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In Wasser investieren: 5 Beispiele wie’s gemacht wird

Montag, 26. Mai 2014

In Wasser investieren ist eines der interessantesten Themen in der Geldanlage. Es hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, welche außergewöhnlichen Erfolge sich damit erzielen lassen, es hat eine ausgezeichnete Zukunftsperspektive und vor allem bringt es den Menschen wirklich etwas. Denn wer mit seinem Geld Unternehmen unterstützt, die für die Versorgung der Welt mit Trinkwasser stehen, der reicht ein sauberes Glas Wasser an einen durstigen Menschen.

 

Doch auch wenn viele Anleger das Thema sehr spannend finden, erreichen uns doch oft Fragen, in welche Unternehmen dabei dann tatsächlich investiert würde. Prinzipiell geht es um Unternehmen, die Waren oder Dienstleistungen anbieten für Wasserversorgung, -aufbereitung, -recycling, -infrastruktur, für Abwasserbeseitigung, zum Erhalt der Qualität natürlicher Abwasserreserven oder um die Effizienz der Wassernutzung zu verbessern. Ich habe deshalb einmal 5 klassische Beispiele für Unternehmen heraus gegriffen, die gut geeignet sind, wenn sich der Anleger sagt „Ich möchte in Wasser investieren.“

 

 


 

In Wasser investieren mit ACEA, Italien

In Wasser investieren, Beispiel 1: ACEA

 

Die ACEA ist der Wasserver- und entsorger in der Metropolregion Rom sowie in weiteren Teilen Italiens. ACEA übernimmt der Wassertransport, die Qualitätssicherung des sauberen Wassers und die professionelle, umweltschonende die Abwasserentsorgung. ACEA ist entsprechend eine ganz natürliche Entscheidung für alle, die in Wasser investieren möchten. ACEA ist in weiteren Geschäftsfeldern auch als Stromversorger tätig und übernimmt Aufgabenstellungen in Datennetzen. Bildquelle: Unternehmen.

 

 


 

Geld anlegen in Wasser: Beispiel Bellway

In Wasser investieren, Beispiel 2: Bellway

 

Bellway reduziert den Verbrauch von sauberem Frischwasser erheblich, in dem es im Rahmen seiner nachhaltigen Immobilienprojekte ganzheitlich Ansätze beim Wasserverbrauch umsetzt. Bellway ist ein Beispiel für Unternehmen, die im Schwerpunkt andere nachhaltige Projekte tätigen, bei denen Wassereffizienz aber eine wichtige Rolle spielt. Ein Fokus von Bellway liegt auf sozialem Wohnungsbau mit dem Ziel, bei  sozial- und umweltverträglich Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Bildquelle: Unternehmen.

 

 

 


 

Geld in Wasser anlegen: Canfor

In Wasser investieren, Beispiel 3: Canfor

 

Canfor ist wie Bellway im Kerngeschäft außerhalb des Wassersektors tätig (nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern in Kanada), hat aber großen positiven Einfluss auf Wasser. Denn werden Wälder zum Beispiel nur gerodet, so können der Grundwasserspiegel absinken, Wasserreservoire austrocknen, Bodenerosionen erfolgen und in der Folge Tiere sterben und Landschaften können veröden werden. Bildquelle: Unternehmen.

 

 

 

 

 


 

Geldanlage Wasser: Wasserversorger Copasa

In Wasser investieren, Beispiel 4: Copasa

 

Copasa ist der drittgrößte Wasserversorger Brasiliens. Er versorgt die Menschen im Bundesstaat Minas mit sauberem Frischwasser und entsorgt deren Abwässer. Die Verlustrate an Wasser in den Rohren Copsas nimmt kontinuierlich ab, finanzschwache Menschen bekommen bei niedrigem Wasserverbrauch Nachlässe, beim Schutz von Wasserresorvoiren werden Menschen mit einbezogen. Copasa gilt landesweit als vorbildlicher Versorger. Bildquelle: Unternehmen.

