Mit ‘gold’ getaggte Artikel

Wie sieht es bei Wald-Investments mit der Ökologie aus?

Montag, 15. April 2019

Ein silvopastorales System: Aufforstung kombiniert mit Tierhaltung (Bild: Miller Investement AG)

 

 

Zusammenfassung: Wald-Investments sind beliebt - mit dem Geld der Anleger werden Bäume gepflanzt und neue Naturräume geschaffen. Doch wie sieht es mit der Ökologie aus - bringt das die Natur und den Menschen wirklich voran? Wenn Aufforstungs-Projekte richtig angegangen werden erzielt man einen deutlich Mehrwert für die Natur.

 

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Main-Echo Wirtschaftstipp 10/2019: Es ist nicht alles Gold was glänzt

Samstag, 06. April 2019

 

WIRTSCHAFTSTIPP

 

Carmen Junker

 

Geschäftsführer Grünes Geld

 

 

 

In meiner langjährigen Tätigkeit im Finanzsektor habe ich schon viel erlebt. Und doch bin ich immer wieder erstaunt und verärgert wenn ich sehe, welche ungeeigneten und überteuerten Produkte angeboten werden. Diese Angebote schaden den Anlegern genauso wie dem Ruf meines Berufsstandes.

Aktuell versuchen einige Anbieter Gold als Anlage populär zu machen. Den Sparern wird suggeriert, dass Gold jetzt der sicherste Hafen für die Ersparnisse sei. Angeboten werden Goldsparpläne zu horrenden Kosten von bis zu 15 Monatsbeiträgen Abschlussgebühr. Übertüncht werden diese Kosten mit jährlichen Prämien oder Bonusgutschriften, sicherer Aufbewahrung im zollfrei-Lager und Auslieferungsmöglichkeit.

Gutgläubige Sparer lassen sich vom Glanz blenden und fallen auf unseriöse Angebote herein. Dabei gibt es längst auch sichere und preisgünstige Möglichkeiten, Gold physisch zu kaufen oder anzusparen. Schließlich hat Gold in der klassischen Vermögensallokation durchaus seine Berechtigung. Mit überteuerten und nur vermeintlich sicheren Goldsparplänen lässt sich jedoch keine Sicherheit erlangen.

 

 

Erschienen im Wirtschaftsteil der größten Tageszeitung am bayerischen Untermain, Main-Echo, Gesamtausgabe, 9. März 2019

 

 

 

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin  und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker: „Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen.“

 

 

 

 

3 Gründe warum Wald das bessere Gold ist

Mittwoch, 03. April 2019

 

Zusammenfassung: Gerade die letzten Jahre mit Finanzkrise, Euro-Krise und Brexit zeigen auf, wie instabil politische Systeme sind. 10 Prozent des liquiden Vermögens in Gold anzulegen ist deshalb ein häufig gehörter Tipp. Doch der Goldabbau ist ökologisch äußerst kritisch und die Wertentwicklung von Gold enttäuscht häufig. Waldinvestments können eine Alternative sein.

 

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Main-Echo Wirtschaftstipp 10/2019: Es ist nicht alles Gold was glänzt

Montag, 11. März 2019

 

WIRTSCHAFTSTIPP

 

Carmen Junker

 

Geschäftsführer Grünes Geld

 

 

 

In meiner langjährigen Tätigkeit im Finanzsektor habe ich schon viel erlebt. Und doch bin ich immer wieder erstaunt und verärgert wenn ich sehe, welche ungeeigneten und überteuerten Produkte angeboten werden. Diese Angebote schaden den Anlegern genauso wie dem Ruf meines Berufsstandes.

Aktuell versuchen einige Anbieter Gold als Anlage populär zu machen. Den Sparern wird suggeriert, dass Gold jetzt der sicherste Hafen für die Ersparnisse sei. Angeboten werden Goldsparpläne zu horrenden Kosten von bis zu 15 Monatsbeiträgen Abschlussgebühr. Übertüncht werden diese Kosten mit jährlichen Prämien oder Bonusgutschriften, sicherer Aufbewahrung im zollfrei-Lager und Auslieferungsmöglichkeit.

