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Gold – Nicht immer eine goldrichtige Entscheidung

Freitag, 27. Januar 2017
Zusammenfassung: Gold zählt zu den wertvollsten und begehrtesten Elementen weltweit. Es dient als Material für Schmuck, medizinische und technische Geräte, aber auch als Geldanlage. Gerade in vermeintlich unsicheren Zeiten setzten Anleger teilweise wieder auf scheinbar sichere Werte. Bei Gold gehen dabei viele auch davon aus, dass es sich um eine saubere Sache handele. Doch der Abbau des Edelmetalls schädigt stark die Gesundheit der Arbeiter und die Umwelt. Die Initiative Fair Trade zertifiziert Goldminen mit fairen Arbeitsbedingungen.

 

 

Für viele Menschen ist Gold der Inbegriff einer sicheren und wertbeständigen Geldanlage.

Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe brachte es auf den Punkt: „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles…“ Und in der Tat hat Goethes Titelheld Faust in der gleichnamigen Tragödie mit seinen Schmuckgeschenken an Gretchen einigen Erfolg.

 

Gold ist wertvoll, begehrt und fasziniert seit Jahrtausenden die Menschheit, diente früh als Zahlungsmittel und trat einen unvergleichlichen Siegeszug als Schmuck an. Heute ist die Nachfrage nach Goldschmuck – bedingt durch gestiegene Preise – rapide gesunken, stabil ist die Nachfrage nach Gold in der Zahnmedizin und in der Elektroindustrie.

 

Als Zahlungsmittel  hat das edle Metall zwar weitgehend ausgedient, dennoch spielt Gold noch immer eine Rolle als relativ stabile Geldanlage. Dabei spricht Gold besonders Anleger an, die auf Sicherheit bedacht sind und denen die komplexen Spielregeln der Finanzwelt suspekt erscheinen. Der physische Aspekt des Goldes, etwas zu kaufen und anfassen zu können, ist einleuchtend und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit und Wertbeständigkeit. Die Begrenztheit des Goldes ist in der Tat ein Garant für den stabilen Wert. Entsprechend erleben Goldanlagen besonders in wirtschaftlichen Krisenzeiten ein regelrechtes Come-back.

 

Gold als sichere Bank

Anleger, die ihr Geld sicher in Gold investieren wollen, entscheiden sich für Goldbarren, Goldmünzen oder Tresorgold. Letzteres wird professionell verwahrt und gegen Verlust versichert. Eine Investition in Gold sollte langfristig geschehen. Experten raten zu einem Zeithorizont von mindestens drei Jahren. Da Goldbarren nur als Ganzes wieder verkauft werden können, bleiben Anleger mit einer kleinen Stückelung flexibel. Der Kauf und Verkauf von physischem Gold ist steuerlich günstig, da weder Mehrwert- noch Abgeltungssteuer anfallen. Im Gegensatz zu anderen Geldanlagen bringt Gold jedoch weder Zinsen noch Dividende. Wie hoch der Anteil an Gold innerhalb eines Vermögens ausfallen sollte, ist in der Welt der Finanzberater heftig umstritten und pendelt zwischen 3 und 30 Prozent des Gesamtvermögens.

 

Gold lockt jedoch nicht nur sicherheitsbewusste Anleger, die vergleichsweise geringe Erträge in Kauf nehmen. Gold zieht auch sehr risikofreudige Anlegertypen an. Diese investieren vornehmlich in Goldfonds und -aktien, die massiven Schwankungen unterliegen können und entsprechend als hochspekulative Papiere nur Finanzprofis empfohlen werden.

 

 

Gold als Ursache für Krieg und Ausbeutung

Gold stand und steht sinnbildlich für Reichtum und Reinheit. Doch das positive Image von Gold hat auch Schattenseiten, denn die Gier nach Gold war und ist Auslöser von Kriegen, Eroberungen, Kolonialisierung und Ausbeutung. Und der Goldrausch hält weiter an.

 

Schätzungen zufolge werden jährlich weltweit etwa 2.350 Tonnen Gold abgebaut. Führend ist dabei seit rund zehn Jahren China mit einer Fördermenge von 314 Tonnen. Der ehemalige Spitzenreiter Südafrika erreicht noch eine jährliche Fördermenge von 210 Tonnen Gold.

