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Nachhaltig vorsorgen – Stuttgarter GrüneRente

Dienstag, 04. Oktober 2016
Zusammenfassung: Eigenverantwortlich für die Finanzen im Alter vorsorgen ist längst Pflichtprogramm - nicht nur für Selbstständige. Wem der Erhalt der Umwelt und soziale wie ethische Themen am Herzen liegen, findet mit der Stuttgarter GrüneRente ein vielfältiges Angebot zur Altersvorsorge.

 

 

Weitsicht beweisen - frühzeitig für das Alter vorsorgen.

Weitsicht beweisen – frühzeitig für das Alter vorsorgen.

Was für Selbstständige schon lange Pflichtprogramm, ist mittlerweile auch für gesetzlich Rentenversicherte Realität geworden: Eine solide und realistische finanzielle Vorsorge für das Alter muss eigenverantwortlich geplant werden, denn die gesetzliche Rente reicht kaum noch aus, um den erworbenen Lebensstandard auch nach dem Arbeitsleben in der gewohnten Weise fortführen zu können.

 

Wer aktuell sein Leben nach ökologischen und sozialen Maßstäben ausrichtet, sollte auch bei Produkten zur Altersvorsorge keine Abstriche machen. Die traditionsreiche Stuttgarter Lebensversicherung a.G. bietet mit der Stuttgarter GrüneRente eine gute Möglichkeit, für das Alter vorzusorgen und gleichzeitig umwelt- und sozialverträglich zu investieren.

 

 

Geprüft und für „stark überdurchschnittlich“ befunden

Die Stuttgarter Lebensversicherung ist bereits seit mehr als hundert Jahren im Markt und zählt zu den führenden deutschen Versicherern. Das Unternehmen firmiert als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, das bedeutet, dass die Stuttgarter Lebensversicherung keinen Aktionärsinteressen verpflichtet ist, sondern sich ganz den Kundeninteressen widmen kann.

 

Ein nicht zu vernachlässigender Faktor, denn gerade bei lang laufenden Altersvorsorgeverträgen ist das Vertrauen in einen leistungsstarken Partner von hoher Bedeutung. Auch angesichts des derzeitigen Niedrigzinsniveaus sollte die Versicherungsgesellschaft Finanzstärke beweisen.

 

Das ökologische Verbrauchermagazin Öko-Test hat im vergangenen Jahr die Stuttgarter Lebensversicherung im Bereich Finanzstärke mit „stark überdurchschnittlich“ bewertet. Damit schnitt die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. als beste Maklergesellschaft und als finanzstärkster Versicherer ab.

 

Geprüft wurden insgesamt 66 deutsche Lebensversicherungsgesellschaften hinsichtlich ihrer Ertragslage und Stabilität. Dabei wurden unter anderem die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen, Nettoverzinsungen, Bewertungsreservequoten, Ausschüttungsreserven und Überschussquote unter die Lupe genommen. Außerdem wurden Kundenbeteiligung und Finanzstärke sorgfältig untersucht.

 

 

Die passende Lösung für jeden Anlagetyp

Die GrüneRente der Stuttgarter Lebensversicherung basiert auf den drei Werten ökologisch, ethisch und sozial. Wer sich für die GrüneRente entscheidet, kann also sicher gehen, dass sein Geld in Projekten angelegt wird, die einen positiven Einfluss auf unsere Umwelt haben.

 

Darüber hinaus soll die Investition auch die Zukunftsfähigkeit der gesamten Gesellschaft fördern und die ethischen Werte der Allgemeinheit unterstützen.

 

Auch wenn den Kunden der Stuttgarter GrüneRente eine ökologisch nachhaltige und sozialverträgliche Geldanlage sehr wichtig ist, sind sie in ihrem Anlageverhalten durchaus unterschiedlich aufgestellt. Daher bietet die Stuttgarter flexible Lösungen für jeden Anlegertyp, vom sicherheits- bis zum chancenorientierten Ansatz.

 

 

Sicher ist sicher – GrüneRente classic

Die GrüneRente classic spricht als klassisches Anlageprodukt in erster Linie sicherheitsbewusste Anleger an, die eine sichere lebenslange Rente wünschen. Mit ihrer Altersversorgung fördern die Versicherungsnehmer soziale und ökologische Projekte und legen ihr Geld dennoch risikoarm und bei guter Rendite an.

 

GrüneRente classic bietet einen soliden Vermögensaufbau, eine garantierte Verzinsung, laufender Überschussbeteiligung, Schlussüberschussbeteiligungen sowie Beteiligungen an Bewertungsreserven.

 

Die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. bietet ihren Kunden für 2017 eine Gesamtverzinsung von 3,0 Prozent (2016: 3,51 Prozent). Die in der Gesamtverzinsung enthaltene laufende Verzinsung beträgt 2,3 Prozent (2016: 2,8 Prozent). Hinzu kommen die Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven und die Schlussüberschuss-Anteile.

 

Diese werden nach dem Assekurata-Modellfall mit einer Laufzeit von 25 Jahren errechnet. Am Kapitalmarkt lassen sich zurzeit mit Produkten vergleichbarer Sicherheit nur erheblich geringere Zinserträge erzielen. Beispielsweise bietet eine 10-jährige Bundesanleihe aktuell eine Rendite von nur etwa 0,3 Prozent (Quelle: bundesbank.de, 16.11.2016).

 

Die Sparanteile der Versicherungsbeiträge werden in grüne Geldanlagen, wie beispielsweise Windkraft, Solarenergie, nachhaltige Wohnanlagen und Nachhaltigkeitsfonds investiert.

 

Dass diese nachhaltige Projekte und Kapitalanlagen den Kriterien ökologisch, sozial und ethisch entsprechen, wird durch das unabhängige Institut für nachhaltiges, ethisches Finanzwesen e. V. (INAF) kontrolliert.

