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7 tolle Ausflugtipps für die Sommerferien

Dienstag, 20. Juni 2017
Zusammenfassung: Sommerzeit ist Ferienzeit. Auch wer keinen Urlaub geplant hat, kann auch viele interessante Dinge in seiner näheren und ferneren Umgebung entdecken. Eine Vielzahl moderner Museen mit interessanten Angeboten lassen kaum Langweile aufkommen. Das Thema Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Umwelt ist dabei integrativer Bestandteil der innovativen Ausstellungskonzepte, die jung und alt gleichermaßen ansprechen. Die Ausflugstipps eignen sich teilweise auch für eine sinnvolle Unterbrechung auf einer längeren Reise.

 

 

Gemeinsame Ausflüge erweitern den Horizont.

In dieser Woche beginnen die Sommerferien in einigen nördlichen Bundesländern und bis Mitte September werden sich alle Schülerinnen und Schüler bundesweit über sechs Wochen Freizeit gefreut haben. Auch wer keine schulpflichtigen Kinder hat nutzt die Sommerzeit gerne zur Erholung, für Urlaubsreisen in nahe und ferne Gegenden oder zu kürzeren Ausflügen in interessante Städte oder reizvolle Landschaften.

 

Während der eine seinen Koffer – respektive Rucksack – packt und sich zu einem nahen oder fernen Ziel aufmacht, planen andere eine entspannte Zeit zu Hause, am Badesee, im Freibad oder auch auf dem Sofa. Das Angebot ist vielfältig und bietet nahezu für jedes Alter und jeden Geldbeutel zahlreiche Möglichkeiten, seine Freizeit ganz nach eigenem Gusto zu verbringen.

 

Wer einen nachhaltigen Lebensstil pflegt, achtet auch bei seinem Reiseverhalten auf klimaverträgliche Mobilität und bezieht umweltschonendes Verhalten am Erholungsort mit in seine Urlaubsplanung mit ein.

 

Urlaub, Ferien, Reisen, unterwegs sein – das ist nicht nur erholsam und eine willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag. Die freie Zeit kann auch hervorragend genutzt werden, um neue Eindrücke zu gewinnen. Eine gute Gelegenheit dazu bieten unsere Ausflugstipps, die für jung und alt gleichermaßen viel Neues und Interessantes bieten. Die Empfehlungen eignen sich gut als Tagesausflüge, als Alternativprogramm, wenn das Sommerwetter mal nicht mitspielen will oder auch als willkommene Unterbrechung auf einer längeren Fahrt.

 

 

Tipp 1: Universum Bremen – auf dem Weg zur Nordsee

Die Küstenorte am Meer und die ost- und nordfriesischen Inseln zählen zu den beliebtesten Urlaubsorten der Deutschen. Besonders beliebt sind die langen Sandstrände, das angenehme Klima und die beeindruckende und vielfältige Landschaft. Wer sich auf den Weg in den Norden macht, hat in der Hansestadt Bremen eine ausgezeichnete Möglichkeit, eine Rast zu machen.

 

Das Universum, in der Nähe der Universität Bremen gelegen, bietet seit 2000 eine vielseitige Dauerausstellung rund um die drei Themengebiete Technik, Mensch und Natur. Die Wissenschaftsausstellung ist in einem eigens dafür gebauten Wal-förmigen Gebäude untergebracht. Grundkonzept ist es, die Themengebiete erlebbar zu machen. Für junge Besucher lädt eine extra Abteilung, die Milchstraße – zu einfachen Versuchen und zum freien Experimentieren ein. Ergänzt wird das Angebot des Universums durch regelmäßige Sonderausstellungen, Science Shows und einem Dunkel-Café. Im weitläufigen Außenbereich befindet sich – neben Experimentierstationen zum den Themen Wasser und Tönen – ein 27 Meter hoher Aussichtsturm. Auf der oberen Etage können Besucher die Windstärke messen oder einfach nur die weite Sicht über die Hansestadt genießen. Das Universum ist täglich geöffnet. Der Eintritt beträgt 16 Euro, Familientickets sind für 40 Euro zu haben.

 

 

Tipp 2: Klimahaus Bremerhaven – immernoch auf dem Weg zur Nordsee

Klimahaus: interessant von innen und aussen!

Wer die Fahrt nach Norden weiter fortsetzt, kann das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost besuchen. Das 2009 eröffnete wissenschaftliche Ausstellungshaus liegt in den sogenannten Havenwelten in direkter Nachbarschaft zum Auswandererhaus  und zum Zoo am Meer.

