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Sonnige Aussichten bei Erneuerbare Energien Fonds

Freitag, 14. Oktober 2016
Zusammenfassung: Deutschland tut sich zwar in Sachen konsequenter Energiewende noch immer etwas schwer, doch die Erneuerbaren Energien sind im Kommen und finden in der Bevölkerung breite Zustimmung als sichere, saubere und klimafreundliche Stromversorgung. Auch als nachhaltige Geldanlagen bleiben sie attraktiv und haben sich in den letzten fünf Jahren sehr gut entwickelt.

 

 

Aufgaben der Energiewende:  Kohlekraftwerke vom Netz nehmen.

Aufgabe einer konsequenten Energiewende: Kohlekraftwerke vom Netz nehmen.

Die Energiewende ist weltweit auf dem Vormarsch. Auch wenn aktuell in Deutschland der Ausbau der Erneuerbaren Energien von der Großen Koalition nicht gerade beschleunigt wird und die Energiereform in den kommenden Jahren zu steigenden Strompreisen führt. Denn bislang werden in Deutschland noch viel zu viele Kohlekraftwerke am Stromnetz geduldet, die nicht nur das Klima schädigen sondern auch ein Überangebot an Elektrizität produzieren. Das führt zu sinkenden Börsenpreisen und damit verbunden zu einer Erhöhung der Umlagen für erneuerbare Energien, die Verbraucher mit ihrer Stromrechnung begleichen müssen.

 

 

Energiewende – jetzt erst recht

Dennoch ist klar, dass Atomkraft, Kohle und Gas ausgedient haben. Und die Kosten der Energiewende fallen eindeutig geringer aus als es die Kosten einer Nicht-Energiewende würden. Die Zukunftsenergie wird aus Sonne, Wind und Wasser gewonnen. Entsprechend beträgt der Anteil der Anlagen für Erneuerbare Energien bei neugebauten Energieanlagen innerhalb der Europäischen Union mittlerweile 72 Prozent, in Deutschland immerhin 56 Prozent. Ziel bleibt es, die Stromversorgung hundertprozentig aus Erneuerbaren Energien zu bestreiten und damit die Klimakrise abzuwenden.

 

 

Erneuerbare Energien Fonds – eine nachhaltige und attraktive Geldanlage

Erneuerbare Energien liefern nicht nur sauberen Strom, sondern stellen auch eine Möglichkeit zur nachhaltigen Geldanlage in Erneuerbare Energien Fonds dar, denn das Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien (EEG) sieht für Strom aus diesen Quellen eine vorrangige Einspeisung ins Stromnetz vor und hat dafür entsprechende Einspeisevergütungen festgelegt. So bieten Erneuerbare Energien Fonds interessante Rendite bei einer hohen Sicherheit, sowohl für die Investitionen, als auch für die Umwelt.

 

Erneuerbare Energien Fonds sind sogenannte Themenfonds. Unser Thema ist es, die Energiewende voranzubringen, denn bei dieser Art der Energiegewinnung entstehen keine umweltschädlichen Emissionen. Energie aus den erneuerbaren Quellen Sonne, Wind und Wasser ist eine echte Alternative zur unsicheren Atomenergie und zu den fossilen Energieträgern wie Erdöl, Gas und Kohle. Diese schädigen das weltweite Klima, sind im Vergleich zu Erneuerbaren Energien teuer und – nicht zu vergessen – auf der Erde nur in begrenztem Umfang vorhanden.

 

Investitionsziel der Erneuerbare Energien Fonds sind daher Unternehmen, die unmittelbar in den Bereichen Photovoltaik, Solarenergie, Wasser- und Windkraft und Bioenergie aktiv sind. Ebenso im Fonds enthalten sind aber auch Unternehmen, die mittelbar an der Energiewende beteiligt sind, also etwa Zulieferunternehmen für Solarzellen und andere Bauteile, die für den Aufbau und Betrieb der Energieanlagen notwendig sind.

 

Eine Möglichkeit, in diesem Bereich zu investieren, bietet unsere Musterdepot Sonne, dass sich aus Investmentfonds aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien zusammensetzt. Die Auswahl der Erneuerbare Energien Fonds ist nicht feststehend, sondern ändert sich entsprechend der Entwicklung der Fonds in regelmäßigen Abständen. Das Musterdepot Sonne umfasst rund 250 unterschiedliche Investitionen aus dem Bereich Erneuerbarer Energien. Fest steht jedoch immer, dass es sich um nachhaltige Investmentfonds handelt, die unseren hohen ethischen, sozialen und ökologischen Ansprüchen entsprechen.