 

INAF übernimmt die Qualitätssicherung nachhaltiger, ethischer Geldanlagen und fördert den Dialog zu diesen Themen zwischen Anlegern und Finanzdienstleistern. Die Stuttgarter Lebensversicherung informiert in ihrem jährlichen Anlagebericht über die Anlageprojekte und liefert die relevanten Daten und Fakten.

 

 

Sicherheit und Rendite – GrüneRente performance-safe

Gut gesichert!

Gut gesichert!

Wer neben der verlässlichen Sicherheit auch einen Teil chancenorientierter anlegen möchte, findet in der GrüneRente performance-safe ein Angebot, dass auch die Rendite-Erwartungen einer fondsgebunden Kapitalanlage beinhaltet.

 

Dabei wird der Sparanteil der Beiträge in drei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt: in den Deckungsstock, in Wertsicherungsfonds sowie in Fonds. Die Anteile variieren abhängig von Laufzeit und Garantieniveau. Alle Projekte sind auch hier INAF-geprüft.

 

Der Deckungsstock sichert dabei die Beitragsgarantie. Dieser Teil des Vertragsguthabens, wird – wie bei GrüneRente classic – in soziale und ökologische Projekte und Kapitalanlagen investieren. Diese Anlage ist risikoarm und verspricht eine solide Rendite.

 

Die Anlagen in den nachhaltigen Wertsicherungsfonds fangen die täglichen Kapitalmarktschwankungen auf und sichern mit dem Deckungsstock gemeinsam die Beitragsgarantie. Dagegen bietet die Anlage in freie Fonds gute Renditechancen.

 

Dazu bietet die Stuttgarter Lebensversicherung eine Auswahl an nachhaltigen Fonds an. Versicherungsnehmer entscheiden sich dann zwischen nachhaltigen Einzelfonds, investieren also in ausgewählte Fonds, oder in ein nachhaltig gemanagtes Portfolio, dass von Experten verwaltet wird.

 

 

Aktiv im Kapitalmarkt – GrüneRente invest

Wer sich für eine investmentorientierte Altersvorsorge interessiert, entscheidet sich für die GrüneRente invest. Hier werden die Sparanteile der Beiträge komplett in Nachhaltigkeitsfonds investiert und die starken Renditechancen des Kapitalmarktes ausgeschöpft. Wer diese Variante wählt, entscheidet sich zwischen der Anlage in nachhaltige Anlagefonds oder in ein nachhaltig gemanagtes Portfolio.

 

Wer sich für nachhaltige Anlagefonds entscheidet, kann aus Fonds mit unterschiedlichen Schwerpunkten frei wählen oder diese miteinander kombinieren. Die Fonds lassen sich auch während der Laufzeit auswechseln. Angeboten werden die Schwerpunkte Ethik, Multi Asset, Neue Energien, Renten und Umwelttechnologie.

 

Wer auf ein nachhaltig gemanagtes Portfolio setzt, investiert zu 70 Prozent in Aktien unter Beimischung von Rentenfonds und anderen Anlageklassen. Die Anlagen haben soziale, ökologische und ethische Schwerpunkte, sind langfristig angelegt und wachstumsorientiert.

 

Das Vermögen der Dachfonds wird von der erfahrenen Fondsgesellschaft C-Quadrat verwaltet und optimiert. So profitieren Anleger von geringeren Risiken und ausgezeichneten Renditechancen.

 

 

Gemeinsam die passende Lösung finden

Durch das breitgefächerte Angebot Stuttgarter GrüneRente, findet jeder Anlegertyp eine optimale Basis für seine private Altersvorsorge und kann zugleich einen positiven Einfluss auf die weitere Entwicklung von Umwelt und Gesellschaft nehmen.

 

Die Stuttgarter Lebensversicherung stellt eine unabhängige Beratung durch die Zusammenarbeit mit freien Finanzvermittlern wie Grünes Geld sicher. Wir beraten Sie gerne umfassen zur privaten Altersvorsorge, wählen das passende Produkt aus, und informieren über steuerliche Vorteile. 

 

 

 

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Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Nachhaltige Altersvorsorge: Betriebsrente

Dienstag, 20. Mai 2014

Im ersten Teil unserer Serie nachhaltige Altersvorsorge haben wir uns mit der entstehenden Deckungslücke beschäftigt, im zweiten Teil mit dem Thema Fondssparplan, im dritten Teil mit privaten Rentenversicherungen, im vierten Teil mit der Riester-Rente, im fünften Teil mit der Rürup-Rente und im sechsten Teil mit dem Thema Steuern sparen.  Heute möchte ich Ihnen die Betriebsrenten vorstellen und aufzeigen, wie der Staat diese Art fördert. 

 

 

Nachhaltige Altersvorsorge: die grüne Betriebsrenten

Im Herbst des Lebens die Ernte einfahren: Wer eine gute Betriebsrente hat kann sich entspannen.

 

 

 

Um was geht es bei der Betriebsrente?

Der Ansatz, dass zusammen mit dem Arbeitgeber eine Altersvorsorge aufgebaut wird, gibt es schon lange – und Gesetze dazu in Deutschland auch. Besonders in den Aufschwungjahren der 60er und 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurden viele Betriebsrenten aufgebaut. Doch einen richtigen Schub bekamen die Betriebsrenten erst 2002, als der damalige Finanzminister Hans Eichel das Recht für jeden Arbeitnehmer einführte, dass er Bestandteile seines Gehaltes in einen Rentenanspruch umwandeln darf.

 

Darum geht es: Arbeitnehmer in Deutschland dürfen einen Teil, aktuell (Jahr 2014) bis zu 2.856 Euro pro Jahr, steuer- und sozialabgabenfrei in einen Rentenvertrag einzahlen. Weitere 1.800 € pro Jahr sind darüber hinaus noch möglich, diese allerdings nur steuerfrei (und sozialabgabenpflichtig). Dieses Werte gelten auch für die nachhaltige Altersvorsorge.

