Mit ‘Greenpeace’ getaggte Artikel

Umweltverbände – gemeinsam aktiv

Freitag, 23. Februar 2018
Umwelt- und Naturschutz geht alle an. Viele Vereine und Verbände machen sich für das Thema stark und benötigen Unterstützung - aktiv und finanziell. Die wichtigsten Verbände im Überblick.

 

Umwelt schützen – Artenvielfalt erhalten!

 

Aktiv sein für den Schutz von Natur, Umwelt und Klima – das geht zum einen durch unzählige kleine Taten im Alltag. Oder aber durch politisches Engagement oder die aktive Mitgliedschaft in einem Verein.

 

Doch durch die verstärkten Tendenzen zur Individualisierung, klagen immer häufiger Vereine über Mitgliederschwund. Stattdessen besteht immer häufiger die Tendenz, dass sich Menschen kurzzeitig zusammenschließen und für die Dauer eines bestimmten Projektes gemeinsam agieren. Diese Entwicklung setzte bereits in den 90er Jahren bei den Protesten gegen die Atommülltransporte ein und spiegelt sich auch bei unterschiedlichen Aktionsbündnissen zum Klimaschutz wider.

 

 

Vereinsmeier versus Indivualisten

Dennoch gilt Deutschland immer noch als das Land der Vereine schlechthin – insgesamt 580.000 Vereine sind registriert, viele davon agieren auf lokaler Ebene, einige sind bundesweit aktiv. Gerade im Umweltbereich sind einige Organisationen in der Öffentlichkeit besonders präsent. Allen voran der größte deutsche Umweltverband Greenpeace. Aber auch der Bund für Naturschutz (BUND) und der Naturschutzbund (NABU) haben sich durch vielfältige öffentlichkeitswirksame Aktionen und politische Lobbyarbeit einen Namen gemacht und nehmen durch ihre Aktivitäten durchaus Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen und politische Entscheidungen.

 

 

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Greenpeace feiert großen Sieg gegen Shell: Ölbohrungen in der Arktis werden gestoppt

Donnerstag, 01. Oktober 2015

 

Unerwartete Schützenhilfe bekam die Umweltorganisation Greenpeace bei Ihrem Kampf gegen die Ölbohrungen des Ölkonzerns Shell. Mit Ihrer Kampagne Schützt die Arktis ist Greenpeace seit Jahren dabei, die Probebohrungen von Shell in dem komplexen Ökosystem Arktis zu behindern und letztlich zu verhindern. Doch trotz aller Fehlschläge von Shell lies sich der Konzern nicht von den Bohrungen abhalten. Jetzt gab er bekannt, dass sie sich nicht rentieren – aus wirtschaftlichen Gründen.

 

 

Milliardengrab für Shell: 6,3 Milliarden Euro sind verloren

 

 

Nur gut 2 Monate beträgt das Zeitfenster, immer zwischen Juli und September, in dem sich die Probe-Bohrungen von Shell in der arktischen Tschuktschensee durchführen lassen. Entsprechend groß war der Aufwand – immerhin 30 Schiffe und zwei Bohrinseln machten sich von Seattle auf um in der Arktis zu bohren.

 

Nach dem für Europas größten Ölkonzern hoffnungsvollen Start der Schiffe im Juli kehrte nur 2 Monate später die Ernüchterung ein. Wie das Handelsblatt in seiner Ausgabe am 30. September 2015 berichtete, musste der Konzern zerknirscht eingestehen, dass gar keine ausreichenden Mengen an Öl und Gas gefunden wurden.

 

 

Schwerer finanzieller Schlag für Shell: Umweltschützer feiern

Über die letzten Jahre verursachte das Projekt für den britisch-niederländischen Konzern 6,3 Milliarden Euro an Kosten. Trotzdem ging immer irgendetwas schief. 2012 strandete beispielsweise die Bohrplattform “Kulluk” in schwerer See vor der Küste Alaskas. Für Shell, aber auch für alle Mitbewerber, kann der jetzige Abbruch der Bemühungen von Shell, ein heilsamer Warnschuss sein.

 

„Shell gibt auf. Das ist eine hervorragende Nachricht für die Arktis und das Klima und ein großer Sieg für die weltweite Protestbewegung“, sagte Sprecherin Larissa Beumer laut einem Bericht der FAZ

 

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Greenpeace feiert großen Sieg – auch Grünes Geld beteiligte sich an den Protesten gegen die riskanten Arktis-Bohrungen (Bild: Greenpeace).