 

 

Blick hinter die Kulisse – Entwicklung der Investmentfonds im Musterdepot Sonne

Erneuerbare Energien - klimafreundlich und sicher.

Erneuerbare Energien – klimafreundlich und sicher.

Die Vielzahl der im Musterdepot beteiligten Unternehmen macht einen detaillieren Überblick in diesem Rahmen unmöglich. Um die Leistungsstärkte des Produkts jedoch genauer vorzustellen, haben wir einen Blick auf die Entwicklung der fünf nachhaltigen Investmentfonds in den vergangenen fünf Jahre geworfen.

Ausgehend von einem investierten Kapital von 100.000 Euro hat sich das Musterdepot Sonne in den vergangenen fünf Jahren auf einen Bestand vom mehr als 144.000 Euro entwickelt und konnte dabei eine Gesamtperformance von 44,37 Prozent erzielen. Das Portfolio bestand aus fünf Fonds, in die das Kapital zu gleichen Teilen investiert wurde.

 

Als besonders leistungsfähig erwies sich dabei der Vontobel Fund – New Power A-EUR von der Luxemburger Fondsgesellschaft Vontobel Management S.A. Dieser Aktienfonds investiert weltweit in alternative Energien, effiziente Energieerzeugung und -übertragung sowie in Energieeinsparungen. Innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung des Musterdepots konnte Vontobel ein Plus von 59,44 Prozent für sich verbuchen.

 

Ebenfalls die 50 Prozent-Marke knacken konnte DNB – Renewable Energy A von der Fondsgesellschaft DNB Asset Management S.A., der ein Plus von 50,87 Prozent lieferte. Auch dieser Aktienfonds hat seinen Schwerpunkt auf Investitionen in Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien und zielt auf ein langfristiges Kapitalwachstum.

 

Knapp unterhalb von einem Plus von 50 Prozent in der Gewinn- und Verlustrechnung lag mit 49,76 Prozent der Investmentfonds der Pictet Asset Management S.A.Pictet – Clean Energie-P EUR. Dieser Aktienfonds aus der Kategorie Umwelttechnologie legt mindestens zwei Drittel des Anlagevermögens in Unternehmen an, die zur Reduzierung des CO2-Ausstosses weltweit beitragen. Investitionsschwerpunkte sind Technologien und Anlagen, die saubere Energien erzeugen, übertragen und verbreiten sowie zu mehr Energieeffizienz beitragen.

 

Der Investmentfonds RobecoSAM Smart Energy Fund B der Fondsgesellschaft GAM S.A., trug mit einem Plus von 38,83 Prozent zum Erfolg des Musterdepots bei. RobecoSAM investiert mindestens 80 Prozent des Anlagevermögens in Technologien, Produkte und Dienstleistungen aus dem Bereich Erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und dezentrale Energieversorgung.

 

Auch die Nummer fünf der beteiligten Investmentfonds sorgte mit einem Plus von 22,86 Prozent für einen positiven Anteil am Erfolg des Musterdepots Sonne. Der Fonds JSS Multi Label SICAV – New Energy Fund (EUR) B der J. Safra Sarasin LU ist der erste europäische Investmentfonds für Regenerative Energien und investiert ausschließlich in innovative Technologien aus den Bereichen Erneuerbarer Energien und Energieeffizienz. Der Fonds wurde im Jahr 2000 aufgelegt und gilt als Pionier der ökologischen Kapitalanlagen.

 

Die Mischung macht’s

Die sehr positive Entwicklung der Investmentfonds in unserem Musterdepot Sonne zeigt, wie wichtig die richtige Zusammenstellung der Fondsprodukte ist. Genauso wichtig ist es die passende Anlagestrategie für unsere Mandanten zu finden. Für unser Musterdepot Sonne bieten wir Ihnen zwei Möglichkeiten an. Das Monatssparen ab 100 Euro im Monat oder als Geldanlage ab 5.000 Euro. In beiden Fällen ohne feste Laufzeit, so bleibt ihr Geld täglich verfügbar.