 

Und wo ist der Haken bei der Betriebsrente?

Während die Einzahlungen also stark begünstigt sind („aus dem Bruttogehalt heraus gezahlt werden“), müssen die später ausgezahlten Renten ganz normal versteuert werden. Im Gegensatz zur Riester- und Rürup-Renten müssen darüber hinaus auch Sozialabgaben bei den Renten abgeführt werden. Die Grundidee dabei: im Ruhestand dürften die Steuern niedrig sein oder ganz wegfallen (Freibeträge), ähnlich bei den dann üblicherweise niedrigeren Sozialabgaben. Und in der Ansparphase bis zum Ruhestand konnten sich auch die Einsparungen verzinsen, was bei langlaufenden Verträgen (oftmals 30 Jahre oder länger), erheblich ist.

 

Gibt es etwas vom Arbeitgeber dazu?

Der Rechtsanspruch bedeutet zunächst, dass der Arbeitnehmer einen Teil seines Gehaltes umwandeln darf (in Rentenansprüche). Er spart darauf Steuern und Sozialabgaben, so dass für 100,00 Euro Einzahlung in den Vertrag oftmals nur 40 bis 50 Euro tatsächlich vom Arbeitnehmer gezahlt werden müssen. Der Rest kommt durch die Einsparungen zustanden. Der Fachbegriff: arbeitnehmerfinanzierter Vertrag (nachhaltige Altersvorsorge).

 

 

 

Darüber hinaus spart der Arbeitgeber ebenfalls seine Sozialversicherungsabgaben auf die Beiträge, die in den Betriebsrentenvertrag gezahlt werden. Das sind rund 20%. Sehr viele Arbeitgeber spendieren diese Ersparnis dem Arbeitnehmer. Der Fachbegriff hierfür: mischfinanzierter Vertrag (nachhaltige Altersvorsorge).

In einigen Fällen gehen die Arbeitgeber noch einen Schritt weiter und zahlen aus eigener Tasche noch einen größeren Teil des Beitrags hinzu oder übernehmen den Beitrag komplett. Der Fachbegriff: arbeitgeberfinanzierter Vertrag (nachhaltige Altersvorsorge).

 

Wie schaut ein konkretes Beispiel für eine grüne Betriebsrente aus?

Am besten kann man die Betriebsrente an einem konkreten Beispiel darstellen. Hier geht es um einen mischfinanzierten Fall, bei dem der Arbeitgeber seine rund 20% Sozialabgabenersparnis in den Vertrag des Arbeitnehmers mit einzahlt. Der Monatsbeitrag beträgt 232 Euro, die Höchstgrenze für 2013 für Sozialabgaben- und Steuerfreiheit.

 

Nachhaltige Altersvorsorge Betriebsrente

Berechnungsergebnis Stuttgarter Grüne Rente: aus 80,76 Euro Beitrag 520,22 Euro Rente (nicht garantiert, mit Leistungen aus Überschussanteilen)

 

Auch nach Abzug Sozialabgaben und Steuern in der Rentenphase kann sich diese Arbeitnehmerin über eine attraktive Form der Altersvorsorge freuen, denn dem Eigenbeitrag von 80,76 Euro stehen „Fremdbeiträge“ von 151,24 Euro (!) gegenüber.

 

Welche Auswahlmöglichkeiten gibt es bei der Betriebsrente?

Es gibt verschiedene sogenannte Durchführungswege. Das können zum Beispiel Pensionsfonds, Pensionskasse oder Direktversicherung, sein. In der Praxis wird heutzutage nahezu immer die Direktversicherung gewählt, denn sie minimiert den Verwaltungsaufwand für den Arbeitgeber und überlässt die Haftung hauptsächlich der Versicherung. Auch bei einer Insolvenz des Arbeitgebers bleibt das Vermögen geschützt und der Vertrag kann weiter geführt werden.

Bei der Direktversicherung kann, ähnlich wie bei der nachhaltigen Privatrente, den Riesterrenten oder den Rüruprenten, zwischen einen klassischen Garantievariante und einer fondsgebundenen Variante ausgewählt werden.

Die Garantievarianten bieten aktuell eine Verzinsung der Beiträge von rund 3,5% p.a. und einen Garantiezins von 1,75% p.a. (dieser gilt für die Sparbeiträge ohne Kosten).

Als nachhaltige Betriebsrente mit Garantie empfehle ich üblicherweise die Oeco Capital oder die Stuttgarter Grüne Rente. In beiden Fällen handelt es sich um alteingesessene, verlässliche Unternehmen die das eingesetzte Kapital nach strengen ethisch-ökologischen Kriterien anlegen. Die Philosophie ist bei der ausschließlich auf nachhaltige Geldanlagen ausgerichteten Oeco Capital stringenter; die besseren finanziellen Erfolge erzielt üblicherweise die Stuttgarter Grüne Rente.

Auf bessere langfristige Anlageergebnisse dürfen sich Anleger von fondsgebundenen Betriebsrenten freuen. Statt 3,5% werden über lange Anlagezeiträume Renditen im Bereich 6% bis 9% realisiert. Hier ist die Auswahl an Gesellschaften mit eine guten Auswahl hochwertiger Ökofonds breiter. Favoriten sind hier Continentale, Volkswohl Bund, Helvetia oder die Stuttgarter.

 

 

Mehr zur nachhaltigen Altersvorsorge

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Grüne Altersvorsorge: Rürup-Rente

Montag, 12. Mai 2014

Im ersten Teil unserer Serie grüne Altersvorsorge haben wir uns mit der entstehenden Deckungslücke beschäftigt, im zweiten Teil mit dem Thema Fondssparplan, im dritten Teil mit privaten Rentenversicherungen und im vierten Teil mit der Riester-Rente.  Heute möchte ich Ihnen das Thema Rürup-Rente, oder auch Basisrente genannt, möglichst einfach verständlich erklären. Selbstverständlich geben wir auch konkrete Hinweise, wie man seine Basis-Rente ethisch-ökologisch gestalten kann. Aktuell sind rund 2 Millionen Basisrenten abgeschlossen, die Rente wird also gut angenommen.

