Mit ‘Energieversorgung’ getaggte Artikel

Fracking in Deutschland abgebremst

Dienstag, 05. Juli 2016

Zusammenfassung: Der Bundestag hat Ende Juni das unkonventionelle Fracking in Schiefer- und Kohleflözgestein weitgehend verboten. Fracking (abgeleitet aus dem englischen Begriff „Hydraulic Fracturing“) ist eine Methode zur Gasgewinnung aus tiefliegenden Gesteinsschichten. In der Kritik steht Fracking wegen der schwer kalkulierbaren Auswirkungen auf die Umwelt, besonders auch wegen der Gefährdung des Grundwassers.

 

 

Schon mehrfach haben wir in diesem Blog über die Risiken des Frackens berichtet.

 

Nun hat Ende Juni 2016 der Bundestag einem Kompromiss der Koalitionsparteien mehrheitlich zugestimmt und der umstrittenen Erdgasförderungsmethode Fracking eine Absage erteilt. Verboten wird damit das unkonventionelle Fracking, bei dem Erdgas aus weniger tiefen Gesteinsschichten, also oberhalb von 3.000 Metern, gewonnen wird. Dies geschieht durch Einpressen von Flüssigkeiten und Chemikalien unter starkem Druck.

 

Bohrungen dürfen jedoch vorgenommen werden, um die Folgen von Fracking für die Umwelt weiter wissenschaftlich zu untersuchen. Allerdings müssen dabei die betroffenen Bundesländer zustimmen. Die Absage an Fracking in Deutschland basiert auch in weiten Teilen auf einer aktuellen Studie des Bundesumweltamtes. Fazit der Studie ist, dass die Risiken der Fracking-Technologie noch nicht geklärt sind. Dennoch darf der Blick auf den aktuell gigantischen Bedarf an Erdgas nicht vernachlässigt werden. Hier kann nur ein Umdenken beim Energieverbrauch helfen sowie die Förderung regenerativer Energien.

 

Konventionelles versus unkonventionelles Fracking

Erdgas spielt bei der Energieversorgung in Deutschland eine tragende Rolle. Die heimische Produktion  – die nur einen kleinen Anteil des tatsächlichen Bedarfs deckt – stammt in erster Linie aus tiefliegenden Sand- und Kalksteinen in Norddeutschland, besonders aus Niedersachsen. Hier wird schon seit vielen Jahren gefrackt.

Fracking-Anlagen bohren in Deutschland nur noch in tiefen Gesteinschichten

Fracking-Anlagen bohren in Deutschland nur noch in tiefen Gesteinschichten

 

Hier wird die sogenannte konventionelle Fracking-Methode angewendet. Das konventionelle Fracking geschieht in großer Tiefe im Sandgestein und wird auch zukünftig möglich sein. Jedoch wurden die bisherigen gesetzlichen Regelungen nun verschärft. Die Anforderungen an diese Art der Gasförderung wurden dahingehend erweitert, dass in ausgewiesenen Wasserschutz– und Heilquellenschutzgebieten sowie Gewässern zur Trinkwassergewinnung und an Entnahmestellen der öffentlichen Wasserversorgung kein Fracking betrieben werden darf. Gänzlich verboten ist die Gasförderung in ausgewiesenen Nationalparks und Naturschutzgebieten. Strengere Bedingungen gelten auch bei der Entsorgung der Fracking-Flüssigkeiten und der Lagerstättenwasser.

