; Banken haben vielfältige Möglichkeiten eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, doch diese Möglichkeiten werden nur in den seltesten Fällen auch ausgenutzt.

 

Von den insgesamt 294 Banken schafften ausschließlich 23 Stück (das sind 7,8%) im aktuellen Branchenrating den Primestatus. Dieser Status besagt, dass die Banken die Mindenstanforderungen an das Nachhaltigkeitsmanagement erfüllt haben. Generell war es nur 73 Banken möglich, sich für ein detailliertes Nachhaltigkeitsrating zu qualifizieren. Eingestuft wurden die bewerteten Banken anhand einer Skala von A+ (beste Note) bis hin zu D- (schlechteste Note). Die HVB Group erreichte die Note C+ und war die beste unter den bewerteten Banken. Platz 2 und 3 gingen an die australische Westpac und die belgische Dexia. Beide erhielten ebenfalls die Note C+.

 

Insgesamt 29 Banken sind es, die von den G20-Staaten als systemrelevant anerkannt worden sind. Äußerst erschütternd ist die Feststellung, dass keine einzige dieser Banken großen Wert auf Nachhaltigkeit legt. Ausschließlich sechs der 29 Banken wurden mit einem Prime Status belegt. Zu diesen Banken gehören unter anderem die Deutsche Bank, die belgische Dexia und die britische Lloyds Banking Group. 11 der 29 Banken erhielten ein sehr schlechtes Rating für ihr Nachhaltigkeitsmanagement.

 

Fazit ist somit, dass alle großen Geschäftsbanken von dem Status „nachhaltige Banken“ noch sehr weit entfernt sind. Wer auf Banken mit gutem Nachhaltigkeitsmanagement vertrauen möchte, sollte daher den Weg zu Umweltbanken suchen.

Deutsche Bank stürzt im Nachhaltigkeits-Ranking ab

Donnerstag, 23. Februar 2012
Deutsche Bank

Die Deutsche Bank fiel beim Ranking rapide von Platz 10 auf Platz 24.

Alle zwei Jahre findet von der internationalen Nachhaltigkeitsratingagentur Sustainalytics eine Auswertung statt, die besagt wie nachhaltig DAX-Unternehmen wirtschaften. Bewertet wird dabei anhand der Kriterien Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung. Die Studie gehört zu den umfangreichsten und aussagekräftigsten Studien ihrer Art. Unternehmen mit einer schlechten Platzierung haben nur eine geringe Chance in Umweltfonds und Soziale Fonds aufgenommen zu werden.

 

Platz 1 und 2 der nachhaltigsten DAX-Unternehmen gehen wie bereits vor zwei Jahren an BMW und Henkel. BMW besticht vorallem durch einen erneut geringeren CO2-Ausstoß seiner Fahrzeuge sowie einer umweltfreundlicheren Produktion. Henkel punktet anhand von weiter gesteigerten Standards bei Zulieferern.

 

Der große Verlierer des diesjährigen Ratings ist die Deutsche Bank.  Sie fiel von Platz 10 auf Platz 24 und ist somit alles andere als eine nachhaltige Bank. Als Grund dafür nannte der Sustainalytics-Analyst Klug vorallem „kontroverse Geschäftstätigkeiten, die zuletzt auch für Schlagzeilen in den Medien gesorgt hatten“. Punktemäßig blieb die Deutsche Bank auf fast dem selben Stand wie vor 2 Jahren, während die meisten anderen DAX-Unternehmen hingegen an Punkten gewinnen konnten.

 

Die Schlusslichter des Ratings sind mit Platz 28, 29 und 30 die Unternehmen Commerzbank, Fresenius Medical Care und Fresenius.

 

Mit Platz 24 und Platz 28 liegen die im DAX vertretenen Banken deutlich weit hinten. Als nachhaltige Banken sind sie überhaupt nicht zu bezeichnen. Viele Kunden bemerken dies, daher steigt die Interesse an Umweltbanken wie Ethikbank, Umweltbank oder GLS Bank immer mehr. Einen Vergleich der Umwelt Banken haben wir bereits im November 2011 an dieser Stelle gezogen.

