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Grüner Strom weiterhin im Vormarsch

Donnerstag, 27. Oktober 2011
Grüner Strom

Ökostrom nimmt eine immer wichtigere Rolle in der Energieversorgung Deutschlands ein.

Erneuerbare Energien, welche beispielsweise von Solarfonds oder Windfonds gefördert werden, nehmen einen immer größeren Anteil am Stromverbrauch in Deutschland an. Dies belegen die Zahlen der ersten sechse Monate von 2011. In diesem Zeitraum ist ein erneuter Anstieg von 3% auf nun insgesamt 20% zu verzeichnen.

 

Obwohl dieser Anstieg von den Stromkunden aufgrund der EEG-Umlage mitfinanziert wird, ist zu betonen, dass der Strom dadurch nicht teurer wird. Stattdessen bewirken die Erneuerbaren Energien, dass der Preis an der Leipziger Energiebörse (EEX) sogar sinkt. Grund dafür sind die so gennanten Grenzkosten, die dafür sorgen, dass der konventionell erzeugte Strom immer mehr von Wind- und Sonnenstrom ersetzt wird. Man spricht hierbei vom „Merit-Order-Effekt“.

 

Folglich sank im Jahre 2009 der Strompreis am Spotmarkt der EEX um 0,6 ct/kWh. Auch in den folgenden Jahren wird dank des Merit-Order-Effekts der Strompreis nicht ansteigen, trotz der zunehmenden fossilen Brennstoffpreisen.

 

Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ermöglicht der starke Zuwachs an Erneuerbaren Energien bei der Energieversorung in Deutschland für großartige wirtschaftliche Möglichkeiten. Falls die Erneuerbarn Energien weiterhin konsequent ausgebaut werden, könnte im Jahre 2030 das deutsche Bruttosozialprodukt einen etwa 3% höheren Wert erreichen, als wenn nicht in Erneuerbare Energien investiert werden würde. Letztes Jahr gingen allein von den Erneuerbaren Energien ein Nachfrageimpuls von 35,5 Milliarden Euro für die deutsche Wirtschaft aus. Dies führte zu einer Arbeitsbeschäftigung von rund 370.000 Menschen.

 

Wenn auch Sie einen Beitrag zum Zuwachs der Erneuerbaren Energien leisten möchten, empfehlen wir Ihnen in Erneuerbare Energienfonds, welche in vielen Ökobanken und nachhaltigen Banken angeboten werden, zu investiert. Mehr Informationen dazu unter „Grünes Geld„.

Erneuerbare Energien erhöhen den Strompreis nicht

Dienstag, 15. Februar 2011

Stromkonzerne liegen falsch

Stetig steigen die Preise für Strom. Der Grund dafür ist aber nicht die so genannte EEG-Umlage (Erneuerbare Energien Gesetz EEG). Bei etwa 85% der Strompreissteigerungen zwischen 2000 und 2010 sind andere Faktoren der Verursacher dafür, nicht etwa der gesetzlich festgelegte, von Verbrauchern zu entrichtende Anteil am Ausbau der regenerativen Energien. Dies bewies eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes. Vielmehr hat der Ausbau von Photovoltaik, Windkraft und Co. – welcher durch das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) unterstützt wird – eine Verminderung der Preise an der Strombörse erzeugt.

Der UBA-Präsident Jochen Flasbarth nahm Stellung zum Studienergebnis und meinte, dass das EEG nicht nur wichtig und notwendig für den Klimaschutz wäre, sondern dass es auch ökonomisch sinnvoll ist. Denn wenn jemand bei der Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien ausschließlich auf einzelwirtschaftliche Kosten achtet, der blendet wesentliche Aspekte aus. Erneuerbare Energien verringern gesamtwirtschaftlich betrachtet Umwelt- und Gesundheitsschäden in Milliardenhöhe. Abschließend meint Jochen Flasbarth dass die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien mittelfristig sogar günstiger am Markt werde, aufgrund der steigenden Preise fossiler Energien.