Wir beraten Sie gerne zu unserem Musterdepot Sonne und zu weiteren unsere Erneuerbaren Energie Fonds und finden gemeinsam die passende Anlagestrategie für Sie und die Umwelt.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wie bei der EEG Umlagesenkung getrickst wird

Montag, 20. Oktober 2014

Auf 6,17 Cent wird die EEG Umlage im Jahr 2015 sinken. Dabei hätte die Absenkung deutlich kräftiger ausfallen müssen. Laut Handelsblatt Recherchen wäre eine Senkung auf 5,4 Cent angemessen gewesen.

 

Sigmar Gabriel verkündete letzte Woche Mittwoch stolz, dass die EEG Umlage das erste Mal seit 14 Jahren nicht mehr steigt. Am Vormittag gaben die großen Netzbetreiber bekannt, wie viel jeder Stromkunde, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu finanzieren, bezahlen muss. Eine Absenkung der EEG Umlage von 0,07 Cent je Kilowattstunde Strom steht erstmals an. Die Stromkunden sollen zufrieden sein.

Geheim hält Gabriel jedoch, dass die Umlagesenkung deutlich kräftiger hätte ausfallen müssen. Eine Reduzierung auf 5,4 Cent maximal 5,8 Cent wären laut detaillierten und vertraulichen Berechnungen der Branche, welche dem Handelsblatt vorlagen, gerechtfertigt.

 

EEG Umlage bis 2014

Verlauf der EEG Umlage

Netzbetreiber häufen überbordende Liquidität an

 

Die Betreiber der Netze schöpfen jedoch die Möglichkeit eine Liquiditätsreserve von zehn Prozent zu bilden in voller Höhe aus. Mit der Reserve sichern sich die Betreiber für den Fall ab, dass die Einnahmen aus der EEG Umlage überraschend nicht die Ausgaben decken, weil Solar- und Windanlagen viel mehr Strom abwerfen würden als erwartet. Doch dafür gibt es den Unterlagen zufolge keinerlei Anlass. 1,4 Milliarden Euro füllen bereits zum September  das Umlagekonto. Die Wintermonate, in denen ohnehin wenig Solarstrom erzeugt wird, stehen bevor und lassen aufgrund der großzügig bemessenen Umlage das Konto bis April auf über fünf Milliarden Euro anwachsen. Die Netzbetreiber selbst geben an als Puffer 2,7 Milliarden Euro zu benötigen. Hier hätte es deutlich mehr Spielraum gegeben den Verbraucher endlich zu entlasten.

Prognostizierter Stromverbrauch sehr niedrig angesetzt.

 

Die EEG Umlage bemisst sich je verbrauchter Kilowattstunde, je weniger verbraucht wird desto höher die Umlage. In der Prognose wurde Kritikern zufolge mit einem sehr niedrig angesetzten Stromverbrauch kalkuliert. Die Netzbetreiber weisen alle Vorwürfe zurück. Ein Sprecher des Ökostromanbieters Lichtblick sagt dazu: “ die Liquiditätsreserve ist viel zu hoch”, die Umlage sei um 0,5 Cent zu hoch angesetzt.

 

Hat Bundeswirtschaftsministerium Einfluss genommen?

 

 

Der Verdacht kursiert in der Energiebranche, dass das Bundeswirtschaftsministerium Einfluss genommen habe, weil sich die Politik ein Polster für weitere Absenkungen in den kommenden Jahren schaffen möchte. Diese könnte man dann als Erfolg der eigenen EEG Reform in diesem Jahr verkaufen.  Das Ministerium widerspricht dieser Vermutung, da die Festsetzung der Umlage alleinige Sache der Übertragungsnetzbetreiber sei.

Doch diese vernehmen sehr wohl deutliche Hinweise aus der Politik. So etwa im Jahr 2011 als Kanzlerin Angela Merkel versprach, die Umlage werde keinesfalls höher werden als 3,5 Cent. Kurz darauf wurde als Umlage 3,59 Cent festgelegt, obwohl dieser Wert der Faktenlage komplett widersprach. Die Umlage ist längst ein Politikum.

 

Gabriels Versprechen

 

Am Mittwoch versprach Gabriel: “ Unser Ziel ist es, dass es in den nächsten Jahren nie wieder so exorbitante Sprünge gibt wie in den letzten zwei, drei Jahren” dank seiner EEG Reform.

Wir bleiben gespannt was die weitere Entwicklung bringt.

Eine Bremse für die Energiewende?