Gutgläubige Sparer lassen sich vom Glanz blenden und fallen auf unseriöse Angebote herein. Dabei gibt es längst auch sichere und preisgünstige Möglichkeiten, Gold physisch zu kaufen oder anzusparen. Schließlich hat Gold in der klassischen Vermögensallokation durchaus seine Berechtigung. Mit überteuerten und nur vermeintlich sicheren Goldsparplänen lässt sich jedoch keine Sicherheit erlangen.

 

 

Erschienen im Wirtschaftsteil der größten Tageszeitung am bayerischen Untermain, Main-Echo, Gesamtausgabe, 9. März 2019

 

 

 

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin  und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker: „Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen.“

 

 

 

 

Sichere Geldanlage 2015: Teil 5 Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

Dienstag, 20. Januar 2015

 

 

Auch in diesem Jahr möchte ich einen Ausblick auf das kommende Jahr geben – welche Anlageklassen haben dieses Jahr Potenzial, welche sollte man meiden. Natürlich kann niemand mit Gewissheit sagen, wie sich das Jahr entwickelt, allerdings zeigen die Ausblicke der Jahre 2012, 2013 und 2014 dass die Treffsicherheit hoch ist.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraftanlagen

 

wasserkraft

Wasserkraft: saubere Energieform, guter Sachwert

Im August letzten Jahres tagten die wichtigsten Zentralbanker der Welt im amerikanischen Jackson Hole, um die langfristigen Aussichten zu beurteilen und ihre Strategien abzugleichen. Dabei wurde eines deutlich: die lockere Geldpolitik wird fortgesetzt. In der Zwischenzeit wurde diese Worte bestätigt, Mario Draghi als Präsident der Europäischen Zentralbank EZB hat durchgesetzt, dass Staatsanleihen von der EZB gekauft werden dürfen.

 

Er äußerte am Rande der Sitzung in Jackson Hole auch die Meinung, dass negative Realzinsen im Europa des Jahres 2020 noch gelten werden. In den USA sieht er positive Realzinsen etwas früher, bereits 2019.

 

Negative Realzinsen bedeuten für die Anleger, dass die Inflationsrate höher als der Zinssatz auf ihr Spareinlagen ist. Real bedeutet das für den Bürger, dass sein Vermögen jedes Jahr abnimmt. Der Wirtschaftsprofessor Max Otte geht von einer tatsächlichen Inflationsrate von aktuell 4 bis 5 Prozent pro Jahr aus, also einer realen negativen Verzinsung von rund 4 Prozent pro Jahr. 10.000 Euro Anlagesumme werden so nach 10 Jahren also nur noch rund 6.500 Euro wert sein.

 

Alternative zu Niedrigzinsen bis 2020: Sachwerte

Entgehen kann der Anleger dieser Enteignung (auch: Financial Repression, siehe unseren Blogbeitrag dazu aus dem Jahr 2012) mit Sachwerten, das gilt auch für das kommende Jahr 2015. Er muss sich nur dessen bewusst sein, dass Sachwertinvestitionen etwas aufwendiger sind, da man die Investition verstehen sollte.

 

 

Sachwert Gold in 2015: Der Goldpreis hängt stark von der Angst der Menschen ab. Zum Höhepunkt der Immobilien-, Finanz- und Staatsschuldenkrise in den Jahren 2008 bis 2011 stieg der Goldpreis bis auf 1.881 US-Dollar pro Feinunze. Seitdem haben sich die Zukunftsängste der Menschen beruhigt, entsprechend fiel der Goldpreis wieder auf aktuell 1.290 US-Dollar (Stand: 20.1.2015, 10:00 Uhr). Der Goldpreis bleibt entsprechend unberechenbar und Gold sollte nur als Versicherung gegen extreme Krisenfälle gehalten werden. Denn physisches Gold, direkt zugreifbar, kann im Notfall immer gegen Nahrungsmittel getauscht werden. Ich sehe für 2015 keine wesentliche Erholung des Goldpreises voraus.

 

Sachwert Holz in 2015: Ich stehe weiterhin zu dem Gedanken, dass jeder Anleger 10% seines Vermögens in Holz halten sollte. Ähnlich wie Gold ist es ein extrem lange genutzter Sachwert, der seinen Preis kaum verlieren kann. Holz wird auf absehbare Zeit von den Menschen dringend benötigt, sei es zum Möbelbau oder zur Energiegewinnung. Im Gegensatz zu Gold nimmt der Wert eines Waldes jedoch stetig zu, denn das Holzvolumen wächst automatisch. Der Holzanleger gewinnen deshalb auch bei konstanten Preisen.

