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Berufsunfähigkeitsversicherung – gut vorbereitet ins Leben starten

Freitag, 07. Juli 2017
Zusammenfassung: Berufsunfähigkeitsversicherungen sind sinnvoll und teuer. Wer sich früh für einen Vertrag entscheidet, profitiert von niedrigen Beiträgen und einer meist günstigen Risikobeurteilung. Möglich ist auch einen Kombination der Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer fondsbasierten Altersvorsorge. Ein optimales Geschenk für künftige Schulabgänger und Studierende.

 

Schon zu Schulzeiten sinnvoll – die BU.

Langsam kommt Ferienstimmung bei allen Schülerinnen und Schülern auf, denn auch in den süddeutschen Bundesländern geht das Schuljahr dem Ende entgegen. Für einige Jugendliche beziehungsweise junge Erwachsene ist das Kapitel Schule dann für immer abgeschlossen. Für sie beginnt ein völlig neuer Lebensabschnitt, jenseits der vorgegebenen Zeit- und Stundenpläne, aber auch ohne die gewohnten Sicherheiten. Denn viele Entscheidungen müssen jetzt getroffen werden und viele dieser Entscheidungen bestimmen maßgeblich, wohin der Lebensweg in den kommenden Jahren führen wird.

 

 

„Null Bock“ war gestern

„School’s out forever“ sang einst Alice Cooper. Im vergangenen Jahr haben in Deutschland rund 453.000 Schüler die Hoch- beziehungsweise Fachhochschulreife erworben. Hinzu kommen die Schulabgänger von Haupt-, Mittel- und Realschulen sowie vielfältigen berufsvorbereitenden Schulen.

 

So breit gefächert wie die unterschiedlichen Arten der Schulabschlüsse sind auch die Wege, die sich den Abschlussjahrgängen eröffnen. Bedingt durch die Einführung des Abiturs nach zwölf Schuljahren, entscheiden sich zunehmend viele Schulabgänger für ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr im Rahmen des Bundes-Freiwilligendienstes, für einen Freiwilligendienst im Ausland oder für Work & Travel-Programme. Aber auch die klassische Lehre steht weiter hoch im Kurs, genauso wie die Entscheidung für ein Studium oder für eine Kombination von beidem.

 

In einem Punkt ist sich die „Generation Z“ trotz der Vielfalt der Lebensentwürfe einig: die „Null-Bock-Mentalität“ gehört absolut der Vergangenheit an. Vielmehr bewerten Jugendliche ihre Chancen zunehmend realistisch und haben für ihr persönliches Leben im Allgemeinen grundsolide Pläne und Visionen.

 

 

Stolz und Ängste der Elterngeneration

Schulfach Lebenskunde

Ein bestandener Schulabschluss ist immer auch ein Grund zum Feiern. Zum einen mit den Schulkameraden, zum andren aber auch in der Familie. Schließlich wurden die langen Jahre des Lernens liebevoll begleitet. In vielen Familien ist auch ein Geschenk zum Schulabschluss üblich.

 

Klassiker der Schulabschlussgeschenke sind noch immer der Führerschein oder auch das erste eigene Auto. Je nach dem, wie die konkreteren Pläne aussehen, sind auch Zuschüsse zur Reisekasse, ein neuer Computer oder Hausrat für die ersten eigenen vier Wände gerne gesehene Geschenke. Wer eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich beginnt, freut sich vielleicht auch über seriöse Outfits für den Berufsalltag. Alle diese Gaben haben gemeinsam, dass der Einstieg in die bevorstehende Lebensphase so angenehm und unproblematisch wie möglich verlaufen soll.

 

Die Elterngeneration der heutigen Schulabgänger sieht jedoch nicht nur mit Stolz auf die bisherigen Erfolge ihrer Kinder, sondern blickt genauso mit Ängsten in die Zukunft. Schließlich können junge Menschen oftmals noch nicht alle Gefahren des Lebens hundertprozentig abschätzen. Was ist, wenn nicht immer alles so läuft wie geplant. Wenn eine Krankheit oder ein Unfall den Weg ins Berufsleben blockieren. Was geschieht, wenn der gewählte Traumberuf aufgrund von körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen nicht ausgeübt werden kann?

 

 

Berufsunfähigkeitsversicherung – ein nachhaltiges Geschenk

Viele Ängste sind verständlich, oft gibt es jedoch auch brauchbare Lösungen, Befürchtungen nicht zu groß werden zu lassen. Ein außergewöhnliches, aber auch ein außergewöhnlich sinnvolles Geschenk zum Ende der Schulzeit ist daher eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

 

Früher hieß es „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Eine Weisheit, die im Zeitalter des lebenslangen Lernens recht altbacken daherkommt. Auf den Sinn einer Berufsunfähigkeitsversicherung übertragen kann der Merksatz jedoch zu Recht lauten: „Was Hänschen spart, muss Hans nicht bezahlen“. Denn wer die Berufsunfähigkeitsversicherung früh – am besten noch als Schüler oder Student – abschließt, profitiert von niedrigen Beiträgen.

 

Darüber hinaus ist der frühe Abschluss für Schüler besonders sinnvoll, wenn diese planen, einen risikoreichen Beruf zu ergreifen, denn die bei Vertragsabschluss gewählte Berufsgruppe bleibt auch nach einem tatsächlichen Wechsel in einen risikoreichere Gruppe bestehen. Wer schon als Schüler einsteigt sichert sich eine günstige Berufsgruppe; diese kann er behalten, auch wenn er danach einen Beruf mit hohem Risiko wie Dachdecker oder Gerüstbauer ergreift. Damit werden über die Jahre meist einige Zehntausend Euro eingespart.

 

Auch wenn das Geschenk einer Berufsunfähigkeitsversicherung anfangs wenig glamourös erscheint – ein früher Vertragsabschluss spart zeitlebens bares Geld und – eigentlicher Zweck dieser Versicherung – nimmt eine existenzielle Sorge von den Schultern. Denn sie  greift dann, wenn die eigene Arbeitskraft beschädigt wird.