Freitag, 18. Oktober 2013

Die EEG-Umlage steigt. Der Unmut über Windräder, die die Landschaft verschandeln, wächst. Energiekonzerne melden die Schließung von unrentablen Kohle- oder Gaskraftwerken an. Braucht die Energiewende eine Bremse? Muss die Politik umdenken? Ja, das sollte sie durchaus – indem sie endlich einen ehrlichen, konsequenten Weg beschreitet! Ein Plädoyer für die Energiewende.

 

Hat die EEG-Umlage ausgedient?

 

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird durch die EEG-Umlage finanziert. Der Strom aus geförderten Projekten wird mit einem festgeschriebenen Preis pro kWh gefördert. Das Paradoxe an dieser Situation ist, dass Ökostrom an der Börse derzeit so günstig wie noch nie gehandelt wird. Die steigende Differenz zu dem festgeschriebenen Förderpreis wird eben durch die EEG-Umlage gedeckelt. Diese hat der Verbraucher zu tragen. Doch wie verteilt sich der Stromverbrauch in Deutschland und wer zahlt wirklich die EEG-Umlage?

 

2011 sah die Aufteilung des deutschen Stromverbrauchs folgendermaßen aus:

 

Stromverbrauch nach Verbrauchergruppen f. Blog

 

Fast 50 % des Stromverbrauches wird also alleine durch die Industrie verursacht. Doch ausgerechnet diese profitiert massiv von Sonderregelungen, welche bewirken, dass eine große Anzahl an Firmen komplett befreit werden. Stellten 2012 erst 822 Firmen einen entsprechenden Antrag zur Befreiung von der EEG-Umlage, so waren es 2013 schon 2055. Für 1.716 Unternehmen wurde der Antrag genehmigt. Und für das Jahr 2014 haben bereits fast 2.400 Industriebetriebe ebendies beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragt – und bislang hat der überwiegende Teil der Antragssteller die beantragten Vergünstigungen am Ende erhalten. Sinn und Zweck dieser Befreiung war ursprünglich, dass stromintensive Unternehmen, die international agieren auch konkurrenzfähig bleiben. Auf der Liste der befreiten Unternehmen befinden sich aber inzwischen vornehmlich auch Milchbetriebe, Mastanlagen, Schlachthöfe, oder Tierfuttermittelhersteller. Je mehr Ausnahmen es gibt, umso mehr Kosten müssen also von den übrigen Verbrauchern übernommen werden. Für 2013 gehen 23 % der EEG-Umlage in Höhe von 5,27 Cent pro kWh inzwischen auf das Konto der zunehmenden Industrieförderung. Das ist ein Anstieg in Höhe von 33 % im Vergleich zu 2012. Die reinen Förderkosten für Erneuerbare-Energien-Anlagen betragen für 2013 lediglich 2,29 Cent pro kWh aus und dieser Bestandteil erhöht sich somit im Vergleich zu 2012 nur um knapp 0,2 Cent pro kWh (knapp 11 %). Der Zubau der Erneuerbare-Energien-Anlagen kann also nicht in erster Linie für den Anstieg der EEG-Umlage verantwortlich gemacht werden.

 

Ist die EEG-Umlage also ein überaltertes Instrument zur Steuerung der Energiewende? Immerhin hat diese Förderung dazu beigetragen, dass der Anteil an Strom durch erneuerbare Energien von 6,4 % im Jahr 2000 auf bereits 25 % im Jahr 2012 (Stand 1. Halbjahr) angewachsen ist. Das ist ein Erfolg, den man nicht von der Hand weisen kann. Damit das EEG allerdings weiterhin eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung erfährt, ist es wichtig diese auch über die Zusammensetzung der Abgabe transparent zu informieren und die Industrie stärker an den Kosten zu beteiligen, bzw. die Kriterien für Ausnahmeregelungen deutlich strenger anzuwenden.

 

Energiewende light?

 

Die Stimmen derer, die die Energiewende abbremsen wollen, werden immer lauter. Man müsse abwarten, bis die Techniken und Speichermöglichkeiten ausgereifter oder die Netze besser ausgebaut sind. Ein weiterer Zubau an Erneuerbaren Energien wäre nicht verkraftbar. Doch welche Interessen stecken hinter solchen Aussagen? Ist es wirklich die Angst um eine Fehlentwicklung in der Energiewende, oder stecken vielleicht eher wirtschaftliche Bedenken dahinter? Dürfen uns solche Bedenken dazu verleiten, das Risiko eines GAU wie in Fukushima oder Tschernobyl einzugehen oder durch zunehmenden Braunkohleabbau ganze Landschaften zu zerstören um anschließend Kraftwerke damit anzuheizen? Die Antwort liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Aber der weiterführende Ausbau an Erneuerbaren-Energien-Anlagen ist wichtig und richtig um auch technische Innovationen voranzutreiben. Bürger müssen weiterhin an dieser Entwicklung beteiligt und die dezentrale Stromversorgung gefördert werden.

