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Nachhaltige Staaten – Die USA

Freitag, 24. Februar 2017
Zusammenfassung: Die USA erreichen im Ranking der nachhaltigsten Staaten den 25. Platz. Besonders das weitere Engagement des Staates im Bereich der Erneuerbaren Energien und des nachhaltigen Konsums wird aktuelle problematisch gesehen. Insgesamt zeigen die USA jedoch auch Defizite in der Armutsbekämpfung und in der Gleichberechtigung. Abzuwarten ist auch, welche Handlungsfelder der neue US-Präsident vorrangig besetzen wird und ob Trump den Wahlkampfslogan von der „Klimalüge“ weiter aufrecht erhalten wird.

 

 

Nachhaltigkeitspolitik in den USA – mit dabei aber nicht in der ersten Reihe.

Mit der Verabschiedung von 17 gemeinsamen Zielen durch die Vereinten Nationen sind alle Staaten der Welt seit 2015 verbindlich aufgefordert, bis zum Jahr 2030 die nationalen Weichen für mehr Nachhaltigkeit zu stellen. Dazu zählt die Sicherung der Grundbedürfnisse wie Ernährung und Zugang zu sauberem Trinkwasser genauso wie gesteigerte Anstrengungen in Sachen Klimaschutz, Bildung, Chancengleichheit sowie eine gerechtere Wirtschaftsordnung. Ziel ist es, die Lebensgrundlagen zu verbessern und auch für die kommenden Generationen zu gewährleisten.

 

Im SDG-Index (Sustainable Development Goals), der die Zielerreichung der einzelnen Länder bewertet, lautet die Devise allerdings nicht „America first“. Die Vereinigten Staaten von Amerika rangieren hier auf Platz 25. In den Top Ten vertreten sind alle 5 skandinavischen Länder, sowie Deutschland, Österreich, die Schweiz, die Niederlande und Großbritannien.

 

Im dritten Teil unserer Serie zu nachhaltigen Staaten nehmen wir daher die Nachhaltigkeitspolitik der USA genauer unter die Lupe.

 

 

Das Land der grenzenlosen Gegensätze

Die USA – kaum ein anderer Staat setzt so viele positive wie negative Assoziationen frei. Auch beim Thema Nachhaltigkeit sind die USA das Land der unbegrenzten Gegensätze. So stehen auf der einen Seite Vorreiter des Nachhaltigkeitsdenkens wie Jimmy Carter, Al Gore und Leonardo DiCaprio. Auf der anderen Seite wurde Klimawandelleugner Donald Trump als Präsident vereidigt.

 

Bewahrenswertes Naturerbe – zum Beispiel der Yosemite Nationalpark.

Der ehemalige US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Jimmy Carter beauftragte den Kongress während seiner Amtszeit 1977 mit der umfassenden Umweltstudie „Global 2000 – Zeit zum Handeln“. Die Studie untersuchte Zustand und Entwicklung der Umwelt und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Menschheit bis zum Jahr 2000. Die international viel beachtetet Studie prognostizierte massive Umweltprobleme, eine Bevölkerungsexplosion und wies – bereits 1980 – auf die deutlichen Signale einer von Menschen verursachten Klimaveränderung hin. Das Werk gilt noch immer als richtungsweisend in Fragen der Umwelt- und Klimapolitik.

 

Al Gore, US-Vizepräsident unter Bill Clinton und ebenfalls Friedensnobelpreisträger setzte diesen Weg in den 90er Jahren fort und veröffentlichte mehrere umweltpolitische Bestseller, in denen er vor den Umweltproblemen der Zeit und der ungerechten weltweiten Ressourcenverteilung warnt. Sein bekanntestes Werk, „Eine unbequeme Wahrheit“ , griff dezidiert die Gefahren der Erderwärmung durch den exzessiven CO2-Ausstoß auf. Der auf dem Buch basierende Film wurde sogar 2007 mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Al Gore ist auch nach seiner politischen Laufbahn dem Umweltthema treu geblieben: Seit 2004 ist er Vorsitzender von „Generation Investment Management“, einem Unternehmen, das sich wie die Grünes Geld GmbH auf Investments im Nachhaltigkeitssektor spezialisiert hat.