 

 

Berufsunfähigkeitsversicherung für Studierende

Nicht warten, bis der Zug abgefahren ist.

Wer ein Studium anstrebt, muss viele neue Aufgaben und Herausforderungen bewältigen. Der Berufsbeginn liegt noch in weiterer Ferne und entsprechend entfernt erscheinen auch Überlegungen zu einem möglichen Verlust der Arbeitskraft. Doch hier kann ein Blick in die Statistiken durchaus Überzeugungsarbeit leisten, denn mittlerweile beantragt bereits jeder vierte Erwerbstätige frühzeitig eine Rente wegen einer verminderten Erwerbsfähigkeit.

 

Besonders erschreckend dabei ist, dass der Anteil der psychischen Erkrankungen überproportional zugenommen hat. Besonders das Burn-out-Syndrom betrifft immer mehr – und vor allem auch – immer jüngere Menschen.

 

Kaum ein Student will sich dieses Szenario zu Beginn seiner Ausbildung ausmalen. Fakt ist jedoch, dass der frühe Abschluss einer Versicherung sich allein schon durch die günstigen Beiträge lohnt.

 

Aber aus der Praxis können wir sagen: ein früher Abschluss lohnt sich vor allem auch, weil man dann in der Regel überhaupt noch in die Berufsunfähigkeitsversicherung aufgenommen wird. Denn die Gesundheits-Anforderungen der Versicherer sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.

 

Schon bei kleinen Erkrankungen wird die Aufnahme schon abgelehnt: ein Besuch beim Psychologen wegen Prüfungsstress, ein Kniespiegelung oder eine austherapiertes Rückenleiden und der Versicherungsschutz ist nicht zu bekommen. In einigen Fällen gelingt die Aufnahme nur gegen einen erhöhten Beitrag. Auch das ist ärgerlich und summiert sich auf.

 

Deshalb: wer jung ist, sollte seinen guten Gesundheitszustand nutzen und in einen Vertrag einsteigen. Vielleicht erstmal mit geringer Summe. Aber der Einstieg ist wichtig.

 

 

Für die Zukunft lernen, in die Zukunft investieren

Wer heute Anfang zwanzig ist, kann später nicht mit einer gesetzlichen Rente rechnen, die den angestrebten Lebensstandard abbildet. Sich früh mit einer privaten Altersversorgung zu beschäftigen, ist daher eine wichtige wenn auch lästige Aufgabe.

 

Lerncoachs haben zu lästigen Aufgaben unterschiedliche Theorien. Am besten ist es jedoch fast immer, wenn diese Dinge zügig und mit Realitätssinn erledigt werden, denn die Zukunft beginnt in der Gegenwart.

 

Besonders geeignet ist für Studierende eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung, beispielsweise den ALfonds der Alten Leipziger, kombiniert wird. Die Fondsauswahl wird dabei mit strengen ethisch-ökologischen Fonds gestaltet.

 

Denn Hand aufs Herz, die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den kostspieligen Versicherungen. Dabei hofft jeder Versicherungsnehmer, dass der Versicherungsfall niemals eintreten möge. Sicher Gründe dafür, dass sich gerade jüngere Menschen mit einem Vertragsabschluss schwer tun. Entgegen wirken daher bei der kombinierten Absicherung zum einen, die günstigen Einstiegstarife der Berufsunfähigkeitsversicherung, zum anderen die vergleichsweise geringen Mehrkosten für die Altersrente.

 

Beispiel: Wer studiert und im Alter von 20 Jahren eine BU-Versicherung über eine monatliche Rente von 1.500 Euro abschließt, zahlt – beispielsweise bei der Alten Leipziger -monatlich rund 60 Euro an Beiträgen. Kombiniert der Versicherte eine fondgebundene Altersrente, erhöhen sich die Beiträge um etwa 20 Euro auf insgesamt rund 80 Euro im Monat. Bei Rentenbeginn ist dann eine lebenslange private Zusatzrente über 446 Euro möglich. Versicherte können sich dann aber auch für eine einmalige Auszahlung in Höhe von rund 100.000 Euro entscheiden und diese nach belieben nutzen oder erneut anlegen.

 

Studierende werden im Allgemeinen in der günstigsten Berufsgruppe (1++) eingestuft, diese Einordnung bleibt dann meist während er gesamten Laufzeit der Versicherung, idealerweise bis zum Rentenbeginn mit 67 Jahren, gleich, auch wenn das persönliche Risiko sicher faktisch erhöht. Versichert werden kann eine monatliche BU-Rente bis zu 2.000 Euro. Dabei besteht die Möglichkeit, die Versicherung noch nachträglich auszubauen und auf eine monatliche Auszahlung bis zu 2.500 Euro zu erhöhen. Dabei ist keine erneute Risikoprüfung notwendig. Darüber hinaus wird auf eine abstrakte Verweisung in alle Berufsgruppen verzichtet.

 

Wer die kombinierte Absicherung wählt hat zudem die Möglichkeit, seine Altersvorsorge jährlich bis zu 40.000 Euro aufzustocken. Eine interessante Option, denn mit dem Start im Berufsleben, muss vorerst keine neue zusätzliche Altersvorsorge ausgearbeitet werden. Gleichzeitig bleibt der Versicherte finanziell flexibel, denn eine teilweise Entnahme aus dem Vertragsguthaben ist jederzeit möglich.

 

 

Früh – früher – rechtzeitig

Glücksbringer mit hohem Berufsrisiko.