 

Windkraft, Solar, Wasserkraft: Der Betrieb von Sachwerten wie Windkraftanlagen, Solaranlagen oder Wasserkraftwerken bleibt auch 2015 attraktiv. Allerdings spielt bei Erneuerbaren Energien die staatliche Förderung eine Rolle, so dass menschliche Handlungen zu beachten sind. Wasserkraft benötigt zum Beispiel keine Zuschüsse, da Strom aus Wasserkraftwerken ohne Förderungen konkurrenzfähig ist. Allerdings gibt es für Wasserkraft nur wenige neue Standorte und entsprechend wenige Projekte, aktuell gefällt uns ein Wasserkraftprojekt in Kanada. Windkraft ist noch auf staatliche Förderung angewiesen, interessante Projekte gibt es aktuell in England und in Finnland.

 

 

 

Fazit: In der Niedrigzinsphase, die auch noch die nächsten Jahre anhalten wird, bieten Sachwerte eine gute Alternative um Vermögen aufzubauen. Bei den Sachwerten muss unterschieden werden: Gold und Rohstoffe sind spekulativ und generell kein nachhaltiges Investment, andere Formen wie Wald, Windkraft oder Wasserkraft bleiben aussichtsreich.

 

 

 

mein-sachwerte-mix

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2014 – Teil 5 Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

Freitag, 17. Januar 2014

 

Wie jedes Jahr möchte ich auch 2014 einen Ausblick auf die einzelnen Anlageklassen geben. Die Einschätzungen von mir in den letzten Jahren waren recht zutreffend (Ausblick 2012, Ausblick 2013), aber trotzdem bleibt es ein Blick in die Glaskugel. Ich möchte ihn trotzdem wagen, denn in Zeiten historisch niedriger Zinsen ist die (hoffentlich nachhaltige) Geldanlage außerhalb der Sparbücher wichtiger als nie zuvor.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

 

Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Die Angst vor Währungsturbulenzen oder den wirtschaftlichen Problemen der Jahre 2009 und 2010 hat die Anleger im Jahr 2012 noch in die sogenannten „Angst-Währungen“ wie Gold oder Silber getrieben. Entsprechend sind die Kurse der Edelmetalle gestiegen – vor 2013 ist Gold 12 Jahre lang jedes Jahr gestiegen. Das ist außergewöhnlich und hat in 2013 sein natürliches Ende gefunden. Der Goldpreis notierte am 31.12.2013 rund 26% unter dem Kurs zum 1.1.2013.

 

Gründe dafür sind neben Einfuhrzöllen und Steuererhöhungen in einem der wichtigsten Goldmärkte überhaupt, in Indien, auch eine breite, allgemeine Kaufzurückhaltung auf dem gesamten Globus. Sollte sich die wirtschaftliche Erholung nun auch in 2014 fortsetzen und sollten die Finanzmärkte in 2014 zur Ruhe kommen, dann wird auf Sicht von 2 bis 3 Jahren der Preis für die Edelmetalle weiter sinken. Gut so, denn der Raubbau an den natürlichen Ressourcen und die Abbaubedingungen in fast allen Goldabbaugebieten der Erde sind so bedenklich, dass aus ethisch-ökologischen Gründen keine Edelmetalle zur Geldanlage genutzt werden sollten.

 

 

Bild von Wald mit schneebedecktem Boden

Geld in Bäume anlegen: ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll.

Bei den Holzinvestments (Liste aktueller Holzprojekte) war 2013 ein „langweiliges“ Jahr – also ein gutes Jahr. Die von uns empfohlenen Holzprojekte sammelten weiterhin kräftig Kapital ein und pflanzten damit Bäume in Deutschland, Bulgarien, Kolumbien, Panama oder Paraguay. Die entsprechenden Aufforstungen wuchsen kräftig, wovon ich mich persönlich bei einer Inspektionsreise überzeugen konnte (Link zum Reisebericht). Die Holzpreise unterliegen Schwankungen und waren 2013 analog zu den Ölpreisen tendenziell eher fallend.