 

 

Goldsucher – gefährlich und wenig ertragreich

Das begehrte Edelmetall Gold vielfach unter schwierigen Bedingungen gewonnen.

Verändert haben sich auch die Abbaumethoden des Goldes. Während bis in die siebziger Jahre in Südafrika der Abbau von Gold im Tagebau gängig war, wird heute bis zu 4.000 Meter tief nach Gold geschürft.

 

Damit ist der Goldabbau auch sehr energieintensiv und verursacht zusätzliche Kosten. Entsprechend steigt auch der Preis des Goldes. Während sich noch 1999 die Förderkosten für eine Feinunze Gold (rund 31 Gramm) auf 280 US-Dollar beliefen, haben sich die Kosten seit dem mehr als verdoppelt.

 

Neben den großen industriellen Minen existieren weltweit eine nahezu unüberschaubare Menge an kleingewerblichen Goldsuchern, die zu großen Teilen unter ausbeuterischen, gefährlichen und gesundheitsschädlichen Umständen arbeiten.

 

Laut der Initiative Fair Trade International gibt es rund 15 Millionen selbstständige Goldschürfer weltweit, die für das gefundene Gold von ihren Abnehmern kaum ein existenzsicherndes Einkommen erhalten. Stattdessen riskieren sie täglich in überschwemmten Schächten ihr Leben und durch das Einatmen giftiger Quecksilberdämpfe ihre Gesundheit. In vielen Regionen gibt es zudem kaum einen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen, von Gesundheitsversorgung ganz zu schweigen.

 

An vielen Orten der Erde wird Gold vollkommen unkontrolliert abgebaut, entsprechend herrscht dort das Recht des Stärkeren. Die Folgen sind blutige Kämpfe und die Zerstörung der Umwelt und der Infrastruktur in diesen Gegenden.

 

 

Faires Gold

Die Initiative Fair Trade, die sich weltweit für einen gerechten Handel einsetzt, zertifiziert auch Gold nach ihren ethischen Standards und setzt sich für die Rechte der Goldschürfer ein. Voraussetzung für eine Fair Trade-Zertifizierung ist, dass der Abbau von Gold legal betrieben wird und die Arbeiter einen Mindestpreis für ihre Goldfunde erhalten. Dieser liegt mit 95 Prozent des von der London Bullion Market Association festgelegten Goldpreises weit über dem sonst üblichen Preis.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsAußerdem macht Fair Trade die Lieferketten und Wege des Goldes transparent. Nicht geduldet werden Kinder- und Zwangsarbeit sowie extrem lange Arbeitszeiten. Da bei der Goldgewinnung häufig Quecksilber und andere giftige Chemikalien eingesetzt werden, legt Fair Trade auch ein besonderes Augenmerk auf Schutzkleidung und Schulungen zur Arbeitssicherheit.

 

Mit der Auszahlung von zusätzlichen Prämien pro Kilogramm Gold werden darüber hinaus auch Gemeinschaftsprojekte in den Regionen unterstützt, beispielsweise Gesundheitseinrichtungen und Schulen. Bislang werden nur wenige Goldminen in Peru, Uganda, Kenia und Tansania von Fair Trade zertifiziert. Das dort gewonnene Gold wird in erster Linie von Goldschmieden und Juwelieren verwendet und mit dem Fair Trade-Siegel versehen.

 

 

Smartphones lösen Schmuck als wichtiges Accessoire ab

Ein bedeutender Bereich, in dem Gold benötigt wird, ist die Smartphone-Produktion. Insgesamt stecken rund 30 Materialien in den beliebten Geräten, die in erster Linie aus Krisenregionen in Afrika stammen. Dazu zählt – neben dem mittlerweile vieldiskutierten „Konfliktmetalle“ Coltan – auch Gold. Zwar versuchen viele Elektronikhersteller Gold aus diesen Ländern zu vermeiden, jedoch machen es komplexe und undurchsichtige Lieferketten schwer, diese Vorsätze auch konsequent zu verwirklichen.