 

 

Kaltblüter: kräftige Arbeitspferde wie die Basisrente für die grüne Altersvorsorge

Kräftige Arbeitstiere: Die Basisrente muss ebenfalls zuverlässig und kräftig sein, damit im Alter der Lebensstandard gesichert ist. (Bild: Verena N. / pixelio.de)

 

Was ist eine Rürup-Rente?

Eine Rürup-Rente ist eine Rentenversicherung, bei der durch die Sparbeiträge erheblich Steuern gespart werden können. Einzahlungen bis 20.000 Euro (40.000 Euro bei Ehepartnern) pro Jahr können als Sonderausgaben angesetzt werden, allerdings erst ab 2025 zu 100%. Vorher steigt der Satz jährlich um 2 Prozentpunkte an, im Moment (2014) sind es 78%. In 2015 dann also 80%, in 2016 82%, usw. Angenommen man würde in einem Jahr zum Beispiel 3.600 Euro (also 300 Euro pro Monat) einzahlen, könnten davon als Sonderausgaben 78%, also 2.808 Euro, verwendet werden. Das verminderte „zu versteuernde Einkommen“ reduziert die Steuerzahlungen, man spart in diesem fiktiven Fall zum Beispiel rund 1.400 € im Jahr. Und das Jahr für Jahr für Jahr.

Bei der Rürup-Rente (anderer Begriff: Basisrente) ist die Flexibilität hoch; häufig wird ein überschaubarer monatlicher Beitrag von zum Beispiel 100,00 Euro gewählt und mit Sonderzahlungen gegen Ende des Jahres die Rente angehoben. Das ist problemlos möglich.

 

 

Für wen ist die Rürup-Rente als grüne Altersvorsorge gedacht?

Die Rürup-Rente zielt hauptsächlich auf Selbstständige, die nicht in die gesetzliche Rente einzahlen und auch keine Riesterförderung erhalten. Und gerade dort ist das flexible Modell interessant, bei dem zum Jahresende abhängig von der Entwicklung des Unternehmens, eine größere Sonderzahlung geleistet wird. Generell können aber alle Bundesbürger eine Rürup-Rente abschließen.

 

 

Was sind die Vorteile von Rürup-Rentenverträgen?

–> hohe Steuervorteile in der Ansparphase

–> hohe Flexibilität bei Einzahlung (zum Beispiel mit Zuzahlungen)

–> Auswahl Garantieprodukt oder renditestark in Fondspolicen

 

 

Was sind die wesentlichen Nachteile von Rürup-Rentenverträgen?

–> Rentenzahlungen sind erst ab dem 62. Lebensjahr möglich

–> ausschließlich Leibrente als Auszahlung: das heißt, immer nur eine bis zum Lebensende reichende, monatliche Rentenzahlung (keine Kapitalauszahlung)

–> wie bei gesetzlicher Rente sind die Rentenanwartschaften nicht übertragbar, beleihbar oder veräußerbar

 

 

Konkretes Rechenbeispiel:

Ich habe einmal ein unverbindliches Beispiel für einen Rürup-Sparer berechnet, um die Sachverhalte zu verdeutlichen. Die Berechnung wurde mit der Software Dr. Kriebel Beratungsrechner durchgeführt und ist ohne Gewähr.

 

Man sieht die sehr hohe Förderung in der Ansparphase. Auch nach der Besteuerung der Rentenzahlungen ist die Basisrente dann im Vorteil, wenn der Grenzsteuersatz im Ruhestand um 15% höher liegt als heute. Das dürfte für die meisten erfüllt sein.

 

 

Geburtsdatum 01.01.1990
Gewünschtes Ruhestandsalter 67 (=2057)
Einkünfte p.a. 80.000 €
Steigerung Arbeitseinkommen 3,00%
Sonstige Dauereinkünfte p.a. 0 €
Steuertabelle konstant Nein
Tätigkeitsstatus Selbständiger
     
Kirchensteuersatz 0,0%  
Familienstand ledig  
 
Kinderzahl 0  
 
 
Altersvorsorgeaufwendungen (nach § 10 EStG)
Eigener Beitrag 0 €
AG-Beitrag 0 €
Sonstige Vorsorgeaufwendungen (nach § 10 EStG)
Eigener Beitrag 8.480 €
Neuer Beitrag in die Basisrente (brutto)
zum 01.06.2014 monatlich 300 €
einmalige Sonderzahlung 0 €
Dynamik p.a. 3,00%
Rendite der Geldanlage p.a. 6,00%

 

 

Jahr Fördersatz
§10 (3)EinkStG
MaximalbegünstigteSparrate
(Unverheiratete)
Vorsorgeaufwendungen Jahres-beitrag Steuererstattung durch Netto-belastung Förder-quote
ohne neue mit neuer Basisrente AltEinkG
Basisrente
201420152016201720202025

 

2030

 

2035

 

2040

 

2045

 

2050

 

2055

 

2057

 

78%
80%82%84%90%100%100%

 

100%

 

100%

 

100%

 

100%

 

100%

 

100%

 

20.000 €
20.000 €20.000 €20.000 €20.000 €20.000 €20.000 €

 

20.000 €

 

20.000 €

 

20.000 €

 

20.000 €

 

20.000 €

 

20.000 €

 

3.801 €
3.501 €3.201 €2.901 €2.800 €2.800 €2.800 €

 

2.800 €

 

2.800 €

 

2.800 €

 

2.800 €

 

2.800 €

 

2.800 €

 

5.439 €
6.431 €6.295 €6.165 €6.622 €7.723 €8.507 €

 

9.416 €

 

10.470 €

 

