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Welche Rolle spielt meine Heizung in einem Smart Grid?

Montag, 10. April 2017

Wenn grüner Strom und Wärme sich zusammenschließen

 

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Ende 2016 versorgen insgesamt 27.270 Windanlagen den Stromverbraucher mit Windenergie. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des Bundesverbandes für Windenergie. Das sind 1.368 Anlagen mehr als im Vorjahr. Zusätzlich zählt der Bundesverband Solarwirtschaft zum 31. Dezember 2016 etwa 52.000 neu montierte Photovoltaikanlagen. Diese Auswertungen zeigen: Die Anzahl dezentraler Stromerzeuger steigt.

 

Ebenfalls interessant ist, wie Hausbesitzer mit einer smarten Heizung nicht nur Ersparnisse beim Stromverbrauch erzielen, sondern auch für Netzstabilität sorgen.

 

Warum Smart Grids?

 

 

Im Jahr 2016 lag der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion bereits bei knapp 30 Prozent. Um ihren Ausbau im Stromsektor weiter zu fördern, nehmen Smart Grids eine wichtige Rolle ein.

 

 

Ein Smart Grid ermöglicht durch die Nutzung intelligenter Technologiestandards, dass Stromverbraucher, elektrische Haushaltsgeräte, Energieversorger und digitale Stromheizungen miteinander kommunizieren können. Diese Interaktion schafft Transparenz über die erzeugten und verbrauchten Mengen an Ökostrom, um diese gezielt abgleichen zu können. Denn anders als bei fossilen Großkraftwerken unterliegt das Ökostromangebot witterungs- und wetterbedingten Schwankungen, die sich nur erschwert planen lassen. Daher besteht eine große Herausforderung in der Aussteuerung dieses volatilen Ökostromangebots. Einen Beitrag hierzu leisten Sensoren und digitale Schnittstellen. Intelligente Stromzähler (Smart Meter) ermitteln 24 Stunden am Tag, wie viel Strom im Netz zur Verfügung steht und wie viel Verbraucher bereits zum Betrieb beispielsweise der Waschmaschine verbraucht haben. Die gemessenen Daten senden die Stromzähler an den Energieversorger, damit diese gezielt Einfluss auf den Stromverbrauch nehmen können.

 

 

Welche Rolle übernimmt der Heizungskeller in einem Smart Grid?

 

 

Sofern Überangebote an regenerativem Strom entstehen, erhält die Wärmepumpe über ein Smart Meter, einen Energiemanager oder den Wechselrichter einer Photovoltaikanlage Signale. Über den Smart Grid Ready Eingang ist die Wärmepumpe in der Lage mit diesen Geräten zu kommunizieren und das Stromangebot entgegen zu nehmen, um es als thermische Energie in einem Heizspeicher zwischen zu speichern. Während Wärmepumpen sich als Speichertechnologie in ein Smart Grid einbinden lassen, fungieren Blockheizkraftwerke über das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung als Stromerzeuger. Hier gewährleisten IKT Gateways die Interaktion zwischen dem Stromnetz und der Heizung. Gateways sind in der Lage verschiedene Netzwerke miteinander zu koppeln.

Wie das Zusammenspiel von Wärmepumpe und Blockheizkraftwerke mit einem Smart Grid erfolgen kann, erklärt diese Infografik:

 

 

 

Häufig sind Stromheizungen in einem Smart Grid Bestandteil einer Komplettlösung, zu der auch Batteriespeicher, Energiemanager und PV-Anlagen auf dem Dach zählen. Weitere Informationen zu BHKWs und Wärmepumpen, sind auf der Seite von Kesselheld zu finden.

 

 


[1] Quelle: https://www.wind-energie.de/infocenter/statistiken/deutschland/windenergieanlagen-deutschland

[2] Quelle: https://www.solarwirtschaft.de/fileadmin/user_upload/bsw_faktenblatt_pv_2017_2.pdf

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: "Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten." Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Energiesparen – Zehn heiße Tipps für die kalte Jahreszeit

Dienstag, 29. November 2016
Zusammenfassung: Im Winter steigen die Kosten für Strom und Heizung in den Haushalten an. Ein bewusster Umgang und einige Tipps helfen, die Energiekosten nicht explodieren zu lassen.

 

 

In der kalten Jahreszeit lässt sich viel Energie durch sinnvolles Heizen sparen.

In der kalten Jahreszeit lässt sich viel Energie durch sinnvolles Heizen sparen.