 

Die Hersteller des populären alternativen SmartphonesFairphone 2“ setzen gezielt auf transparente Lieferketten. Das niederländische Unternehmen verwendet in seinen Geräten Module, die nach Fair Trade-Prinzipien hergestellt wurden. Die für die Smartphone-Herstellung benötigten Materialien, wie eben Gold, stammen von Lieferanten, für die faire Löhne und Arbeitssicherheit keine Fremdworte sind.

 

Fair geht vor – auch bei den Finanzen

Gold und Geld bewegt die Welt in der wir leben. Doch im Gegensatz zu Geld, das investiert wird und Entwicklungen voranbringen kann, bewegt eingelagertes Gold nichts. Daher gilt es zu überdenken, ob man bei seinen Geldanlagen nur auf Sicherheit und Werterhalt setzt oder aber auch die richtigen Schalter in der Wirtschaft umlegen und von interessanten Erträgen profitieren will. Gut, wenn Kunden dann auf einen unabhängigen Berater bauen können, der die gleichen ethischen und ökologischen Ansprüche teilt und umsetzt.

 

Grünes Geld, erfahrener Experte für nachhaltige Geldanlagen, bietet mehr als 300 ethische, soziale und ökologische Finanzprodukte für Privatanleger. Hier finden Sie die passende Geldanlage.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Mobiltelefone – Smart und fair kaufen, behalten, Geld sparen

Dienstag, 20. Dezember 2016
Zusammenfassung: Mobiltelefone, Smartphones, Handys – sie haben das Alltagsleben massiv verändert und bieten ihren Nutzern viele attraktive Funktionen. In der Herstellung sind diese Geräte allerdings weniger smart. Beim Abbau der notwendigen Metalle und Mineralien werden Mensch und Natur brutal ausgebeutet. Auswege bieten ein bewusster Umgang mit den Geräten: lange Nutzung, alternative Anbieter, Reparatur und Recycling.

 

 

Smartphones sind aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

Smartphones sind aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

Zum Weihnachtfest werden sie wieder auf vielen Gabentischen liegen: Smartphones erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Kein Wunder, schließlich vereinigt dieses kleine Gerät unzählige Funktionen, für die noch vor wenigen Jahren viele unterschiedliche Geräte notwendig waren. Telefon, Computer, Kamera, Navigationsgerät, Diktiergerät, MP3-Player, Radio – mit einem Smartphone hat man einfach alles im Griff.

 

Laut Branchenverband Bitkom e.V. planen rund 30 Prozent der Deutschen planen, sich zum Jahresende selbst ein neues Smartphone anzuschaffen. Weitere 5 Prozent planen ein Smartphone als Geschenk.

 

 

Mobiltelefone entwickeln sich zu Wegwerfartikeln

Oftmals sind die vermeintlich alten Modelle noch voll funktionstüchtig, jedoch nicht mehr auf dem letzten Stand der technischen Entwicklung. Die alten Geräte werden teilweise weiterverkauft oder innerhalb der Familie oder des Freundeskreises weitergegeben. Viele Altgeräte landen jedoch auf dem Müll beziehungsweise bei der Wertstoffwiederverwertung. Die durchschnittliche Nutzungsdauer eines Smartphones liegt mittlerweile unter zwei Jahren.

 

Die kurze Nutzungsdauer eines Smartphones hat einen hohen Ressourcenverbrauch zur Folge. Darüber hinaus ist die Handy-Produktion auch ein Treiber von blutigen Auseinandersetzungen im Kampf um die begehrten Rohstoffe zur Handy-Produktion. Ebenso zeichnen Mobiltelefone auch für einen massiven Raubbau an der Umwelt verantwortlich.

 

 

Wertvolle Rohstoffe in Mobiltelefonen

Während bei vielen technischen Produkten Entwicklung, Know-how und Marketing die entscheidenden Kostenfaktoren darstellen und die Materialien kaum eine preisliche Rolle spielen, sind in Mobiltelefonen wertvolle Rohstoffe enthalten: unter anderem Gold, Platin, Kupfer, Coltan und die Metalle von sogenannten Seltenen Erden.