11.691 €

 

13.107 €

 

14.749 €

 

7.991 €

 

2.100 €
3.663 €3.773 €3.886 €4.246 €4.923 €5.707 €

 

6.616 €

 

7.670 €

 

8.891 €

 

10.307 €

 

11.949 €

 

5.191 €

 

726 €
1.298 €1.040 €1.097 €1.284 €1.654 €1.917 €

 

1.778 €

 

2.062 €

 

2.390 €

 

2.216 €

 

2.569 €

 

1.116 €

 

0 €
0 €0 €0 €134 €134 €134 €

 

107 €

 

107 €

 

107 €

 

86 €

 

86 €

 

86 €

 

1.374 €
2.365 €2.733 €2.789 €2.828 €3.135 €3.655 €

 

4.730 €

 

5.501 €

 

6.394 €

 

8.005 €

 

9.294 €

 

3.989 €

 

52,8%
54,9%38,0%39,3%50,1%57,0%56,1%

 

39,9%

 

39,4%

 

39,1%

 

28,8%

 

28,6%

 

30,1%

 

Summe 307.742 € 81.484 € 4.216 € 222.042 €

 

Eine weitere Rechnung zeigt: Sofern der Grenzsteuersatz im Ruhestand um 15,0%-Punkte niedriger liegt als der heutige, wird die Nettohöhe Ihrer Basisrente um 4,1% höher als die Nettorente einer privaten Rentenversicherung liegen.

 

Die Steuerersparnis durch die Basisrente in diesem Fall: 81.484 Euro

 

Grüne Rürup-Renten

Im Bereich der kapitalgebunden Rürup-Renten sind als grüne Varianten nur wenige Angebote auf dem Markt. Meine Favoriten sind dabei die Angebote der Gesellschaften Oeco Capital sowie die Stuttgarter Grüne Rente. Oeco Capital verfolgt den Nachhaltigkeitsgedanken sehr konsequent; die Stuttgarter ist bei der Renteprognose in der Regel etwas besser.

Im Bereich fondsgebundener Basisrenten ist die Auswahl deutlich breiter, das man hier durch die Auswahl entsprechend strenger Ethik-Fonds bei vielen Gesellschaften einen grünen Ansatz umsetzen kann. Eine qualitativ hochwertige Auswahl an strengen und guten Nachhaltigkeitsfonds sind für uns die Vorraussetzung. Helvetia und Volkswohl Bund sind hier sehr gute Anbieter mit vielen Optionen und Möglichkeiten. Die niedrigsten Kosten und damit die höchsten Ablaufleistungen sind meist bei der Continentale zu bekommen. Auch die Continentale bietet eine überzeugende Auswahl guter Ökofonds.

 

 

Basisrente bei Grünes Geld berechnen lassen

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Grüne Altersvorsorge: Fondssparplan

Mittwoch, 26. Februar 2014

Wie wir im 1. Teil unserer losen Serie „Grüne Altersvorsorge“ dargestellt haben, reichen in aller Regel weder die Pension von Staatsdienern noch die gesetzliche Rente zur Absicherung des Lebensstandards im Alter, aus. Zu groß ist das Heer der Ruheständler, zu wenige zahlen Beiträge ein und tragen damit die Lasten der demografischen Entwicklung. Die deshalb entstehende Versorgungslücke muss entsprechend durch privates Ansparen über Jahrzehnte hinweg gedeckt werden. Eine attraktive Möglichkeit dazu: der Fondssparplan

 

Absicherung des Lebensstandards im Alter: ein langer Weg, der viele Chancen bietet.

Absicherung des Lebensstandards im Alter: ein langer Weg, der viele Chancen bietet.

Zunächst muss man wissen, was ein Fonds (Langform: Investmentfonds) überhaupt ist. Es handelt sich um ein streng reguliertes Sondervermögen, das in Dutzende von Aktien oder Anleihen oder andere Wertpapier investiert. Sondervermögen deshalb, weil auch im Insolvenzfall der den Fonds verwaltenden Bank oder Kapitalanlagegesellschaft das Fondsvermögen vor Zugriffen geschützt ist. Das Anlagevermögen gehört – im Gegensatz zu Einlagen bei Banken oder Anlagen in ETC’s oder Zertifikaten – immer den Anlegern des Fonds.

 

Schon mit kleinsten Anlagesummen ab 25 oder 50 Euro monatlich kann breit gestreut und weltweit diversifiziert das Geld in interessante Anlageklassen investiert werden. Das ist ein wesentlicher Fortschritt – früher waren zum Beispiel gut gestreute Aktiendepots vermögenderen Bevölkerungsschichten vorbehalten.

 

Der große Vorteil von Investmentfonds Sparplänen: Die Einzahlungen können bei Fondssparplänen immer verringert, erhöht oder unterbrochen werden. Fondssparpläne können darüber hinaus auch jederzeit aufgekündigt werden, und zwar ohne irgendwelche Gebühren oder versteckte Kosten.

Die wichtigsten Fondstypen sind Rentenfonds und Aktienfonds. Wer auf diese setzt, kann langfristig bequem ein kleines Vermögen aufbauen. Bei Rentenfonds investiert der Fondsmanager breit gestreut in Dutzende, meist hunderte Rentenpapiere (=Anleihen). Bei Aktienfonds investiert der Fondsmanager breit gestreut in unterschiedliche Aktien börsennotierter Unternehmen.

 

Die Aufteilung der Sparsumme in Renten- und Aktienfonds ist die Asset-Allocation. Sie bestimmt ca. 70% des Anlageerfolges, die Auswahl guter Fonds die restlichen 30%.