 

Windkraft-, Solar- oder Wasserkraftinvestments müssen differenziert betrachtet werden. Nach Boom-Jahren hat die Politik in Deutschland die Investitionsbedingungen deutlich verschlechtert, so dass bereits 2013 in Deutschland kaum noch Projekte gebaut werden konnten. Schade, gerade wenn man bedenkt, dass sich Deutschland den Atom-Ausstieg und strenge Klimaschutzgrenzen beschlossen hat. Denn eines muss jedem klar sein: nicht die Erneuerbaren Enerigen selbst, sondern Fehler in der staatlichen Förderstruktur haben die Preise für Strom nach oben getrieben.

 

Entsprechend gab es bereits 2013 den Trend für Erneuerbare Energien Projekte „raus aus Deutschland“. Wasserkraftwerke in der Türkei, Windkraftanlagen in Frankreich oder Finnland und Solaranlagen in südlichen Gefilden Europas waren gefragt. Nach den Koalitionsverhandlungen und den ernüchternden Aussagen von Bayerns Minsterpräsidenten Horst Seehofer sehe ich kaum Chancen auf neue, interessante Projekte in Deutschland.

 

Entsprechend dürften in 2014 die Erneuerbare Energien Projekte erneut mehr im Ausland zu finden sein. Frankreich, Finnland, vielleicht auch Schottland sind dabei die Favoriten der Anbieter. In allen Ländern bleibt aus Anlegersicht der wichtigste Vorteil bestehen: aufgrund im Vorfeld feststehender Einspeisetarife ist die Einnahmesicherheit extrem hoch. Aktuelle Projekte dazu finden Sie durch Klick hier: Holzprojekte, Solarprojekte, Immobilienprojekte oder Bessere Welt Projekte (Verschiedene Themen).

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Das schmutzige Geschäft mit Gold

Freitag, 26. April 2013

Seit mehreren tausend Jahren übt Gold eine starke Anziehungskraft auf den Menschen aus. Der bislang älteste Fund von Goldschmuck in Warna (Bulgarien) lässt sich auf die Zeit zwischen 4600 und 4200 v. Chr. datieren und seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. wurden Goldmünzen als Zahlungsmittel benutzt. Gold ist zusammen mit Kupfer eines der wenigen farbigen Edelmetalle und ist darüber hinaus besonders wertbeständig. Seit der Bankenkrise 2008, der anschließenden Wirtschaftskrise in Europa und dem damit verbundenen Vertrauensverlust vieler Anleger in Devisen, erleben Kapitalanlagen in Gold einen regelrechten Boom. In den letzten 5 Jahren schnellte der Goldpreis nach oben. Doch woher kommt das ganze Gold überhaupt und wie wird es abgebaut?

 

Gold weckt schon seit mehreren Jahrtausenden die Begehrlichkeiten der Menschen.

Gold weckt schon seit mehreren Jahrtausenden die Begehrlichkeiten der Menschen.

 

Die Top-Förderländer von Gold sind China, Australien, die USA, und Rußland – aber auch Länder wie Südafrika und Ghana in Afrika oder Peru in Südamerika. Das Edelmetall stammt zum größten Teil aus Tagebau-Minen. Diese Minen sind meist sehr groß, oft mehrere tausend Hektar. In Ghana zum Beispiel hat eine einzige Mine 10.000 Menschen für immer von ihrem Land vertrieben. Nicht selten wird die Zustimmung der umzusiedelnden Anwohner mit der Zusage von Arbeitsplätzen erkauft. Unter meist schlechten Bedingungen: eine gerechte Entlohnung erhalten die wenigsten und in kleinen Minen kommen viele ungeschützt in Kontakt mit Giftstoffen. Auch Kinderarbeit ist häufig anzutreffen. Und der steigende Goldpreis stachelt die Nachfrage immer weiter an.

 

Bei der Gewinnung von Gold werden giftige Chemikalien eingesetzt. Im industriellen Abbau wird noch immer hochgiftiges Zyanid eingesetzt, um die feinen Goldpartikel aus dem Gestein zu waschen. Um ein Kilo Gold zu fördern, werden ca. 140 kg Zyanid benötigt. Diese Laugen werden meist in relativ unsicheren Rückhaltebecken gelagert. Nicht selten kommt es zu Unfällen, wie zum Beispiel im Januar 2000 in Rumänien. Aufgrund einer Schlechtwetterperiode entstand ein Dammbruch in einem Schlackebecken und das stark Zyanid-haltige Wasser verseuchte mehrere Flüsse bis hin zur Donau. Ein weiteres, fast größeres Problem, ist das zyanidbehandelte Gestein. An der Luft gelagert, sondert es Schwefelsäuren, wie zum Beispiel in Autobatterien ab. Dieser Prozess läuft unkontrolliert über hunderte von Jahren ab und verseucht oft das Grundwasser. Gold für nur einen Ehering produziert so ca. 20 Tonnen Abfall in Form von Zyanid-haltigem Gestein.