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Greenpeace Studie: weltweit 100% Erneuerbare Energien bis 2050 machbar

Montag, 21. September 2015

 

Was haben die Internationale Energieagentur IEA, die Investmentbank Goldman Sachs und die amerikanische Energiebehörde  gemeinsam? Sie alle haben in der Vergangenheit Prognosen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien veröffentlicht, die schlechter waren als die Prognosen von GreenPeace. Deshalb sollte man aufhorchen, wenn Greenpeace jetzt die neue Studie zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien, gemeinsam erstellt mit dem Institut für Technische Thermodynamik – Systemanalyse und Technikbewertung des Deutschen Luft- und Raumfahrt Zentrums (DLR), veröffentlicht. Wichtigste Nachricht: nicht zuletzt durch den dynamischen Zuwachs der Erneuerbaren Energien in den letzten 10 Jahren ist das Ziel von 100 % Erneuerbarer Energieversorgung auf der ganzen Welt machbar.

 

 

Greenpeace: 100 % nachwachsende Energien für alle sind bis 2050 schaffbar

 

Es gibt einen drastischen Wechsel im Energiesektor. Nachwachsende oder Erneuerbare Energien wurden mittlerweile in den meisten Ländern zum Mainstream geworden und die Preise dafür sind dramatisch gefallen. Die Studie von Greenpeace zeigt, dass wir unsere Energieversorgung zu den Erneuerbaren Energien hin umbauen und damit die Emission von CO2 bis zum Jahre 2020 konstant halten können. In den folgenden Jahren würden die Treibhausgas-Emissionen dann auf praktisch Null im Jahre 2050 abgesenkt werden können .

 

Der Vorschlag von Greenpeace: phasenweiser Ausstieg aus fossilen Brennstoffen

Die Greenpeace Studie schlägt einen phasenweisen Ausstieg aus den fossilen Energieträgern vor. Zuerst sollte aus der schädlichsten Treibhaus-Gift-Schleuder Braunkohle-Verstromung ausgestiegen werden, dann aus Kohle, Öl und zu guter Letzt auch aus dem relativ atmosphäre-schonenden Gas.

 

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So könnte der phasenweise Ausstieg aussehen (Greenpeace, Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

 

Dabei wurden die Ausstiegszeitpunkte so gewählt, wie die derzeitigen Öl- und Gasfelder zur Neige gehen. Die Suche nach neuen Öl- und Gasfeldern sollte demnach als ein hoch risikoreiches Investment angesehen werden, denn die gefundenen Energien wären möglichweise zum Zeitpunkt der Verwertung schon wertlos.

 

 

Die nachwachsenden Rohstoffe haben bewiesen, dass sie den Wechsel schaffen können

 

Folgende Schlüsse zieht Greenpeace in der Studie:

 

– Beim Zubau von Energieerzeugungsanlagen haben die Erneuerbaren weltweit 60 Prozent beigetragen (Jahr 2014)

– Durch den starken Ausbau von Photovoltaik (PV) und Windkraft sind die Kosten massiv gefallen. PV und Wind sind deshalb in den meisten Regionen gegenüber neu gebauten Kohlekraftwerken wettbewerbsfähig

– Die Erneuerbaren Energien wachsen immer schneller, obwohl ein globales Subventionssystem weiterhin die fossilen Brennstoffe bevorzugt. Laut Internationaler Energie Agentur (IAE) erhalten die fossilen Brennstoffe jährlich rund 550 Milliarden USD an Subventionen und damit rund das Doppelte im Vergleich zu den nachwachsenden Energien

– schon innerhalb der nächsten 15 Jahre kann der Anteil der Erneuerbaren Energien am Strom-Mix von heute 21 Prozent auf 64 Prozent verdreifacht werden. Es würden dann fast 2/3 des Stromes aus Erneuerbaren Energien stammen

 

 

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Zahlen der IAE: die Subventionen für fossile Energien weiterhin doppelt so hoch (Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

 

Wärmeerzeugung und Transportwesen sieht Greenpeace als die großen Herausforderungen

 

– Das Öl für Heizungsanlagen wird durch Solarkollektoren, Geothermieanlagen und Energie aus nachhaltig erzeugtem Wasserstoff ersetzt

Gas wird die letzte fossile Energie sein, wird aber durch Wasserstoff, der von Erneuerbaren Energien erzeugt wird, ersetzt