Die eigene Arbeitskraft ist ein wertvolles Vermögen, das gut geschützt und erhalten werden muss. Wer nicht studieren will, sollte sich noch früher mit dem Thema Berufsunfähigkeit auseinandersetzen, denn während den angehenden Akademikern in der Risikoeinstufung eine geringe Wahrscheinlichkeit der Berufsunfähigkeit bescheinigt wird, rutschen bereits Bürokaufleute in Risikogruppe 2, Berufe mit normalem Risiko.

 

Erzieherinnen, Industrie- und Kfz-Mechaniker mit einem erhöhten Risiko eingestuft. Richtig teuer wird die Absicherung für klassische Handwerksberufe, wie beispielsweise Maurer und Dachdecker, aber auch Pflegeberufe und Künstler. Ihnen wir eine hohes Risiko der Berufsunfähigkeit prognostiziert.

 

Entscheidend ist dabei der Status bei Vertragsbeginn. Wer also eine Ausbildung plant, ist gut beraten, sich bereits zu Schulzeiten für einen Versicherungsschutz zu entscheiden und von den günstigen Beiträgen langfristig zu profitieren. Hier sollten sich auch Eltern früh mit den Absicherungsmöglichkeiten auseinandersetzen um für und mit den Kindern eine sinnvolle Vorsorge zu treffen.

 

Ein Berufsunfähigkeitsschutz (BU-Schutz) ist dabei bereits ab zehn Jahren möglich. Bis zur zehnten Klasse werden Kinder noch in die Risikogruppe 2+ eingeordnet. Für angehende Handwerker eine ausgezeichnete Option, eine auch in der Ausbildung bezahlbare BU-Versicherung abzuschließen.

 

 

Sinnvoll auch im Hier und Jetzt

Gut gerüstete durch die Schulzeit.

An die eigene Zukunft oder die der Kinder zu denken ist sinnvoll. Sicher lassen sich nicht alle Weichen im Vorfeld stellen. Doch das Leben bietet auch bei gut guter Vorbereitung und geebneten Wegen noch genügend Überraschungen.

 

Sich früh um eine Berufsunfähigkeits-Versicherung zu kümmern ist daher nicht nur gut für den weiteren Lebensweg und spart so auf lange Sicht unnötig hohe Beiträge, die Versicherung kann auch schon in jungen Jahren von Bedeutung sein. Denn wenn ein Kind durch eine Krankheit oder einen Unfall in der Freizeit sein Leben lang erwerbsunfähig bleiben wird, kann eine private Absicherung immerhin die finanzielle Notlage lindern. Glücklicherweise ist die Wahrscheinlichkeit für so ein Unglück gering, dafür sind auch die Beiträge für diese Absicherung niedrig.

 

Viele Eltern legen bereits früh Geld für ihre Kinder an. Daher bietet sich auch hier die Kombination der Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer fondsgebundenen Altersversorgung an. Trotz des geringen finanziellen Mehraufwandes kommt – bedingt durch die lange Laufzeit – eine attraktive Summe zusammen.

 

 

Versicherungswissen sollte Schulfach werden

Prokrastination – also das fast pathologische Aufschieben von wichtigen Erledigungen – avanciert zwar zur Volkkrankheit, ist aber keine Ursache für eine verminderte Arbeitskraft.

 

Gerade bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein Aufschieben wenig sinnvoll, denn steigendes Alter und die Einstufung in eine Risikogruppe treibt die Kosten für den Versicherten in die Höhe. Darüber hinaus verläuft die von den Versicherungsgesellschaften verlangte Gesundheitsprüfung in jungen Jahren meist positiver. Also kein Grund, abzuwarten!

 

„Schulen bereiten mit vielen guten Projekten und Praktika gut auf das Berufsleben vor. Welche Versicherungen sinnvoll sind und wann diese am besten abgeschlossen werden sollten kommt jedoch in keinem Lehrplan vor“, bedauert Carmen Junker von Grünes Geld, einem erfahrenen Experten für nachhaltige Geldanlagen.

 

So lange sich das nicht ändert, sind Eltern und Berufsanfänger verstärkt gefordert, sich um diese relevanten Dinge zu kümmern. Am besten gemeinsam mit Spezialisten wie Grünes Geld. Denn hier gehen Anleger und Versicherungsnehmer stets sicher, dass ihre Anlagegelder und Versicherungsbeiträge nicht nur für sie selbst den größtmöglichen Nutzen bringen, sondern auch im Sinne einer ökologischen und sozialen Entwicklung weltweit angelegt werden.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

Nachhaltiger Fondsparplan: 5 Möglichkeiten die Sie kennen sollten

Freitag, 23. Juni 2017
Zusammenfassung: Mit nachhaltigen Fondsparplänen erzielen Sie eine doppelte Rendite: Sie tun Mensch und Natur etwas Gutes und bauen nebenbei, ohne dass Sie es wirklich merken, ein kleines Vermögen auf. Ein Plus das viele Anleger interessiert: durch den Ausschluss von potenziell kritischen Branchen bleiben auch Skandale und damit Kursrückgänge aus - den Kursrutsch von BP (Ölplattform-Katastrophe 2010), Tepco (Fukushima 2011) oder Deutsche Bank (unzählige Rechtsfälle, sei mehreren Jahren) hat nachhaltige Anleger nie berührt.

 

Wir zeigen Ihnen 5 Möglichkeiten für sinnvolle, nachhaltige Fondsparpläne.

 

Was ist eigentlich ein Fondsparplan und was bringt er mir konkret?

 

Ein Fondsparplan ist die wohl einfachste Möglichkeit, um sich allmählich einen finanziellen Puffer, ein kleines oder gar ein großes Vermögen aufzubauen. Der Dreh- und Angelpunkt ist, dass beim Fondsparplan monatlich eine bestimmte, festgelegte Summe von Ihrem Girokonto abgebucht wird. Mit dieser Summe werden monatlich Fondsanteile gekauft.