 

Windräder und Solaranlagen sind wohl ein angenehmerer Blickfang als der Braunkohletagebau oder Atomkraftwerke*

Windräder und Solaranlagen sind ein angenehmerer Blickfang als der Braunkohletagebau oder Atomkraftwerke*

 

Der Plan zum Atomausstieg ist sicher auch richtig, denn wie man an den aktuellen Meldungen zu Fukushima sieht, ist der größte Unsicherheitsfaktor in solchen Anlagen der Mensch. Ein Bedienfehler nach dem anderen sorgt für beständige Meldungen zu Zwischenfällen in der Reaktor-Ruine. Bis wir in der Lage sind, uns zu 100 % mit Strom aus regenerativen Energien zu versorgen gilt es vorallem, Ressourcen und Umwelt zu schonen und auch den Stromverbrauch zu reduzieren. Wir leben in einer hochtechnisierten Welt, in der es selbstverständlich ist, dass uns Strom zu jeder Gelegenheit und zu jedem Zeitpunkt zur Verfügung steht. Auch hier gilt mal wieder, dass der Verbraucher mit seiner Nachfrage das Angebot bestimmt. Packen wir es an – für eine saubere Zukunft! Denn die Energiewende braucht keine Bremse.

 

 

 

 

 

*Bildquelle (von links nach rechts und oben nach unten): Camillo, Markus Lorch, Petra Bork, Rainer Sturm (alle pixelio.de)

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Grüner Strom weiterhin im Vormarsch

Donnerstag, 27. Oktober 2011
Grüner Strom

Ökostrom nimmt eine immer wichtigere Rolle in der Energieversorgung Deutschlands ein.

Erneuerbare Energien, welche beispielsweise von Solarfonds oder Windfonds gefördert werden, nehmen einen immer größeren Anteil am Stromverbrauch in Deutschland an. Dies belegen die Zahlen der ersten sechse Monate von 2011. In diesem Zeitraum ist ein erneuter Anstieg von 3% auf nun insgesamt 20% zu verzeichnen.

 

Obwohl dieser Anstieg von den Stromkunden aufgrund der EEG-Umlage mitfinanziert wird, ist zu betonen, dass der Strom dadurch nicht teurer wird. Stattdessen bewirken die Erneuerbaren Energien, dass der Preis an der Leipziger Energiebörse (EEX) sogar sinkt. Grund dafür sind die so gennanten Grenzkosten, die dafür sorgen, dass der konventionell erzeugte Strom immer mehr von Wind- und Sonnenstrom ersetzt wird. Man spricht hierbei vom „Merit-Order-Effekt“.

 

Folglich sank im Jahre 2009 der Strompreis am Spotmarkt der EEX um 0,6 ct/kWh. Auch in den folgenden Jahren wird dank des Merit-Order-Effekts der Strompreis nicht ansteigen, trotz der zunehmenden fossilen Brennstoffpreisen.

 

Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ermöglicht der starke Zuwachs an Erneuerbaren Energien bei der Energieversorung in Deutschland für großartige wirtschaftliche Möglichkeiten. Falls die Erneuerbarn Energien weiterhin konsequent ausgebaut werden, könnte im Jahre 2030 das deutsche Bruttosozialprodukt einen etwa 3% höheren Wert erreichen, als wenn nicht in Erneuerbare Energien investiert werden würde. Letztes Jahr gingen allein von den Erneuerbaren Energien ein Nachfrageimpuls von 35,5 Milliarden Euro für die deutsche Wirtschaft aus. Dies führte zu einer Arbeitsbeschäftigung von rund 370.000 Menschen.

 

Wenn auch Sie einen Beitrag zum Zuwachs der Erneuerbaren Energien leisten möchten, empfehlen wir Ihnen in Erneuerbare Energienfonds, welche in vielen Ökobanken und nachhaltigen Banken angeboten werden, zu investiert. Mehr Informationen dazu unter „Grünes Geld„.