 

Um bei Fondsparplänen den Cost Average Effekt möglichst stark zu nutzen, sollte der Aktienanteil hoch sein. Denn die Kurse von Aktienfonds schwanken im zeitlichen Verlauf stärker als die von Rentenfonds, was zu dem gewünschten Cost Average Effekt (Durchschnittskosteneffekt) führt. Vereinfacht gesagt kauft man dabei mit seiner Sparsumme in Monaten, in denen die Kurse niedrig sind, verhältnismäßig viele Anteile – genau richtig, bei günstiger Ware viel zu kaufen. Der langfristige Renditevorteil kann dadurch bis zu 5% p.a. ausmachen.

 

Für langlaufende Fondssparpläne kann der Aktienfonds Anteil also hoch, zum Beispiel bei 80%, liegen. Wer sehr lange Zeiten ansparen möchte, kann sogar bis auf 100% Aktienanteil gehen. Wer eher im Bereich bis 5 Jahre sparen möchte, sollte niedrigere Aktienquoten wählen, zum Beispiel 30%. Die Rentenfonds sorgen dann für geringe Schwankungen. 

Doch was kommt heraus, wenn man über einen Zeitraum von zum Beispiel 30 Jahren einen Fondssparplan bedient? Wer sich die Renditen im bekanntesten Deutschen Aktienindex ansieht, kann erkennen, dass er in den vergangenen 30 Jahren (Zeitraum 1983 bis 2013) eine jährliche, durchschnittliche Rendite von 9,0% erzielt hätte. Geht man in erster Näherung davon aus, dass der oben beschriebene Cost Average Effekt den Ausgabeaufschlag ausgleicht, so erhält man bei einer monatlichen Rate von 300,00 Euro folgendes Vor-Steuer-Ergebnis:

 

 

Fondssparplan: Rendite wie DAX (9%), keine Steuern berücksichtigt.

Fondssparplan: Rendite wie DAX (9%), keine Steuern berücksichtigt. Berechnungen mit Dr. Kriebel Beratungsrechner; alle Angaben ohne Gewähr.

 

 

Aus Einzahlungen in Höhe von 108.000 Euro (30 Jahre lang 300 Euro monatlich) werden in diesem Beispiel also rund 550.000 Euro. 

 

Wir empfehlen auch beim Einsatz von Fondssparplänen nur auf ethisch-ökologische Fonds zu setzen. Das stellt sicher, dass kein Geld in Rüstungskonzerne, Umweltverschmutzer oder in Kinderarbeitsfirmen fließt obwohl sehr gute Renditen erzielt werden. Einen für langfristige Fondssparpläne ideal geeignetes Musterdepot finden Sie zum Beispiel im Bereich Vermögensaufbau Wachstum oder, für monatliche Summen ab 300,00 Euro, beim Musterdepots Wachstum 300+

 

 

 Weitere Teile der Serie:

Die Versorgungslücke

Fondssparplan

Private Rentenversicherung

Riesterrente

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Grüne Altersvorsorge: Die Versorgungslücke

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Wer auf seinen Rentenbescheid sieht, der weiß: die gesetzliche Rentenversicherung wird nur noch eine Grundsicherung im Alter darstellen. Auch Beamte müssen mit empfindlichen Kürzungen rechnen, Selbstständige müssen sich seit jeher privat um die Absicherung des Lebensstandards im Alter kümmern. In einer losen Serie von Beiträgen möchte ich dieses Thema, das mich im beruflichen Alltag jeden Tag beschäftigt, detailliert beleuchten. Welche Formen der Altersvorsorge gibt es, wie viel muss ich sparen und welche Wege, das ethisch-ökologisch und ohne Streubombenhersteller zu tun, werden angeboten?

 

 

 

 

Entspannt den Ruhestand genießen - wenn die Altersvorsorge passt.

Wer den Ruhestand entspannt genießen möchte, muss dafür kräftig etwas zur Seite legen.

 

 

 

 

 

 

Die Versorgungslücke

 

Für meine Eltern war die Altersvorsorge klar: wer ausreichend viele Jahre in das staatliche Rentensystem einzahlt, der wird davon im Alter auch leben können. Doch nach den unter der Regierung Schröder eingeführten, allmählichen Kürzungen der Renten, bekommen auch Gutverdiener kalte Füße und fragen sich, ob das Ersparte im Alter wirklich reicht. Bereits heute sind nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums in den alten Ländern die Durchschnittsrenten auf nur noch 1.052 Euro (Mann) bzw. 521 Euro (Frau) abgesunken. Davon lassen sich keine großen Sprünge machen.

 

Drei Fragen sind für den Ruhestandsplaner wichtig: Wie viel Geld werde ich im Ruhestand wohl zusätzlich zu den bestehenden Vorsorgemitteln benötigen? Welches Kapital muss ich ansparen, um diese Lücke langfristig decken zu können? Wie viel muss ich regelmäßig zur Seite legen, um dieses Kapital zu erreichen?

 

Dabei kann man sich die Faustregel zunutze machen, die besagt, dass das monatlich benötigte Geld im Ruhestand in etwa ein knappes Drittel niedriger sein braucht, als das während der Phase der Berufstätigkeit. Denn im Alter sollten die Kredite für Immobilien bereits zurück gezahlt sein, die Kinder kein Geld mehr für die Ausbildung benötigen und auch alltägliche Dinge, wie vielleicht hochwertige Kleidung für den Büroalltag, dürften weniger Geld verschlingen.

 

Dann sollte man in der folgenden Tabelle die monatlichen Ausgaben im Alter auflisten:

 

Bedarf im Alter (monatlich)

Betrag in Euro

Haushaltsbedarf

 

Kleidung

 

Freizeitaktivitäten

 

Miete inkl. Nebenkosten

 

Unterhaltung und Komminkation (TV/Radio, Computer, Internet, Telefon, etc.)

 

Fahrzeuge (Autos, Krafträder, etc.)

