Mit ‘Girokonto’ getaggte Artikel

Geldwäsche in grün – die 4 besten Umweltbanken!

Montag, 19. Mai 2014

Umweltbanken konnten auch im vergangenen Jahr einen starken Zuwachs verzeichnen, denn dass man sein Geld grün und nachhaltig anlegen kann, hat sich inzwischen herumgesprochen. Aber was passiert eigentlich mit dem Geld auf unseren Girokonten? Wie arbeiten die Banken damit? An welche Firmen oder Projekte vergeben unsere Banken Kredite? Wie transparent wird gearbeitet? Die Antworten auf diese Fragen fallen bei den führenden deutschen Finanzunternehmen ernüchternd aus. Das NRO-Bündnis FACING FINANCE hat in der Studie „Dirty Profits“ klargestellt, dass trotz aller Beteuerungen deutsche Finanzdienstleister und Versicherungsunternehmen noch immer im großen Stil Unternehmen und Geschäftsmodelle unterstützen, die Umweltstandards und Menschenrechte missachten. Aber welche Alternativen hat man? Wir möchten Ihnen heute die 4 besten Umweltbanken vorstellen:

 

GLS Bank

 

Die GLS Bank besteht seit 40 Jahren und ist somit die älteste Bank mit sozial-ökologischer Ausrichtung. Geführt wird die GLS als Genossenschaftsbank mit rund 30.000 Mitgliedern (Stand 28.02.2013). Bei der Eröffnung eines Girokontos können Kunden angeben, wie ihr Geld wirken soll und in welche Bereiche es als Kredit weitergegeben werden soll. Zur Auswahl stehen die Bereiche Energie, Ernährung, Bildung, Wohnen oder Soziales. Die GLS informiert regelmäßig darüber, an welche Unternehmen oder Projekte Kredite zu welchem Zweck vergeben hat.

Angebotene Produkte: Girokonto (kostenfreie Nutzung von rund 19.200 Geldautomaten der Volks- und Raiffeisenbanken und Spardabanken), Sparanlage (incl. Tagesgeldkonto), Wertpapiere, Vermögensverwaltung, Altersvorsorge.

 

Bei allen 4 Umweltbanken sind Investitionen in Rüstung und Atomkraft ausgeschlossen.

Investitionen in Rüstung und Atomkraft sind bei allen 4 Umweltbanken ausgeschlossen (Bildquelle v. l. n. r.: Rainer Sturm/pixelio.de, Daniel Bleyenberg/pixelio.de)

 

UmweltBank

 

Die Umweltbank konzentriert sich darauf, durch die Vergabe von Krediten möglichst viele Umweltprojekte zu fördern. Zum 31.12.2013 finanzierte das Unternehmen über 15.000 Umweltprojekte mit einem Volumen in Höhe von 2,13 Mrd. Euro. Etwas mehr als 40 % des Volumens entfallen auf Kredite für Solarprojekte. Ökologische Bauprojekte haben einen Anteil von ca. 30 %. Der Rest verteilt sich auf Wind- und Wasserkraftprojekte, Biomasse/Biogas sowie ökologische Landwirtschaft. Genaue Auskünfte veröffentlicht die Umweltbank halbjährlich und einzelne Projekte werden ausführlich über die Internetpräsenz oder im Geschäftsbericht präsentiert.

Angebotene Produkte: Sparanlagen, Wertpapiere, Altersvorsorge, Finanzierungen – kein Girokonto.

 

EthikBank

 

Die Ethikbank gehört zur Volksbank Eisenberg eG und finanziert mit ihren Krediten ausschließlich „ökologisch und sozial sinnvolle Maßnahmen“. Die Basis aller Geschäfte bildet der Mix aus Tabu- und Positivkriterien in der Anlagepolitik. Absolut ausgeschlossen sind unter anderem Investitionen in Rüstung, Atomkraft oder in Unternehmen, die Kinderarbeit billigen. Allerdings müssen Unternehmen, die nicht an Negativkriterien scheitern, zusätzlich Positivkriterien erfüllen. Eine ökologisch nachhaltige Arbeitsweise, die Einhaltung von sozialen Standards und der Menschenrechte sind Voraussetzung. Transparenz wird auch hier groß geschrieben. Die Vergabe von Krediten und Wertpapieranlagen werden regelmäßig auf der Homepage des Unternehmens aktualisiert.