– Die größte Herausforderung stellt das Transportwesen dar. Hier werden technische Revolutionen und viel Forschung und Entwicklung benötigt, ganz besonders in den Bereichen Luftfahrt und Schifffahrt. Die fossilen Treibstoffe könnten hier durch Bio-Kraftstoffe, nachhaltig erzeugtem Wasserstoff und synthetischen Treibstoffen aus erneuerbaren Energien ersetzt werden. Der Verbrauch an elektrischer Energie steigt also, wird jedoch mit nachwachsenden Rohstoffen erzeugt

 

Der Wechsel auf 100% Erneuerbare wird Arbeitsplätze bringen

– In jeder Phase des Wechsels hin zu den Erneuerbaren Energien werden mehr Arbeitsplätze entstehen. Trotzdem sieht die Internationale Energie Agentur IEA die Arbeitsplätze ab 2020 fallen. Greenpeace sieht sie dagegen steigen – von heute bis 2030 um 20 Millionen. Der Grund ist das starke Wachstum und die großen Investitionen in die Erneuerbaren Energien.

– Genauere Zahlen schätzt Greenpeace auch ab: Die Photovoltaik-Industrie wird auf 9,7 Millionen Arbeitsplätze kommen, in etwa die Anzahl der Arbeitsplätze in der Kohleindustrie heute. Die Windenergie wird auf 7,8 Millionen Arbeitsplätze kommen, doppelt so viele wie in Öl & Gas aktuell beschäftigt werden

– Auch bei den Arbeitsplätzen geht es um einen allmählichen Übergang, die Übergang wird nicht über Nacht geschehen. Auch in 2030 werden beispielsweise noch 2 Millionen Menschen in der Kohleindustrie arbeiten

 

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Mehr Arbeitsplätze im Energiesektor als heute: die Erneuerbaren (Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

 

 

 

Die Kosten sind hoch, aber die Einsparungen sind noch höher

Die Erneuerbaren Energien schicken keine Rechnung. Deshalb werden langfristig die Erneuerbaren Energien kostengünstiger sein als die fossilen Energieträger. Der Break-Even-Punkt ist zwischen 2025 und 2030 zu erwarten. Die Investitionskosten um den Übergang hin zu 100 Prozent nachwachsenden Rohstoffen zu schaffen betragen laut der Studie rund 1 Billion USD jährlich. Dem stehen jedoch Einsparungen von 1,07 Billionen USD jährlich gegenüber.

 

Immer mehr Unterstützung für 100 % Erneuerbare

Die mehr der Wissenschaftler, Ingenieure und Aktivisten ist nicht nur der Ansicht, dass 100 % Erneuerbare Energien nicht nur erreichbar, sondern auch wichtig sind.

 

Auch auf lokaler Ebene gibt es immer mehr Unterstützung in Wirtschaft und Politik. Von den rund 200 Ländern der Erde haben mittlerweile 164 Länder Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren Energien definiert. Einige Städte haben sich zu 100 Prozent Erneuerbare Energien bekannt, in letzter Zeit Fukushima in Japan, Maui County auf Hawai.

 

Hier die Originalquellen:

 

Energy Revolution 2015 Full Report

Energy Revolution 2015 Executive Summary

Energy Revolution 2015 Key Messages

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

27.09.2011 : Overshoot Day

Dienstag, 27. September 2011
Regenwald

Der Bedarf an natürlichen Ressourcen übersteigt die Verfügbarkeit an natürlichen Ressourcen. Ein nachhaltigeres Wirtschaften ist daher dringend erforderlich.

Wir schreiben heute den 29. Septempber 2011. Ein ganz besonderer Tag, schließlich ist ab heute das Jahresbudget der Natur aufgebraucht. Heute ist der sogenannten Overshoot Day.

 

Wir haben jetzt bereits alle Ressourcen der Erde beansprucht, die für ein ganzes Jahr ausgereicht hätten, wenn unsere Wirtschaft nachhaltig betrieben worden wäre. Die gesamte Menschheit hat Schulden, und zwar Schulden bei der Natur. Die Umweltorganisationen WWF, GLOBAL 2000 und Greenpeace geben zu bedenken, dass wir uns zu viel von der Natur nehmen, obwohl wir nicht zurückzahlen können.