 

Öffentliche Verkehrsmittel

 

Versicherungen

 

Rückzahlung von Krediten

 

Urlaubsreisen

 

Sonstige Zahlungen

 

Sonstige Zahlungen

 

Sonstige Zahlungen

 

Gesamt-Bedarf

 

 

 

Anschließend trägt man in dieser Tabelle die monatlichen Einnahmen ein:

 

Einkommen im Alter (monatlich, netto)

Betrag in Euro

Einkünfte der staatlichen Rente bzw. Pensionen bei Beamten

 

Betriebliche Altersvorsorge

 

Riester-Rente

 

Rürup-Rente (Basisrente)

 

Verzinste Bankeinlagen

 

Aktien und Anleihen

 

Investmentfonds

 

Kapitalgebundene oder fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen

 

Vermietet Immoblien

 

abzüglich

 

Sonstige Einkünfte

 

Sonstige Einkünfte

 

Sonstige Einkünfte

 

Gesamt-Einkommen

 

 

Die Versorgungslücke berechnet sich nun:

 

Versorgungslücke = Gesamt-Einkommen minus Gesamt-Bedarf

 

 Nun ist klar, wie viel im Monat fehlt. Doch wie kann man daraus errechnen, welches Kapital angespart werden muss? Man kann dazu Annahmen treffen, wie zum Beispiel die statistische Lebenserwartung, die man zum Zeitpunkt des Renteneintritts hat. Doch was tun, wenn man außergewöhnlich lange lebt? Außerdem ist unklar, welche Verzinsung das Kapital in der Rentenphase einbringt. Da man dann sehr schwankungsarm und sicherheitsorientiert anlegt, sicher weniger als in der Ansparphase.

 

Die einfachste und doch sehr praktikable Lösung: man bedient sich bei einer Faustregel aus der Versicherungswirtschaft. Denn dort müssen Leibrenten gezahlt werden, also Renten, die bis ans Lebensende ausgezahlt werden.

 

Faustregel: Wer mit 67 in Rente geht, erhält pro 10.000 Euro angespartem Kapital eine monatliche Rente von 30 Euro.

 

Beispiel: wer 500 Euro zusätzliche Rente im Alter möchte, der sollte 500 : 30 rechnen und das mit 10.000 Euro multiplizieren. Er braucht also rund 167.000 Euro an Kapital zum Ruhestandsbeginn.

 

Sie kennen also jetzt Ihre Versorgungslücke und daraus errechnet das im Laufe des Arbeitslebens anzusparende Kapital.

 

Wie Sie diese Summe möglichst einfach und unter Berücksichtigung ethisch-ökologischen Kriterien erreichen können, beleuchten wir in den nächsten Folgen unserer Serie über nachhaltige Altersvorsorge.

 

 Weitere Teile der Serie:

Die Versorgungslücke

Fondssparplan

Private Rentenversicherung

Riesterrente

 

 
Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
 

Wie ich in 4 Tagen meine Altersvorsorge selbst erstelle. Teil 2 – Die Deckungslücke

Dienstag, 07. Dezember 2010

Herzlich willkommen zu unserem 2. Teil für die eigen-geplante Altersvorsorge (Teil 1 hier). Sie sind damit schon ziemlich weit gekommen. Denn es gibt eine Statistik die besagt, dass weniger als 10 % aller Leser über das erste Kapitel eines Buches hinaus kommen. Das ist bei Anleitungen im Internet nicht anders. Also herzlichen Glückwunsch, dass Sie diese Zeilen lesen.

 

Wie im ersten Teil gelernt, werden die meisten Deutschen im Alter mehr Geld brauchen als gesetzliche Rente und betriebliche Altersvorsorge Ihnen bieten. Wer nur auf die staatlichen Versorgungssysteme vertraut, wird im Alter bei Wasser und Brot landen. Mit privater Vorsorge können Sie zu Schnitzel und Bier gelangen, und wer rechtzeitig anfängt kann es sogar zu Kaviar und Sekt schaffen.

 

Im heutigen Teil 2 berechnen wir Ihre individuelle Deckungslücke.

 

grünes altersvorsorge ruhestand geniessen

Mit der richtigen Altersvorsorge den Ruhestand genießen, z.B. mit Winterwanderungen (Foto: Grünes Geld GmbH)

 

Wieviel Rente dürfen Sie ohne eine weitere Altersvorsorge im Alter erwarten?

 

Hier geht es darum, welche monatlichen Einkünfte Sie aufgrund Ihrer bisherigen Vorsorge (zum Beispiel gesetzliche Rente, betriebliche Rente, etc.) zu erwarten haben. Tragen Sie diese zusammen, sowie in der Tabelle dargestellt. Achtung: es geht jeweils um die Werte zum Zeitpunkt des Renteneintritts.

 

 

Für die gesetzliche Rente können Sie einfach die Ihnen jährlich zugehende Renteninformation verwenden (kommt nach 5 Jahren Beitragszahlung und ab dem 27. Lebensjahr). Dort ist auch eine Abschätzung vorhanden, welche Rentensteigerungen erwartet werden können und welche Rente Sie zum Zeitpunkt des Rentenbeginns zu erwarten haben. Wenn Ihnen diese Renteninformation noch nicht vorliegt: die durchschnittlichen Altersrenten in Deutschland liegen aktuell bei rund 800 Euro im Monat, eine genauere Aufschlüsselung nach Ost/West und Frauen/Männer finden Sie zum Beispiel bei Sozialversicherung-Aktuell.

 

Rechnen Sie diesen Betrag mit einer Steigerung 1% pro Jahr bis zu Ihrem Renteneintritt hoch. Die Formel: Rente bei Rentenbeginn = 800 € * 1,01Jahre bis Rentenbeginn. Angenommen Sie hätten noch 40 Jahre bis zum Rentenbeginn, ergäbe das 800 € * 1,0140= 1191,09 Euro. Falls Sie jetzt denken, das ist aber wenig: richtig, deshalb empfiehlt der Staat ja auch die private Altersvorsorge.