 

Was ist ein Fonds oder Investmentfonds? Ein Investmentfonds ist ein stark reguliertes und kontrolliertes Produkt, in das auf der einen Seite Gelder von Anlegern eingezahlt werden, auf der anderen Seite werden damit Wertpapiere gekauft. Je nach Typ der gekauften Wertpapiere unterscheidet man die Investmentfonds, wie zum Beispiel Aktienfonds, Anleihefonds, Immobilienfonds, usw.

 

Da insgesamt hohe Summen von den Anlegern eingezahlt werden, kann der Fonds auch eine hohe Anzahl an unterschiedlichen Wertpapieren kaufen. Der Anleger kann somit schon mit relativ wenig Kapital sehr professionell und breit gestreut investieren.

 

Im Gegensatz zu Aktien oder Anleihen, bei denen nur ganze Stück gekauft werden, können beim Fonds auf Bruchstücke eines Fonds gekauft werden. Der Vorteil ist für Sparpläne entscheidend: Wer beispielsweise 300 Euro monatlich spart und damit eine Aktie kaufen möchte, die z.B. 1.000 Euro pro Stück kostet, wird erst nach 4 Monaten tatsächlich die erste Aktie erwerben. Und dann hat er nur 1 Aktie eines Unternehmens, was extrem wenig Streuung oder anders herum, ein extrem hohes Risiko bedeutet.

 

Der erste große Vorteil ist also, dass schon mit kleinen Summen monatlich breit gestreut in Wertpapiere investiert werden kann. Hierdurch kann auch der Durchschnittskosten-Effekt (siehe nächstes Kapitel) erreicht werden.

 

Der zweite große Vorteil ist, dass die Abbuchung automatisch jeden Monat erfolgt. Es kann also nicht die Situation geben, dass man vielleicht gerade kein Geld hätte, und entsprechend nichts anlegen würde. Es wird durch die automatische Abbuchung eine extrem hohe Beitragsdisziplin sicher gestellt. Das Beste dabei ist, dass man sich daran gewöhnt und schon nach kurzer Zeit gar nicht mehr bemerkt, dass monatlich Geld abgebucht wird.

 

Die Zauberei beim Fondsplarplan: Durchschnittskosteneffekt

 

Wissen Sie, wie Sie sich bis zu 5 Prozent mehr Rendite holen können? Ich erkläre es Ihnen. Schauen Sie sich bitte folgenden Chart an. Er gibt den bekanntesten Aktien-Index der Welt in seiner wohl schlimmsten Zeit, nämlich während des 2. Weltkrieges, wieder:

 

Besondere Jahre: Der 2. Weltkrieg forderte viel Geduld von Börsianern. Wer durchhielt war allerdings wesentlich besser dran als etwa Besitzer eines deutschen Sparbuchs. Deren Geld war 1948 wertlos. Die roten Pfeile zeigen Kaufzeitpunkte nach jährlichem Sparplan.

 

Sagen wir, dass ein Anleger 1 eine Summe von 60.000 USD 1930, beim Index-Stand von 380 Punkten, angelegt hätte. Würde ein Index-Punkt einem Dollar entsprechend, hätte er damit 157,89 Anteile gekauft.

Sagen wir, dass ein Anleger 2 die gleiche Summe von 60.000 USD investiert hätte. Allerdings nicht auf einmal, sondern er hätte in einem Sparplan jeweils bei den roten Pfeilen im Diagramm gekauft:

 

Zeitpunkt Index-Stand Invest-Summe Erhaltene Anteile
1.1.1933 80 10.000 USD 125
1.1.1936 140 10.000 USD 71,4
1.1.1940 140 10.000 USD 71,4
1.1.1944 130 10.000 USD 76,9
1.1.1948 180 10.000 USD 55,5
1.1.1951 250 10.000 USD 40

 

In Summe hätte Anleger 2 mit dem Sparplan also 440,2 Anteile. Der Anleger 1 hätte jedoch mit seinem Einmalkauf nur 157 Anteile.

 

  Gesamtinvestition Insgesamt erworbene Anteile Wert der Anteile am 1.1.1954
Einmalkauf      
60.000 USD 157 60.000 USD
Sparplan 60.000 USD 440 168.152 USD

 

Statt einer Rendite von genau 0% für den Einmalanleger würde in diesem speziellen Fall der Sparplan-Anleger dank des Durchschnittskosten-Effektes eine IRR-Rendite von 7,9 Prozent erzielen.

 

Anhand dieses – vom Zeitpunkt her sicherlich extremen – Beispiels kann die hohe Wirksamkeit des Durchschnittskosten-Effekts (Cost-Average-Effekt) gut erkannt werden. Allerdings ist ein Vorteil von 7,9 Prozent jährlich die Ausnahme; aber im Bereich 2 bis 3 Prozent kann der Vorteil absolut liegen.

 

Der einfachste Sparplan: Spar-Morgen-Plan

 

Die einfachste und vielleicht am universellsten einsetzbare Fondsparplanart ist der Spar-Morgen-Plan. Der Spar-Morgen-Plan passt für fast alle Gegelegenheit mit einer Anspardauer von 5 oder mehr Jahren, ist schon ab 25 Euro monatlich besparbar und hat in den vergangenen 5 Kalenderjahren im Durchschnitt 5,7 Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaftet. Er ist täglich kündbar, die Sparraten können jederzeit verändert oder ausgesetzt werden.

 

Beim Spar-Morgen-Plan wird in einen nachhaltigen Mischfonds investiert. Ein Mischfonds investiert die Anlegergelder in Aktien und Anleihen. Er erzielt damit gute Wertzuwächse bei gegenüber Aktiensparplänen deutlich reduzierten Kursschwankungen.

 

Die Auswahl der Aktien und Anleihen erfolgt nach streng definierten ökologischen und ethischen Kriterien.