 

Experten des Global Footprint Networks haben den Overshoot Day errechnet, indem sie die Biokapazität der Erde mit dem ökologischen Fußabdruck verglichen haben. Die Biokapazität ist die Summe aller natürlichen auf dem Planeten befindlichen Ressourcen, die sich jährlich immer wieder erneuern. Der ökologische Fußabdruck (auch: Footprint) stellt den Bedarf an natürlichen Ressourcen da.

 

Obwohl es mittlerweile möglich wäre den Footprint zu reduzieren ist er weiterhin am wachsen. Eine Kehrtwende ist noch nicht in Sicht. Dabei ist es enorm wichig unseren Bedarf an natürlichen Ressourcen zu verringern. Schließlich haben wir bereits im September diesen Jahres unser jährliches Budget, welches für die Erde verträglich ist, überschritten.

 


 

Unser Tipp für eine nachhaltige und ökologische Geldanlage:  Einmalsparen Standard 2000+ Ethik

 

Projekt Einmalsparen Standard 2000+ Ethik
Laufzeit täglich kündbar
Mindestanlagesumme 2.000 Euro
Rendite 2009: 20,75%
2010: 13,77%
Besonderheit – Sehr gute Chancen auf langfristig überdurchschnittliche Wertzuwächse
– Täglich kündbar
– Sie investieren nachhaltig
– Alle ausgewählten Nachhaltigkeitsfonds berücksichtigen strenge Ethik-Filter

 

Alle Informationen bei gruenesgeld24.de

 


 

Unseren Bedarf zu reduzieren wird sicherlich keine leichte Aufgabe, zumal die Menschheit stets weiter am wachsen ist und somit noch mehr Energie benötigt. Ziel muss es daher sein, die vorhandenen Ressourcen auf dem gesamten Planeten gerecht zu verteilen. Die aktuelle Lage ist nämlich so, dass lediglich ein Viertel der Weltbevölkerung ganze drei Viertel der Ressourcen aussnutzt.

 

Seit den 70er Jahren übersteigt der Footprint jedes Jahr aufs Neue die Biokapazität der Erde. Dieses Jahr beträgt das ökologische Defizit etwa 40%. Es muss damit aufhören, dass die Menschheit weiterhin so viele Schulden bei der Natur aufnimmt, denn anderst wie bei einer Firma, wäre ein Bankrott der Erde der Untergang für uns alle.

Wenn auch Sie zu einer besseren Zukunft beitragen möchten, dann legen Sie ihr Geld in nachhaltige Fonds und ökologische Fonds an, welche in Unternehmen investieren, die auch wirklich nachhaltig wirtschaften.

Ist Volkswagen noch nachhaltig?

Dienstag, 02. August 2011
Prokuktion eines VW

Trotz Kritik diverser Nichtregierungsorganisationen bleibt VW weiterhin nachhaltig. Wenn Sie sich für nachhaltige Investments interessieren, klicken sie für weitere Informationen auf das Bild.

Volkswagen-Aktien sind in vielen Nachhaltigkeitsfonds und -indices enthalten. Nun, da VW stark in der Kritik aufgrund von Vorwürfen mehrerer Nichtregierungsorganisationen steht,  tut sich mehr und mehr die Frage auf, ob VW-Aktien für ein nachhaltiges Investment, wie sie in nachhaltigen Banken angeboten werden, weiterhin geeignet sind.

 

Der Werbeslogan von VW in Bezug auf die „Think Blue“-Kampagne lautet „Nachhaltigkeit ist bei Volkswagen mehr als nur eine edle Absicht“. Damit versucht sich der Konzern als Vorreiter der Automobilbranche auf einen Pfad zu klimaneutralerer Mobilität zu platzieren. Nach eigener Aussage von VW konzentrieren sie sich auf die Entwicklung von energieeffizienteren Fahrzeugen und achten auf eine vorbildliche Unternehmensführung sowohl bei sich selbst als auch bei ihren Zulieferern. Dieses Verhalten von VW führte dazu, dass dessen Aktie in Nachhaltigkeitindizes wie beispielsweise den Dow Jones Substainability Index World (DJSI) und in Nachhaltigkeitsfonds von Anbietern wie etwa Vontobel, SEB oder Credit Suisse aufgenommen wurde.