 

China baut seine Marktmacht in Sachen Mobilfontechnologie massiv aus und hat durch große Vorkommen der begehrten Seltenen Erden die notwendigen Rohstoffe im Land. Mehr als die Hälfte der Seltenen Erden werden in China, nahe der Wüste Gobi, abgebaut. Dieser Abbau stellt die Umwelt auf eine harte Prüfung. Die Metalle werden mit Säuren aus aufgebohrten Gesteinen chemisch ausgewaschen. Zurück bleiben hochgiftige und radioaktive Abfälle, die in künstlichen Seen gelagert werden. Da die Umweltauflagen in China in diesem Bereich nicht sonderlich streng sind, besteht in den Abbauregionen eine große Gefahr, dass Grundwasser und den angrenzenden Gelben Fluss verseucht werden.

 

 

Raubbau durch Recycling

Innere Werte: Handys und Smartphones seltene Rohstoffe.

Innere Werte: Handys und Smartphones enthalten seltene Rohstoffe.

Bereits vor der großen Smartphone-Welle hat allerdings die chinesische Stadt Guiyu in der Provinz Guangdong den traurigen Titel „Computerschrott-Hölle“ erworben. Schon seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts arbeiten die Menschen in dort, unterstützt von unzähligen Wanderarbeitern, auf riesigen Deponien für Elektronikgeräte. Der Elektroschrott wird dabei in erster Linie aus den USA, Europa, Japan und Taiwan angeliefert.

 

In Guiyu werden dann Drucker, Monitore, Computer und zunehmend auch mobile Geräte auseinandergenommen, um an die wertvollen Metalle zu kommen. Was auf den ersten Blick nach einem sinnvollen Recycling klingt, sieht in der Realität anders aus. Die Arbeiter schmelzen über offenen Kohlefeuern Computerplatinen, Kabel und Transistoren in einem Quecksilberbad, um an die begehrten Metalle zu kommen. Die Arbeiter verfügen dabei kaum über angemessen Schutzkleidung und atmen die giftigen Quecksilberdämpfe ein und tragen Verätzungen davon. Gleichzeitig geraten Chemikalien direkt in den Boden und machen das Trinkwasser in der Region ungenießbar.

 

Rund 1,5 Millionen Tonnen alter Elektronikgeräte werden pro Jahr in Guiyu verarbeitet. Die Schattenseiten der Wiederverwertung werden hier deutlich: Die Gesundheit der Arbeiter und die Umwelt werden massiv geschädigt.

 

 

Krieg um Rohstoffe im Kongo

Obwohl offiziell seit 2002 in der Demokratischen Republik Kongo Frieden herrscht, stehen blutige Konflikte im Land noch immer an der Tagesordnung. Und obwohl das Land über wertvolle Rohstoffvorkommen verfügt, zählt der Kongo zu den ärmsten Staaten weltweit. Denn seit vielen Jahren liefern sich unterschiedliche Gruppen erbitterte Kämpfe um die Minen, in denen Erze, in erster Linie Coltan, abgebaut werden, wertvolle Rohstoffe für die Handyproduktion. Schätzungen zufolge sind bei diesem Krieg bereits fünf Millionen Menschen gestorben. Der dänische Dokumentarfilmer Frank Piasecki Poulsen hat bereits 2010 in seinem Film „Blood in the Mobile“ die unmenschlichen Arbeitsbedingungen im Kongo gezeigt und Mobilfunkanbieter aufgefordert, mehr Verantwortung zu übernehmen.

 

 

4 Wege aus dem Smartphone-Dilemma

Kaum ein Smartphone-Käufer möchte Krieg, Ausbeutung und Raubbau an der Umwelt willentlich und wissentlich unterstützten. Aber deshalb auf die Errungenschaften der Technik verzichten? Mit den folgenden vier Vorschlägen, kann die Smartphone-Nutzung nachhaltiger gestaltet werden.