Jetzt ist es amtlich – der Winter kommt auch in diesem Jahr. Nach einem teilweise sehr milden Herbst werden die ersten Schneefälle prognostiziert, Nachtfrost und Glatteisgefahr rücken näher. Der Winter ist hierzulande nicht nur die kalte und dunkle Jahreszeit, sondern auch die Zeit mit dem höchsten Energieverbrauch. Kein Wunder – Beleuchtung, Heizung, ausgiebige warme Duschen, aufwändiges Kochen und Backen für die Feste und Feiertage. Alle diese Aktivitäten verbrauchen Strom oder eben Energie zum Heizen.

 

Gleichzeitig steigen die Energiepreise wieder an. Im kommenden Jahr erhöhen sich die Tarife vieler Stromanbieter im Schnitt um 3,5 Prozent. Das entspricht in etwa einer um 50 Euro höheren Stromrechnung pro Haushalt. Für die steigenden Stromkosten ist allerdings nicht der Beschaffungspreis des Stroms verantwortlich. Mehr als die Hälfte der Kosten entfallen auf die steigende Ökostrom-Umlage und die Kosten für das Stromnetz. Gerade letzteres ist vieles Ökostromanbietern ein Dorn im Auge, denn die Netzbetreiber, mitunter große Stromkonzerne, erwirtschaften mit der privatisierten Netzinfrastruktur hohe Renditen.

 

Um Energie und Geld zu sparen, soll jedoch niemand im Dunkeln und in der Kälte sitzen. Wir haben zehn heiße Tipps zum Energiesparen für die kalte Jahreszeit zusammengestellt. So kommen Sie gut durch den Winter, ohne auf Behaglichkeit verzichten zu müssen.

 

 

1. Nicht den Überblick verlieren

Es gibt viele Tipps und Ratschläge um Strom- und Heizkosten zu senken. Hier ist jedoch auch eine persönlich Erfolgskontrolle hilfreich. Also unbedingt die Rechnungen der Energieversorger sammeln und Zählerstände notieren. So kann sich jeder einen guten Überblick über den individuellen Verbrauch verschaffen und sehen, welchen Effekt das Energiesparen auf die Energiekosten hat. Einen guten Anhaltspunkt darüber, wie der eigene Haushalt im Vergleich liegt, bietet beispielsweise der bundesweite Heizspiegel.

 

 

2. Bahn frei für den Heizkörper

Jede Heizung kann die Luft am besten erwärmen, wenn sie frei in den Raum steht. Auch wenn der Platz häufig knapp ist, ein Sofa vor der Heizung macht zwar einen warmen Rücken, um den Raum komplett zu heizen wird jedoch viel Energie benötigt. Auch lange Gardinen fangen unnötig Wärme auf und sollten im Winter nicht die Heizkörper verhängen.

 

Die meisten Heizkörper stehen an Außenwänden. Hier kann durch mangelnde Isolierung viel Wärme verloren gehen. Eine gute Dämmmatte zwischen Heizkörper und Wand bringt hier bereits eine deutliche Energieersparnis.

 

 

3. Schon wenig bewirkt viel

Wie warm ein Raum sein sollte, wird teilweise sehr unterschiedlich beurteilt. Optimal wird in viel genutzten Räumen eine Temperatur um 20 Grad Celsius bewertet. Klar sollte sein, dass kaum oder wenig genutzte Räume entsprechend weniger geheizt werden müssen, das gleiche gilt für die Nacht. Hier bewirkt ein Absenken der Temperatur von einem Grad bereits eine Heizkostenersparnis von bis zu sechs Prozent.

 

 

4. Nicht übertreiben

Energiesparen in Ehren, wer jedoch die Wohnräume zu stark auskühlen lässt, benötigt viel Energie zum Aufheizen. Das kann dann schnell teurer werden, als die erhoffte Ersparnis durch die heruntergedrehte Heizung. Als Faustregel gilt, nicht unter 15 Grad Celsius als Innenraumtemperatur gehen.

 

 

5. Digitalisierung nutzen

Nach Hause kommen in eine kalte Wohnung ist nicht unbedingt angenehm. Schön wäre es, wenn jetzt bereits die Wohlfühltemperatur erreicht worden ist. Mit programmierbaren Heizthermostaten lässt sich das durchaus regeln. Wer also weiß, wann ein Raum welche Temperatur haben sollte, nutzt die Vorzüge der Digitalisierung und lässt sich funkgesteuerte Raumregler und Thermostate einbauen.