 

Eine Goldmine mit Tagebau.

Eine Goldmine im Tagebau.

 

Auch der Kleinbergbau ist problematisch. Die Schürfer verwenden meist Quecksilber um die Goldpartikel aus dem abgebauten Gestein zu lösen. Dieses geht mit dem Gold eine flüssige Verbindung ein und wird später wieder verdampft. Sowohl der direkte Kontakt mit Quecksilber als auch das Einatmen der Dämpfe führt zu schweren gesundheitlichen Schäden der Schürfer und die Überreste des Quecksilbers verschmutzen umliegende Seen oder Flüsse. Schutzkleidung für die Schürfer ist selten vorhanden. Einige NGO´s betreiben vor Ort Aufklärungsarbeit und zeigen den Arbeitern Möglichkeiten auf, den Einsatz von Quecksilber zu reduzieren.

 

Noch 2013 gibt es auch in Deutschland ein Label für fair produziertes und gehandeltes Gold.

Noch 2013 gibt es auch in Deutschland ein Label für fair produziertes und gehandeltes Gold.

Jährlich werden ca. 2.500 Tonnen Gold gefördert. Etwa 12 % davon verarbeitet die Industrie und ca. 85 % werden zu Schmuck verarbeitet. Inzwischen kann man in Großbritannien, Kanada und den Niederlanden Gold kaufen, das sozialverträglich und ohne Einsatz von Gift geschürft wurde. Deutschland soll noch 2013 dazukommen. Das grün-blau-schwarze Logo, welches dieses fair produzierte und gehandelte Gold kennzeichnet kennt man bisher eher von Kaffeepackungen oder Bananen. Es garantiert, dass die Goldgräber zu fairen und sicheren Bedingungen arbeiten, dass keine Kinderarbeit zum Einsatz kommt und dass die Produktions- und Handelskette vom Abbau bis zum Kunden nachvollziehbar ist. Die Käufer zahlen dafür einen Aufschlag in Höhe von 10 % zum Weltmarktpreis. Kommt eine Mine zudem noch ohne Einsatz von Giftstoffen aus, wird sie zusätzlich mit dem Prädikat „ecological“ ausgezeichnet. Der Aufschlag beträg dann 15 %. Das ist zwar relativ teuer, allerdings kann man sich seinen Ring dann mit gutem Gewissen überstreifen. Bislang werden nur ca. 360 Kilogramm Gold pro Jahr fair produziert. Das ist nur ein winziger Anteil des jährlich weltweit geförderten Goldes. Allerdings plant die britische Fairtrade Foundation, bis 2016 in den Ländern, in denen sie aktiv ist, einen Anteil von 5 % am Goldschmuckmarkt zu erzielen.

 

 

Interessante Zahlen zum Thema Gold

(Quelle: Wikipedia)

 

In der gesamten Geschichte der Menschheit wurden bisher ca. 170.000 Tonnen Gold geschürft (Stand 2011). Dies entspricht einem Würfel mit ca. 21 Metern Kantenlänge.

Verwendung dieser Goldmenge:

– 28.600 t (18 %) Gold gehören den Zentralbanken und anderen Währungsinstitutionen. Die größten Goldbesitzer sind die USA (ca. 8.000 t), Deutschland (ca. 3.500 t), der internationale Währungsfonds (ca. 3.200 t) und Frankreich (ca. 2.800 t)

– 79.000 t (51 %) Gold sind in Schmuck verarbeitet

– 18.000 t (12 %) Gold sind in Kunstgegenständen verarbeitet

– 25.000 t (16 %) Gold sind in Privatbesitz in Form von Barren und Anlagemünzen

 

Linktipp:

Schlimme Zustände beim Goldabbau – Ausbeutung Globalisierung

 

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Sichere Geldanlage 2013 Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

Donnerstag, 31. Januar 2013

Wie wird 2013 und wie kann ich mein Geld in 2013 sicher anlegen? Natürlich nachhaltig … denn nachhaltige Unternehmen denken langfristig und entwickeln sich stetiger.