 

Hier die komplette Rating-Liste:

 

 

Gesamtrang 2011 Unternehmen         Punkte 2011       
1 BMW 83,0
2 Henkel 81,7
3 Volkswagen 79,1
4 Eon 77,7
5 SAP 77,4
6 Munich Re 77,2
7 BASF 76,4
8 Dt. Telekom 76,0
9 RWE 75,5
10 Deutsche Börse 73,9
11 Linde 73,4
12 Metro 72,3
13 Adidas 72,2
14 Merck 71,0
15 Deutsche Post 70,8
16 Bayer 70,5
17 Allianz 69,8
18 MAN 68,4
19 Daimler 68,3
20 Dt. Lufthansa 68,1
21 Siemens 67,7
22 Infineon 67,4
23 Heidelb. Cement 64,8
24 Deutsche Bank 64,8
25 Beiersdorf 64,5
26 K+S 64,2
27 ThyssenKrupp 63,9
28 Commerzbank 62,5
29 FMC 57,8
30 Fresenius 54,5

 

 

Kritisierter Indexfonds für kirchliche Anleger

Freitag, 10. Juni 2011

Seit nun elf Jahren gibt es in Deutschland börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds = „ETFs“) und noch nie gab es eine so große Nachfrage danach wie aktuell. 65 neue Indexfonds wurden nach dem Stand vom 27. Mai allein seit Jahresbeginn an der Börse Frankfurt gelistet, 36 davon sind Aktien-ETFs und 14 Stück sind Renten-ETFS. Insgesamt beläuft sich die Zahl von Indexfonds zur Zeit auf 800.

 

Zukunft der Erde liegt in der Hand des Menschen

Themen wie Umweltbewusstein, Förderung der natürlichen Ressourcen u.ä. werden von dem christlichen Indexfonds nicht berücksichtigt.

Seit letzten Herbst zählt dazu auch ein christlich geprägter Indexfonds der Deutschen Bank Tochter DB X-Trackers. Basisindex ist dabei der Stoxx Europe Christian Index, welcher mit 150 verschiedenen Unternehmen bestückt ist und in zehn Branchen investiert. Die am stärksten vertretene Branche ist mit 26% der Bank- und Finanzdienstleistungssektor, gefolgt von der Verbrauchsgüterbranche mit 14%. Hauptzielgruppe dieses Indexfonds sind kirchliche Investoren.

 

Kritiker sind der Meinung, dass der christliche Indexfonds weniger zu bieten hat, als er vom Namen her verspricht. Denn es reicht nicht bloß aus, nur wenige Branchen auszuschließen. Es müssten noch viele weitere Kriterien eingeführt werden. So ist Arnd Brechman, Leiter des Bereichs Wertpapiere, Vermögensmanagement und Private Banking der Sparkasse Essen, der Auffassung, dass Chrisstein mehr ist als es der Index abbildet. Er entfernt lediglich wenige Sektoren (Pornographie, Waffen, Tabak, Alkohol, Geburtenkontrolle und Glücksspiel) aus seinem Anlagehorizont, die nicht in das Wertebild hineinpassen. Kriterien wie verantwortungsbewusster Umgang mit der Schöpfung, mit der Umwelt und natürlichen Ressourcen sowie weiteren Bereichen werden dabei jedoch nicht berücksichtigt.

 

Auch Thomas Kohrs von der Frankfurt School, der Studiengänge zur Nachhaltigkeit konzipiert, ist der Meinung, dass die Ausschlusskriterien nicht ausreichend genug sind. Dies betrifft insbesondere die Atomkraft. Anstatt, dass sie ausgeschlossen ist, spielt sie sogar eine besondere Rolle: zum Ersten über die Energieversorger und zum Zweiten über den hohen, insbesondere auf Atomstrom ausgerichteten Anteil Frankreichs, der mit 15% nach Großbritannien auf dem zweiten Platz liegt. Ein ebenfalls nennenswertes und auch nicht vorhandenes Ausschlusskriterien ist ein Tabu für embryonale Stammzellenforschung.

 


 

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Deutsche Bank als Kapitalgeber für den Fukushima-Atomkraftwerks-Betreiber

Freitag, 08. April 2011

Die Deutsche Bank gehört zu den fleißigsten Kapitalgebern der globalen Atomindustrie. Nun stellt sich die Frage ob die Aktie der Deutschen Bank noch dazu berechtigt ist in Nachhaltigkeitsfonds integriert zu sein.

 

Im Zeitraum 2000 bis 2009 stellte die Deutsche Bank Finanzdienstleisungen in einer Höhe von 7,8 Mrd Euro für Atomkonzerne bereit. Mit dieser Summe sind sie absoluter „Spitzenreiter“ unter den deutschen Geldinstituten. Herausgestell hat sich dies bei der Untersuchung „Wie radioaktiv ist meine Bank?“ von der Umweltschutzorganisation „Urgewalt“.

 

Atomkraftwerkgelände

Mehrere Milliarden Euro hat die Deutsche Bank der Atomindustrie zukommen lassen.