 

 

 

 

Schon für 3 Jahre sinnvoll: Soziale Verantwortung Monatssparen

 

Wem der ausgewogene Spar-Morgen-Plan zu schwankungsanfällig ist, kann zu dem sich wohl am ruhigesten entwickelnden Musterdepot, dem Soziale Verantwortung Monatssparen, greifen. Mit sehr geringer Schwankungsbreite ist dieser Fondssparplan sogar für Anlagedauern unterhalb von 5 Jahren denkbar.

 

Er kann ab nur 100,00 Euro pro Monat angespart werden. Die Rendite der letzten 5 Jahre war 2,4 Prozent im Durchschnitt pro Jahr.

 

Das Geld wird verwendet, um daraus Kleinstkredite in Schwellenländern zu machen. Zum Beispiel möchte sich eine Näherin in Bolivien eine Nähmaschine und eine Geschäftsausstattung für 1.500 US Dollar kaufen. Einen Kredit von einer Bank erhält sie dafür nicht, da alleine die Kreditprüfung für die Bank schon sämtliche Gewinne aus diesem Geschäft aufzehrt. Sie kann jedoch einen Mikrokredit erhalten, der aus den deutschen Anlegergeldern gespeist wurde.

 

Damit kann sich der deutsche Anleger über die üblichen 2 bis 3 Prozent Rendite freuen und hat noch gleichzeitig etwas für andere Menschen getan. Die Idee Mikrofinanz wurde 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

 

 

 

 

Der Best-Seller: Balance Monatssparen

 

Das Balance Monatssparen ist ein ausgewogenes Musterdepot, bei dem 5 nachhaltige Investmentfonds so zusammengestellt sind, dass im Normalfall eine Aktienquote von rund 50 Prozent erreicht wird. Im Gegensatz zum Spar-Morgen-Plan erfolgt die Streuung über 5 statt einem Investmentfonds. Das sichert gegen schlechte Jahre eines Fondsmanagers wirkungsvoll ab. Dafür ist die Mindestansparsumme 100 Euro.

Die erzielte Rendite der letzten 5 Kalenderjahre war mit 7,8 Prozent herausragend gut. Langfristig sollte mit 4 bis 6 Prozent Rendite pro Jahr gerechnet werden.

Investiert wird in nachhaltige Aktienfonds, nachhaltige Anleihefonds und in ethisch-ökologische Mischfonds.

 

 

 

 

 

Für die maximale Rendite: Wachstum Monatssparen

Das Wachstum-Monatssparen ist ähnlich zum Balance Monatssparen zu sehen. Sie investieren Ihr Geld breit gestreut in hunderte von Unternehmen und Staaten weltweit. Sie streuen damit ausgewogen über Wirtschaftsräume, Währungen und Branchen. Möglich ist der Sparplan ab 100 Euro monatlich.

 

Allerdings ist der Anteil an Aktien höher als beim Balance Monatssparen. Damit wird die langfristige Rendite-Erwartung höher, aber auch die Schwankungsbreite nimmt zu. Entsprechend empfehlen wir das Musterdepot Wachstum Monatssparen auch erst ab einer Anlagedauer von 7 oder mehr Jahren.

 

Die erzielte Rendite der letzten 5 Kalenderjahre war mit 8,9 Prozent sehr gut. Langfristig sollte mit 5 bis 8 Prozent Rendite pro Jahr gerechnet werden.

 

 

 

 

 

Fürs Alter: Fondsparplan im Versicherungsmantel

Die oben genannten Musterdepot Wachstum Monatssparen und Balance Monatssparen können sehr gut für die Altersvorsorge genutzt werden. Sie bieten hohe Sicherheiten durch die breite Streuung und werden über lange Zeiträume interessante Renditen erzielen.

 

Und für die Altersvorsorge, die meist über sehr lange Zeiträume aufgebaut wird, kann man diese Fondssparpläne nochmals veredeln. Das geschieht in Form eines sogenannten Versicherungsmantels; praktisch eine Art Hülle, die den eigentlichen Fondssparplan umgibt.

 

Zunächst kostet diese Hülle natürlich etwas Geld; trotzdem kommt am Ende mehr für den Anleger heraus. Wieso ist das so?

 

Der Hintergrund ist der dritte große Spieler im Bunde. Neben Anlagegesellschaft und Anleger ist nämlich auch der Staat an der Altersvorsorge beteiligt; und zwar, in dem er Steuern kassiert. Wer einen Fondssparplan nutzt und oberhalb der steuerlichen Freigrenzen liegt wird jährlich Steuern auf die erzielten Gewinne zahlen müssen. Diese vermindern natürlich die Substanz und verringern damit den so wichtigen Zineszins-Effekt, den scherzhaft „achtes Weltwunder“ genannten Effekt, dass die Gewinn bei Geldanlagen expotenziell steigen.

 

Zieht man das in Betracht, kommt regelmäßig bei Fondssparplänen im Versicherungsmantel mehr Kapital für den Anleger zusammen, als wenn er direkt in einem Wertpapierdepot angespart hätte.

 

Darüber hinaus bietet der Versicherungsmantel noch so Dinge wie eine lebenslange monatliche Rentenzahlung oder Optionen wir Zahlung der Beiträge auch bei Berufsunfähigkeit oder erhöhte Rentenzahlungen bei Pflegebedürftigkeit.

 

Übrigens gibt’s den Fondssparplan auch für Riesterrente oder Rüruprenten. Auch bei diesen staatlich geförderten Rentenverträgen kann also wie gewohnt in einen Fonds angespart und der Cost-Avergage-Effekt genutzt werden. Nicht zu letzt wegen der hohen Besteuerung der Rentenauszahlungen machen diese beiden Varianten aber nur in wenigen Fällen für den Anleger Sinn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Private Rentenversicherung – Keine Angst vor der Zukunft

Freitag, 28. Oktober 2016
Zusammenfassung: Rentenversicherte können schon lange nicht mehr auf einen ruhigen Lebensabend hoffen, die gesetzliche Rente wird aller Voraussicht nach für viele nicht ausreichen, um den gewünschten Lebensstandard zu erhalten. Sinnvoll ist es eine zusätzliche private Rentenversicherung abzuschließen. Möglichst früh und mit sinnvollen Geldanlagen. Eine interessante Option: Fondsgebundene Rentenversicherungen.