 

 

 

 

 


 

In Wasser investieren: Coway

In Wasser investieren, Beispiel 5: Coway

 

In vielen Ländern der Erde ist das Trinkwasser aus dem Wasserhahn nicht zum Trinken geeignet. Erst durch private Wasseraufbereitungsanlagen, die Verunreinigungen beseitigen, Rückstände chemischer Verbindungen und Mikroorganismen heraus filtern, wird es genießbar.   Genau solche Wasseraufbereitungsanlagen bietet Coway an, meist als Mietkauf. Darüber hinaus stellt Coway auch Bidets und Systeme zur Luftreinigung her, mit denen im privaten Bereich Staub, Tierhaare, Pollen oder Bakterien aus der Luft gefiltert werden können. Bildquelle: Unternehmen

 

 

 

 


 

 

Man sieht also deutlich, wie breit gefächert die möglichen Anlageziele im Bereich Wasserinvestment sind. Wasser ist ein Querschnittsthema, das in den unterschiedlichsten Industrien angesiedelt ist. Viele unterschiedliche Branchen, in unserem Beispiel auch die Wald-Branche oder der nachhaltige, soziale Wohnungsbau, tragen zu einem sinnvollen und zukunftsweisenden Umgang mit dem wichtigsten Stoff unserer Erde bei, dem Wasser. Die oben genannten Einzelbeispiele sind übrigens entnommen aus dem Ökoworld Water for Life, einem interessanten nachhaltigen Wasser Fonds. Er ist in unseren Wasser-Musterdepots mit Ethik-Filter auch vertreten. Für mehr Informationen zu unseren Musterdepots für Wasserinvestments klicken Sie einfach auf diesen grünen Button:

 

 

 

 

In Wasser investieren: so geht's

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Was Sie über die Nachhaltigkeitsfonds von Swisscanto wissen sollten

Mittwoch, 09. April 2014

 

Nachhaltige, ethisch-ökologische Fonds für die rentierliche und sichere Geldanlage wünschen sich viele – nach aktuellen Umfragen können sich über 50% der Deutschen vorstellen, zukünftig ethisch-ökologisch zu investieren. Doch die Praxis kann kompliziert werden – welche Unternehmen sind wie nachhaltig; wie eng kann ich den Kreis ziehen, ohne dass damit mein Anlageuniversum zu klein wird? Außerdem die Themen Wasser Investment oder Emerging Markets: wie kann ich in der Nische einen guten Nachhaltigkeitsansatz realisieren?

 

In unserem Video stellen sich zwei hochrangige Spezialisten aus dem Hause Swisscanto den Fragen von Gerd Junker, Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Die wesentlichen und am meisten gestellten Fragen der Anleger werden hier beantwortet. Swisscanto Lösungen finden Sie in unseren Grünes Geld Musterdepots häufig eingesetzt. Liebling vieler Anleger ist dabei das Musterdepot Balance, welches ausgeglichen die goldene Mitte zwischen hohen Renditen und niedriger Schwankung findet.

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wasser Investment: China zeigt den enormen Bedarf

Montag, 07. April 2014

China ist das bevölkerungsreichste Land der Erde. Aufgrund des hohen Wirtschaftswachstums und der Urbanisierung wird in China die Wasserknappheit und die Wasserverschmutzung zu einem immer ernsteren Problem. Um den Wohlstand auch langfristig zu sichern und die Gesundheit der Bevölkerung nicht weiter zu gefährden, muss das chinesische Wirtschaftsmodell in Richtung Nachhaltigkeit umgewandelt werden. Entsprechend hat sich die Regierung ehrgeizige Ziele in den Bereichen Wasserqualität und Wassereffizienz gesetzt. Davon profitieren entsprechend aufgestellte Wasserfirmen mit Angeboten in diesen Bereichen, so das „Sutainable Investment Spotlight“ des Sustainable Investment Research der Bank J. Safra Sarasin.