Die Deutsche Bank unterstützte von 2000 bis 2007 den Betreiber des Fukushima-Reaktors, Tepco (Tokio Electric Power Corp.), anhand von Unternehmensanleihen mit einem Wert von 30,6 Mio. Euro. Schon Jahre vor der tragischen Atomkatastrophe geriet Tepco unter enormen Druck, da durch die Medien bekannt wurde, dass risikohafte Sicherheitsmängel vorhanden waren und ein fragwürdiger Umgang mit den Mitarbeitern herrschte. Trotz der herben Kritik gegenüber Tepco unternahm die Deutsche Bank weiterhin umfangreiche Geschäfte mit ihnen. Denn wenn große Gewinne auf einen warten, sieht man über erhebliche Probleme in der Sicherheit hinweg. Neben der Deutschen Bank geriet ebenfalls die West LB als ein weiterer Anleihen-Emittent für Tepco in Kritik.

 

Eine Stellungnahme zu den Vorwürfen fand von der Deutschen Bank bisher noch nicht statt. Stattdessen wird betont, dass die Deutsche Bank Wert auf ein ausgewogenes energiepolitisches Gesamtkonzept legt, das sowohl die Sicherung der Lebensgrundlagen von morgen als auch die Zukunftsfähigkeit im Blick hat. Des Weiteren würden sie grundsätzlich keine Auskünfte zu einzelnen Kundenbeziehungen geben, so die Pressestelle der Deutschen Bank.

 

Eine Unterstützung der Atomindustrie versuchte die Deutsche Bank jedoch niemals zu verheimlichen. Im August 2010 unterschrieben sie, so wie weitere 39 große deutsche Unternehmen, die Pro-Atomkraft-Kampagne „Energiepolitischer Appell“, welche sich für die Laufzeitverlängerung der 17 Atommeiler in Deutschland einsetzte.

 

Unter dem Motto „Banking on Green“ ist die Deuschte Bank bemüht, ihr Angebot mit sozialer, ökologischer und ethischer Nachhaltigkeit auf einen Nenner zu bringen. Dies verhalf der Aktie der Deutschen Bank in die Nachhaltigkeitsindizes von 5 Anbietern zu gelangen. Fraglich ist ob dies, aufgrund der aktuellen Kritik, so bestehen bleibt.

 

 


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Wieviel Atomkraft steckt in Ihrer Geldanlage?

Montag, 14. März 2011

Am Wochenende hatten die Initiatoren der Anti-Atomkraft-Kette in Stuttgart opimistisch mit 40.000 Teilnehmern gerechnet. Gekommen sind dann: 60.000!

Das Votum der Deutschen ist klar: Atomkraft birgt zu viele Gefahren, als dass ein Betrieb für uns und unsere kommenden Generationen verantwortbar wäre. Denn zu aktuellen Sicherheitsfragen kommt die weiter ungelöste Frage der Lagerung der tausende von Jahren strahlenden, radioaktiven Abfälle.

Atomkraftwerke bedrohen unser Leben. Wir müssen abschalten.

Atomkraftwerke bedrohen unser Leben. Wir müssen abschalten.

Was hat das mit Ihrer Geldanlage, also Ihrem Sparbuch, Ihrer Lebensversicherung oder Ihrem Aktienfonds zu tun? Nun, jeden Cent den Sie anlegen, wird Ihre Bank, Ihre Versicherung oder Ihre Kapitalanlagegesellschaft auch wieder anlegen. Und zwar in Kredite, Anleihen oder Aktien von Staaten und Unternehmen.

Jetzt kommt das Problem: Ihre Bank wird das Geld auch Unternehmen geben, die Atomkraftwerke bauen, Uran abbauen, Atomkraftwerke betreiben usw. Und damit werden diese Unternehmen gestützt und gefördert.

Glücklicherweise gibt es auch Banken und Versicherungen, die eben genau darauf verzichten. Wenn alle Banken und Versicherungen bereits heute so handeln würden, hätten es die Atomkonzerne schwer: denn ohne Kredite, Anleihen und steigende Aktienkurse könnten sie nicht weiter existieren.

Sehen Sie hier, welche Gesellschaften sich wie verhalten!

 

 

 

 

Bank-Anlagen wie Girokonto, Sparbuch, Sparbriefe, ETF’s, Zertifikate

Banken legen die ihnen anvertrauten Gelder wieder an. Entweder vergeben Sie Kredite, oder sie kaufen Anleihen oder Aktien. Bei den meisten Banken ist die Anlagepolitik „geheim“ – der Anleger weiß nicht,  was mit seinem Geld getan wird.