 

 

Jetzt aktiv werden und im Ruhestand gut abgesichert sein.

Zukunftsaussichten: Im Ruhestand gut abgesichert sein.

Gute Nachrichten: Die Altersbezüge sind in den vergangenen zwei Jahren im Westen um rund 6,5 Prozent angestiegen, davon profitieren die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland.

 

Schlechte Nachrichten: Generell zeichnet es sich ab, dass die gesetzlichen Renten für die kommenden Generationen nicht mehr ausreichen werden, um den gewohnten Lebensstandard später weiterführen zu können.

 

Obwohl die Anzahl der aktuell in die Rentenkassen zahlenden Erwerbstätigen geringer ist als in früheren Jahrgängen, wird mehr Geld benötigt, denn die Lebenserwartung in unserer Gesellschaft ist rapide angestiegen.

 

 

Rente geht verstärkt in die eigene Verantwortung

Damit die Rentenbeiträge überhaupt noch bezahlbar sind, hatte die Bundesregierung 2004 das Gesetz zu Absenkung des Rentenniveaus beschlossen. Gleichzeitig wurden Anreize für Arbeitnehmer geschaffen, sich selbstständig um eine zusätzliche Altersversorgung zu kümmern. Eine Maßnahme war dabei die Einführung der staatlich geförderten Riester-Rente. Diese steht mittlerweile stark in der Kritik, denn die Kosten und Gebühren vieler Verträge sind sehr hoch. Hinzu kommt, dass bei den allermeisten Verträgen nur eine geringe Rendite erwirtschaftet wird und die Angebote recht kompliziert zu verstehen sind. Gleichzeitig bemängeln Verbraucherschützer auch, dass sich ein Riester-Vertrag eigentlich nur dann rechnet, wenn der Einzahlende ein hohes Alter erreicht.

 

Das Thema private Rente ist also in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Ein Novum – bis dahin war eine private Altersvorsorge fast ausschließlich etwas für Selbstständige oder Unternehmer, denn sie zahlten keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung. Entsprechend mussten sie sich schon immer mit diesem Thema während ihres Erwerbslebens aktiv auseinandersetzen, Rücklagen bilden, Versicherungen abschließen und Vermögen für das Alter aufbauen.

 

 

Private Rentenversicherungen – lebenslange Zusatzversorgung

Rentenversicherungen bieten den Vorteil, dass sie nicht kompliziert zu bedienen sind und die Renten bei Ablauf lebenslang ausgezahlt werden.

 

Aber auch die klassischen kapitalbildenden Rentenverträge haben sich verändert. Durch das aktuell niedrige Zinsniveau, sind diese Verträge nur noch für sehr sicherheitsbewusste Menschen attraktiv. Die Versicherungsgesellschaften müssen jedoch weiterhin die hohen garantierten Zinsen für die alten Verträge erwirtschaften, die Renditen bringen, die aktuell kaum mehr mit vergleichbar sicheren Finanzprodukten zu erzielen sind. Insofern stellen die für künftige Ruheständler gut verzinsten Altverträge für Versicherer teure Altlasten dar.

Tipp: Wer bereits eine gut verzinste private Rentenversicherung laufen hat, sollte den Altvertrag weiter laufen lassen und keineswegs vorzeitig beenden.

 

 

Finanzielle Zukunft nicht erst morgen planen

Private Rentenversicherung. Ein gutes Gefühl, wenn wichtige Aufgaben erledigt sind.

Private Rentenversicherung. Ein gutes Gefühl, wenn wichtige Aufgaben erledigt sind.

Wer bislang noch keine Maßnahmen zur privaten Altersversorgung geplant hat, sollte dieses Thema nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern so früh wie möglich und ohne Scheu in Angriff nehmen. Neben der Liquiditätsplanung oder Altersvorsorge geht es bei einer umfassenden Ruhestandsplanung auch um Patientenverfügungen, Erbschaften oder Schenkungen

 

Wichtig dabei ist es, der zukünftigen Entwicklung realistisch ins Auge zu blicken. Denn das Rentenniveau wird weiter sinken. Prognosen gehen davon aus, dass im Jahr 2040 die Rente nur noch rund 42 Prozent des Durchschnittslohns betragen wird – also weniger als die Hälfte. Wer also heute Anfang vierzig ist, muss spätestens jetzt anfangen zu kalkulieren, wieviel Geld im Alter benötigt wird und welche Anlageformen sich eignen, um den gewünschten Lebensstil in der Zeit nach dem Erwerbsleben führen zu können.

 

Sicher sind viele politische und wirtschaftliche Faktoren, die soweit in die Zukunft greifen, nicht einhundertprozentig genau zu berechnen und können von unvorhersehbaren Ereignissen beeinflusst werden. Eine solide Vorstellung und Planungen für die Zukunft sind dennoch sinnvoll.

 

 

Fondsgebundene Rentenversicherung – langfristig und einfach

Grundsätzlich ist die private Altersvorsorge eine langfristige Vermögensbildung und die kann – je nach Anlagetypus und Alter sehr unterschiedlich ausfallen. Eine attraktive Option für viele zukünftige Ruheständler ist eine fondsgebundene Rentenversicherung.

 

Arbeitnehmer haben mit den Abzügen für Sozial- und Rentenversicherung keinerlei Aufwand. Die Beiträge werden Monat für Monat automatisch vom Gehalt abgezogen. Ähnlich bequem kann auch eine zusätzliche private Rentenversicherung laufen, denn das Grundprinzip ist simpel: Mit monatlichen oder jährlichen Einzahlungen über eine Mindestlaufzeit von zwölf Jahren erwerben die Versicherten eine lebenslange zusätzliche Rente.

