Mit ‘Engagement’ getaggte Artikel

10 gute Buch-Geschenke für Kinder und Jugendliche

Freitag, 08. Dezember 2017
Zusammenfassung: Bücher sind gute Weihnachtsgeschenke. Bei der großen Anzahl an sinnvollen Sachbüchern und Romanen für Kinder und Jugendliche findet sich für jeden die passende Lektüre. Gerade Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen sind gut vertreten und stoßen auf das Interesse der jungen Leser.

 

 

„Morgen kommt der Weihnachtsmann, kommt mit seinen Gaben“ – so lautet die Titelzeile eines noch immer populären Weihnachtsliedes. Was der Dichter Hofmann von Fallersleben darin beschreibt, steht kaum dem weihnachtlichen Massenkonsum der heutigen Zeit nach. In der Original-Version des Liedes von 1835 stehen neben Kuscheltieren auch „Trommel, Pfeifen und Gewehr,
Fahn‘ und Säbel und noch mehr, ja ein ganzes Kriegesheer“ auf dem kindlichen Wunschzettel. Doch die Zeiten des Kriegsspielzeugs sind glücklicherweise passé.

 

In der politisch bereinigten Version des 20. Jahrhunderts, die in den vielen Weihnachtsliederbüchern zu finden ist, werden „Musketier und Grenadier“ durch „Kind und Krippe, Schaf und Stier“ ersetzt. In beiden Versionen hat der Weihnachtsmann allerdings kein einziges Buch dabei. Schade eigentlich, denn viele Titel der Kinder- und Jugendbuchprogramme der Verlage nehmen sich der Themen unserer Zeit sehr gut an. – Ohne moralischen Zeigefinger und ohne Druck lernen Kinder und Jugendliche so die Welt kennen, entdecken ihre eigenen Möglichkeiten und erhalten unzählige Anregungen zur Gestaltung ihrer Zukunft.

 

Lesen verkürzt die Zeit bis zum nächsten Weihnachtsfest …

Unsere 10 Lieblingsbücher für den Gabentisch:

  1. Wie wollen wir leben?: Kinder philosophieren über Nachhaltigkeit
  2. Kinder, die die Welt verändern 
  3. Wie geht’s dir Welt und was ist morgen?
  4. 500 junge Ideen, täglich die Welt zu verbessern
  5. Zukunft 2050: Wie wir schon heute die Zukunft erfinden
  6. Und jetzt retten wir die Welt: Wie du die Veränderung wirst, die du dir wünschst 
  7. Die Wolke
  8. Hörst du, wie die Bäume sprechen? Eine kleine Entdeckungsreise durch den Wald
  9. Welcher Gartenvogel ist das?: 100 Arten erkennen und beobachten
  10. „Fair für alle!: Warum Nachhaltigkeit mehr ist als nur bio“

 

 

 

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Mission für Manager: Stellung beziehen

Freitag, 20. März 2015

Im Management großer Konzerne gibt seit einigen Jahren das ungeschriebene Gesetz sich aus gesellschaftlichen Debatten oder Problemen herauszuhalten. Selten wagt es ein Konzernführer zu Problematiken Stellung zu nehmen. Ein positiver Ausnahmefall ist Howard Schulz, der CEO von Starbucks. Nicht ungewöhnlich, dass dies aus dem Hause Starbucks kommt, denn schließlich ist das Unternehmen bereits seit vielen Jahren in Nachhaltigkeitsfonds gelistet. Nach einer von Ihm gestarteten Initiative in der Produktion des Kaffees auf mehr Umweltschutz und faire Löhne zu achten, startet er jetzt eine besonders in den USA brisante gesellschaftliche Debatte. Howard Schultz ist einer der wenigen Chefs, die soziale und ökologische Belange mit dem Geschäft vermischen.

 

 

Nach den Angriffen auf Farbige in Ferguson und New York ist der Konzernlenker nachdenklich geworden. Seine neue Kampagne heisst “Race together”. Viele seiner Berater und Freude rieten ihm davon ab das Thema Rassismus anzufassen. Doch Schultz ist der Meinung, dass wer ein Unternehmen führt kein unbeteiligter Zuschauer sein darf. In einem Interview mit dem Time Magazine äußert er “Die Diskussion wird ignoriert, weil die Leute Angst haben, sich damit auseinander zu setzen. Aber wenn ich nichts tue und einfach die Kasse weiter klingeln lasse, dann werde ich Teil des Problems. Also müssen wir reden”. Er fordert die Baristas der Kette auf, offen über Benachteiligung und Diskrimminierung mit Kunden zu sprechen.

 

 

Kaffeehaus mit Mission

Kaffeehaus mit Mission

 

 

40 Prozent der Beschäftigten von Starbucks gehören Minderheiten an. In der Vergangenheit hat der Unternehmenslenker bereits mehrfach Kampagnen gestartet, die politischen Sprengstoff bargen. Auf die politische und gesellschaftliche Spaltung in den USA hat er 2011 mit einer Aktion mit Bändchen mit der Aufschrift “Unzerteilbar” hingewiesen. Die Aktionen kommen nicht überall gut an. Shitstorms entladen sich über die Twitter Accounts des Unternehmens und auch vor persönlichen Beleidigungen und Angriffen wird nicht halt gemacht.

 

 

Ganz alleine steht der streitbare Konzernlenker jedoch nicht. In Deutschland ist Götz Werner, Gründer der Drogeriemarktkette DM ebenfalls einer der wenigen, die sich für ein Umdenken einsetzen. Seit einigen Jahren wirbt er für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Der Anthroposoph hat sein Unternehmen nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit aufgebaut. Soziale Belange spielen für ihn eine große Rolle. Dies ist unter anderem ein Grund, weshalb sich DM deutlich besser als Konkurrenten im Drogeriemarkt entwickeln konnte.

 

 

Zwar hat inzwischen fast jedes größere Unternehmen Abteilungen für CSR – Corporate-Social-Responsablility, d.h. sozial verantwortliche Unternehmensführung,  doch das Ziel der Abteilungen wir leider allzu oft verfehlt. Die meisten Aktivitäten sind passiv und nicht meinungsbildend. Manager halten sich aus gesellschaftspolitischen Themen raus. Die Trennung zwischen Marke und Mensch wurde bis zur Perfektion vollzogen.

 

 

Unternehmen die für Nachhaltigkeitsfonds in Frage kommen, können bezüglich Stellungnahme und Einfluss auf gesellschaftspolitische Brisanz Themen wie Armut, Rassismus und Diskriminierung nehmen. In Anlagefonds nach dem Engagement Ansatz, forcieren Fondsmanager den Dialog mit Unternehmenslenkern um diese mehr in Richtung Nachhaltigem Denken und Handeln zu bewegen.

 

 

Starbucks ist mit seiner jüngsten Aktion einen weiteren Schritt gegangen, positiven Einfluss zu nehmen. Ändern sollte sich jetzt auch die Steuerpolitik des Hauses ändern. Diese lässt bislang die Unternehmensgewinne weitgehend steuerfrei. Möglich wird das durch zwar legale aber verwegene Konstrukte. Somit wird zwar einerseits Kaufkraft aus den Ländern der Kaffeekonsumenten abgezogen und im Gegenzug allerdings keinen Beitrag in Form von Steuerleistungen  für die Gesellschaft geleistet, wie es sich für ehrbares Unternehmertum gehört. CEO Howard Schultz darf nicht beim Reden und Kampagnen starten aufhören, dann wäre Starbucks schon fast perfekt. 

 

 

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.