 

Wenn Sie Lebensversicherungen, Fonds oder sonstige Einmalzahlungen wie Erbschaften erwarten, dann berechnen Sie den Wert dieses Kapitals zum Zeitpunkt Ihres Renteneintritts. Wenn Sie also 100.000 € mit 50 Jahren erhalten und mit 67 in Rente gehen, verzinsen Sie den Betrag über 17 Jahre hinweg z.B. konservativ mit 3 % (wie bei der gesetzlichen Rente aufgezeigt).  Es gilt in diesem Beispiel: Kapital bei Rentenbeginn = 100.000 € * 1,0317 = 165.284 €.

 

Teilen Sie alle einmaligen Beträge durch 10.000 und multiplizieren Sie sie mit 35 – damit erhalten Sie in etwa die daraus mögliche monatliche Rente (Faustformel). Diese tragen Sie in die Tabelle ein.

 

Mit welchem Alter werden Sie in die Rente eintreten? Das gesetzliche Renteneintrittsalter Ihres Jahrgangs finden Sie in einer Tabelle des Handelsblatts. Für alle ab 1964 oder später Geborene gilt damit das Alter von 67 Jahren.

 

 

Einkunftsart Monatliche Höhe dieser Einkünfte in Euro
Gesetzliche Rente _________________________ Euro
Betriebliche Rente _________________________ Euro
Mieteinnahmen _________________________ Euro
Bereits vorhandene Altersvorsorge 1 _________________________ Euro
Bereits vorhandene Altersvorsorge 2 _________________________ Euro
Bereits vorhandene Altersvorsorge 3 _________________________ Euro
_________________________ Euro
Monatliche Rente
_________________________ Euro

 

 

Damit haben Sie ermittelt, welche monatliche Rente Sie in etwa erwarten dürfen.

 

 

Um später die Deckungslücke ausrechnen zu können, müssen wir noch auf den sogenannten Kapitalwert umrechnen, also auf eine Summe aus der diese Rentenzahlung entsprechen. Wir verwenden dazu wieder die oben erwähnte Faustformel:

 

Kapitalwert der bisherigen Rente = 10.000 € * (Monatliche Rente / 35 €)

Wieviel Rente brauchen Sie tatsächlich?

 

Doch welche Rente benötigen Sie im Alter? Während man früher davon ausging, dass der Lebensstandard im Ruhestand abnimmt und weniger Geld benötigt wird, zeigen die heutigen Ruheständler ein entgegengesetztes Verhalten auf. Die aktiven Senioren fahren häufig in den Urlaub oder Erfüllen sich lang ersehnte Wünsche. Das können vernachlässigte Hobbies ebenso sein wie eine Ferienwohnung im Süden.

 

Wenn wir also im Alter zumindest das oben erwähnte Schnitzel mit Bier erreichen wollen, sollten wir von unserem heutigen Netto-Einkommen ausgehen.

 

Aber Achtung – unser heutiges Netto-Einkommen wird im Ruhestand nicht mehr so viel wert sein wie heute. Wir werden mit den üblichen Inflationsraten rechnen müssen. Wir rechnen also das Netto-Einkommen mit der Inflation hoch. Hier eine Grafik über die historischen Inflationsraten in Deutschland:

 

 

Entwicklung des Verbraucherpreisindex

Entwicklung des Verbraucherpreisindex, im Durchschnitt ca. 3 % pro Jahr

 

 

Man kann also eine Inflationsrate von 3 Prozent wählen. Wenn Sie ein hohes Sicherheitsbedürfnis haben, wählen Sie eine etwas höhere Inflationsrate, z.B. 3,5 oder 4 Prozent.

 

Hier die Formel zum Hochrechnen Ihres Einkommens bei 3 Prozent Inflation (für andere Inflationsraten setzen Sie statt der „3“ die jeweils gewünschte Rate ein):

 

Rentenbedarf = (aktuelles Netto-Einkommen) * 1,03 * 1,03 * 1,03 * … * 1,03

 

 

oder kürzer:

 

 

Rentenbedarf = (aktuelle Netto-Einkommen) * 1,03n

 

 

Dabei verwenden Sie das 1,03 so häufig wie es Jahre sind von jetzt bis zu Ihrem Renteneintrittsalter. „n“ ist ebenfalls die Anzahl Jahre von jetzt bis zu Ihrem Renteneintrittsalter.

 

 

Zur besseren Vergleichbarkeit auch hier wieder die Umrechnung auf den Kapitalwert:

 

Kapitalwert Rentenbedarf = 10.000 € * (Rentenbedarf / 35 €)

 

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Wie hoch ist Ihre Deckungslücke?

 

Ihre Deckungslücke ist ganz einfach der Unterschied zwischen Rentenbedarf und der „bisherigen Rente“:

 

Deckungslücke = Kapitalwert (Rentenbedarf) – Kapitalwert (bisherige Rente)

 

Haben Sie Ihre persönliche Deckungslücke ausgerechnet? Wie hoch ist Sie? In vielen Fällen mehrere zehntausend und oftmals auch mehrere hundertausend Euro.

 

Im nächsten Teil werden wir sehen, welcher Anlegertyp Sie sind. Und im übernächsten Teil können wir bestimmen, wieviel Sie sparen müssen um Ihre Deckungslücke zu schließen. Mit der richtigen Anlagestrategie ist das leichter als Sie vielleicht jetzt denken. Mit der Berechnung Ihrer persönlichen Deckungslücke sind Sie schon weiter gekommen als 95% aller Bundesbürger – herzlichen Glückwunsch.

 

Wer jetzt schon aussteigen möchte: Für nachhaltige Investments zur Deckung Ihrer Rentenlücke gibt’s bei gruenesgeld24.de ausgewählte Musterdepots.

 

Zu Teil 3 der Serie gelangen Sie hier.

 

Zu kompliziert? Wir rechnen Ihnen das gerne in einer Online-Konferenz persönlich aus. Geben Sie uns Bescheid:

 

 

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