 

Das unkonventionelle Fracking findet in den höherliegenden Gesteinsschichten statt, wie etwa in Schiefer, Ton- und Mergel sowie in Kohleflözgestein. Diese Technologie ist in Deutschland jetzt gesetzlich verboten, denn es liegen keine zuverlässigen Beurteilungen über die Auswirkungen des unkonventionellen Frackings auf die Umwelt vor. Im Mittelpunkt steht hier der Schutz des Trinkwassers. Weitgehend unerforscht ist, inwieweit die eingesetzten Chemikalien in das Grundwasser eindringen und dieses belasten. Erlaubt ist ausschließlich eine wissenschaftliche Erforschung des unkonventionellen Frackings in diesen Gesteinsschichten. Hier gelten dann Einschränkungen durch das Wasserhaushaltsgesetz: Auch im Dienste der Wissenschaft dürfen keine wassergefährdenden Fracking-Flüssigkeiten verwendet werden.

 

Durchaus vorstellbar ist, dass unkonventionelles Fracking wirtschaftlich in einigen Jahren durchgeführt werden kann. Nämlich dann, wenn es wissenschaftliche Belege für eine Unbedenklichkeit dieser Technologie gibt. Für den wirtschaftlichen Einsatz des unkonventionellen Frackings wäre dann aber eine erneute Gesetzesänderung notwendig.

 

Starke Skepsis gegen unkonventionelles Fracking

Keine Bohrungen im Schiefergestein

Keine Bohrungen im Schiefergestein

In Deutschland wurde in den letzten Jahren die Entwicklung und der Einsatz der Fracking-Technologie von zunehmender Skepsis bis hin zur massiven Ablehnung in der Bevölkerung begleitet. Unterstützt wurde die breite Kritik durch zahlreiche Bürgerinitiativen und Umweltverbände. Eines der wichtigsten Argumente ist hier, die nicht kalkulierbare Beeinträchtigung des Trinkwassers durch die beim Fracking eingesetzten Chemikalien. Auch weitere Umweltschäden werden befürchtet, etwa starke Veränderungen in den tiefliegenden Gesteinsschichten, die zu Erdbeben und Erdrutschen führen können.

 

Ein Wasserhahn regt zum Nachdenken an

Selbst in den USA, die seit den neunziger Jahren einen regelrechten Boom der Fracking-Technologie verzeichnen konnten, formierten sich auch Widerstände gegen das Fracking. Zu einiger Popularität brachte es dabei ein Film aus einem Privathaushalt, in dem ein Feuerstrahl aus dem Wasserhahn kam. Das Trinkwasser enthielt enorme Mengen an Methangas, das mit dem Wasser ausströmte und medienwirksam verpuffte. Vielfach wurde dabei kritisch angemerkt, dass es sich hier nicht um Nebeneffekte des Frackings handele, sondern um Methanvorkommen aus hochliegenden Kohleflözen, die beim Bau von Trinkwasserbrunnen durchbohrt wurden. Auch wenn das Phänomen sachlich in den falschen Zusammenhang gebracht worden sein mag, tat es seine Wirkung. Vielfach beschäftigten sich Menschen aktiv mit dem Thema Fracking, dem Austreten des klimaschädlichen Methans und den weitreichenden Auswirkungen aus die Umwelt und das Klima.

 

Trinkwasserqualität

Wasser - das wichtigste Lebensmittel

Wasser – das wichtigste Lebensmittel

Trinkwasserqualität ist in Deutschland ein sensibles Thema. Wasser zählt zu den am besten kontrollierten Lebensmittel. Nahezu flächendeckend ist der Konsum von Leitungswasser völlig unbedenklich – viele Gemeinden sind stolz auf die besondere Qualität des lokalen Wassers. Die Vorstellung ist erschrecken, dass unser Wasser verunreinigt wird durch die Chemikalien aus den Fracking-Flüssigkeiten sowie durch radioaktive Substanzen, die aus den Gesteinsschichten gelöst werden können.

 

 

Umweltverbände wollen mehr

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsDem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) geht die neue gesetzliche Regelung zum Fracking in Deutschland noch nicht weit genug. Der Umweltverband möchte Fracking gänzlich stoppen, denn zum einen werden dabei große Mengen des gefährlichen Treibhausgases Methan freigesetzt. Zum anderen schädigen die Emissionen bei der Verbrennung des geförderten Erdgases ebenfalls das Klima. Besser sei es, Alternativen zur Förderung fossiler Energien zu unterstützen und klimaschädliche Emissionen zu reduzieren. Da in Deutschland Erdgas in erster Linie zur Wärmegewinnung eingesetzt wird, können hier Einsparungen erzielt werden.