Angebotene Produkte: Girokonto, Sparanlagen, Wertpapiere, Altersvorsorge, Finanzierungen.

 

Triodos Bank

 

Die Triodos Bank wurde 1980 gegründet und kann mittlerweile rund 400.000 Kunden verzeichnen. 2009 wurde das Unternehmen als „Sustianable Bank of the Year“ durch die Financial Times und die Weltbanktochter IFC ausgezeichnet. Auch hier werden ausschließlich Unternehmen, Projekte und Institutionen finanziert, welche strengen Kriterien genügen und zum Wohle von Mensch und Umwelt beitragen. Erneuerbare Energien, Ökolandbau, nachhaltige Immobilien oder Mikrofinanzierung sind nur einige Beispiele. Girokontokunden können mit ihrer Triodos Kreditkarte sogar deutschlandweit an allen Geldautomaten gebührenfrei Bargeld abheben.

Angebotene Produkte: Girokonto, Sparanlagen (incl. Tagesgeld), Geschäftskonten, Investmentfonds

 

Sie sehen, es gibt ausreichend Alternativen für Ihr Girokonto oder andere Finanzprodukte. Eine der 4 Umweltbanken wird sicher auch Ihnen zusagen und einem „Krötenwechsel“ dürfte nichts mehr im Wege stehen.

 

Natürlich können auch die Öko-Banken aktuell nur Zinsen auf niedrigem Niveau bieten. Wenn Sie Alternativen zum Tagesgeld suchen, schauen Sie sich doch einmal unserer Musterdepots Sicherheit an.

 

Sie möchten die komplette Liste aller Ökobanken in Deutschland – klicken Sie hier.

 

 

Verfasser des Beitrages Jasmin Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Bin ich ein Atom-Unterstützer ohne davon etwas zu wissen?

Donnerstag, 07. April 2011

Es ist gut möglich, dass viele Gegner der Atomkraft eben genau diese Industrie unterstützen – ohne davon jedoch etwas zu wissen.

 

Es genügt lediglich ein Girokonto oder ein Tagesgeldkonto bei gewissen Banken zu besitzen und schon hilft man unfreiwillig der Atomindustrie, da viele Atomkraftwerksbetreiber Kredite bei eben diesen Banken aufnehmen. Auch Investmentfonds sind betroffen, denn viele davon legen in Aktien oder Anleihen von bekannten Energieversorgern wie beispielsweise RWE oder EON an. Das Magazin „Finanztest“ hat deshalb auf ihrer Internetseite www.test.de Möglichkeiten aufgezeigt, wie man der ungewollten Atomünterstützung entgehen kann.

 

 

Rauch ausstoßende Türme eines Atomkraftwerks

Viele Bankkunden unterstützen die Atomindustrie ohne Kenntnis darüber zu haben.

Am sichersten ist es in Aktien- und Rentenfonds zu investieren, welche die gesamte Atombranche ausschließen. Nach der Untersuchung von „Finanztest“ investieren 7 von 24 ethisch-ökologischen Fonds nicht in diesen Bereich. 8 Weitere vermeiden es zumindenst teilweise.

 

Genauso wie es bei der Bevölkerung ist, dass der eine Teil Atomkraft befürwortet und der andere Teil nicht, ist es auch bei den Geldinstituten. Einige halten Atomstrom für klimafreundlich, andere hingegen verweisen auf die Schäden an der Natur beim Uran-Abbau und auf die Gefahren durch den Betrieb und die Atommüllentsorgung.

 

Wer also sein Geld so anlegen möchte, dass die Atomindustrie davon nicht profitieren kann, sollte sich an eine Öko-  und Ethikbank richten sowie einen genaueren Blick auf die bereits bestehenden Anlagen werfen.

 

 

Unser Tipp für nachhaltige Investoren: Musterdepot Wachstum (mit sicherer Garantie auf keine Unterstützung der Atomindustrie)


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