 

Auf das Medium Film setzt auch US-Schauspieler und UN-Friedensbotschafter Leonardo DiCaprio. Der Titanic-Star ist bereits seit mehreren Jahren im Klimaschutz aktiv und hat im vergangenen Jahr mit seinem Dokumentarfilm „Before the Flood“ eindringliche Bilder über die bereits sichtbaren Auswirkungen der Erderwärmung auf die Menschen weltweit gezeigt. Einen wichtigen Beitrag gegen die weltweite Klimakrise sieht er dabei im Ausbau Erneuerbarer Energien.

 

Die aufgeführten Beispiele zeigen eine Seite der Vereinigten Staaten, die sich den aktuellen Herausforderungen wie die Verteilung des Reichtums, Klimawandel und nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen nicht verschließt. Die andere Seite der USA ist ebenfalls bekannt: Die USA steht mit einem CO2-Ausstoß Anteil von 15,99 Prozent (jährlich rund 17 Tonnen pro Person) auf dem unrühmlichen 2. Platz hinter China (jährlich rund 7 Tonnen pro Person), das für einen prozentualen Anteil von 28 Prozent der weltweiten CO2 Emissionen verantwortlich ist. Für den aktuellen Lebensstandard der USA hinterlässt das Land den tiefsten ökologischen Fußabdruck weltweit. Um seine Bedürfnisse zu decken, benötigen die USA 6 Planeten, der weltweite Durchschnitt liegt derzeit bei 1,35 Planeten. Und während Barack Obama mit seinem „Clean Power Plan“ Kohlekraftwerken im Land strenge Emissionsgrenzen vorschrieb, ist seit diesem Jahr mit Donald Trump ein Kohle-Lobbyist und Leugner der Klimakrise Präsident der USA.

 

 

Wie geht es weiter mit der Energiepolitik der USA?

Der Amtsbeginn des neuen US-Präsidenten wird international kritisch in Hinblick auf die weitere Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen begleitet. Befürchtet wird ein Ausbremsen der Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsziele, besonders im Bereich der Energiepolitik.

 

Denn um die Gefahren des fortschreitenden Klimawandels tatsächlich zu reduzieren, sind vor allem die Länder gefragt, die zu den Hauptverursachern der Treibhausgase gehören. Nach der Unterstützung des Pariser Abkommens durch die USA bestand berechtigte Hoffnung auf ein Umdenken. Nachdem jedoch Trump mehrfach den Klimawandel als Verschwörungstheorie gebrandmarkt hat, befürchten Experten weltweit einen herben Rückschlag für die internationale Klimaschutzpolitik. Diese muss sich gegebenenfalls auch ohne die USA weiter bewegen, um eine globale Dekarbonisierung voranzutreiben.

 

 

No Fake – Faktencheck Nachhaltigkeit

Der SDG-Index bewertet nach einem Ampelsystem, wie weit ein Staat die 17 definierten Nachhaltigkeitsziele bereits erreicht hat. Im Fall der USA , steht die Ampel lediglich in 2 Bereichen auf grün: Der Zugang zu saubere Trinkwasser und sanitären Anlagen sowie im Bereich Industrie, Innovation und Infrastruktur. 3 der 17 Ampeln stehen auf gelb, nämlich in den Nachhaltigkeitsfeldern Gesundheit, Bildung und nachhaltige Kommunen. Die verbleibenden 12 Ampeln zeigen auf rot. Besonders bitter: Hier schneidet nicht nur die Entwicklung im Bereich der sauberen Energieentwicklung und im nachhaltigen Konsum schlecht ab. Die USA zeigt auch extreme Defizite in der Armutsbekämpfung und Gleichberechtigung. Das belegt, dass die UN-Nachhaltigkeitsziele auch für reiche Industrienationen weiterhin eine Handlungsaufforderung darstellen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika können sich theoretisch vollständig selbst mit Energie versorgen. Der Gesamtverbrauch von rund 4.000 Milliarden kWh entspricht einem pro Kopf Verbrauch von rund 12.000 kWh jährlich. Damit stehen die USA im Energieverbrauch weltweit an zehnter Stelle.

 

EU-weit werden rund 18 Prozent der Energie nachhaltig erzeugt, Deutschland führt dabei mit fast einem Drittel Ökostrom-Anteil. Dagegen zeigen die USA in diesem Bereich extremen Nachholbedarf. 36 Prozent des Energieverbrauchs wird noch mit Erdöl gedeckt, 29 Prozent aus Erdgas, 16 Kohle und 9 Prozent aus Atomkraft. Immerhin 10 Prozent stammen aus Erneuerbaren Energien, die in den vergangenen Jahren zunehmen ausgebaut wurden.