 

Unabhängigkeit vom Weltmarkt

Innerhalb der Wissenschaft wird eine rege Diskussion darüber geführt, ob die Fracking-Technologie nicht doch beherrschbar und weiter auszubauen sei. Vielfach wird dabei auch der hohe Erdgasbedarf in Deutschland zitiert. Teilweise werden die politischen Abhängigkeiten von ausländischen Erdgas-Anbietern als problematisch angesehen. Da klingen Schätzung verlockend, denen zufolge bis zu 2,3 Billionen Kubikmeter Erdgas im heimischen Gesteinsschichten, vornehmlich im Schiefergestein, lagern. Mit diesen Reserven könnte sich Deutschland, dass derzeit rund 90 Prozent des Erdgases importiert, mindestens zehn Jahre komplett versorgen könnte. Auch Energie-Großverbraucher und Fracking-Boom-Land USA geht davon aus, durch diese Art der Gasförderung nicht nur den kompletten eigenen Energiebedarf decken zu können, sondern auch wichtiger Erdgas-Exporteur zu werden.

 

Eine klare Alternative zu diesem Weg der Unabhängigkeit ist die Energie-Autonomie durch die konsequente Unterstützung und Nutzung erneuerbarer Energien.

 

Hoher Erdgasverbrauch ist nicht alternativlos

Einer Befragung des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK zufolge, heizt knapp die Hälfte aller Haushalte in Deutschland mit Erdgas. Aber auch alternative Heizsysteme, wie beispielsweise Solarthermieanlagen, befinden sich auf dem Vormarsch. Ein wichtiger Aspekt, denn gerade das steigende Interesse an regenerativen Energien kann das Fracking-Thema in die Bedeutungslosigkeit rücken.

 

Energie sparen, fossile Energieträger im Boden belassen und regenerative Energien nutzen – diese drei Schritte ebnen den Weg zum nachthaltigen Umwelt- und Klimaschutz. Vorangetrieben werden kann dieser Weg durch die Unterstützung von Unternehmen, die in diesem Bereich aktiv sind und nachhaltige Energieversorgung wirtschaftlich weiterentwickeln. Wer hier investiert, erzielt einen Gewinn für sich und die Umwelt.

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Grüner Strom weiterhin im Vormarsch

Donnerstag, 27. Oktober 2011
Grüner Strom

Ökostrom nimmt eine immer wichtigere Rolle in der Energieversorgung Deutschlands ein.

Erneuerbare Energien, welche beispielsweise von Solarfonds oder Windfonds gefördert werden, nehmen einen immer größeren Anteil am Stromverbrauch in Deutschland an. Dies belegen die Zahlen der ersten sechse Monate von 2011. In diesem Zeitraum ist ein erneuter Anstieg von 3% auf nun insgesamt 20% zu verzeichnen.

 

Obwohl dieser Anstieg von den Stromkunden aufgrund der EEG-Umlage mitfinanziert wird, ist zu betonen, dass der Strom dadurch nicht teurer wird. Stattdessen bewirken die Erneuerbaren Energien, dass der Preis an der Leipziger Energiebörse (EEX) sogar sinkt. Grund dafür sind die so gennanten Grenzkosten, die dafür sorgen, dass der konventionell erzeugte Strom immer mehr von Wind- und Sonnenstrom ersetzt wird. Man spricht hierbei vom „Merit-Order-Effekt“.

 

Folglich sank im Jahre 2009 der Strompreis am Spotmarkt der EEX um 0,6 ct/kWh. Auch in den folgenden Jahren wird dank des Merit-Order-Effekts der Strompreis nicht ansteigen, trotz der zunehmenden fossilen Brennstoffpreisen.