 

Das Klimahaus zeigte in seinen Anfängen die anthropogenen Einflüsse auf die Veränderung von Klima und Wetter. Seit 2012 sind die Ausstellungsbereiche neu konzipiert und in die drei Bereiche Reise, Perspektiven und Chancen aufgeteilt. Besucher begeben sich über neun Stationen in unterschiedlichen Ländern auf eine Reise durch die unterschiedlichen Klimazonen der Erde. Das besondere: Temperaturen und Luftfeuchtigkeit werden weitestgehend nachempfunden. Wer im Klimahaus unterwegs ist, sollte an eine warme Jacke denken, denn zwischen sechs Grad minus und 35 Grad plus ist alles möglich.

 

Im World Future Lab können Besuchergruppen die Zukunft unseres Planeten selbst in die Hand nehmen und unter anderem überlegen, wie Südseeinseln vor dem Untergang durch einen steigenden Meeresspiegel gerettet werden können. Bei diesem Planspiel sind Kooperationsbereitschaft, Strategie und Kreativität gleichermaßen gefragt. Zugleich wird deutlich, dass jede Entscheidung sich nicht nur unmittelbar, sondern auch global auswirkt. Das Klimahaus öffnet täglich seine Pforten. Einzelticket gibt es ab 16 Euro, Familientickets ab 35 Euro.

 

 

Tipp 3: Ozeanum Stralsund – auf dem Weg zur Ostsee

Faszinierende Meereslebewesen.

Während die einen die Nordsee lieben, bevorzugen die anderen die gezeitenunabhängige Ostsee. Wer sich im Urlaub im Nord-Osten des Landes befindet, sollte einen Besuch im Ozeanum in Stralsund einplanen. Das Museum hat es sich zum Ziel gesetzt, die Bedeutung der Weltmeere als wichtigen Teil des globalen Klimasystems deutlich und erlebbar zu machen. Ebenfalls ein Thema ist dabei der Einfluss des Menschen auf den Lebensraum Meer sowie die Problematik des Artensterbens. Das Ozeanum wurde 2008 eröffnet und für sein hervorragendes Konzept bereits zwei Jahre später als Europäisches Museum des Jahres ausgezeichnet. Das moderne Naturkundemuseum gehört zur Stiftung Deutsches Meeresmuseum, die über drei weitere Museumsstandorte in der Region verfügt

 

Das Ozeanum begeistert Besucher aller Altersklassen vor allem durch seine riesigen Aquarien, in denen die unterschiedlichsten Lebenswelten in den Meeren durch Panoramabecken hautnah erlebbar werden. Jüngere Besucher werden sich auch für die Fütterungen in den Aquarien sowie der Humboldtpinguine begeistern können. In der Dauerausstellung „1:1 Riesen der Meere“ arbeitet das Museum mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace zusammen. Hier werden lebensgroße Modelle von Walen und anderen Meeresriesen präsentiert. Das Ozeanum ist täglich geöffnet. Erwachsenentickets gibt es für 17 Euro, Kindertickets ab 7 Euro.

 

 

 

Tipp 4: Ökolarium Vejle – auf dem Weg in Richtung Norden

Wer einen Urlaub in Dänemark plant oder sich auf dem Weg nach Schweden befindet, sollte im süddänischen Städtchen Vejle Halt machen und im Ökolarium auf Entdeckungsreise gehen.

 

Das Wissens- und Erlebniscenter ist grob in die drei Bereiche „Natur und Umwelt“, Wasser sowie „Ressourcen und Klima“ aufgeteilt und bietet eine kurzweilige und umfangreiche Ausstellung zu nahezu allen Aspekten der ökologischen Nachhaltigkeit. Besucher können an den unterschiedlichen Stationen Wissenswertes zu den Themengebieten Natur, Umwelt, Energie, Klima, Ernährung, Gesundheit und Innovation erfahren und ausprobieren. Damit bietet das Ökolarium eine aktive Wissensvermittlung und spannende Spielerlebnisse. So kann der Waldboden kriechend erforscht, Müll sortiert und die Kanalisation erforscht werden. Dazu gibt es Anregungen für eine umweltfreundliche Wohnungseinrichtung und Möglichkeiten des Upcyclings. Ebenfalls interessant ist die Ernährung der Zukunft und welche Rolle Insekten dabei spielen werden. Der Eintritt ins Ökolarium ist frei. Die Öffnungszeiten können auf der Website abgerufen werden.

 

 

Tipp 5: Ecomare Texel – Richtung Westfriesland

Sympathischer Meeressäuger.