 

Die fondsgebundene Rentenversicherung kombiniert dabei eine fondsgebundene Kapitalanlage mit einer Rentenversicherung. Dabei werden die Sparanteile der geleisteten Beiträge in Investmentfonds angelegt und damit die hohen Renditechancen des Aktienmarktes genutzt. Und eine hohe Rendite ergibt eine hohe Rente.

 

 

Nachhaltig investieren für die Zukunft

Für die Zukunft vorzusorgen ist eine individuelle Entscheidung, jedoch ist sie immer eingebunden in die Entwicklungen in unserer Welt. Wer also jetzt finanzielle Entscheidungen trifft, die sich erst in späteren Jahren auszahlen, kann mit seinem Geld auch die Weichen für zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Umwelt, Klima und soziale Gerechtigkeit stellen. Bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung können die Versicherungsnehmer sich für ein vorgegebenes Portfolio entscheiden oder aber ihre Fonds selbst auswählen und zu einem späteren Zeitpunkt austauschen oder neu zusammenstellen. Damit können Anleger sicher gehen, dass ihr Geld nicht in der Atom- oder Waffenindustrie landet oder Konzerne unterstützt, die Menschenrechte missachten oder Umwelt- und Klima schädigen. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, lässt sich von Experten aus dem Bereich nachhaltiger Geldanlagen beraten.

 

 

Zahltag – regelmäßig oder einmalig

Wer mit beiden Beinen im Erwerbsleben steht, wird sicher bestätigen – die Jahre fliegen nur so dahin und viele Bedürfnisse verändern sich. Gut also, wenn eine private Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht abgeschlossen wurde. Denn dann können die Versicherten mit Ablauf der privaten fondsgebundenen Rentenversicherung entscheiden zwischen einer lebenslangen regelmäßigen Rentenzahlung oder einer einmaligen Auszahlung, der sogenannten Kapitalabfindung.

 

Traurig, aber möglich: Ein gängiges Argument gegen die private Rentenversicherung ist vielfach, dass bei Tod des Versicherungsnehmers während der Ansparphase die Einzahlungen verloren sind. Diesem Einwand begegnen Vereinbarungen über eine Rückzahlung von Beiträgen und Überschüssen. So kommen geleistete Einzahlungen im Todesfall den Angehörigen zugute.

 

Wer sich für eine lebenslange Rentenzahlung entscheidet, kann auch Angehörige begünstigen. Dafür muss beim Abschluss der Versicherung eine Rentengarantiezeit festgelegt werden. Diese garantiert eine Auszahlung an Angehörige, zum Beispiel den Lebenspartner, für die vereinbarte Dauer. Auch der Abschluss einer Hinterbliebenenrente ist möglich. Es lohnt sich also bei Abschluss einer privaten Rentenversicherung darüber nachzudenken, wie die finanzielle Situation der Familienmitglieder in der Zukunft aussehen wird.

 

Wer sich für eine komplette oder teilweise Auszahlung seines Kapitals entscheidet, hat im Ruhestand die Möglichkeit, angepasst auf die neue Lebenssituation neue Wege einzuschlagen. Die Kapitalabfindung kann dann beispielsweise für eine große Reise genutzt werden, einen barrierefreien Umbau ermöglichen oder auch einfach neu angelegt werden.

 

 

Und was ist mit den Steuern?

Lebenslange Rente oder komplette Auszahlung, gleichgültig, wie sich der Versicherungsnehmer entscheidet, die 2009 eingeführte Abgeltungssteuer greift nicht bei den fondsgebundenen privaten Rentenversicherungen. Das bedeutet, dass die sonst übliche Besteuerung von rund 28 Prozent auf Gewinne aus Wertpapieren entfällt.

 

Eine fondsgebundene Rentenversicherung kann steuerlich zwar nicht abgesetzt werden, bietet aber dennoch vielfältige Steuervorteile. Voraussetzung dafür ist, dass der Vertrag mindestens zwölf Jahren lang läuft. Während dieser Zeit kann nicht – oder nur mit empfindlichen finanziellen Einbußen – auf das Kapital zugegriffen werden. Außerdem darf die Versicherung nicht vor dem 63. Lebensjahr des Versicherten enden. Sind diese Kriterien erfüllt, sind die Erträge während der Ansparphase komplett steuerfrei. Entsprechend profitieren die Versicherungsnehmer von einem hohen Zinseszinseffekt. Bei der Rentenauszahlung selbst greift dann die Ertragsanteilsbesteuerung. Je nach Alter liegt ein bestimmter Ertragsanteil zu Grunde, dieser Prozentsatz gilt als steuerpflichtiger Anteil der monatlichen Rente.

 

Noch ein Wort zur Laufzeit: Gerade wenn sich die fondsgebundene Rentenversicherungen einmal nicht optimal entwickelt, denken viele Einzahler über eine vorzeitige Vertragskündigung nach. Aber gerade hier kann viel Geld verloren gehen. Besser ist es, innerhalb der Laufzeit mögliche Kursschwankungen zu beobachten und zu prüfen, ob sich diese ausgleichen. Bei einer schwachen Fondsauswahl bietet sich gegebenenfalls eine Umverteilung oder ein Austausch der Fonds an. Auch bei finanziellen Engpässen muss die fondsbasierte Rentenversicherung nicht aufgegeben werden. Im Allgemeinen können die Versicherungsverträge beitragsfrei gestellt werden. Wer wirklich den letzten Schritt geht und die Versicherungspolice kündigen will, erhält lediglich den Rückkaufwert, der sich aus dem aktuellen Wert der Fondsanteile errechnet und von dem möglicherweise je nach Gesellschaft noch hohe Abschläge abgehen.