 

 

1. Mobiltelefone lange nutzen

Im Allgemeinen laufen Handy-Verträge über zwei Jahre. Alle zwei Jahre möchte also der Netzanbieter den Vertrag verlängern und bietet gleichzeitig ein neues Gerät günstig an. Da der Preis des neuen Vertrags-Handys weit unter dem Listenpreis liegt, greifen viele zu, obwohl das bisherige Gerät noch gut funktioniert. In Sachen Nachhaltigkeit ein fataler Fehler und auch finanziell gesehen eine Milchmädchenrechnung, denn auch ein günstiges Gerät, das nicht gebraucht wird, ist sinnlos ausgegebenes Geld.

 

 

2. Mobiltelefone aus dem Gebrauchtmarkt

Alles, was nicht neu produziert werden muss, schont Ressourcen und damit die gesamte Umwelt. Im Fall eines Smartphone-Kaufs ist es sicher sinnvoll, ein gebrauchtes Gerät zu wählen. Denn so werden menschenrechtsverletzende und umweltzerstörende Unternehmen nicht unterstützt und neuer Elektroschrott vermieden. Angenehmer Nebeneffekt für den Käufer: eine ordentliche Geldersparnis.

 

 

3. Wenn es ein neues Smartphone sein muss

Eine Alternative zu den gängigen Smartphone-Modellen bietet seit 2013 die niederländische Fairphone B.V. Das Unternehmen befolgt bei der Entwicklung und Produktion soziale und ökologische Nachhaltigkeitskriterien und hat es sich zum Ziel gesetzt, ein ressourcenschonendes Smartphone zu entwickeln und zu vermarkten. Seit einem Jahr ist das überarbeitete Fairphone 2 auf dem Markt. Dieses ist modular aufgebaut. Mit Hilfe eines Feinmechanik-Schraubendrehers können einzelne Komponenten leicht ausgetauscht werden Das erhöht die Lebensdauer des Gerätes und spart unnötigen Abfall. Fairphone B.V. lässt die Fairphones zwar auch in Asien produzieren, verfügt jedoch über hohe Standards in Sachen Arbeitssicherheit, faire Bezahlung und ökologische Nachhaltigkeit. So legt das Unternehmen nicht nur seine Produktion offen, sondern gibt auch Auskunft über die Herkunft und Zulieferer der verwendeten Rohstoffe.

 

Ebenfalls in diesem Feld aktiv ist seit 2014 das hessische Familienunternehmen SHIFT GmbH, das mit seinen Shiftphones und Notebooks ebenfalls faire und ökologisch nachhaltige und Coltan-freie Geräte auf den Markt gebracht hat.

 

 

4. Reparatur und – wenn wirklich gar nichts mehr geht – Recycling

Smartphones gehen auch einmal kaputt. Besonders anfällig ist das Display. Hier lohnt sich eigentlich immer eine Reparatur. Auch bei größeren Reparaturen ist es durchaus sinnvoll, das Gerät nicht gleich durch ein neues Modell zu ersetzen. Wenn allerdings wirklich nichts mehr zu machen ist, zählt das Mobiltelefon zu den Elektroaltgeräten und muss entsprechend entsorgt werden.

 

Obwohl Mobiltelefone wertvolle Materialien enthalten und im chinesischen Guiyu im großen Stil Metalle ausgeschmolzen werden, ist die Recyclingquote generell noch gering. Insgesamt werden weniger als 20 Prozent der wegegeworfenen Elektronikgeräte weltweit recycelt. Die deutsche Umwelthilfe sowie viele Umwelt- und Naturschutzverbände nehmen alte Handys und Smartphones gerne entgegen und führen diese der professionellen Wiederverwertung zu. Tipps zum Umgang mit Altgeräten gibt auch die Organisation Germanwatch.

 

 

Faire Mobiltelefone – ethische Geldanlagen

Die Geschichte des Handys ist komplex, aber faire Alternativen sind im Kommen. Ebenso verhält es sich auch in Sachen Geldanlagen. Mussten früher nur die Erträge stimmen, interessieren sich zunehmend Anleger auch dafür, welche Unternehmen, Staaten und Technologien mit dem investierten Geld unterstützt werden. Grünes Geld  ist Experte für ethisch-ökologische Geldanlagen. Hier können Sie sicher sein, dass Ihr Geld nicht bei Unternehmen landet, die für Ausbeutung, Krieg und Umweltzerstörung verantwortlich sind.

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.