 

 

Aber wie sieht es in den einzelnen Asset-Klassen nachhaltigen Investments aus? Ich möchte einen Blick in die Glaskugel wagen und Ihnen meinen persönlichen Ausblick für 2013 geben. In jedem Teil eine andere Anlageklasse:

 

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Auch in 2012 haben die Geldwerte, speziell der Euro, Vertrauen verloren. Besonders bis Mitte des Jahres 2012 musste man um den Euro fürchten, nicht wenige gingen von einem baldigen Ende aus. Bis am 20. August der Präsident der Europäische-Zentralbank (EZB) , Draghi, die magischen Worte sprach und sagte, dass die EZB alles zum Erhalt des Euro tun würde. Und man solle ihm glauben, dass dies reichen werde.

 

Damit war das Vertrauen in den Euro kurzfristig wieder hergestellt und die Finanzmärkte waren beruhigt. Natürlich sind die Mittel der EZB in Deutschland äußert unbeliebt: die EBZ druckt Geld, eine äußerste Maßnahme die man in der Bundesrepulik und innerhalb der Bundesbank nie zugelassen hätte.

 

Waldbild eines naturbelassenen Waldes

Wie kann Geld schöner, sicherer und stabiler angelegt werden als in Wälder und Holz?

 

Mittel- und langfristig führt die Überflutung der Märkte mit Geld nämlich zu einem Anstieg der Geldmenge und in der Folge zu einem weiter schwindenden Vertrauen der Bevölkerung in die Papierwährung. Entsprechend wichtig bleibt der Kapitalschutz durch die Investition in Sachwerte.

 

Dabei wird der nachhaltige Anleger natürlich behutsam vorgehen. Gold wird er meiden, denn der Abbau von Gold ist eine große Umweltsünde und er erfolgt nahezu immer unter ausbeuterischen Bedingungen für die Arbeiter in den Minen. Und das alles nur, wegen einem an und für sich nutzlosen Metall, denn die Verwendung von Gold ist primär für Schmuck oder als Geldanlage. Aber auch der Kapitalanleger ist Gold zunehmend mit Vorsicht zu genießen, denn nach einem steilen Anstieg in den vorherigen Jahren ist der Goldpreis 2012 nahezu konstant geblieben. Die Aussichten für 2013 sind ungewiss: es sowohl ein Rückgang als auch ein starker Preisanstieg denkbar.

 

Das nachhaltige Rohstoff-Investment schlechthin ist Holz. Als nachwachsender, natürlicher Rohstoff ist seine Verwendung positiv zu sehen. Seine Struktur, Wärme und Festigkeit machen ihn für den Menschen in vielen Bereichen attraktiv. Interessante Angebote gibt es dabei sowohl im Bereich der Holznutzung im  Energiesektor (z.B. das Energieholz, 10 Jahre Laufzeit) als auch im Bereich der Holznutzung, z.B. für den Baumsparvertrag ab 33 Euro Monatlich oder 360 € für ein Jahr.

 

Und last-but-not-least die klassischen grünen Investments: Windkraft (z.B. Cleantech Wind 10 oder Leonidas XI), Fotovoltaik oder Wasserkraft-Projekte. Alles sind Sachinvestments, die den Strom auch nach einer etwaigen Abwertung des Euro oder gar eines Zusammenbruchs der Währung kontinuierlich weiter produzieren. Dieser Strom wird immer verkauft werden können, d.h. diese Sachinvestments behalten immer einen Wert. Und natürlich sind Sie nicht nur in Bezug auf die Sicherheit interessant, sondern bieten auch interessante Rendite-Chancen im Bereich 5 bis 8 Prozent pro Jahr.

 

Ich hoffe meine kleine Serie über die Einschätzung der wichtigsten Kapitalmärkte in 2013 hat Ihnen etwas gebracht. Für alle, die mehr wissen möchten, treten Sie in Kontakt mit uns. Oder melden Sie sich zu unserem monatlichen Newsletter an und erhalten Sie aktuelle Tipps, informieren Sie sich über Termine oder erhalten Sie exklusive Vergünstigungen.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker

Verfasser des Beitrages

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.