Die Niederlande zählt zu den beliebten Auslandsdestinationen im Sommer. Schließlich laden Küste und Insel auch hier zu einem angenehmen Strandurlaub ein. Wer sich darüber hinaus für die Natur im und am Wattenmeer interessiert und Fauna und Flora der Region näher kennenlernen will, kommt im Ecomare  auf Texel voll auf seine Kosten. Das weitläufige Ausstellungsgelände in der Dünenlandschaft der westlichsten Nordseeinsel präsentiert umfangreich die Besonderheiten der Landschaft und ihrer Tier- und Pflanzenwelt. Großangelegte Aquarien und flache Becken, die von Oben eingesehen werden können, ermöglichen einen ausgezeichneten Einblick auf das Leben im Meer.

 

Das Ecomare ist dabei nicht nur Naturkundemuseum, sondern zugleich auch als Robbenauffangstation angelegt. Junge verlassene Robben, aber auch ältere oder verletzte Tiere werden hier gepflegt und für eine Rückkehr in ihren natürlichen Lebensraum vorbereitet. Die Fütterung der Robben und Schweinswale ist ein besonderer Publikumsmagnet. Das Ecomare hat täglich geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 12,75 Euro, für Kinder 8,75 Euro. Wer seine Tickets vorab online kauft, kann sparen

 

 

Tipp 6: Panarbora Waldbröl – Nordrhein-Westfalen

Perspektivwechsel – der Wald von oben.

Wer beim Bundesland Nordrhein-Westfalen noch immer an nur an Industrie und Ruhrpott-Romantik denkt, wird im Bergischen Land eines Besseren belehrt. Seit 2015 lockt der Naturerlebnispark Panarbora bei Waldbröl Besucherströme an. Highlight der Anlage ist dabei ein fast zwei Kilometer langer Baumwipfelpfad mit einem 40 Meter hohe Aussichtsturm. So können Naturliebhaber den Wald aus einer neuen Perspektive genießen. Außerdem umfasst der luftige Weg eine umfangreiche Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit Umweltschutzverbänden und Waldbauerngruppen erarbeitet wurde. Dabei werden die Unterschiede zwischen Urwäldern und Wirtschaftswäldern erläutert, die Veränderungen in der Landschaft erklärt und der gesamte Lebensraum des Waldes detailliert vorgestellt.

 

Auch wer lieber mit beiden Beinen auf dem Boden bleibt, kann in Panarbora einiges erleben: Interessante Waldwege, ein Heckenirrgarten und ein Abenteuerspielplatz runden das Angebot ab. Wer gar nicht mehr nach Hause möchte, findet in der Jugendherberge Panarbora Unterkunft. Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Waldwipfelpfads und der gesamten Anlage finden sich hier.

 

 

Tipp 7: bioversum – Darmstadt-Kranichstein

Natur lässt sich an vielen Orten entdecken. Das bioversum  im Jagdschloss Kranichstein, in der Nähe von Darmstadt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die engen Zusammenhänge zwischen biologischen, ökologischen und kulturellen Entwicklungen sichtbar zu machen und die biologische Vielfalt langfristig zu schützen. Am Beispiel eines Buchenwaldes zeigt der Ausstellungsort das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Darüber hinaus bietet das bioversum in einem Freilandlabor  vielfältige Möglichkeiten, die Natur zu entdecken und Ideen für einen Schutz der Artenvielfalt mit in den persönlichen Alltag einzubringen. Das bioversum ist liegt landschaftlich reizvoll eingebettet, so dass sich ein Besuch des vergleichsweise kleinen Museums durchaus lohnt. Viele Angebote sind dabei auch besonders für jüngere Kinder geeignet. Das bioversum hat montags geschlossen. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

 

 

Lernen ohne Langeweile

Gute Angebote statt erhobenem Zeigefinger.

Nachhaltigkeit, Klima- und Naturschutz – das sind die Hauptthemen der vorgestellten Ausstellungsorte. Das besondere an allen Empfehlungen: an diesen Lern- und Erlebnisorten werden die wichtigen Themen unserer Zeit anschaulich und erlebbar aufbereitet – weit entfernt von einer Pädagogik mit dem sprichwörtlich erhobenen Zeigefinger. Damit bieten die modernen Museumskonzepte nicht nur ein anspruchsvolles Angebot für alle Besucher, sondern auch eine gelungene und anregende Abwechslung. Vor allem Familien werden sich über diese Alternativen zu zum Freizeitpark freuen.

 

Grünes Geld, Ihr Experte für nachhaltige Geldanlagen, wünscht gute Erholung und einen schönen Sommer!

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.