 

 

 

Altersarmut ist ein Alptraum. Aber es gibt ein wirksames Rezept dagegen: Aufwachen und aktiv werden. Eine fondsgebundene private Rentenversicherung ist bereits ab einer Mindestanlage von 50 Euro monatlich möglich. Mit einer Grünen Rente von Grünes Geld sichern Sie Ihre finanzielle Zukunft und legen Ihr Geld ökologisch und ethisch korrekt an.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2016: Teil 3 Lebens- und Rentenversicherungen

Donnerstag, 14. Januar 2016

 

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2016 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun:  2012, 2013, 2014 und 2015.

 

lebensversicherung-rentenversicherungTeil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 3 – Sichere Geldanlage in Lebens- und Rentenversicherungen

Wer sein Kapital in Lebensversicherung oder Rentenversicherungen anspart, hat in den letzten Jahren die allgemeine Zinsentwicklung auch zu spüren bekommen. Sicherlich unterschiedlich stark – wer in eine fondsgebundene Rentenversicherung einzahlt muss mit weniger Einbußen rechnen als mit einer klassischen Lebensversicherung, aber auch ihn trifft die Absenkung der Zinsen.

 

Die Absenkung des allgemeinen Zinsniveaus hat als Folge eine Absenkung der erzielbaren Renditen mit Staatsanleihen und festverzinslichen Wertpapieren – das wirkt sich direkt auf den sogenannten Deckungsstock der Lebens- und Rentenversicherungen aus, der hauptsächlich daraus besteht. Mit dem Deckungsstock garantiert die Versicherungsgesellschaft zum einen eine Mindestverzinsung, zum anderen erzielt sie meist Überschüsse und kann so das Kapital des Anlegers mit 3 bis 4 Prozent jährlich verzinsen.

 

Wo wird der Deckungsstock eingesetzt? Folgende Tabelle soll das verdeutlichen.

 

Art der Lebens- / Rentenversicherung

Einsatz des Deckungsstockes

Klassische Lebens- / Rentenversicherung – in der Ansparphase: Anlage des Kundengeldes
– in der Rentenphase: zur Auszahlung der lebenslangen Rente
Fondsgebunden Lebens- / Rentenversicherung mit Auszahlung einer lebenslangen Rente – in der Ansparphase: kein Einsatz, außer bei Zusatzoptionen wie der Beitragsgarantie
– in der Rentenphase: zur Auszahlung der lebenslangen Rente
Fondsgebunden Lebens- / Rentenversicherung mit Auszahlung einer konstanten Geldsumme (keine Langlebigkeitsabsicherung) – in der Ansparphase: kein Einsatz, außer bei Zusatzoptionen wie der Beitragsgarantie
– in der Rentenphase: kein Einsatz

 

 

 

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Klassische Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

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Augen auf: Rentenversicherungen sind meist besser als ihr Ruf

Wie oben dargelegt, ist die klassische Rentenversicherung oder Lebensversicherung am stärksten von Änderungen der Renditen des Deckungsstockes betroffen, denn das Kapital des Anlegers ist sowohl in der Anspar-, als auch in der Rentenphase dort angelegt.

 

Durch die zum 1.1.2015 erfolgte Absenkung des maximalen Zinssatzes, den die Versicherungen Ihren Kunden garantieren dürfen, hat diese Anlageform in den Augen vieler an Attraktivität verloren. Bei nüchterner Betrachtung stellt man allerdings fest, dass sich die Differenz zwischen dem Bankzinssatz und der Garantieverzinsung praktisch nicht verändert hat. Während früher bei einem Zinsniveau von 3 bis 3,5 Prozent ein Garantiezinssatz von 4,5 Prozent geboten wurde, wird heute bei Zinsen von praktisch 0 Prozent ein Garantiezinssatz von 1,25 Prozent angesetzt. Die Differenz bleibt praktisch gleich.

 

Teilweise wurde im Jahresverlauf 2015 schon die komplette Abschaffung des Garantiezinssatzes für Lebens- und Rentenversicherungen diskutiert. Diese Diskussion ist jedoch beendet worden, es besteht weiterhin der Garantiezinssatz von 1,25 Prozent.

 

Sollte das Zinsniveau durch die Europäische Zentralbank EZB jedoch weiterhin so niedrig gehalten werden, könnte eine erneute Absenkung, vielleicht auf 1,0 oder gar 0,75 Prozent, zum 1.1.2017 ins Haus stehen.

 

 

Fondsgebundene Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Wie oben beschrieben erfolgt die Anlage der Kundengelder bei fondsgebundenen Renten- oder Lebensversicherungen nicht in dem vom Kapitalmarktzins abhängigen Deckungsstock der Versicherer, sondern in vom Kunden wählbaren Investmentfonds. Das können Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds oder verschiedenste Themenfonds sein.

 

Der Kunde ist damit normalerweise vom gesunkenen Zinsniveau nur in der Rentenphase abhängig. Kunden, die ältere Verträge mit höheren Garantiezinsen besitzen, können sich auf diese Zinssätze verlassen. Allerdings: ohne das Niedrigzinsumfeld hätten diese Kunden von deutlich höheren Überschüssen profitiert, während sich nach aktuellem Stand die Auszahlungen näher am Garantiezins befinden.

 

 

Fazit: Allen Unkenrufen zum Trotz haben Renten- und Lebensversicherungen weiterhin Ihre Daseinsberechtigung. Fondsgebundene Versicherungen erzielen die Renditen unabhängig vom Zinsniveau und auch klassische Lebensversicherungen konnten den Abstand zu den allgemeinen Zinsen praktisch konstant halten. Und schließlich locken die steuerfreie Ansparphase, die steuergünstige Auszahlphase und kostenlose Fonds-Tausch-Möglichkeiten nach wie vor. Und die Sicherheit deutscher Lebensversicherungen kann weiterhin als sehr hoch eingestuft werden.

 

 

 

Nachhaltige Rentenversicherung

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.