Viele Stromversorgungsunternehmen erhöhten ihre Preise zu Beginn des Jahres, begründet mit der Erhöhung der EEG-Umlage. Aufgrund der extrem gesunkenen Preise an der Strombörse ist diese Begründung jedoch nicht vertretbar, zumal die Umlage für Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung auch leicht abgenommen hatte. Einige Stromversorger teilten den Stromverbrauchern diese Kosteneinsparungen nicht mit.  Dies zeigt auf, dass Maßnahmen von Nöten seien, den Wettbewerb weiter zu stärken.

Solaranlagen

Erneuerbare Energien wie Photovoltaik machen den Strom billiger.

Die UBA-Untersuchung zeigt auf, dass bis zum Jahr 2009 die EEG-Umlage relativ konstant war, in den letzten beiden Jahren jedoch stark anstieg. Der größte Teil dieses Anstiegs ist begründet in den gesunkenen Beschaffungskosten für konventionellen Strom. Flasbarth erläutert, dass wenn die Beschaffungskosten für Strom an der Strombörse sinken, der Abstand zu den gewährten Einspeisevergütungen zunimmt, wodurch unmittelbar auch die EEG-Umlage erhöht wird. Widersprüchlich mag nun wirken, dass auch die erneuerbaren Energien zu niedrigeren Preisen an der Strombörse sorgen und somit auch zur Erhöhung der EEG-Umlage beitragen. Denn da sie die teuersten konventionellen Stromanbieter vom Markt verdrängen, sinkt der Börsenpreis. Dadurch sind die realen Zusatzkosten durch den Ausbau der erneuerbaren Energien geringer als die EEG-Umlage.

Des Weiteren ist der Preisverfall bei der Photovoltaik ein Grund für den Anstieg der EEG-Umlage. Allein von Anfang 2009 bis Anfang 2010 sind um bis zu 34,5% die Großhandelspreise von Photovoltaik-Modulen gefallen. Aufgrund dessen kam es zu einem extremen Wachstum der installierten Kapazitäten und einer überhöhten Unterstützung der Photovoltaik. Aus Sicht des UBA ist aus diesem Grund eine vorzeitige Reduzierung der Einspeisevergütung für die Photovoltaik sinnvoll.


Unsere Empfehlung: Sonnenstrom Alpha

Name Sonnenstrom Alpha
Projektzweck Betrieb von 5 Solarparks im sonnigen Italien
Besonderheit Alle 5 Parks sind bereits am Netz und haben sich die hohen Einspeisevergütungen von 2009 und 2010 für 20 Jahre gesichert
Ausschüttungen 9 % pro Jahr

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Eine andere Studie, die des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), besagt, dass die EEG-Umlage auch in den folgenden Jahren bis 2020 keine Ursache für Strompreiserhöhungen sein wird. Nach deren Modellrechnung wird sich von 2010 bis 2020 der Preis an der Strombörse inflationsbereinigt nur um 11% auf 4,9 Cent pro Kilowattstunde erhöhen, auch wenn die Preise für Brennstoffe und CO2-Zertifikate steigen werden. Würde kein weiterer Ausbau erneuerbarer Energien stattfinden, wäre ein Anstieg um 20% zu erwarten. Bis 2020 soll sich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mindestens verdoppeln. Lediglich die EEG-Umlage als Teil des Verbraucherpreises wird sich nur sehr leicht erhöhen auf 3,64 Cent pro Kilowattstunde. Der Hauptgrund dafür sei die Verringerung der Einspeisevergütung für neue Anlagen aufgrund der Degression. Außerdem, da für jede Anlage nur feste Beträge als Einspeisevergütung gezahlt werden, würde der reale Wert aufgrund der Teuerung sinken.

Die DIW-Experten sind deutlich für die Beibehaltung der Förderung nach dem EEG und für eine Belebung des Wettbewerbs am Strommarkt. Es müssten lediglich die Vergütungssätze, insbesondere für Photovoltaik-Anlagen, noch erheblich gekürzt werden. Auf lange Dauer gesehen müsste die Einspeisung dann stärker an den Bedarf der Verbraucher angepasst werden.

Es ist möglich die Strompreissteigerung deutlich zu verringern, wenn der Wettbewerb läuft und dadurch die geringeren Börsenpreise auch an die Endnutzer weitergegeben werden.

Weitere Informationen hier