 

 

6. Jetzt nicht kippen

Die Kipp-Stellung an Fenstern kann in der warmen Jahreszeit für eine gemäßigte Frischluftzufuhr sorgen. Während der Heizperiode ist sie allerdings auf keinen Fall empfehlenswert, denn obwohl nur wenig frische Luft in den Raum kommt, kühlen Wände und Einrichtung rasch aus und müssen dann mit Energieaufwand wieder aufgeheizt werden. Besser ist es, jetzt durch ein kurzes und kräftige Lüften frische Luft ins Haus zu bringen. Während der Stoßlüftung kühlt das Zimmer nicht übermäßig aus und es ist bald wieder behaglich warm. Hier sollte übrigens auch nicht untertrieben werden, denn schlecht gelüftete Räume können gesundheitsschädliche Schimmelpilze an den Wänden verursachen. Nicht vergessen: Während der Lüftung kurz die Heizung zurückdrehen.

 

 

7. Fenster und Türen gut verschließen

Viele Häuser sind heute bereits gut isoliert. Wer Rollläden hat, kann dennoch Energie sparen. Denn die heruntergelassenen Rollläden isolieren die Fensterfronten zusätzlich. Der Fensterbereich ist generell ein kritischer Punkt, an dem schnell Energie verloren gehen kann. Fensterdichtungen und Rahmen sollten regelmäßig nach undichten und porösen Stellen durchgesehen und im gegebenenfalls repariert werden. Bereits ein einfaches Dichtungsband kann hier schon eine spürbare Energieersparnis bringen.

 

 

8. Chic und warm

Die meisten Menschen lieben extra bequeme Kleidung für zu Hause. Gut, wenn die Kleidung den Temperaturen der Jahreszeiten angepasst ist. In einen kuscheligen Pullover eingepackt auf dem Sofa wird weniger Heizenergie benötigt, als in Shorts und T-Shirt. Auch eine Decke bringt hier einen guten Wohlfühleffekt.

 

 

9. In der Weihnachtsbäckerei

Gerade in der Vorweihnachtszeit und an den Feiertagen ist der Backofen ungleich häufiger in Betrieb als sonst üblich. Hier gilt es, sich an die Ganzjahresregel zu erinnern: Vorheizen ist so gut wie immer unnötig. Ein effektives Ausnutzen der Restwärme spart Strom.

 

 

10. Nicht nur Kerzenglanz

Stimmungsvoll, aber manchmal einfach zu wenig Licht.

Stimmungsvoll, aber manchmal einfach doch zu wenig Licht.

Winterzeit – Weihnachtszeit – Kerzenzeit. Sicher verbreiten Kerzen ein sanftes und gemütliches Licht, zum Lesen, Arbeiten, Essen und Spielen ist es doch oft nicht ausreichend. Wer in der dunklen Jahreszeit auf LED und Energiesparlampen setzt, benötigt weniger Strom, als mit der herkömmlichen Glühbirne. Vielleicht auch ein interessantes Weihnachtsgeschenk für Umsteiger.

 

Viel Strom verbrauchte auch früher die vielfältige Dekorationsbeleuchtung an Fenstern und Fassaden. Auch hier gibt es attraktive LED-Beleuchtung. Besonders empfehlenswert sind Lichterketten, die mit einem Solarmodul. Sie verbrauchen nur den Strom, den sie tagsüber selbst produziert haben.

 

 

Bewusster Umgang mit Energien zahlt sich aus

Wer bewusst mit Energie umgeht, achtet auf Effizienz und schont damit die Umwelt. Dass sich das nicht nur ökologisch auszahlt, sondern auch finanziell, zeigt sich auf der Strom- und Heizkostenrechnung. Und auch wer bereits auf erneuerbare Energien und Ökostrom setzt, kann hier noch etwas bewusst für Klima und Umwelt tun.

 

Schließlich lässt sich das eingesparte Geld für die schönen Dinge des Lebens einsetzen oder durch sinnvolle und ökologische Geldanlagen weiter mehren. Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, hat zu diesem Thema weit mehr als zehn Tipps auf Lager. Mit rund 300 ethisch-ökologischen Investments findet jeder Anleger das richtige Finanzprodukt zu dem Thema, das ihm wichtig ist und erwirtschaftet zugleich interessante Erträge.

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.