 

Ins schlechte Licht gerückt worden ist VW aufgrund von Vorwürfen mehrerer Nichtregierungsorganisationen wie etwa das Institute for Global Labour and Human Rights (IGLHR), dessen Sitz in Pittsburgh in Pennsylvania (USA) liegt. So wird dem Konzern u. a. vorgeworfen, dass in Zulieferunternehmen aus China und Malaysia mehrmals schwere Arbeitsrechtsverletzungen stattgefunden haben sollen. Mitarbeiter sollen dabei teilweise unter gesetzeswidrigen Umständen über Monate hinweg zwischen 84 und 112 Wochenstunden gearbeitet haben. Volkswagen teilte nun mit, dass die betroffenen Zulieferer keine direkten Lieferanten von ihnen seien und dass das Unternehmen die vorgeworfenen Tatbestände jedoch sehr ernst nehme.

Ebenfalls Kritik eingefangen hat sich VW von der Naturschutzorganisation Greenpeace.  Diese wirft dem Unternehmen vor anstatt von Klimaschutz lediglich eine „grüne Rhetorik“ zu betreiben. Zwar werden klimafreundliche Fahrzeuge produziert, jedoch werden diese zu unverhältnismäßig hohen Preisen veräußert.

 

Fondsmanager von Nachhaltigkeitsfonds, wie z.B. dem „SEB ÖkoKux“, welche durchaus stark auf VW-Aktien setzen, sehen aufgrund der Kritik keinen sofortigen Handlungsbedarf. Volkswagen sei bereits dabei mit seinen Zulieferern eine schnellstmögliche Lösung zu finden und es wird zuversichtlich davon ausgegangen, dass VW dieses Problem lösen kann. Sollte dies nicht so der Fall sein, wird von den Fondsmanagern auf eine Lösung gedrängt.

 

Jedenfalls überzeugt das Unternehmen auch weiterhin in den Bereichen Globalisierung, Demographie und Nachhaltigkeit. Die Ergebnisse von VW zur Verbesserung der CO2-Reduzierung sind im Vergleich zu anderen Konzernen definitiv als gut zu bezeichnen. Es besteht somit kein Zweifel, dass VW nicht auch weiterhin nachhaltig bleibt und in sozialen Fonds,  Ökofonds oder Umweltfonds vorhanden sein wird.

Antrieb Zukunft

Montag, 04. Juli 2011

Als wir am Wochende in Berlin waren, trafen wir, am Rande der Zukunftskonferenz „Antrieb Zukunft“ am 02.07.2011, auf folgendes Bild:

 

Greenpeace Protest

Greenpeace Protest vergangenes Wochenende in Berlin

Greenpeace fordert unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel zum aktiven Leadership gegen den Klimawandel auf. Dies ganz an prominenter Stelle. Direkt neben dem Hotel Adlon auf dem Platz vor dem Brandenburger Tor.

 

Einige Passanten beobachteten die Aktion, bei der sich Greenpeace Aktivisten an Seilsicherungen an der Hausfassade herabließen um ein riesiges Plakat zu befestigen. Im Gebäude nebenan fand der zweite Petersberger Klimadialog statt. Frau Merkel und 35 Minister wollen bei ihrem Treffen neue Wege finden, wie die imens angestiegenen Klimakillergase bis Ende dieses Jahrzehnts deutlich verringert werden können. Das Treffen dient auch als Abstimmung der EU Teilnehmer für die Weltklimakonferenz in Durban im Dezember 2011.

 

Wenn die EU gemeinsam mit China, Indien und Brasilien mit ehrgeizigeren Klimaschutzzielen aufwarten würde, könnte vielleicht sogar der Klimasünder USA zum Umdenken bewogen werden. Noch immer weigern sich die USA das Kyoto-Protokoll zu unterzeichnen und stellen sich damit weiter gegen ein rechtsverbindliches Abkommen.

 

Für alle die nicht auf unsere Politiker warten wollen und aktiv etwas gegen den Klimawandel tun möchten. Hier eine hochinteressante Möglichkeit:

Spannend bleibt was Bolivien und Equador in die Klimaverhandlungen in Durban, Südafrika einbringen werden. Diese beiden Länder sind die einzigen weltweit, die die Natur und Mutter Erde verfassungsrechtlich geschützt haben.

 

Während man bei uns und den meisten Staaten immer noch darüber nachdenkt den Schaden zu begrenzen, wagen diese beiden Länder ein neues positives Denken. Buen Vivir – ein gutes Leben ist eben mehr als Schadensbegrenzung bei Umweltverschmutzung und Wohlstand aufgrund BIP – Zuwächsen.