 

Werft an verschmutztem Yangtse

Die Wasserqualität Chinas muss verbessert werden (hier: Werft am Yangtse, Foto Dieter Schütz / pixelio.de)

Pro Person beträgt die Wasserverfügbarkeit nur 2.100 m³ in China – das ist lediglich 1/3 des weltweiten Durchschnitts. Doch das ist nicht das wesentliche Problem in China. Es geht um die ungleiche Verteilung im nach der Fläche viertgrößten Land der Erde. Der Norden ist in China wesentlich trockener als der Süden. Trotzdem wird der Norden intensiv genutzt. So befinden sich 2/3 der landwirtschaftlichen Flächen im Norden und rund 50% des Bruttoinlandproduktes werden hier erwirtschaftet. Die 70% der Wasserreserven des Südens müssten also besser im Norden sein. Da im Westen der gebirgige und schwer nutzbare Teil Chinas liegt konzentriert sich die Bevölkerungsdichte primär auf den Osten. Entsprechend ist auch die Wasserknappheit im Nord-Osten am stärksten.

 

Wie auch im Reset der Welt, so verbraucht auch in China die Landwirtschaft die größten Wassermengen – nach Angaben des National Bureau of Statistics, China, waren das im Jahre 2010 61%, während der Beitrag zum BIP in China nur rund 10% beträgt (kommend von 15% im Jahr 2000). Besonders bedenklich: nicht nur das Bevölkerungswachstum an sich hat den Bedarf an landwirtschaftlich nutzbaren Flächen steigen lassen, sondern auch die veränderten Lebensbedingungen. Denn der höhere Kalorienbedarf und der höher Fleischverzehr pro Kopf führen dazu, dass die Landwirtschaft immer mehr bewässerungsintensive Flächen erschließen musste.

 

Ein weiterer großer Abnehmer für Wasser in China ist die Stromerzeugung, denn dort werden für die Kühlungsprozesse große Mengen Wasser benötigt – speziell bei Kohle-, Kernkraft- und Gaskraftwerken). Der Ausbau der Kraftwerksparks in China verläuft entsprechend der zunehmenden Bevölkerung, des zunehmenden Wohlstands und der zunehmenden Industrialisierung kontinuierlich. China baut dabei sowohl im Bereich der Erneuerbaren Energien zu, aber auch im Bereich konventioneller Kraftwerke.

 

Außerdem ist die Urbanisierung ein Treiber der Wasserproblematik. Während 1982 nur 20% der Bevölkerung Chinas in Städten lebten, sind es 2011 schon 51%. Und der Trend geht weiter, bis 2030 sollen es weitere 300 Millionen Menschen mehr sein. Das Problem: Städter haben einen wesentlich höheren Wasserverbrauch als die Landbevölkerung. Die Infrastruktur der Städte ist auf diesen Anstieg bei weitem nicht ausgelegt.  So geben nach Angaben der UNO bereits heute 33% der 661 Städte Chinas an, unter Wasserknappheit zu leiden. „Erhebliche Wasserknappheit“ liegt vor bei 17% der Städte.

 

Doch Knappheit ist nur ein Problem. Das andere ist die erhebliche Verschmutzung von Chinas Wasser. Laut der FAO sind 80% der Flüsse in einem solch verschmutzten Zustand, dass in Ihnen keine Fische mehr leben können. Aber nicht nur das Flußwasser, auch das Trinkwasser ist erheblich verschmutzt. Laut der chinesischen Regierung sind 57% des Grundwasser schwerwiegend kontaminiert. Hintergrund: weiterhin werden Industrieabwässer und kommunale Abwässer ungereinigt abgeleitet. Umweltvorschriften dazu existieren zwar, werden aber nicht kontrolliert. Die schädlichen Folgen für Mensch, Natur und Tierwelt sind gewaltig.

 

Nach Jahrzehnten des Wirtschaftswachstums hat im aktuellen Fünfjahresplan (2011 bis 2015) nun auch Wasserverfügbarkeit und -qualität eine wichtige Rolle eingenommen:

 

 

 

Ziele China Wasserqualität

Wichtige Wasser-Ziele im aktuellen Fünfjahresplan Chinas (Grafik: Grünes Geld GmbH, Quelle: J. Safra Sarasin)

 

 

 

Dass es die Regierung ernst meint, zeigt sich auch an einem mit 238 Milliarden Euro ausgestatteten Förderprogramm oder in der gezielten Schließung von alten Produktionsstätten. 