 

Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ermöglicht der starke Zuwachs an Erneuerbaren Energien bei der Energieversorung in Deutschland für großartige wirtschaftliche Möglichkeiten. Falls die Erneuerbarn Energien weiterhin konsequent ausgebaut werden, könnte im Jahre 2030 das deutsche Bruttosozialprodukt einen etwa 3% höheren Wert erreichen, als wenn nicht in Erneuerbare Energien investiert werden würde. Letztes Jahr gingen allein von den Erneuerbaren Energien ein Nachfrageimpuls von 35,5 Milliarden Euro für die deutsche Wirtschaft aus. Dies führte zu einer Arbeitsbeschäftigung von rund 370.000 Menschen.

 

Wenn auch Sie einen Beitrag zum Zuwachs der Erneuerbaren Energien leisten möchten, empfehlen wir Ihnen in Erneuerbare Energienfonds, welche in vielen Ökobanken und nachhaltigen Banken angeboten werden, zu investiert. Mehr Informationen dazu unter „Grünes Geld„.

Energierkonzern E.ON stark getroffen

Mittwoch, 10. August 2011
Eon

Eon, der größte deutsche Energiekonzern, sieht sich dazu gezwungen bis zu 10.000 Mitarbeiterstellen abzubauen.

Über Jahrzehnte hinweg waren die großen deutschen Energiekonzerne ein Symbol für Erfolg. Jährlich kassierten sie Milliarden von Euros an Gewinnen und verkauften stetig mehr Energie. Man kann davon sprechen, dass Eon, RWE, Vatenfall und EnBW die Energie-Besatzungsmächte in Deutschland waren.

 

Sie waren für 80% der deutschen Energieversorgung zuständig und hatten somit ein monopol-ähnliches Verhältnis. Nun jedoch berichten sowohl der „Spiegel“ als auch die „Süddeutsche Zeitung“, dass der größte Energiekonzern, Eon, vorraussichtlich bis zu 10.000 Mitarbeiter entlassen muss.

 

Grund dafür ist der überraschende Atomausstieg. Milliarden-Ausfälle werden für den Konzern vermutet. Die Schuld daran trägt Eon mehr oder weniger selbst: Trotz dem derzeitigen Wandel zu Erneuerbaren Energien, welche von Umweltfonds, die von Umweltbanken angeboten werden, gefördert werden, haben nicht nur Eon, sondern auch alle anderen alten Energieversorger, zu wenig in Erneuerbare Energien investiert. Lediglich ein Siebtel des deutschen Ökostroms wird aktuell von den Energiekonzernen produziert. Der gesamte Rest wird von kleineren Firmen, Landwirten und Hausbesitzern gewonnen.

 


 

Unser Tipp zur Unterstützung des Klimaschutzes: Klima Einmalsparen 5000+ Ethik

 


Projekt Klima Einmalsparen 5000+ Ethik
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Wertentwicklung 2009: 32,81%
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– Täglich kündbar

 

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– Ethik-Kriterien werden berücksichtigt

 


 


 

Nun, da aufgrund der Verschlafenheit der Bosse, die Konzerne auf eine dezentrale Energieversorung nicht vorbereitet sind, müssen die Mitarbeiter die Konsequenzen tragen. Momentan werden noch 85.000 Mitarbeiter bei Eon beschäftigt, fraglich nur für wie lange noch.

Mitarbeiter von Eon sollen nun jedoch nicht verzweifeln. Unternehmen aus der Branche der Erneuerbaren Energien, welche beispielsweise von Solarfonds, Windfonds oder generell Ökofonds gefördert werden, sind händeringend auf der Suche nach Fachkräften. Nach aktuellem Stand werden dort ca. 370.000 Mitarbeiter beschäftigt und der Trend geht weiter nach oben.