 

Allerdings fehlt hier ein nationales tragfähiges Konzept für Solar-, Wind-, Biomasse- und geothermischer Energie. 29 US-Bundesstaaten haben sich jedoch selbst freiwillige Ziele gesteckt, um den Ausbau Erneuerbarer Energien voran zu bringen. Vorreiter sind hier Vermont und der Sonnenstaat Kalifornien.

 

 

Nachhaltigkeit braucht ein Konzept

Das Beispiel der USA zeigt, dass es ohne ein politisch und gesellschaftlich getragenes Konzept schwer ist, Nachhaltigkeitsziele konsequent umzusetzen. Die Anstrengungen lohnen sich jedoch sicher.

 

Seien Sie konsequent in der Verfolgung Ihrer Ziele und setzen Sie auf nachhaltige Geldanlagen. Denn das Geld, das Sie hier investieren bringt nicht nur eine positive soziale und ökologische Entwicklung ins Rollen sondern lässt auch Ihr Vermögen wachsen. Grünes Geld, Experte für nachhaltige Geldanlagen, berät Sie zu mehr als 300 nachhaltigen Finanzprodukten. Hier finden Sie Ihr Finanzkonzept.

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

27.09.2011 : Overshoot Day

Dienstag, 27. September 2011
Regenwald

Der Bedarf an natürlichen Ressourcen übersteigt die Verfügbarkeit an natürlichen Ressourcen. Ein nachhaltigeres Wirtschaften ist daher dringend erforderlich.

Wir schreiben heute den 29. Septempber 2011. Ein ganz besonderer Tag, schließlich ist ab heute das Jahresbudget der Natur aufgebraucht. Heute ist der sogenannten Overshoot Day.

 

Wir haben jetzt bereits alle Ressourcen der Erde beansprucht, die für ein ganzes Jahr ausgereicht hätten, wenn unsere Wirtschaft nachhaltig betrieben worden wäre. Die gesamte Menschheit hat Schulden, und zwar Schulden bei der Natur. Die Umweltorganisationen WWF, GLOBAL 2000 und Greenpeace geben zu bedenken, dass wir uns zu viel von der Natur nehmen, obwohl wir nicht zurückzahlen können.

 

Experten des Global Footprint Networks haben den Overshoot Day errechnet, indem sie die Biokapazität der Erde mit dem ökologischen Fußabdruck verglichen haben. Die Biokapazität ist die Summe aller natürlichen auf dem Planeten befindlichen Ressourcen, die sich jährlich immer wieder erneuern. Der ökologische Fußabdruck (auch: Footprint) stellt den Bedarf an natürlichen Ressourcen da.

 

Obwohl es mittlerweile möglich wäre den Footprint zu reduzieren ist er weiterhin am wachsen. Eine Kehrtwende ist noch nicht in Sicht. Dabei ist es enorm wichig unseren Bedarf an natürlichen Ressourcen zu verringern. Schließlich haben wir bereits im September diesen Jahres unser jährliches Budget, welches für die Erde verträglich ist, überschritten.

 


 

Unser Tipp für eine nachhaltige und ökologische Geldanlage:  Einmalsparen Standard 2000+ Ethik

 

Projekt Einmalsparen Standard 2000+ Ethik
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Mindestanlagesumme 2.000 Euro
Rendite 2009: 20,75%
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Besonderheit – Sehr gute Chancen auf langfristig überdurchschnittliche Wertzuwächse
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Unseren Bedarf zu reduzieren wird sicherlich keine leichte Aufgabe, zumal die Menschheit stets weiter am wachsen ist und somit noch mehr Energie benötigt. Ziel muss es daher sein, die vorhandenen Ressourcen auf dem gesamten Planeten gerecht zu verteilen. Die aktuelle Lage ist nämlich so, dass lediglich ein Viertel der Weltbevölkerung ganze drei Viertel der Ressourcen aussnutzt.

 

Seit den 70er Jahren übersteigt der Footprint jedes Jahr aufs Neue die Biokapazität der Erde. Dieses Jahr beträgt das ökologische Defizit etwa 40%. Es muss damit aufhören, dass die Menschheit weiterhin so viele Schulden bei der Natur aufnimmt, denn anderst wie bei einer Firma, wäre ein Bankrott der Erde der Untergang für uns alle.

Wenn auch Sie zu einer besseren Zukunft beitragen möchten, dann legen Sie ihr Geld in nachhaltige Fonds und ökologische Fonds an, welche in Unternehmen investieren, die auch wirklich nachhaltig wirtschaften.