 

Entsprechend ergeben sich auch Chancen für Wasserfirmen, zum Beispiel im Bereich der Abwasseraufbereitung. Während nämlich die Wasserversorger traditionell in staatlicher Hand sind, können bei der Wasseraufbereitung auch privatwirtschaftliche Unternehmen eine Rolle spielen. So ergeben sich jährliche Steigerungsraten für die Abwasseraufbereitungskapazität von 17% (!) im Zeitraum bis 2013 bis 2015.

 

Ein anderes Feld mit großem Potenzial ist die Effizienzsteigerung bei der Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen. Denn chinesische Landwirte bewässern ihre Flächen üblicherweise durch Überflutung – eine Methode, die 20 bis 40% mehr Wasser verbraucht als die modernen Standards entsprechende Tröpfchen- oder Sprinklerbewässerung. Hindernisse für eine weitere Verbreitung von solchen Anlagen waren die noch sehr günstigen Wasserpreise in China, die die Regierung aber nun dem wahren Wert von Wasser entsprechend, erhöhen wird.

 

Die Industrie ist der zweitgrößte Wasserverbraucher in China – aber der größte Wasserverschmutzer. Für die Säuberung des Abwassers ist die Industrie auf Filtertechniken und spezielle Chemiekalien angewiesen. Die Produktion dieser Chemikalien hat in den Jahren 2005 bis 2010 um 12% pro Jahr zugelegt und erreicht mittlerweile einen Umsatz von rund 1 Millarde Euro jährlich – Tendenz weiter stark steigend.

 

Aber nicht nur für „weiche Faktoren“ ist das Wasser-Thema ein Risiko. Auch die Wirtschaft leidet darunter – die Weltbank spricht von einer Reduktion des chinesischen BIP um 2,3% pro Jahr durch Wasserknappheit (1,3%) und durch Wasserverschmutzung (1,0%). Begründet sind die Wirtschaftsminderleistungen unter anderem durch Unsicherheiten im Bereich der Wasserzuliefererkette, den Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für Mitarbeiter und Kunden sowie durch das Risiko von stiegenden operativen Kosten aufgrund teurer Wasseraufbereitungsmaßnahmen. 

 

Wasserkrise China: BIP wird spürbar reduziert

Weltbank: China verliert 2,3% des BIP jährlich durch Wasserkrise (Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

 

 

 Natürlich betrifft dies besonders die Sektoren, die viel mit Wasser zu tun haben:

 

– Nahrungsmittelproduktion

– chemische Industrie

– Papierherstellung

– Rohstoffabbau oder

– Energieversorgung

 

Die Wasserkosten werden wohl weiterhin steigen, so wie das auch Ziel der chinesischen Staatsregierung ist. Bereits zwischen 2001 und 2013 stiegen zum Beispiel die Abwasserpreise in China um 10% jährlich. Generell ist unklar, wie China’s Regierung die Kosten verteilen will. Nimmt das Bespiel Elektrizitätsreform zur Hand, dann werden über Gebühren alle Wasserverbraucher zur Kasse gebeten. Das würde also auch die Industrie und die Landwirtschaft treffen.

 

Wer in Wasserfirmen, die ja eine beeindruckende Perspektive vor sich haben, investieren möchte, muss bei der Titelauswahl viele wirtschaftliche, politische, finanzielle, soziale und ökologische Aspekte beachten. Speziell der Bereich der Corporate Governance ist bei Wasser Unternehmen aus China oftmals kritisch zu bewerten. Aufgrund der großen Entfernungen und der damit verbundenen schwächeren Informationsversorgung des Anlegers ist eine breite Streuung besonders wichtig. Infolge kommen für die meisten Anleger nur Wasser-Fonds in Frage. Wer in Wasser investieren möchte, sollte sich deshalb unserer entsprechenden Musterdepots einmal genauer ansehen:

 

Zu den Musterdepots für Wasser Fonds

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.