 

Bank Wertung Kommentar
Sparkassen gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Sparkassen halten sich komplett bedeckt und kennen keine Ausschlusskriterien. Atomkraft wird mit hoher Sicherheit gefördert. Über die Landesbanken werden große Kredite an die Atomwirtschaft vergeben.
Raiffeisenbanken gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck
Raiffeisenbanken legen sich selbst keine Ausschlusskriterien auf. Allerdings gehen Tochterunternehmen wir Union Invest weiter, z.B. in dem auf Streubomben-Hersteller verzichtet wird.
Deutsche Bank gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Die Deutsche Bank ist eine der 10 größten Atom-Finanzierungs-Banken der Welt (Studie von urgewald, Greenpeace International und Banktrack). Die Deutsche Bank bietet Ihren Kunden sogar spezielle Nuklear-Investments an, wie das ‚S-Box Nuclear Power Index Zertifikat‘. Es bündelt die Erträge von 20 führenden Atomfirmen.
Commerzbank gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Knapp vier Milliarden Euro hat die Commerzbank in den letzten neun Jahren in die Atomindustrie investiert. Die Commerzbank ist z.B. der größte Finanzdienstleister des größten deutschen AKW-Betreibers EON.
Hypo-Vereinsbank (UniCredit/HVB) gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Die UniCredit/HVB hat  2,3 Milliarden Euro unter anderem in EON, den italienischen Energiekonzern Enel und den deutschen Brennstoffhändler Nukem investiert.
Ethikbank, GLS-Bank Die vier nachhaltigen deutschen Banken Ethikbank, GLS-Bank, Umweltbank und Triodos bieten atomkraft-freie Geldanlage an. Ethikbank und GLS bieten Girokonten für Privatanleger an.

Lebens- und Rentenversicherungen

Die Deutschen Lebens- und Rentenversicherungen nehmen jedes Jahr zwischen 70 und 80 Milliarden Euro an Beiträgen ein und legen diese an. Auch hier gilt ähnlich wie bei den Banken: die Transparenz  über die Anlagen ist gering; die Anlagekriterien und Ausschlusskriterien sind für Außenstehende meist nicht einsichtig. Die Unterstützung der Atomkraft ist allgegenwärtig.

 

Bank Wertung Kommentar
Allianz gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Die Allianz versucht einerseits durch Nachhaltigkeitsberichte zu glänzen, ist aber größter Einzelaktionär am Atom-Konzern RWE. Von Ausschlusskriterien bei den Investionen der Allianz ist nichts zu lesen.
AMB Generali gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Auch bei AMB Generali finden sich viele Worte zur Nachhaltigkeit – aber wenig konkretes. Ein Ausschluss von Atomkraft-Konzernen sucht man vergeblich.
Talanx (HDI Konzern) gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Auch beim drittgrößten deutschen Versicherer nach Allianz und Münchner Rück sucht man vergebens nach belastbaren Ausschlusskriterien. Atomkraft befindet sich also sicher auch im Anlage-Portfolio.
Oeco Capital Der einzige voll auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Versicherer Deutschlands ist die Oeco Capital. Die für jeden im Internet frei zugägnglichen Umweltleitlinien schließen Atomenergie unmissverständlich aus.

 

Investmentfonds

Investmentfonds investieren das Geld der Anleger in Anleihen, Aktien, Geldmarktinstrumente, Immobilien oder andere Produkte des Finanzmarkts. Ca. 80 Gesellschaften verwalten ein Vermögen von ca. 1,5 Billionen Euro nur in Deutschland. Auch hier herrscht bei den meisten Fonds-Managern noch blankes Staunen, wenn sie nach Nachhaltigkeits-Kriterien oder dem Ausschluss von Atomkraft gefragt werden.

 

Bank Wertung Kommentar
DWS (Deutsche Bank) gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Die größte deutsche Fondsgesellschaft hätte mir Ihren Investments viel Macht, etwas zum Guten zu bewegen. Diese Chance wird vertan; von Ausschlusskriterien ist selbst bei Nachhaltigkeitsfonds der DWS nichts zu lesen.
Deka (Sparkassen) gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Verzicht auf Atomkraft ist auch hier Fehlanzeige. Selbst bei Nachhaltigkeitfonds von Deka, wie z.B. dem DekaSelect: Nachhaltigkeit Chance, bei dem Ausschlusskriterien berücksichtigt werden, wird Atomkraft explizit zugelassen.
Union Investment (Volks- und Raiffeisenbanken) gelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieckgelbes Atom-Dreieck Auch bei Union Invest gibt es wenig Platz für Nachhaltigkeit. Selbst der Nachhaltigkeitsfonds UNINACHHALTIG AKTIEN GLOBAL muss nur zu 51% in nachhaltige Unternehmen investieren. Und selbst für die Definition von Nachhaltigkeit gibt es keine harten Kriterien wie Ausschlüsse von Branchen (z.B. Atomkraft). Das Urteil ist klar: hier handelt es sich um Augenwischerei und Green Washing.
Ökoworld, Sisscanto, Sarasin, GoodGrowthFund Diese Anbieter meinen es ernst mit Nachhaltigkeit. Ihre nachhaltigen Investmentfonds berücksichtigen harte Kriterien und schließen Atomenergie aus.

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